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Amoklauf von Erfurt und die Folgen

Facharbeit (Schule) 2002 6 Seiten

Gemeinschaftskunde / Sozialkunde

Leseprobe

Gliederung:

1. Was bedeutet der Begriff ,,Amok"?

2. Die Ursachen des Amoklaufes

3. Der Ablauf des Amoklaufes

4. Die Folgen des Amoklaufes

1.)Was bedeutet der Begriff ,,Amok"?

Der Begriff ,,Amok" stammt aus dem malaiischen und bedeutet soviel wie ,,Wut". Ursprünglich bedeutete es ,,im Kampf sein Letztes geben". Es handelt sich dabei um einen plötzlichen gewalttätigen Ausbruch einer in der Regel männlichen Person, der mit anscheinend unbegründeten Tötungsangriffen auf Mensch und Tier losgeht. Typischerweise zieht sich der Amokläufer vor seiner Tat oft von seiner Umgebung und in sich selbst zurück. Nach dem Amoklauf ist der Betroffene entweder Tod oder er ist erschöpft und bricht zusammen.

Die Ursachen für solch ein Amoklauf sind noch unzureichend erklärt. Die jeweiligen Erklärungsansätze reichen von Besessenheit über biologische (z.B. durch Epilepsie) und psychologische Theorien(etwa krankhafte Verfolgungsideen, Zusammenbruch der Aggressionsabwehr), soziale (Statusverlust und ähnlichen) und kulturelle Modelle (z.B. die kulturspezifischen Muster der Aggressivitätsunterdrückung)

Der Begriff ,,Amok" stammt aus dem malaiischen und bedeutet soviel wie ,,Wut". Ursprünglich bedeutete es ,,im Kampf sein Letztes geben". Es handelt sich dabei um einen plötzlichen gewalttätigen Ausbruch einer in der Regel männlichen Person, der mit anscheinend unbegründeten Tötungsangriffen auf Mensch und Tier losgeht. Typischerweise zieht sich der Amokläufer vor seiner Tat oft von seiner Umgebung und in sich selbst zurück. Nach dem Amoklauf ist der Betroffene entweder Tod oder er ist erschöpft und bricht zusammen.

Die Ursachen für solch ein Amoklauf sind noch unzureichend erklärt. Die jeweiligen Erklärungsansätze reichen von Besessenheit über biologische (z.B. durch Epilepsie) und psychologische Theorien(etwa krankhafte Verfolgungsideen, Zusammenbruch der Aggressionsabwehr), soziale (Statusverlust und ähnlichen) und kulturelle Modelle (z.B. die kulturspezifischen Muster der Aggressivitätsunterdrückung)

2.)Wie konnte es eigentlich zum Amoklauf kommen?

Robert Steinhäuser, eigentlich ein ganz normaler Mensch wie wir, doch mit einem gravierenden Unterschied zu uns: Er hat gemordet.

Was können aber die Ursachen für solches Verhalten sein? Sind es psychische Probleme, Probleme mit den Eltern oder Lehrern oder sind es die Medien?

Alle diese Faktoren spielen eine große Rolle auf die Verhaltensweise einer Person. Als klassisches Beispiel führe ich 2 Personen an:

- Der erste: er hatte eine friedliche, gute Entwicklung · er ist ein gebildeter, normaler Mensch
- Der zweiter aber: er hatte eine schreckliche Kindheit, die Eltern vielleicht ungebildet, Alkoholiker,
- er ist das Abbild seiner Eltern, ungebildet, Alkoholsüchtig,...

Doch nicht nur das soziale Umfeld, sondern auch die Medien, die Computerspiele, gehören auch zu diesen Faktoren.

Man braucht sich bloß mal umschauen: Überall Gewalt: ob es die Menschen sind die sich gegenseitig schaden oder die Computerspiele die man zu kaufen bekommt und wo Krieg, Mord und sonst was nachspielen kann. Doch das Geschäft boomt, die Jugendlichen kaufen, kaufen, kaufen, !

Nachforschungen und Aussagen von Zeugen ergaben, dass Robert Steinhäuser im Besitz solcher gewalttätigen Computerspiele war.

Doch wie konnte Robert Steinhäuser so etwas tun! Es können doch nicht nur die Gewaltspiele für den Computer sein.

Hatte Robert Steinhäuser vielleicht Vorbilder? Die Artikel auf die man in den Medien und im Internet stößt belegen dies vielleicht:

- 9.11.1999: ein 15. jähriger Schüler tötet seine Geschichtslehrerin am Meißner Franziskaneum

- (als Motiv: Hassgefühle)

- 19.2.2000: ein 22. jähriger stürmt seine frühere Arbeitsstelle und tötete 2 Kollegen und seinen ehemaligen Rektor

Man kann noch weitere Amokläufe aufzählen, wie der an einer Amerikanischen Hochschule, wo zwei ehemalige Schüler in die Schule gestürmt waren und wahllos gemordet haben. Diese Ereignisse werden dann tagtäglich in den Medien ausgestrahlt die sich jeder anschauen kann.

