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Kaschnitz, Marie-Luise

Referat / Aufsatz (Schule) 2001 10 Seiten

Biographien

Leseprobe

Marie Luise Kaschnitz

Die Offizierstochter Marie Luise von Holzing-Berstett wurde am 31.1.1901 in Karlsruhe geboren. Ihr Vater war Freiherr von Holzing-Berstett. Sie wuchs in Potsdam und Berlin auf, dort diente ihr Vater als Offizier in der kaiserlichen Armee. Marie Luise hatte zwei ältere Schwestern und einen jüngeren Bruder, die Familie genoss gesellschaftliches Ansehen, die Kinder erhielten eine solide Bildung und wurden im traditionellen Geist erzogen.

1917 begann sie eine Buchhandelslehre in Weimar und anschließend arbeitete sie in München ein Jahr lang in einem Verlag.1924 verwirklichte sie ihren Traum, nach Rom zugehen, dort arbeitete sie als Sekretärin in einem Antiquariat.

In Rom lernte sie den Archäologen Guido von Kaschnitz-Weinberg kennen, den sie nach einem Jahr heiratete. 1928 wurde ihre Tochter geboren. Zu diesem Zeitpunkt wendet sie sich intensiv der Literatur zu und beginnt ihre Werke zu veröffentlichen - hauptsächlich Gedichte, Erzählungen, Romane und Hörspiele.

Mit ihrem Mann bereiste sie in den 30-er Jahren fast das gesamte Abendland (Italien, Griechenland, Nordafrika, Türkei). Die Begegnung mit der antiken Kultur, vor allem in Rom, hat sie entscheidend geprägt und gab ihr viele Anregungen zum Schreiben.

Sie lebte bis 1932 in Italien, dann erhielt Guido von Kaschnitz-Weinberg einen Ruf an die Universität Königsberg. Die Übersiedlung in diese ostpreußische Stadt kam seiner Frau zunächst wie eine Verbannung vor, doch wirkte der krasse Gegensatz zu Rom und zu ihrer südbadischen Heimat bald ausgesprochen anregend auf sie. Im Umgang mit den Menschen erweiterten sich ihre Kenntnisse und vertiefte sich ihr Verständnis der Wirklichkeit.

Den Beruf als Buchhändlerin übte sie nun nicht mehr aus. Von ihrem Mann und auch von Freunden bestärkt, widmete sie sich in Königsberg einer Tätigkeit, die sie als ihre eigentliche Berufung erkannt hatte: dem Schreiben.

Die Dichterin schrieb 1933 den autobiographischen Roman „Liebe beginnt“. Er ist eine zeitgeschichtliche Auflehnung gegen den Mythos vom idealen Paar. 1935 erhielt sie den Lyrikpreis der Zeitschrift „Die Dame“ für ihr Gedicht „Die Welle“.

Nach vierjähriger Lehrtätigkeit in Marburg folgte ihr Mann 1941 einem Ruf an die Uni Frankfurt/Main.

1936 erschien der Roman „Elissa“. Er beschäftigte sich mit dem Irren, Suchen, Leiden und Lieben eines heranwachsenden jungen Mädchens.

In der Zeit des zweiten Weltkrieges entwickelte sich Marie Luise Kaschnitz zur politisch bewussten Zeitgenossin. Die Angst vor den Bombenangriffen, die Verzweiflung über die Zerstörung Frankfurts und die Trauer über Elend und Tod der Menschen erschütterten sie.

In ihren Gedichten traten die Antike und die Natur nun in den Hintergrund. Sie wandte sich der zeitgenössischen Wirklichkeit zu, nutzte allerdings noch traditionelle Formen.

1946 erschienen zwölf Essays unter dem Titel „Menschen und Dinge“, 1947 zwei Lyrikbände „Gedichte und Totentanz“ und „Gedichte zur Zeit“. Als große Leistung fällt das Requiem „Rückkehr nach Frankfurt“ auf. Die Form ist auch hier streng und traditionell.

