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Frauen im Mittelalter

Referat / Aufsatz (Schule) 2002 8 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

Vorwort

1. Der Frauenüberschuss?

2. Frauen und Kirche
2.1 Das kirchliche Frauenbild
2.2 Frauen im Kloster
2.2.1 Warum gingen Frauen ins Kloster?
2.2.2 Welche Chancen hatten Nonnen auf Bildung?
2.2.3 Stellung der Äbtissinnen

3. Frau und Ehe

4. Prostitution

5. Die Rechte der Frauen

6. Frauen auf dem Land

7. Frauen in der Stadt
7.1 Frauen im Handel
7.2 Frauen im Handwerk
7.3 Frauen in Heilberufen
7.4 Dienerinnen

8. Quellen

Vorwort

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da ich als Frau in der heutigen Gesellschaft mir über jede Ungerechtigkeit bewusst bin, sofort schreiben 5 Frauenrechtlerinnen eine halbe Abhandlung über die Bevorzugung eines Mannes für den Managerposten. Dies können wir nur, da es im Grundgesetz verankert ist, wie sähe es aber aus, wenn das Gesetz, bzw. ein Bibelvers deine Minderwertigkeit auch noch bestätigt. Damit hatten die Frauen zu kämpfen und auch wenn viele menschenunwürdig behandelt wurden, haben sie geschafft ihre Rolle in das öffentliche Leben zu drängen.

1. Der Frauenüberschuss?

Diese Frage, zwar viele Historiker beschäftigend, lässt sich nicht so leicht beantworten, da es natürlich im Mittelalter keine offiziellen Statistiken gab und man sich auf anderweitige Quellen (Notstandspläne, Steuerlisten) verlassen muss. Die ältere Forschung nahm für viele große Städte einen Frauenüberschuss an. Heute sieht man das anders, wahrscheinlich waren in vielen Städten Frauen und Männer in unterschiedlicher Zahl vorhanden, letztlich jedoch eher ausgeglichen. Man kann also nicht mehr sagen, dass ein erheblicher Frauenüberschuss vorhanden wäre, jedoch auch nicht das Gegenteil beweisen. Vielleicht ist jedoch zu bemerken das die Frauen meist ein Durchschnittsalter von 20-40 erreichten. Die Männer wurden 40-60.

2. Frauen und Kirche

„Die Frau sah den Baum an: er war prächtig, seine Früchte sahen verlockend aus, und man sollte auch noch klug davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biss davon ab und gab sie ihrem Mann, und auch er aßdavon“ 1Mose/Genesis 3 Vers 6-8.

„Zur Frau aber sagte er: „Du wirst viele Beschwerden haben, wenn du schwanger bist, und unter Schmerzen wirst du deine Kinder zur Welt bringen. Es wird dich zu deinem Mann hinziehen, aber er wird dein Herr seine“ 1Mose/Genesis 3 Vers16

2.1 Das kirchliche Frauenbild

Das kirchliche Frauenbild war von der Erbsünde geprägt (s.o.). Man dachte, dass sie von Natur aus minderwertig und dem Mann unterlegen sei. Die Frauen sind widerspenstig und zügellos, jedoch gibt es ja zum Glück Vater oder Mann, die die Frau dann erziehen können. Ihre Triebhaftigkeit könne nur durch die Ehe gebrochen werden. Ihre Aufgabe war es einzig und allein sich um Mann, Kinder und Haushalt zu kümmern und es war annähernd unmöglich diese Tradition umzustoßen. Die Kirche ging auch darauf ein, dass Eva schließlich nur aus einer Rippe Adams geschaffen wurde, und eine minderwertige Rippe zeigt ja schon das die Frau unter dem Mann mit Kopf und Herz steht

