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Novalis - Heinrich von Ofterdingen

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 4 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhalt

1. Inhalt von „Heinrich von Ofterdingen“

2. Der Autor

3. Der Hintergrund des Buches

4. Interpretation

5. Die Blaue Blume

6. Märchen

7. Quellen

8. Lehrerurteil

1. Inhalt

Der Roman „Heinrich von Ofterdingen“ besteht aus zwei Teilen, „Die Erwartung“ und „Die Erfüllung“, wobei der zweite Teil unvollendet geblieben ist, da Novalis früh verstarb. Die Erlebnisse des Minnesängers sind gespickt mit vielen Erzählungen und Märchen.

In „Erfüllung“ wird dem jungen Ofterdingen, Sohn eines Eisenacher Goldschmiedes, von einem reisenden Fremden von der Blauen Blume erzählt, eine wundervolle Blume, die alle Sehnsüchte nach Harmonie und Glück erfüllt, worauf Heinrich von ihr träumt. Er ist von einem unendlichen Verlangen nach der Blauen Blume erfüllt, was sich auf sein Gemüt niederschlägt; er ist nun still und melancholisch. Die Mutter nimmt ihn zusammen mit Kaufleuten nach Augsburg mit, um ihn abzulenken. Sie wollen den Großvater, den alten Schwaning, besuchen. Ofterdingen, gerade zwanzig Jahre alt, verlässt zum ersten Mal das heimatliche Thüringen und macht unterwegs mit seiner Reisebegleitung viele Bekanntschaften. Er trifft Kreuzritter, die von der Befreiung des heiligen Grabes schwärmen und das Mädchen Zulima, das aus dem Morgenland verschleppt wurde und wehmütig von ihrem Zuhause und der dortigen Freundlichkeit erzählt. In einem Gasthaus begegnet Heinrich einem alten Bergmann, der von seinem Leben „Untertage“ als glücklicher ausgewogener Mann erzählt. Als er mit Dorfbewohnern eine unheimliche Höhle erkundet, die der Bergmann entdeckt hat, stoßen sie auf einen Einsiedler, den Grafen von Hohenzollern, der sich aus dem weltlichen Leben zurückgezogen hat, um sich dem Lesen von Büchern zu widmen. Alle Menschen, denen er begegnet, hinterlassen durch ihre Erzählungen und Geschichten einen tiefen Eindruck in Heinrich und er fühlt sich stark zu der Poesie hingezogen. Ihm wird immer stärker seine Berufung zum Dichter bewusst.

In Augsburg beim Großvater angekommen lernt Heinrich den alten Dichter Klingsohr kennen und hat in ihm seinen Mentor gefunden, der ihm nun die Kunst des Dichtens näher bringen will. Außerdem wird Heinrich Klingsohrs Tochter Mathilde vorgestellt, ein schönes und intelligentes, zartes und gefühlvolles Mädchen. Die beiden jungen Menschen verlieben sich und schwören sich ewige Liebe.

Während einer großen Gesellschaft erzählt Klingsohr das Märchen von dem vereisten Königreich, in das nach vielen Geschehnissen endlich Glück und Friede zurückkehren. (Da dieses Märchen sehr umfangreich und bedeutungsvoll ist, wird es in einem eigenen Abschnitt besprochen.)

Im zweiten Teil kehrt der nun erwachsene Heinrich in seine Heimatstadt zurück, Mathilde ist gestorben. Unter einem Baum hat er eine Vision von Mathilde, die davon singt, wie sich alles noch zum Guten wenden wird. Ein armes Mädchen erscheint, Zyane, deren Name vom griechischen Wort für Kornblume abgeleitet wurde und das die wiedergefundene Liebe ist. Sie führt Heinrich zu dem Einsiedler und Arzt Sylvester, mit dem er in einem Garten ein vert ieftes Gespräch führt.

Hier endet der Roman, aber aus den zahlreichen hinterlassenen Notizen lässt sich keine Forzsetzung konstruieren, da Novalis' Absichten nicht klar hervorgehen. Heinrich sollte wohl ein Kloster besuchen, des weiteren die Schweiz, Italien und das Morgenland bereisen, am deutschen Hofe mit dem Kaiser über Regierung sprechen und an einem Fest mit einem gesanglichen Wettkampf teilnehmen. Heinrichs Tod sollte seine Verklärung werden und er hätte endlich die Blaue Blume pflücken dürfen, was zum „goldenen Zeitalter“ geführt hätte (Erklärung folgt).

