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Supply Chain Management in der Automobilindustrie

Seminararbeit 2002 16 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

GLIEDERUNG

1. Einleitung
1.1 Der Begriff des Supply Chain Management im Allgemeinen
1.2 Aufgaben des Supply Chain Management

2. Supply Chain Management in der Automobilindustrie
2.1 Aufgaben des Supply Chain Managements im Kontext der Automobilindustrie
2.2 Supply Chain Management als Lösung
2.3 Automotive Supply Chains
2.4 Simulationsgestütztes Supply Chain Management

3. SSCM an einem praktischen Beispiel
3.1 SSCM bei der AUDI AG Ingolstadt
3.2 Beispiel Supply Chain A3
3.3 Zusammenfassung und Ausblick

4. Abschluss

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mit der wachsenden Globalisierung in der heutigen Zeit, und der damit verbundenen Komplexität der Marktbedingungen gibt es innerhalb einzelner Unternehmen und in der Wertschöpfungskette immer mehr Informationsschnittstellen. Die Abläufe werden dadurch oft intransparent und schwerfällig. [1] Eine weitere Forderung sind die verkürzten Produktinnovationszeiten („Time to Market“). Diese Entwicklung erfordert eine Intensivierung der unternehmerischen Zusammenarbeit mit den Co – Herstellern – und zwar über alle Stufen des Logistiknetzwerks. Daher der Ausdruck „Supply Chain Management“. [2]

1.1. Der Begriff des Supply Chain Management im Allgemeinen

Beim Supply Chain Management (SCM) geht es darum, den gesamten Material- und Dienstleistungsfluss zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Dieser Prozess spielt sich im Rahmen eines Netzwerkes von Unternehmen und deren Bereichen ab, welche einen Teil der Wertschöpfungskette darstellen. [3]

Beispiel einer unternehmensübergreifenden Logistik:

Ein Kunde bestellt über das Internet einen Computer. Auf der entsprechenden Website des Herstellers werden ihm alle möglichen Optionen angezeigt. Er konfiguriert sich mit dieser Unterstützung seinen Computer entsprechend seinen Vorstellungen und seines Budgets selbst. Er sieht in seinem Warenkorb sofort den Preis und nach der Auftragserstellung zusätzlich das Lieferdatum mit der Auftragsnummer. Die Information der Bestellung wird im Unternehmen sofort an die erforderlichen Stellen weitergereicht, wie Produktion, Einkauf und Marketing.

Erweitert man dieses Beispiel um einen Schritt entlang der Supply Chain, so erhält man beispielsweise folgendes Szenario: Die resultierenden Materialbedarfe werden direkt an die Systeme der Teilelieferanten und die Lieferdaten direkt an die Systeme der Händler übertragen. Kosten- und zeitintensive Zwischenschritte entfallen. [4]

Ein einfaches Beispiel eines Supply Chain Kreislaufs:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [5]

1.2. Aufgaben des Supply Chain Managements

Das Supply Chain Management hilft dabei, planerische und koordinierende Tätigkeiten zu bewältigen. [6]

Es hat weiter die Aufgabe, die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu steigern, d. h. in Bereichen wie Qualität, Kosten, Lieferung und Flexibilität. Auf die genannten Bereiche wird im Folgenden genauer eingegangen: [7]

- Qualität:
- Jeder Co – Hersteller fühlt sich auch mitverantwortlich für die Zufriedenheit des Endkunden.
- Qualitätsanforderungen werden gemeinsam entwickelt und verbessert.

- Kosten:
- Alle Vorteile des „Supply Management“ werden beibehalten.

Dies führt zu tendenziell tieferen Transaktionskosten.

- Der Austausch von Methoden und Know – how zwischen den Co – Herstellern reduziert die Kosten.
- Jeder Co – Hersteller ist in seiner Kernkompetenz aktiv. Dies ergibt den besten Ertrag der eingesetzten Ressourcen (inkl. Zeit).

- Lieferung:
- Die Logistik muss für alle Co – Hersteller dieselbe sein (gleiche operationelle Abläufe, Dokumente usw.).
- Die Planungs- und Steuerungssysteme werden verbunden,

z. B. durch EDI (E lectronic D ata I nterchange, Anm. d. Verf.)

- Die Wahl der Co – Hersteller erfolgt über die Geschwindigkeit („Speed“), d. h. ihren Beitrag zu kurzen Durchlaufzeiten.

- Flexibilität:
- Anregungen zur Produktentwicklung kommen von allen Co – Herstellern.
- Wieder garantiert der Käufermarkt die Robustheit des Ansatzes: Die Transaktionskosten sind klein, ein Ersatz – Lieferant kann relativ leicht aufgebaut werden (Buy – Entscheid).

[...]


[1] Horst Wildemann, Supply Chain Management mit E-Technologien, Seite 1

[2] Paul Schoensleben, Integrales Logistikmanagement, Seite 52

[3] Horst Wildemann, Supply Chain Management mit E-Technologien, Seite 1

[4] H. – Chr. Pfohl, Logistik 2000plus, Seite 114

[5] http://www.qpronline.com/supplychainmanagement/supplychain_intro.html

[6] H. – Chr. Pfohl, Logistik 2000plus, Seite 112

[7] Paul Schoensleben, Integrales Logistikmanagement, Seite 53

Details

Seiten
16
Jahr
2002
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v108270
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, ehem. Fachhochschule Landshut
Note
2,0
Schlagworte
Supply Chain Management Automobilindustrie

Autor

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Titel: Supply Chain Management in der Automobilindustrie