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Die Beat Generation

Bachelorarbeit 1999 31 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Die USA nach dem zweiten Weltkrieg

3. Von der Jugend

4. Vom Wandervogel zum Beat

5. Beat

6. Charakteristika der Beat-Generation:
6.1. Musik
6.2. Religion
6.3. Literatur

7. Die wichtigsten Autoren

8. Der Bezug der “Beats“ zur heutigen Zeit Diskussion

<<Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt danach sind zu leben, verrückt danach sind zu sprechen, verrückt danach, erlöst zu werden, und nach allem gelichzeitig zu gieren - jene, die niemals gähnen oder etwas alltägliches sagen, sondern brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen.>>(Dean Moriarty alias Neal Cassady, Held aus on the road, von Kerouac)

1.Einleitung

Wenn in der Einleitung zum Buch „Engel, Kif und neue Länder“ von Kerouac, Seymour Krim schreibt: „Jack Kerouac hat eine Generation geschaffen, ganz allein - die Beat Generation,“ und in dem selben Buch Kerouac schreibt: „Wenn ich mir vorstelle, daß da auch ich damit so viel zu tun hatte, ja gerade das Manuskript von “Road“ im Satz war und demnächst erscheinen sollte und ich die ganze Sache bereits über hatte“ (S.138), dann braucht man nicht sonderlich viel Durchblick um zu kapieren, daß Kerouac, wenn er denn, wie wir später noch prüfen werden, diese Generation allein geschaffen hat, sich seine Erfindung so weit von ihm entfernt hatte, wie der Papst von Jesus.

Es geht nicht zuletzt um Entfremdung. Mit der Entfremdung der Amerikaner von ihrem Land begann diese ganze Geschichte und mit der Entfremdung des Schöpfers von seinem Werk endet diese Geschichte. Dazwischen liegt ein Gefühl, ein Lebensgefühl, daß diese Entfremdung ganz und gar persönlich nimmt und innerlich zu überwinden sucht, welches aber einmal erweckt, auf ewige Zeit die Menschheit verseucht. Dieses Lebensgefühl ist der historische Moment der Vereinigung, des Tantra von Ost und West, Zen vögelt the american way of live und sie bekommen viele Kinder. Beatniks.

Auch wir, die Autoren dieser Arbeit sind verseucht. Aus diesem Grunde können wir für keine Objektivität garantieren (wann kann man das schon?).

Okay, in gewisser Hinsicht hat Seymour Krim damit nicht unrecht, zu behaupten, er, Kerouac habe die Beat - Generation geschaffen, denn für die breite Öffentlichkeit war das Erscheinen seines Buches “On the road“ der erste Kontakt mit einer amerikanischen Anderswelt, und in diesem Sinne war Kerouac ihr Erfinder. Die New York Times feierte das Buch gar als historisches Ereignis.

Aber das ist bei genauer Betrachtung natürlich Schwachsinn, Jesus hat ja auch nicht das Christentum erfunden. Denn (1)„die Kulturgeschichte aber zeigt, daß dort, wo Neues verhandelt, erprobt und propagiert wird, sehr oft Gruppen das tragende Geflecht für innovative Aufbrüche bilden.“ So wie die Bilder, die Kerouac aus den tiefen seiner Subjektivität heraufbeschwört, so ist die Leinwand auf der sie dann sichtbar und lebendig werden, die Gruppe seiner Mitverschwörer. Diese Gruppe ist ein Stamm von Einzellgängern, Künstlern und Abbruchgestalten, immer getrieben von der Sehnsucht nach Freiheit. Aber er war nicht einfach da und wurde auch nicht vom mainstream aus der Taufe gehoben, sondern ist so alt wie die industrielle Revolution mit ihrer Entfremdung. Je nach Land und Zeit hieß der Stamm anders und lange Zeit bestand er nur aus den lose verbundenen Einzelgängern. Zu der Zeit aber, als Amerika sich anschickte die Welt unter ihrer Macht zu einen, brach der Stamm aus, aus dem Unterbewußten der amerikanischen Gesellschaft und polterte mit Hilfe von Kenneth Rexroth, der diese Typen 1957 in der Zeitschrift “Evergreen Review“ vorstellte ins Bewußtsein der Nation, um die Botschaft der freien Welt mit wirklicher (gefühlter) Freiheit zu füllen.

Die folgende Arbeit ist ein Referat, indem wir uns mit dem Phänomen der Beatkultur im Hinblick auf Jugendkulturen auseinandersetzen.

Im Ausarbeiten kamen wie nicht selten von der Position des Beobachters und Forschers zu der des emotionalen Teilnehmers, was uns veranlaßte, den letzten Punkt dieser Arbeit dem Bezug der Beats zu unserer Generation zu widmen.

2.Die USA nach dem zweiten Weltkrieg

Will man, ganz der historisch-kritischen-Methode folgend, einen Blick auf die „BG“ werfen und verstehen warum sie so hohe Wellen des Empörens auf der einen Seite, auf der anderen aber auch orgiastische Begeisterungsstürme hervorrief, kommt man nicht umhin die „Vibrations“ und die Atmosphäre dieser Zeit genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dafür ist unsere Überschrift allerdings unglücklich gewählt, müssen wir doch schon einige Jahre vorher ansetzten.

Sie müsste eher „ Die USA seid der großen Depression“ lauten (oder „Der Schwarze Freitag und das habt ihr nun davon!“, vielleicht auch „Schicksalsjahre einer Steißgeburt“?).

Man kann sich nur die Hände reiben und von Glück sagen, dass die Prohibition zu dieser grauen, kalten von Armut und seelischer Zerrissenheit geprägten Zeit bereits aufgehoben war.

Die armen Amerikaner hätten sonst wahrlich nicht viel zu lachen gehabt! So wärmte sie dann wenigstens der billige Fusel, wenn es schon nicht mehr das eigene Dach über dem Kopf tat. Aber Ernst beiseite!

Nachdem in nur fünf Tagen, um dem 29.10.1929, der große Börsenkrach die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung an den Rand der Existenz getrieben hatte, kam die USA lange Jahre wirtschaftlich nicht mehr so recht auf die Beine.

Ein paar Zahlen zum Schauern:

5000 Banken gingen Konkurs, über 9 Mio. Sparkonten existierten einfach nicht mehr.

In den nächsten drei Jahren sollte das Nationaleinkommen um 55% fallen, kein Wunder bei 12 - 13 Mio. Arbeitsloser.

Daran änderte auch die Entstehung von Wanderarbeitern nichts, die sich auf Schusters Rappen schwangen und durch die USA zogen, beständig nach Verdienstmöglichkeiten Ausschau haltend

Armutsquartiere erlebten eine Zeit der Konjunktur und die Suppenküchen waren für viele zum Haupternährer geworden. In NY war jedes fünfte Kind unterernährt und auf der anderen Seite verschimmelten in den Silos die Getreideberge, Obsternten mussten unter Produktionswert verkauft werden, Farmer ließen ihr Vieh zwangsschlachten.

Es war eine Zeit der existentiellen Ängste, mit ihnen einher ging eine Krise des Amerikanismus.

Der Traum „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ zerbrach und für viele verlor Amerika seinen Mythos der Einzigartigkeit. Seltsam aber war, dass die allgemeine Krise auf die politische Landschaft nicht die Wirkung ausübte, die mancher vielleicht erwartete hätte.

Die Extreme, ob Linke oder Rechte, konnten bei den Wahlen unter ferner liefen abgehakt werden.

Was wieder einmal die These bestätigt:

Mit leerem Bauch lässt sich keine Revolution planen!

Auch die Kirche erlebte nicht den großen „run“, obwohl man doch annimmt, dass der Mensch sich in solch Elend wieder vermehrt Gott zuwendet.

Die Demokraten gewannen die Wahl, an ihrer Spitzte der(Allien) Präsident F.D. Roosevelt.

Mit ihm folgten die Jahre des >New Deal<, in dem versucht wurde, die „depressive“ Wirtschaft wieder ins Rollen zu bekommen.

Letztlich entstanden eine Vielzahl von Behörden. Teilweise waren sie größter Arbeitgeber der USA (Bsp.: WPA - Work Progress Administration. Sie bauten vom Kinderspielplatz bis zum „La Guardia Airport“ in NY so ziemlich alles, was dann niet- und nagelfest war).

Nachdem der Versuch einer künstlich erzeugten Inflation gescheitert war, das Geld was man von oben in der Kreislauf zu pumpen versuchte, nicht nach unten sackte und die Wirtschaft ankurbelte, versuchte man einer Zündung des Motors durch eine ganze Reihe von Sozialreformen.

Diese, zusammengezählt mit den neu erlassenen Steuern, wie die Steuer auf nicht ausgegebenen Gewinn und die Einkommensteuer oder auch die neu erlassenen Sozialversicherungsgesetzte, riefen den Unmut der Arbeitgeber hervor.

Trotz der Opposition, die die Oberschicht gegen Roosevelt versuchte, blieb er an der Macht.

Um es abzukürzen; viel genützt hat alles nichts und die USA kam letztlich erst wieder vollends auf die Beine, als die großen Gewinnchancen lockten, die die Rüstungsindustrie versprach. Zu ehren des zweiten Weltkrieges, stieg man hier auch gleich intensivst ein.

Da hatten sie ihren Großarbeitgeber und auf den allgemeinen Aufschwung und die Gesundung der Wirtschaft, musste nicht mehr lange gewartet werden.