2. Der Autor

Novalis lebte von 1772 bis 1801 und war der bedeutendste Dichter der deutschen Romantik.

Am zweiten Mai 1772 wurde Novalis als Georg Philipp Friedrich von Hardenberg in Oberwiederstedt im Harz geboren. Seine Eltern waren Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg, kursächsischer Salinendirektor und Auguste Bernhardine, geb. von Bölzig, die ihn pietistisch erzogen. Zwischen 1790 und 1794 studierte er Rechtswissenschaft, Philosophie und Mathematik in Jena, Leipzig und Wittenberg, dann arbeitete er bei der Salinendirektion Weißenfels. Nach 1797 studierte Novalis Bergwerkskunde. Ein Jahr später, im Alter von 25 Jahren verlobte er sich ein zweites Mal, nachdem die erste Verlobte jung gestorben war. 1799 wurde er Salinenassessor, dann Amtshauptmann. Mit 28 Jahren erkrankte Novalis an Lungenschwindsucht, der er am 25. März 1801 erlag.

Sein Lebenswerk siehe Microsoft Encarta 98Enzyklopädie...(-:

3. Der Hintergrund des Buches

Der „echte“, historisch nicht belegbare Heinrich von Ofterdingen soll ein mittelalterlicher Minnesänger zur Zeit des Kaisers Friedrich II. im dreizehnten Jahrhundert gewesen sein. Novalis stieß auf dessen Gestalt in Legenden, als er die Bibliothek von Karl Wilhelm Ferdinand von Funcks, dem Biographen des Kaisers durchstöberte.

In dem Roman wollte Novalis weder das Mittelalter noch die damals herrschende Einheit des Christentums romantisieren noch verklären. Er platzierte seine Geschichte ins Mittelalter, weil es durch die Internationalität damals noch eine „ganze“ Welt war, im Gegensatz zu dem von Kriegen und Revolutionen zerrütteten Europa und einem Deutschland, das nur aus Kleinstaaten bestand. Nur in einer ganzen Welt kann ein Roman von der „Weltmission der Poesie“ mit einem „Priesterdichter“ als Missionar handeln. Den Menschen sollte bewusst werden, dass ein unendliches Reich der Liebe und des Friedens zu erreichen wäre („goldenes Zeitalter“ ). Allerdings ist der Roman nur durch die Erwähnung der Kreuzritter und einiger Namen auf das dreizehnte Jahrhundert festzulegen.

4. Interpretation

„Heinrich von Ofterdingen“ ist eine Apotheose (Vergöttlichung ) der Poesie, d.h., die Poesie wird über alle anderen Werte gehoben. Im Buch siegen immer Liebe und Poesie über Verstand und Aufgeklärtheit und irgendwann wird das „goldene Zeitalter“ zurückkehren, zu verstehen als ein Zeitalter, in dem die Welt von Liebe und Frieden und ewigem Glück regiert wird. So wie in früherer Zeit, als Menschen, Tiere und natur sich im Einklang befanden, vor der großen Entfremdung (Aufklärung).

Der „Ofterdingen“ ist ein Bildungsroman, jedoch nicht im klassischen Sinne wie z.B: Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“. Gewöhnlich zieht der Held mit seinen eigenen Idealen und Vorstellungen durch die Welt, um Erfahrungen zu sammeln und wird geprägt, sodass er am Ende ein vernünftiger, gebildeter Mensch geworden ist. Aber diese romantische Geschichte spielt in einer Idealwelt, in der sich alles von selbst zum Besten wendet, keine Hindernisse bestehen und dem Helden keine Schicksalsschläge widerfahren.

Heinrich reist in die Welt mit dem Ziel Augsburg und macht seine Erfahrungen, aber die Reise verläuft planmäßig und unser Held verliert sein Ziel nicht durch Verwirrungen aller Art (Abenteuer, Frauen) aus den Augen. Z.B. Mathildes Liebe gewinnt er ohne Mühe, ohne Kampf.

