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Philipp Melanchthon und seine Theorien zur Schul- und Bildungsreform.

Seminararbeit 2003 18 Seiten

Theologie - Religion als Schulfach

Leseprobe

Inhalt

I. Einleitung

II. Philipp Melanchthon auf dem Wag nach Wittenberg – Lebensstationen

III. Die Theorien Philipp Melanchthons
III.1 Melanchthon auf dem Weg vom Humanismus zur Reformation
III.2 Die Motive der reformatorischen Schulgründung
III.3 Reformatorische Pädagogik und konkrete Inhalte

IV. Aktualität

V. Ehre, wem Ehre gebührt!

VI. Literatur

Quellen

Sekundärliteratur

I. Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Theorien Melanchthons und deren Bedeutung für die Bildung und das Schulsystem in Deutschland. Die Frage, die in dieser Arbeit vor allem beantwortet werden soll, ist die Frage nach der Zukunftsbedeutung dieser Theorien. Melanchthon selbst schrieb einige Schulbücher und machte neben Studienempfehlungen für bestimmte Studenten auch sehr konkrete Aussagen über die Schule und die Lehrinhalte selbst.

Um den humanistischen Hintergrund Melanchthons und deren Auswirkungen auf seine Arbeiten als Pädagoge und Theologe die richtige Bedeutung beimessen zu können, muss die Herkunft Melanchthons genauso beleuchtet werden, wie sein Weg vom Humanismus zur Reformation. Sein Verhältnis zu Luther wird in diesem Zusammenhang zwar erwähnt, kann allerdings nicht in der Ausführlichkeit behandelt werden, dass eindeutige Schlüsse gezogen werden könnten. Anschließend muss untersucht werden, warum die Reformation in den Augen Melanchthons zu einer grundlegenden Veränderung des Schul- und Bildungssystems führen musste. Dabei werden auch Aussagen Luthers zu Rate gezogen. Nachdem also zunächst einige grundlegende Theorien Melanchthons besprochen wurden, wird untersucht, wie sich die Theorien in Melanchthons konkreten Anweisungen wieder finden lassen. Abschließend wird die These, dass ohne die Arbeiten Melanchthons das heutige Schulsystem nicht denkbar wäre, auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht. Außerdem sollen Überlegungen zu etwaigen Spuren der Melanchthonschen Bildungsreform in unserem heutigen Schul- und Bildungssystems angestellt werden.

Während der Bearbeitung des Themas traten vor allem bei der Auswahl der Texte Schwierigkeiten auf, da sowohl die Primär- als auch die Sekundärliteratur eine große Fülle an Information beinhaltet. Die Arbeit bietet also lediglich in dem Rahmen einen Einblick in die vorhandene Literatur, als dass es der Erarbeitung der Fragestellung dienlich war.

Die Arbeit orientiert sich an einem Aufsatz[1] von Wilhelm Schwendemann aus dem Jahr 1997. Schwendemann bietet eine Analyse der Melanchthonschen Pädagogik unter Berücksichtigung der historischen Ereignisse, aber auch eine aktuelle und kompetente Einschätzung der Bedeutung dieser Pädagogik für das heutige Schul- und Bildungswesen.

Es werden jedoch auch andere bedeutende Forscher dieses Gebiets berücksichtigt und Schwendemanns Ausführungen gegenüber gesetzt.

II. Philipp Melanchthon auf dem Wag nach Wittenberg – Lebensstationen

Philipp Schwartzerdt, so der Geburtsname Melanchthons wurde am 16. Februar 1497 in Bretten geboren. Zunächst in der städtischen Lateinschule untergebracht, wurde Philipp bald einem Hauslehrer anvertraut, der seine sprachliche Begabung schnell erkennt. Unter dem Drill des Hauslehrers wurde Philipp zu einem bemerkenswerten Schüler. Der Hauslehrer Unger war unterdessen ein Anhänger der humanistischen Bildung und so kommt Philipp zum ersten Mal in Berührung mit dieser Materie. Im Jahr 1508 besucht er dann mit seinem Bruder und seinem jüngsten Onkel zusammen die Lateinschule des Georg Simler in Pforzheim. Die Schule legte großen Wert auf moderne Unterrichtsmethoden und hatte sich den Reformationsvorschlägen Wimpfelings verschrieben, „der den Stupiden Drill durch Anschauung und Verständnis ersetzen wollte“ [2]. Melanchthons erste Veröffentlichung befand sich dann auch in einem von Wimpfeling im Jahr 1511 herausgegebenen Sammelband. Zu dieser Zeit jedoch studiert Melanchthon bereits in Heidelberg. Als Schreiber einiger Reden für die Professoren der Universität gewinnt Melanchthon weiterhin an Ansehen. Als er im Jahr 1512 nach Abschluss seines Studiums in Heidelberg mit dem Baccalareus artium nach Tübingen zieht, kann er dort bereits im Jahr 1514 die Magisterprüfung ablegen. In den folgenden Jahren vertieft er seine Studien der griechischen Philosophie und arbeitet an einigen Veröffentlichungen als Korrektor mit. Auch er selbst veröffentlicht einige Gedichte und arbeitet neben seiner Tätigkeit als Dozent für Griechisch an der Tübinger Universität an einer gereinigten Aristotelesausgabe, die allerdings nie erscheint. Seine beiden Lehrbücher über Dialektik und Rhetorik entstehen ebenfalls in dieser Zeit, werden jedoch erst später veröffentlicht und fußen auf seinen Erfahrungen, die er in der Zeit als Lehrer in Tübingen zu diesen Themen gesammelt hatte. Erste öffentliche Aussagen über eine Reformation der Universitäten lässt Melanchthon in einer Festrede im Jahr 1917 verlauten. So benennte er schon hier die in seinen Augen wichtigsten Fächer. An die griechische Mythologie angelehnt, verweist er an dieser Stelle auf die neun Musen, die nach seiner Aussage in diesen Fächern wieder zu finden sind.

