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Das Therapeutische Team und Rollenkonflikte zwischen Pflege und ärztlichem Dienst

Hausarbeit 2001 32 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1 Intention und Einleitung

2 Der Begriff des „Therapeutischen Teams“

3 Fallbeispiel

4 Kurze Definition einiger soziologischer Begriffe
4.1 Soziales Team
4.2 Sozialisation
4.3 Soziale Rolle
4.4 Rollenverhalten
4.5 Konflikt
4.6 Hierarchie
4.6.1 Multiple Hierarchie
4.7 Macht
4.8 Soziale Struktur
4.9 Kommunikation
4.10 Autorität
4.10.1 Professionelle Autorität
4.11 Professionalisierung
4.12 Organisation

5 Analyse
5.1 Fragestellung: Sind die Akteure des Fallbeispiels nicht nur Beteiligte des Therapeutischen Teams, sondern bilden Sie auch ein Soziales Team?
5.2 Fragestellung: Hat der ärztliche Dienst aufgrund seiner Sozialisation einen anderen Kommunikations -/Verhaltensstil gegenüber Pflegepersonal und Laien?
5.3 Natürlich stellt sich dann die Frage, wie es denn um die Fähigkeiten der Kommunikation beim Pflegepersonal bestellt ist:
5.4 Die Rolle des Arztes
5.4.1 Der Oberarzt
5.5 Die Rolle des Pflegepersonals
5.6 Es stellt sich die Frage, ob der Aspekt der Geschlechtlichkeit zu Problemen zwischen Arzt und Pflegepersonal führen kann
5.7 Das Bild der Gesellschaft von Krankenpflege und ärztlichem Dienst

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 INTENTION UND EINLEITUNG

Bei der Vorstellung der Themen für die anstehende Hausarbeit im Fach Soziologie fand ich auf „Anhieb“ kein Thema für das ich mich so recht begeistern konnte, es fiel mir allerdings schwer mich mit dem Fach Soziologie zu beschäftigen, denn die wenigen Stunden Soziologie in der Krankenpflege-Ausbildung und in der Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege waren nicht geeignet, in mir eine größeres Interesse für soziologisches Denken zu wecken.

In der täglichen Arbeit kam ich eigentlich nur selten mit Fachpersonal aus dem Bereich Soziologie in Kontakt, lediglich bei dem Thema Anschlussheilbehandlung. Einmalig, bei einem Konflikt der Eltern mit einem jüngeren Patienten, schalteten wir einen soziologisch vorerfahrenen Kollegen, er studierte im letzten Semester Sozialpädagogik, einer Nachbarstation ein, nachdem Vermittlungsversuche über einen Krankenhauspfarrer, einen nicht-geistlichen Seelsorger und einen Psychologen gescheitert waren. Dieser versuchte die Probleme der Konfliktparteien erst einmal offen darzulegen, was ihm auch gelang. Eltern und Sohn konnten sich nach einiger Zeit wieder miteinander verständigen, ohne dass es zu verbalen Attacken kam.

Als letzter Themenvorschlag stand Soziologie und Pflegeberufe auf dem Seminarplan, und es schien mir interessant mich einem Thema zu nähern, welches mich seit fast zwölf Jahren begleitete und mir als praxisnah erschien.

Ich habe schon während meinem Zivildienst (1988-1990) als Rettungsassistent häufig Konflikte der verschiedensten Art mit dem ärztlichen Dienst „ausgefochten“, und als ich 1991 mit der Ausbildung zum Krankenpfleger begann, wurden diese (auch bis zum heutigen Tag) nicht weniger. Nach einem solchen Konflikt, bei dem meine Fachweiterbildungsmentorin zugegen war, die eigentlich meiner Argumentation zustimmte, meinte sie, ich sollte die Problematik erst mal auf sich beruhen lassen, schließlich seien der betreffende Arzt und ich im gleichen Boot, beide seien wir Mitglieder im Therapeutischen Team.

2 DER BEGRIFF DES „THERAPEUTISCHEN TEAMS“

Dieser Begriff des „Therapeutischen Teams“ taucht auch in Fachzeitschriften häufig auf, und ich beschloss, diesen in meiner Hausarbeit auch noch einmal kurz zu beleuchten.

Es stellt sich die Frage, wer gehört eigentlich zum therapeutischen Team und meine Antwort auf diese Frage möchte ich mit der nachfolgenden Graphik geben.

Im Mittelpunkt des Arbeitens und des Interesses im Krankenhaus, und eines jeden im Krankenhaus Tätigen, steht der Patient. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes „Arbeitgeber“ aller Mitarbeiter des Krankenhauses. Ohne ihn gäbe es die Einrichtung Krankenhaus gar nicht. Die Budgetierung und somit die veränderte Finanzierung des Krankenhauswesens ließen auch Begriffe wie „der Kunde Patient“ in vielen Krankenhäusern Einzug halten. Es kam zu einem vermehrten Konkurrenzkampf unter den Krankenhausträgern, und ein Ende des Konkurrenzkampfes ist noch nicht absehbar. Die Krankenhäuser machen durch Klinikzeitschriften und sog. Gesundheitstage, mit Vorträgen zu bestimmten Erkrankungen, indirekte Werbung für sich, es wird um den Kunden (Patient) geworben. Die zentrale Stellung des Patienten ist ein Grund warum ich diese Graphik gewählt habe. Ein anderer Grund für diese Gestaltung der Graphik ist der zeitliche Aspekt des Kontaktes der Berufsgruppen mit dem Patienten.

Das Pflegepersonal betreut die Ihnen anvertrauten Patienten. Je nach Schweregrad der Erkrankung und der Pflegeintensität sind dies max. drei Patienten in drei mal acht Stundenschichten, und die meiste Zeit verbringen die Pflegekräfte (zumindest auf Intensivstationen) auch innerhalb des Patientenzimmers.

Angehörige haben die Möglichkeit während der Besuchszeit, die ca. vier Stunden beträgt, den Patienten zu besuchen, Ausnahmeregelungen sind möglich.

Der Stationsarzt betreut während seiner achtstündigen Schicht ca. zehn Patienten, schreibt Verordnungen kontrolliert Laborbefunde und untersucht den Patienten. Nach Aussagen einiger Assistenzärzte meiner Station, beträgt der Zeitaufwand für einen Patienten ca. 45 Minuten.

Die im dritten Kreis angeführten Berufsgruppen halten sich etwa 20 Minuten im Patientenzimmer auf. Laut Möhler1 dauert die tägliche Visite (auf Intensivstationen meist durch den Oberarzt durchgeführt) im Patientenzimmer ca. drei bis vier Minuten.2

Ein weiterer Aspekt zur Wahl dieser Graphik ist auch, dass die in der Graphik dem Patienten am nächsten stehenden Personen, also Angehörige und Pflege (-personen) oft eine Vermittler-Rolle, manchmal auch Anwaltsrolle, z.B. der Patientenwünsche oder auch Ängste, gegenüber dem Arzt einnehmen. Die Pflege erfüllt oft auch eine Vermittler-Rolle zwischen Arzt und Patient sowie dessen Angehörigen, z.B. wenn der Arzt für Patienten und/oder auch Angehörige unverständliche Fachausdrücke benutzt, und Patient und oder Angehörige sich nicht wagen deren genauere Bedeutung zu erfragen (auf diesen Punkt, warum dies so ist, möchte ich im späteren Verlauf der Hausarbeit nochmals gesondert eingehen).

Ein letzter Grund für die Wahl dieser Graphik ist das Aufzeigen wie viele Berufsgruppen an dem Gesundungsprozess des Patienten eigentlich beteiligt sind.

