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Die Schattenseite des American Dream: Zur Krise von Individuum und Gesellschaft in Hubert Selbys ´Last Exit to Brooklyn´ und Bret Easton Ellis ´Less Than Zero´

Examensarbeit 2000 87 Seiten

Amerikanistik - Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Last Exit to Brooklyn
2.1. Die amerikanische Stadt und Gesellschaft in den 40er und 50er Jahren
2.2. Stand der gegenwärtigen Forschung
2.3. Langeweile, Gewalt und Perspektivlosigkeit: Eine Inhaltsanalyse
2.3.1. Die fünf Erzählungen
2.3.2. Die Coda
2.4. Brooklyn, New York City: der Schauplatz von Last Exit to Brooklyn

3. Less Than Zero
3.1. Die amerikanische Stadt und Gesellschaft in den 80er Jahren
3.2. Stand der gegenwärtigen Forschung
3.3. Sinnentleertheit und Beziehungslosigkeit: Eine Inhaltsanalyse
3.4. Los Angeles, California: der Schauplatz von Less Than Zero

4. Zwei Romane, ein Vergleich
4.1. Äußere Einflüsse auf die Figuren in Last Exit to Brooklyn und Less Than Zero
4.1.1. Verfall von Werten und Moral
4.1.2. Einfluss der gesellschaftlichen Umwelt
4.1.3. Der Zerfall zwischenmenschlicher Beziehungen
4.1.4. Abdrängung der Individuen an den Rand der Gesellschaft
4.2. Der Einfluss innerer Faktoren auf die Figuren in Last Exit to Brooklyn und Less Than Zero: Tendenz zur Entmenschlichung
4.2.1. Suche nach Identität
4.2.2. Weltanschauung
4.2.3. Verlust der Kontrolle
4.3. Formale Aspekte in Last Exit to Brooklyn und Less Than Zero
4.3.1. Äußerer Aufbau und Zeitstruktur
4.3.2. Erzählperspektive
4.3.3. Repetitive Elemente
4.3.4. Dokumentarische Funktion
4.3.5. Sprachliche Besonderheiten

5. Schlusswort

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war von einer schnellen Abfolge und Interrelation bedeutender Entwicklungen auf politischem, kulturellem und gesellschaftlichem Gebiet gekennzeichnet. Diese fanden ihren Ausdruck in einer deutlichen Individualisierung der Weltsicht und einem verstärkten Bewusstsein der Relativität und Partialität von Selbst- und Weltbildern. Darüber hinaus vollzog sich eine Ablösung traditioneller Vorstellungen von Gesellschaft und Kultur, sowohl im Sinne der fortschreitenden Anonymisierung von Lebensbezügen und des Verlusts gesicherter Werte und Identitätsmuster, als auch im Sinne des Entwurfs neuer, alternativer Lebens- und Gemeinschaftsformen.

Auch die Großstadt veränderte sich erheblich; New York, zum Beispiel, entwickelte sich vom industriellen Zentrum zu einem postindustriellen Dienstleistungs- und Finanzzentrum. Die einst Hoffnung und Fortschritt verheißenden geordneten Strukturen der Stadt verwandelten sich in Chaos und apokalyptische Unordnung und die Polarisierung der Gesellschaft in extreme Armut und großen Reichtum wurde noch verstärkt. Dieses veränderte Bild der Stadtlandschaft fand auch Ausdruck in der amerikanischen Romanfiktion. Die Stadt im Roman ist mehr als nur ein Schauplatz, an dem sich das Romangeschehen abspielt, sie ist mehr als eine gesellschaftliche Macht neben anderen, die auf die Protagonisten einwirkt. Die Romane zielen auf die Stadt selber. Das bedeutet aber nicht nur, dass sie den Stadtraum teilweise oder insgesamt vorführen, sondern ebenso die wechselseitige Abhängigkeit der Ereignisse und deren Auswirkungen auf das Leben der jeweiligen Charaktere oder Gruppen darstellen.

In den ersten Dekaden der amerikanischen Stadtliteratur kam New York eine zentrale Rolle zu, in den siebziger und achtziger Jahren jedoch nahm Los Angeles diese Stellung ein. Die Abwanderung der Bevölkerung nach und die Gründung neuer Industriezweige in Kalifornien verbanden Los Angeles eng mit dem amerikanischen Glauben an den Fortschritt. Der Drang nach Westen fand dort sein Ende, die Westküste war erreicht.