Über die Fächer selbst und die Bedeutung, die Melanchthon ihnen zuschreibt, wird an anderer Stelle noch genauer gesprochen werden. Ende des Jahres 1517 schreibt Melanchthon an seinen väterlichen Freund Reuchtlin[3]: „Unter Knaben werde ich wieder zum Knaben.“[4] Hier wird deutlich, dass Melanchthon auf diesem Posten ruhelos und nicht ausgelastet war, so beschließt er dann Tübingen zu verlassen und kommt im August 1518 nach Wittenberg. Dort tritt er in kürzester Zeit in intensiven Kontakt mit Martin Luther. Durch enge Kooperation kommt es bald dazu, dass Melanchthon seine Aufmerksamkeit ganz der Reformation widmet. Vor allem er ist es, der sich ganz gezielt der Vermittlung der reformatorischen Leitgedanken an die Menschen und vor allem an die Jugend annimmt. So stellt H.F. Rupp in seinem Aufsatz „Der historische Protestantismus als Bildungsgröße“[5] zu Recht die Frage, „ob Luther von sich aus und ohne die seit 1518 gegebenen Anstöße durch Melanchthon die eminente Bedeutung von Unterricht, von Schule und Bildung für die neue Bewegung und ihren Fortbestand aufgegangen wäre.“ [6] Rupp stellt mit dieser rhetorischen Frage im Grunde genommen fest, dass Melanchthon einen großen Anteil am Erfolg der Reformation hatte. Denn, so heißt es später im Text im Bezug auf Melanchthons Aktivitäten hinsichtlich der Vermittlung der reformatorischen Gedanken an die Menschen, habe „dies wohl ganz entscheidend zum geradezu durchschlagenden Erfolg dieser neuen Bewegung beigetragen…“ [7]. Doch nicht nur Melanchthons Einfluss schlägt sich im Tun Martin Luthers nieder, auch Melanchthon wird von einem exklusiv humanistisch denkenden Griechisch-Professor zu einem reformatorisch-theologisch denkenden Verfechter des Lutherschen Erbes. So schreibt Rupp: „Innerhalb nur weniger Jahre vollzieht sich bei Melanchthon diese Neuorientierung.[8] Als ersten Höhepunkt dieser neuen reformatorischen Prägung Melanchthons bezeichnet Rupp die „Loci communes“, die Melanchthon im Jahr 1521 veröffentlicht. Im Bezug auf sein Verhältnis zu Luthers ist zu bemerken, dass einige Autoren übereinstimmen, dass eine wechselseitige Befruchtung und Beeinflussung zwischen Melanchthon und Luther die Arbeiten zeichnen. (Vgl. Horst F. Rupp, Heinz Scheible, Karl Ernst Nipkow, etc.) Dazu schreibt auch Friedrich Wilhelm Kantzenbach:

„In großer Aufgeschlossenheit wandte sich Melanchthon, nachdem er einmal die Auslegung der Bibel im paulinischen Sinne bejahen gelernt hatte, Luther zu, mindestens ebenso viel von ihm im theologischen Verständnis empfangend als im philologischen Raten dem Älteren gebend.“ [9]

III. Die Theorien Philipp Melanchthons

III.1 Melanchthon auf dem Weg vom Humanismus zur Reformation

Philipp Melanchthons Interesse gilt in seiner Zeit als Schüler und Student eher dem humanistischen Treiben und Wirken, welches aus seinen Publikationen vor 1518 unschwer zu entnehmen ist. Die Religion bleibt dabei für die damaligen Verhältnisse eher außen vor. Für die damaligen Verhältnisse bedeutet hier, dass alle individuellen und gesellschaftlichen Geschehnisse unter religiösen Vorzeichen gesehen wurden. Dass heißt also, sein Interesse an Religion ist zeitgeistbedingt und nicht sonderlich ausgeprägt. Dies änderte sich schlagartig als Melanchthon „das neue reformatorische Kraftzentrum“ [10] Wittenberg betritt. Melanchthon verabschiedet sich dabei jedoch keineswegs vom Humanismus. Er integriert ihn vielmehr in sein neu entdecktes reformatorisches Denken. Rupp beschreibt das Ergebnis dieses Integrationsprozesses mit den folgenden Worten:

„…er fand damit zu einer Art Legierung beider Impulse, wobei der Humanismus wohl schwergewichtig das formal-methodische Instrumentarium lieferte, während die reformatorischen Erkenntnisse eher die normativ-inhaltliche Prägung verkörperte.“[11]