In den Nachkriegsjahren herrschte nun ein angenehmer Wohlstand. Zwischen 1929 und 1950 war das Realeinkommen um mehr als 50% gestiegen, nur auf Politik hatte niemand mehr so recht Lust.

Es war ein Krieg gewonnen, der schrecken der Atombombe noch nicht ganz verwunden oder nicht im vollen Ausmaß ihrer Bedeutung realisiert. Man war damit beschäftigt seine Wunden zu lecken, Kinder großzuziehen, sich etwas aufzubauen.

(Die Geburtenrate sollte zw. 1950 u. 1960 förmlich explodieren, es wurden 29 Mio. Menschen in den USA geboren! Und inzwischen ist in den USA jedes vierte Kind übergewichtig ist.)

Die Rückkehr in die Friedenswirtschaft setzt wieder verstärkt Akzente auf die Werte der Businesswelt, als Maßstab allen Seins.

Verschärfte Entwicklung von Werbestrategien, sollte den Absatz fördern. Der US-Amerikaner als marktorientiertes Konsumwesen, das schnell die Leidenschaft zu Einmalprodukten entwickelte und eine sogenannte „Wegwerfethik“ an den Tag legte.

Die 50er Jahre waren geprägt vom Bild der „Suburbia“, der typisch amerikanischen Vorstadtidylle. Die Frau schuf zu Hause ein kleines Paradies, während der Gatte „downtown“ dem Geschäftsleben nachjagte. Hier entstand, abgegrenzt vom „Rest der Welt“ eine ganz eigene Mentalität. Eine forcierte Kommunalität, in der jeder Jedermanns Freund war, man nachbarschaftlich zusammenhielt.

Als Amerikaner hatte man es besser getroffen als so manch anderer. Es herrschte ein allgemeines Klima von Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit. Es konnte endlich wieder aus dem vollen geschöpft werden.

Mit der Atombombe hatte man sich „angefreundet“, zum Glück hatte man sie ja auf „seiner“ Seite und die weiteren Versuche damit, wenn sie nicht gefeiert wurden, ließen viele doch unberührt.

Man wandte sich wieder vermehrt Gott zu und ein Versuch dies zu erklären klingt sogar plausibel:

Mit dem geregelten 8 Std. Tag, dem bezahlten Urlaub und den technischen Hilfsmitteln des Alltags, hatte der US-Bürger wieder Zeit dafür.

- Man war zufrieden -

Nicht umsonst nennt man dieses Zeitalter rückblickend oft

- Age of consencious -

Doch war da noch die Jugend, die mit der allgemeinen Langenweile nicht ganz soviel anfangen konnte, wie ihre Eltern. In die Städte zog es sie.

In diesen, oft als unkreativste Zeit Amerikas, beschrieben Jahren entwickelte sich New York zu einer Welthauptstadt der Kunst.

Hier wurde experimentiert und Neues geschaffen, die traditionellen Werte über Bord geschmissen, dem forcierten Optimismus abgeschworen.

3. Von der Jugend

Obwohl Kerouac bereits 29 Jahre zählte, als er sein “On the road“ schrieb, fällt er und das Schaffen seiner Mitverschwörer, die zum Teil noch älter sind, in die Schublade der Jugendkultur. Um dies zu verstehen, haben wir im Folgenden die Definition von Jugend beleuchtet. Dabei war ein geschichtlicher Rückblick unvermeidlich. Das dieser dann doch umfassender als kurz ausfiel, liegt an unserem Interesse. Wir planen aber nicht, das zusammengetragene in seinem vollen Umfang zu referieren, sondern nur anzureißen.

In der überwiegenden Mehrzahl von Stammesgesellschaften gibt es keine Lebensphase der Jugend. Die Werte, Normen und Verhaltensweisen der Familie sind identisch mit denen der Gesellschaft. Man bezeichnet solche Gesellschaften auch als familienkonform. Es existiert nur eine sozial - kulturelle Dreiteilung in Kindheit, Erwachsensein und Alter, wobei der Übergang von einer Phase in die nächste abrupt geschieht. Der erste Samenerguß des Jungen bzw. die einsetzende Menstruation bei den Mädchen ist das Zeichen für das Ende der Kindheit. Durch ein Initiationsritual - einem Einweihungsakt, wird das Mädchen oder der Junge dann zum Erwachsenen. (1) „Die Initiationsriten selber stehen in einem engen Zusammenhang mit den Lebensgrundlagen der betreffenden Stammeskulturen.“ Auch die Beschneidung von Jungen, heutzutage im jüdisch - islamischen Kulturkreis an Kleinkindern vollzogen, ist ursprünglich ein Initiationsritual, wie ethnologische Forschungen von den Aboriginals zeigen. Der Zeitpunkt des Übergangs richtet sich also nach biologischen Gesichtspunkten aus. In jedem Fall ist das Initiationsritual ein wichtiger Teil der Religiösen Vorstellungen eines Stammes. Als sogenannte Erfinder der Jugend könnte man die Griechen bezeichnen, die an die Stelle der bis dato geltenden Dreiteilung der Lebensphasen einen astrologisch orientierten Siebenerrythmus setzten. Aristoteles (384 - 322 v.Chr.) schließlich entwickelte in seiner Rhetorik eine Lebensphasenbeschreibung und Charakteristik der Jugend.

(2) „ Sozialgeschichtlich konnte sich eine Jugendphase erst unter Bedingungen einer städtischen Kultur ausbilden, d.h. unter Bedingungen die Freisetzung eines Bevölkerungsteils von körperlicher Arbeit ermöglichten und in “freien Künsten“ eine sinnvolle und auch anerkannte Beschäftigung sahen.“ Die griechischen Stadtstaaten wurden von Eliten regiert die auf ihre Aufgaben als Führungskräfte in Akademien, Rednerschulen, Gymnasien etc. vorbereitet wurden. Diese Vorbereitung viel in den Lebensbereich, den Aristoteles als Ephebie, das Jünglingsalter beschreibt und das unserem heutigen Verständnis von Jugend entspricht. Demnach kann man schließen, daß es für Sklaven - und Arbeiterkinder keine bzw. eine kürzere Jugendphase gegeben hat. D.h. je höher die Gesellschaftsschicht der man angehörte desto länger und intensiver das Studium und damit auch die Jugend. Wie man festgestellt, ist die Lebensphase der Jugend an das Studium und den Bildungserwerb gebunden.

Es waren die griechischen Stadtstaaten, allen voran das demokratisch kunstliebende Athen, die erstmals in der Geschichte einen Staats - und Gesellschaftskörper entwickelten, der die Voraussetzungen für die Herausbildung von eigenständigen Sozialgruppen ermöglichte und damit die Grundlage für eine Vierteilung, sprich Kindheit, Jugend, Erwachsen und Alter, schuf. Diese beruhte auf dem oben schon genannten siebener - Rhythmus, wie er heute nicht nur in der Antoprosophie gelehrt wird.

Die Lebensphasen wurden also nicht auf der Basis von biologischen Veränderungen bestimmt, sondern zeitlich erfaßt. Die Römer übernahmen diese Gesellschaftsmuster von den Griechen legten das Gewicht aber stärker zugunsten der Familie, was sich im römischen Familienrecht niederschlug, das u.a. auch die Beziehung der Jugend zur Familie regelte. Der Römer Marcus Terentius Varro ( 116 - 27 v.Chr.) nannte für die Jünglingszeit den Zeitraum von 15 -30 Jahren, wobei er weniger von einer Altersstufe, als vielmehr von einer Seinsform ausging.

(3) „ Die Antike zeigt, wie die steigende Differenzierung der gesellschaftlichen Verhältnisse, die Ablösung blutsmäßiger- sippenhafter Bindungen durch rationale Ordnungen und Sozialformen die Gliederung des Jugendlebens und die Einführung der Jugend in die Gesellschaft in einer neuen Weise zur Aufgabe machen.“ Bei allem darf aber nicht vergessen werden, daß die Jugend der Antike ein Privileg der oberen Schichten und männlich dominiert war.

Bekanntlich versank die Antike im Sumpf des Mittelalters. Fast scheint sich die Fährte der Jugend zu verlieren, bevor sie in den Stadtkulturen des 11.Jahrhundert wiederbelebt wurde. Den Hintergrund bildete das aufblühende Wirtschaftsleben, das eine Spezialisierung des Handwerks und der Kunst zur Folge hatte. Längere Ausbildungsphasen und Wanderschaften wurden notwendig, die wiederum einem jugendliches Verhalten Vorschub leisteten.

Reste dieser Zunfttradition leben bis heute mit den Wandergesellen im Handwerk fort.

In anderen Gesellschaftsschichten findet die Jugend im Studenten, dem damaligen Bakkalaureus und im Knappentum ihre Entsprechung. Obwohl all diese Jugendgruppen ihre eigene Kultur entwickelten, darf nicht vergessen werden, daß standesmäßige Grenzen sie trennten und die untersten Gesellschaftsschichten sowie die Frauen keinen Anteil an ihnen hatten.

An dieser Stelle betätigen wir die Vorlauftaste und lassen die Inquisition, Pest, die Reformation, den 30 jährigen Krieg, den Absolutismus im Schnelldurchlauf an uns vorüberziehen und stoppen erst wieder mit dem Beginn der Neuzeit, die für unsere Betrachtungen der Jugendphase zwei Veränderungen einleitet.(4)

1. Die zunehmende Familisierung und Verhäuslichung im Zuge der Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft und der Bürgerlichen Familie ( im Pietismus und Biedermeier).