Die vorliegende Arbeit untersucht Hubert Selbys Last Exit to Brooklyn und Bret Easton Ellis' Less Than Zero. Beides sind Stadtromane; sie berichten über das Leben in der Großstadt: Last Exit to Brooklyn über New York in den vierziger und fünfziger Jahren und Less Than Zero über Los Angeles in den achtziger Jahren. So gesehen, scheinen beide Werke nicht viel gemeinsam zu haben, außer dass sie in Großstädten spielen. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass die zwei Romane von einer ähnlichen Hoffnungslosigkeit und Langeweile ihrer Protagonisten durchzogen sind, dass die Stadt keinen guten Einfluss auf jene ausübt, vielmehr zu Drogenkonsum, Orientierungslosigkeit und Gewaltausbrüchen führt. Im ersten Teil der Arbeit werden die amerikanische Stadt und Gesellschaft der jeweiligen Zeit vorgestellt, dann die Romane selbst, deren Schauplatz und schließlich die aktuelle Forschungslage. Im zweiten Teil wird anhand der äußeren Einflüsse und inneren Faktoren, die auf die Charaktere einwirken, ein Vergleich der beiden Romane durchgeführt. Des weiteren werden die sprachlichen und stilistischen Mittel, welche die Autoren verwenden, verglichen. Das Schlusswort fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen.

Zuvor möchte ich noch kurz die Autoren vorstellen. Hubert Selby, Jr. wurde 1928 in Brooklyn, New York, geboren. Im Alter von fünfzehn Jahren ging er von der High School ab und heuerte bei der US-Handelsmarine an. 1947, als er in Europa stationiert war, erkrankte er an Tuberkulose und verbrachte die nächsten Jahre in verschiedenen amerikanischen Krankenhäusern. Als er entlassen wurde, hatte man ihm zehn Rippen herausgenommen, er hatte Lungenprobleme und litt an Asthma.

In dieser Zeit machte Selby auch Erfahrungen mit Drogen. 1950 kam er nach New York zurück und schloss sich einer Gruppe junger Autoren an, unter ihnen Gilbert Sorrentino, LeRoi Jones und Joel Oppenheimer. Dieser Künstlerkreis gründete verschiedene kleine Zeitschriften, zum Beispiel Yugen, NEON und The Floating Bear. Die Mitarbeit bei kleinen Literaturzeitschriften wurde schnell sehr wichtig für Selby, der in solchen Magazinen seine Arbeiten veröffentlichte. Dies brachte ihm einen Leserkreis und erregte die Aufmerksamkeit von Grove Press, wo 1964 Last Exit to Brooklyn veröffentlicht wurde. Seitdem hat Selby The Room (1971), The Demon (1976), Requiem for a Dream (1978), Song of the Silent Snow (1986) und The Willow Tree (1998) geschrieben. Heute lebt er in Los Angeles, Kalifornien.

Bret Easton Ellis wurde 1964 als Sohn eines wohlhabenden "real estate analyst" in Los Angeles geboren. Er wuchs in Sherman Oaks auf und begann schon als Kind Geschichten zu schreiben. Er besuchte das Bennington College in Vermont und schrieb dort seinen ersten Roman Less Than Zero, der 1985, als Ellis 21 Jahre alt und in seinem senior year war, veröffentlicht wurde. Innerhalb kürzester Zeit avancierte er vom unbekannten Autor eines Erstlingsromans zum Sprachrohr einer neuen Generation und wurde wie ein Popstar gefeiert. The Rules of Attraction, Ellis' nächster Roman erschien 1987. Sein wohl bekanntestes und umstrittenstes Werk American Psycho wurde 1990 vom Verleger Simon & Schuster abgelehnt, 1991 aber vom Verlag Random House veröffentlicht. Dies löste eine Welle öffentlicher Empörung aus, welche in anonymen Morddrohungen gegen Ellis gipfelte. Daraufhin zog sich der Autor aus der Öffentlichkeit zurück. 1999 erschien Ellis' vierter Roman Glamorama. Bret Easton Ellis lebt in New York.

2. Last Exit to Brooklyn

2.1. Die amerikanische Stadt und Gesellschaft in den 40er und 50er Jahren

Die fünfziger Jahre waren in den USA eine Dekade der wirtschaftlichen Expansion, des Nationalismus und des moralischen Konservatismus. Die Vereinigten Staaten waren eine wohlhabende und florierende Gesellschaft, in welcher der breiten Öffentlichkeit nicht bewusst war, dass es auch Armut gab. Amerika erweckte den Anschein einer Gesellschaft, die sich voll auf die Steigerung der Lebensqualität ihrer Bürger konzentrieren konnte. Während jedoch die Ober- und Mittelklasse immer wohlhabender wurde, fehlten 40 bis 50 Millionen Amerikanern die elementarsten Dinge des Lebens. Die Wirtschaft veränderte sich dahin gehend, dass die Stellen für Arbeiter weniger wurden, sich gleichzeitig aber der Dienstleistungsbereich vergrößerte und somit dort neue Stellen geschaffen wurden. Soziale Hilfsprogramme scheiterten und konnten die Lebensbedingungen der Armen, die mehr oder weniger sich selbst überlassen waren, nicht verbessern. Den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen gelang nur sehr wenigen. Die Arbeiterfamilien der Unterschicht konnten nur auf ein gewisses Niveau wirtschaftlicher Sicherheit kommen, wenn beide Elternteile arbeiteten. Die Ehefrauen und Mütter mussten somit mit zwei Jobs zurechtkommen – zu Hause und im Betrieb. Das führte oft zu weiteren familiären und sozialen Problemen. Die Kinder wurden vernachlässigt und sich selbst überlassen, ungeschützt vor Gewalt und Verbrechen in der Nachbarschaft.

