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Wagner: Die Kindermoerderin

Seminararbeit 1999 19 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltliche Zusammenfassung des Trauerspiels „Die Kindermörderin“

3. Historischer Hintergrund zur Entstehungszeit der Kindermörderin
3.1 Der Adel und sein Schicklichkeitsideal
3.2 Die Bürger und ihr Tugendbewusstsein
3.2.1 Entwicklung des bürgerlichen Tugendbewusstseins
3.2.2 Die Kindesmorddebatte im 18. Jahrhundert
3.3 Zur Person Wagners und seiner Gesinnung

4. Absicht und Wirkung der Kindermörderin mit besonderer Berücksichtigung der „Verführungs“- Szene

5. Fazit
Primärliteratur
Sekundärliteratur

1. Einleitung

Diese Hausarbeit hat das 1776 geschriebene und veröffentlichte Trauerspiel „Die Kindermörderin“ von Heinrich Leopold Wagner zum Thema.1 Hierbei möchte ich die „Vergewaltigungs-“ Szene im ersten Akt aus dem inhaltlichen Kontext hervorheben. Die schonungslose Härte, mit welcher der Autor durch diese Szene in sein Trauerspiel einführt, fasziniert und erschrickt den Leser gleichermaßen. Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind, ob die Reaktion der Leser der damaligen Zeit eine ähnliche war und welche Motive H.L. Wagner bewegen das Drama mit dem ersten Akt so zu beginnen? Um im Verlauf der Hausarbeit darauf Antworten finden zu können, gilt es die Menschen der damaligen Zeit mit ihren juristischen und politischen sowie sozialen und kulturellen Werten genauer zu betrachten und die Person Wagner in seinen historischen Kontext einzubetten. Hierzu werde ich im Anschluss an eine kurze inhaltliche Zusammenfassung den historischen Hintergrund im dritten Kapitel besonders berücksichtigen. Im vierten Kapitel möchte ich die oben aufgeworfenen Fragen mit Hilfe des historischen Hintergrunds beantworten.

2. Inhaltliche Zusammenfassung des Trauerspiels „Die Kindermörderin“

„Die Kindermörderin“ beginnt mit der Begegnung der achtzehnjährigen Bürgerstochter Evchen, ihrer Mutter Frau Humbrecht und dem Leutnant von Gröningseck, der die beiden Damen zu einem Ball eingeladen hat. Der Leutnant führt die beiden ahnungslosen Frauen nach dem Ball in ein Bordell zum Frühstücken. Dort flirtet er mit den beiden Damen und bekundet besonderes Interesse an Evchen. Kurze Zeit später besticht er eine ihm bekannte „Hur“, der Mutter von Evchen ein Schlafpulver in den Punsch zu mischen. Als Frau Humbrecht betäubt einschläft, bedrängt der Leutnant Evchen. Sie ahnt die bevorstehende Gefahr und versucht zu flüchten. Es gelingt ihr nicht und von Gröningseck bezwingt sie mit „Getös“ in der Seitenkammer. Evchen ist verzweifelt und klagt der schlafenden Mutter: „deine Tochter ist zur Hure gemacht.“2 Der erste Akt endet mit dem gegenseitigen Versprechen in fünf Monaten zu heiraten und bis dahin das Geschehen geheim zu halten.

Evchen kann sich mit ihrer Schwangerschaft keiner anderen Person anvertrauen. Sie lebt mit dem schlechten Gewissen und der Befürchtung sich und ihre Familie in die soziale Schande „gebracht“ zu haben. Als Evchen mit ansieht, wie sehr eine Familie, die bei den Humbrechts zur Untermiete wohnte, aufgrund der unehelichen Schwangerschaft der Tochter geächtet wird, weiß sie, was sie zu erwarten hat.

Von Gröningseck verweilt derzeit bei seiner Mutter und kehrt aufgrund von Krankheit nicht rechtzeitig zurück. Evchen, die nichts von seinem verspäteten Verbleib weiß, flieht in die Stadt um dort heimlich ihren Sohn zu gebären. Dort erfährt sie von schlimmen Gerüchten über ihre Person und ihre Familie. Als sie darüber hinaus die Nachricht erhält, dass ihre Mutter aus Gram gestorben ist, zerbricht sie vollends und schickt nach ihrem Vater. Alleine wartend bringt sie in einer tragischen Szene ihren Sohn um. Ihren Selbstmord schafft sie nicht mehr, denn schon kommt ihr Vater, der Magister und zuletzt auch von Gröningseck und der Fiskal (Staatsdiener). Für das Verbrechen des Kindsmordes steht Evchen der Tod bevor. Das Stück endet mit dem Entschluss des Leutnants ein Gnadengesuch für Evchen vor dem König zu erlangen.

