Lade Inhalt...

Gerechter Preis und Wucher

Seminararbeit 2001 20 Seiten

Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte

Leseprobe

Gliederung

Abschnitt

A. Aufgabe A
I.) Mittelalterliche Wirtschaft
II.) Die Kommerzielle Revolution

B. Aufgabe B
I.) Die Quelle
II.) Das „iustum pretium“ und „usura“
1.) Das „iustum pretium“ und „usura“ im kanonischen Recht
a) Der dreimonatige Zahlungsaufschub
aa) Die Wurzeln des Gerechten Preises
bb) Der gerechte Preis und Thomas von Aquino
b) Das „iustum pretium“ und die Scholastiker
aa) Der Wert
bb) Der Zins
cc) Skonto
c) Der Wucherzins
aa) Der Wucher und die Kanoniker
bb) Die Auswirkungen des Wucherverbots
cc) Lohn und Arbeit
III.) Thomas und die Kaufleute
1.) Thomas von Aquinos Theorien
2.) Die Scholastik
3.) Die Kaufleute

C. Aufgabe III
1.) Die weitere Entwicklung des Wucherverbots
2.) Gerechter Preis und Wucher heute 15

Literaturverzeichnis:

Brox, Hans, Allgemeiner Teil des BGB, 24. Auflage, Köln 2000

Chenu, M.-D., Thomas von Aquin, 8. Auflage, Reinbeck 1998

- Erler, A./ Kaufmann, E. (Hrsg.), Handwörterbuch der Rechtsgeschichte, Band I-V, Berlin 1971-1988
- Erler, Adalbert, Kirchenrecht, 4. Auflage, München 1975
- Hagenauer, Selma, Das „justum pretium“ bei Thomas von Aquino (VSWG Beiheft 24), Stuttgart 1931
- Honsell, Heinrich et. al. (Hrsg.), Römisches Recht, 4. Auflage, Berlin 1987
- Kaser, Max, Das römische Privatrecht. Zweiter Abschnitt. Die nachklassischen Entwicklungen, 2. Auflage, München
- Köbler, Gerhard, Liber Exquisiti Xenii, Gießen 1999
- Kroeschell, Karl, Deutsche Rechtsgeschichte II (1250- 1650), 8. Auflage, Opladen 1992
- Kroeschell, Karl, Rechtsgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, Göttingen 1992
- LE Goff, Jaques, Wucherzins und Höllenqualen: Ökonomie und Religion im Mittelalter, Stuttgart 1988
- North, Michael (Hrsg.), Deutsche Wirtschaftsgeschichte: ein Jahrtausend im Überblick, München 2000
- Siems, Harald, Handel und Wucher im Spiegel frühmittelalterlicher Rechtsquellen, Hahn 1992
- Stolleis, Michael (Hrsg.), Juristen - Ein biographisches Lexikon, München 1995

A. Aufgabe A

I. Mittelalterliche Wirtschaft

Das Gutachten, das Thomas von Aquin an Jacob von Viterbo verfasst, fällt in die Zeit von Papst Urban IV, sowie der Regentschaft Friedrich II. Die Gewerbliche Produktion von Gütern wurde von den Zünften dominiert, welche durch die Zunftverfassungen die Möglichkeit hatten, in die meist regional begrenzten Märkte, regulierend einzugreifen.1 Dieses geschah vor allem durch die Regelung des Rohstoffeinkaufs und Festsetzung des Lohns als Marktbegleichendes Mittel wodurch eine Konkurrenzsituation vermieden wurde.2 Charakterisiert wurde das wirtschaftliche Leben in dieser Zeit auch durch die Existenz des Lehnwesen. Durch einen Treueid verpflichtete sich der Lehnsmann, dem Lehnsherrn zu dienen, der im Gegenzug Schutz und Unterhalt erbrachte.3 Durch diese handelsrestriktiven Systeme wurde eine relativ stabile Wirtschaftliche Situation erreicht.

II. Die Kommerzielle Revolution

Thomas von Aquin stand „am Wendepunkt der wirtschaftlichen Entwicklung“4 im späten Mittelalter.