Problempunkt in dieser Verquickung der beiden Disziplinen ist die Tatsache, dass der Humanismus auf die Fähigkeit zur Perfektibilität des Menschen vertraut, dem jedoch der reformatorische Gedanke, dass der Mensch ausschließlich auf Gottes gnädigen Willen vertrauen muss, entgegen steht. Der Kompromiss, der sich daraus zwangsläufig ergibt, sah konsequenterweise eine Überarbeitung des theologischen und anthropologischen Konzepts vor. Hinsichtlich des anthropologischen Konzepts bedeutet dies, dass in der Bestellung der weltlichen Dinge, d.h. in den ethischen, politischen und für diese Arbeit besonders interessant den Erziehungs- und Bildungsfragen, dem Menschen die Möglichkeit der Mitwirkung und Gestaltung der Welt zugesprochen werden muss. Genauer ausgedrückt bedeutet dies, dass das “Leben“ nach dem Tod allein in Gottes Hand liegt, das weltliche Leben jedoch von den Menschen individuell und autonom gestaltet werden kann. So schreibt Melanchthon im Artikel 18 der Confessio Augustana von 1530: „Der menschliche Wille hat eine gewisse Freiheit, bürgerliche Gerechtigkeit zu wirken und unter den der Vernunft unterworfenen Dingen frei zu wählen.“[12]

Zur theologischen Konzeption sind die folgenden Aussagen des Reformators an zuführen. So lässt sich die folgende Aussage Melanchthons, die er während einer Theologieprüfung in Wittenberg im Jahr 1519 macht, im Zusammenhang verstehen und zeigt deutlich ein von Melanchthon schon früh ausgesprochenes und für sein weiteres Handeln bezeichnendes Prinzip seines Glaubens:

„Ein Katholik muss keine anderen Lehrsätze glauben, als die von der Schrift bezeugt werden. Die Autorität der Konzile steht unter der Autorität der Schrift. Also ist es noch keine Ketzerei, wenn man nicht an das unauslöschliche Siegel (der Taufe und der Priesterweihe), an die Wandlung (von Brot und Wein in der Eucharistie) und an dergleichen glaubt.“[13]

Die „Loci communes“ schrieb Melanchthon als „eine Einführung in die biblische Theologie, die zum rechten Verständnis der Heiligen Schrift anleiten soll“ [14]. Sie umfassen also seine Gedanken und Einschätzungen des Lutherschen Gedankenguts, wobei seine humanistischen Wurzeln häufig zu entdecken sind. Die Theorien Melanchthons werden daher auch oft als christlicher Humanismus bezeichnet.

III.2 Die Motive der reformatorischen Schulgründung

Als Reformator ist Melanchthon nicht nur auf den streng theologisch-wissenschaftlichen Gebieten aktiv. Wie bereits erwähnt, ist einer seiner Hauptverdienste die Übermittlung der reformatorischen Gedanken an die Menschen. Diese Position nimmt er vor allem ein, weil er sich in einigen weiteren Gebieten sehr geschickt zeigt. So beweist er sich als außerordentlich guter Organisator im Bezug auf das neu zu errichtende Schul- und Bildungswesen.

Die neue Errichtung eines Schul- und Bildungswesens war in der Reformation selbst begründet, hing aber auch stark von den allgemein katastrophalen Zuständen in den Universitäten und Schulen ab. Es ist nicht zu leugnen, dass die Reformation diese Zustände mitverantwortete, denn die Zeit der aufstrebenden Reformation stellte für die organisatorische Grundlage des Bildungswesens dieser Zeit eine ernsthafte Bedrohung da. Nicht nur das Luther die Hochschulen als „Stätten des bösen Geistes, eingerichtet um Sünde und Irrtum zu mehren“ [15] bezeichnet, es ist bis zu diesem Zeitpunkt auch die katholische Kirche, die die Trägerschaft der Schulen und Universitäten inne hält. Die Jahre nach 1521 bringen Tumulte und Aufstände in den Universitäten und Schulen. Schon bald sind sie so gut wie ausgestorben. Erasmus von Rotterdam[16] fällt 1528 in einem Brief angesichts der betrüblichen Lage ein hartes Urteil: „Wo der Lutheranismus herrscht, da ist der Untergang der Wissenschaften.“[17] Diese Entwicklung stürzt Philipp Melanchthon in eine tiefe Krise. Seine humanistische Überzeugung, der Mensch könne die wahre Menschlichkeit durch Studium und Lehre erreichen, wird in den Grundfesten erschüttert. Nachdem er sich anfänglich mitreißen lässt und dem schwärmerisch-reformatorischen Gedanken, dass allein Gott die wahre Menschlichkeit geben kann, nachgeht, besinnt er sich beim Anblick der katastrophalen Lage des Bildungssystems wieder auf seine humanistischen Wurzeln. Er erarbeitet eine neue, gefestigte Wertschätzung der gelehrten Bildung. Melanchthon begründete diese neue Wertschätzung der Bildung durch die Reformation, wobei er dabei auf Aussagen Luthers zurückgreift. Im Folgenden sollen sowohl die Aussagen Luthers zum Thema Bildung, wie auch die Aussagen Melanchthons betrachtet werden.