3. Historischer Hintergrund zur Entstehungszeit der Kindermörderin

Ein einheitliches Deutschland in unserem heutigen Sinne gab es zur Entstehungszeit der Kindermörderin nicht. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war das damalige deutsche Reich in 314 selbständige Territorien aufgesplittert. Die Bevölkerung hatte dementsprechend auch kein einheitliches Nationalbewusstsein.3 Das Volk war in verschiedene Stände unterteilt: den Adelsstand, die Bürger, die Bauern und Unterbürgerlichen und den Sonderstand die Kleriker. Der Stand kennzeichnete die soziale und rechtliche Schichtzugehörigkeit. Ein Stand hatte auch verfassungsrechtlich festgelegte politische und rechtliche Privilegien und Bestimmungen.4 Diese verschiedenen Schichten waren besonders in Deutschland aufgrund seiner Geschichte klar von einander getrennt.

Dies entwickelte sich bereits im 17. Jahrhundert. Deutschland war zu dieser Zeit durch den 30järigen Krieg und andere Katastrophen verarmt. Man reiste und konsumierte wenig. Die Handelswege waren in keinem guten Zustand und die Bevölkerung hatte wenig Geld für Luxusgüter, wie zum Beispiel Literatur und beschränkte sich auf regionale Grundbedürfnisse.

Durch die allgemeine Armut ist die finanzielle Differenz zwischen Adeligen und wohlhabenden Bürgern geringer geworden. Die Adeligen waren bemüht, ihre soziale und finanzielle Position stärker zu sichern und sich vom Bürgertum abzugrenzen. Sie klammerten die Bürger aus ihrem sozialem Leben weitgehend aus und hielten streng an ihrem Geburtsrecht fest. So war es für Bürger in der Regel nicht möglich durch Vermögen in den Adelstand aufzusteigen. Auch als zur Mitte des 18. Jahrhunderts der Konsum und der Handel zunahmen und sich das deutsche Reich aus seiner Krise erholte, blieben diese Abgrenzungen zwischen Adel und Bürgertum bestehen. Diese Entwicklung war prägend für die weitere Entwicklung des Bürgertums und des Adels, was bei der folgenden Betrachtung der verschiedenen Schichten und ihrer Ideale noch deutlicher wird.

3.1 Der Adel und sein Schicklichkeitsideal

Der Adel, auch Herrenschicht genannt, machte etwa ein Prozent der Bevölkerung aus. Der Stand unterteilte sich in Hochadel und in den zahlenmäßig überlegenen ´niederen Adel`. Die hochadeligen Familien mit ihren Fürsten, Grafen und Herren (Dynasten) grenzten sich vom niederen Adel und anderen Ständen streng ab. Sie heirateten nur innerhalb ihres Standes und verfügten über verschiedene Privilegien, wie den Gerichtsstand und ihre Titel.5

Auch die niederen Adeligen, zu denen von Gröningseck zählte, hatten rechtliche Privilegien und konnten Titel erlangen. Sie grenzten sich, wenn auch nicht so umfassend wie der Hochadel, gegenüber niederen Schichten ab. Die Herrenschicht im 18. Jahrhundert konnte nur am Hofe eines Fürsten oder Königs Karriere machen. Die bloßen adeligen Gutsbesitzer oder Kaufleute besaßen nur geringen politischen Einfluss.

Am Hofe gab es zwei Arten von Stellungen, den militärischen Dienst und den Beamtendienst, wobei der Adel in der Regel hohe Posten besetzte. Das Prestige der gesellschaftlichen Stellung hatte höchste Priorität, es hatte einen höheren Stellenwert als Reichtum. Es gab für Adelige teilweise leichtere oder effektivere Arten Geld zu verdienen, aber dann verloren sie ihre Titel und ihren Einfluss.6

Die jeweilige Stellung am Hofe erreichte man im Gegensatz zu früheren (Ritter-) Zeiten nicht mehr durch Gewalt, sondern durch „Höflichkeit“. Der Adel musste sich den Gegebenheiten des Hofes anpassen und nach dem europäischen folglich dem französischen Adelideals mit den ´höflichen´ Manieren und der französischen Sprache leben. Der höhere Adel entwickelte seinen eigenen Geschmack mit ausgefeilter (französischer) Sprache und Bewegungen, Kleidung, Vergnügen und Humor aus. Sie beherrschten ihre Gefühle, denn nur mit der „höfischen Rationalität“7 und ihrem Schicklichkeitsempfinden konnten sie sich am Hofe mit seinen Intrigen, Affären und der Etikette behaupten. Dem damaligen Schicklichkeitsempfinden widersprach der Ehebruch nicht. Man heiratete als ritualisiertes, notgedrungenes Übel, um den Nachwuchs zu sichern. Die Maitresse war oft eine regelrechte „Institution“8. So waren die Werte der Herrenschicht an der äußeren Form, der Er-schein-ung, und nicht an dem inneren Wesen orientiert. Das sexuell freizügige Verhalten des Adels diente unter anderem der Abgrenzung zum tugendhaften und „vulgären“ Bürgertum.9

Der niedere Adel war zwar mit den Geflogenheiten des Adels bekannt, beherrschte sie aber nicht in vollem Maße. So verfügt der Leutnant von Gröningseck in der Kindermörderin nur über einige französische Floskeln und Benimmregeln, verfällt in anderen Situationen aber zurück in seine Umgangssprache.10