Solche Berichte geben einer Person echt zu denken. Robert S. hatte die Möglichkeit sich solche Sachen anzuschauen und ich würde sagen, dass er sich nach diesen Taten gerichtet hatte und sie nachgemacht hatte.

3.)Ablauf des Amoklaufs

Am Morgen des 26. April 2002 verabschiedete sich Robert Steinhäuser von seinen Eltern, die nichts von seinem Schulverweis wussten. Sie dachten er gehe zu seiner Abiturprüfung.

Gegen 10.45 Uhr betrat er das Gymnasium und bereitete sich auf der Toilette auf seine Tat vor, indem er sich mit schwarzen Kleidungsstücken vermummte und Munition lagerte. Danach lief er durch die Schule und tötete gezielt Lehrer und Lehrerinnen, von denen er annahm, dass sie an seinem Schulverweis schuld waren.

Als die ersten Schüsse fielen, alarmierte der Hausmeister gegen 11.05 Uhr die Polizei, die

11.10 Uhr sofort das Sondereinsatzkommando (SEK) einschaltete.

11.12 Uhr sind bereits 15 Menschen tot. Kurz danach wird ein

42-jähriger Polizeiobermeister und zweifacher Vater von dem Täter erschossen. Nach

Aussage von dem 60-jährigen Geschichtslehrer Rainer Heise, traf er den Täter kurz zuvor im Eingangsbereich des Gymnasiums, als er gerade auf dem Weg in die Schule war.

11.16 Uhr traf der Geschichtsle hrer nach eigenen Angaben den Täter ein zweites mal. Nach einem kurzen Gespräch nahm der Täter seine Maske ab und Rainer Heise stieß ihn in ein Zimmer und verschloss es.

Gegen 11.20 Uhr traf der Direktor der Polizei Erfurt am Ort des Geschehens ein und machte sich ein Bild der aktuellen Lage. Zugleich folgten auch die ersten Sanitäter.

Laut Obduktionsbericht der Gerichtsmediziner, erschoss sich Robert S. 11.30 Uhr mit seiner Pistole.

11.43 Uhr traf das SEK am Einsatzort ein. Knapp eine Viertelstunde später, begannen die Mitglieder des SEK mit der Durchsuchung des Schulgebäudes, da durch Zeugen behauptet wurde, dass noch ein zweiten Täter existiert.

Gegen 12.55 Uhr gaben die Behörden den Tod von 3 Menschen offiziell bekannt. Um 13.01 Uhr entdeckte das SEK die Leiche des Täters. Die zweite offizielle Mitteilung der Behörden gab es gegen 14.15 Uhr, in der von 4 Toten die Rede war.

Die letzten Schüler, die sich in dem Schulgebäude verbarrikadiert hatten, verließen gegen 15.20 Uhr das Haus.

Die erste Pressekonferenz zu dem Amoklauf von Erfurt begann gegen 15.30. Die

Ermittlungsbehörde sprach von 18 Toten, die aber am nächsten Morgen auf 17 korrigiert wurde.

Gegen 18.00 Uhr begann die Erfurter Polizei die Durchsuchung des Hauses, in dem der Täter wohnte. Da er noch bei seinen Eltern untergebracht war, wurden die Eltern des Täters von der Polizei vernommen.

Um 23.00 Uhr hat die Spurensicherung 500 Schuss Munition von der Toilette sichergestellt. Kurz vor Mitternacht hat man dann die Leichen zur Obduktion freigegeben .

4.)Die Folgen des Amoklaufes

Im Allgemeinen:

Der 26. April 2002. Ein Tag wie die anderen, bloß mit einer großen Ausnahme! Es ist der Tag, an dem Robert Steinhäuser 15 seiner Mitschüler und Lehrer, einen Polizisten und danach sich selbst ermordete.

In Folge dessen, tagte der Landtag Thüringens in den darauffolgenden Tagen und beriet sich über die folgenden Konsequenzen. In der Rede von Ministerpräsident Vogel waren 7 grundsätzliche Dinge enthalten:

- eine Grundsatzdebatte über die Gewalt · Erziehung beginnt in der Familie · Schulen müssen auch Werte vermitteln · jeder muss eine Chance bekommen

- Verschärfung des Waffengesetzes in Thüringen und anderen Bundesländern · Einschränkung der Gewalt in den Medien

- es muss eine Debatte über das Schulgesetz kommen

Die Folgen des Amoklaufes waren verheerend. Nicht nur in Erfurt wurde getrauert sondern in der ganzen Bundesrepublik Deutschland! Bundespräsident Rau sagte: ,,Deutschland trauert über ein unfassbares Geschehen!"