Die wirtschaftliche Situation konnte sich erst aufgrund der veränderten demographischen Situation und der Entwicklungen in der Landwirtschaft, in die Richtung eines freieren Handels entwickeln.5 Mit der Aufschwungphase ab dem 11. Jahrhundert entwickelt sich auch ein neuer Typus der Handelstreibenden, die „negociatores“ und „mercatores“. Sie betätigten sich auf den verschiedensten Feldern des Handels, etwa Spekulationen, finanzielle Operationen und Grundstücksinvestitionen.6 Dieses Aufleben überregionaler Tätigkeit von Kaufleuten forderte Regelungen für den Ablauf der Geschäfte. Besonders auf den internationalen Messen und Märkten wurden Verfahrensweisen im Umgang mit Maßen und Gewichten notwendig, daraus resultierted wurde das Stadtrecht „in erster Linie ein Kaufmannsrecht“.7 Das Münzwesen und die sich verändernde Funktion des Geldes im Handel spielte immer mehr eine wichtige Rolle in der sich verändernden Wirtschaftslandschaft. Zu dieser wirtschaftlichen Entwicklung kam hinzu, dass sich der soziale Unterschied zwischen frei und unfrei verringerte. Durch die aufkommenden Bürgerrechte - „Stadtluft macht frei“ - waren eher Zunftmitgliedschaft und Reichtum für den Sozialstatus verantwortlich.8 Diese sozialen Verhältnisse begünstigten den im Aufwind begriffenen Handel. Den Geldwechsel und Darlehnsgeschäfte, die durch diesen wirtschaftlichen Aufschwung immer mehr gefragt wurden, „zogen Juden, die aus dem übrigen Wirtschaftsleben verdrängt waren, und norditalienische Lombarden, sowie französische Kawertschen“ an sich.9 Diese nutzten die Marktlage oft aus und nahmen übermäßige Zinsen, da sie keiner Konkurrenz unterworfen waren.

B. Aufgabe B

I. Die Quelle

Der Quellentext wurde einem Brief entnommen, den Thomas von Aquin an den Florenzer Lektoren Jacob von Viterbo sendete. Er nahm in dem rechtlichen Gutachten Stellung zu mehreren Problemen, die sich auf Zahlungsmodalitäten und das Problem des Wuchers beim Kauf konzentrierten.

II. Das „iustum pretium“ und „usura“

1.) Das „iustum pretium“ und „usura“ im kanonischen Recht

a) Der dreimonatige Zahlungsaufschub

Das Gutachten des Thomas von Aquin bezog sich auf verschiedene Rechtsgeschäfte. Im ersten Fall nahm er Stellung zu der Praxis einer dreimonatigen Zahlungsfrist bei einem Kauf. Thomas unterscheied hier, ob nach Ablauf der Frist der gerechte Preis gezahlt wird, oder ob dieser übertroffen wird. Falls nach Ablauf der dreimonatigen Zahlungsfrist ein zu hoher Preis gezahlt wird, so empfindet Thomas das als Wucher, da der Zahlungsaufschub, getrennt von den dinglichen Qualitäten der Ware, zum Bestandteil des Preises wurde.

aa) Die Wurzeln des „Gerechten Preises“

Vorraussetzung für das Konzept des „Gerechten Preises“ ist ein weit entwickelter Tauschverkehr, so dass auch ungerechte Preise zustande kommen können.10 Schon in früheren Zeiten hatte es bei allen Völkern Gesetze zur Regelung der Werthöhe von Gütern gegeben, auch zu Zeiten der Naturalwirtschaft. So entstanden auch Regelungen zur Wiedergutmachung eines Schadens, etwa über Wergeldzahlungen.

Nach Römischen Recht ist die Höhe des Kaufpreises zunächst der freien Übereinkunft der Handelsparteien überlassen, es entstehen jedoch durch die rasche Geldentwertung im 3. Jahrhundert Vorschriften, wie die Rechtsfigur der „laesio enormis“ - „Der Verkäufer ist berechtigt den Kaufvertrag aufzulösen und die Rückgabe der verkauften Sache zu fordern, wenn der Preis geringer ist als die Hälfte des Wertes der Kaufsache“11 Ähnlich der spätrömischen Kaiserzeit, übernahm die Obrigkeit im Mittelalter die Regulierung der Preise und des Tauschverkehrs, dabei stand das Prinzip der „justitia pretii“, des „gerechten, dem wahren Wert entsprechenden Preises“12 im Mittelpunkt.

bb) Der Gerechte Preis und Thomas von Aquino

Zu Zeiten Thomas jedoch ist ein Umbruch in der Wirtschaftsweise zu finden. Anstatt einer Tauschwirtschaft entwickelt sich das spätmittelalterliche Handelstreiben weiter, Geld wurde nicht nur benutzt um wertgleiche Waren zu tauschen, sondern auch, um Geschäfte mit dem Geld zu machen. So kam es in Umgehung des kanonischen Zinsverbots zu Rentenkäufen, oder auch zu Verträgen mit Rückkaufsklauseln. Diese Praktiken gerieten jedoch unter Kanonikern schnell in den Verdacht des Wuchertreibens.13

Bei der dreimonatigen Zahlungsfrist, die Thomas anspricht, attestiert Thomas zwei verschiedene Möglichkeiten der juristischen Auslegung. Falls trotz der Zahlungsfrist der gerechte Preis gezahlt würde, so liege kein Wucher vor. Zeit dürfe nicht verkauft werden, aber die Belebung des Handels durch den Zahlungsaufschub bei Zahlung des gerechten, also dem Wert der Ware angemessenen Preises, ließe sich nicht als Wucher auslegen.