2.2 Frauen im Kloster

2.2.1 Warum gingen Frauen ins Kloster?

Theoretisch konnte jede ungebundene Frau im Mittelalter Nonne werden, in Realität waren die wohlhabenden und adeligen Frauen die einzigen die ins Kloster kamen. Frauen aus den niedrigeren Schichten konnten höchstens noch Laienschwester oder Magd werden. Dies lässt sich auch leicht erklären, eine Klosteranwärterin hatte ein Mitgift abzugeben, dies durfte zwar nicht offiziell verlangt werden, jedoch ließsich dieser Brauch nie ausrotten. Dieser Betrag lag zwar unter dem Mitgift einer Braut der höheren Schichten, war jedoch für die Ärmeren trotzdem nicht aufzubringen. Oft gingen Frauen nicht freiwillig ins Kloster, da es jedoch sehr viel kostete, eine Tochter unter die Haube zu bringen, gab eine wohlhabende Familie oft den Großteil ihres Vermögens aus um wenigstens eine Tochter zu verheiraten, die anderen mussten dann ins Kloster. Bei den frommen Schwestern wurden jedoch auch körperlich und geistig behindert Töchter abgegeben. Viele Frauen hatten Angst vor der Erbsünde und wollten deshalb nicht heiraten. Die jungen Mädchen konnten schon als Novizinnen die ersten Schritte Richtung Nonne machen

2.2.2 Welche Chancen hatten Nonnen auf Bildung?

Den Nonnen wurde das Lesen, Schreiben und Beten beigebracht. Sie lernten ganze Abschnitte der lateinischen Bibel auswendig, da sie die Sprache nicht beherrschten.

Die Nonnen wurden mit den Geschichten von Priestern und Ordensgründern vertraut gemacht. Sie konnten auch Mithilfe eines Selbststudiums ihr Wissen erweitern, zu den berühmtesten Gebildeten, gehören Roswita von Gandersheim und Hildegard von Bingen. Trotz ihrer anerkannten hohen Bildung hatten die Nonnen kein Anrecht auf den Besuch einer Universität.

2.2.3 Stellung der Äbtissinnen

Die Äbtissinnen durften weder ihren Mitschwestern predigen, ihr Gelübde entgegennehmen, noch ihre Beichte anhören oder sie offiziell segnen. Die Äbtissinnen hatten eine eher eine organisatorische Rolle. Sie sorgten für dir Einhaltung der Ordensregeln. Die Äbtissinnen reicherer Klöster jedoch konnten sich ungewöhnlich hoher Macht erfreuen. Sie hatten meist einen ausgedehnten Landbesitz, den sie gegenüber der Bauern wie Feudalherren verwalten konnten. Das Amt einer Äbtissin bot so durch seine große Unabhängigkeit einen großen Reiz für die Töchter Adeliger.

3. Frau und Ehe

Die Ehe wurde sowohl von Staat als auch von Kirche befürwortet, dies jedoch aus verschieden Gründen. Die Kirche wollte immer die moralische Komponente anbringen, der Staat hielt jedoch viel von der sozialen Kontrolle, die er über Familien viel besser ausüben konnte.

Ehe war, bis ins 12. Jahrhundert, ein Vertrag der unter den Familien der zukünftigen Eheleute geschlossen wurde. Oft ging es nur um den wirtschaftlichen Aspekt. Die Aufgaben der Frau bestanden aus Hausarbeiten uns der Erziehung der Kinder. Das durchschnittliche Heiratsalter der Frau lag zwischen 16 und 20. Eine Frau hatte in ihrem Leben 15-20 Schwangerschaften, hierbei ist auch zu beachten, das die Kindersterblichkeit über 50% lag. Der Geschlechtsakt war primär dem Fortpflanzungszweck zugeordnet. Reiner Lustgewinn und Verhütungspraktiken waren verpönt.

Der Ehemann wurde zum Vormund der Frau, er konnte das gesamte eheliche Vermögen allein verwalten, zwar hätte die Frau hierbei ihr Veto einlegen können, dies hat der Ehemann dann jedoch normalerweise als Vertrauensbruch gewertet, darauf hätten Verstoßund Züchtigung gefolgt. Dies war im Mittelalter zwar „im Maße“ erlaubt, jedoch war „im Maße“ so ungenau ausgedrückt, das hier das Recht kaum einschreiten konnte. Außerdem braucht die Frau einen männlichen Vormund um bei Gericht überhaupt Gehör zu erlangen. Die Ehe war im Mittelalter eher ein Mittel der Macht- und Bündnispolitik. Einflussreiche Familien wurden so aneinander gebunden. Die Ehe war eine öffentliche Angelegenheit, während die Familie der Frau den Mann beobachtete, dass er seine Pflichten ihr gegenüber erfülle, beobachtete der Hofstaat die Frau, da sie ihrem Mann unbedingt Treu sein musste. Die Treue einer Frau war sehr wichtig, da man in den einzelnen Sippen der Nachfahren sicher sein musste.

