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Der Vietnamkrieg. Verlauf und Folgen

Facharbeit (Schule) 2001 10 Seiten

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Der Ablauf des Krieges
2.1. Die ersten Attacken der Vietcong
2.2. Der Tonking-Zwischenfall und die Folgen
2.3. Die Tet-Offensive
2.4. Die „Vietnamesierung“ des Krieges
2.5. Die Geheimverhandlungen und der vorläufige Frieden
2.6. Der Bürgerkrieg

3. Die Folgen des Krieges
3.1. Der Einsatz von Agent Orange und die Auswirkungen für die Zivilbevölkerung
3.2. Die Proteste

4. Fazit

5.Quellenverzeichnis

1.Einleitung

Nach dem 2. Weltkrieg gelang es Frankreich es nicht mehr seine Kolonialherrschaft aufrecht zu halten. Daher drohte Vietnam unter kommunistische Führung zu gelangen. Deshalb griffen die USA aufgrund des Tonking-Zwischenfall 1964 in die Geschehnisse in Vietnam ein, da sie fürchteten, dass nach einer kommunistischen Machtübernahme in Vietnam der Kommunismus sich auf die umliegenden Länder ausbreiten würde (Dominotheorie).

2. Der Ablauf des Krieges

2.1 Die ersten Attacken der Vietcong

1957 begann der Vietcong („vietnamesische Kommunisten“) gewaltsam für die Befreiung Süd-Vietnams zu kämpfen. Die kommunistisch geführten Guerillakämpfe gegen die südvietnamesische Regierung begannen, gestützt auf das Untergrundnetz des Indochinakrieges, mit Überfällen auf Regierungsbeamte des Diem Regimes und auf amerikanische Militäreinrichtungen. Waffen und Nachschub kamen über den Ho-Chi-Minh-Pfad aus Nord-Vietnam. Nachdem sich als politisches Führungsorgan des Aufstandes 1960 aus der Vietcong, unter maßgeblicher Mitwirkung Nord-Vietnam die „Nationale Befreiungsfront von Süd-Vietnam“ (Front National de Lieb é ration du Viet-Nam Sud, FNL) gebildet hatte, kamen auch Soldaten als Unterstützung der Aufstände über den Ho-Chi- minh-Pfad nach Südvietnam.

Der Ho-Chi-minh-Pfad war ein weitverzweigtes, schwer angreifbares System von Dschungelpfaden und diente als Versorgungsstraße. Er führte vom südlichen Nordvietnam über Laos, zum Teil über Kambodscha nach Südvietnam.

Der Vietcong hatte bald die größten Teile des ländlichen Süd-Vietnam unter Kontrolle und baute eine eigene Verwaltung auf. Die Regierung Süd-Vietnams war gezwungen ihre Truppen immer weiter zurück zu ziehen. Die USA bekräftigte angesichts der Erfolge der Vietcong ihre Beziehungen zu SüdVietnam und unterzeichnete im April 1961 mit Süd-Vietnam einen Freundschafts- und Wirtschaftsvertrag. Außerdem verstärkten die USA ihre militärische Präsens in Süd-Vietnam und hatten Ende 1962 11.200 Soldaten stationiert. Ein Jahr später kamen noch einmal 5.000 hinzu.

Am ersten November 1963 gab es einen Militärputsch bei dem Diem gestürzt und getötet wurde. Es folgten 10 verschiedene Regierungen in nur 18 Monaten die alle am Widerstand der Vietcong scheiterten. 1965 übernahm Nguyen Van Thieu die Regierung und wurde 1967 außerdem Staatspräsident.

2.2. Der Tonking-Zwischenfall und die Folgen

Am 2. und 4.8.1964 meldeten zwei amerikanische Zerstörer, sie seien im Golf von Tonking von nordvietnamesischen Torpedobooten angegriffen worden. Daraufhin ließ sich der amerikanische Präsident L.B. Johnson am 7.8.1964 vom Kongress umfassende Handlungsvollmachten für den Einsatz amerikanischer Truppen in Indochina erteilen.