Ihre eigentliche dichterische Entwicklung setzte nach dem zweiten Weltkrieg ein. Die Form ihres Schreibens änderte sich in der Art, dass sie sich mit den Problemen der Kriegs- und Nachkriegszeit auseinander setzte. Ihr Ton wird spröder, zugleich leidenschaftlicher, ihre Klage geht über das individuelle Schicksal hinaus, sie nimmt am Entsetzen dieser Zeit teil.

1949 entstand der Lebensroman des französischen Malers Gustave Courbet, der von 1819 bis 1877 lebte, anfangs häufig bekämpft wurde und dann großen Einfluss auch auf die deutsche Malerei ausübte. Außerdem erzählte und deutete sie die „Griechischen Mythen“ (1943), erzählte von Jason, Medea, Sybille, Perseus, Theseus und Odysseus.

In dem bekannten „Hiroshima“-Gedicht (1951) geht es um den Abwurf der Atombombe über Hiroshima am 6. August 1945 und wie die Öffentlichkeit und sie selbst, aber auch der Bombenwerfer, mit der Schuldfrage umgeht.

Hiroshima

Der den Tod auf Hiroshima warf

Ging ins Kloster, läutete dort die Glocken.

Der den Tod auf Hiroshima warf

Sprang vom Stuhl in die Schlinge, erwürgte sich.

Der den Tod auf Hiroshima warf

Fiel in Wahnsinn, wehrte Gespenster ab.

Hunderttausend, die ihn angehen nächtlich

Auferstanden aus Staub für ihn.

Nichts von alledem ist wahr.

Erst vor kurzem sah ich ihn

Im Garten seines Hauses vor der Stadt.

Die Hecken waren noch jung und die Rosenbüsche zierlich.

Das wächst nicht so schnell, dass sich einer verbergen könnte

Im Wald des Vergessens. Gut zu sehen war

Das nackte Vorstadthaus, die junge Frau

Die neben ihm stand im Blumenkleid

Das kleine Mädchen an ihrer Hand

Der Knabe der auf seinem Rücken saß

Und über seinem Kopf die Peitsche schwang.

Sehr gut erkennbar war er selbst

Vierbeinig auf dem Grasplatz, das Gesicht

Verzerrt vor Lachen, weil der Photograph

Hinter der Hecke stand, das Auge der Welt.

Das Gedicht ist in zwei Strophen gegliedert: Die erste mit acht und die zweite mit fünfzehn Versen. Es hat keinen Reim. Zu diesem Thema würde auch ein Reim gar nicht passen. In Hiroshima kamen 110 000 Menschen um und die Stadt wurde zu achtzig Prozent zerstört. Viele Aufzählungen vermitteln dem Leser viele Informationen: Inhaltlich behandelt die erste Strophe den Zustand des Bombermitglieds (“Der den Tod auf Hiroshima warf“) .

Beim Lesen dieser Zeilen bemerkt man, dass es sich um verschiedene, voneinander unabhängige Aussagen handelt: „Ging ins Kloster, läutete dort die Glocken Sprang vom Stuhl in die Schlinge, erwürgte sich... Fiel in Wahnsinn...“). Es handelt sich hier wahrscheinlich nur um Vermutungen, wie der Mann das Erlebnis des Bombenabwurfs verarbeitet haben könnte.

Der erste Vers („Der den Tod auf Hiroshima warf“) wird in der ersten Strophe noch zweimal wiederholt, um das Schreckliche an dieser Tat zu verdeutlichen und hervorzuheben.

Man kann sich eine der drei Möglichkeiten vorstellen, wie der Bombenwerfer das Geschehen verarbeitet haben könnte. Die erste Strophe vermittelt das Gefühl, dass der Mann mit seiner Schuld nicht leben konnte.