Diese Belebung des Handels, der also einem gemeinen Nutzen, dem „bonum commune“14 dient, kann also einen höheren Preis rechtfertigen. Dieser Preis muss aber dennoch ein gerechter Preis sein. Der gerechte Preis wurde in der Regel als der Marktpreis gesehen, der ohne den Einfluss von wirtschaftspolitischen Interessen stand, und dem wirklichem Tauschwert der Ware entsprach. So wurde zum Beispiel in Köln den Zünften 1285 verboten, den Preis der Waren beim Ein- und Verkauf festzusetzen. Die betroffenen Zinnkannengießer sollten im Gegenteil „Ihr Werk verkaufen, so teuer sie wollten, und die Käufer mögen kaufen, so billig wie sie könnten“.15 Dieses freie Spiel der Kräfte würde so zu einem gerechten Preis führen, der dann auch straffrei bleiben sollte. Wucher kann in dem Fall, den Thomas anspricht also das Ausnutzen einer temporären Zahlungsunfähigkeit sein, oder aber auch das Entgeld für eine dreimonatige Wartezeit, die ja einen finanziellen Nachteil für den Verkäufer bedeutet.

Thomas erkennt dies, und weist den Wuchervorwurf in diesem Fall auf den Käufer zurück, der von dieser Situation profitiert. Das höhere Gut, das „bonum commune“ steht für Thomas allerdings höher, insofern neigt er dazu, diese Art und Weise des Geschäftes zu billigen. Der Stabilitätsfaktor, den die Zünfte und die Obrigkeit durch die Regelung des Marktes erlangen, hatten eine überaus sozialpolitische Komponente, so wurde neben der Sozialen Vorsorge auch die Ausbildung durch die Zünfte geregelt.16 Die Zünfte sorgten so für eine gewisse Stabilität, was dem Gemeinwesen zugute kam. Thomas, für den das „bonum commune“ ein zentraler Punkt ist, sieht natürlich durch das Wuchertreiben auch diese Stabilität gefährdet.

Die Zünfte waren verpflichtet „qualitätsgerechte Ware zu einem angemessenen Preis zur Verfügung zu halten“,17 insofern wurde auch der gerechte Preis durch die Zünfte geregelt. Mit der aufkommenden Überregionalität des Handels wurden aber Regeln zum Schutz der Konsumenten, entweder von Seiten der Zünfte oder der Obrigkeit, immer ineffektiver.18 Der Monopolcharakter der Zünfte war es also, der Stabilität der Ware und der Preise garantierte, allerdings schließt dieses Prinzip die Preisfindung durch den freien Wettbewerb aus. Naturgemäß müssen also die Regelungen der Zünfte in einem überregionalen Handel zurücktreten und das Prinzip des freien Marktes immer mehr an Bedeutung gewinnen.

b) Das „iustum pretium“ und die Scholastiker

Grundlage für alle Vertragsgestaltungen die Thomas in seinem Gutachten anspricht ist, dass die Vorgabe des Gerechten Preises einzuhalten ist. Um allerdings den gerechten Preis einer Sache beurteilen zu können, steht die Frage des Wertes einer Sache im Mittelpunkt der Betrachtungen.

aa) Der Wert

Die Scholastiker fanden einen Ansatz zur Lösung des Wertproblems bei Aristoteles. Der verlangte bei einem Tausch eine „gewisse Verhältnismäßigkeit zwischen dem was jeder Teil leistet“.19 Die Begriffe „Tauschwert“ und „Gebrauchswert“ sollten hierbei als nicht identisch erachtet werden. Bei der Frage des Wertproblems einer Sache vertrat das Christentum nach der Abschaffung der Sklaverei diese als unwürdig.20 Also wurde der Faktor Arbeit zu einem Teil des Wertes einer Sache, also wurde es zu einem Problem des Gerechten Preises, ob der Aufwand an Arbeit und das Entgeld proportional seien.

Ein Zentrales Problem der Lehre des „iustum pretium“ war es, einen gemeinsamen Maßstab für die Beurteilung des Wertes, also auch den der Arbeit, zu finden.21 Auf der Seite des Zustandekommens eines marktgemäßen Preises, kommt hier der Faktor des Bedürfnisses zum Zuge. Nur die Ware, die gebraucht wird, ist jene, die auch gekauft wird. Bei einer Knappheit der Ware, kann es auf der anderen Seite auch schnell zu einem Ausnutzen der Notstandslage kommen, genauso wie bei bloßen persönlichen Neigungen und Stimmungen22. So würde, trotz der erhöhten Nachfrage, ein gerechter Preis nicht zustande kommen, weil sich der Faktor Arbeit in ein und demselben Produkt qualitativ und quantitativ nicht verändert hat, obwohl der Preis gestiegen ist.