Die in dem nachfolgenden Fallbeispiel interagierenden Personen(-gruppen) sind in blau dargestellt. Diese Graphik kann nur subjektiv sein, eine jede Berufsgruppe im Krankenhaus würde sich vermutlich anders einordnen/eingruppieren, und sie ist, je nach Art der Erkrankung, auch sicherlich nicht immer vollständig.

DAS THERAPEUTISCHE TEAM

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 FALLBEISPIEL

Um die soziologischen Strukturen bei einem Konflikt zwischen Pflege und dem ärztlichen Dienst aufzuzeigen, möchte ich ein Fallbeispiel geben, was sich so oder so ähnlich real zugetragen hat und leider auch jederzeit wieder zutragen könnte.

Im Rahmen eines Spätdienstes betreute ich auf einer neurochirurgischen Intensivstation eine 23-jährige Patienten, die bei einem Fahrradunfall schwerste Kopfverletzungen erlitten hatte. Die Patientin befand sich im apallischen Wachkoma, war tracheotomiert und konnte bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Kontakt zu ihrer Umwelt aufnehmen. Bis auf Schlafphasen in der Nacht lag sie meist mit starrem Blick regungslos im Bett. Die Prognose bezüglich des Outcomes3 der Patientin war nach der schwierigen Akutphase mit hohen Hirndrücken eher schlecht, jedoch sind Prognosen bei solchen Verletzungen stets sehr schwierig. Auf dieser anästhesiologisch geführten Intensivstation bemühte sich das Pflegepersonal und der ärztliche Dienst jedoch, bis zum Zeitpunkt der Verlegung auf eine Normalstation oder in eine Spezial-Rehabilitations-Klinik, maximal um jeden Patienten. In dem Einzelzimmer der Patientin war die Mutter zugegen und auch nach ihrem eigenem Wunsch so weit als möglich in die pflegerische Therapie einbezogen.

Normaler Weise pflegte im Spätdienst eine Pflegekraft zwei Patienten. Mein zweiter Patient befand sich im Alkohol-Entzug-Delir und war weder örtlich noch zeitlich orientiert. Bis zum Eintreffen von dessen Ehefrau, die über das Durchgangssyndrom des Ehemanns komplett informiert und aufgeklärt war, hielt mich dieser, zu diesem Zeitpunkt renitente Patient, durch ständiges Rufen nach seiner Ehefrau und wiederholtes Ziehen und Zerren an Infusionsschläuchen und Überwachungskabeln „auf Trab“. Ich hatte ihn bereits zweimal komplett frisch gebettet und fast zehnminütig psychologisch betreut. An diesem Tag war ein Kollege plötzlich erkrankt, und so betreute ich noch einen dritten Patienten, dessen Pflege jedoch nicht aufwändig war.

Da die anderen beiden soeben erwähnten Patienten versorgt waren, wendete ich mich wieder der o.g. neurochirurgischen Patientin zu. Ich führte eine basale Stimulation4 durch, die Zimmertüre war geschlossen und an der Türklinke hing, wie bei solchen pflegerischen Maßnahmen auf unserer Station üblich, ein Schild mit der Aufschrift: „Basale Stimulation! Bitte nur im Notfall stören!“ Die Patientin lag bis auf den Genitalbereich entkleidet auf dem Rücken, und ich führte unter akustischer Miteinbeziehung der Mutter eine beruhigende Einreibung durch, welche das Pflegeteam bei Tachypnoe5 (welche schon den ganzen Tag vorhanden war) als pflegerische Maßnahme bei der Pflegeplanung vereinbart hatte.

Plötzlich ging ohne Vorwarnung die Tür auf und grußlos standen vier Ärzte inklusive dem neuen neurochirurgischen Oberarzt vor dem Patientenbett. Völlig erschrocken zog ich sofort die Bettdecke über den Oberkörper der Patientin. Ich fragte den, mir nur von Erzählungen der Kollegen bekannten, Oberarzt ruhig und gefasst, ob es nötig war ohne zu Klopfen die Tür aufzureißen und überfallartig mit noch drei Ärzten das Zimmer zu stürmen. Der Oberarzt sah mich an und meinte, ich solle mich lieber um meinen Kram kümmern, und es hätten alle bereits ein nackte Frau gesehen.

Um die Situation im Zimmer nicht eskalieren zu lassen bat ich den Arzt um einen kurzen Termin nach der Visite. Er sagte dies zu und wandte sich dann an die anderen Ärzte, die ihm die Patientin, Diagnose und bisherigen Krankheitsverlauf darstellten.

Kurz vor dem Verlassen der Ärzteschaft fragte die immer noch zugegen gewesene Mutter der Patientin den Oberarzt, wie es denn um ihre Tochter stehe, und ob ein Termin zur Verlegung in eine Reha-Klinik bekannt sei. Der Arzt schnauzte die Mutter an, sie solle sich Ihm erst mal vorstellen, und nachdem sie eingeschüchtert mit den Worten „die Mutter“ geantwortet hatte, erwiderte er, sie solle sich gefälligst ihre Tochter anschauen, um sich schon mal auf den Zustand der kommenden Jahre einzustellen, und sicher hätte sie schon ein anderer Arzt bezüglich der Prognose aufgeklärt. Wieder grußlos verließ er das Zimmer.

Der mit ihm das Zimmer verlassende Assistenzarzt der Anästhesie bat mich:“ Um Himmels willen reg Dich erst mal ab, und bei dem Termin nachher möchte ich bitte mit meinem Oberarzt teilnehmen“.

Die Mutter war in Tränen aufgelöst, so dass ich sie kurz versuchte zu beruhigen und ich dann einen Kaffe für sie holen wollte. Auf dem Weg in unseren Pausenraum, den ich bis zu diesem Zeitpunkt nur während der Übergabe gesehen hatte, alarmierte der zuvor beschriebene Patient im Alkohol - Entzugs - Delir6, weil er versuchte über die Bettgitter zu steigen. Dessen Ehefrau hatte wohl bereits wieder die Station verlassen, und entgegen der Absprache mit mir auch niemanden darüber informiert.

Im Nachhinein gesehen recht unsanft, beförderte ich den Patienten wieder zurück ins Bett und schrie ihn an, dass er mir jetzt verdammt auf die Nerven ginge, und ich ihn nun fixieren würde, ich hätte es satt.

Kurz darauf stand eine Kollegin im Zimmer und meinte die Ehefrau hätte sich bei ihr verabschiedet, und sie hätte nur kurz im Aufenthaltsraum einen Kaffe getrunken. Ich verließ das Zimmer und raunzte dann sie an, dass sie diesen Patienten nicht ohne Fixierung hätte im Zimmer lassen dürfen. Dies sei unverantwortlich und fahrlässig, und es freue mich für sie, dass sie schon den dritten Kaffe getrunken habe und ließ sie im Flur stehen.

Im Aufenthaltsraum angekommen warf ich erst einmal die Tür knallend zu und schimpfte lauthals und aufgeregt, dass der neue Oberarzt der Neurochirurgie wohl der letzte ( ) sei. Kurz darauf erschien der Assistenzarzt der Anästhesie und meinte ich solle von der Palme wieder runter kommen.

Den oben dargestellte Fall habe ich versucht, sicher bewusst überspitzt, aber doch möglichst neutral darzustellen, was recht schwierig ist. Meine Hausarbeit bezieht sich auf das Fach Soziologie und es besteht die Gefahr in den Bereich der Psychologie (Lehre vom individuellen Erleben der Wirklichkeit und vom Verhalten der Persönlichkeit) abzugleiten, wobei diese sicherlich als Bestandteil der Sozialwissenschaften Berührungspunkte mit der Soziologie hat.

Es stellt sich die Frage warum, aus soziologischer Sicht, in diesem Fallbeispiel wer wie gehandelt hat, wobei es sich nicht auf das Individuum beschränken soll! Die nachfolgend beschriebenen Personen handeln sozusagen exemplarisch für ihre Berufsgruppe.