Durch den Traum von der Blauen Blume ahnt Heinrich sogar, dass er zum Dichter geboren wurde, was ihm von allen Menschen, denen er begegnet bestätigt wird, da er so ein gefühlvoller, feinsinniger Mensch ist.

In diesem Roman erfolgt die Bildung jedoch nicht wie herkömmlich durch Erlebnisse und Erfahrungen, sondern beruht auf Erzählungen und Gesprächen. Heinrich muss keine Enttäuschungen und Schmerz durchmachen, sondern lernt von den Erfahrungen anderer.

So durchläuft der junge Ofterdingen alle möglichen Erfahrungswelten; im zweiten und dritten Kapitel lernt er die mythische Vorzeit kennen (Arion-Sage, Atlantis -Märchen ), in vierten Kapitel das Morgenland (Zulima) und den Krieg (Kriegsmann), im fünften Kapitel lernt er etwas über die Natur (alter Bergmann) und die Geschichte (Einsiedler). Im siebten und achten Kapitel werden ihm die Poesie, im sechsten und achten die Liebe nahegebracht.

Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Lehrergestalten oder Mentoren, all die älteren Männer, denen Ofterdingen begegnet. Sie sind wie Väter, erfahren, weise, naturkundig. Sie erschließen Ofterdingen das Verständnis für alle großen Zusammenhänge und zeigen ihm die Mission als romantischer Dichter auf.

Betrachten wir noch einige weitere Figuren: die Mutter. Heinrichs Mutter ist die einzige, die im Roman auftaucht. Die Großmutter wird mit keinem Wort erwähnt, Mathilde erzählt, dass ihre Mutter nach der Geburt gestorben ist. Nur Zyane hat eine Mutter, die aber die von Heinrich sein soll, Marie von Hohenzollern, die aber auch Maria, die Jungfrau ist. Die Mutter stellt das christliche Urbild von Mutter und Jungfrau dar. Das rührt von der engen Beziehung, die Novalis zu seiner Mutter hatte. Das Mädchen Zyane gilt als die Mittlerin, die Heinrich schließlich wie einen Umherirrenden zur himmlischen Heimat führt. Altersgenossen gibt es keine, alle Personen haben auf irgendeine Weise bildende oder unterstützende Funktion.

Obwohl der Roman aus vielen unterschiedlichen Erfahrungswelten besteht, bewegt er sich knapp an der Grenze zur Langeweile. Es kommt Spannung auf, es passiert nichts Dramatisches, die Dialoge sind ohne Würze, da alles makel- und entwicklungslos ist. „Ofterdingen“ ist wie Glas: klar und durchsichtig, aber starr und leblos. Zwar werden viele Lebensbereiche besprochen, doch auch auf dieser Ebene wird eigentlich wiederholt. Immer wieder heißt es, dass irgendwann das „goldenen Zeitalter“ zurückkehren wird und die Welt frei von Niedertracht sein wird.

5. Die Blaue Blume

Die Blaue Blume im „Heinrich von Ofterdingen“ ist das zentrale Symbol für die unbestimmte Sehnsucht, die Ofterdingen erfüllt.

Aus Elementen mehrerer Mythologien hat Novalis die Blaue Blume zusammengesetzt, seitdem ein algemeingültiges Symbol für die romantische Dichtung, die ein Verlangen nach dem Unendlichen ausmacht. Die Elemente entstammen thüringischen Sagenmotiven, der indischen Lotussymbolik und der alchimistischen Androgynenmystik und sie wurden vereint, um fortan auf alles zuzutreffen, was den Menschen an Liebe, Frieden und Hoffnung je bewegt hat.

Wo zu Beginn des Romans Heinrichs Sehnsucht nicht näher zu bezeichnen ist, wird mit seiner wachsenden Liebeserfahrung und dichterischen Fähigkeit der Gehalt immer klarer: Er sehnt sich nach der großen Liebe! So ist im ersten Traum von der Blauen Blume ein unbewusster Wunsch erkennbar. Als Heinrich einen Springquell in einer Höhle sieht, packt ihn die Lust zu baden. Im Wasser ist ihm, als würden sich nackte Mädchen an ihn schmiegen. Ein Strom trägt ihn zu einem Ufer, wo er die wunderbarsten Pflanzen sieht und besonders diese blaue Blume ihn anzieht. Als er sie berühren will, neigt sie ihre Blätter und streift ihn. Dann erscheint Heinrich in der Blüte ein wunderschönes Mädchengesicht. Hier ist offenkundig Sexualsymbolik und die Sehnsucht nach einer Partnerin enthalten. Später wird klar, dass jenes Gesicht das von Mathilde war.