Betrachtet man den Begriff „iustum pretium“ von der semantischen Seite, so erfährt man das „iustum“ nicht nur gerecht23, sondern auch „gebührend“ heißt.24 Das heißt, dass bei der Frage nach dem gerechten Preis, die Ungleichheit der Tauschgüter impliziert ist. Das „iustum pretium“ soll eine gewisse Gleichheit über den Preis herstellen, das Ungleichverhältnis „justieren“.

bb) Der Zins

Bei den Vertragsvarianten im Gutachten war einer der wesentlichen Faktoren, die Thomas berücksichtigt, die Zeit. Thomas lehnte es ab, das Zeit verkäuflich sein kann. Grundlage dieser Ansicht ist die „Verletzung der Wertgleichheit im Tausche“25. Der Faktor der Arbeit entfällt bei einem Darlehen, der Gewinn wurde ohne einen Arbeitswert erzielt, der aber Teil eines gerechten Preises nach der Thomistischen Lehre sein muss. Also wird die Wertgleichheit, die Aquivalenz, verletzt. Wenn allerdings ein Kaufmann Geld zur Verfügung gestellt bekam und der Geldgeber am Gewinn des Geschäftes beteiligt wurde, so musste er „kein schlechtes Gewissen haben“.26 Das kanonische Zinsverbot betraf nur den festen Zinssatz.

So war es für Thomas eine „Todsünde“ die Zeit, als einen Faktor zu sehen, der durch den bloßen Verkauf Zinsfrüchte erbringen kann, da der Wert der Arbeit entfällt.27 Das nehmen eines Zinses verstoß also nach Thomas gegen die Vorstellung des Gerechten Preises. Hinzu kam, das diejenigen, die sich außerhalb des kanonischen Rechts bewegten, also vor allem die Juden und Lombarden, durch ihre übermäßigen Zinsnehmen auffielen. Diese hohen Zinsen waren zum einen die Folge der fürstlichen Ausbeutung, durch die den Juden Kapital von Zeit zu Zeit genommen wurde, ihnen aber die Schuldscheine der Kreditnehmer überließen,28 wodurch sie gezwungen wurden, bei ihren Kreditnehmern durch höhere Zinsen den Verlust auzugleichen, auf der anderen Seite natürlich an ihrer Monopolstellung. Dadurch wurden die negativen Auswirkungen des Zinses nur noch verstärkt, was sicherlich auch zum starken Widerstand der Kanoniker beitrug.

cc) Skonto

In dem im Gutachten geschilderten Fall, äußerte Thomas zwar Bedenken für den Fall der Skontierung eines Geschäftes, allerdings sah er den Wuchervorwurf auf Seiten des Käufers, da dieser in Verdacht kommen könnte Zeit zu verkaufen. Im Wesentlichen war aber die Skontierung natürlich eine Art des Kreditgeschäfts, da bei rechtzeitiger Zahlung ein Nachlass gewährt wurde, der sich in einem Prozentsatz ausdrückt. Die Auslegungsweise des Wucherverbots durch Thomas beim Sonderfall des Skonto deutet darauf hin, das Thomas als Scholastiker nicht auf dem puren Wucherverbot beharrt, sondern den Wucher in Zusammenhang mit der Funktion der ausgeführten Transaktion sieht. Da Thomas nichts gegen eine rechtzeigte Zahlung einzuwenden hatte, weil diese nicht moralisch verwerflich ist und der Belebung des Handels und dem Allgemeinwohl dient, billigte er an dieser Stelle den Wucherverstoß.

c) Der Wucherzins

Das Zins- und Wucherverbot befanden sich im 12. bis zum 14. Jahrhundert in voller Entwicklung und war Ausgangspunkt aller kanonistischen Überlegungen.29 In der Denktradition der Kirche war „usura“, der Wucher30, eine große Sünde. Auch Thomas sieht im Verkaufen von Zeit und im wucherischen Treiben eine Todsünde, wie er im Gutachten schildert.