Die Reformation beinhaltet den Glauben daran, dass jeder einzelne eine individuell Beziehung zu Gott hat, in der kein Mittelsmann benötigt wird. Jeder Mensch kann zu Gott kommen. Zu Gott kommen kann der Mensch aber nur durch die Schrift. Da also dieses individuelle Verhältnis zu Gott ohne Mittelsmann, das heißt auch ohne eine Person, die die Bibel übersetzt oder auslegt und vorliest, zustande kommt, muss jeder Mensch, der diesen einzig möglichen, reinen Zugang zu Gott sucht, die Schrift lesen. Die Bildung dient also in dieser Hinsicht einem sehr pragmatischen Zweck. Doch Melanchthon formulierte weitere Gründe, die für eine Notwendigkeit der Bildung für die Religion sprechen. Melanchthon schreibt in seinem Artikel zur „Einrichtung allgemeinbildender Schulen mit christlicher Unterweisung“ beispielsweise, dass die Bildung nötig ist, um Menschen zu erziehen, die Gott gebrauchen kann. Er beschreibt dabei einerseits die geistlichen Aufgabengebiete, benennt aber auch die „ weltlichen Regimente[18]. Hier wird die aus dem Neuen Testament gewonnene Lehre vom allgemeinen Priestertum aller Gläubigen deutlich. „…als die durch Christus gerechtfertigten befinden sich alle Glieder der Gemeinde im gleichen Stande; sie haben darum auch aneinander die gleichen Aufgaben.“ [19] In diesem Sinne bittet Luther in seinem Sendbrief „An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung“ die Obrigkeit den Aufbau und die Erhaltung der christlichen Schulen zu überwachen und zu fördern. Luther vertritt in diesem Brief die folgenden fünf Thesen:

„1. Eine rechte Schulbildung ist so nötig, wenn nicht nötiger als die Sicherung des Gemeinwesens vor äußeren und inneren Feinden…
…2. Reformation und Humanismus haben Menschen und Möglichkeiten zu einer Erneuerung des Schulwesens hervorgebracht, die es zu nutzen gilt.
3. Gott selbst gebietet Erziehung und Bildung der Jugend.
4. Weil jedes Gemeinwesen gebildete und tüchtige Leute braucht, ist es vornehmste Pflicht der Städte für entsprechende Schulen zu sorgen.
5. Vor allem soll das Studium der alten Sprachen nicht vernachlässigt werden, weil Gott in sie sein Gesetz und Evangelium gekleidet hat und in ihnen zu den Menschen redet.“[20]

Einen übergeordneten Beweggrund Luthers findet man an anderer Stelle: „…es ist kein größerer Schaden der Christenheit, denn der Kinder versäumen. Darum soll man der Christenheit wieder helfen, so muss man fürwahr an den Kindern anheben, wie vor Zeiten geschah.“[21] Luther macht hier deutlich, warum die schulische Bildung für die Reformation so wichtig ist. Luther konkretisiert seine Überlegungen zum Thema und stellt einen Gedanken in den Vordergrund: das Evangelium soll zentrales Unterrichtsthema sein. Dies bezeichnet er als die „allgemeinste und vornehmste Lektion“ [22]. Luther führt noch weitere Gründe an, die Schulen nötig machen, diese sind ebenfalls eher pragmatischer Natur. So beschreibt er die Situation der Eltern, die oft aus vielerlei Gründen nicht in der Lage sind, ihre Kinder zu guten Christen zu erziehen. Gerade dies sei also ein Grund die christlichen Schulen voran zu treiben. Die soziale Verantwortung, brauchbare Bürger zu erziehen, die Luther ebenfalls erwähnt, bringt nun die weiteren Inhalte des Unterrichts zur Sprache. In diesem Sinne schreibt Helmut Angermaier:

„Es geht Luther um die allgemeinen Schulen, nicht nur um die christliche Unterweisung und auch nicht nur um den Nachwuchs an Pfarrern und Beamten: immer wieder betont er, dass es „auf den rechten Geist ankommt“, in dem die Kinder heranwachsen und später wirken.“ [23]

Eine ausführliche Untersuchung der Beweggründe Melanchthons und Luthers hinsichtlich der Bildungsreform ist bei Markus Wriedt nachzulesen, auf dessen Arbeit mit dem Titel „Die theologische Begründung der Bildungsreform bei Luther und Melanchthon“[24] hier lediglich verwiesen werden kann.

Die Vorstellungen Luthers hinsichtlich einer Didaktik sind sehr ungenau. Auch richtet sich sein Interesse mehr auf die Formulierung und Diskussion seiner theologischen Theorien. So überträgt er diese Aufgabe Melanchthon, der sich schon zuvor als guter Organisator bewiesen hat. Melanchthon formuliert aus den theologisch-reformatorischen Grundgedanken eine konkrete Religionspädagogik. Die Grundzüge dieser Arbeit sollen im nächsten Kapitel ausführlich vorgestellt werden, wobei ebenfalls die Umsetzung in einem seiner Lehrbücher betrachtet und die Studienreform Melanchthons zum Vergleich heran gezogen wird.

III.3 Reformatorische Pädagogik und konkrete Inhalte

Wie bereits erwähnt, formuliert Melanchthon die humanistischen Bildungsideale zu einer reformatorischen Pädagogik um. Er sieht dabei in der Erziehung lediglich die Möglichkeit „bürgerliche Tugend und Gesittung zu fördern, d.h. ethisch qualifizierte Handlungen“ [25] zu erzeugen. Obwohl Melanchthon der Ansicht ist, dass das Heil des Menschen nicht in seinem Bildungsgrad besteht, bleibt die Bildung für ihn trotzdem wichtig, um Glaubensinhalte überhaupt zu verstehen. Religion, Ethik, Sprache und Bildung bilden für Melanchthon eine unauflösliche Gemeinschaft, wobei Melanchthon diesen Gebieten weitere Fächer hinzufügt. So zählen Geschichte, Poetik, Moralphilosophie, Naturwissenschaft und Geographie genauso zu den neuen Fächern, wie die Kulturwissenschaft oder auch die wissenschaftliche Pädagogik. Auch hier zeigt Melanchthon wieder seine humanistischen Wurzeln. Im Sinne Wimpfelings lehnt Melanchthon die Prügel- und Drillschule entschieden ab. Auch in diesem Sinne sollen die Schulen den reformatorischen Geist beinhalten, d.h. Struktur, Ordnung, Inhalt und Umgang zwischen Schülern und Lehrern sollten im christlichen Verständnis geprägt sein. Konkret heißt das für das Lernen der Grammatik, dass die Schüler diese in den Quellen selbst kennen lernen sollten. Diese Quellen wählt Melanchthon dementsprechend. Er achtet stets darauf, dass der Inhalt ein interessantes Thema belangt. Die Entwicklung von eigenen Fragen durch die Schüler soll durch die offene Struktur des Unterrichts angeregt werden. Zur Didaktik seines Unterrichts schreibt Schwendemann:

„Melanchthon selbst war in eine narrative Didaktik verliebt, so gibt es eine Menge von Fabeln, kleine Geschichten, Geschichten aus der Weltgeschichte, die eine didaktische, ja sogar handlungsorientierte Funktion im Unterricht oder in den Vorlesungen Melanchthons bekamen.“ [26] Schwendemann geht anschließend auf den bereits erwähnten Umgangston zwischen Schülern und Lehrern ein und beschreibt hier die Grundhaltung der Lehrenden mit den Worten Geduld, Freundlichkeit und Sanftheit.

Ein Konzept für ein “evangelisches Schulsystem“ erarbeitet Melanchthon jedoch zunächst nur über Umwege. Die Schulgründungen in den ersten Jahren des Aufbaus verlangt von Melanchthon eine greifbare Formulierung entsprechender Schulordnungen. Mit den Schulen in Eisleben und Nürnberg kristallisiert sich ein dreigliedriges Schulsystem heraus.

Den ersten Teil dieses Systems stellt die Primar- oder Elementarschule dar. Diese wiederum ist untergliedert in drei „Haufen“[27]. Die Lernbereiche dieses ersten Haufens sollten die Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben, das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis, die lateinische Grammatik und die Ausweitung des Wortschatzes sein. Das folgende Zitat gibt die Inhalte nochmals in Melanchthons eigenen Worten wieder:

„Der erste Haufen sind die Kinder, die lesen lernen. Mit denselben soll diese Ordnung gehalten werden. Sie sollen erstlich lesen lernen der Kinder Handbüchlein, darin das Alphabet, Vaterunser, der Glaube und andere Gebete. …Daneben soll man sie lehren schreiben und treiben, dass sie täglich ihre Schrift dem Schulmeister zeigen. Damit sie auch viel lateinische Worte lernen, soll man ihnen täglich am Abend etliche Wörter zu lernen fürgeben, wie von altersher die Weise in den Schulen gewesen ist.“[28]

Der zweite Haufen wird vor allem in der Grammatik, aber auch schon Dialektik und Rhetorik unterrichtet. Zur Übung sollen einfache lateinische Texte gelesen werden. Dies soll allerdings in einem ausgewogenen Verhältnis mit dem Lesen der Schrift stehen. „Denn“ so Melanchthon „etliche lernen gar nichts aus der Heiligen Schrift, etliche lehren die Kinder gar nichts denn die Heilige Schrift, welche beide nicht zu leiden sind.“[29] Weiter macht er konkrete Aussagen zu den Prüfungen, die die Schüler zu durchlaufen haben. So gibt er den Schulmeistern Anweisung im Bezug auf die christliche Unterweisung, „dass einer nach dem anderen aufsage das Vaterunser, den Glauben und die zehn Gebote.“[30] Die Auslegung dieser drei Punke gehört ebenfalls zum Inhalt des zweiten Haufen. Hat ein Schüler das Programm eines dieser Haufen erfolgreich absolviert, gehört er dem nächsten Haufen an, wobei zwischen dem zweiten und dritten Haufen eine Auswahl getroffen wird. „Wo nun die Kinder in der Grammatica geübt sind, mag man die Geschicktesten auswählen und den dritten Haufen machen.“[31] Für den dritten Haufen sieht Melanchthon Latein als Schulsprache vor. Weiterhin soll morgens repitiert werden und die grammatischen Übungen an bestimmten Texten erarbeitet werden. Die grammatischen Übungen sollen dabei Deklination, Konstruktion und besondere Figuren dieser Sprache beinhalten. Bis zum Mittag soll dann bei der Grammatik geblieben werden, wobei Melanchthon auch hier bestimmte Anforderungen stellt. „Und wenn sie Etymologiam und Syntaxes wohl können, soll man ihnen Metricam vorlegen, dadurch sie gewöhnet werden, Verse zu machen.“[32] Die Nachmittage werden für die Rhetorik, Dialektik und vor allem für die Schrift verwand. Diese Inhalte sollen auf die Hochschule vorbereiten, wo dann auch Mathematik zu lernen war. Doch zunächst reiht sich die mittlere Schule oder Trivialschule ein. Zu ihr gesellt sich später die obere Schule. „Zu den Lehrgegenständen dieser Schulart zählten noch Interpretation, Griechisch und Mathematik.“[33] Dieses dreigliedrige Schulsystem soll eine zeitgenössische Allgemeinbildung vermitteln. Unterricht mit selbstbestimmtem Lernen und reform-pädagogische Absichten und Intentionen soll in diesem Schulmodell, das als pädagogische Lebensgemeinschaft der Kinder und Jugendlichen verstanden sein wollte, verbunden werden.