Zu Beginn der zweiten Strophe wird dem Leser deutlich, dass die erste Strophe tatsächlich nur Vermutungen äußert. „Nichts von alledem ist wahr“. Das wirkt wie ein empörter Vorwurf, dass man die ganze Zeit über den Vermutungen geglaubt hat. Zorn und Wut stecken hinter dieser Zeile. Wer hat diese Informationen überhaupt verbreitet? Und warum? Wer wollte damit die Leute beruhigen? Ich glaube, dieser Vorwurf, die Unwahrheit zu verbreiten, gilt der Presse.

Diese Strophe schildert, dass das lyrische Ich sich ein eigenes Bild über die Wahrheit gemacht hat und den Bombenwerfer vor kurzem in seinem frisch angelegten Garten gesehen hat („Die Hecken waren noch jung und die Rosenbüsche zierlich.“)

Er scheint zwar auf den ersten Blick glücklich zu sein, doch die scheinbare Familienidylle („ die junge Frau, die neben ihm stand im Blumenkleid, das kleine Mädchen an ihrer Hand, der Knabe, der auf seinem Rücken saß...“) wird etwas in Zweifel gezogen durch die Worte „der Knabe, der auf seinem Rücken saß und über seinem Kopf die Peitsche schwang“. Die ist zwar auf den ersten Blick nur ein Kinderspielzeug, hat aber doch etwas Bedrohliches an sich, da sie leicht auf den Mann niedergehen könnte, ihm wehtun könnte.

Die Figur des Sohnes nimmt im Gedicht eine besondere Stellung ein. Einerseits ist er im Moment noch Teil der Familienidylle, andererseits kann er eine Bedrohung für die Bilderbuchfamilie darstellen, denn wenn er größer wird und erfährt, was sein Vater damals getan hat, könnte er seinem Vater einmal große Vorwürfe machen und sich vielleicht von ihm abkapseln, weil er ihm nicht verzeihen kann.

In den Schlussversen wird deutlich, dass die Situation nicht so natürlich ist, denn scheinbar wird das Lachen nur für die Fotografen gezeigt: “Das Gesicht verzerrt vor Lachen, weil der Photograph hinter der Hecke stand“, vor allem der Ausdruck „verzerrt“ zeigt, dass das Lachen aus Zwang entstand. Der Fotograf stellt das „Auge der Welt“ dar, denn er schildert der Außenwelt die Gefühle des Bombenwerfers. Es kann sein, dass er sich schuldig fühlt; es kann aber auch sein, dass es ihm nicht leid tut, weil er nur einen Befehl ausgeführt hat.

Vielleicht will der Mann einfach nur ein normales Leben führen („ Haus vor der Stadt...Garten...Frau...Mädchen...Knabe...Lachen...), er will seine Frau und seine Kinder nicht mit dem belasten, was ihn bedrückt, welche Schuld er mit sich herumschleppt und er will auch der Außenwelt nicht zeigen, wie es in ihm aussieht.

Der Leser fragt sich, ob diese Fröhlichkeit nur gespielt ist, vielleicht fühlt sich der Mann gar nicht so glücklich. Wie viele Familien hat seine Bombe getötet? Tut es ihm leid? Bereut er, was er getan hat? Hat er überhaupt ein Recht auf ein normales, ruhiges Leben?

Ich denke, dass M.L. Kaschnitz in diesem Gedicht zum Nachdenken darüber anregen will, ob Menschen, die einem Befehl gehorchen, bestraft werden können oder nicht und welche Rolle die Presse bzw. die öffentliche Meinung dabei spielt.