4 KURZE DEFINITION EINIGER SOZIOLOGISCHER BEGRIFFE

Bevor ich zu Teil 5 meiner Hausarbeit (Analyse) komme, möchte ich gerne einige soziologische Begriffe kurz definieren, die für die Analyse von Bedeutung sind. In der Analyse des Fallbeispieles sind diese kursiv geschrieben, und ich werde auch versuchen, die Schlussfolgerungen zu den zuvor gestellten Thesen/Fragestellungen mithilfe der nachfolgenden Definitionen zu untermauern. Sollten jedoch Unklarheiten auftreten, so bitte ich den Leser, sich nochmals diesem Teil meiner Hausarbeit zu widmen.

4.1 Soziales Team

„Arbeitsgruppe, die mit der Bewältigung einer gemeinsamen Aufgabe beschäftigt ist. Kennzeichen eines Teams sind fachliche Qualifikation, Kooperatives Verhalten, Autorität nach Leistung, Kommunikation, Toleranz und Zielidentifikation“7

4.2 Sozialisation

Der Begriff Sozialisation bezeichnet die „Aneignung von Werten, Normen und Handlungsmustern, durch die der weitgehend ohne natürliche Instinkte geborene Mensch seine Handlungsfähigkeit und persönliche Identität erwirbt“8

4.3 Soziale Rolle

„Der Begriff der sozialen Rolle ist ein analytisches Mittel zur Erfassung sozialer Handlungszusammenhänge und zugleich ein Konstruktionsmittel zur abstrahierenden Darstellung sozialer Strukturen.“9

4.4 Rollenverhalten

Unter Rollenverhalten verstehe ich das Verhalten einer oder mehrerer Personen in der z.Zt. bestehenden Rolle, also ist meine Rolle als Privatperson Andreas Karsch eine völlig andere als z.B. die Rolle des Fachkrankenpflegers Andreas Karsch

4.5 Konflikt

„Interessendivergenz zwischen Personen, Gruppen... Interessenkonflikte können Ziel- oder Normkonflikte oder aber Verteilungskonflikte sein. Der Konfliktbegriff ist Ausgangspunkt verschiedener zentraler Annahmen, die innerhalb der Soziologie über die Ursachen, den Verlauf und die Lösung sozialer Spannungslinien bestehen. Dabei werden unterschiedliche Auffassungen darüber vertreten, ob Konflikte lediglich Störungen des Systems darstellen oder aber die eigentlichen Komponenten gesellschaftlichen Geschehens.“10

4.6 Hierarchie

„Über- und Unterordnungsverhältnisse in jeglichen sozialen Beziehungen, die zumeist mit Herrschaft verbunden sind: Organisationssoziologisch betrachtet denkt man dabei meist eine Pyramidenstruktur mit: einige wenige Übergeordnete bestimmen viele Nachgeordnete. Der Begriff der Hierarchie wird auch auf gesamtgesellschaftliche Verhältnisse angewandt, etwa das Schichtgefüge.“11

Man findet in Soziologie Lexika noch weitere Definitionen, so z.B. noch soziale und bürokratische Hierarchie ,wobei mir die nachfolgende Definition der multiplen Hierarchie noch am interessantesten erscheint.

4.6.1 Multiple Hierarchie

„sind die Über- und Unterordnungsverhältnisse im Hinblick auf mehrere Dimensionen heterogen, so können Vorgesetzte und Untergebene zwischen den einzelnen Dimensionen wechseln. Treten solche Verhältnisse auf , so gibt es Verhaltensunsicherheiten, und die Hierarchie wird oft durchbrochen.“12

4.7 Macht

„Macht ist eine allgemeine Bezeichnung für Möglichkeiten und Formen der Durchsetzung und Beeinflussung, die generell auf einem Überlegenheits- bzw.

Abhängigkeitsverhältnis zwischen Personen, Gruppen, Organisationen, Staaten oder Gesellschaften beruhen. “13

4.8 Soziale Struktur

„Der Strukturbegriff bezieht sich auf die relativ dauerhaften Gebilde und Handlungszusammenhänge eines Beziehungsgeflechts; die Struktur sozialer Systeme ist für das handelnde Individuum Teil der sozialen Situation, an der Handeln und Verhalten ausgerichtet werden.“14

4.9 Kommunikation

„Der Austausch von Informationen, meist mit der Absicht der Einstellungs- oder Verhaltensänderung. Dabei wird zwischen Kommunikator und Rezipient unterschieden, wobei die Botschaft entweder direkt oder über ein Medium ausgetauscht wird.“15

4.10 Autorität

„Als Autorität bezeichnet man: Den auf Leistung oder Tradition beruhenden maßgebenden Einfluss einer Person oder Institution und das hieraus erwachsene Ansehen, oder einflussreiche, maßgebende Persönlichkeit von hohem (fachlichem) Ansehen. In einer anderen Definition ist Autorität ein Verhältnis der Über- und Unterordnung, bei dem der Untergeordnete die Überordnung anerkennt. Es kann auf positionalen oder personalen Eigenschaften beruhen. Die Gründe für die Anerkennung sind vielfältig. Autorität können Personen, Gruppen, Organisationen, Institutionen besitzen; diese fällt ihnen nicht von vorneherein zu, vielmehr wird sie durch Anerkennung erworben. Diese Definition erscheint mir nur zum Teil für das nachfolgende Fallbeispiel geeignet, daher möchte ich noch nachfolgende Definition der professionellen Autorität anführen.“16

4.10.1 Professionelle Autorität

„Angehörige von Professionen oder Berufen genießen Autorität aufgrund ihrer Fach und Sachkompetenzgegenüber den nicht ebenso Qualifizierten; z.B. Wissenschaftler allgemein gegenüber der Öffentlichkeit.“17

4.11 Professionalisierung

„Herausbildung spezifischer Qualifikationsanforderungen an die Berufsausübung :

Einrichtung formalisierter Studiengänge, Kontrolle von Berufsqualifikationen, Organisation in Berufsverbänden, Entwicklung berufsständischer Normen.“18

4.12 Organisation

„Organisationen sind tendenziell auf Dauer angelegte soziale Einrichtungen mit institutionellen Regelungen, die das Verhalten der Beteiligten steuern, und mit spezifischen Zielen bzw. Aufgaben, die durch die Mitglieder realisiert werden sollen.“19

5 ANALYSE

Die unter Punkt 4 meiner Hausarbeit angegebenen Definitionen einiger Soziologischer Begriffe möchte ich versuchen in Zusammenhang mit dem Fallbeispiel zu setzen.

5.1 Fragestellung: Sind die Akteure des Fallbeispiels nicht

nur Beteiligte des Therapeutischen Teams, sondern bilden Sie auch ein Soziales Team?

Das Soziale Team des Fallbeispiels (wenn es denn eins ist), also die Arbeitsgruppe die mit der Bewältigung einer gemeinsamen Aufgabe beschäftigt ist, setzt sich zusammen aus der Pflegeperson, der Mutter, dem Assistenzarzt der Anästhesie, dem Oberarzt und seinen Assistenzärzten der Neurochirurgie. Inwieweit die Patientin ein Mitglied dieses Sozialen Teams ist, oder die „zu bewältigende Aufgabe“ (also die möglichst weitestgehende Wiederherstellung der Gesundheit der Patientin) sei je nach Krankheitsverständnis erst einmal dahingestellt, denn Bewusstlosigkeit heißt lediglich, dass die Patientin sich nicht mitteilen kann!