Die Breite des von Melanchthon bedachten Wissenskanons wird vor allem klar, betrachtet man die von ihm verfassten Lehrbücher. Lassen wir nun die bedeutendsten Werke kurz Revue passieren. Das erste in diesem Zusammenhang zu nennende Werk ist die griechische Grammatik aus dem Jahr 1518. Ein Jahr später folgte das erste ausdrückliche Lehrbuch Melanchthons zur Rhetorik, ein Jahr danach erschien das erste Werk zur Dialektik und wiederum ein Jahr später folgt die überarbeitete Neuauflage der Rhetorik. Im Jahr 1523 entsteht ein Werk zum Anfangsunterricht, in dem erste lateinische Lektüreabschnitte unter anderem anhand des Vaterunsers und wichtiger Bibelabschnitte zusammengestellt waren. Im Jahr 1526 erscheint dann seine lateinische Grammatik, welche die Formenlehre und den Synthaxis enthält. Letzteres ist auch unter dem Titel Prosodia bekannt. Dies bezeichnet eine kurze Einführung in die Prosodie und die Verslehre, wobei zu erwähnen ist, dass das Verfassen lateinischer Verse damals fest zum melanchthonschen Lehrplan gehörte. Diese Grammatik wurde Melanchthons erfolgreichstes Werk. In vielen Neuauflagen und Bearbeitungen erscheint sie bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Auf dieses Standardwerk folgen 1528 mit den vier Büchern der Dialektik und 1531 mit den zwei Büchern über die Grundlagen der Rhetorik weitere Bearbeitungen der bereits behandelten Wissensgebiete. Im Jahr 1536 wendet sich Melanchthon erstmals der Ethik zu und verfasst ein Werk mit dem Titel „Kurzfassung der Moralphilosophie“. 1540 folgt dann die „Erklärung der Seele“, die wenige Jahre später überarbeitet den Titel „Das Buch von der Seele“ trägt. Es handelt sich dabei um eine ausführliche Darstellung der Psychologie, die zusätzlich die Anatomie des menschlichen Körpers beinhaltet. Es folgte ein Werk zu den Problemen der Dialektik, eine Einführung in die Physik und eine Überarbeitung des Ethiklehrbuchs, das später noch um die Probleme der Ethik erweitert wird. Seine letzten Werke hinsichtlich der weltlichen Schulfächer sind dann die Geschichtsbücher, die in zwei Teilen erscheinen. Der erste Teil behandelt dabei die Zeit bis Augustus, der zweie Teil die Zeit bis zu Karl dem Großen.

Auf dem Gebiet der religiösen Unterweisung schafft Melanchthon bedeutende Werke. So sind in diesem Zusammenhang der Katechismus für die Jugend, die berühmten Loci communes und die Zusammenstellung der christlichen Lehre zu nennen. Viele weitere Werke werden zu gleichem Zweck veröffentlicht, jedoch fungiert Melanchthon dabei nur als Herausgeber, Mentor und Lektor.

Die Summe der von Melanchthon bearbeiteten Fächer ist nicht beliebig, sondern geht aus dem Bildungssystem hervor. Für welche Institution Melanchthon die einzelnen Bücher jedoch geschrieben hat, ist meist nicht genau zu sagen. Jürgen Leonhardt formuliert hinsichtlich dieser Frage die folgenden Gedanken:

„Die Frage, ob Melanchthons Lehrwerke nun „Schulbücher“ oder „Lehrbücher für die Universität“ waren, ist daher in vielen Fällen gar nicht so leicht zu entscheiden, auch wenn natürlich davon auszugehen ist, dass die Grammatik – zumal mit der Fromenlehre – ihren Platz eher an der städtischen Schule, Psychologie und Anatomie eher an der Universität hatten.“ [34]

Der schon oben erwähnte Fächerkanon, den Melanchthon an die griechischen Musen anlehnt und der deshalb neun Bereiche umfasst, ist so Leonhardt stark „an das Programm der Artistenfakultät angelehnt“. Deren sieben Fächer, namentlich Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik, erweitert Melanchthon um die Naturwissenschaft und die Geschichte. Für die Schule erbracht er hinsichtlich dieser Fächer in seinen Schulbüchern eine enorme Leistung. In der Grammatik beispielsweise ersetzt er langatmige überlieferte Definitionen durch knappe Bestimmungen. Wobei dies „keinem höheren Zweck [hatte] dienen sollte, als zehnjährigen Kindern den Sachverhalt so möglichst anschaulich zu machen.“[35] Ähnlich verfährt er auch in seiner Rhetorik, der er zu einer gewissen Lebensnähe verhilft, indem er neben der „Gerichtsrede“, der „beratenden Rede“ und der „Preisrede“ auch den „Lehrvortrag“ aufführt.

„Üblicherweise werden drei Redegattungen gezählt: das genus demonstrativum, das Lob oder Kritik beinhaltet; das genus deliberativum, das sich mit Zuraten oder Abraten beschäftigt, und das genus iudiciale, das juristische Streitfragen behandelt. Ich meine aber, das genus didaskalikon hinzufügen zu müssen, das sich auch auf die Dialektik erstreckt.“[36]

Es ist also festzustellen, dass Melanchthon vor allem im Weiterdenken und Aktualisieren aller tradierten Einteilungen und Normsetzungen ausgesprochen produktiv war. Dabei steht der Gebrauch des eigenständigen Verstandes des Menschen für Melanchthon in keinerlei Widerspruch zur göttlichen Offenbarung. Melanchthon jedenfalls kommt durch die Ausrichtung zum höheren Ziel eben dem Evangelium erst zu einer Möglichkeit, sich, in der Art wie er es tut, dem Zwang der Fachtraditionen zu entziehen und ermöglicht so eine neue Herangehensweise an die Wissenschaften.