2. Die zunehmende Pädagogisierung der Lebensphasen Kindheit und Jugend seit der Durchsetzung der allgemeinen Schulpflicht im 18. und 19.Jahrhundert.

„Diese beiden Prozesse und Tatbestände, die sich wechselseitig verstärken, dürften bis in die Gegenwart die entscheidenden Bedingungen des Kindseins und Jugendlichseins ausmachen.“ Begleitet von den Umwälzungen der Französischen Revolution kommen Quergeister wie J.J. Rousseau (1712 -1778) in Aufwind, dem die Reformpädagogik des 18. und 19. Jahrhunderts ihren Unterbau verdankt. Rousseau wird auch als Erfinder der “Jugendphase“ gehandelt. Kindheit und Jugend sieht Rousseau als Stadien der Nicht - Entfremdung, je länger sie dauern, desto vorteilhafter ist dies für die Entwicklung des Menschen. Parallel plädiert er dafür, die Ausdehnung der Jugendphase durch Bildungsprozesse zu begleiten.

Nicht von ungefähr hat die, durch die Revolution freigesetzte Aufklärung, ihre Wurzeln in der Antike, und die Herausbildung einer eigenständigen Jugendphase im Zuge der Aufklärung beschwört viele der Antiken Ideale. Sie setzt aber noch einen drauf und fordert die Jugend als Erneuerer des Geistes, der Kultur und der Gesellschaft. Dieser Pathos hat, angefangen beim Sturm und Drang (1765 -1785), über die Studenten der 1848´er, den Wandervogel bis zu den Beats, seine Gültigkeit bewahrt.

Die Revolutionären Attüden der Frühzeit der Jugend wichen zunehmend einer Gesellschaftlichen Vereinnahmung der Jugend, und führte im schlimmsten Fall zu einem akademischen Standesbewußtsein mit nationaler Gesinnung, wie die sich bildenden Burschenschaften zeigen.

Aus diesem Klima der Anpassung brach 1895 die erste Jugendbewegung, der Wandervogel, den wir im weiteren noch behandeln werden, aus.

Der Begriff Jugend ist also noch ziemlich jung. Was aber ist nun Jugend? Eine einzige wahre Definition des Begriffes gibt es nicht. Man kann Jugend aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Der erste gilt einer biologisch-entwicklungspsychologisch mitbestimmten Einteilung:(4)

- die 13- 18jährigen (pubertäre Phase); Jugendliche im engeren Sinne

- die 18- 21j‰hrigen (nachpubertäre Phase); die Heranwachsenden

- die 21- 25j‰hrigen ( und ggf. älteren); die jungen Erwachse- nen; die aber in ihrem sozialen Status und ihrem Verhalten nach zum großen Teil noch als Jugendliche anzusehen sind. Für sie hat sich der Begriff Post-Adoleszenez durchgesetzt.

Aus soziologischer Perspektive sind folgende Elemente für eine Definition von Jugend zu nennen:(5)

-Jugend ist eine Altersphase im Lebenszyklus eines jeden Menschen, die mit dem Einsetzen der Pubertät um das 13 Lebensjahr beginnt;

-Jugend ist eine Altersgruppe der etwa 13-bis etwa 25jährigen, eine soziale Teilmenge, die durch empirisch gehäuftes Verhal ten charakterisiert wird (L. Rosenmeyer, 1971,S. 236);

-Jugend ist eine biologisch mit-bestimmte, aber sozial und

kul-turell Lebensphase, in der das Individuum die

Voraussetzung für ein selbständiges Handeln in allen gesellschaftlichen Bereichen erwirbt (B. Schäfer, 1980a);

-Jugend ist eine Subkultur., eine gesellschaftliche Teilkultur;

-Jugend ist ein idealer Wertbegriff.ì ( L. Rosenmayer,1971), der auf ein in vielen Völkern und Kulturen hoch geschätztes Gut verweist: auf Jugendlichkeit( ewige Jugend etc.)

Margaret Mead (1901-1978), eine amerikanische Kultur- Anthropologin, benennt die Phase der Jugend die Als-ob- Periodeì. Man kann in ihr Erfahrungen machen, ohne das sie mit endgültigen ökonomischen, sozialen oder psychologischen Konsequenzen verknüpft sind. Diese Definition würde bedeuten, da die Jugendph ase ein Art Schonraum für die Jugendliche sei. Die Jugendlichen empfinden sich eher in einer Phase besonderer Belastungen und für die ältere Generation ist die Jugendzeit zu weit entfernt, als das sie die jüngere Generation verstehen würde. Es ist aber empirisch nicht zu belegen, ob Jugend nun Schonraum oder Belastung ist.

J.R. Gills beschrieb diese Phase der Jugendlichen als Mündigkeit ohne wirtschaftliche Grundlage.

Damit kommen wir zu einem großen Problem der heutigen Jugendlichen. Jugend bedeutet heute ein Doppeltes. Zum einen ist sie eine subjektive biographische Lebensphase in der Aufgaben der inneren Entwicklung, des Lernens und der Identitätsbildung anstehen. Zum anderen ist Jugend eine gesellschaftlich bestimmte Lebenslage, abhängig von gesellschaftlichen Bedingungen und Erwartungen, vor allem aber von der Zukunft und Zukunftsfähigkeit der zentralen Regelungen und Grundlagen unserer Arbeitsgesellschaft.(6). So endet heutzutage die Jugend keineswegs mit dem Eintritt in das Berufsleben, sondern wandelt wie die Römer dies schon beschrieben, sich immer mehr in eine Seinsform, die die eigene subjektive biographische Lebensphase auf das ganze Leben auszuweiten sucht. Diese Bestrebung hat auch in der Kulturindustrie ihren Spiegel. Denn auch diese versucht zunehmend diese Seinsform der Jugendlichkeit auf alle Lebensphasen zu projezieren. Hingegen in der individuellen Suche nach einer Seinsform das Bedürfnis nach Freiheit ihren Ausdruck findet, zielt die Kollektivierung dieser Seinsform letztendlich durch die Kulturindustrie auf Abhängigkeit. Zusammenfassend kann man folgendes Feststellen:

These:

Während es in der archaischen Zeit der Menschheit keine Jugendphase gab, und diese sich erst vor dem Hintergrund einer städtischen Kultur zu formen begann und damit die biologischen drei - von der zeitlichen Vierteilung abgelöst wurde, kam es in Folge des breiten Wohlstandes nach dem zweiten Weltkrieg zu einer “Verjugendlichung“ aller Lebensphasen in der Gesellschaft. Diese Entwicklung wurde erstmals in sogenannten Subkulturen, angefangen beim Wandervogel, der westlichen Gesellschaft erprobt und dann über die Kulturindustrie in den mainstream gepowert.

4. Vom Wandervogel zum Beat

Wie wir schon in der Einleitung angeschnitten haben, ist die Beatgeneration nicht einfach aus dem Nicht erschienen. Sie hat ihre Vorläufer. Da wir zudem eine enge Verknüpfung zwischen der gesellschaftlichen Umstrukturierung infolge der Industriellen Revolution und der Bildung von Jugendkulturen sehen, ist unser Ansicht nach die Wandervogelbewegung der Urquell aller modernen Jugendkulturen. 1895 wurde von Gymnasiasten in Berlin - Steglitz der Wandervogel gegründet. (1) „Diese Jugendbewegung war eine Reaktion gegen die Erstarrungen, Einengungen und Konventionen der bürgerlichen Gesellschaft, zumal in ihrer willhelminischen, preußischen Spielart.“ Die Industrialisierung mit ihrer Verstädterung hatte die Verdrängung und Vernichtung der Natur in den Ballungsräumen zur Folge. Der Wandervogel verstand sich in der Tradition von Rousseau´s „ Zurück zur Natur“ und beschwor „aus grauer Städte Mauern“ zu entfliehen. Man kann beim Wandervogel zurecht von einer Ausstiegs - Bewegung, aus Familie, Schule, Arbeit und Beruf, sprechen. Erstmals in der Geschichte der Jugend wird eine zwei - Geschlechtlichkeit angestrebt und damit auf Gleichheit gesetzt. Neben anderen ist Friedrich Nietzsche das große Vorbild (Kerouac hatte ein Nitsche-Zitat über seinem Schreibtisch hängen!), was für eine starke Intellektualisierung des Wandervogels spricht. Seine Forderung nach dem Überwinden des Gegebenen und die „Schaffung eines neuen Menschen“ werden zentrale Inhalte der Bewegung. Auch hier wird wieder die intellektuelle Ausrichtung deutlich, die die Herkunft der Mitglieder aufzeigt, denn alle stammen aus den oberen Schichten der höheren Angestellten, der mittleren und hohen Beamten, der selbständigen Gewerbetreibenden und freiberuflichen Akademiker. Entsprechend dem Bevölkerungsanteil der eben genannten Herkunftsschichten betrug die Anhängerschaft des Wandervogels zu keinem Zeitpunkt mehr als 60 Tsd.( nach B. Schäfer), was aber durchaus auch dem heutigem Verhältnis, wonach nur 2 -10% einer Generation einer Jugendkultur zuzurechnen sind, entspricht.