Ein Leutnant wie von Gröningseck hat innerhalb der Führungskräfte des Offizierscorps die niedrigste Stellung. Die niederen Ränge durften ohne Genehmigung nicht heiraten. Da es damals keine Kasernen gab wohnten die Soldaten bei dem gewöhnlichen Volk zur Untermiete. Sie waren in ständigen Kontakt mit Töchtern der Vermieter. Wollten sie sich sexuell ausleben, gingen sie in Bordelle oder ´verführten` die Töchter der Niedriggestellten. Wagner stellt dies im ersten und dritten Akt seines Trauerspiels in schonungsloser Klarheit dar. Zunächst berichtet von Gröningseck, dass im Bordelle täglich die feinen Leute zusammenkommen.11 Als der Leutnant später die Bürgerstochter Evchen bezwungen hat und einem befreundeten Leutnant von ihrem verzweifelten Gefühlsausbruch erzählt, wird dies von dem als gängige Praxis abgetan.12

Doch als von Gröningseck spürte, dass er sich in Evchen verliebt und sein Herz von ihr abhängt, begann er sich für seine Tat zu schämen und entgegnet seinem Freund: „Ja, ja! Teufel! ich hab; ... - hab - wenn dus denn doch wissen willst - einen Engel entheiligt, mich mir selbst zum Scheusal gemacht.“13 Hingegen den Prinzipien seines Standes, nicht heiraten zu dürfen, verspricht er Evchen die Ehe.

3.2 Die Bürger und ihr Tugendbewusstsein

Die Bürger waren die ´freien`, vollberechtigten Einwohner einer Stadt. Sie stellten etwa 25% der Bevölkerung. Die Bürger lassen sich in den oberen Bürgerstand und in die Kleinbürger unterteilen.14 Die Kleinbürger waren in der Regel Handwerker und kleine und mittlere Gewerbebetreibende. Die Bürger standen in der Ständehierarchie noch über den Bauern und den Unfreien, welche kein eigenes Gut besitzen durften.

3.2.1 Entwicklung des bürgerlichen Tugendbewusstseins

Für die Oberschicht der Bürger war es nicht möglich in die oberen Schichten einzudringen und politischen Einfluss zu gewinnen. Die reichen Bürger versuchten den Adel ohne Erfolg nachzuahmen. Es blieb ihnen nichts anderes, als sich vom Adel abzuwenden und eigene Werte zu entwickeln.15 Da die Bürgerschicht politisch nichts bewirken konnte, entwickelte sie geistige Werte. So legte das ´neue´ Bürgertum Wert auf feste Bildung, auf Fleiß und auf tugendhaftes und ehrliches Verhalten. Es wurde eine eigene Beamten-, Universitäts- und Kulturtradition des Mittelstandes mit den Wissenschaften der Religion, der Philosophie und der Kunst geschaffen. Die Bürger bestimmten damit bis heute grundlegende geistige Werte in Deutschland. Zu der damaligen Zeit wurden diese tugendhaften Werte sogar schichtbestimmend. Die Schichtzugehörigkeit zum oder innerhalb des Bürgertum(s) wird unter anderem durch die Bildung und das Ansehen bestimmt.16 Der Bürgerstand war somit ein „persönlicher Stand“17, denn die soziale Position erreichten die Bürger durch eigene Leistung und Intellekt nicht durch den Berufstand oder die Geburt. Die Vorreiter in dieser Bewegung waren die Bildungsbürger, eine kleine über das Reich verteilte Elite der Bildung. Die Bildungsbürger waren gesellschaftlich vom Adel, den Nicht-Bürgerlichen, aber auch teilweise vom Rest der Bürger isoliert. Sie verfügten meist nur über wenig Kapital und Vermögen. Die Bildungsbürger lebten vereinzelt oder in kleinen Gruppen in verschiedenen Städten und waren nicht wie in Frankreich in einer Hauptstadt versammelt. Die deutsche Bildungselite befand sich in einer gesellschaftlich unsicheren Lage. Die Reisewege waren beschwerlich und die Massenmedien gab es noch nicht. Der geistige Austausch erfolgte durch Briefe, Wochenschriften und Literatur.

Der Adel war vom Bürgertum politisch unanfechtbar, deswegen schenkten sie dieser Entwicklung nur wenig Aufmerksamkeit. „Sie durften schließlich nur dichten und denken“. Zudem achteten die Adeligen nur wenig auf nicht französische Literatur.