Die Suburbanisierung, die in den dreißiger Jahren begann und ihren Höhepunkt in den fünfziger Jahren hatte, führte viele Mittelklassefamilien aus den innerstädtischen Gebieten in die Vororte. Damit begann die Segregation in Abhängigkeit von Einkommen und Rasse.

Weiterhin wurden die Armen durch die Schaffung von riesigen sozialen Wohnungsprojekten in einigen wenigen Gebieten konzentriert und somit noch mehr zu Außenseitern der Gesellschaft gemacht. In New York wuchs gleichzeitig der Anteil der Armen an der Bevölkerung stetig. Nach 1940 zogen viele Arbeiterfamilien nach Brooklyn. In den fünfziger Jahren lebten mehr Amerikaner in Slums als auf Farmen. Während die Ansprüche der Konsumgesellschaft ständig stiegen, stagnierten die Einkommen der Armen, zugleich ihr Anteil an der Macht und ihre Zukunftschancen in der Gemeinschaft. In dieser Zeit begann sich ein Potential an Frustration und Verzweiflung in der Unterschicht anzusammeln. Zwischen 1950 und 1960 stieg die Verbrechensrate um mehr als das Doppelte.

Als eine Folge der Suburbanisierung verloren die Innenstädte ihre wirtschaftliche Macht an die Vororte und es entwickelten sich Slums, weil keine Mittel vorhanden waren, um die Häuser zu erhalten. So verfielen die Gebäude zusehends und die Wohnqualität lag unter dem Standard. Als Folge des Housing Act von 1949 wurden heruntergekommene Slums abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt. Oft konnten die ehemaligen Bewohner aber nicht dorthin zurückkehren, weil es weniger Wohnungen gab als vorher und die Mieten teilweise zu hoch waren. Um auch diesen Menschen ein Zuhause zu geben, wurden Sozialwohnungen gebaut, die sich jedoch bald in soziale Brennpunkte mit hoher Arbeitslosigkeit und hoher Verbrechensrate verwandelten. In einigen Projekten war die Verbrechensrate doppelt so hoch wie in der gesamten Stadt.

Bevor die Suburbanisierung begann war Brooklyn ein stabiler Mittelklassebezirk, verlor aber durch den Weggang der Mittelklassefamilien in den Nachkriegsjahren außerordentlich viele Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

2.2. Stand der gegenwärtigen Forschung

Last Exit to Brooklyn erlangte schnell den Ruf eines "Untergrundklassikers" und zwar nicht zuletzt durch den Zensurprozess in Großbritannien und durch niederschmetternde Kritiken in Zeitungen und Zeitschriften. Noch heute wird es in kritischen Studien des zeitgenössischen amerikanischen Romans mehr oder weniger ignoriert. Es gibt zwei wichtige Ausnahmen hinsichtlich dieser Ignoranz: Josephine Hendins Vulnerable People: A View of American Fiction since 1945 (1978) und Gerd Hurms Fragmented Urban Images: The American City in Modern Fiction from Stephen Crane to Thomas Pynchon (1991). Weiterhin diskutiert Tony Tanner in seiner umfassenden Studie des amerikanischen Nachkriegsromans City of Words: American Fiction 1950-1970 (1971), den Roman kurz. Hendins feministische Studie betont männlichen Sadismus und Gewalt, die sich durch den ganzen Roman hindurch ziehen:

The relentless pursuit of machismo through all the ways of cruelty, the fear of failure and worthlessness that drives men into deeper and deeper vileness are Selby's preoccupations. He is a clinician of male violence, dissecting straight to the center of sexual chaos and cruelty.[1]

Diese Betonung des Ausmaßes, bis zu dem Gewalt in Selbys Werk die geschädigte und pervertierte Sexualität seiner männlichen Figuren ausdrückt, ist besonders intelligent und bemerkenswert.

Hurms Kapitel über Last Exit to Brooklyn in Fragmented Urban Images ist eines der ausführlichsten und wichtigsten Abhandlungen über den Roman, die bisher erschienen sind. Indem er Selbys Buch mit Stephen Cranes Maggie: A Girl of the Streets vergleicht, analysiert Hurm Last Exit to Brooklyn als naturalistisch vom Thema her, aber hochgradig modernistisch die Erzähltechnik betreffend.