Obwohl der Vorfall umstritten war, begannen als Reaktion auf den TonkingZwichenfall die USA 1965 mit systematischen Bombenangriffen auf militärisch und wirtschaftlich wichtige Ziele sowie auf den Ho-Chi-Minh-Pfad in Laos und Kambodscha, um der Vietcong den Nachschub abzuschneiden. Außerdem verstärkten die USA ihre Truppen in Vietnam auf 185.000 Mann Ende 1965 und 543.000 Mann Ende 1968. Hinzu kam die Unterstützung der Mitgliedsländer des SEATO-Verbandes.

Der SEATO-Verband (South East Asia Treaty Organization) oder Südostasiatischer Sicherheitsvertrag war ein Vertrag der von Australien, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, Pakistan, den Philippinen, Thailand, und den USA unterzeichnet wurde. Er garantierte im Fall eines bewaffneten Angriffes, der die territoriale Integrität oder die politische Unabhängigkeit gefährdete, gegenseitige Verteidigungshilfe.

Interessengebiete der SEATO waren Kambodscha, Laos und Süd-Vietnam, die deshalb unterstützt wurden.

Nachdem Frankreich die Mitarbeit an den militärischen Planungen 1967 eingestellt hatte und Pakistan 1972 ausgetreten war, löste sich die SEATO, nachdem kommunistische Kräfte in Laos, Kambodscha und Süd-Vietnam die Macht übernommen hatte, komplett auf.

Die USA und die Verbündeten konnten jedoch trotz zahlenmäßiger und militärtechnischer Überlegenheit keine eindeutigen Entscheidungen herbeiführen. Aus diesem Grund signalisierte die USA mehrmals Verhandlungsbereitschaft was von Nord-Vietnam jedoch abgelehnt wurde. Die Bombardements in Nord-Vietnam gingen also weiter und wurden sogar noch intensiviert. Dadurch wurde die Wirtschafts- und Infrastruktur Nord- Vietnams fast vollständig zerstört und Nord-Vietnam war auf Militär- und Wirtschaftshilfe aus China und der Sowjetunion angewiesen.

In Süd-Vietnam versuchten die USA mit massiven Hubschraubereinsätzen, großflächigen Bombardements mit Nepalbomben und mit dem Einsatz des Entlaubungsmittel Agent Orange gegen die Guerillataktik des Vietcong vorzugehen. Diese verschanzten sich aber perfekt getarnt im Dschungel, wo die USA ihre militärischen Vorteile nicht ausnutzen konnte. So gelang es dem Vietcong immer wieder das strategische Gleichgewicht herzustellen.

Nachdem das Pentagon 1967 die Gesamtzahlen über US-Verluste seit Kriegsausbruch mit 15.058 Toten und 109.527 Verwundete veröffentlichte, wurden mehr und mehr Stimmen laut, die forderten, den Krieg unter allen Umständen sofort zu beenden. Hinzu kam, dass der amerikanische Präsident bekannt gab, dass der Krieg, neben den Menschenopfer, die USA jährlich 25 Milliarden US-Dollar kostete.

2.3 Die Tet-Offensive

In der ersten Februarwoche 1968 starteten die nordvietnamesischen und Vietcong-Truppen die großangelegte und für die USA sehr überraschende TetOffensive. Die Kommunisten brachen die Kampfruhe des buddhistischen Neujahrsfestes (Tet) und fielen nach einem genau geplanten und koordinierten Plan in insgesamt 44 Provinzhauptstädte ein und zerstörten Flughäfen und Stützpunkte. Insgesamt griffen 36.000 nordvietnamesische Soldaten und Vietcong-Guerillas an. In Saigon führten sie tagelang Straßenkämpfe, zeitweise gelang es ihnen sogar die amerikanische Botschaft zu besetzen und in Hué eroberten sie für Wochen den Stadtkern.

Die Verluste waren vor allem auf Seiten der Nordvietnamesen enorm. Die TetOffensive kostete ungefähr 1.000 amerikanischen und 2.000 südvietnamesischen Soldaten das Leben, doch mit 32.000 Todesopfer waren die Verluste der NordVietnamesen mehr als zehnmal so hoch. Dies lag vor allem daran, dass die Guerillas durch die Entscheidung zu einem Angriff auf breiter Front gezwungen waren, auf offenem Gelände zu kämpfen, das sie von sich aus nie gewählt hätten. Hier konnten die USA dann ihre überlegene Feuerkraft ausnutzen und zerstörte fast die gesamte Infrastruktur der Guerillas.

