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Säugetiere / Flusspferd

von Sissi Goldermann (Autor) Wanek Groh (Autor)

Referat / Aufsatz (Schule) 2001 5 Seiten

Biologie - Zoologie

Leseprobe

Ordnung :

Klasse : Mammalia (4600 rezente Arten)

3 Unterklassen :

1) Kloakentiere oder eierlegende Säugetiere (Schnabeltier, Schnabeligel)

2 ) Beuteltiere (Känguruh, Koala, Opossum..)

3) Plazentatiere ( Plazenta=Mutterkuchen);

18 Ordnungen z.B.

- Insektenfresser,
- Herrentiere (Mensch),
- Rüsseltiere,
- Paarhufer,
- Raubtiere,
- Nagetiere,
- Schuppentiere;

Evolution :

Die ersten Säuger gab's vermutlich im frühen Erdmittelalter, abgeleitet von einer Gruppe ausgestorbener Reptilien (Theriodontia). Die Vorfahren der heutigen Säugetiere waren Insektenfresser. Die frühesten Fossile der Beutel und Plazentatiere stammen aus dem Gestein der Kreide. (Kloakentiere fossil nicht dokumentiert). Die Plazentatiere waren im Konkurrenzkampf die erfolgreichsten und breiteten sich in der Erdneuzeit rasch über die Erde aus.

Das Skelett hat sich nach Lebensraum /wandel und Fortbewegung der jeweiligen Art entwickelt/abgewandelt z.B. Wal (Flossen), Fledermaus (Flügel), Mensch (Greifhand).

Verbreitung :

Die meisten Säuger sind Landlebewesen unterschiedlicher Lebensräume (Wüsten, Tundren, Gebirge, Tropenwälder..).2Ordnungen und einige Gattungen einer 3. Ordnung sind aquatische (im Wasser lebende) Tiere.

Auffällige Merkmale:

Nur Säuger haben Milchdrüsen (lat. Mammae; daher der wissenschaftliche Ausdruck Mammalia).Alle Säugetiere, außer den Eier legenden Kloakentieren, gebären lebende Junge, welche die frühen Entwicklungsstadien im Körper des Muttertieres durchlaufen.

Säugetiere haben von allen Tieren das am höchsten entwickelte Nervensystem.

Die meisten Tiere dieser Klasse besitzen vier Gliedmaßen zu je 5 Zehen/Fingern. Bei den Huftieren gibt es eine reduzierte Zehenanzahl z.B. Pferd ( Unpaarhufer) hat nur einen Zeh (=Fessel). Die Gliedmaßen sind im Allgemeinen als Beine ausgebildet. Diese können aber (wie bei den Seehunden) zu Flossen oder (wie bei den Fledermäusen) zu Flügeln umgestaltet sein. Einige Arten haben Gliedmaßen, die zu kleinen Rudimenten im Körperinnern reduziert wurden (wie bei den Walen) oder überhaupt nicht mehr vorhanden sind (wie bei den Seekühen).

Der Körper ist mit Haaren bedeckt. Bei vielen Formen sind sie jedoch stark verkümmert (z. B. Waltiere, Elefanten, Seekühe).

Das Gehirn, Endpunkt aller Nervenreize, ist höher entwickelt als bei allen anderen Tieren. Es hat sich aus dem vorderen Abschnitt des Rückenmarks herausgebildet.

Anatomie:

Die äußere Hülle des Säugetierkörpers besteht aus der Haut und ihren Anhangsgebilden. Sie ist in drei Schichten gegliedert.

Die Oberhaut ist für das Abstoßen toter Zellen, sowie für die Bildung neuer Zellen verantwortlich. Krallen, Nägel und Hufe sind Hornbildungen der Oberhaut.

Unter der Oberhaut liegt die Lederhaut. Bei den so genannten Dickhäutern kann die Lederhaut mehrere Zentimeter dick werden. Sie ist reich durchblutet und mit Nerven und Sinneszellen versehen.

Die Lederhaut setzt sich in die Unterhaut fort. Bei Bewohnern kalter Klimabereiche (Robben, Wale, Bären) kann sich in der Unterhaut sehr viel Fett einlagern.

Weitere Funktionen der Haut sind Schutz vor Verletzungen , Krankheitserregern und Austrocknung und der Regelung von Wasser&Wärmehaushalt.

Die Haut ist mit unterschiedlich vielen Haaren, Hornfäden ,bedeckt. Einzelne Haare haben eine begrenzte

Lebensdauer. >Winter/Sommerfell beim Schneehasen. Die wirksamen Dämmeinrichtungen des Unterhautfetts und des Fells erleichtern den Säugetieren die Wärmeregelung, so dass sie auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen eine hohe gleich bleibende Körpertemperatur aufrecht erhalten können > Warmblütigkeit

Durch den enormen Energieverbrauch muss das Säugetier ausreichend Nahrung zu sich nehmen. Des weiteren fungiert die Haut als sensorisches und exkretorisches Organ, sie enthält zahlreiche Hautdrüsen. Talgdrüsen halten mit ihrem fettigen Sekret Haare und Oberhaut geschmeidig. Brustdrüsen sind bei allen ausgewachsenen weiblichen Säugetieren vorhanden..

