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Der Vietnamkrieg

Referat / Aufsatz (Schule) 2001 4 Seiten

Geschichte - Amerika

Leseprobe

Gliederung:

1. Einleitung mit Video (Forest Gump: Vietnam Szene ab "Und dann kam ein Tag da hat jemand den Regen abgestellt!" bis zum Napalmangriff)

2. Ursachen

3.1 Erste Phase: Frankreich - Vietminh
3.2 Zweite Phase: Der "amerikanische Vietnamkrieg"
3.3 Dritte Phase: Der Bürgerkrieg in Vietnam

4. Folgen (-> Hippies)

1. Einleitung:

- Jeder hat schon mindestens hundert Mal vom Vietnamkrieg gehört. Vor allem in amerikanischen Filmen, Serien oder ähnlichem. Dort fallen Schlagwörter wie Charly, Vietkong, Süd-/Nord-Vietnam, Kommunismus u.v.a.. Diese Begriffe kennt jeder, doch worum ging es beim Vietnamkrieg eigentlich?

2. Ursachen:

- Wie konnte es zu diesem Krieg kommen?

- Man muss in der Geschichte weiter zurück gehen um an den Ursprung des Konflikts zu gelangen.

- Die Unterdrückung Vietnams durch China endete Mitte des 19. Jahrhundert durch die gewaltsame Annexion Vietnams durch die Franzosen. Vietnam wurde von der Imperialmacht ausgebeutet, bis Japan die Macht über Vietnam an sich riss und das Land ebenfalls ausbeutete. Es kam in dieser Zeit zu extremen Hungersnöten, was viele Leute dazu veranlasste sich einer Opposition, dem Vietminh (= revolutionäre Unabhängigkeitsliga von Vietnam (1941 gegründet)) anzuschließen.

- Nach dem zweiten Weltkrieg wollen die Imperialmächte Frankreich und Großbritannien wieder ihre Stellung in Indochina (=Vietnam, Laos + Kambodscha) erhalten. Das stieß natürlich auf großen Widerstand in der Bevölkerung. Also sorgte die Vietminh dafür, dass die Kolonialgebiete wieder freigegeben werden.

- England ließ seine Gebiete auch frei, während Frankreich versuchte mit Waffengewalt seine Stellung in Vietnam zu sichern.

- 2.9.1945: Gründung der Demokratischen Republik Vietnam in Hanoi

- In Paris wurden 1946 Verhandlungen um den Abzug französischer Truppen aus Indochina geführt, sie wurden allerdings sabotiert, denn im Endeffekt gab es zwar ein unabhängiges Vietnam, es war aber Mitglied der Union-Francaise und französische Truppen wurden in Vietnam stationiert.

3.1 Erste Phase: Frankreich- Vietminh (1946-1954)

- 23.11.1946 beschossen französische Kriegsschiffe die Stadt Haiphong, weil die Vietminh nicht sofort aus Haiphong abzog, wie es ihr befohlen wurde.

- ab 1950 unterstützte das kommunistische China Vietnam. Daraufhin sagten die USA Frankreich finanzielle Unterstützung zu, da sie sich als Kämpfer gegen den Kommunismus ansahen. Hinter den relativ kleinen Mächten Frankreich und Vietnam standen also plötzlich zwei Supermächte, die gegensätzliche Auffassungen vertraten.

- Die französischen Truppen waren gegen die Partisanenkämpfer der Vietnamesen relativ machtlos und die Hoffnungen auf einen französischen Sieg schwanden schnell.

- 1953 drang Vietminh in Laos ein und spaltet so Indochina.

- 7.5.1954 Entscheidungskampf in Dien Bien Phu. Diesen Kampf gewannen die Vietnamesen wieder nur durch ihre Übung im Dschungelkampf.

- Die Franzosen kapitulierten und zogen sich aus Vietnam zurück.

- 21.7.1954: Genfer Indochinakonferenz: ein Waffenstillstand wird vereinbart.

Außerdem wird Indochina endgültig abgelöst und die Staaten Laos, Kambodscha und Vietnam bekommen Unabhängigkeit zugesprochen. Vietnam wird allerdings entlang des 17. Breitengrades geteilt in einen kommunistischen Norden und republikanischen Süden.

Allerdings haben die USA und Großbritannien diese Abmachung nicht unterzeichnet.

- Eigentlich sollten Wahlen zur Wiedervereinigung von Vietnam stattfinden, doch der südvietnamesische Regierungschef Ngo Dinh Diem (unterstützt von den USA) verhinderte die Wahlen und vertrieb alle oppositionellen Kräfte aus Vietnam.

3.2 Zweite Phase: Der "amerikanische Vietnamkrieg" (1960- 1973)

- im Dezember 1960 wurde in Nordvietnam eine "Nationale Befreiungsfront gegründet" die das Ziel hat Vietnam von den US-Imperialisten zu befreien. Wegen kommunistischer Führung wird diese Front "Vietkong" ( Viet Nam Cong San = vietnamesische Kommunisten) genannt

- Der Vietkong fand im Norden natürlich sehr viele Anhänger. Vor allem die Masse der armen Bauern fand im Kommunismus die ideale Lösung für ihre Situation und befürworteten den Vietkong.

- ab 1957 fand immer mehr Terroranschläge des Vietkongs auf Südvietnam statt. Daraufhin sendeten die USA immer mehr militärische Berater nach Südvietnam. Die Zahl der Berater stieg von 2000 im Jahr 1960 auf 16300 im Jahr 1963.