Das Kennzeichen der fachlichen Qualifikation der Ärzte ist als erfüllt (erfolgreich abgeschlossenes Studium) anzusehen, ebenso die Qualifikation des Krankenpflegers (abgeschlossene Berufsausbildung, in meinem Fall mit abgeschlossener Fachweiterbildung) und die Qualifikation der Mutter, die durch die Pflegekräfte in die Mithilfe der Patientin eingewiesen wurde. Die Spannungen die zwischen den Mitgliedern des Sozialen Teams herrschen zeigen, dass ein kooperatives Verhalten, welches eigentlich ein Kennzeichen eines solchen sein sollte, nicht gegeben ist. Eine Autorität nach Leistung ist wohl allen Akteuren zuzugestehen, im konkreten Fallbeispiel scheinen sowohl der Oberarzt, aber auch der Krankenpfleger diese besonders hervorzuheben. Eine Kommunikation entsteht zwar, jedoch tritt die in der Definition geforderte Toleranz nicht in Erscheinung. Eine Zielidentifikation ist bei allen Mitgliedern gegeben, jedoch scheint es nicht ein gemeinsames Ziel zu geben.

Bei dem Pflegepersonal war es zuerst das Ziel als ärztlicher Assistenzberuf, in Kooperation mit dem ärztlichen Dienst und dessen Weisungen, das Überleben der Patientin zu sichern. Wie aus dem Fallbeispiel hervorgeht, ist dieses Ziel erreicht worden, und es geht jetzt im Rahmen der pflegerischen Therapie darum, der Patientin eine Möglichkeit der Kommunikation durch eventuelle Reaktionen zu eröffnen. Die Frage, ob es der Patientin möglich ist, eine solche Kommunikation durch Maßnahmen der basalen Stimulation aufzunehmen bleibt offen, trotzdem werden die pflegerischen Maßnahmen zur Erreichung dieses Zieles aufrechterhalten.

Das Ziel der Mutter ist es unter anderem (Körperkontakt zu der geliebten Tochter, Maßnamen zur Unterdrückung des eigenen Gefühls der Ohnmacht und der Untätigkeit etc..) sicherlich, die Pflege bei diesem Ziel zu unterstützen.

Das Ziel des Assistenzarztes der Anästhesie war primär das gleiche wie das der Pflege; jetzt geht es für Ihn darum, den Zustand der Patientin in Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie zu stabilisieren und bis zum Zeitpunkt der Verlegung zu optimieren (und es war zumindest das Ziel der Ärzte auf meiner ehemaligen Station die therapeutische Pflege nach ihrem Wissensstand zu unterstützen).Um die Zusammenarbeit mit der Abteilung der NC zu pflegen, und um dem neuen Oberarzt der Neurochirurgie den bisherigen Verlauf der Therapie vorzustellen (und natürlich ist dies ein Akt der Höflichkeit und der Wertschätzung) beteiligte sich der Assistenzarzt der Anästhesie an der Visite.

Bei dem Oberarzt der NC war vermutlich das primäre Ziel die operative Wiederherstellung eines lebensgefährlich verletzten Organismus. Diese Behauptung erscheint als provokant, jedoch verweise ich auf die Sozialisation der Ärzte und das klassische, medizinisch - naturwissenschaftliche Paradigma der Medizin.

Zum Zeitpunkt der Visite des Fallbeispiels informierte sich der Oberarzt über den weiteren stationären Verlauf der Patientin, und wie lange durch sie noch ein NC Bett auf der Intensivstation belegt sein wird.

Es handelt sich um eine Arbeitsgruppe, wobei die gemeinsame Aufgabe, im Rahmen unterschiedlicher Zielidentifikationen, verloren scheint. Toleranz und kooperatives Verhalten sind nicht gegeben. Die Kommunikation ist vorhanden, jedoch nicht im Sinne der Definition, und eine gemeinsame Zielidentifikation gibt es nicht.

Die Fragestellung, ob es sich bei den Akteuren des Fallbeispiels, um ein soziales Team handelt, beantworte ich mit Nein.

5.2 Fragestellung: Hat der ärztliche Dienst aufgrund seiner Sozialisation einen anderen Kommunikations - /Verhaltensstil gegenüber Pflegepersonal und Laien?

Schäfer20 beschreibt die Sozialisation der Ärzte wie folgt:

„Das Studium der Ärzte ist bis zum Physikum ein erweiterter Schulbetrieb, in dem die kognitiv-intellektuellen Fähigkeiten weiter ausgebildet werden. Im weiteren Verlauf des Studiums mit Praktika im Krankenhaus geht der Student klar geordnete Wege, die auch seine Karriere im Krankenhaus bestimmen. Um im Krankenhaus Karriere zu machen, muss der Arzt hauptsächlich fachliches Können vorweisen. Führungs- und Teamfähigkeit sind weniger ausschlaggebend, um in der ärztlichen Hierarchie aufzusteigen. Der Weg des Arztes ist ein individualistischer Weg.“

Ob dies eine gute Basis für die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist, sei dahingestellt. Obwohl er auf eine solche z.B. bei operativen Eingriffen, im Rahmen der operativen Nachsorge, oder bei der Labordiagnostik zwingend angewiesen ist, bleiben diese Bereiche, bzw. die Zusammenarbeit mit diesen Berufsgruppen (OP-Pfleger, Pflegepersonal, medizinisch-technische Assistenten, etc.)oft nur Mittel zum Zweck.

Bereits im Studium lernen die Ärzte auch ein Ursache - Wirkungs - Denken und die kausal-naturwissenschaftliche Orientierung der Medizin. Man spricht auch vom klassischen, medizinisch - naturwissenschaftlichen Paradigma der Medizin. Leider, und diese Unsitte findet sich auch häufig beim Pflegepersonal, war die Patientin, und diese ist nur exemplarisch, nur das Schädel-Hirn-Trauma auf Station X, also reduziert auf das kranke Objekt. Dass sich ein Subjekt mit all seiner Individualität (und Schamgefühl) hinter der Erkrankung befindet, tritt leider oft in den Hintergrund, und ich denke Beispiele dafür kennt jeder („Machen Sie sich bitte mal bis auf Unterhose und Socken frei!“).

Ein solches Denken, nach Krankheitsbild, Diagnose und Differentialdiagnose wird bereits in der Ausbildung bei Prüfungen abgefragt, wohingegen Empathie und ein sich Hineinversetzen des Arztes in die Welt des Patienten nicht prüfungsrelevant sind.

Witterstätter21 schreibt weiterhin zu diesem Thema:

„Man kann im Zynismus (der Ärzte) ein distanziertes Abwehrverhalten gegenüber der Masse Krankheit, Leid, Defizit und Sterben sehen, dem der Arzt ausgesetzt ist. Die von den Patienten oft als defizitär empfundene Information durch ihre Ärzte mag mit Zeitmangel, aber auch mit Ungeübtheit im Gespräch mit Angehörigen unterer Sozialschichten und mit der Unlust, die medizinische Terminologie allgemeinverständlich zu übersetzen, erklärt werden. Jedenfalls dauern Visiten täglich drei bis vier Minuten Die Kommunikation erfolgt dabei aktiv zur Hälfte durch den Arzt und zu je einem Viertel durch die Pflegekräfte und durch den Patienten, wobei das vom Arzt aktiv Kommunizierte zu über der Hälfte an andere Professionelle (Pflegekräfte, andere Ärzte) und nicht an die Patienten gerichtet ist (Sieggrist 1988, 231). Es ist die Rede von „fragmentierter Kommunikation“.