Obwohl die Tet-Offensive letzten Endes scheiterte, war sie politisch- psychologisch ein beispielloser Triumph für Nord-Vietnam und den Vietcong, da sie bei den USA die Bereitschaft zur Aufnahme von Friedensverhandlungen auslöste.

Am 31. März 1968 verkündete Präsident Johnson das Ende der US-Luftangriffe und der Bombardierung Nord-Vietnams, da dies von Nord-Vietnam als Bedingung zur Aufnahme der Friedensverhandlungen angegeben wurde. Am 13. Mai 1968 begannen die Waffenstillstandsverhandlungen in Paris zwischen den USA und Nord-Vietnam. Ab 1969 nahm auch Süd-Vietnam und der Vietcong an den Verhandlungen teil. Während den Verhandlungen ging der Krieg in Süd-Vietnam jedoch in unveränderter Härte weiter. Gleichzeitig verkündete Präsident Lyndon B. Johnson in seiner Fernsehansprache am 31. März, dass er wegen der aussichtslosen Lage in Vietnam, den immer stärker werdenden Studentenbewegungen und den Rassenunruhen auf seine Wiederwahl verzichten werde.

2.4. Die „Vietnamesierung“ des Krieges

Johnsons Nachfolger, Richard M. Nixon, legte bei den

Waffenstillstandsverhandlungen in Paris sein Programm der „Vietnamesierung“ des Krieges vor.

Das Programm sah den Stufenweisen Abzug von 90.000 US-Soldaten bis Ende 1969, den Ausbau der südvietnamesischen Streitkräfte und die allmähliche Übertragung der Verantwortung der Kriegsführung auf Süd-Vietnam vor.

Um mögliche Vorstöße Nord-Vietnams entlang des Ho-Chi-Minh-Pfades zu verhindern fielen US-Truppen 1970 in Kambodscha ein, um einen antikommunistischen Putsch zu unterstürzen und bombardierten 1971 auch Laos. Die Aktionen waren international umstritten und verstärkten die Friedensbewegungen in aller Welt.

Nachdem Präsident Nixon am 25.1.1972 den Achtpunkteplan zu Wiederherstellung des Friedens in Vietnam vorgelegt hatte, der von Nord- Vietnam jedoch abgelehnt wurde, wurden die Verhandlungen in Paris am 15.3.1972 abgebrochen.

Um Nord-Vietnam zu Zugeständnissen zu zwingen nahm die USA ihre Luftangriffe im Mai 1972 wieder auf und richteten durch Bombardierung des Nordens verheerende Schäden an. Außerdem ordnete Präsident Nixon die Verminung der wichtigsten Häfen an, um der Vietcong den Nachschub abzuschneiden.

2.5. Die Geheimverhandlungen und der vorläufige Frieden

Der Sonderbeauftragte von Präsident Nixon, H.A. Kissinger, und sein nordvietnamesischer Verhandlungspartner Le Duc Tho versuchten in Paris in langwierigen Geheimverhandlungen einen Waffenstillstandsvertrag auszuarbeiten. Wegen Uneinigkeiten über die Garantie das Waffenstillstandes wurden die Verhandlungen jedoch zeitweise eingestellt. Dies führte dazu, dass die USA vom 18.12.1972 bis zum 15.1.1973 ihre Luftangriffe wieder aufnahm und die Städte Hanoi und Haiphong massiv bombardierte. Die Angriffe gelten als die schlimmsten im gesamten Vietnam-Krieg und schockierten die ganze Welt.

Nachdem die USA im Januar 1973 ihre Luftangriffe eingestellt hatte, wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen und nach sechstägigen Verhandlungen zwischen Kissinger und Le Duc Tho gab Nixon bekannt, dass ein offizielles Waffenstillstandsabkommen erreicht worden sei. Es wurde am 27.1.1973 von den USA, Süd-Vietnam, Nord-Vietnam und der Provisorischen Revolutionsregierung Süd-Vietnam (=Nationalen Befreiungsfront von SüdVietnam) unterzeichnet und trat am 28.1.1973 in Kraft.