Für die meisten Familien war es wichtig ihre Töchter möglichst ehrenvoll zu verheiraten. Falls der Ehemann jedoch eine niedrigere Stellung hatte, musste die Frau sich damit begnügen.

Neue politische Konstellationen oder Überdruss waren oft Grund für eine Neuverheiratung, als Scheidungsgründe hielt man sich oft an: Impotenz des Mannes, Trunkenheit der Frau, männliche Verschwendung des Familienvermögens der Frau, Erkrankung an Aussatz und ketzerische Neigung des Partners. Die Kirche sah Scheidungen zwar nicht gern, hatte unter diesen Umständen jedoch Verständnis.

4. Prostitution

Bis zum 12. Jahrhundert haben die Frauen meist fahrende Prostitution ausgeführt. Die ersten Frauenhäuser gab es erst im 13. Jahrhundert und diese konzentrierten sich eher auf die wachsenden Städte. Die Kirche versuchte zwar die Dirnen zu resozialisieren(z.b. mit ehrbaren Männern verheiraten), jedoch schlugen diese Versuche meist fehl. In den Zeiten war jedoch Jungfräulichkeit für Frauen bis zur Eheschließung ein kostbares Gut. Also mussten die Männer sich bis zur Hochzeit anderweitig abreagieren, ein absolutes Verbot der Prostitution wäre unrealistisch gewesen. Mit der Zeit bekam das Dirnenwesen einen öffentlichen Charakter. Hohe Besucher wurden ins Frauenhaus eingeladen und wichtigen Gästen schickte man die Dirnen entgegen. Das Frauenhaus wurde von Staatsgeldern bezahlt und von einer/einem Hurenwirt/in betrieben. Die angestellten Prostituierten bekamen einen festen Lohn, Unterkunft und Verpflegung, sie hatten Arbeitsschutz während Menstruation, Schwangerschaft und Krankheit. Trotzdem hatten die Dirnen immer noch Probleme sich in die Gesellschaft zu integrieren, sie hatten kein Recht auf Ehe. Vergewaltigung und Körperverletzung waren sie schutzlos ausgeliefert. Sie mussten durch bunte Bändchen an der Kleidung kenntlich machen, dass sie zu diesem Gewerbe gehörten. Den Dirnen wurde es untersagt Lebensmittel zu berühren.

Den Frauen war es bei Todesstrafe untersagt, sich wie Männer zu kleiden um Homosexuelle anzuwerben. Homosexuelle Beziehungen galten insgesamt als Sodomie und wurden bei Tode bestraft. Zwischen den fahrenden Dirnen und den festen Frauenhäusern gab es stets heftige Konkurrenz, oft unterstützte die Stadt die einheimischen Dirnen dabei gegen die fremden vorzugehen. Verschärfte Moralvorstellungen und die Verbreitung von Syphilis führte zu der Vertreibung der Prostitution aus den Städten und die Schließung mehrerer Frauenhäuser.

5. Die Rechte der Frauen

Die Frau hatte keinerlei Anteil an der Herrschaft in Staat und Gesellschaft, sie durfte keine öffentlichen Ämter übernehmen. Die Gründe für diese Benachteiligung lagen bei der Kirche in der Erbsünde und bei dem Staat in ihrer Unwissenheit, ihrem Leichtsinn und ihrer Habsucht. Die Frau hatte fast immer einen Vormund, zu Beginn den Vater, später den Ehemann, erst wenn dieser verstorben war, konnte die Witwe ohne einen männlichen Vormund über Mitgift, Morgengabe und über das vom Ehemann vererbte Vermögen frei verfügen. Sie konnte sogar eigenständig über Wiederverheiratung entscheiden. Die Frau hatte große Probleme als voll anerkannt zu werden, da sie viele gesetzlichen Benachteiligungen in Kauf nahmen.