Aufgrund seiner Ideale kann man den Wandervogel als (2)

„lebensphilosophisch inspirierte Jugendbewegung“, bezeichnen, den anders als bei der Studentenbewegung der 60er Jahre, die eine Reform der Gesellschaft forderte, strebte der Wandervogel nach einer neuen Lebensanschauung, einem naturverbundenes Körperbewußtsein und einem neuen Geist der Gemeinschaft, dem Bund. (3) „ Der Bund war das korporative Element dieser Jugendbewegung.“ Auf der bekanntesten Zusammenkunft des Wandervogels, 1913 auf dem Hohen Meißner bei Kassel, gab sich die Bewegung ein „Manifest“. Darin heißt es: „ Die Jugend, bisher nur Anhängsel der alten Generation, aus dem öffentlichen Leben ausgeschaltet, angewiesen auf eine passive Rolle des Lernens, auf eine spielerische - nichtige Geselligkeit, beginnt sich auf sich selbst zu besinnen, ...Sie strebt nach einer Lebensführung, die jugendlichem Wesen entspricht...“

Die Forderung dieses Manifestes markiert einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Jugend, der eine soziokulturelle Wandlung im Gang setzte, denn es ging um den fast schon revolutionären Akt die Freisetzung des Jugendalters. Sicherlich waren es nicht nur die Aktivitäten der Wandervögel die Jugend als eigene Sozialgruppe ins öffentliche Bewußtsein schob. Auch die Arbeiterjugend begann sich zu organisieren, was 1904 zur Gründung des „Vereins der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins“ führte. Im Gegensatz zum Wandervogel waren aber die Aktivitäten der Arbeiterjugend politischer Natur.

Im Zuge dieser Gesellschaftlichen Entwicklung kam es dann auch bei Kirchen, Gewerkschaften und anderen Parteien zur Gründung von Jugendgruppen. Aber allen diesen Jugendgruppen war gemein, daß sie im Dienste einer Lehre oder Ideologie standen und nicht wie der Wandervogel eine Jugendbewegung waren, die auf eine Abgrenzung zur Gesellschaft bestand und aus sich selbst heraus lebte. Um zu zeigen, daß der Wandervogel auch nach heutigem Maßstab eine Jugendkultur entwickelte, sei folgende Definition vorangestellt: (4) „ Jugendkulturen zeichnen sich durch eigne Kodifizierung von Sprache, Kleidung, Gestik und vor allem Musik aus. Sie schaffen sich durch die ästhetische “Überhöhung des Alltags“ eigne Symbolsysteme, die sich als Stil bezeichnen lassen und aus der einzelnen Jugendkultur eine geschlossene Miniaturgesellschaft machen.“ Dies zeigt, daß die zum Teil bunte Ausstaffierung mit Hüten, Bändern und Federn, die Liebe zur Natur und die Vorliebe für bestimmte Literatur, das Musizieren und der zum Teil sehr freizügige Körperkult der Wandervogel die Geburt der Jugendkultur ist.

Dieser Ausdrucks - Code und der Widerwillen sich unter - und einzuordnen führte dann auch zu einem Verbot des Wandervogels durch die Nazis, was einige Wandervogelgruppen in den Widerstand trieb. Das bekannteste Beispiel sind wohl die „Edelweißpiraten“, von denen mehrere Mitglieder diesen Einsatz mit ihrem jungen Leben bezahlten, als sie durch das Fallbeil der Nazi - Henker zu Tode kamen.

Zusammenfassend kann man festhalten, daß obschon der Wandervogel die erste Jugendbewegung war, sie weitgehend ein Privileg von Jugendlichen aus gutsituiertem Elternhaus blieb und damit die Eigenständigkeit der Jugendphase zwar eine Forderung für alle Jugendlichen, Erfüllung aber nur für wenige Wohlhabende war.

Die eigentliche Erfindung der Wandervögel, war die Freisetzung einer Lebensphase, und die Überführung derselben in ein Seinsprinzip. Das sich wenden gegen eine a) Entpersönlichung einer sich technisierenden Gesellschaft, sowie b)die Absage an eine Gesellschaft, deren Kommunikation zunehmend technisiert wurde (diese Technisierung mit ihrem zunehmend totalen Charakter läßt Marcuse von einer Eindimensionalen Gesellschaft sprechen).

Diese Erfindung blieb auch für andere sich bildenden Subkulturen, gerade im künstlerischen Bereich nicht ohne Folgen. So kam es mit dem beginnen 20.´ten Jahrhundert in ganz Europa zur Entstehung von Künstlerzirkeln, die in ihrem Schaffen grob gesagt nach Feisetzung des Seins und der Überwindung gesellschaftlicher Konventionen strebten und die sich außerdem mit der zunehmenden Entfremdung und Isolation des Einzelnen in einer sich zum totalen entwickelnden kapitalistischen Gesellschaftsordnung auseinandersetzten. Zu nennen wäre die Wiener-Cafeehaus-Szene, die Künstler-und- Avantgarde-Zirkel in Berlin der Zwanziger (alles Kokser), der französische Surrealismus und Existentialismus und der europäische Expressionismus und der Dadaismus.

Diese sehr knapp dargestellten Strömungen der Kunstszene verschmolzen in Amerika der 40er Jahre mit den Freiheits- Idealen des Wandervogels was letztendlich der Nährboden der Beat-Kultur wurde. Die Samen für diesen Nährboden wurden aber nicht zuletzt durch die Exilamerikaner der zwanziger Jahre gesät, die den kulturellen Austausch zwischen Amerika und Europa entscheidend prägten. Natürlich muß an dieser Stelle neben anderen Hemingway Erwähnung finden. Auch Lord Buckley der mit seiner Feststellung: „Der Rhythmus ist der Schlüssel zu allem“, mehr als seine Zeit auf den Nenner brachte und... Hunderte, Tausende verrückte, sabbernde, zuckende und geniale Menschen haben ihren Beitrag an der Beat-Generation. Als Star gilt uns aber Henry Miller (großer Fan von Lord Buckley), der sich mit seinem “Wendekreis des Krebses“ als echter Hipster entpupte der mit seinem gelebten Nonkonformismus bewies, daß man nicht untergeht, solange man Autenzität anstrebt. Nicht von ungefähr hatte der Verleger, Lawrence Ferlinghetti, Besitzer der führenden Beat-Buchhandlung <City Lights> die Regale voll mit Miller, Celine, Genet, Nelson Algren etc.

Der aufmerksame Leser wird inzwischen schon mitbekommen haben, daß die Beat-Kultur in Richtung einer künstlerisch- literarischen Poeten-Szene ging und damit in einer Tradition stand, die natürlich europäische Einflüsse hatten, im Kern aber so ur-amerikanisch war wie die Freiheitsstatur.

Zusammenfassend kann man von zwei Entwicklungssträngen ausgehen. Beide hatten ihren Ursprung bei den Wandervögeln.

Der erste, lebensphilosophische Strang, Abgrenzung zur Gesellschaft und die Forderung aus sich selbst heraus zu leben, fand Wiederhall in der Kunstszene.

Der Zweite, nämlich der Freiheitsgedanke in Verbindung mit Umherziehen und Naturverbundenheit lebte u.a. bei den Pfadfindern weiter.

Natürlich hat es in dem Raum zwischen Wandervögeln und den Beats immer hippige Gestalten gegeben, die beides vereinten, aber als Gruppe waren es die Beats die diese beiden Parallelstränge wieder zusammenführten. Neu hinzu kam eine Portion, Underground, amerikanischer Pioniergeist, Fetzen von Populärkultur, Sex, Zen, Drogen und Musik.

Denn es war, wie Hannah Arendt es ausdrückt, das gemeinsame Handeln und Sprechen was einige Hipsters der 50´ger zur Beatgeneration schweißte. Diese Abwendung von der totalen Individualität hin zur pluralen Dynamik einer Gruppe, gab der Bewegung Macht. Auch wenn, wie wir noch sehen werden, es nie so weit kam das die einzelnen ihre Subjektivität ganz aufgaben, denn dies hätte ja das Ende ihres Schaffens bedeutet, war es aber diese Macht, die sie etwas ändern ließ, was jenseits des politischen der westlichen Gesellschaft liegt und vielleicht mit Bewußtsein umschrieben werden kann.

(5)„Was aber der Beatgruppe ihre eigentliche Bedeutung verleiht, ist Ort und Zeit ihres Auftretens. Daß der ihr innewohnende Impuls des nonkonformistischen Protestes gegen die Entpersönlichung des Lebens gerade in Amerika zum Durchbruch kommt, wo sich der Meltau des Reglements über alle Gebiete des Denkens und Tuns ausgebreitet hat, ist das eigentlich faszinierende.“

These:

Wir behaupten, daß es die Wandervögel waren, die erstmals eine Freisetzung der Jugendphase forderten. Aber erst die Beats haben den entscheidenden Anstoß dazu gaben, dies auch praktisch umzusetzen und Jugend aus seinen Begrenzungen zwischen Kindheit und Erwachsenalter zu lösen. Also Jugend als Lebensgefühl oder Seinszustand auf das ganze Leben zu projezieren.

5. Beat

Bezeichnender Weise gibt es für den Begriff „beat“ keine exakte und eindeutige Übersetzung, wohl aber eine Vielzahl an Deutungsversuchen und Übersetzungsmöglichkeiten.

Sowenig wie man der „Beat Generation“ („BG“) ein strukturiertes Programm zuschneidern kann, so dehnbar und

auslegungsvariabel ist auch der Name beat. Schon 1945 entdeckte Kerouac dieses Wort für sich.

Herbert Hunke führte es in die Kreise um Kerouac, Ginsberg und Burroughs ein. Kerouac schrieb:

„... Und so erschien Hunke vor uns und sagte mit einem strahlenden Leuchten in seinen verzweifelten Augen: > Mann, ich bin beat < ... Irgendwie wusste ich sofort, was er meinte.“

Nichts positives war darin zu spüren - die Welt hatte sich gegen ihn verschworen.