„Man muss sehen, dass der Erlebnisbereich von Erkranken, Leiden, Sterben und Tod in der Sozialisation zum Arzt keine oder nur periphere Rolle spielt (Heim/Schuller in: Medizinsoziologie 1992,61). Zwar wurden sozialwissenschaftliche Lehrinhalte in das Medizinstudium integriert, aber sie tangieren den Kern der ärztlichen Intervention in vielen Fällen kaum(Bollinger/Hohl 1981,166).“

Eine spezielle Terminologie beizubehalten ist oft auch ein Schutzmechanismus vor zu viel Nähe zum Patienten, Themen wie Leid Sterben und Tod sind Alltag im Krankenhaus, und es stellt sich die Frage, ob und inwieweit Ärzte sich im Studium damit auseinander gesetzt haben.

Betrachtet man sich die Sozialisation der Ärzte aus dem Blickwinkel der Geschichte und der Entwicklung von Professionalität, so stellt man fest:

Waren es zur Mitte des Mittelalters noch Bader, Starstecher, Pestilenz- und Wundärzte mit Erfahrungswissen und oft nur zweifelhaftem Erfolg, so entwickelte sich in der Zeit der Renaissance (zumeist in Italien und Frankreich) eine akademische Laufbahn der Ärzteschaft. Durch die Industrialisierung entwickelte sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts endgültig die Professionalisierung der Ärzteschaft.

„Kennzeichen der Profession ist der Akademische Expertenberuf (hochentwickeltes Expertenwissen, hohes Prestige und Einkommen, Monopol der Ärzteschaft).

Diese Kennzeichen werden in der Sozialisation des Arztes weitgehend verinnerlicht. Dazu gehören:

- Aneignung von Basiswisswen
- Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, zu handeln und dies zu verantworten,
- Die Affektkontrolle bzw. das Aushalten von extremen Belastungen,
- Die Kommunikationskompetenz gegenüber dem Patienten und anderen Berufsgruppen
- Die universalistische Einstellung.

Diese Kennzeichen sind natürlich sehr unterschiedlich ausgeprägt und wesentlich durch die individuelle Einstellung zum Beruf und zur Medizin beeinflusst.“22

Die berufliche Sozialisation des Krankenpflegepersonals beginnt ebenfalls in der Adoleszenz, jedoch dauert die Berufsausbildung nur drei Jahre, und diese ist bestimmt durch 3000 Stunden praktisches Arbeiten vor allem am Krankenbett und damit auch in ständiger Kommunikation mit Patienten aus den unterschiedlichsten Berufen und Schichten. Auch in der Ausbildung zur Krankenpflege bildet sich oft eine berufseigene Terminologie, jedoch scheint es kaum eine Kluft - ein Problem für die Patienten zu geben, unverständliche Begriffe nachzuerfragen. Ich verweise auf das unterschiedliche Bild der Medizin und der Krankenpflege in der Öffentlichkeit in Teil 5.7.

Die oben gestellte Frage ,ob der ärztliche Dienst aufgrund seiner Sozialisation einen anderen Kommunikations-/Verhaltensstil gegenüber Pflegepersonal und Laien hat, lässt sich mit Ja beantworten, da seine Sozialisation eine völlig andere ist, als die des Pflegepersonals. Seine Werte , Normen und Rollen sind andere. Er lernte den individualistischen Weg, in dem fachliches Können die Karriere und den Aufstieg in der beruflichen Hierarchie bedingt. Sein Prozess des Aufbaus von Verhaltensdisposition und seiner Eingliederung in die Gesellschaft ist allein schon aufgrund des Studiums (zwölf Semester, oft in einem sozialen Umfeld, das von Kommilitonen der gleichen Fachrichtung bestimmt ist, oder durch vorgelebte Verhaltensweisen und Termini, denn „Ärzte kommen nach wie vor vorwiegend aus akademisch gebildeten Elternhäusern, Pflegende mehr aus der Bildungsmittelschicht“23 )

5.3 Natürlich stellt sich dann die Frage, wie es denn um die Fähigkeiten der ommunikation beim Pflegepersonal bestellt ist:

Laut dem Krankenpflegegesetz von 1985 (Krankenpflegegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, S.30-34 ) sind im Rahmen der Ausbildung 100 Stunden von vorneherein für Grundlagen der Psychologie, Soziologie und Pädagogik bereitgestellt.

Blättert man weiter im Krankenpflegegesetz, so findet im Lernbereich Krankenpflege Themen wie Berichterstattung und Pflegedokumentation, Mitarbeiterbesprechungen, Anleitung und Beaufsichtigung von Lernenden und Hilfspersonal und Zusammenarbeit mit weiteren Mitgliedern des Pflege- und Behandlungsteams (leider keine exakte Stundenzahl angegeben). Weiterhin sieht das Krankenpflegegesetz im Rahmen der Ausbildung 20 Stunden für Sprache und Schrifttum vor.

Aus diesen Tatsachen und dem pflegerischen Alltag und der häufig gerade nach Visiten von Patienten an Pflegende gestellte Frage „Was hat der Arzt eigentlich mit xy gemeint?“ lässt sich schließen, dass es der Pflege häufig gelingt, sich mit den Patienten auf eine Ebene der verständlichen Kommunikation und Empathie zu begeben, bzw. die Patienten/Angehörige haben keine Scheu das Pflegepersonal zu befragen. Ich verweise auch auf Teil 5.2 und die dort dargestellte Sozialisation der Krankenpflege - Auszubildenden.

5.4 Die Rolle des Arztes

Witterstätter24 schreibt dazu:

„Die Ärzte in Einrichtungen des Gesundheitswesens haben bei Diagnose und Therapie entscheidende, verantwortliche Aufgaben. Es wird ihnen in der Institution Krankenhaus eine hohe Autoritätsposition zugeschrieben. Ein Autoritätsgefälle der Ärzte gegenüber den Pflegenden wie auch gegenüber den Patienten besteht zu ihren Gunsten.

Das Verhältnis zwischen Ärzten und Patienten wird als eine Situation der Asymmetrie gekennzeichnet (Siegrist1988,225):

- Der Arzt hat durch seinen Wissensvorsprung Expertenmacht
- Er hat durch seine Funktion der Diagnosestellung, des Krankschreibens, des Auslösens von weiteren Leistungen des Sozialsystems Definitionsmacht
- Er hat durch seine Initiative bei der, und zur Behandlung Steuerungsmacht.

Es stellt sich beim ärztlichen Verhalten die Frage, ob der Arzt bei all seinen Kompetenzen noch patientenzentriert ist oder doch vielmehr arztzentriert handelt. Beim arztzentrierten Verhalten führt vorwiegend der Arzt das Gespräch, sammelt Informationen, trifft Entscheidungen und gibt Anweisungen.“

Arbeitet der Arzt patientenzentriert, aus der Pflege kommt der Begriff patientenorientiert, so richtet er sich nur nach den Beschwerden des Patienten, sondern auch nach dessen Wünschen. Es wäre dann auch seine Aufgabe Entscheidungsalternativen dem Patienten anzubieten (eine Tätigkeit, die im Klinikalltag häufig durch bohrendes Fragen der Patienten oder deren Angehörigen den Pflegendenüberlassen wird, wodurch diese häufig in einen Gewissenskonflikt gedrängt werden, denn die größere Erfahrung und das bessere Wissen hat natürlich der Arzt).

Es besteht natürlich die Gefahr, wie bei Pflegenden auch, durch eine zu starke, auch emotionale Bindung an den Patienten, eine affektive Neutralität, und damit einen Teil seiner Professionalität, zu verlieren. Eine spezielle Terminologie beizubehalten ist oft auch ein Schutzmechanismus vor zu viel Nähe zum Patienten. Themen wie Leid, Sterben und Tod sind Alltag im Krankenhaus, und es stellt sich die Frage, ob und inwieweit Ärzte sich im Studium damit auseinander gesetzt haben. Die emotionale Neutralität zu behalten und alle Patienten gleich zu behandeln ist ein hoher Anspruch, denn Sympathie oder Antipathie empfinden selbstverständlich alle mit der Behandlung einer Erkrankung beauftragten Menschen.