aa) Der Wucher und die Kanoniker

Die Verfolgung des „usura“ war den Kirchlichen Gerichten vorbehalten, auch wenn die Kirche regelmäßig Unterstützung der weltlichen Gewalt erhielt31. Allerdings war das Wucherverbot innerhalb der Kirche nie unumstritten, so statteten Herscher teilweise Juden und andere Nicht-Christen mit Wucherprivilegien aus. Berthold von Freiburg war der Meinung, dass öffentlicher Wucher „notgedrungen zugelassen werden müsse“32. Thomas, als Christ und Verfechter des „iustum pretium“ und des Wucherverbotes, lehnt es in seinem Gutachten ab, eine solche Stellung zu beziehen. Beide Vertragsformen die nach „Wucher schmecken“ lehnt er konsequent ab, nur falls der gerechte Preis gewahrt wird, erachtet Thomas die Verträge, über die er Gutachtet, als rechtmäßig.

bb) Die Auswirkungen des Wucherverbotes

Auch die praktischen Probleme des Wucherverbots müssen in Betracht gezogen werden. So ist allein die Abgrenzung des Zinsverbots von den Umgehungsgeschäften, die wiederum auf legalem Boden basieren, aber auf ein höheres Gewinnstreben abzielen, fast unmöglich.33 Mit dem Hintergrund einer agraisch geprägten Wirtschaft war das Zinsverbot kein großes Problem, allerdings hinderte es die Entwicklung für eine effektive städtische Geldwirtschaft.34 Des weiteren gab es das Problem, das die sich auf den Fernhandel einrichtende Wirtschaft vermehrt auf das Aufnehmen von Krediten angewiesen war. Im späten Mittelalter hat man einen „mächtigen und überraschend weitgespannten Handel gekannt“35 Dadurch kam es zu einer Entregionalisierung des Handels, welches zur Folge hatte, das die lokalen Preisregulierungen der Zünfte oder der Obrigkeit nicht mehr so effektiv greifen konnten, aber genau diese sollten in Notzeiten eine allzu hohe Preissteigerung verhindern,36 und damit die angestrebte Stabilität des Wirtschaftslebens sichern. Ein aufkommendes Problem, war, dass gerade im überregionalem Handel eine Feststellung eines gerechten Preises, mit dem Wegfall eines einheitlichen Maßstabs zur Beurteilung des Wertes, immer schwieriger wurde. In der Praxis zeigt sich, dass der Verkehrswert einen immer größeren Stellenwert einnahm.

In seinem Gutachten kommt zum Ausdruck, dass sich Thomas dieses Problems bewusst war, denn er stellte sich in seinem Gutachten prinzipiell der Beförderung des Handels sowie einer dreimonatigen Zahlungsfrist nicht entgegen. Allerdings akzeptierte er nicht die daraus resultierenden Probleme, er versuchte diese durch die Differenzierung des Wucherverbotes einzudämmen. Die kommerzielle Revolution des Mittelalters entwickelte auf der anderen Seite auch eine gewisse Eigendynamik. Nicht Investitionen, sondern das aufkommende Kreditwesen37 sind wohl für den wirtschaftlichen Aufschwung zu Thomas Zeiten verantwortlich zu machen. So stellten sich die kanonischen Regelungen dieser Entwicklung in den Wege.

cc) Lohn und Arbeit

Als Scholastiker lehnt Thomas zwar das Gewinnmachen durch billiges Einkaufen und teueres Verkaufen38 ab, allerdings erkennt er sehr wohl an, dass die Arbeit die im Transport und sonstigen Dienstleistungen enthalten ist, gerecht und standesgemäß entlohnt werden müsse. Daher ergibt sich die differenzierte Stellungnahme im Gutachten, nachdem also dem Kaufmann, falls der gerechte Preis verlangt wird, kein Wucher unterstellt werden kann, der gerechte Preis also auch den Wert der Arbeit des Kaufmanns enthält.

III.) Thomas und die Kaufleute

1.) Thomas von Aquins Theorien

Thomas von Aquins wichtigstes Bestreben in seinen Theorien, die das Wirtschaftsleben betreffen, ist das Bestehen rechtlicher Rahmenbedingungen die eine „Ordnung zum bonum commune hin garantieren“.39 Thomas sieht den höchsten Wert geistigen Lebens in der „positiven Bindung an die Realitäten, in denen der Mensch sein Gutsein findet und auf die hin die Tugend ihn ausrichtet.“40 Dieses Menschenbild und das Bild der Tugenden vermag Thomas nicht mit den Kaufleuten seiner Zeit zu teilen.

Der Handel im Mittelalter knüpfte an die Gegebenheiten des Altertums an, allerdings entwickelte er sich in vielen Punkten weiter. Der Handel von Luxusgütern gewann an Bedeutung, diese mussten über lange Strecken transportiert werden.41 Das Aufkommen dieser überregionalen Handelsstrukturen verlangte eine Regelung der Geschäfte. So wurde etwa die Ausfuhr von Mangelgütern verboten, es bestand eine Anbietungspflicht oder ein Abschlusszwang in den Polizeiordnungen.42

2.) Die Scholastik

Der Begriff Scholastik „bezeichnet die schulmäßig die Wissenschaften, einschließlich der Theologie Lehrenden, die zunächst durchweg an Klosterschulen tätig waren“.43 Thomas von Aquin war Mitglied des um die Theologische Schulung bemühten Dominikanerordens. Er versuchte den Bereich der Natur, nach Aristoteles, in Einklang mit der Kirchlichen Überlieferung zu bringen.44 Der Mensch sei ein „animal sociale“ und das Zusammenleben der Menschen in einer staatlichen Gemeinschaft soll sowohl deren Natur als auch dem Willen Gottes entsprechen.