Der Vertrag forderte die sofortige Einstellung aller militärischen Aktionen, den Abzug aller amerikanischen Truppen innerhalb 60 Tage, die Herausgabe aller Kriegsgefangenen auf beiden Seiten, ebenfalls innerhalb 60 Tage nach der Unterzeichnung des Vertrages, die Anerkennung der entmilitarisierten Zone als provisorische Grenze sowie die Einsetzung eines internationalen Kontrollkomitees und die Berechtigung für Nord-Vietnam 145.000 nordvietnamesische Soldaten in Süd-Vietnam zu stationieren. Es sollte außerdem ein „Nationaler Versöhnungsrat“ gebildet werden, der die allgemeinen Wahlen in Süd-Vietnam vorbereiten sollte, was allerdings bei den Verhandlungen scheiterte.

2.6. Der Bürgerkrieg

Trotz des Waffenstillstandsvertrag gingen die Kämpfe in Süd-Vietnam zwischen kommunistischen Truppen und den südvietnamesischen Regierungstruppen weiter.

Die USA hatte ihre Truppen zwar bis Ende März 1973 vollständig abgezogen, hatte Süd-Vietnam aber weiterhin wirtschaftliche und militärtechnische Hilfe zugesagt. Mit dieser Hilfe vergrößerte sich die südvietnamesische Armee um mehr als das Doppelte.

Doch als Nord-Vietnam ihre Großoffensive gegen den Süden startete mussten sich sie südvietnamesische Truppen immer weiter zurückziehen und mit dem Fall von Hué Mitte März 1975 war der Krieg für Süd-Vietnam verloren. Als dann am 30. April Saigon eingenommen wurde, kapitulierte Süd-Vietnam noch am gleichen Tag vor der Provisorischen Revolutionsregierung. Am zweiten Juli 1975 wurde mit der Sozialistischen Republik Vietnam, der gesamtvietnamesische Staat wiederhergestellt.

3. Die Folgen des Krieges

3.1. Der Einsatz von Agent Orange und die Auswirkungen

Unter Codenamen wie Agent White oder Agent Blue ließ Washington in der anfangs streng geheim gehaltenen Operation „Ranch Hand“ zwischen 1962 und 1971 mehr als 72 Millionen Liter Herbizide über die vermuteten Aufmarschgebiete des Vietcong in Südvietnam sprühen. Gut 44 Millionen Liter bestanden aus dem Entlaubungsmittel Agent Orange benannt nach der orangefarbenen Markierung auf den Giftfässern. Von den Vietnamessen wurde das Gas „Mau-da-cam“ - das Gift mit der Farbe Orange genannt. Das Dioxin, das in Agent Orange enthalten war, wird von den Chemiker als „Ultragift“ bezeichnen. Es gilt als eines der gefährlichsten Gifte der Welt. Nach Schätzungen gingen 170 Kilogramm Dioxin auf Vietnam nieder.

18 Prozent des Südens waren betroffen. 2,2 Millionen Hektar Waldland und ein Fünftel der landwirtschaftlichen Fluren des Landes wurden zerstört.

17 Millionen Menschen, sagte die Regierung in Hanoi, seien dem Supergift ausgesetzt gewesen, mehr als eine Million durch Dioxin erkrankt und 100.000 Kinder hätten schwere Geburtsschäden davongetragen. Sie seien mit halben Gliedmassen, Ballenköpfen oder Zyklopenaugen zur Welt gekommen. In Ho- Tschi-Minh-Stadt seien zwischen 1990 und 1995 30 siamesische Zwillinge zur Welt gekommen, obwohl statistisch in ganz Vietnam nur ein einziger Fall gewesen wäre.

Vietnamesische Wissenschaftler schätzten, dass in dem Krieg, der über zehn Jahre dauerte, eineinhalb Millionen Vietnamesen und 56000 Amerikaner umkamen.

Von der amerikanischen Chemieindustrie werden die verheerenden Spätfolgen jedoch immer noch heruntergespielt um Entschädigungszahlungen zu vermeiden. Dabei litten selbst amerikanische GIs, die aus Vietnam zurück kamen, unter dem Einsatz des Giftgases. Sie litten an Diabetes, starben an Krebs und zeugten überdurchschnittlich viele schwerstbehinderte Kinder.