Staffelung der Folgen:

Wie schon oben erwähnt, zog der Amoklauf riesengroße Konsequenzen nach sich! Nicht nur auf der politischen Ebene, sondern auch auf der gesellschaftlichen, der schulischen und auf der emotionalen Ebene.

Auf der politischen Ebene trafen sich die Politiker und berieten sich!

- schon am 30. April forderte der Landtag von Thüringen ein ,,Bündnis gegen die Gewalt"

- am 2. Mai versicherte Kultusminister Krapp den Abiturienten des Gymnasiums ein ,,vollwertiges Abitur"

- am 7. Mai beschlossen Bundeskanzler Gerhard Schröder und die 16

Ministerpräsidenten, dass eine Verschärfung des Waffengesetzes stattfinden solle · am 9. Mai kritisiert Krapp die Medienberichterstattung ( er sagte, dass zu viele Gewaltfilme und Spiele im Fernsehen vorgestellt werden)

- des weiteren forderte Krapp eine Debatte über Verbotsverschärfung von gewaltverherrlichenden Filmen und Computerspielen

Diese kleine Chronologie soll dazu dienen um einmal Einsicht darüber zu erhalten, wie es nach dem Amoklauf in der Politik zuging. Es sind noch weitere Beschlüsse gefasst worden, die aber in ihrer Ausführung noch unklar sind.

Im engen Zusammenhang zur Politik stehen auch die Folgen auf der schulischen Ebene. Somit hat man beschlossen, dass an den Schulen auch Änderungen vorgenommen werden müssen. Somit ergibt sich:

- höhere Sicherheitsvorkehrungen werden gefordert

- die Schüler sollen untereinander reden und helfen, dass heißt, wenn jemand eine Andeutung macht das gleiche zutun wie in Erfurt geschehen ist, dass sie auf ihn einreden sollen und auch die Lehrer mit einbeziehen

- die Lehrer sollen nicht zu streng wirken, dass heißt, jeder Schüler soll die gleiche Chance bekommen seine schulischen Leistungen zu verbessern

Am Schlimmsten aber hat es die Mitschüler und Lehrer getroffen. Was sich auf der emotionalen Ebene abgespielt haben muss, kann man sich kaum vorstellen.

Wenn man heute diese Kinder bzw. Jugendliche auf dieses Ereignis anspricht, erinnern sie sich an jede Einzelheit ganz genau und das werden sie nie vergessen.

Robert S. war sich nicht im klaren was er mit seiner Tat den Jugendlic hen antun würde. Als Konsequenz mussten die Jugendlichen in psychische Behandlung. Einige von ihnen haben bis heut noch nicht die Tat überwunden. Sie werden noch lange brauchen um zu kapieren wieso und warum!

Als nächstes kommt noch hinzu, dass sie viellecht irgendwelche seelischen Schäden erlitten haben. Ein Beispiel dafür ist, wenn sie in irgendeinem Zusammenhang eine Waffe sehen, dass sie dann panische Anfälle bekommen oder gar in Ohnmacht fallen.

Auf der gesellschaftlichen Ebene hat sich dementsprechend auch etwas gewendet. Der Großteil der Bevölkerung denkt jetzt anders, sie handeln auch anders. Einige haben sich zusammengeschlossen und eine Gruppe gebildet, die gegen die Gewalt aktiv vorgehen. Andere haben Selbstverteidigungskurse belegt um sich vor solchen Tätern zu schützen.

Nach dem Amoklauf wurden in vielen Schulen Deutschlands sogenannte Klassenleiterstunden eingeführt, wo man sich intensiv über die Probleme zwischen Schüler und Lehrer bzw. zwischen Schüler und Schüler unterhalten kann. Ziel dabei ist, dass man diese Probleme auf eine friedliche Art und Weise löst.

Man sollte versuchen, für Jugendliche mehr Freizeitangebote in der Schule und auch darüber hinaus anzubieten, um ein gegenseitiges Miteinander zu fördern. Des weiteren sollte man Diskussionsrunden fördern, um nicht nur untereinander ins Gespräch zu kommen, sondern auch Probleme anderer zu erkennen, Hilfe anzubieten und frühzeitig zu reagieren.

Zusammengetragen und Ausgearbeitet von:

Klasse 10d Rülein Gymnasium Freiberg

Quellenangabe:

Internet: http://www.ajondo.com/se/frame.php?url=http://redir.ard.de/redirect?cat= information&url=http://www.mdr.de/nachrichten/dossiers/168102.html

http://www.ajondo.com/se/frame.php?url=http://www.zeitung-online.com/ Der_Amoklauf_von_Erfurt/der_amoklauf_von_erfurt.html

http://www.ajondo.com/se/frame.php?url=http://www.spiegel.de/ netzwelt/netzkultur/0%2C1518%2C198971%2C00.html

Details

Seiten
6
Jahr
2002
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v107385
Note
Schlagworte
Amoklauf Erfurt Folgen

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