Bei Aristoteles findet Thomas auch die Lösung für das Wertproblem, und damit das theoretische Fundament für seine Auffassung von einem „iustum pretium“. So kann bei den Unterschiedlichkeiten der zu tauschenden Gütern der einzige Maßstab zu einer Beurteilung ihres Wertes das dritte, von den Gütern unabhängige Mittel, das Geld sein.45 So ist die Lehrmeinung von Albertus Magnus zum gerechten Preis, dass „Zwei Güter sind dann wertgleich, und ihr Austausch erscheint dann als ein gerechter, wenn gleiche Mengen von Arbeit und Kosten in ihnen stecken.“46 Thomas von Aquin schloss sich der Meinung seines Lehrers fast wortgleich an. Diese Meinung zum „iustum pretium“ beherrschte die Scholastik. Als Theologe und Franziskaner wurde Thomas geprägt von einem neuen sozialen Eindruck, der in den neuen Klosterschulen und akademischen Kollegien entstand.47 Durch diese revolutionären Umstände kam auch die Annäherung an den Handel, der in den großen Städten, wie Paris, wo Thomas studierte, für den wirtschaftlichen Aufschwung verantwortlich waren. Die Scholastik stand im „engen Zusammenhang mit der Kultur der Städte, deren damalige wirtschaftliche Blüte auf dem Gewerbefleiß der Bürger beruhte“.48

3.) Die Kaufleute

Im Gegensatz zu den Theorien der Kanoniker, wie Thomas, bildet sich bedingt durch die Kommerzielle Revolution auch ein neuer Stand der Kaufleute, die eine neue Funktion in der Gesellschaft übernahmen. Der Beruf des Kaufmanns änderte sich, weg vom sesshaften hin zu einem, der über zentralisierte Soziäteten auch an Messen teilnimmt und so auf ein weitverzweigtes Handelsystem zurückgreifen kann. Die Kirche steht diesem erstarkendem Bild des Kaufmanns sekeptisch gegenüber, da sie schon die bloße Ausübung des Berufes verdammte. „Homo mercator nunquam aut vix potest Deo placere“ heißt es in einem Zusatz zum Lehrbuch Gratians,49 was das Verhältnis der Kaufleute zur Kirche zusammenfasst. Hinzu kommt, dass durch das kanonische Wucherverbot jeder Bankier zu einem Wucherer wurde, da er nach kanonischem Recht rechtswidrige Finanzoperationen durchführte, die unter die Rechtsbegriff „usura“ subsumiert wurden.50

C. Aufgabe III

1.) Die weitere Entwicklung des Wucherverbots

Das kanonische Privatrecht besaß für die katholische Kirche bis 1918 Gültigkeit.51 Dante weist Gratian für das „Decretum Gratiani“ einen „Platz im Paradies neben Albertus Magnus und Thomas von Aquino“ an.52

Das Wucherverbot spielte schon früh eine zentrale Rolle im Kirchenrecht.

Wichtig für das Kanonsiche Wucherverbot war seine Reichweite. Falls ein Rechtsgeschäft zwischen Nichtklerikern abgeschlossen wurde, konnte die Sache, unter anderem wegen eines Wuchervorwurfes, immer noch nach kanonischem Recht, vor einem Kirchlichen Gericht verhandelt werden.53

Der Wuchervorwurf war kein neues Phänomen, schon seit dem Altertum wurde das Problem des „usura“ diskutiert.54 Das Wucherverbot wurde vor allem nach den strengen Zinsverboten im Spätmittlealter im Decretium Gratiani festgehalten.55 Allerdings gab es für die Juden und Lombarden, da sie keine Christen waren, eine Ausnahme vom Wucherverbot, was ihnen die Möglichkeit bot,

Zinsen auf Darlehn und andere Finanzoperationen nehmen - zu horrenden Zinssätzen.