Die Bildungsbürger nutzen diese Lücke des Staates und verbreiteten ihre Werte durch Wochenschriften, Bücher und Theateraufführungen. Diese Medien hatten zu der Zeit für die Bürger einen wesentlich größeren Bildungs- und Informationscharakter als heute. Durch diese Medien verbreiteten sie zugleich auch ihre Kritik am Adel. Diese Kritik richtete sich nicht gegen die politischen Machtverhältnisse, sondern beschränkte sich meist auf die menschlichen Verhaltensweisen. Die äußere Höflichkeit und die innere Unaufrichtigkeit des Adels sowie die Oberflächlichkeit in Charakter und Bildung wurden angeprangert. Mit der Abgrenzung gegen den Adel durch eigene Werte versuchten die Bildungsbürger eine „kulturelle Selbstbestätigung“18 zu erlangen. Es war die Zeit der Aufklärung (hierzu ausführlicher in 3.3) . Das Tugendbewusstsein der Bürger schuf in ihnen ein ausgeprägtes Schamgefühl, daher die Angst erniedrigt und entblößt zu sein, weil man sich nicht nach den Erwartungen der anderen verhält. Im Bürgertum gab es sogar einen Verfassungs- und Berufsehrgesetzeszwang ehrenvoll zu sein. Bis 1765 wurde die uneheliche Schwangerschaft unter Strafe gestellt und auch in der Zeit danach galt die Frau offiziell als „Hure“, was zum sozialen Abstieg führte. In dem Trauerspiel die Kindermörderin wird dies durch die Geschichte der Untermieterin von den Humbrechts dargestellt. Die Tochter wird von einem Soldaten unehelich geschwängert. Daraufhin gerät die ganze Familie in der Stadt in Verruf und die Humbrechts schmeißen sie aus dem Haus. Die gegenseitige soziale Kontrolle im Bürgertum war umfassend, so möchte Evchen das Licht in der Nacht nicht lange anlassen, denn „die Nachbarn sinds nicht gewöhnt, so lange Licht bey“19 ihr zu sehen.

In der Bürgerschicht war der Druck von außen, die tugendhaften Gebote und Erwartungen einzuhalten so umfassend und allgegenwärtig, dass sich die Persönlichkeit spaltete. Es entstand nach Freud ein „Über-Ich“, ein „Es“ und ein „Ich“. Die Triebe und ungesteuerten Gefühle mussten ins unbewusste „Es“ verdrängt werden. Das „Über-Ich“ überwacht, als Repräsentant der Erwartungen von anderen, in Form eines Gewissen automatisch über die eigenen Handlungen und Gedanken.

Evchen ist ein sehr treffendes Beispiel für eine Person mit einem stark ausgeprägten Über-Ich. Im Laufe des Trauerspiels kann der Leser beobachten, wie Evchen an ihrer eigenen Scham innerlich zerbricht: „meine eigne Herzensunruh, die Furcht vor ihm, mein Vater [...]- dies, und o was alles noch mehr! Brachte mich in Verzweiflung - ich wollte mir aus der Welt helfen [...] jetzt mags der - Henker thun!“20

3.2.2 Die Kindesmorddebatte im 18. Jahrhundert

Viele uneheliche schwangere Frauen des Bürgertums haben in ihrer Verzweiflung versucht durch einen Kindesmord das soziale Verderben abzuwenden. Adelige Frauen betraf es in der Regel nicht, denn diese konnten durch finanzielle Aufwendungen die soziale Schmach verhindern oder ihre Kinder heimlich abschieben. Zudem galten andere Gesetze innerhalb der Herrenschicht (siehe 3.1).

Der Kindesmord wurde mit der Todesstrafe vergolten. Es handelte sich auch dann um einen Kindesmord, wenn die Mutter „ihrem Kinde die nöthige Pflege, Wartung und Nahrung zu reichen unterlassen hat“.21

Die vielen Kindesmorde im 18. Jahrhundert sorgten immer wieder für Diskussionen. 1780 hat der Regierungsrat Ferdinand Adrian von Lamezan eine öffentliche Preisausschreibung veranstaltet. Gesucht waren Mittel und Wege die häufigen Verbrechen zu bekämpfen. Lamezan sah, dass die Todesstrafe allein die Anzahl der Verbrechen des Kindesmordes nicht reduzierte. Er erkannte auch einen Zusammenhang zwischen den tugendlichen Werten und den resultierenden Verbrechen.

Die drei Preisträger kamen alle aus dem bürgerlichen und aufklärerischen Milieu. Sie sahen einen Zusammenhang der (unehelichen) Sexualität und dem Kindesmord. „Die meist moralisch oder religiös oder allgemein mit den guten Sitten begründeten, vorherrschenden Schicklichkeitsstandards auch des Schreibens verwehrten ihnen aber eine ausdrückliche Thematisierung.“22 Die Autoren sahen als Hauptmotiv für den Kindesmord die Angst vor der sozialen Schande und dem drohenden sozialen Abstieg. Sie alle hielten die Bändigung der Sexualität für notwendig. Ein Preisträger schlug eine allgemeine „Aufklärung des Verstandes und die Verbesserung des Herzens“ als Lösung vor.23 Ein anderer sprach sich für die Einrichtung einer Sittenpolizei aus, die verdächtige Frauen des Bürgertums observiert. Der dritte Preisträger wollte die Situation der betroffenen Frauen dadurch entschärfen, dass die öffentliche Schande aufgehoben und eine bessere Versorgung der Schwangeren sowie der Neugeborenen gewährleistet werden sollte. Alle drei Autoren wiesen den Verführern eine Teilschuld zu, aber schlugen für diese nur geringe Abfindungszahlungen vor, denn ihre Angst war es, ansonsten „einen jeden ehelosen Beischlaf von Seiten des Mannes mit der Gefahr [zu] verbinden, einst als Mörder behandelt zu werden?“24 Die Hauptschuld trug ihrer Ansicht nach immer die Frau, die moralisch zu schwach war, sich zu wehren. Das moralische Verbrechen einer Vergewaltigung war im Bürgertum nicht die Gewalt an der Frau, sondern die Entehrung der Familie.