Auch seine Studienreform zeigt diese Arbeitsweise Melanchthons. Melanchthon ist maßgeblich daran beteiligt, das wissenschaftliche Profil von Universitäten wie Wittenberg, Tübingen, Frankfurt/ Oder, Leipzig, Rostock, Heidelberg und anderen zu prägen. Im Folgenden werden nun einige Auszüge aus „Vorschläge zur Leipziger Universitätsreform“ aus dem Jahr 1540 zitiert, die zwar sehr speziell wirken, jedoch exemplarisch für Melanchthons Gedanken bezüglich der Hochschulreform stehen. So schreibt er beispielsweise: „Ich wünschte aber, dass nicht nur Vorlesungen, sondern auch Disputationen stattfinden, denn in der Theologie macht sich der kollegiale Diskurs über Urteile und Zeugnisse am dringlichsten erforderlich.“[37] Er fordert damit eine Art Seminarsituation, die in den heutigen Hochschulen eine der Hauptarbeitsformen darstellt. Im Bezug auf den Inhalt der Vorlesungen in den weltlichen Fächern macht er noch konkretere Aussagen.

„Auch die Ordnung der Vorlesungen müsste vorgeschrieben und eine bestimmte Anzahl regulärer Vorlesungen festgelegt werden, nämlich acht, oder ungefähr so viele: die Physik und Dialektik des Aristoteles, Elemente der Dialektik und der Rhetorik, wie z.B. die Dialektik des Johannes Caesarius[38], eine Poetikvorlesung, eine Rhetorikvorlesung über Quintilian[39] und Cicero[40], ebenso abwechselnd eine Ethik; zwei Mathematik: in der einen sind die Grundlagen zu vermitteln und von Zeit zu Zeit zu wiederholen, wie die Arithmetik, die Bücher über die Himmelskugel und das zweite Buch des Plinius[41], in die zweite sollen die Theorien der Planeten und ähnliche Werke gehören; eine griechische Vorlesung; denn die hebräische obliegt einem der Theologen. Die Gepflogenheit des Disputierens und Deklamierens kommt zu diesen Vorlesungen zweckmäßigerweise hinzu.“[42]

Wiederum sehr pragmatisch, schlägt er außerdem vor, dass die Theologiestudenten, da sie meist aus armem Elternhaus stammen, eine finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates bekommen sollten. „Man muss auch Überlegungen anstellen, um armen Theologiestudenten mittels staatlicher Stipendien Unterhalt zu gewähren, weil die wohlhabenderen sich anderen Wissenschaften widmen.“[43] Bezüglich des theologischen Unterrichts macht er in diesem Vorschlag zur Universitätsreform keine Aussagen.

Die Vorschläge, die Melanchthon hier für die Leipziger Universität macht, finden sich auch im „Studienplan für Adrian Chelmicki aus Polen“[44] wieder. Deutlich bezieht Melanchthon dort allerdings auch die theologische Unterweisung mit ein. Der Brief bietet einen Einblick in die konkreten Vorstellungen Melanchthons hinsichtlich des reformierten Studiums. In diesem Sinne beginnt der Studienplan mit dem Satz: „Am Montag und Dienstag beginne frühmorgens mit einem Kapitel aus dm Alten Testament.“ [45] Cicero und andere Dichter werden empfohlen um Stil und Sprache zu fördern. Wie schon im ersten Satz erkennbar, legt Melanchthon bestimmte Zeiten fest, in denen die einzelnen Inhalte gelernt werden sollen. Außerdem weißt er auf bestimmte Vorlesungen hin, die dringend besucht sein sollen. Für die übrigen Stunden der Tage schlägt Melanchthon die „Lektüre neuer und alter Schriftsteller [vor], die Freude und Unterhaltung bereitet“ [46]. Melanchthon verlangt weiter, dass Griechisch und Ehtik gelernt werde, verweist dabei aber auch darauf, dass sich trockene Stilübungen mit anregenden Vorlesungen abwechseln sollen. Seine Methodik berücksichtigte also auch eine motivierende Komponente. Diese Qualität der melanchthonschen Lehrweise konnte ja bereits bei der Auswahl seiner Lektüretexte für die Schule beobachtet werden. In seinem Studienplan für den jungen Polen führt Melanchthon nochmals zusammenfassend auf, welche Inhalte das Studium jedenfalls aufweisen sollte. So finden sich hier die Lehre der Kirche, die Dialektik, die Art und Weise des lateinischen Schreibstils, Griechisch, das Grundgerüst des Hebräischen, Ethik, Arithmetik, Astronomie und Grundkenntnisse in der Naturlehre. Ausdrücklich verweist er auf das Studium der Römerbriefe und der „Loci communes“. Melanchthon empfiehlt weiter alle Schriftstücke, auch die privaten Briefe auf lateinisch zu verfassen und dabei dem alten Stil nachzueifern. Doch auch hier spricht er eine Warnung aus, die wohl die Einzigartigkeit Melanchthons im Umgang mit seinen Schülern bezeichnet: „Schreibe aber nicht immer so, dass deine Briefe Predigten ähnlich sind, sondern eher so, dass sie … persönliche Geneigtheit erfahren lassen.“[47] Es wird deutlich, dass Melanchthon, was den Fächerkanon angeht keine besonderen Unterschiede zwischen den Schulen und den Universitäten macht. Er baut einzelne Bereiche aus und nimmt andere hinzu, begründet das Fehlen dieser Bereiche an den Schulen jedoch lediglich mit dem geringen Alter und dem dadurch geringeren Auffassungsvermögen der Schüler. Die Inhalte der einzelnen Bereiche wird also gemäß der Altersstufen angeglichen.