Ein Wort, das ursprünglich die bescheidenen Verhältnisse der Menschen des Zirkus- oder Schaustellergewerbes beschrieb, aber auch in der Drogenszene, in der auch Hunke verwurzelt war, existierte. Als feststehender Begriff bedeutet „Beat“ hier soviel wie „ausgeraubt“ oder auch „gelinkt“ wie z.B. in „linker Deal“.

Erst sechs Jahre später, 1952, tauchte das Wort beat, bzw. „BG“ in einem Artikel der New York Times auf:

„This is the Beat Generation“, verfasst von einem Freund Kerouacs, dem er schon im November 1948 beschrieb: „..man könnte sagen, wir sind eine geschlagenen Generation.“

Bevor wir aber jetzt schon gleich mitten ´rein preschen in die Geschichte, kommen wir vorerst noch zu einigen weiteren Deutelein des Begriffs:

„BG“ wird oft auch als Anspielung auf die sogenannte „Lost Generation“ gesehen, die sich in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg vorrangig in Paris entwickelte und deren Anhängerschaft sich in den Lese-Salons um Gertrude Stein und Ernstes Hemingway scharte, um nur zwei der bedeutenden Namen zu nennen.

Die bloße Übersetzung des Wortes beat bedeutet „geschlagen“. Es ist aber ebenfalls Bezeichnung für die rhythmische Percussion des Jazz.

Soweit eine naheliegende Verwandtschaft, denn wie wir noch näher und zu späterem Zeitpunkt ausführen werden, hatten sich die Beats den schwarzen Jazz auf ihre Fahnen geschrieben.

War er doch so etwas wie das musikalische Pendant zu ihrer besonderen Art der Lyrik und Prosa.

Aus dem Jazz entstandene Stilrichtungen wie der Beebop oder der Cool Jazz verkörperten die selbe Spontaneität und Unabhängigkeit wie die Poesie der Beat Literaten. Eine „Poesie mit musikalischem Sound“ .

Beschäftigt man sich aber länger und somit auch intensiver mit dieser besagten “BG“ passiert etwas ganz von allein.

Der Kopf, und in diesem besonderen Fall 100%ig auch der Bauch, spult sogleich eine Liste von Assoziationen herunter, die unweigerlich entstanden aus den Schilderungen der Lebenseinstellungen der Beat-Poeten, aus deren Texten, die wir verschlungen haben und uns passagenweise gegenseitig an den Kopf schmissen, weil die Begeisterung unsere Fähigkeit lähmte strukturiert an diesem Thema zu arbeiten.

Vorstellungen die wir uns vom damaligen Lebensgefühl machten. Assoziationen wie: Freiheitssuche, Antikonformität, Rastlosigkeit und dieses gewaltige „unterwegs sein“, sexuelle Bedürfnisse befreien und ausleben, Drogenekzesse, Ablehnung sämtlicher kleinbürgerlicher Moralvorstellungen, ein Lebensgefühl eben, das so wenig mit dem >American way of life< zu tun hat und trotzdem nicht ganz unbeeindruckt davon geblieben ist. Sind wir es nicht, die heute gerade diese Freiheit und diese unkonventionelle Lebensweise zum >American way of Life< verklären? Man denke bloß an den späteren Film „Easy Rider“.

Aber wieder zurück zu einer versuchten Struktur:

Kerouac selbst zog gerne die Ableitung des Wortes, um das es hier schließlich immer noch geht, vom religiösen Ausdruck Beatific heran. Was soviel wie selig bedeutet und die spirituelle Seite der „BG“ hervorhebt, die bei soviel >American way of life< nicht außen vor bleiben darf.

Sein Versuch das >beat sein< zu erklären, zeigt letztlich auch die Diskrepanz auf, zwischen dem was Kerouac darin gesehen hat und dem was die einsetzende Massenmedienpopularität gerne daraus gemacht hätte. Und indem sie mit der „BG“ ein kulturelles Phänomen vermarkteten, auch gemacht hat.

Kerouac:

„...Ben Hecht sagte neulich auf einem Fernsehprogramm zu mir: „Warum fürchten sie sich, Ihre Meinung offen auszusprechen, was ist bloß mit diesem Land los, wovor hat denn jeder Angst?“ Meinte er mich damit?..

Gegen etwas zu sein, das war die Welt, die er sich vorstellte, das ist seine Idee der Freiheit, das nennt er Freiheit. ..“

Und weiter heißt es:

Nein, ich will für Dinge sprechen, für das Kruzifix spreche ich, für den Stern Israels spreche ich, für den göttlichsten Mann, der je gelebt hat und der ein Deutscher war,für Bach spreche ich, für den sanften Mohammed spreche ich, für Buddha spreche ich, für Laotse und Chuang-tse spreche ich, für D.T. Suzuki spreche ich ... warum sollte ich angreifen, was ich vom Leben liebe. Das nämlich ist Beat.

Sein Leben ausleben? Nicht doch, unser Leben auslieben. Wenn sie kommen, dich zu steinigen, dann hast Du zumindest kein Glashaus, nur Dein gläsernes Fleisch...

..die Beat Generation ist jedenfalls in ihrem Kern eine enthusiasmierte Gruppe neuer amerikanischer Menschen, die auf Freude aus ist ..“

(Aus: J.Kerouac; Beat - Glückselig; Die Anthologie beat; Paetel) Und die letzte Definition unseres so wichtigen allumfassenden Wortes stammt auch wieder von Kerouac, so wie er sie für´s „Random House Dictionary“ verfasst hatte:

„Angehörige der Generation, die nach dem 2.Wk volljährig wurde und sich, angeblich als Folge einer Desillusionierung durch den kalten Krieg, einer mystischen Distanz und der Lockerung sozialer und sexueller Spannung verschrieben.

6.Charakteristika der Beat Generation

Bevor wir beginnen uns im Detail mit den wichtigen Faktoren der „BG“ auseinander zusetzten, ist es wichtig allgemein noch einige Punkte aufzuzählen, die der Erwähnung wert sind.

Oftmals werden die Beats auch als die sogenannten Beatniks bezeichnet. Eine Namensschöpfung, die nicht der eigenen Gruppe entsprungen ist, sondern eher ein herangetragenes abwertendes Schlagwort war. Weshalb abwertend?

Da die Amerikaner krass ausgedrückt nur von sich selber beeinflusst waren, es weniger als in Europa verschiedene kulturelle Richtungen gab und vielleicht auch gibt, war alles neue und unkonformistische schnell erst mal als kommunistisch abgestempelt und beschimpft.

Kommunismus und Amerika, als kleine Gedächtnishilfe, geht ungefähr so gut zusammen, wie Kaubonbon und Zahnersatz, also gar nicht. Und sobald etwas nicht dem >American way of life< entsprach, wurde es schnell zum >Systemgegner< erklärt.

Die Bezeichnung Beatnik, entstand in klarere Anlehnung und Verhöhnung zum Namen des ersten Satelliten den die UdSSR im Jahre ´57 ins All geschossen hatten, dem „Sputnik“.

Das gleiche Jahr in dem auch die Beat Generation „offiziell“ wird und in den Medien Vermarktung und Kritik findet. Die Gleichung könnte also lauten:

Beat(neu,zwielichtig) + Sputnik(Ostblock,feindlich) = Beatnik(obskur)

Dabei lag den Beats nichts ferner, als sich politisch in irgendeiner Weise zu engagieren.

Sie fühlten sich von Extremen angesprochen. Waren somit gleichsam fasziniert von (ehemals) kommunistisch/sozialistisch angehauchten Dichtern, wie Kenneth Rexroth als auch von Ezra Pound, mit seinen faschistoiden Tendenzen.

Da sie sich politisch nicht zuordneten, waren sie insofern auch nicht die Wegbereiter der politisch bewegten Hippi-Szene. Jedenfalls nicht was den politischen Aspekt anbelangt. Auch wenn dies fälschlicher Weise oft behauptet wird Daß es sehr wohl eine Schnittstelle beider Kulturen gibt, werden wir im Abschnitt 6.2 herausarbeiten.

Auch wenn die Beat-Ära im allgemeinen von 1957 - 1960/61 angesiedelt wird, also eine sehr kurze Zeiteinheit umfasst für eine Bewegung mit solchem Ausmaß, ist natürlich schon lange vorher die Strömung unterwegs.

Erst ein gutes Jahrzehnt nach dem Beginn ihres Laufes, spült sie über die Ufer und erobert sich das Land.

Und wissen will man noch; Wo lief das alles eigentlich ab? Diese Beat Generation, wo waren die denn genau? In den USA, oder wo? Also es war in den USA, wenn auch viele schon mal ´gen Mexico oder nach Europa und Tanger abgehauen sind, wiedergekommen sind sie allemal.

Denn wenn sie eines mit den USA verbannt, war es diese besondere Haß-Liebe mit der sie ihrer Heimat gegenüberstanden, und die sich auch immer wieder in ihren Werken niederschlagen wird, wie wir später noch genauer betrachten werden.

In ihrem Leben war eine ständige Bewegung zu verzeichnen und besonders bewegten sie sich hin und her zwischen New York, genauer dem Greenwich Village und Kalifornien, San Franzisco / North Beach.

Die Szene war dominiert von jungen intellektuellen Männern, sicher gab es auch die Beat-Frauen aber in sämtlichen Aufzeichnungen zu dieser Zeit, spielen sie eine eher schlecht beleuchtete Nebenrolle.