- Als der südvietnamesische Präsident den Notstand verkündete (19.10.1961), wurde ihm alle Macht zur "Aufrechterhaltung der nationalen Sicherheit" übertragen. Seine Politik war aber nicht mehr tragbar, daher wurde er am 1.11.1961 in einem Militärputsch ermordet.

- am 2. und 4. August 1964 wurden angeblich zwei US-Zerstörer von nordvietnamesischen Kriegsschiffen im Golf von Tonkin beschossen (ob es wirklich so war, ist bis heute ungeklärt). US-Präsident Johnson nahm das zum Anlass um sich vom amerikanischen Kongress eine Generalvollmacht geben zu lassen um den Krieg in Vietnam ausweiten zu können.

- im Februar 1965 begann der endgültige Krieg. Südvietnam war gestärkt durch 500000 amerikanische Soldaten und durch jede Menge Finanzspritzen aus den USA. Der Norden wurde von den kommunistischen Großmächten UdSSR und China mit Material unterstützt.

- Im Laufe des Krieges bombardierten die USA einige militärischen und wirtschaftliche Ziele in Nordvietnam, den Hao-Chi-Minh-Pfad in Laos und Kambodscha, über die der Norden Nachschub bekam. Während dieser Phase wurden schon erhebliche Sch„den in der Zivilbevölkerung angerichtet.

- Zwei wichtige Mittel der Amerikaner waren:

Napalm-Bomben: Napalm ist eine hochgradig entflammbare Chemikalie, die sogar auf Wasser brennt und nur schwer zu löschen ist.

Pestizide zur Entlaubung des Dschungels: so werden die nordvietnamesischen Dschungelkämpfer nicht mehr vom Laub geschützt.

Trotzdem konnten die Amerikaner keinen Sieg erringen, sie konnten lediglich Siege des Gegners verhindern.

- Am 30. Januar 1968 begann die nordvietnamesische Tet-Offensive: Diese Offensive, war zwar ebenfalls kein militärischer Sieg, zeigte aber den USA deutlich welche Macht der Vietkong hatte. Politisch war diese Offensive daher eine Wende.

- Nachdem die USA die Bombardierung des Nordens einstellte, waren Friedensverhandlungen in Paris möglich. Der neue US-Präsident Nixon beugte sich dem Druck der internationalen und nationalen Meinungen, die das Eingreifen der USA stark kritisierten, und begann mit dem Abbau von US-Truppen in Vietnam, gleichzeitig aber auch mit der Vietnamisierung, d.h. mit dem Aufbau der südvietnamesischen Armee.

- 1970/71 werden auch Laos und Kambodscha in den Krieg miteinbezogen

- Eine Ende des Krieges zeichnete sich ab, als am 27.Januar 1973 ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet wurde. Laut Vertrag ziehen sich die USA aus Vietnam zurück innerhalb von 60 Tagen.

- Die USA waren zwar nicht mehr beteiligt, der Krieg war aber noch nicht beendet, da noch nicht geregelt war, was mit Vietnam weiter geschehen sollte.

3.3 Dritte Phase: Der Bürgerkrieg in Vietnam (1973-1975)

- In Vietnam tobten die Kämpfe zwischen Norden und Süden noch weiter, blutiger denn je.

- 1974 startete der Norden eine Großoffensive, welcher der Süden nicht mehr stand halten konnte: Der Süden zog sich immer weiter zurück.

- April 1975: Saigon fiel und wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.

- Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam, allerdings sind sie erst zur Olympiade 2000 unter einen gemeinsamen Flagge einmarschiert und haben als ein Land gekämpft

- Vietnam, Kambodscha und Laos wurden kommunistisch

4. Folgen:

- Fakten: knapp 3 Mio. Tote (90% Zivilisten), davon 57 000 Amerikaner 500 000 Verletzte, davon mehr als 50 000 Amerikaner 7 Mio. Tonnen Bomben sind gefallen und haben die Infrastruktur total zerstört Pestizide hatten starke Auswirkungen auf die nächste Generation: 50000 verkrüppelte Kinder wurden geboren 24 000 km = 10% der Anbaufläche durch Napalmangriffe zerstört

- ideologischer Schaden: USA galt nicht mehr als unbesiegbar

- Die extrem brutale Vorgehensweise der USA hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Man fragte sich mit welcher Berechtigung die USA überhaupt in diesen Krieg eingegriffen hat. Doch auch in den USA selbst wurde der Protest sehr laut. Am 15.3.1968 demonstrierten 350 000 Menschen unter Martin Luther Kings Führung gegen den Vietnamkrieg und seine Folgen für Menschen und Umwelt Der Vietnamkrieg war eine der Hauptursachen für das Entstehen der Hippiebewegung. Eine neue Ideologie wurde geboren. Die Jugendlichen begannen sich gegen alles konservative zu wenden. So lebte man z.B. nicht mehr in Familien, sondern bevorzugt in Kommunen, also in lockeren Gemeinschaften. Trotz aller Lockerheit waren die Hippies sehr interessiert am politischen Geschehen und bemühten sich aktiv daran beteiligt zu sein z.B. mit Sit-Ins, Demonstrationen, Lichterketten u.ä.

Die Hippiebewegung gipfelte im legendären Woodstock-Festival 1969.

Quellennachweis:

- Encarta Weltatlas

- Meyers Lexikon

- www.hausaufgaben.de

- Bertelsmann Universallexikon

- www. welt-des-wissens.de

Details

Seiten
4
Jahr
2001
Dateigröße
325 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v103173
Note
12 von 15
Schlagworte
Vietnamkrieg

Autor

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Titel: Der Vietnamkrieg