Bei fast allen terrestrischen Säugetieren hat man Schweißdrüsen festgestellt, diese sind am häufigsten beim Menschen zu finden. Aquatische Säuger - Wale, Delphine, Seekühe - haben keine Schweißdrüsen.

Duftdrüsen sind mit artspezifischen Duftstoffen angereichert, die im Revier und Sozialverhalten der Säuger eine wichtige Rolle spielen.

Alle Säugetiere haben zwei Augen. Bei vielen unterirdisch lebenden Tieren, wie dem Maulwurf, haben sie ihre Funktion ganz oder teilweise verloren oder sind mit Haut überwachsen. Die Ohren nicht aquatisch lebender Tiere besitzen in der Regel Ohrmuscheln: knorpelige Körperanhänge, die als Schalltrichter dienen. Bei aquatischen Säugetieren wie Seehunden und Walrossen sind die äußeren Teile des Ohres zu kleinen, schützenden Hautlappen reduziert; bei Walen sind nur noch kleine Löcher vorhanden.

Die inneren Merkmale, welche Säugetiere von niederen Wirbeltieren unterscheiden, sind die zwei bis vier für das Sehvermögen zuständigen Gehirnlappen, das Zwerchfell, sowie der einzelne Aortenbogen in der linken Körperhälfte. Weitere Merkmale sind das vierkammerige Herz mit zwei Vorhöfen und zwei Herzkammern sowie das Fehlen von Zellkernen in den roten Blutkörperchen. Alle Säugetiere haben sieben Halswirbel. Weitere einheitliche Skelettmerkmale der Säugetiere sind das Fußgelenk zwischen Schienbein und Fußwurzelknochen, die Kette kleiner Gehörknöchelchen und die Gelenkverbindung zwischen Unterkieferknochen und Schläfenschuppe.

Der Schwanz ist eine Verlängerung der Wirbelsäule, bei uns ist er im Laufe der Evolution verkümmert · Steißbein.

Die verschieden Sinne sind optimal an die Umwelt angepasst z.B. Falken und Raubtiere verfügen über einen scharfen Sehsinn, Fledermaus erschließt ihre Welt über Ultraschall etc.

Die Zähne sind verschieden gestaltet : Schneidezähne, Eckzähne, hintere/vordere Backenzähne, die als breite Mahlzähne (z.B. bei Pflanzenfressern) oder als Reißzähne ( bei Raubtieren) ausgebildet sein können. Ausgebildete Schneidezähne sind Stoßzähne des Elefanten. Milch/Permanentgebiss. Backenzähne bei uns Weisheitszähne.

Fortpflanzung:

Alle Säugetiere pflanzen sich geschlechtlich fort. Es gibt zwei Möglichkeiten einer sexuellen Vereinigung. Bei den primitiven, Eier legenden Säugetieren münden Exkretions- und Genitalorgane in eine gemeinsame Öffnung, die Kloake. Der Transfer der Geschlechtszellen vom Männchen zum Weibchen erfolgt durch das Aneinanderlegen der Kloaken. Bei allen anderen Säugetieren werden die Spermien durch Kopulation übertragen. Nach der Befruchtung findet die Entwicklung der Embryonen in der Regel vollständig im Mutterleib statt. Die Kloakentiere hingegen legen Eier, die mit einer ledrigen Schale und einem großen Eidotter ausgestattet sind.

Bei vielen Beuteltieren dauert Embryonalentwicklung nur 15 Tage, größter Teil der Entwicklung findet im Beutel des Muttertieres statt ( K änguruh).

Verhalten :

= Nahrungserwerb, Tarn/Warnverhalten, Paarung, Brutfürsorge, Orientierungsweisen, Wanderungen, soz. Zusammenleben,... wird mit zunehmender Organisationshöhe bestimmt.

Jungtiere trainieren bereits im Spiel Koordination und Muskulatur. Sie lernen Überlebenstechniken (Erkennen von Gefahren, Fluchtversuche), Jagdstrategien, soziales Zusammenleben und die Grundlagen der Verständigung, (Einsetzen von Lauten, Körpersprache : um Unterwerfung, Überlegenheit zu signalisieren).

Brutfürsorge :

Säuger haben wenige Nachkommen, kümmern sich aber, um so intensiver um sie. Jungtiere werden gefüttert, gesäubert, verteidigt, erzogen und warm gehalten.

Nestflüchter (wie Huftiere, Seekühe oder Wale) können der Mutter gleich nach der Geburt folgen, sie sind voll behaart, haben offene Augen/Ohren, ein funktionsfähiges Nervensystem/Bewegungsapparat und ihr Gehirn ist frühzeitig ausgereift.