3.3 Zur Person Wagners und seiner Gesinnung

Heinrich Leopold Wagner ist 1747 als erstes Kind eines Handelsmanns in Straßburg geboren. Dort begann er sein Studium der Rechte. Neben seiner Hofmeistertätigkeit schrieb er erste Gedichte und arbeitete in der bildungsbürgerlichen Wochenschrift „Der Bürgerfreund“ mit. Nach einem Jahr politischen Exils in Frankfurt kehrte er 1776 nach Straßburg zurück und habilitierte dort. In Frankfurt legte er kurze Zeit später seinen Advokateneid ab und wurde Bürger der Stadt Frankfurt.25

Wagner gehörte zu dem Kreis der ´Stürmer und Dränger´, daher zu den jungen revoltierenden Männern der Bürgerschicht, die sich in kleinen Gruppen

zusammenfanden und Wochenzeitschriften herausgaben. In ihrer exzentrischen Art vertraten sie ihre Werte. Sie waren gegen Herrschaft jeglicher Art, im besonderen gegen die Vorrechte des Adels und der Väter. Sie richteten sich gegen Poethologische Regeln und einheitliche Kanonisierung von Theorie oder Literatur, denn diese würden das (literarische)Genie, welches Neues aus sich selbst schöpfen kann, ersticken. Sie verurteilen die bürgerliche sexuelle Regression und forderten eine Emanzipation der Lüste und Leidenschaften. Damit richteten sich die Vertreter des ´Sturm und Drang´ gegen den allgemeinen Zeitgeist der Aufklärung. Die Aufklärer räumten der Liebe und der Lust zwar einen eigenen Stellenwert in Beziehungen ein, aber nur innerhalb des vernünftigen und geregelten Rahmens.

Das Thema Wagners Trauerspiels ist der Kindesmord, dies ist ein typisches Thema für seine Stilrichtung. Hierzu Luserke: „Sturm und Drang ist Literatur, die politisch sensibilisiert neue Themen sucht (Kindsmord[...]) oder alte Themen neu zur Anschauung bringt ( Liebe, Sexualität, Standesunterschiede[...])“.26

Die Kindermörderin ist in der Hochphase des Sturm und Drangs und gleichzeitig vor dem Hintergrund der späten Phase der Aufklärung entstanden.

4. Absicht und Wirkung der Kindermörderin mit besonderer Berücksichtigung der „Verführungs-“ Szene

In der Regel wird im 18. Jahrhundert das Thema der Verführung in der Öffentlichkeit aus Schicklichkeits-Gründen weggelassen. Es wird, sofern das Thema explizit benannt wird, von einer „Verführung“ geschrieben.27 In der öffentlichen Debatte um den Kindesmord (siehe auch Kindesmorddebatte im unteren Teil von 3.2.2) wird dem Verführer nur eine geringe Teilschuld zugestanden, aber „die eigentliche Schuld trifft letztendlich doch die Frau - [...]der moralischen Schwachheit wegen.“28 H.L. Wagner greift in seinem Trauerspiel die Kindermörderin den Kindesmord als zentrales Thema auf.

Er verbindet den Kindesmord explizit mit dem vorehelichen sexuellen Akt der ´Verführung´, die in einem Bordell stattfindet. Wagner setzt sich damit über viele Regeln der damaligen Zeit hinweg.

Typisch für den Sturm und Drang ist, dass sich das Stück auch gegen die „traditionelle Norm stilistischer Geschlossenheit“ und gegen die übliche Form der antiken Dramen wendet. Diese handeln in der Regel von überindividuellen Personen aus der Welt der Edelmänner und Helden.29

Der Autor setzt hingegen eine bürgerliche Frau in die Hauptrolle und lässt auch unterbürgerliche Figuren auftreten. „Einige Nebenrollen werden im elsässischen Dialekt gesprochen, was die Standesunterschiede betont und zugleich den Wirklichkeitsanspruch des Stückes erhöht“.30 Wagner unterstreicht den Wirklichkeitsbezug durch verschiedene Mittel. So lässt er die Kindermörderin auf realen Schauplätzen in Straßburg spielen und bezieht sich auf reale Begebenheiten, wie der Stationierung von bayrischen Soldaten in Straßburg. Die Metzgerfamilie Humbrecht hat es tatsächlich zu der Zeit um 1776 in Straßburg gegeben, allerdings wurde keiner Tochter ein uneheliches Kind nachgesagt. Jörg-Ulrich Fechner sieht darin ein spezifisches Stilmittel von Wagner, nämlich „die Faszination durch Übergangssituationen zwischen der realen und fiktiven Wirklichkeit“31.