Was man von ihnen sagen kann ist, dass sie eine äußerst gegenwartsbezogene Truppe von Literaten, Künstlern und Musikern waren. Die ihr Leben nicht nach Traditionen ausrichtete und Werte und Moral der Gesellschaft achteten.

Sie gingen ihre eigenen Wege und kreierten dabei einen eigenen internationalen Stil der Ästhetik, der Mode und des allgemeinen Verhaltens.

Sogar eine eigene Sprache schufen sie, indem sie Ausdrücke und Redewendungen aus den verschiedensten Randmilieus zusammenpuzzelten und mixten.

Sei es aus dem Jazz oder dem Jargon der Drogen- und Schwulenszene.

Somit schufen sie einen Slang, der als Propagandasprache für ein Lebensgefühl stand.

Codeartig, für Außenstehende oft nicht zu entschlüsseln, da viele Wörter nicht für ihre offizielle Bedeutung standen und nur von „Insidern“ verstanden wurden.

Trotzdem haben sich viele von ihnen in den normalen Sprachgebrauch integriert, selbst die Generation heute, benutzt immer noch Teilstücke daraus. (Kick, cool, uncool, chick...)

Um zum Schluß des allgemeinen Teils zu gelangen, verweisen wir auf einen ihrer Hauptautoren: Allen Ginsberg, teilte die Geschichte der „BG“ in vier grobe Phasen ein:

1) Das Zusammentreffen der Schlüsselautoren und deren spirituelle Befreiung. 2) Die Niederschrift der literarischen Werke. 3) der Kampf gegen die Zensur. 4) Zweifelhafter Ruhm und Ansehen im Gefolge ihrer Veröffentlichung.

6.1 Musik

Wenn es um Musik geht, was soll man da lange Reden schwingen?

Mir kann noch so lange jemand beschreiben wie genau nun eine Banane schmeckt, so lange ich sie nicht selber probiert habe, werde ich immer nur eine unvollständige Vorstellung davon haben.

Aber einführend nehmen wir uns doch die Freiheit wenigstens ein paar Worte zu jenem Mann zu verlieren, der sozusagen den „Soundtrack“ der „BG“ komponiert hat; Charlie Parker.

Wie schon anfangs erwähnt war der Jazz und speziell der Stil des Beebop, für die „BG“ so etwas wie die musikalische Verkörperung ihrer Texte.

Spontan, wild, schnell, ekstatisch, emotionsgeladen, tief und wahr und einzigartig authentisch.

Poeten des Jazz waren allen voran: Dizzy Gillespie, Thelonious Monk, Miles Davis und eben jener Charlie (Bird) Parker.

Letzterer, die Beat-Ikone des Beebop, starb schon im Alter von 34 Jahren, wurde aber schon vor seinem Tod zu einer Art Legende.

Man sagte über ihn er schliefe nie, hielte sich mit Drogen fit, an denen er auch zu Grunde ging und fragte man ihn nach seiner Religion sagte er, er glaube an die Musik.

Man nannte ihn Bird, denn er verkörperte ein Freiheitsgefühl, das man in melancholischen Momenten gerne den Vögeln zuschreibt.

Aufgewachsen ist er in Kansas City und war schon als Kind der Musik verfallen. Bald schon zog es ihn nach Harlem, wo er begann auf Improvisationsabenden zu spielen. Er übte unablässig auf seinem Alt Saxophon und das Tempo seines Spiels, die darin enthaltende Spontaneität, sowie seine Technik ließ die Leute fliegen auf Bird.

Für die „BG“ wurde er zum adaptierten Helden, der ihr Lebensgefühl verkörperte, indem er jeden Moment intensivst zu erleben schien und das ganze Dasein auf einmal in sich aufnahm.

6.2. Religion

Buddha war Inder und zeitlebens weder in China, Japan geschweige der USA. Trotzdem ist seine Lehre genau diesen Weg, gegen die Sonne, von West nach Ost gewandert. Und, wenn hier steht gewandert, dann meint es auch gewandert, vielleicht im Ausnahmefall getramt oder mit dem Schiff oder dem Flugzeug oder dem Es war Bodhisattva der den Mahayana-Buddhismius nach China brachte, zu Fuß. Und in China des 6. Jahrhunderts bildete sich, sicherlich unter dem starken Einfluß des Tao, der Zen-Buddhismus herraus. Im 13. Jahrhundert gelangte dann der Zen nach Japan. Und da den Amis 1863 nichts besseres einfiel, als mit Waffengewalt die Öffnung Japans zu erzwingen, bekamen sie im Gegenzug den Zen. Vollkommen absichtslos von tausenden “gelbhäutigen“ Einwanderern an die Westküste geworfen. China-Town.

Denn Zen lehrt, das es nichts zu lehren gibt, peng. Ying-an sagt: Das Zen-Leben ist der kürzeste Weg; er fordert nicht den geringsten Kraftaufwand, um Erleuchtung zu erlangen und Zen unmittelbar da zu verwirklichen, wo du bist.

Erleuchtung, Samadhi oder einfach Freiheit. Aber nicht diese Art der Freiheit, die von Außen wirkt, sondern die von Innen. Nicht wie Marx sagt, die Umstände/das Materielle formen das Bewußtsein sondern umgekehrt (deshalb Das Paradoxe dieser Zen Freiheit besteht wohl in der Gegenwärtigkeit, die sich dann zu entziehen pflegt, sobald sie bewußt gesucht wird. Zen Freiheit lebt in der Zwischen Welt und drückt sich in einem Seinszusatand aus, den die Chinesen nicht ohne Witz das Nicht-Tun nennen. Dies meint soviel wie, wenn ich dieses Referat halte, dann tue ich dies nicht um eines Scheines willen, sondern um dies Referat zu halten. Der Zweck einer Handlung ist die Handlung selbst. Unter´m Strich bleibt ein Lebensgefühl, ein, damit wären wir wieder bei ihm, dem: Seinszustand.

Dieser findet seit jeh her in der Kunst Japans seinen eigenen Ausdruck in Wabi-sabi. Um dies zu erklären hilft folgende Geschichte: Ein Wanderer ist auf dem Weg über das Land, als die Dunkelheit hereinbricht. Wo wird er eine Unterkunft für die Nacht finden? Er sammelt Binsen, die auf den Feldern liegen, und bindet sie an der Spitze zusammen. Der zeltartige Raum bietet ihm den gewünschten Schutz. Am Morgen löst der Wanderer den Knoten, die Binsen fallen auseinander und liegen wieder dort, wo er sie aufnahm. Das nächtliche Lager hinterläßt kaum eine Spur, außer einigen leicht geknickten Binsen und in der Erinnerung des Gedächtnis des Wanderers.

Diese Methode, mit dem geringst möglichen Aufwand, das bestmögliche zu erreichen und dabei in die Natur der Dinge so wenig wie möglich einzugreifen oder ihr gar zuwider zu handeln, übte auf viele Künstler des Westens eine Faszination aus. Nicht zuletzt, weil dem Dämon des technischen Fortschritts jede Achtung vor dem Lebendigen Rhythmus des Lebens fehlt, dem der Zen huldigt, und weil die zweitausendjährige Irrfahrt des Christentums die Trümmer der von ihr zerstörten Kulturen über alles Lebende geschüttet hat. Von zentraler Bedeutung sind in der Zen-Tradition die Wandernden Lehrer, die immer dem Tao folgend mal hierhin mal dorthin kamen, und wenn es jemand wissen wollte ihre Message kund taten, und dann wieder weg waren. Es brennt gerade zu auf der Hand, daß vor Kerouac keiner drauf gekommen ist: Jesus war auch ein wandernder Zen-Meister, vielleicht der Größte von allen.

Beat entdeckt also Zen und Kerouac hat es wie kein anderer Verstanden seine eigene katholische Prägung mit dem Buddhismus in Übereinstimmung zu bringen. Um die Zen-Basis der Beats annähernd nachvollziehen zu können muß man <<Gammler, Zen und hohe Berge>> von Kerouac gelesen haben. In diesem Buch verschmelzen der Freiheitsgedanke der Wandervögel, der bei den Beats nicht mehr “raus aus grauer Städte Mauern“, sondern zeitgemäßer “raus aus grauer Gesellschafts Mauern“ wurde, mit der Wandertradition des Zen. Dies führte zur Geburt des Zen- Gammlers, der in dem genannten Buch seinen Prototyp hat: Japhy alis Gary Snyder.

Welches Land wäre besser geeignet gewesen diese neue Variante des Buddhismus Raum zu geben als die USA? Weites Land, durchzogen von Straßen der Unendlichkeit. Einen Rucksack mit allem zum Leben, einen Daumen zum Trampen, und Güterzügen die nur darauf warten, daß du dich auf sie schwingst. Zen-Beat inzinierte die Ästetik der Spontanität wurde die Grundlage um rasend und zugleich in sich ruhend die Ewigkeit zu spüren. Zen, Sex, Drogen, Literatur plus Jazz = Ryhtmus der Beat- Generation Einst wurde Bai-dschang gefragt: „Was ist das wunderbarste Ereignis der Welt?“

Er sprach: „Hier sitze ich ganz für mich selbst.“

Wie wir an anderer Stelle schon aufgezeigt haben, ist die Beat-Generation in dem Maße wie sie unpolitisch war, religiös gewesen.

Das Religiöse war es denn auch, was die späteren Hippies von den Beats geerbt hatten. Allerdings war bei den Hippies nicht mehr der Buddhismus maßgebend, sondern Indien mit all seinen Farben und Formen.