- Obwohl die Frau gesetzliche Abgaben entrichtete, hatte sie keine öffentlichen Rechte.
- Die Aussteuer galt als Erbersatz, falls also der Vater starb, bekam die Frau nur etwas, wenn es keine männlichen Nachfolger gab.
- Die Frauen hatten kein Lehensrecht. Erst im Spätmittelalter konnten Frauen, wenn auch nur Mithilfe eines männlichen Lehenträgers, ihr eigenes Lehen erwerben.
- Vor Gericht war die Aussage einer Frau gewöhnlich nichts Wert, die Ausnahme blieb die Scheidung. Das gerichtliche Klagerecht war auch eingeschränkt, nur ledige Frauen durften Zivilklage einreichen, Verheiratete brauchten die Zustimmung ihres Ehemannes.

6. Frauen auf dem Land

Bäuerinnen hatten durchschnittlich 3-4 Kinder, hier dominierten die Kleinfamilien, nach dem Tode des Mannes rückte die Frau an seine Stellung, diese gab sie jedoch normalerweise an den ältesten Sohn weiter. Sie hätte wahrscheinlich sowieso nicht mehr lange zu leben. Das Todesalter war ungewöhnlich früh, dies lag wohl an den unmenschlichen Belastungen denen die Bäuerinnen ausgesetzt waren. Bis zu 14 ½ Stunden Feldarbeit und dazu noch Haus und Garten versorgen hielt man nicht so lange aus. Die Frau übernahm die Binnenwirtschaft, das heißt sie bereitete das Bad, sie mahlt Getreide, braut Bier, kocht und putzt.

Die Näharbeiten der Bäuerinnen beschränkten sich nicht nur auf die eigen Familie, der Grundherr hatte auch einen bestimmten Anspruch auf die Stoffe.

7. Frauen in der Stadt

Die Stellung der Frau in der mittelalterlichen Stadt erhält eine beträchtliche Aufwertung, obwohl natürlich nicht alle Beschneidungen beseitigt werden. In der Stadt galt auch die Freiheit für alle Individuen (Stadtluft macht frei). Die Frauen übernahmen zwar nach wie vor keine politische Rolle, jedoch hatten sie entscheidenden Einfluss auf die städtische Wirtschaft. Das Ehe- und Arbeitspaar übernahm die tragende Rolle in der Neuorganisation des Wirtschaftlebens in selbstverantwortlichen Familienbetrieben von Handwerkern und Kaufleuten. Es entwickelten sich jedoch auch hier Zuständigkeitsbereiche für Männer und Frauen, sie trug Sorge über das Innere, also Haus, Hof, Textil-, Ernährungs-, und Kleinhandelsektor. Die Geschlechtertrennung war jedoch hier nicht sehr konsequent, so kam es das mehrere Frauen in nicht spezifisch weiblichen Handwerksbereichen tätig waren. Im Mittelpunkt der Familienwirtschaft stand die Maximierung des Familieneinkommens, so kamen die Unterschichten auch meistens bis zum Existenzminimum.

Frauen war es möglich, das Bürgerrecht zu bekommen, dies war mancherorts Vorraussetzung, damit man in das gewünschte Gewerbe einsteigen konnte. Vor allem im 14. und 15.

Jahrhundert, gingen viele Frauen Handelsberufen nach, die Selbstständigkeit, mit der sie dies taten ändert sich jedoch von Ort zu Ort.

7.1 Frauen im Handel

Jede Kauffrau ob ledig, Witwe oder verheiratet, konnte selbstständig klagen und verklagt werden. Die verlieh ihr absolute Unabhängigkeit, jedoch kam sie so auch in die Konkurs- und Verschuldungsfähigkeit.

Auf dem Markt gab es Kleinhändlerinnen, die ihr Glück mit eigens hergestellten oder importierten Waren versuchten.