Durch den Wirklichkeitsanspruch der Kindermörderin bekommt die reale Kindesmorddebatte eine neue Perspektive. Das sexuelle Verbrechen an der Bürgersfrau durch den Adeligen wird damit der Beginn einer Kausalkette von Geschehnissen, die zum Kindesmord und zum sozialen Ruin der ganzen Familie führen. Die angebliche „moralische Schwachheit“ der Frauen wird relativiert.

Wagner nutzt sein Trauerspiel die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend zu kritisieren. Diese Kritik verlässt die menschliche Ebene, wie es für die Zeit der Aufklärung üblich war, und begibt sich auch auf die gesellschaftliche und politische Ebene.

Zunächst beginnt es, wie oben geschildert, mit der patriarchalischen Macht des Leutnants über das körperliche und soziale Wohlbefinden der beteiligten Frauen der unteren Schichten.

In Nebengeschichten kritisiert Wagner die Situation der Soldaten und ihr Rechtsempfinden. Der Leutnant würde zwar ungestraft bleiben, wenn er nicht mit dem Vorhaben die Verantwortung zu übernehmen und Evchen zu heiraten den sozialen Abstieg riskieren würde. Wie unter 3.1 geschildert ist dies ein folgenschwerer Schritt für einen Adeligen.

Wagner zeigt in weiteren Parallelgeschichten die Ungerechtigkeiten des Rechtssystems auf, über die er als Advokat gut informiert ist. Im starken Gegensatz zu Evchens Verzweiflungstat, dem Kindesmord, erschlägt ein Fausthämmer32 grundlos ein bettelndes Kind. Evchen steht die Todesstrafe bevor und der Fausthämmer bleibt straffrei und „ehrlich“33. Wagner will die Wirklichkeit schonungslos darstellen und bricht insbesondere mit der ersten Szene mehrere Regeln und Tabus der damaligen Zeit. Er rechnet nicht damit, dass sein Stück zu dieser scheinbaren Zeit aufgeführt werden darf und schreibt es an „denkende Leser“ und nicht für die Bühne.34 Lessing und andere Zeitgenossen reagieren mit Empörung über diese derbe Sprache und Geschichte. „Der zum Theil herrschende Ton in der Kindermörderin rühret bloß von der Begierde, die völlig gemeine Straßburger Welt beyzubehalten.[...] Die ganze Begebenheit zum gelben Kreuze [dem Bordell] ist zu schmutzig und plump, als dass man sie nur keuschen Ohren erzählen, geschweige Augen vorstellen könnte.“35

Wagner bringt im weiteren Sinne der Aufklärung neue Perspektiven in die Kindesmord-Debatte. So beginnt sein Trauerspiel gleich mit der Darstellung der hilflosen Situation der bürgerlichen Frau gegenüber der ´Herrenschicht`. In der ersten Szene tritt die unterbürgerliche Magd Marianel auf und es wird deutlich wie abhängig sie von ihrem ehemaligen Verführer ist.36 Sie ist eine sozial Gefallene und der Leutnant kann aufgrund seiner finanziellen und gesellschaftlichen Lage anscheinend alles mit ihr machen. Luserke hierzu:

Diese „Exposition dient Wagner dazu, das Thema der bereits Verführten und ihre Abhängigkeit vom Verführer auf der einen und die Vergewaltigung Evchens auf der anderen Seite herauszustellen.“37

Die ´Verführung´ steht gleich am Anfang des Trauerspiels. Evchen benimmt sich tugendhaft und unschuldig, dennoch kann sie ihrer ´Verführung´ nicht entgehen. Sie ist der Gewalt des Leutnants ausgeliefert. Der gebildeten Evchen hat das Lesen nicht geholfen der schändlichen Situation zu entkommen: „- ja, ich habe Romanen gelesen, laß sie um euch Ungeheuer kennen zu lernen, mich vor euren Ränken hüten zu können - und dennoch!“38

Die erste Szene ist aus heutiger Sicht nur schwer zu verstehen. Eine Frau wird vergewaltigt und versucht danach ihren Peiniger zu heiraten, damit sie nicht in öffentliche Schande gerät. Die Schande bleibt auch im weiteren Verlauf des Trauerspiels meist ausschließlich bei der Frau, Evchen, obwohl ein geplantes Verbrechen an ihr begangen wurde. Hier stellt sich die in der Einleitung bereits aufgeworfenen Frage, ob es sich aus damaliger Sicht eines Lesers bei dieser Szene um eine „Vergewaltigung" beziehungsweise um ein Verbrechen an Evchen handelte?