Da das Zinsverbot nicht mehr den tatsächlichen Gegebenheiten entsprach, musste das generelle Zinsverbot, seitens der kirchlichen, als auch der weltlichen Herrscher, aufgegeben werden. Allerdings wurde in Frankreich noch bis Ende des 18. Jahrhunderts am Zinsverbot festgehalten, während in Deutschland schon Zinsen in gewissen Grenzen zu früheren Zeiten genommen werden durften. Das Corpus Iuris Canonici von 1917 erkennt das Zinsnehmen grundsätzlich an. Allerdings stellte sich durch die Möglichkeit des legalen Zinsnehmens ein modernes Wucherproblem. Dabei spielt vor allem das Ausnutzen einer Notlage, oder der Unerfahrenheit eine Rolle. Durch die komplizierten Regelungen im heutigen Recht hat das Übervorteilen durch wirtschaftlich Bevorzugte wieder als Rechtliches Problem an Bedeutung gewonnen.

2.) Gerechter Preis und Wucher heute

Der Wucher ist im heutigen Deutschem Recht im § 138 BGB geregelt. Das wucherische Geschäft setzt „objektiv ein auffälliges Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung voraus“.56 Die heutige Diskussion des Wuchers stellt sich vor allem im Zusammenhang mit der Aussnutzung von Not oder Unerfahrenheit. Hier zeigt sich vor allem das Problemfeld des wucherischen Kredits. Der Verbraucher steht also heute vor Problemen, die denen zur Zeit Thomas ähneln. Auch heute findet eine kommerzielle Revolution statt, allerdings ist heute das Kreditwesen auf einer höheren Stufe angesiedelt. Durch neuartige Handelsweisen, zum Beispiel dem Internet, ergeben sich völlig neue Herausforderungen in der rechtlichen Regelung. Ein Zinsverbot ist wohl sicherlich nicht zeitgemäß, es passt wohl auch nicht in die heutige Wirtschaftswelt.

Die Frage nach dem gerechten Preis, ist auch nach heutigen Gesichtspunkten wieder aktuell. Unsere heutige Rechtsordnung sieht zwar eine Priorität im Schutz der Verbraucher, zum Beispiel in der Regelung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dem Gesetz über den Wiederruf von Haustürgeschäften oder dem Gesetz über Verbraucherkredite, das bei allen Arten von entgeltlichen Kreditverträgen denselben Schutz bietet, wie er ursprünglich nur für den Abzahlungskäufer bestanden hatte.57 Auch die Frage nach den wirklichen Kosten, kommt bei der Frage, z.B. bei den Energiepreisen auf. Hier ist zu Fragen ob der gerechte Preis nicht nur ein Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer, sondern auch zu dritten, zum Beispiel der Umwelt darstellt.

[...]