Er argumentiert nämlich, dass man eine vergleichbare surrealistische Qualität in der Literatur von Crane und Selby erkennen kann. Beide haben sich dem traditionellen philosophischen Zentrum des literarischen Naturalismus verschrieben und einem Glauben an die Bestimmung. Zwangsläufig, bedingt durch die unterschiedlichen Zeiten, in denen sie lebten, sind ihre Ansichten über die Bestimmung kaum identisch. Crane machte noch klar, dass er zumindest beabsichtigte, seinen Mittelklasselesern die revolutionäre Idee zu vermitteln, dass "street girls" Opfer der Slums sind und somit moralische und christliche Vergebung verdienen. Bestimmung ist ebenso zentral in Selbys Werk, wo die Charaktere so besessen von Hass und von Abscheu vor der eigenen Person dargestellt werden, dass jegliche äußere Vergebung bedeutungslos für sie ist; die Menschen in Last Exit to Brooklyn werden ungerecht behandelt von der grausamen Umgebung, in der sie gefangen sind.

Zusätzlich zu diesem bedeutenden Unterschied der moralischen Perspektive gibt es, wie Hurm beschreibt, einen anderen wesentlichen Grund, dass Selby zwangsläufig eine andere Art von Werk als Crane geschaffen hat. Der New Yorker Großstadtslum hat sich grundlegend geändert seit der Jahrhundertwende:

the record of urban experience in Brooklyn is a reaction to Crane's portrayal of the Lower East Side in the 1890s. Last Exit to Brooklyn deals with the transition from the old street-corner slum of squalid tenements to the ameliorated surroundings of the low-income housing projects of the 1950s which liberal sociologists and planners had suggested to improve the lot of the urban underprivileged. Though projecting environmental changes, Selby shows that, even in new buildings, the dwellers remain trapped.[2]

Hurm argumentiert, dass die verbesserten Chancen zum bloßen wirtschaftlichen Überleben, die Selbys Figuren genießen, ihre Wut nur noch intensivieren.

In den fünfziger Jahren war Amerika generell ein blühendes Land und (nach all den Rationierungen und anderen Einschränkungen, die während des Zweiten Weltkrieges erduldet werden mussten) durchweg festgelegt auf die materialistischen Werte eines aufkommenden Konsumdenkens. Den Bewohnern von Selbys Slum, die sich dessen natürlich bewusst und auch davon angetan sind, wird die Möglichkeit, daran teilzuhaben, nicht gewährt. Ihr Zorn auf diejenigen, die dieses Privileg besitzen, wird somit verständlich.

Es ist wichtig zu betonen, dass Selbys Protagonisten unwiderruflich gefangen sind, durch interne wie auch externe Faktoren. Sie leiden an einem nicht rückgängig zu machenden Tod der Seele. Es ist erwähnenswert, dass zwei hochgradig erfahrene Beobachter der zeitgenössischen amerikanischen Literatur diese essentielle spirituelle Dimension in Last Exit to Brooklyn nicht beachtet haben. Tony Tanner, in City of Words, preist den Roman für die "anti-elegant harsh-edged directness"[3] seines Stils und versucht, Selbys Buch, aus einer beschränkten soziologisch-anthropologischen Perspektive heraus, als ein menschliches Beispiel für einen "behavioral sink" zu erklären:

A good way to describe what Selby is doing is to say that he is trying to depict a human version of what the ecologist John Calhoun called a "behavioural sink." In a "behavioural sink" all normal patterns of behavior are disrupted, and the unusual stress leads to all forms of perversion, violence, and breakdown. This is what happens when too many animals are crowded into too little territory.[4]

Tanner beendet seine Analyse mit der Bemerkung, dass Last Exit to Brooklyn"makes realism too crude"[5].

Selby hat auf diese Untersuchung von Tanner direkt geantwortet. In einem Interview von 1992 bestreitet er, dass er in Last Exit to Brooklyn versucht hat, einen "human behavioral sink" zu erschaffen und besteht darauf, dass sein Roman nicht ausschließlich als ein soziologisches oder anthropologisches Experiment angesehen werden soll, sondern als eine Form, die Leser durch eine emotionale Erfahrung zu führen, indem sie am Schmerz und am Leiden von "realen" Menschen teilhaben.[6]

In einer der frühesten kritischen Abhandlungen zu Last Exit to Brooklyn stellt Charles D. Peavy fest, dass Selbys Figuren keine echte Menschlichkeit besitzen. Peavy beschreibt Selby als eine Art Satiriker, der absichtlich "subhuman", wenn auch "recognizable" Kreaturen erschafft, um das tödliche Naturell der "sin of pride" zu betonen.[7] Das Bewusstsein der "sin of pride" ist wirklich wichtig für ein vollständiges Verständnis von Last Exit to Brooklyn, wie auch Peavys Feststellung, dass Selbys Schöpfungen äußerst verstörend für den Leser sind, weil sie durchweg ungewöhnliches und grausames Verhalten an den Tag legen. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass Selbys Ästhetik auf der grundlegenden Menschlichkeit seiner Figuren besteht.