Aus den Dokumenten zur Wirkungsgeschichte lässt sich entnehmen, dass auch der damalige Leser in dieser Verführung scheinbar ein Verbrechen an einer Unschuldigen erkennen konnte.39

Im weiteren Verlauf der Geschehnisse gelangt die ganze Familie in eine erschütternde Krise. Sie gerät in öffentliche Schande. Die Mutter stirbt aus Gram und zum Schluss versucht der Vater mit seinem Vermögen die Todesstrafe von Evchen abzuwenden.

Evchen zerbricht regelrecht an dem gesellschaftlichen Druck und sieht schon früh keinen Ausweg aus ihrer Situation. Sie kann ihrem eigenen Gewissen nicht entgehen und prognostiziert vor von Gröningseck im vierten Akt: „dem ganzen Gewicht der Schande, die mich erwartet, [...] glaubst du, daß ich dies alles abwarten würde? abwarten könnte? [...Ich würde] mich [...] vor mir selbst verbergen, [...] und dann in einem Anfall von Raserey [...] seinem[dem Kind] und meinem Elend ein Ende zu machen.“40 Die tugendhaften Ideale haben Evchen aus ihrer Sicht ihr keinen anderen Ausweg mehr offen gelassen als das Verbrechen des Kindesmordes. Damit gelingt es Wagner den Zusammenhang zwischen den regressiven und tugendhaften Normen auf der einen Seite und dem Verbrechen des Kindesmord auf der anderen Seite anschaulich darzustellen.

Wagner verbindet diese gesellschaftlichen Lage der bürgerlichen Frau mit der politischen Situation und lässt Evchens die Aussage machen: Wenn sie ein Mann wäre, noch „heute macht ich mich auf den Weg nach Amerika, und hälf für die Freyheit streiten.“41 Nach Luserke erkennt Evchen somit, „daß individuelle Freiheiten, also auch das Recht des weiblichen Individuums im 18. Jahrhundert auf Selbstbestimmung, nicht ohne die Wahrung politischer Freiheitsrechte möglich sind.“42

5. Fazit

Wagner wollte mit seiner Kindermörderin die Leser aufbringen und zum Nachdenken anregen. Gerade die erste Szene berührte die Gefühle der Leser und rüttelte sie auf. Dies gelingt ihm auch 200 Jahre später bei mir, als ich die

1. Szene der Kindermörderin las.

Die emotionale Berührtheit nutzte er mit „dem hohen moralischen Zweck“43, die bestehenden Verhältnisse anzuprangern und auf bessere tugendhaftere Zeiten zu hoffen. Wagners Ziel war es den Leser mit der sozialen Wirklichkeit zu konfrontieren. „Jetzt ist es Mode tugendhaft scheinen zu wollen, vielleicht wird man es einmal aus der nemlichen wichtigen Ursache.“44 In der öffentlichen Debatte (siehe 3.2.2) wurde nicht zwischen einer Verführung und einer Vergewaltigung unterschieden. Bereits dies zeigt die patriarchalische Unterdrückung der Frauen. Das eigentliche Verbrechen der Vergewaltigung spielte damals nur eine geringe Rolle, denn es ging in der öffentlichen Debatte vornehmlich um die soziale Schande, in welche uneheliche Schwangere gerieten.

Wagner zeigte in seinem Trauerspiel, wie ungerecht diese Betrachtung ist. Er stellte, wie im Kapitel 4 dargestellt, die gewalttätige Verführung an den Beginn der miserablen Situation der Kindermörderinnen. Darüber hinaus schilderte er ihre sozialen Verhältnisse und ihre innere Scham, die sie dazu trieben diese Verzweiflungstat zu begehen.

Dies inszeniert Wagner in einer Art, die diverse gesellschaftliche Konventionen bricht. Aus seiner gesellschaftlichen unsicheren Stellung (siehe 3.2. und 3.2.1) als Bildungsbürger wagt er es juristische, moralische und politische Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft anzuprangern. Die Bedeutung dieses gewagten Unternehmens tritt erst deutlich vor dem historischen Hintergrund hervor. Das Trauerspiel bekommt so einen revolutionären Charakter.

Primärliteratur

Wagner, Heinrich Leopold: Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel. Im Anhang: Auszüge aus der Bearbeitung von K.G. Lessing(1777) und der Umarbeitung von H.L Wagner(1779) sowie Dokumente zur Wirkungsgeschichte. Hrsg. Von Jörg-Ulrich Fechner. Reclam, Stuttgart, 1997.

Sekundärliteratur

Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. Erster Band. Wandlungen des Verhaltens in den weltlichen Oberschichten des Abendlandes. Franfurt am Main 1997.

Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. Zweiter Band. Wandlungen der Gesellschaft Entwurf zu einer Theorie der Zivilisation. Frankfurt am Main 1997.

Luserke, Matthias: Sturm und Drang: Autoren - Texte - Themen. Stuttgart 1997.

Möller, Horst: Fürstenstaat oder Bürgernation. Deutschland 1763- 1815. Siedler-Verlag Berlin, 1989.

Paletschek, Sylvia: Adelige und bürgerliche Frauen (1770-1870). In: Adel und Bürgertum in Deutschland 1770-1848. Schriften des Historischen Kollegs Kolloquien 31. Herausgeberin Elisabeth Fehrenbach, München 1994. S. 159- 186.

Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. Untersuchungen zum Zusammenhang von Familienverhältnissen, Sozialstruktur und sozialem Wandel in der deutschen Gesellschaft des 19 Jhd.. Frankfurt am Main 1982.

Steinbach, Dietrich: Heinrich Leopold Wagner >Die Kindermörderin< mit Materialien. Editionen für den Literaturunterricht. Stuttgart 1993.

[...]


1 Wagner, Heinrich Leopold: Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel. Im Anhang: Auszüge aus der Bearbeitung von K.G. Lessing(1777) und der Umarbeitung von H.L Wagner(1779) sowie Dokumente zur Wirkungsgeschichte. Hrsg. Von Jörg-Ulrich Fechner. Stuttgart 1997.

2 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Erster Akt, S.17, Z.9.

3 Möller, Horst: Fürstenstaat oder Bürgernation. Deutschland 1763- 1815. Berlin 1989. S.68.

4 Möller, Horst: Fürstenstaat oder Bürgernation. S.94 unten bis 95 oben.

5 A.F. Randel nach Möller, Horst: Fürstenstaat oder Bürgernation. S.99.

6 Vergleiche hierzu Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. Erster Band: Wandlungen des Verhaltens in den weltlichen Oberschichten des Abendlandes. Franfurt am Main 1997. S. 189. Und zweiter Band: Wandlungen der Gesellschaft Entwurf zu einer Theorie der Zivilisation. Frankfurt am Main 1997. S. 377, 421.

7 Paletschek, Sylvia: Adelige und bürgerliche Frauen (1770-1870). In: Adel und Bürgertum in Deutschland 1770-1848. Schriften des Historischen Kollegs Kolloquien 31. Herausgeberin Elisabeth Fehrenbach, München 1994. S.161.

8 Vergleiche Habermas nach Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. Untersuchungen zum Zusammenhang von Familienverhältnissen, Sozialstruktur und sozialem Wandel in der deutschen Gesellschaft des 19 Jhd.. Frankfurt am Main 1982. S.283.

9 Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Bd. 2. S. 425, Mitte.

10 Vergleiche den Dialog der beiden Leutnants in Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Dritter Akt, S. 31-35.

11 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Erster Akt, S.6, Z.12-15.

12 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Dritter Akt, S.35, Z.3-10.

13 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Dritter Akt, S.34, Z.15-18.

14 Zitiert nach Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. S. 255.

15 Hierzu Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. S.259 und Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Bd. 1. S. 189.

16 Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. S. 256.

17 Vergleiche Roessler nach Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. S. 259.

18 Haferkorn nach Rosenbaum, Heidi: Formen der Familie. S. 259.

19 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Dritter Akt, S.54, Z.16-1.

20 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Dritter Akt, S.83, Z.12-17.

21 Friedrich der Große aus seinem Edict wieder den Mord neugebohrner unehelicher Kinder, Verheimlichung der Schwangerschaft und Niederkunft, §.1. In: Steinbach, Dietrich: Heinrich Leopold Wagner >Die Kindermörderin< mit Materialien. S.114, Z.13-14.

22 Luserke, Matthias: Sturm und Drang: Autoren - Texte - Themen. Stuttgart 1997. S.222, unten.

23 Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.224, oben.

24 Lamezan nach Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.222, oben.

25 Vergleiche Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Nachwort, S.163-164

26 Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.10, mittig.

27 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Dokumente zur Wirkungsgeschichte. S.134- 154.

28 Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.225, oben.

29 Werner nach Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.230, unten.

30 Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.230, mittig.

31 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Nachwort von Fechner, S.164, unten.

32 Faushämmer sind Gesetzesdiener

33 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Fünfter Akt. S.66, Z. 29 u.31

34 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Aus der Vorrede zu dem umgearbeiteten Theaterstück 1779. S.121- 123

35 K.G. Lessing in Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Vorrede von K.G. Lessing zu seiner Umarbeitung. S. 94

36 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Erster Akt, S.8 u. 9, Z.15-18.

37 Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.234, mittig.

38 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Erster Akt, S.17, Z.23-26.

39 Vergleiche die Vorrede von K.G. Lessing, S.93, den Brief von Gotthold Ephraim Lessing, S. 135, die Rezension, S.145, den Brief von Georg Schlosser, S. 145-147 und andere Dokumente in Wagner, H.L.: Die Kindermörderin.

40 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Vierter Akt, S.52-53, Z.26-4.

41 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Vierter Akt, S.46, Z.8-9.

42 Luserke, Matthias: Sturm und Drang. S.238 mittig.

43 Aus der Ankündigung H.L. Wagners für Berlin in Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. S.137.

44 Wagner, H.L.: Die Kindermörderin. Aus der Vorrede zu den Theaterstücken(1779), S.121 unten.

Details

Seiten
19
Jahr
1999
Dateigröße
376 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v105057
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
3
Schlagworte
Wagner Kindermoerderin Sturm Drang

Autor

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Titel: Wagner: Die Kindermoerderin