1953 bis 1956 arbeitete sie an „Engelsbrücke“ und „Das Haus der Kindheit“. 1957 erhielt sie für „Neue Gedichte“ den Immermann-Preis in Düsseldorf. Es folgte die Autobiografie „Das Haus der Kindheit“ (1956) und ihr erzählerisches Hauptwerk, die 21 Geschichten der Sammlung „Lange Schatten“ (1960). Die Titelgeschichte schildert das Spannungsverhältnis zwischen dem halbwüchsigen Mädchen Rosie und den Erwachsenen, den Eltern und Strandnachbarn in einer kleinen Küstenstadt. Alle Konflikte, Ängste, Sorgen und Zweifel, die gerade in der Zeit der Pubertät auftreten, werden dargestellt: Der Konflikt des Mädchens mit den Eltern („man sieht sie von hinten, Vater hat zu dünne Beine, Mutter zu dicke mit Krampfadern, im Wasser werden sie dann munter und spritzen kindisch herum.“) , die Spannungen zwischen zwei Generationen („Langweilig, alles langweilig.“) und die unüberwindbar scheinende Kluft zwischen den Geschlechtern. Diese Zeit bringt Unzufriedenheit, Unentschlossenheit und Unsicherheit mit sich.

Rosie wird als Einzelgängerin dargestellt. Sie ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Sie macht sich an einem Nachmittag allein auf den Weg ins Dorf, um ihren Eltern zu entgehen und allein zu sein. Der Weg ins Dorf könnte symbolisch für den Weg Rosies in die Unabhängigkeit von ihren Eltern sein. In dieser Welt der Erwachsenen passiert Rosie etwas, dass sie erschreckt.

Interessant ist der „Gegenspieler“ der Hauptfigur Rosie: der Junge aus dem Dorf. Seine Beschreibung ist knapp: er ist ein Straßenjunge, zerlumpt und ungepflegt, von den Erwachsenen vernachlässigt und wohl in der selben Lage wie Rosie: zum Spielen schon zu groß, aber für das Erwachsensein doch noch viel zu klein. Zuerst ist er noch wie ein Kind, er sieht Rosie mit seinem Hund spielen. Er schließt sich ihr an und geht ihr nach („...aber der vierschrötige Junge bleibt ihr auf den Fersen und redet weiter auf sie ein, alles, auf das er mit seinen kurzen, braunen Fingern zeigt, verliert seinen Zauber Er soll nach Hause gehen, denkt sie...“). Schließlich kramt sie ein paar Münzen hervor, gibt sie dem Jungen und will hin so loswerden. Sie möchte einfach nur allein sein und sie fühlt sich in der Nähe des Jungen unwohl, belästigt. Aber er lässt sich nicht abweisen („ da ist er weiß Gott schon wieder, sie ärgert sich sehr.“). „Er lässt sich nicht nach Hause schicken.“ Rosie hat eine Vermutung, was er von ihr will, aber gleichzeitig denkt sie:“ Was hat er, was will er?...Sie ist nicht von gestern, aber das kann doch wohl nicht sein. Er ist höchstens zwölf Jahre alt, ein Kind.“ Sie fühlt sich ihm überlegen, aber ein bisschen Angst hat sie auch („Er soll mich nicht anrühren, er soll mir nichts tun.“). Er will wie ein Erwachsener wirken, der sich den Urlauberinnen anbietet, weil im Dorf alle glauben, dass die Touristinnen alle „liebessüchtig und willfährig“ sind.

Plötzlich verliert er seine Hemmungen und möchte von Rosie nun das, wovon er bisher die Erwachsenen nur geheimnisvoll hat reden hören . Als Rosie aber zurückweicht, und ihn wegstößt, „fängt er an zu bitten und zu betteln“.

Mit einem letzten verzweifelten Versuch will er den Erwachsenen spielen, aber genau in diesem Moment bricht das Kind wieder in ihm durch („fährt aber gleich sozusagen vor ihren Augen aus seiner Kinderhaut, bekommt zornige Stirnfalten und einen wilden, gierigen Blick.“). Sie macht noch einen Versuch, ihn von dem abzuhalten, was er plant und „mit unbeholfenen Worten, dem Jungen gut zuzureden.“

Der fürchtet sich plötzlich vor seinem eigenen Mut. Er „fällt ... in sich zusammen wie eine Puppe, aus der das Sägemehl rinnt.“ Schließlich gibt er auf, packt seine Sachen und läuft zurück ins Dorf.