Hätte Novalis sein Buch vollenden können, hätte die Blaue Blume öfter eine Rolle gespielt und Heinrichs weitere Entwicklung in Sachen Liebe und Dichtung angezeigt. Schließlich sollte unser „Held“ sie am Ende pflücken dürfen und damit das unendliche Reich der „goldenen Zeit“ erreichen.

6. Märchen

Neben den vielen Erzählungen und Geschichten haben drei Märchen im „Ofterdingen“ eine besondere Bedeutung: die Arion-Sage im zweiten Kapitel, das Atlantis -Märchen im dritten und das Märchen von Fabel, Eros und Freya im neunten.

Die Arion-Sage berichtet von einem Sänger in der Antike, der mit reichem Besitz eine Schiffsreise antrat. Unterwegs wollte ihn die Besatzung in den Ozean werfen, da sie es auf seinen Besitz abgesehne hatte. Er spielte eine wunderschöne Melodie auf seinem Instrument, welche alle Zuhörer in seinen Bann geschlagen hätte, hätten sich die Matrosen nicht die Ohren verstopft. Der Sänger ging über Bord und wurde von einem Meeresungeheuer, das von der Musik besänftigt war, gerettet und an Land getragen. Es konnte auch dem Sänger seine Schätze zurückbringen, da das Schiff aufgelaufen war.

In der Atlantis -Sage lebte ein König, dessen Tochter ihm das höchste irdische Glück bedeutete. Sie war musisch höchstbegabt. Als sie einmal durch den Wald spazierte, traf sie einen Jüngling, der dort abgeschieden mit seinem Vater lebte. Er konnte ihr alles über die Natur und die Welt beibringen und sie verliebten sich ineinander. Die Prinzessin beschloss, bei dem Jüngling zu bleiben und als sie ein Kind gebar, wollte sich das Liebespaar zum König begeben, um ihm alles zu erzählen. Der Jüngling hatte inzwischen von der Prinzessin die Kunst des Dichtens erlernt und trug während einer großen Gesellschaft die Ereignisse gesungen vor. Sie überreichtem dem König das Kind, der freudig seine wiedergefundene Tochter und die neuen Familienmitglieder aufnahm.

Diese Binnengeschichten wiederholen sich eigentlich immer, was den Verlauf angeht. Es wendet sich alles zum Guten, die Ordnung wird wieder hergestellt und alle Menschen sind glücklich. Alle arbeiten auf eine Idealwelt ohne Habsucht und Krieg hin, das „goldene Zeitalter“. So ist das Kind der wiedergefundenen Prinzessin und des Jünglings erst das eigentliche Mittlerwesen, da in ihm Macht und der Geist vereint sind; in diesem Kind sind Poesie und Natur verbunden und dieses Kind wird der Begründer des „neuen“ Staates sein.

Außerdem machen diese Erzählungen dem jungen Ofterdingen beim Zuhören immer mehr seine Berufung zum Dichter bewusst.

Das dritte und längste Märchen in „Ofterdingen“, das Klingsohr erzählt, ist von verwirrender Bilderfülle. Es ist wieder ein Mythos von der Erlösung der Welt durch die Macht der Poesie.

Zu Beginn herrschen Kälte und Starre vor. Die Stadt liegt in einem gefrorenen Meer, König Arcturs Palast ist übersät mit Eisblumen, die Bäume und Pflanzen im Garten scheinen aus Metall und Kristall und auch hier gibt es einen Springquell, der allerdings erstarrt ist. Im Palast findet ein fröhliches Fest statt und ein Lied erzählt davon, wie einmal wieder alles wird wie früher, als die Liebe über allem stand.

Fabel, die personifizierte Poesie, stammt aus einer seltsamen Familie, der auch der Milchbruder Eros (die Liebe), die Amme Ginnistan (die Phantasie), die Mutter (Herz), der Vater (Sinn) wie auch der Schreiber (Verstand) angehören. Ebenso die geheimnisvolle Sophie (Weisheit), aus Arcturs Reich hinabgestiegen, um das Erlösungswerk in Gang zu setzen.