1 Hagenauer, Selma, Das „justum pretium“ bei Thomas von Aquino (VSWG Beiheft 24), Stuttgart 1931, Seite 1

2 Kellenbenz, H., Preisbindung, in: HRG IV, Spalte 1887

3 North, Michael (Hrsg.), Deutsche Wirtschaftsgeschichte: ein Jahrtausend im Überblick, München 2000, Seite 24

4 Hagenauer, Selma, Das „justum pretium“ bei Thomas von Aquino (VSWG Beiheft 24), Stuttgart 1931, Seite 2

5 Lopez, Robert S., The Commercial Revolution of the Middle Ages, 950 - 1350, Cambridge 1976, Seite 56

6 Le Goff, Jaques, Kaufleute und Bankiers im Mittelalter, Frankfurt 1993, Seite 8

7 Kellenbenz, H, Handelsrecht in: HRG IV, Spalte 1944

8 North, Michael (Hrsg.), Deutsche Wirtschaftsgeschichte: ein Jahrtausend im Überblick, München 2000, Seite 96

9 Trusen, Winfried, Gelehrtes Recht im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Goldbach 1997, Seite 114

10 Kaulla, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, Zweite Auflage, Basel 1951, Seite 10.

11 Kaser, Max, Das Römische Privatrecht. Zweiter Abschnitt. Die

Nachklassischen Entwicklungen, 2. Auflage, München 1975, Seite 389

12 Kaulla, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, Zweite Auflage, Basel 1951, Seite 20

13 Hagenauer, Selma, Das „justum pretium“ bei Thomas von Aquino (VSWG Beiheft 24), Stuttgart 1931, Seite 1

14 Rösch, Gerhard, Wucher in Deutschland 1200-1350, Überlegungen zur Normdidaxe und Normrezeption, HZ 259 (1994), S. 544

15 Rösch, Gerhard, Wucher in Deutschland 1200-1350, Überlegungen zur Normdidaxe und Normrezeption, HZ 259 (1994), S. 542

16 Brand, J. Zunft, Zunftwesen, in HRG IV, Spalte 1794

17 Brand, J. Zunft, Zunftwesen, in HRG IV, Spalte 1796

18 Wadle, E., Wettbewerb, Wettbewerbsrecht, in HRG IV, Spalte 1325

19 Kaulla, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, zweite Auflage, Basel 1951, S. 21.

20 Kaulla, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, zweite Auflage, Basel 1951, S. 23.

21 Hagenauer, Selma, Das „justum pretium“ bei Thomas von Aquino (VSWG Beiheft 24), Stuttgart 1931, Seite 25

22 Kaulla, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, zweite Auflage, Basel 1951, Seite 18

23 Köbler, Gerhard, Liber Exquisiti Xenii, Gießen 1999, Seite 168

24 Hagenauer, Selma, Das „justum pretium“ bei Thomas von Aquino (VSWG Beiheft 24), Suttgart 1931, Seite 37

25 Hagenauer, Selma, Das „justum pretium“ bei Thomas von Aquino (VSWG Beiheft 24), Stuttgart 1931, Seite 27

26 Bockmann, Hartmut, Einführung in die Geschichte des Mittelalters, München 1978, Seite 71

27 Wallraff, H.J., Iustum Pretium, in: HRG II, Spalte 505

28 Die Anfänge Öffentlicher Banken, Seite 114

29 Rösch, Gerhard, Wucher in Deutschladn 1200-1350. Überlegungen zur Normddidaxe und Normrezeption, HZ 259 (1994), Seite 593

30 Köbler, Gerhahrd, Liber Exquisiti Xenii, Gießen 1999, Seite 317

31 Rösch, Gerhard, Wucher in Deutschland 1200-1350. Überlegungen zur Normdidaxe und Normrezeption, in HZ 259 (1994), Seite 628

32 Rösch, Gerhard, Wucher in Deutschland 1200-1350. Überlegungen zur Normdidaxe und Normrezeption, in HZ 259 (1994), Seite 624

33 Strätz, H.-W., Wucher, in : HRG IV, Spalte 1538

34 Rösch, Gerhard, Wucher in Deutschland 1200 - 1350. Überlegungen zur Normdiadaxe und Normrezeption, in: HZ 259 (1994), Seite 594

35 Trusen, Winfried, Gelehrtes Recht im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Goldbach 1997, Seite 532

36 Trusen, Winfried, Gelehrtes Recht im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Goldbach 1997, Seite 552

37 Lopez, Robert S., The commercial Revolution of the Middle Ages, 950 - 1350, Cambridge 1976, Seite 72

38 Kaula, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, zweite Auflage, Basel 1951, Seite 28

39 Schmölz, F.-M., Thomas von Aquin, in HRG FM Schmidt, Rn. 183

40 Chenu, M.-D., Thomas von Aquin, 8. Auflage, Leck 1998, Seite 66

41 Bockmann, Hartmut, Einführung in die Geschichte des Mittelalters, München 1978, Seite 68

42 Kroeschel, Karl, Deutsche Rechtsgeschichte II., 8. Auflage, Opladen 1980, Seite 282

43 Töpfer, Bernhard, Allgemeine Geschichte des Mittelalters, 2. Auflage, Berlin 1991, Seite 292

44 Töpfer, Bernhard, Allgemeine Geschichte des Mittelalters, 2. Auflage, Berlin 1991, Seite 297

45 Kaula, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, zweite Auflage, Basel 1951, Seite 22

46 Kaula, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, zweite Auflage, Basel 1951, Seite 22

47 Chenu, M.-D., Thomas von Aquin, 8. Auflage, Reinbek 1998, Seite 21

48 Kaula, Rudolf, Staat, Stände und der gerechte Preis, zweite Auflage, Basel 1951, Seite 24

49 Le Goff, Jaques, Wucherzins und Höllenqualen: Ökonomie und Religion im Mittelalter, Stuttgart 1988, Seite 68

50 Le Goff, Jaques, Wucherzins und Höllenqualen: Ökonomie und Religion im Mittelalter, Stuttgart 1988, Seite 70

51 Erler, Adalbert, Kirchenrecht, vierte Auflage, München 1975, Seite 27

52 Erler, Adalbert, Kirchenrecht, vierte Auflage, München, 1975, Seite 48

53 Kroeschel, Karl, Deutsche Rechtsgeschichte, Zweiter Teil, 8. Auflage, Opladen 1992, Seite 44

54 Strätz, H.-W. , Wucher, in: HRG III, Spalte

55 Strätz, H.-W. , Wucher, in: HRG III, Spalte

56 Brox, Hans, Allgemeiner Teil des BGB, 24. Auflage, Köln 2000, RN 296

57 Brox, Hans, Allgemeiner Teil des BGB, 24. Auflage, Köln 2000, RN 19

Details

Seiten
20
Jahr
2001
Dateigröße
378 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v104716
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
7 Punkte
Schlagworte
Gerechter Preis Wucher Rechtsgeschichte Prof Cordes

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Gerechter Preis und Wucher