2.3. Langeweile, Gewalt und Perspektivlosigkeit: Eine Inhaltsanalyse

2.3.1. Die fünf Erzählungen

Another Day Another Dollar

Another Day Another Dollar erzählt die Geschichte von Vinnie und seinen Kumpels, die alle arbeitslos sind und kaum Geld zum Ausgeben haben. Sie bekamen schon in einem Alter, in dem sie noch nicht selbst für ihre Handlungen verantwortlich waren, Ärger mit der Polizei. Ihr Leben ist gekennzeichnet von Langeweile und Stillstand, der nur durch sporadische Gewaltausbrüche durchbrochen wird. Grausamkeit und Aggression werden oft zu unkontrollierter Wut, zum Beispiel als die Gang einen Soldaten ("doggie") zusammenschlägt:

The guys jumped off the fender and leaped on the doggies back and yanked him down and he fell on the edge of the hood and then to the ground. They formed a circle and kicked. He tried to roll over on his stomach and cover his face with his arms, but as he got to his side he was kicked in the groin and stomped on the ear and he screamed, cried, started pleading then just cried as a foot cracked his mouth… (LB, S. 17)[8]

Der Soldat wird zusätzlich noch von einem Auto angefahren und am Zaun des Armeestützpunktes zusammengequetscht. Danach gehen Vinnie und seine Leute zurück ins Greeks, in die Kneipe, in der sie immer herumlungern, und benehmen sich, als wäre gar nichts geschehen. Sie waschen sich, machen Scherze und sind froh, dass wenigstens etwas passiert ist.

Man könnte sagen, die Mitglieder der Gang sind mental und moralisch minder bemittelt. Sie sind besessen von den für sie unerreichbaren Statussymbolen der Konsumgesellschaft und frustriert von der Monotonie ihres inhaltsleeren Lebens.

Demzufolge suchen sie Ablenkung in ihren periodisch ausbrechenden Gewaltakten. Es gibt immer einen passenden Sündenbock, den sie verprügeln können. Vinnie und seine Jungs scheinen Freude daran zu haben, andere Leute zusammenzuschlagen, die ihnen in der jeweiligen Situation unterlegen sind. Eine Prügelei stellt das Highlight ihres Tages dar und ist gleichzeitig eine Fluchtmöglichkeit aus ihrer Langeweile. Wenn sie sich nicht schlagen, dann sitzen sie im Greeks und reden über Autos, die sie sich niemals kaufen können.

Obwohl ihre Welt völlig abgeschnitten ist, wird sie trotzdem vom "Mainstream America" beeinflusst, nämlich durch die Massenmedien, die sie mit den hehren Zielen und materiellen Verlockungen Amerikas verbinden. Es ist das Fehlen von Moral und Selbstbeherrschung, das die Straßengang von der konventionellen amerikanischen Gesellschaft unterscheidet. Es gibt unter diesen Menschen keinerlei Ästhetik, sie sind nur grob und gemein. Ihre soziale Umwelt hat sie abstumpfen lassen gegenüber allen menschlichen Gefühlen, ausgenommen Aggressivität, Wut und Zorn.

The Queen is Dead

Hier erzählt Selby die Geschichte von Vinnie und dem Transvestiten Georgette. Vinnie hat sein erstes Auto im Alter von zwölf Jahren gestohlen und musste ein paar Mal ins Gefängnis. Er und auch die anderen Mitglieder der Straßengang haben keine wirkliche Identität, was sich auch in ihrer Bisexualität äußert. Sie sehen Frauen als Objekte, die es zu erobern und zu besitzen gilt; Intimität mit ihnen ist für sie aber unangenehm. Gleichzeitig fühlen sie sich angezogen von Transvestiten, die sie aber auch ablehnen. In Gegenwart von Transvestiten verbinden sich diese konkurrierenden Leidenschaften und gipfeln in sadistischen Handlungen.

Georgette, ein sensibler Homosexueller, der zugleich auch Hauptcharakter dieser Erzählung ist, gehört zu den Bekannten von Vinnie. Georgette trägt Hackenschuhe, ausgestopfte BHs, Stringtangas und manchmal auch Damenbinden. Sie ist stolz darauf, homosexuell zu sein und fühlt sich anderen gegenüber, die es nicht sind, überlegen. Zu Hause wird sie von ihrem Bruder abgelehnt, während ihre Mutter hilflos zusieht. Georgettes Leidenschaft ist Vinnie. Die Zeiten, die er im Gefängnis weilte, verbrachte sie meist bei ihren Transvestiten-Freunden in 'uptown New York', überwiegend high von Benzedrin (einem Amphetamin, ähnlich wie Speed) und Marihuana:

Her life didnt revolve, but spun centrifugally, around stimulants, opiates, johns (who paid her to dance for them in womens panties then ripped them off her; bisexuals who told their wives they were going out with the boys and spent the night with Georgette (she trying to imagine they were Vinnie)), the freakish precipitate coming to the top. (LB, S. 24)