6.3 Literatur

Seid den 30er Jahren hatten sich die bisherigen Dichtungsformen am „Proletarischen Realismus“ ausgerichtet.

Die Themen kreisten um die bestehenden Probleme und Tragödien des Menschen dieser Zeit, der großen Depression.

In klarer Form und direkter Linienführung kam diese proletarische Dichtung daher.

Verbrüderung der Arbeiterschaft, Klassenkämpfe und Einzelschicksale von Arbeitern denen der soziale Aufstieg verwehrt blieb, Kritik am amerikanischen Traum.

Wie, schon mal gehört?

Na gut, es hört sich nicht nur so an. Es war Tatsache, dass sich viele der amerikanischen Schriftstellerelite zu marxistischen Lehren bekannte.

Kommunistische Lösungen wurden in der Zeit der großen Depression zumindest von ihnen für möglich gehalten.

Doch war dies nur eine Phase.

Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges setzte sich ein Dämpfer über ihre radikalen Ausbrüche.

Die amerikanische Mentalität war wohl nicht ganz unschuldig daran.

Wettbewerbsgeist und Individualismus wollten sich nicht so ganz einfügen lassen, in die von Kommunismus und Sozialismus gefärbten Ideologien dieser Schriftsteller.

Der Reiz von Ungebundenheit und der idealisierte amerikanische Freiheitsgedanke trugen ihren Teil dazu bei, dass die ideologisch „Abtrünnigen“ bald wieder auf dem „american way“ wandeln sollten.

Was aber unterschied nun die literarischen Ergüsse der „BG“ von anderen Produzenten wortgewaltiger Epen, Texte oder Gedichten?

Es gab ja auch, parallel zu den „Kerouacs“ der „BG“, begabte Schriftsteller die es auf den grünen Zweig des Erfolges geschafft hatten.

Nehmen wir als Beispiel einmal J.D. Salinger, dem mit seinem 1951 erschienen Werk „Der Fänger im Roggen“ ein bis heute anhaltender Erfolg beschieden ist und das wahrhaft gut und groß ist! Oder für manche noch wahrhaftiger und guter und größer, sein 1955 folgender Roman „Franny und Zooey“.

(min. 50% der Autoren dieses Referates bekennen sich freiwillig! Anm.d.Red.) Erfolg anderer sei also an dieser Stelle nicht widerlegt.

Sie schufen ihre Erfolge aber zu Hauff im Alleingang, brödelten so lange vor sich hin, bis etwas geniales und großes und wahrhaftiges dabei herauskam.

Die Beat Literaten hingegen, schufen und werkelten fast gemeinsam an ihren Erstaunlichkeiten.

Sie verarbeitete sich selber darin, sie inspirierten sich gegenseitig, wurden voneinander beflügelt und standen mit ihrer Person Pate, für die vielen Charakteren ihrer Geschichten. Fast jeder war die Muse eines anderen.

Sie schrieben über etwas, das man ihnen abnahm. Es steckte Authentizität dahinter, keine angelesenen Wahrheiten.

Selber erlebtes und gefühltes war es, was den Lesern und Zuhörern entgegen geschleudert wurde.

Sicher waren auch anderen in ihrem Schaffen authentisch aber es war eben ihr Leben miteinander, waren ihre Reisen, ihre Erlebnisse und Erfahrungen, vom Drogenrausch und spirituellen Visionen über Sex, musikalische Exzesse, bis hin zu wahrer Freundschaft, das begeisterte und mitriss.

Ihre Philosophie war; Kunst und Leben sind untrennbar miteinander vereint.

Um sein Leben mit künstlerischen Werten zu füllen, musste es in ständiger Bewegung bleiben.

Stillstand als Tod jeder Entwicklung.

Der bisher herrschende Formalismus, von einer Geistes- haltung begleitet, die sämtliche Versuche aufstrebender neuer Lyrik unterjochte, wurde gesprengt von einer Ästhetik der Spontaneität.(und das ist kein abgeschriebener Satz!)

In einem einzig großen „Flow“, verspielt, holprig, direkt und die Zwänge von Syntax- und Grammatikregeln ignorierend, kam die Beatpoesie daher.

Nichts sollte konstruiert wirken, das nachträgliche

überarbeiten von Texten war verpönt. Kerouac sollte das Motto prägen: >Erster Gedanke, bester Gedanke<.

Das war neu!

Und neu war auch die Technik des „Cut ups“, die besonders schön schon in den ersten Seiten von Burroughs`„Naked Lunch“ zum Ausdruck kommt.

Eine Technik, die sich auch heute noch, besonders in der Musik großer Beliebtheit erfreut, in der ja das sampeln und remixen, will sagen das Zerlegen und neu zusammensetzten von vorhandenem Material, inzwischen Gang und Gebe ist.

Ein Freund Kerouacs`, Seymour Krim, schreibt im Vorwort zu Kerouacs „Desolation Angels“, die Beatliteratur sei zu lesen wie ein schneller, pausenloser, aufgejazzter Film.

In gewisser Hinsicht waren sie also doch eine Truppe von Revoluzern, allerdings nicht im Sinne von politischem Protest.

Sie revolutionierten die Literatur des konventionellen Amerikas, hinter dessen Fassade es schon lange gebrodelt hatte.

Somit war es kein Wunder, dass die Beatliteratur so populär wurde. Die Beats hatten sich sozusagen im „Freistil“ in die Herzen ihrer Zeitgenossen geschrieben.

Sie hatten den Teil in ihnen berührt, der all dies kannte und selber gefühlt und erlebt hatte.

Sie hatten ihre Sehnsüchte und Träume benannt.

Gewollt oder nicht, Kerouac, Ginsberg, Burroughs und all die anderen (die hier leider unerwähnt bleiben müssen) waren zu einem Identifikationsmaß für eine Generation geworden.

Dass viele von ihnen daran auch zerbrochen sind, steht in einem anderen Kapitel geschrieben.

Ihr Stil jedenfalls - auch San Francisco Renaissance getauft, hat bis heute Einfluss auf Lyrik und Prosa.

7. Die wichtigsten Autoren / die wichtigsten Werke

Eigentlich ist diese Festlegung diskriminierend, denn alle Autoren verdienen gelesen zu werden. Und vor allem sind es die unbekannten Autoren deren Werke nie ein weißes Blatt gesehen haben und jetzt in irgendeinem Schubfach des kollektiven Unterbewußtseins der Menschheit verstauben.

Und noch was. Nicht alle Schriftsteller jener Zeit rechneten sich zur Beat-Generation. J.D.Salinger mit seinem “Fänger im Roggen“ traf genauso ins Gefühl der Zeit wie die Studenten des 1933 in North Carolina gegründeten <<Black Mountain College>>. Diese Brutstätte der amerikanischen Avantgarde war mit ihrem Black Mountain Review mitte der fünfziger Jahre in den USA die einflußreichste Lyrik-Gruppe. Und obwohl sich später etliche Querverbindungen zu den Beat-Poeten nachweisen lassen, waren sie bis zur Schließung des College 1956 eine eigenständige Szene.

Wenn man also von den wichtigsten Autoren der Beat-Generation zu reden beginnt, dann kommt man an drei Gestalten nicht vorbei. Dies nicht etwa, weil diese drei die besten waren, sondern weil sie im Äther der Öffentlichkeit kleben geblieben, und damit zu den Identifikationsfiguren der Beat-Bewegung geworden sind.

Beginnen wir mit William S. Burroughs:

Am 4.August1997, während das Oder-Hochwasser die Republik in Atem hielt, erschien in der Berliner taz auf der Titelseite:

<<Heute kein Hochwasser, Burroughs tot.>>

Damit hatte er sowohl Ginsberg als auch Keruoac überlebt. Und dies obwohl keiner von den dreien so exessiv mit Drogen experimentiert hatte wie er. Er führte zwar das Leben eines Abhängigen, verstand es aber seine Sucht literarisch so zu verarbeiten, daß 1953 sein erstes Buch “Junkie“ veröffentlicht wurde. Sein zweiter Treffer, den sich im Vorwege sogar ein Pornoverleger weigerte zu veröffentlichen, wurde 1959 “Naked Lunch“.

Obwohl B. aus bester Familie stammte, in Harvard in englischer Literatur und Anthropologie promovierte und damit einem geordneten Leben nichts im Wege stand, zog es ihn ins Unbekannte gesellschaftliche Dunkel.

Hier wurde er aber nicht Beobachter, sondern Teilnehmer, Junkie und auch Mörder, nachdem er im Suff versucht hatte, seiner Frau, ganz nach Tell, ein Glas vom Kopf zu schießen. Das Glas verfehlte er, nicht aber den Kopf seiner Frau. An anderer Stelle säbelte er sich mit einer Geflügelschere einen Finger ab.

Als dies, was ausgereicht hätte einen anderen in der Versenkung dieses Planeten verschwinden zu lassen, ließ ihn berühmt werden, so berühmt, daß er heute eine 29 Cent Briefmarke ziert, auf dem Beatles Album <Sgt Pepper> verewigt ist, von Warhol und K.Cobain hofiert wurde, auf einem U2 Videoclip in die Welt strahlt etc.

Er war Selbstdarsteller und Selbstzerstörer, radikaler Gegner und Mitläufer, der seine Inspirationen nie allein, sondern mit seinen Freunden teilte und die er brauchte um zu schaffen. Er war ein fester Bestandteil der Beat-Szene, die ihn gebar und die er überlebte. Was ihn, den schwulen, alten, perversen Junkie vor der amerikanischen Gesellschaft rehabilitierte, war sein stets korrektes Auftreten, in dem er eher einem Bankangestellten glich, und seiner Vorliebe für Waffen.