Die Verhältnisse sind erotisch frivol. Wie selbstverständlich herzt die aufreizende Ginnistan Eros, kommt auch dem Vater näher und verführt beide in der Gestalt der Mutter. Eros ist Mann und Junge, Ginnistan Geliebte und Mutter gleichzeitig. Diese Besitzverhältnisse sind anarchisch; kennzeichnend für das „goldene Zeitalter“?

Die Handlung ist kompliziert: Was der Schreiber verfasst, verschwindet vom Papier, sobald es Sophie in heiliges Wasser taucht, das von Fabel hingegen besteht diese Probe. Eros und Ginnistan reisen zu Arctur, der Schreiber nimmt den Vater gefangen und verbrennt die Mutter auf einem Scheiterhaufen. Der saugt das Sonnenlicht auf und die Zeit steht still, die Asche wird mit Wasser vermischt von allen getrunken. Fabel führt nun die Erlösung zu Ende und macht die Intrige des Schreibers zunichte, indem sie in die Unterwelt hinabsteigt, wo der strahlende, Dunkelheit aussendende Himmelskörper schwarz und die Luft wie ein Schatten ist. Dort besiegt sie die Parzen, des Schreibers Verbündete, die die Schicksalsfäden abschneiden und verbinden. Sie lässt von spinnen Gewänder weben, in denen sich die Parzen verfangen. Zu guter Letzt heiraten Freya, Arcturs Tochter und Eros; es verbinden sich Friede und Liebe, durch die Weisheit der getrunkenen Asche verewigt.

Novalis vereint hier aber auch verschiedene Mythologien miteinander: Eros steht für die Antike, Freya für das Nordische.

In diesem Märchen steckt nicht nur die übliche Lehre vom „goldenen Zeitalter“, sondern auch Aufklärungskritik. Fabel ,die Poesie überlistet den Schreiber, also den Verstand. Dass die Poesie über allen anderen Werten steht, ist ein typisch romantisches Motiv.

Die romantische Aufklärungskritik machte jedoch auf die damaligen Rationalisten keinen Eindruck, da die Romantiker zu träumerisch und idealistisch waren und nicht von der Realität ausgingen. Wollten die Romantiker wirklich eine Weltveränderung, bräuchte es eine riesige Revolution, um das Vernunftdenken aufzuhalten.

7. Quellen

- Hrsg. Ritzenhoff, Ursula, Erläuterungen und Dokumente- Novalis - Heinrich von Ofterdingen, Philipp Reclam jun., Stuttgart 1988
- Novalis, Heinrich von Ofterdingen, Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart, 1965 (Ausgabe1999) - mit Materialien
- Schulz, Gerhard, Novalis, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck b. Hamburg 1969 (Ausgabe 1981)
- Uerlings, Herbert, Novalis - Friedrich von Hardenberg, Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart 1998

8. Lehrerurteil

- solide, übersichtliche Gliederung, zum großen Teil selbständiger Ausdruck, knappe und dichte Inhaltsangaben bzw. Exkurse (Extrakapitel Blaue Blume usw.), eigenes Urteil
- Auseinandersetzung mit Besonderheiten der Romantik zu schmalspurig
- Nicht „wissenschaftlich“: keine Zitate, Deutungen

Mein eigener Kommentar:

Was er als eigenes Urteil beschimpft, die Stelle mit der Langeweile des Buches, habe ich tatsächlich aus einem dieser Bücher und nicht mir ausgedacht!!!

Zugegeben, ich hätte ein Kapitel über die Literaturepoche der Romantik an sich einbauen sollen.

Der Lehrer war sehr ungehalten, dass ich nicht die Sekundärliteratur von „Grützmacher“ (?), rororo-Buch benutzt habe, wie konnte ich Göre nicht vorher wissen, dass dieses angeblich sehr gut ist?!

→ Note 2 oder 2+ (er konnte sich nicht entscheiden...)

mel_from_hell@surfeu.de

Details

Seiten
4
Jahr
2000
Dateigröße
348 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v101984
Note
2+
Schlagworte
Novalis Heinrich Ofterdingen

Autor

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Titel: Novalis - Heinrich von Ofterdingen