„Lange Schatten“ ist eine Erzählung über eigentlich nebensächliche Dinge, die im Leben geschehen. Für Erwachsene sicher „nebensächlich“. Doch für Rosie ist die zufällige Begegnung mit dem Jungen ein einschneidendes Erlebnis, über das sie sicher noch lange und oft nachdenken wird. Ihren Eltern wird sie bestimmt nichts über diese Begegnung erzählen, weil sie sonst in diesem Urlaub nie mehr alleine irgendwo hingehen dürfte („erzählen, auf keinen Fall, kein Wort“). Sie muss mit dem Erlebten ganz allein fertig werden. Rosie macht im Lauf der Erzählung eine Entwicklung durch. Es bleibt allerdings offen, wie sich Rosie in Zukunft, nach diesem Erlebnis, verhalten wird.

1962, vier Jahre nach dem Tod ihres Mannes, erschien der Gedichtband „Dein Schweigen - Meine Stimme“, der ganz von Schmerz geprägt ist. Es sind die verletzlichen Dinge, die sie jetzt immer wieder beschreibt.

Charakteristisch für ihre weitere Entwicklung als Lyrikerin (, „Ein Wort weiter“ 1965, „Kein Zauberspruch“ 1972) ist, dass sie nicht mehr abseits steht, sondern sich in Gesellschaft und Politik einmischt, dass sie sich den Abgründen und Selbstzweifeln ihres Ich stellt. Einhergeht eine immer stärkere sprachliche Verdichtung und Verknappung, ein lockerer unpathetischer, lakonischer Ton. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch am Schreibstil ihrer Prosa ablesen. Eine Schlüsselstellung nimmt die 1951 erstmals veröffentlichte Erzählung „Das dicke Kind“ ein. Hier steht der sich erinnernde Mensch im Mittelpunkt. Noch 1962 hat sie diese Geschichte als ihre stärkste Erzählung bezeichnet, weil sie am kühnsten und grausamsten ist.

„Rettung durch die Phantasie“(1974) überschrieb sie den letzten Vortrag, den sie nicht mehr halten konnte. Der Titel signalisiert die verwandelnde Kraft der Kunst, an die sie bis zuletzt geglaubt hat.

Während ihrer Zeit des Schreibens machte sie eine Entwicklung von der unpolitischen zur politischen Autorin durch, gleichzeitig wurde ihre Schreibweise immer genauer und sparsamer: In ihrem letzten veröffentlichten Buch „Orte“ (1973) findet man stenogrammartige Verkürzungen und „Kürzestsätze“.

Marie Luise Freifrau von Kaschnitz-Weinberg, wie sie mit ihrem vollen Namen hieß, starb am 10.10.1974 in Rom und ist in Bollschweil begraben.

Quellen:

-Lexikon der Weltliteratur, Hrsg. Hermann Pongs, Pattloch-Verlag, Augsburg, 1990
-Deutschstunden Lesebuch 9, Cornelsen Verlag, 1988
-Deutsche Dichter Band 8, Hrsg. Grimm, Max, Reclam-Verlag, Stuttgart, 1990
-http://www.hausarbeiten.de
-http://privat.schlund.de
-http://www.young.de
-http://www.bautz.de
-http://www.referate.de
-Die große Multimedia-Bibliothek, Naumann & Göbel Verlag, Köln

Marie Luise Freifrau von Kaschnitz-Weinberg

(1901 bis 1974)

„Als eine ewige

Autobiographin,

eine im eigenen

Umkreis befangene

Schreiberin,

werde ich,

wenn überhaupt,

in die Literaturgeschichte

eingehen,

und mit Recht.

Denn meine Erfindungsgabe

ist gering.

Ich sehe und höre,

reiße die Augen auf

und spitze die Ohren,

versuche,

was ich sehe und höre,

zu deuten,

hänge es

an die große Glocke,

bim bam.“

Details

Seiten
10
Jahr
2001
Dateigröße
350 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v104656
Note
1
Schlagworte
Kaschnitz Marie-Luise

Autor

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Titel: Kaschnitz, Marie-Luise