Weiter im Film geht es mit Jean-Louis Lebris de Kerouac - Vom Antihelden zur Ikone Jack Kerouac, geboren am 12.03.1922 in Lowell / Massachusetts. Er war der zweite Sohn der katholischen, Franko-Kanadischen Einwanderer Familie und verkörpert in unserer Triologie der wichtigsten Beatautoren am ehesten die Rolle des tragischen Helden.

Bruder in jungen Jahren verstorben, gefolgt 1946 von Vater folgt ihm.

Jack wird sein Leben lang die übergroße emotionale Bindung an seine Mutter nicht lösen können. Auf der einen Seite also gefesselt, auf der anderen hingegen von einem unwahrscheinlichen Freiheitsdrang besessen, dem er Ausdruck in seinen unzähligen Reisen gab.

Auf der Columbia-Universität als Footballheld gefeiert und letztlich an einem Beinbruch gescheitert, beschloss er Künstler zu werden und kehrte dem Studentenleben den Rücken.

Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Tätigkeiten. Schnellimbissverkäufer, Bremser bei der Bahn oder als Anwärter auf irgendwas bei der Kriegsmarine.

(Aus der er ehrenhaft entlassen wurde, nachdem bei ihm eine >indifferente Persönlichkeit< diagnostiziert wurde)

Er lebte in New York, hier hatte er zumindest seinen Ausgangspunkt für seine vielen Trampeskapaden quer durch die USA und Mexiko, für seine reisen die ihn mal nach Europa, mal nach Tanger/Marroko führten.

In NY war es auch, wo er mit Ginsberg und Burroughs zusammentraf. Um diese drei Gestalten sollte sich bald ein ganzer Kreis Gleichgesinnter und Dazugehöriger scharen.

(Sie hier allerdings alle aufzuzählen dürfte leider den Rahmen dieses Referates sprengen.)

Einer jedoch sollte nicht unerwähnt bleiben, war er doch, als er ihn erst einmal kennen gelernt hatte, die Muse Kerouacs. Von ihm inspiriert schrieb er in einem drei wöchigen-Schreib- marathon das Manuskript zu seinem Erfolgsbuch On the road runter.

Neal Cassady.

Er wurde zu Dean Moriarty, dem Helden des Romans.

Wild, ungestüm, er quasselte in einem fort, war der Prolet unter den Beats, ohne nennenswerte Schulbildung aber mit der Gabe eines, wie es schien, allumfassenden Verstandes.

Auf die Veröffentlichung musste Kerouac allerdings ganze sechs Jahre warten. Eine Zeit die er nutzte, um weitere Werke zu verfassen und natürlich um zu reisen. Denn immer in Bewegung musste er sein.

1957 dann, fielen zwei wichtige Ereignisse zusammen, die die „BG“ zum Durchbruch führten.

1. Das Langversgedicht „Howl“ von Allen Ginsberg erscheint und ruft eine Welle des Protests einerseits und der Begeisterung andererseits hervor.

2. Nur einige Monate später erscheint nun endlich „On the road“. Das in kürzester Zeit zum Bestseller avanciert und Kerouac in den Mittelpunkt des Geschehens wirft.

Aber Ruhm und Aufmerksamkeit riefen bei ihm immer öfter Schreibblockaden hervor, er verfiel zunehmendst dem Alkohol und kam mit der Rolle als Ikone und Schöpfer einer ganzen Generation nicht zurecht.

Wir erinnern uns, dass auf ihn letztlich die Schöpfung des Begriffs „BG“ zurückfällt, die jetzt mit „On the road“ ihre Bibel gefunden hatte und in Kerouac ihren Propheten.

Doch hatte Kerouac sich in den sechs Jahren, die er auf das Erscheinen seines Buches hatte warten müssen, schon einen Schritt entfernt, von dem jungen Wilden, dessen Platz er -als „Sal Paradise“- an der Seite von Dean einnahm.

Er schilderte immerhin Erlebnisse, die schon beinah ein ganzes Jahrzehnt zurücklagen.

In der Presse nahm Beat immer größere Formen an und nicht immer war der Name positiv besetzt: ( beat,Anthologie, S.30, 31 zitieren)

Kerouac kapselte sich immer weiter ab, wurde mehr und mehr zum Säufer, zog von einem Haus in das nächste, immer mit seiner Mutter im Schlepptau.

Der Kontakt zu den alten Kreisen nahm ab, wurde fast ausschließlich in Briefen erhalten.

Die Schreibversuche die er noch unternahm, mündeten in keine Euphorie mehr, wie er sie früher beim Schreiben verspürt hatte.

Sie fanden auch keinen großen Anklang mehr bei den Kritikern.

Sein Ruhm indes brach nicht ab, ihn hat er auch nicht überlebt.

Im Oktober 1969 brach er in seinem Haus in St. Petersburg zusammen, in dem er mit seiner Mutter und seiner dritten Frau Stella lebte.

18 Std. später starb er in der Klinik an inneren Blutungen Noch nach seinem Tod erschienen weitere Werke von ihm (Man kennt diese Phänomen, denke man nur an Queen!). Die Filmrechte zu „On the road“ wurden endlich verkauf, nach sich bereits 1957 Marlon Brando für die Rolle des Dean interessiert hatte.

Mit dem Stil den Kerouac in „On teh road“ anschlägt hat er ein bedeutendes Filmgenre geschaffen.

Dieser Stil schlägt sich heute noch nieder in den sogenannten „Roadmovies“.

Kommen wir nun zur dritten Größe:

Irwin Allen Ginsberg, geboren am 03.06.1926

Der eine unter den Dreien, für den der Schritt Beat zu werden ein geringer war. Seine Eltern zählten zu den linken Bohemiens und trieben sich schon auf den Straßen den Greenwich Village herum, bevor es zum Zentrum der Beats avancierte.

Allen wuchs auf in Paterson, New Jersey. Extrem intelligenter Schüler, mit einem späteren Stipendium für die Columbia Universität. Hier lernte er Lucien Carr kennen (auch einer der Meute), der ihn später mit Jack Kerouac zusammen brachte. Ebenso war es Lucien, der den Kontakt zu Burroughs herstellte.

Allen flog 1945 von der Columbia, denn obwohl dort als Musterstudent angesehen, suspendierte man ihn wegen seiner Homosexualität für ein Jahr des Campus.

Zu jener Zeit, als Kerouac, Ginsberg und Burroughs schon das Zentrum eines ständig rotierenden Zirkels von intellektuellen Randgestallten waren, schufen sie die Grundvoraussetzungen, die später das Konzept des >Beat seins< begründeten. Sie nannten es >Die neue Vision<:

„1) Unzensierter Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist der Keim jeder Kreativität. 2) Das Bewusstsein des Künstlers wird durch nichtrationale Mittel erweitert: Verwirrung der Sinne, sei es durch Drogen, Träume, halluzinatorische Zustände oder Visionen. 3) Kunst tritt an die Stelle der Gebote konventioneller Moral.“

(aus: Die Beat Generation, Steven Watson)

Während die anderen beständig auf der Suche waren und das meistens in den weiten der Amerikanischen Landschaft oder in Mexiko, war es Ginsberg, der in New York blieb, um sein Studium fortzusetzen.

Als er mit 23 in die Psychiatrie eiengewiesen wurde, lernte er dort Carl Solomon kennen.

Für ihn und für seine Mutter, die psychisch krank und später an den folgen dieser Behandlung verstarb, schrieb Ginsberg später das Gedicht „Howl“. Ein Gedicht als Protest gegen gesellschaftliche Erstarrung und die kleinbürgerliche Wohlanständigkeit Amerikas. Sein Verleger, L. Ferlinghetti bekam dafür einen Prozeß angehängt und das Buch wurde auf die Rote Liste gesetzt. Was seine Popularität allerdings nur noch steigerte.

Ein weiteres Gedicht von ihm, der er den Platz des Lyrikers in unserem Trio einnimmt, widmet er seiner Mutter anlässlich ihres Todes. „Kaddish“

Ginsberg, der die Beat Generation bedeutend mitgeprägt hat, hat sie auch überlebt. Er war sein Lebtag lang ein Provakateur.

Er war leidenschaftlicher Zen-Anhänger, predigte die AllLiebe, solidarisierte sich mit Flower Power, setzt sich für die freie homosexuelle Liebe ein und rollte dem System immer wieder Steine in den Weg. Er hatte die Macht der Worte begriffen und für sich als Streitwaffe gefunden.

Er starb am 05.04.1997, knapp ein ½ Jahr bevor auch Burroughs, der letzte Veteran der Beat Generation das zeitliche segnete.

Literaturliste

In Punkt 3:

(1)Seite 18, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(2)Seite 43, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(3)Seite 78f, W.Hornstein zitiert in Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(4)Seite 12, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(5)Seite 11, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(6)Seite 13,Jugendwerk der Dts. Shell (Hrsg), Jugend ´97

In Punkt 4:

(1)Seite 49, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(2)Seite 53, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(3)Seite 50, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(4)Seite 52, Bernd Schäfer, Soziologie des Jugendalters, Leske Verlag+Budrich GmbH Opladen 1982

(5)Seite 16, Karl O. Paetel, Beat eine Antologie,Rowohlt 1962

Details

Seiten
31
Jahr
1999
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v105019
Note
1.3
Schlagworte
Beat Generation

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Titel: Die Beat Generation