Nesthocker ( Insektentiere, Fledertiere, Herrentiere, Raubtiere) andererseits sind nach der Geburt ziemlich hilflos, da weder Bewegungsapparat noch Nervensystem funktionsfähig ist sind sie voll auf die Pflege der Mutter angewiesen.

Paarhufer:

Ordnung der Säugetiere mit Rindern, Schweinen ,Ziegen, Kamelen, Hirschen, Antilopen und Flusspferden. Merkmale: gerade Zahl von Zehen an jedem Fuß

Bei den meisten Mitgliedern dieser Ordnung ruht Körpergewicht auf den Spitzen der 3. & 4. Zehen. Vorfahren hatten

5 Zehen.1. im Laufe der Evolution verschwunden und 2. & 5. stark rückgebildet. Flusspferd ist Ausnahme: Es tritt mit

4 Zehen auf.

Es gibt 3 Unterordnungen: Nichtwiederkäuer, Schwielensohler und Wiederkäuer Das Flusspferd (auch Hippotamidae) gehört zu den Nichtwiederkäuern. Von Flusspferden gibt es 2 verschiedene Gattungen: Großflusspferde und Zwergflusspferde.

Die Merkmale der Flusspferde: Ihr plumper walzenförmiger Körper mit kurzen säulenförmigen Gliedmaßen. Dicke, nackte, glatte und schleimdrüsenhaltige Haut. Sie haben einen großen dreiteiligen Magen, große gebogene Eckzähne (Eck-& Schneidezähne dauerwachsend) und sie sind völlig ans Wasserleben angepasst. Weiters haben sie hoch angesetzte Augen verschließbare Ohren und Nasenlöcher und kleine Schwimmhäute zwischen den 4 Zehen. Durch die Haut verdunstet sehr viel Flüssigkeit darum können Flusspferde nur in sehr feuchten Gegenden überleben. Sie haben statt Talg-&Schweißdrüsen Drüsen, die Sekret absondern (für Wärmeregelung...)

Flusspferde sind miserable Schwimmer. Sie brauchen den Bodenkontakt. Wenn das Flusspferd den Kopf gerade an der Wasseroberfläche hat, kann es sehen, atmen, hören und riechen ohne weiter aufzutauchen.

Lebenserwartung: ca. 40 Jahre (mit 4-6 jähren geschlechtsreif)

Zwergflusspferde: Sie sind wesentlich kleiner als Großflusspferde und haben auch unterschiedliche Proportionen. (bis zu 170 cm lang, Schulterhöhe bis zu 76 cm und Schwanzlänge 17 cm).

Die Jungtiere werden als Nestflüchter geboren. Die Begattung kann entweder im Wasser oder am Land stattfinden. Die Brunst dauert 1-2 Tage und es können bis zu 4 Begattungen stattfinden.

Die Ernährung der Zwergflusspferde besteht aus Farnen, Wasserpflanzen, Gräsern etc. Diese Tiere bevorzugen deckungsreiche Wohngebiete und feuchte Geländestrukturen. Sie sind einzelgängerisch und nachtaktiv.

Großflusspferde: Sie bevorzugen Gebiete in denen es flache Gewässer als Suhle, Flüsse, Seen und Grasland

(Hauptnahrungsmittel) gibt. Großflusspferde leben meistens in Gruppen mit bis zu 100 Mitgliedern. Die Bullen müssen ein Territorium besitzen, um Recht auf ein Weibchen und damit Fortpflanzung zu haben. (Manche Bullen sind allen Artgenossen im Eigenbezirk überlegen) Flusspferdbullen sind ihren Artgenossen gegenüber sehr verträglich. Nur bei wichtigen Auseinandersetzungen setzen sie ihre Waffen (dolchförmige untere Eckzähne) ein. Die Kampfpartner schlagen sich dann stundenlang mit den Eckzähnen in Keule, Seite und Schulter. Weiters drohen sie mit dem Aufreißen ihrer Mäuler.

Flusspferde haben eine Reihe von Lauten, die sie von sich geben.

Die einzige feste Sozialeinheit bei Großflusspferden ist die zwischen Mutter und Kind.

Die Paarung (im Wasser) dauert 1-2 Stunden und nach 8 Monaten kommt Junges zur Welt. Mutter und Kind entfernen sich dann für 2 Wochen von den Artgenossen, um sich kennen zu lernen. Die Jungtiere sind mehrere Monate von der Mutter abhängig.

Futterbedarf von Großflusspferden: 25-40kg am Tag Länge: Einschließlich Schwanz (45cm) 4,5 m, Höhe: 2,5 m , Gewicht: 2500-3000kg

Details

Seiten
5
Jahr
2001
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v100824
Note
Schlagworte
Säugetiere Flusspferd

Autoren

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Titel: Säugetiere / Flusspferd