Es gibt zwei Gruppen von Leuten, zu denen Georgette sich hingezogen fühlt: Vinnie und seine Brooklyner Gang der harten Jungs und die Gruppe drogenabhängiger und konkurrierender Homosexueller um Goldie herum. Um die Aufmerksamkeit von Vinnie zu erlangen, kauft Georgette ihm und seinen Freunden Kaffee und Drinks, bietet ihnen Joints und "bennies" (Benzedrin) an. Sie ist sich dabei aber der strengen Regeln, die in Vinnies Kreisen gelten, bewusst und weiß, dass sie diese zu befolgen hat. "She knew he wouldnt go with her while the others were there, fearing the jeers of queerbait, so was forced to wait and hope the others might leave." (LB, S. 29). Der Kreis um Goldie wird von außen diskriminiert, diskriminiert aber in gleicher Weise andere Menschen, zum Beispiel, Rosie "a demented female" (LB, S. 42), Mary "the pregnant dirty slut" (LB, S. 60) und "freaks" (LB, S. 42) im Allgemeinen.

Beide Gruppen treffen bei einer Party, auf der Unmengen an Drogen und Alkohol konsumiert werden und Sex in fast schon orgiastischer Form praktiziert wird, zusammen. Der Leser erlebt dies aus der Sicht von Georgette, die mit Drogen nur so vollgepumpt ist.

Später auf der Party rezitiert sie das Gedicht The Raven von Edgar Allen Poe. Dieser Moment ist sehr gefühlvoll und unterscheidet sich vom Rest des Romans, denn er gehört zu den wenigen Augenblicken, in denen der Leser eine Art zwischenmenschlicher Verbindung und Wärme spürt. Man hat den Eindruck, dass die ganze Party plötzlich zu einer stillen, friedlichen Dichterlesung wird. Diese Rührseligkeit stellt das genaue Gegenteil zu dem harten, grausamen Umgangston, der sonst so vorherrschend ist, dar.

Georgette steigert sich immer mehr in ihre Hoffnung hinein, dass sie die interessanteste Frau der Welt für Vinnie ist. Schließlich erlaubt er ihr, Oralverkehr mit ihr zu haben. An diesem Punkt bricht ihre Traumwelt zusammen, denn was sie "schmeckt", ist nicht seine Liebe, sondern unmissverständlich die Rückstände des Analverkehrs mit jemand anderem. Sie verdrängt die Erkenntnis, dass sie zutiefst erniedrigt wurde und besteht darauf "Its not shit. Please. ... Dont let it be shit." (LB, S. 75)

And Baby Makes Three

And Baby Makes Three ist die Geschichte von Tommy, der seine Hochzeit und die Taufe seines Babys feiert. Allerdings scheinen die Geburt des Kindes, die Heirat und die Taufe zweitrangig zu sein gegenüber der Faszination, die Motorräder auf ihn ausüben. In gewisser Weise ist Tommy anders als der Rest der Figuren im Roman. Er ist ziemlich ruhig, besitzt ein Motorrad und hat sogar einen Job. Man könnte sagen, er hat es geschafft. Ein Motorrad zu besitzen bedeutet Macht, Status, Freiheit und Mobilität in seinen Kreisen. Nun heiratet er auch noch und die Leute seiner Umgebung bewundern ihn:

Well, anyway, when Suzy told Tommy she was on the hill I guess he was a little surprised. I dont know. He didnt say nothin, but I guess he was. So she toldim and they went for a ridealong the Belt and on the way back they stopped at Coney Island and had some hotdogs at Nathans and he was workin at the time and I guess he tolder hed marryer. Anyway I dont think he said he wouldnt. It really didnt make too much difference. I mean he had his bike. (LB, S. 85)

Nicht jeder seiner Bekannten konnte sich ein Motorrad leisten. Spook, zum Beispiel, träumt die ganze Zeit von Motorrädern. Er spart jeden Cent dafür, doch alles, was er besitzt, ist ein Helm, den er die ganze Zeit bei sich trägt. Als Tommy den Jungs im Greeks eröffnet, dass er Vater wird, macht er Spook eine besondere Freude: Er nimmt ihn eine Runde auf seinem Motorrad mit. Letztendlich kann sich Spook doch ein Motorrad kaufen, zwar nur ein altes Polizeimotorrad, aber sein Traum ist wahr geworden.

Für Tommy dagegen bedeutet der American Dream mehr – er beinhaltet sein Motorrad, einen Job und eine Familie. Er lässt sogar seine Freunde an seinem bescheidenen "Reichtum" teilhaben. Er lädt sie zu seiner Hochzeitsfeier ein und sie können den ganzen Abend umsonst essen und trinken. Die gewisse Toleranz der verschiedenen Gruppen (Familien, Bekannte, Freunde) auf der Feier ist bewegend, denn dort findet die einzige persönliche Kommunikation des gesamten Romans statt. An der Figur Tommy wird, als Kontrast zu den anderen verdorbenen Charakteren, ein normaler Amerikaner der Unterschicht exemplifiziert: So könnte es also sein, wenn sich die anderen Figuren besser unter Kontrolle hätten.