Die Gesellschaft (Rollensender)hat an den ärztlichen Dienst klar bestimmte Rollenerwartungen. Man schreibt dieser Berufsgruppe gerne Attribute wie Autorität, Pflichtbewusstsein, Hilfsbereitschaft und Leistungsbereitschaft zu. Da all diese Attribute durchaus nicht negativ sind, besteht auch im ärztlichen Dienst allgemein eine Affinität dazu sich als Rollenträger zu sehen, bzw. die Erwartungen der Rollensender zu erfüllen. Die soziale Rolle im Berufsbereich hebt auch vordergründig das Selbstbewusstsein.

Die Rollensender beziehen sich jedoch nicht auf das Individuum, sondern auf die Berufsgruppe oder die Standesorganisation. Außer der Gesellschaft, als sehr allgemeiner Begriff, gehören zu den Rollensendern/Erwartungshegern: Patienten, Pflegepersonal, die ärztliche Standesorganisation, die Krankenkasse, die kassenärztliche Aufsicht usw.

In enger Anlehnung an die Unterrichtsunterlagen der Uni Bielefeld25:

„Der Arzt wird auf jeden Fall den Erwartungen nachkommen, die durch seine Standesorganisation repräsentiert werden, und die er auch durch seine Ausbildung verinnerlicht hat. Es sind dies die Verpflichtung, Kranken zu helfen, die ärztliche Schweigepflicht, die Kollegialität oder die Verpflichtung, sich nicht für Werbezwecke für Waren mit seinem Namen zur Verfügung zu stellen usw.

Man unterscheidet oft den Grad der Verpflichtung einer Erwartung nach der Art der möglichen positiven oder negativen Sanktionen für das ausgeführte Verhalten. Man kann unterscheiden zwischen einer Muss -, Soll - oder Kann - Erwartung. Ein Verstoß gegen eine der o.g. Muss -Erwartungen kann leicht zum Entzug der Approbation führen.

Den Erwartungen der Patienten und der Krankenkasse sollte der Arzt nachkommen, da sich sonst gravierende Nachteile für den Arzt einstellen könnten, z.B. Verlust der Patienten oder Entzug der Kassenzulassung.

Er muss aber nicht jeder Soll - Erwartung nachkommen.

Dieser Spielraum ist bei den sog. Kann - Erwartungen noch größer.

Die Kollegialität gegenüber dem Pflegepersonal ist für manche Ärzte eine Kann - Erwartung“

(jedoch ist die Freundlichkeit des Pflegepersonals zu den Patienten eine Muss - Erwartung des Krankenhauses26 ).

Abhängig vom Grad der Verpflichtung der Erwartungen können sich Rollenkonflikte ergeben. Da diese innerhalb einer Rolle stattfinden, nennt man diese Intra - Rollenkonflikte. So kann z.B. der hohe ethische Anspruch eines Arztes seinen Patienten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen, in Gegensatz zudem zu erwartenden Krankheitsverlauf (z.B. bei Tumorerkrankungen mit bereits stattgefundener starker Metastasierung) stehen.

Inter - Rollenkonflikte sind z.B. wenn der Arzt seinen Patienten zusagt stets und um jede Uhrzeit für sie da zu sein. Man kann sich leicht vorstellen, dass diese Zusage zu einem Konflikt z.B. mit seiner möglichen Rolle als Familienvater führt.

5.4.1 Der Oberarzt

Er repräsentiert in dem genannten Fallbeispiel die in der Hierarchie der Ärzteschaft am höchsten stehende Person, was sich auch darin zeigt, dass er der Wortführer der Ärzte in diesem Konflikt ist, wohingegen der Stationsarzt sozusagen sich nur heimlich an mich wendet, um dem OA „nicht in die Parade zu fahren“. Er ist der Interaktionspartner der Kommunikation. Sein Handeln scheint auch bestimmt von dem Gefühl des der Pflege vorgesetzten Person.

Dies ist jedoch ein Trugschluss: Er ist zwar der Pflege gegenüber weisungsbefugt, könnte also auch meine Form der Pflege ablehnen oder untersagen, dies liegt sehr wohl in seiner Macht, er trägt auch die gesamte Verantwortung, das Pflegepersonal ist weisungsgebunden. Er ist aber nicht der Vorgesetzte, dies ist mindestens seit dem Krankenpflegegesetz von 1985 die Pflegedienstleitung.

Er hat sicherlich den höheren Status, er ist auch was die medizinische Behandlung betrifft, die maßgebliche Autorität, da sein medizinisches Wissen natürlich dem der Pflege überlegen ist und durch sein Studium auch überlegen sein muss. Der Oberarzt im Fallbeispiel war sicherlich auch noch in einer weiteren Zwickmühle, denn er präsentierte sich fast zum ersten mal auf der Intensivstation bei seinen Assistenzärzten und auch gegenüber seinen Assistenzärzten, die als Rollensender eine bestimmte Erwartung an ihn hatten. Dazu gehört ein sicheres, souveränes und wenn nötig auch dominantes Auftreten. Ein solches Verhalten „steckt von vorneherein die Kompetenzen ab“ und ein sicheres Auftreten macht ihn gegenüber dem Chefarzt vertrauenswürdig, z.B. beim Aushandeln von Behandlungsentgelten etc. Ein sicheres Auftreten eines Repräsentanten einer Klinik stärkt auch stets das Image derselben.

Des weiteren dürfte der neue Oberarzt noch keinen endgültigen Vertrag gehabt haben, und die Nachfrage nach Stellen als Oberarzt sind deutlich höher als die Stellenangebote.

Er rechnete nicht damit, dass eine Pflegekraft Kritik an seinem Verhalten üben würde. Dieses unerwartete Verhalten der Pflegekraft versetzte ihn vermutlich auch aus den o.g. Gründen in Stress, und verwirrte ihn in seinem Rollenverständnis von sich als Oberarzt und seiner Rollenfixierung.

Es ist fraglich, ob er das Schild an der Tür bemerkte oder nicht. Hatte er es bemerkt so hatte er diesem wohl keine größere Bedeutung zugemessen, insbesondere, wenn er mit den Gepflogenheiten der Station nicht vertraut war

5.5 Die Rolle des Pflegepersonals

„Die pflegerische Tätigkeit ist in Einrichtungen des Gesundheitswesens ein eigenständiges Funktionsfeld, in der Praxis ist ihre Autonomie vor allem im Krankenhaus jedoch schwer durchzusetzen.

Nach dem Berufsbild des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) hat die Pflege u.a. folgende Aufgaben:

- Die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Bedürfnisse der Patienten/Gepflegten zu erkennen und zu beurteilen;
- den kranken/behinderten Menschen zu begleiten, zu betreuen, zu beraten und zu versorgen;
- individuelle und umfassende Pflege zu planen, zu gewährleisten, zu dokumentieren und auszuwerten;
- mit dem Kranken/Gepflegten, seinen Angehörigen und den beteiligten anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten;
- Sterbenden im Lebensende beizustehen und ein würdiges Sterben zu ermöglichen;
- an der Aus-, Weiter - und Fortbildung des eigenen Nachwuchses sowie anderer Berufsgruppen mitzuwirken und
- Pflegemethoden und Pflegetechniken weiter zu entwickeln und zu verbessern.“27

Häufig muss man jedoch feststellen, dass dieses Rollenverständnis sich nicht ausreichend nach außen hin darstellen lässt, auch von der Pflege nicht dargestellt wird.

Es ist zu einfach, dieses Problem nur den Medien anzulasten, gibt es doch die Möglichkeit sein Berufsverständnis, seine Techniken, seine Professionalität den Patienten und deren Angehörigen mitzuteilen, zu erklären und zu zeigen. Ich verweise auf Punkt 5.7. dieser Hausarbeit.