Kanadische Wissenschaftler untersuchten, innerhalb einer Studie des Hatfield Consultants Ltd., das A-Luoi-Tal, ein heftiges umkämpftes Tal an der Grenze zu Laos.

Seit 1993 nahm das auf Dioxin-Verseuchung spezialisierte Team Bodenproben, untersuchte Pflanzen auf chemische Rückstände, analysierte Muttermilch und sezierte Tiere. Die Studie brachte das schockierende Ergebnis das 2,9 Prozent aller Kinder an Geburtsschäden leiden und das die Dioxin-Durchseuchung den in Kanada üblichen Grenzwert von 9000 Prozent übersteigt. Um das Katastrophengebiet zu reinigen müsste man es großflächig abtragen und verbrennen. Dies würde jedoch mehrere Milliarden Dollar kosten, die der vietnamesischen Regierung nicht zu Verfügung stehen.

3.2. Die Proteste

Nach dem Tonking-Zwischenfall 1964 bildeten sich die ersten Friedensbewegungen die ein sofortige Ende des Krieges und den Rückzug der USA aus Vietnam forderten.

Diese Proteste fanden mit weiterem Verlauf des Krieges mehr und mehr Zulauf. Vor allem nach dem durch die Veröffentlichung der „Pentagon Papers“ (Geheimdokumente des amerikanischen Verteidigungsministeriums zur Vorgeschichte des US-Engagements in Vietnam) 1971 genauere Details über die amerikanische Kriegsführung bekannt wurden.

Ein Beispiel ist die Vorgehensweise der US-Soldaten gegen die Zivilbevölkerung in My Lai, wo US-Soldaten im März 1968 ein ganzes Dorf niederbrannten und alle Dorfbewohner auf grausamste Art und Weise niedermetzelten. Das Massaker wurde in der ganzen Welt wegen seiner Grausamkeit und der Sinnlosigkeit massivst verurteilt.

Die 68-Generation, die Ho-Chi-Minh zu Symbolfigur für den Kampf gegen den Kolonialismus und gegen die Unterdrückung durch die „etablierte Gesellschaft“ gemacht hatten, begannen, neben den außenpolitischen Forderungen die sie stellten, auch die eigene Struktur ihres jeweiliges Landes in Frage zu stellen. Oft in Verbindung mit der farbigen Bürgerrechtsbewegung und den neuen Linken kämpften die 68er für die Demokratisierung von Staat und Gesellschaft und gegen die autoritäre Gesellschaft.

Die Zahl der Anhänger der Antikriegsbewegungen waren enorm. Zu den Moratoriums-Demonstrationen kamen am 15. Oktober 1969 in New York zwanzigtausend, in Washington vor den Weißen Haus fünfzigtausend und in Bosten sogar hunderdtausend Menschen.

1971 demonstrierten in Washington dann sogar 250.000 Menschen gegen die Fortsetzung des Krieges.

4. Fazit

Von viele Menschen wird der Vietnamkrieg, wegen seiner unmenschlichen Brutalität, als schmutziger Krieg der Amerikaner bezeichnet. Er warf ein dunkles Licht auf die US-Regierung und ließ beim Volk, nach der Veröffentlichung der Pentagon Papers, eine große Vertrauenslücke entstehen.

Die USA musste einsehen das trotz ihrer materiellen und militärtechnischen Überlegenheit und selbst mit den Einsatz der unmenschlichsten Waffen nicht jeder Krieg zu gewinnen ist.

„Die Vietnam-Ära zwang die Vereinigten Staaten, sich ihrer Grenzen bewusst zu werden; sie bezahlten für ihr Abenteuer in Vietnam einen Preis, der in keinem Verhältnis zu irgendeinem vorstellbaren Gewinn stand“ (KISSINGER)

5. Quellenverzeichnis

Der große Brockhaus - Kompaktausgabe Aktualisierte 18.Auflage in 26 Bänden Der Spiegel 24.4.2000 - Die neuen Opfer des alten Krieges

Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie

GEO April 1988 - Ein Volk Forstet auf

Details

Seiten
10
Jahr
2001
Dateigröße
346 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v101028
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Schlagworte
Vietnamkrieg

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