Tralala

Tralala ist die Geschichte eines Brooklyner Mädchens, die im Alter von fünfzehn Jahren zur Prostituierten wird und sich nicht einmal an ihren ersten Freier erinnern kann. Sie ist eine abgestumpfte, schreckenerregende und habgierige Figur.

Sie verlässt sich auf ihr Aussehen, vornehmlich auf ihren großen Busen, um andere Mädchen auszustechen. Für sie ist Sex ein Zeitvertreib, um ihre endlose Langeweile tot zu schlagen. Später, als Prostituierte, verdient sie sich ihren Lebensunterhalt damit. Tralala besitzt keinerlei Weiblichkeit, nicht die geringste Spur von Zärtlichkeit und ist auch nur zu einem Minimum an Leidenschaft fähig. Sie ist nur an Aufregung und schnellem, einfach zu verdienendem Geld interessiert, wofür sie Raubbau an ihrem Körper betreibt. Sie "verdient" sich ihr Geld durch Prostitution und Diebstahl (sie stiehlt das Geld ihrer Freier). Mit wachsender Erfahrung und zunehmendem Erfolg wird sie sogar ehrgeizig. Ihr Terrain befindet sich zwischen der Waterfront und dem Armeestützpunkt.

Eines Tages trifft sie einen Armeeoffizier und verbringt drei Tage und Nächte mit ihm. Er kauft ihr teure Geschenke und zeigt ihr Manhattan, eine Welt, die ihr so fremd und exotisch erscheint wie eine ferne tropische Insel, obwohl sie nur ein paar U-Bahn-Stationen entfernt liegt. Der Offizier eröffnet ihr, dass er die Stadt verlassen muss und nach Übersee geht. Vor seiner Abreise übergibt er ihr einen Umschlag, der kein Geld enthält, wie Tralala gehofft und erwartet hat, sondern einen Liebesbrief. Sie liest nur einen Teil des Briefes und ist zunächst außer sich und verwirrt. Die erwartete Honorierung in Form von Geld für ihren Körper ist ausgeblieben. Somit ist sie verärgert, weil sie um etwas betrogen wurde, von dem sie dachte, es stünde ihr zu.

Selby stellt recht ausführlich Tralalas Verfall dar. Sie gleitet von einer Gosse in die nächste:

Time passed – months, maybe years, who knows, and the dress was gone and just a beatup skirt and sweater and the Broadway bars were 8th avenue bars, but soon even these joints with their hustlers, pushers, pimps, queens and wouldbe thugs kicked her out … and she hung over a veer in a dump on the waterfront, snarling and cursing every sonafabitch who fucked herup and left with anyone who looked at her or had a place to flop. (LB, S. 108)

Betrunken und verzweifelt kehrt sie in ihre gewohnte Umgebung zurück, in eine schäbige Bar, in der sie früher gearbeitet hat: "She could get a seamans whole payoff just sittin in Willies. People knew who she was in Willies." (LB, S. 109) Ihr sinnloses und ausschweifendes Leben hat aber schon so viel Tribut von ihrem Aussehen gefordert, dass sie sogar im Willies als beschädigte Ware angesehen wird. Niemand beachtet sie dort, bis sie in einem Akt von verzweifeltem Exhibitionismus ihren Busen freimacht und ihn den Männern präsentiert. Außer sich und ihres Verstandes beraubt, scheint sie ihren Untergang bewusst zu provozieren, ihre albtraumhafte Zerstörung durch eine endlos scheinende Reihe von Männern, die sie vergewaltigen; erst auf dem Rücksitz eines Autos, später auf einem Autositz unter freiem Himmel auf einem verlassenen Parkplatz. Ihr Körper wird dort zurückgelassen, grotesk geschändet, bedeckt mit Sperma, Urin und Blut.

Strike

Strike ist der zentrale Teil des Buches, eine Sozialsatire, die das umfassendste Bild von Manipulation und Machtlosigkeit in Last Exit to Brooklyn darstellt. Am Beispiel eines Streiks zeigt Selby die unterschiedlichen Verbindungen von industrieller Ausbeutung, persönlicher Hilflosigkeit, Korruption, Profitstreben und Wichtigtuerei auf allen Seiten. Die Fabrikleitung fordert den Streik quasi heraus, weil er in ihre Kalkulationen passt. Die Gewerkschaftsbosse genießen das verlogene Klassenkampftheater und bereichern sich unter der Hand kräftig am Streikfonds. Die Arbeiter sind nicht in der Lage zu erkennen, wie schamlos sie verraten und verkauft werden und lassen ihre sich allmählich anstauende Wut an Polizisten aus. Der Protagonist von Strike ist der Arbeiter und Gewerkschaftsfunktionär Harry Black, der begeistert ist vom Streik, weil dieser für ihn eine Möglichkeit darstellt, aus seiner verfehlten Ehe herauszukommen und andere seine Macht spüren zu lassen.