Die Pflege möchte den Patienten nicht nur auf seine Krankheit reduzieren, sondern in seiner Individualität und Ganzheitlichkeit sehen, auch wenn dieser Begriff der Ganzheitlichkeit aufgrund fehlender, eindeutiger Definition sehr umstritten ist.

Der Pflegende kann hier in einen Intrarollenkonflikt geraten. In seiner Rolle als Pflegender treffen unterschiedliche Erwartungen zusammen: Jene der Patienten - oder seine eigenen als ganzheitlich ausgerichteter Pflegender selbst - auf eine eigenständige, an den psychosozialen Patientenproblemen orientierte Zuwendung einerseits und andrerseits jene Erwartungen des ärztlichen Sektors auf eine am kausalmedizinischen Paradigma ausgerichtete, vor allem den Ärzten zugewandte Orientierung.“28

5.6 Es stellt sich die Frage, ob der Aspekt der Geschlechtlichkeit zu Problemen zwischen Arzt und Pflegepersonal führen kann.

Die Rolle des ärztlichen Dienstes ist zumeist, bzw. umgangssprachlich, männlich besetzt, was auch aus der Geschichte erklärbar ist, wohingegen die Rolle der Pflege meist als weiblich besetzt gilt. Natürlich sind diese Klischees teilweise überholt, aber zum Beleg dieser Theorie braucht man nur in einer beliebigen TV-Zeitschrift zu blättern: Dr. Stefan Frank, Dr. Brinkmann, Schwester Stefanie, etc.

Sollte die Arztrolle weiblich besetzt sein, so werden die Ärztinnen häufig als eher „herbe“, an der Karriere orientierte Frauen dargestellt. Sollte die Rolle der Pflegekraft männlich besetzt sein, so wird diese Rolle oft homophil gespielt. Klassisch gilt der Arzt als Mann und Vater, der Rationalität und Entscheidungsmacht repräsentiert. Im Gegensatz dazu die Schwester, die Emotionalität und Bescheidenheit verkörpert (und der Patient das unmündige, zu umsorgende Kind).

Fühlt sich also hier der Oberarzt (männlich) gegenüber der Pflegekraft (eigentlich weiblich) dominierend?

Ist für den Konflikt des Fallbeispiels auch von Bedeutung, dass die klassisch weiblich besetzte Rolle sich gegen den Oberarzt (Vater und Mann) auflehnt?

Ist es von Bedeutung, dass die klassisch weiblich besetzte Rolle im Fallbeispiel von einem Mann repräsentiert wird?

Ich denke, dass diese Frage sich nicht eindeutig beantworten lässt (dies könnte Thema einer gesonderten Hausarbeit sein)

5.7 Das Bild der Gesellschaft von Krankenpflege und ärztlichem Dienst.

Leider ist das Bild dieser beiden Berufsgruppen in der Gesellschaft stark mit Klischees behaftet. Immer noch stehen für Berufe wie Krankenpflege eine Menge von abwertenden Begriffen zur Verfügung, die von Urinkellner bis Topfschieber reichen. Von diesen negativen Begriffen abgesehen, erntet man im Freundeskreis häufig Unverständnis, wenn man seinen Beruf nennt. Wird man in einer eher jüngeren Umgebung (16-30Jahre) gefragt, was man denn als Krankenpfleger so mache, dann schwingt im Unterton schon häufig die Nachrage mit, was man denn anders mache als eine normale Hausfrau. Mitleidig wird dann die Frage gestellt, warum man denn eine so schlecht bezahlte Arbeit gewählt habe mit so schlechten Arbeitsbedingungen wie Dienst am Wochenende und an Feiertagen, außerdem könne man diesen Knochenjob (gemeint ist die körperliche Belastung, z.B. durch schweres Heben und Tragen) doch auch nicht bis zur Rente machen.

Zu üblichen Rollenerwartungen zählt auch noch die grundsätzlich soziale Einstellung, Bescheidenheit, Ordentlichkeit und ein nicht unerhebliches Maß eines sogenannten Helfersyndroms. Des weiteren wird man meist als Untergebener des Arztes angesehen. Erzählt man seine Berufswahl in einem älteren Umfeld (>35 Jahre) kommt als erstes meist die Aussage: „Oh, da haben Sie sich aber einen schweren Beruf gewählt.“

Es stellt sich die Frage, wie es zu diesen Vorurteilen kommt.

Leider habe ich keinerlei empirischen Erhebungen gefunden, sodass ich gewissermaßen auf eigene Vermutungen und Erfahrungen bei der Beantwortung dieser Frage zurückgreifen muss. Ich denke, dass die Aussage des älteren Umfelds häufig mit selbst gemachten Erfahrungen, sei es als Patient oder als Patientenangehöriger zusammenhängen.

Die Vorurteile des jüngeren Umfelds werden wohl zumeist aufgrund der Darstellungen der Medien und Unwissenheit getroffen.

Dem Arzt wird von der Gesellschaft meist ein sehr hoher Status zugeschrieben. Es geistert in der Gesellschaft und vor allem bei Älteren (>50Jahre) oft noch die „Unantastbarkeit des allwissenden Halbgottes in weiß“ herum. Dem Arzt werden auch Attribute wie hoher Verdienst und mindestens Mercedes Benz als Fahrzeug zugeschrieben.

Gründe dafür könnte sein, dass unsere kapitalistische Gesellschaft sich eben besonders an materiellen Werten orientiert, und ein akademische Ausbildung hohes Ansehen genießt. Für viele Menschen war der Arzt die Autorität in Belangen von Gesundheitsfragen schlechthin. Und bis vor ca. fünfzehn/zwanzig Jahren stimmte das Klischee, dass der ärztliche Beruf zukunftssicher ist, und ein hohes Einkommen garantiert. Das diese Klischees nicht mehr mit der Realität übereinstimmen, davon kann jeder z.Zt. im Krankenhaus tätige Assistenzarzt berichten.

6 FAZIT

Als ich mir dieses Thema ausgesucht habe, meinten viele Semesterkollegen, dass ich mir ein äußerst schwieriges Thema ausgesucht hätte, was mir aber erst bei der Literatur - Recherche bewusst wurde. Weiterhin fiel es mir auch sehr schwer nicht eine zu starke Emotionalität in den Text miteinfliessen zu lassen.

Diese Hausarbeit kann nur wenige Bereiche des oft schwierigen Verhältnisses zwischen Pflege und ärztlichem Dienst behandeln, da dies sonst den Rahmen einer Hausarbeit sprengen würde. Mir ist bewusst, dass einige Aspekte, z.B. hierarchische Strukturen in der totalen Institution/Organisation Krankenhaus auch noch stärker zu analysieren wären.

Mir ist gerade bei dem Aspekt der unterschiedlichen Sozialisation von Pflegepersonal und ärztlichem Dienst bewusst geworden, dass Konfliktsituationen fast vorprogrammiert sind. Auch durch Rollenerwartungen der Gesellschaft, die stark durch die Medien geprägt sind, wohnt diesen Konflikten eine starke soziale Spannung inne.

Kam es nach solchen Konflikten zu einem klärenden Gespräch, so zeigte sich häufig, dass auf Seiten der Pflege, wie auch auf Seiten der Ärzte, ein großes Informationsdefizit herrschte, was sich durch bessere Kommunikationsstrukturen innerhalb des therapeutischen Teams hätte vermeiden lassen. Sicher ist es sowohl für die Pflege als auch für den ärztlichen Dienst schwierig sich von den angenommenen Rollen, welche die Gesellschaft als Rollensender uns angeboten hat zu trennen. Ich denke aber, dass beide Berufsgruppen sich langsam von ihrer Rolle trennen sollten, Rollenfixierungen lösen sollten, denn die Zeiten des stillen Befehlempfängers Krankenpfleger und des herrischen, cholerischen Arztes enden.