Wenn es sich bei der Ehe um eine bessere Handelsgesellschaft handelte, übernahm die Frau meist den Einzelverkauf, sowie die Obhut über den Laden, wenn ihr Mann auf Geschäftsreise war. Trotzdem gab es relativ viele Fernhändlerinnen. Dies war jedoch eher eine ungewöhnliche Arbeit für Frauen, zumal sie auf die großen Fernhandelszentralen beschränkt war. Dies war für die Frauen, die immer noch große Verantwortung gegenüber ihrer Familien hatten, eher ungelegen. So kam es das eher die Kleinhändlerin Lebensmittel und Alltagsgegenstände verkaufte, die Hökerin, das Bild der Händlerin beherrschte. Sie waren jedoch auch in Stützberufen des Handels erwünscht, z. B. als Messehelferin, Zöllnerin, Unterkäuferin und Pfandleiherin.

7.2 Frauen im Handwerk

Ehefrauen und Töchter arbeiteten meist selbstverständlich in der Familienwerkstatt mit. Das erlernen eines Handwerks war eine der wenigen Sachen die Frauen ohne Probleme schaffen konnten, selbst Zünfte, die eigentlich Frauen einzuschränken versuchten, erkannten das Recht eines Mitglieds, Tochter oder Frau zu unterweisen, an. Frauen lernten meist schon in ihrer Kindheit von einer Meisterin und heirateten dann später einen Berufskollegen, mit dem sie zusammenarbeiteten.

Nach Pariser Quellen waren im 13. Jahrhundert Frauen an 86% der Handwerkszweige beteiligt. Es gab sogar rein weibliche Berufssparten z.b. Seidenspinnerei, die Anfertigung von Kopfbedeckungen und kostbarer Stickereitäschchen. Frauenarbeit war im Textilsektor am weitesten verbreitet, d.h. Waschen, Färben, Spinnen und Weben. Ebenso in Luxusgewerben z.b. Perückenknüpfen, Schmuckfederverarbeitung und Goldschmiedearbeiten. Handwerkerinnen durften auch weibliche Lehrling ausbilden.

7.3 Frauen in Heilberufen

Das gesamte Mittelalter über hatten Hebammen einen besonderen Stellenwert, meist hatten diese ihr Wissen nur durch praktische Erfahrung. Bei Bedarf nahmen sie auch operative Eingriffe in Angriff. Schon relativ früh (1258) waren Frauen als Ärztinnen anerkannt. Ihre männlichen Arbeitskollegen räumten das Feld eher aus sittlichen Gründen, da es nur Recht erschien eine Frau ihre Geschlechtsgenossinnen selbst behandeln zu lassen. An Universitäten durften Frauen nicht studieren, also konnten sie keine akademischen Ärzte werden. Die Beschäftigung mit der universitären Medizin ohne Studium war bei Strafe verboten. So erging es Jacqueline Felicie schlecht, die einem Patienten professionell den Puls gefühlt hatte, ihm Abführmittel und heiße Bäder verschrieben hatte. Obwohl der Patient zugunsten der Angeklagten aussagte, musste sie eine Geldbuße bezahlen und jede weitere Berufsausübung unterlassen. Dies war kein Einzelfall, Frauen in nichtautorisierten Heilberufen waren bedeutend.

7.4 Dienerinnen

Viele Frauen kamen vom Land in die Stadt gewandert, um hier ihr Glück zu versuchen.

Meistens wurden sie jedoch nur zu Dienerinnen, einer Arbeiterschicht, deren Lohn noch unter dem eines städtischen Arbeiters lag. Selbst Handwerkshaushalte konnten sich eine Dienerin leisten, für sie waren Kost und Logis frei, da sie im Haus mitwohnte und am Tisch der Herrschaften aß. Ihre Aufgaben waren Putzen, Kochen, Backen, Waschen, der Kampf gegen Ungeziefer und teilweise auch die Versorgung von Haustieren.

8. Quellen

http://www.frauenjournal.de/artikel1.htm

http://www.das-mittelalter.de/frauen_im_mittelalter.htm

Geiss, Immanuel; Ballof, Rolf, Frinke-Finkelnburg, Renate„Epochen und Strukturen“, 1996, Verlag Moritz Diesterweg

Ennen, Edith „Frauen im Mittelalter“ 1987, Verlag C.H. Beck München

Details

Seiten
8
Jahr
2002
Dateigröße
412 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v106176
Note
13 Punkte
Schlagworte
Frauen Mittelalter Referatsreihe

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Titel: Frauen im Mittelalter