Am Ende fühlt er sich sowohl von der Fabrikleitung als auch von den Gewerkschaftsführern fallengelassen. Er beginnt zu trinken, verfolgt seine homosexuellen Neigungen und wird schließlich brutal zusammengeschlagen von Vinnie und seiner Bande. Einerseits ist Harry eine geschundene Figur, andererseits ein gehässiger Intrigant. Zu Hause sehnt er sich nach Fernsehübertragungen von Boxkämpfen, um seine Frau Mary von sich fern zu halten. In der Fabrik dreht er seine Runden, bis er einen Vorwand findet, um Streit mit den Vorgesetzten anzufangen. Harrys Leben dreht sich um seinen intensiv fühlbaren, aber von ihm wenig verstandenen Zustand der sexuellen Frustration und sozialen Isolation. Als latenter Homosexueller versucht er, das Elend seines täglichen Lebens zu unterdrücken. Unbewusst drückt er seine Verwirrung in der Angewohnheit "of smiling his smile" aus. Wenn er sich vor anderen beweisen will, sind ihm sein geistiger Zustand und seine Verhaltensmechanismen nicht bewusst, er versucht sogar, seine Frau Mary und die Fabrikleiter als Sündenböcke darzustellen:

She was once more responsible for his misery as were the bosses for the fact that he didnt make much money. Between them they tried to make his life miserable; they tried ta fuckim everytime he moved; if it wasnt for them things would be different. (LB, S. 161)

Für seine Kollegen ist Harry eine Plage, für seine "Freunde" und "Liebhaber" ein amüsanter Freak, der ausgenutzt werden kann, und für die Gewerkschaftsbosse ist er ein nützlicher Idiot. Der Streik wird zum Wendepunkt in Harrys Leben: Er bekommt den Posten des Streikleiters, verfügt plötzlich über Geld – aus dem Streikfonds – und Macht. Er bläht sich auf vor Stolz über seine neue Position, berauscht sich daran, ist in Hochstimmung und fühlt sich wie ein Patriarch, als er von Vinnie und dessen Gang umgeben ist. Er beginnt, sich immer größer und mächtiger zu fühlen und berauscht sich an comichaften sadistischen Visionen, in denen er riesige Häuser zerstört und Bürokraten aus den Fenstern wirft, die dann in ihren eigenen Blutlachen tot auf der Straße liegen.

Es kommt zu einem Zusammenstoß der Streikenden mit der Polizei. Danach fühlt sich Harry außerordentlich gut und überaus wichtig, weil er der Mittelsmann einer Sabotage war. Er hat Vinnie und seine Schlägerbande dazu angestiftet und auch dafür bezahlt, dass sie Lastwagen in die Luft jagen. Seine Position als Mittelpunkt unterdrückt allmählich seine innerlichen Spannungen, aber er ist immer noch hin- und hergerissen. Bei seinem ersten großen Auftritt als Redner auf einer Gewerkschaftsversammlung wird er wiederum zum Mittelpunkt. Hier aber fehlt ihm die Fähigkeit, seinen Blick auf die Menschen um ihn herum zu richten und somit Kontakt herzustellen. Diese Situation offenbart die Trennung von seiner Umwelt und nimmt seine weitere Entwicklung voraus.

[...]


[1] Josephine Hendin, Vulnerable People: A View of American Fiction since 1945 (Oxford: Oxford University Press, 1978), S. 59.

[2] Gerd Hurm, Fragmented Urban Images: The American City in Modern Fiction from Stephen Crane to Thomas Pynchon (Frankfurt: Peter Lang, 1991), S.274.

[3] Tony Tanner, City of Words: American Fiction 1950-1970 (New York: Harper & Row, 1971), S. 344-345.

[4] Ebda., S. 345.

[5] Ebda., S. 348.

[6] Allan Vorda, "Examining the Disease: An Interview with Hubert Selby, Jr.,"Literary Review 35 (Winter 1992), S. 290.

[7] Charles D. Peavy, "Hubert Selby and the Tradition of Moral Satire,"Satire Newsletter 6 (Spring 1969), S. 37.

[8] Verweise auf Last Exit to Brooklyn werden im Folgenden mit LB abgekürzt. Hubert Selby, Jr., Last Exit to Brooklyn (New York: Grove Press, 1964), Taschenbuchausgabe.

Details

Seiten
87
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638106238
Dateigröße
601 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v1011
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Institut für Anglistik und Amerikanistik
Note
2,0
Schlagworte
Schattenseite American Dream Krise Individuum Gesellschaft Hubert Selbys Exit Brooklyn´ Bret Easton Ellis Than Zero´

Autor

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Titel: Die Schattenseite des American Dream: Zur Krise von Individuum und Gesellschaft in Hubert Selbys ´Last Exit to Brooklyn´ und Bret Easton Ellis  ´Less Than Zero´