Pflege wird in den Krankenpflegeschulen immer selbstbewußter gelehrt und gelernt, sollten es die verschiedenen Berufsverbände schaffen, sich zu vereinen und mit einer Stimme zu sprechen, und sich auch gegenüber der Öffentlichkeit noch stärker zu profilieren, zu professionalisieren und dies den bisherigen Rollensendern zu vermitteln, kann die Pflege aus dem momentanen Umbruch des Gesundheitssystem, Stichworte „Pauschalentgeltsystem/Diagnosis Related Groups“, massiv gestärkt hervortreten.

Ärzte haben Probleme eine Stelle als Arzt im Praktikum zu finden, danach eine Assistenzarzt - Stelle, von Facharzt - Stellen oder Zulassung der kassenärztlichen Vereinigung als niedergelassener Arzt ganz zu schweigen, Stichwort „Ärzteschwemme“.

Ich würde mir wünschen, dass es, z.B. wie in der Schweiz und in Amerika üblich, zu regelmäßigen gemeinsamen Besprechungen aller am Genesungsprozess beteiligten Berufsgruppen kommt, oder zumindest zum Informationsaustausch von Pflegepersonal und ärztlichem Dienst.

Mein Appell geht auch an die Vertreter der Soziologie, die z.B. als Supervisoren an Krankenhäusern beschäftigt sind, sich wissenschaftlich des Themas Rollenkonflikte zwischen Pflege und ärztlichem Dienst anzunehmen, und es sowohl innerhalb der Pflege wie auch innerhalb der Ärzteschaft sozusagen „vorbeugend“ zu problematisieren. Es sollten dann auch empirische Erhebungen (die ich bei der Literatur - Recherche schmerzlich vermisste) folgen, welche die Auswirkungen solcher Maßnahmen untersuchen, z.B. in Hinsicht auf Arbeitsklima/Arbeitszufriedenheit und die z. Zt. noch sehr hohe

Fluktuation im Pflegebereich (Stichwort Pflegenotstand, Burnout Syndrom, Abwanderung in andere Arbeitsbereiche).

Der Patient, der im Mittelpunkt aller Bemühungen der im Krankenhaus Beschäftigten steht, könnte dadurch nur profitieren!!!

7 LITERATURVERZEICHNIS

Von mir wurde folgende Literatur zur Erstellung der Hausarbeit verwendet:

1.Möhler, Martin (1999a) Beziehungen zwischen Patienten, Pflegepersonal, und Ärzten bei der Visite, 1.Teil. Die Schwester/Der Pfleger, Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft, 38.Jahrgang, 2/99, S. 140-143

2. Möhler, Martin (1999b) ) Beziehungen zwischen Patienten, Pflegepersonal, und Ärzten bei der Visite, 2.Teil. Die Schwester/Der Pfleger, Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft, 38.Jahrgang, 3/99, S.227-229

3. Popitz, H.: Der Begriff der sozialen Rolle als Element der Soziologischen Theorie; Tübingen 1968, Verlag Mohr

4. Reinhold, Gerd et al.:Soziologielexikon; 3.Auflage, München; Wien; Oldenbourg, R. Oldenbourg Verlag München Wien, 1997

5. Schäfers, Bernhard (Hrsg.): Grundbegriffe der Soziologie. Opladen; Leske und Budrich, 1998, 5.Auflage

6. Schäfer, Wolfgang (1998) Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Krankenhaus, Ein Beitrag zur Wirtschaftlichkeit, Die Schwester/Der Pfleger, Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft, 37.Jahrgang, 11/98, S. 928-930

7.URL:pan.hrz.uni- bielefeld.de:80/%7Ewdrexler/htmldata/soziologie/S1Grundbegriffe/Begriffe/Rolle/inde xRolle.htm

8. Watermann, Ulrike (1998) Er da oben, wir da unten?, Zum Verhältnis vieler Chefärzte zum Pflegepersonal, 1. Teil, Die Schwester/Der Pfleger, Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft, 37.Jahrgang, 12/98, S. 1046-1048

9. Wiswede, Günter: Soziologie, Grundlagen und Perspektiven für den wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich, Landsberg am Lech: Verlag moderne Industrie, 3.Auflage

10. Witterstätter, Kurt: Grundwissen Soziologie für die Pflegeberufe, Pflege in der Lebenswelt, Stuttgart, Berlin, Köln, Verlag Kohlhammer, 1996

[...]


1 M. Möhler; in „Die Schwester/Der Pfleger“, 38.Jahrg. 3/99, S.227-229

3 Outcome = umgangssprachlich: Zustand, in dem sich der Patient nach dem Krankenhausaufenthalt befindet.

4 Basale Stimulation = Pflegekonzept in dem man versucht basale Reize zu setzen, um dem Patienten eine Wahrnehmung seiner Umwelt zu ermöglichen.

5 Tachypnoe = schnelle Atmung

6 Delir =Krankheitszustand, der mit Unruhe, Zittern und Halluzinationen einhergeht

7 G. Reinhold et al.: Soziologielexikon ; 3. Auflage, 1997 ; R. Oldenbourg Verlag

8 G. Reinhold et al. : Soziologielexikon ; 3. Auflage, 1997 ; R. Oldenbourg Verlag

9 H. Popitz: Der Begriff der sozialen Rolle als Element der soziologischen Theorie; Tübingen 1968

10 G. Wiswede: Soziologie; Verlag moderne Industrie 3. Auflage

11 G. Reinhold et al .: Soziologielexikon ; 3. Auflage, 1997 ; R. Oldenbourg Verlag

12 G. Reinhold et al.: Soziologielexikon ; 3. Auflage, 1997 ; R. Oldenbourg Verlag

13 Bernhard Schäfers: Grundbegriffe der Soziologie

14 G. Reinhold et al. : Soziologielexikon ; 3. Auflage ; R. Oldenbourg Verlag

15 G. Reinhold et al.: Soziologielexikon ; 3. Auflage ; R. Oldenbourg Verlag

16 G. Reinhold et al.: Soziologielexikon ; 3. Auflage ; R. Oldenbourg Verlag

17 G. Reinhold et al.: Soziologielexikon ; 3. Auflage ; R. Oldenbourg Verlag

18 G. Reinhold et al.: Soziologielexikon ; 3. Auflage ; R. Oldenbourg Verlag

19 G. Reinhold et al.: Soziologielexikon ; 3. Auflage ; R. Oldenbourg Verlag

20 W.Schäfer; in „Die Schwester/Der Pfleger“, 37.Jahrg. 11/98, S.928-930

21 K.Witterstätter: Grundwissen Soziologie für die Pflegeberufe,1996, S.64

22 M.Möhler; in „Die Schwester/Der Pfleger“,38.Jahrg. 2/99, S.140-143

23 U.Watermann; in „Die Schwester/Der Pfleger“,37.Jahrg. 12/98, S.1047

24 K.Witterstätter: Grundwissen Soziologie für die Pflegeberufe, 1996, S.63

25 URL:pan.hrz.uni- bielefeld.de:80/%7Ewdrexler/htmldata/soziologie/S1Grundbegriffe/Begriffe/Rolle/indexRolle.htm

26 Diese Aussage beruht auf meinen eigenen Erfahrungen.

27 K. Witterstätter, 1996, S.66

28 K. Witterstätter 1996, S.67

Details

Seiten
32
Jahr
2001
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v101623
Institution / Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
1,0
Schlagworte
Therapeutische Team Rollenkonflikte Pflege Dienst Soziologie

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Titel: Das Therapeutische Team und Rollenkonflikte zwischen Pflege und ärztlichem Dienst