IV. Aktualität

Die Frage nach der Aktualität der Theorien und Vorschläge Melanchthons im Bezug auf die Schule stellt auch Schwendemann in seiner Arbeit. Er formuliert dazu folgende These: „Melanchthon ist der erste Reformpädagoge der Neuzeit, auch wenn moderne Reformpädagogiken die Lernwelt und die Sicht des Kindes formulieren, was bei Melanchthon vielleicht nur sehr andeutungsweise vorkommt.“[48] Weiter führt Schwendemann dazu aus, dass der Versuch, Lernen als Möglichkeit der Selbsterfahrung zu verstehen und entsprechende Lernprozesse zu organisieren, ihn sehr wohl mit Pestalozzi, Maria Montessori und anderen verbindet. Natürlich muss auch bedacht sein, dass sich die Inhalte natürlich verändert haben, der Fächerkanon jedoch prinzipiell in weiten Teilen gleich geblieben ist. Auch finden sich in Melanchthons Didaktik einige Elemente, die gerade heute wieder sehr wichtig geworden sind. Gemeint sind hier die Fabeln, Geschichten und Anekdoten, die auch in neuesten Reformen wieder stark gefordert werden. Auch einige übergeordneten Lernziele Melanchthons findet man heute, zwar modifiziert ebenfalls wieder. So fordert der Bildungsplan für die Grundschule des Landes Baden-Württemberg im Fach evangelische Religion eine Erziehung zu den folgenden fächerübergreifenden Kompetenzen.

„Hermeneutische Kompetenz als Fähigkeit, Zeugnisse früherer und gegenwärtiger Generationen und anderer Kulturen, insbesondere biblische Texte zu verstehen und auf Gegenwart und Zukunft hin auszulegen. Ethische Kompetenz als Fähigkeit, ethische Probleme zu identifizieren, zu analysieren, Handlungsalternativen aufzuzeigen, Lösungsvorschläge zu beurteilen und ein eigenes Urteil zu begründen, um auf dieser Grundlage verantwortlich zu handeln. Sachkompetenz als Fähigkeit, über religiöse Sachverhalte, Kernstücke der biblisch-christlichen Tradition und des christlichen Lebens Auskunft zu geben und deren Bedeutung für unsere Kultur zu benennen. Personale Kompetenz als Fähigkeit, sich selbst, andere Personen und Situationen einfühlsam wahrzunehmen, persönliche Entscheidungen zu reflektieren und Vorhaben zu klären. Kommunikative Kompetenz als Fähigkeit, eigene Erfahrungen und Vorstellungen verständlich zu machen, anderen zuzuhören, Rückmeldungen aufzunehmen, unterschiedliche Sichtweisen aufeinander zu beziehen und gemeinsam nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen. Soziale Kompetenz als Fähigkeit, mit anderen rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst umzugehen, für andere, insbesondere für Schwache einzutreten, Konfliktlösungen zu suchen, gemeinsame Vorhaben zu entwickeln, durchzuführen und zu beurteilen. Methodische Kompetenz als Fähigkeit, Aufgaben zu erfassen, Sachverhalte zu recherchieren, Inhalte zu erschließen, Lernprozesse selbstständig zu organisieren sowie Erkenntnisse und Ergebnisse zu präsentieren. Ästhetische Kompetenz als Fähigkeit, Wirklichkeit, insbesondere Bildende Kunst, Musik und Literatur sensibel wahrzunehmen, auf Motive und Visionen hin zu befragen und selbst kreativ tätig zu werden.“[49]

Auffallende Ähnlichkeiten insbesondere hinsichtlich Schlüsselbegriffen wie ethische Probleme, Kernstücke der biblisch-christlichen Tradition, Erfahrungen und Vorstellungen verständlich machen, Konfliktlösungen suchen, Inhalte erschließen und Musik und Literatur sensibel wahrnehmen, stehen dabei ganz im Zeichen der melanchthonschen Forderungen an ein funktionierendes Schul- und Bildungswesens.

Sicherlich sind die Ähnlichkeiten in Struktur und Aufbau der Schulen in Deutschland zu den Reformvorschlägen Melanchthons ebenfalls ein Beleg für die These Schwendemanns, die Melanchthon zu den ersten Reformpädagogen der Neuzeit zählt. Vor allem auch die reformatorische Sichtweise der Bildung, die Melanchthon mitbegründete, hat sich durchgesetzt. Die Einstellung, Bildung sei unabdinglich um zum wahren Glauben kommen zu können, ermöglichte eine flächendeckende Schulbildung, wie sie heute in Deutschland vorhanden ist.

V. Ehre, wem Ehre gebührt!

Es kann also festgehalten werden, dass Philipp Melanchthon seiner Zeit voraus war. Seine Konzepte und Gedanken sind die Wurzeln unseres heutigen Schulsystems. Dabei ist vor allem hervorzuheben, dass diese Entwicklung trotz oder gerade wegen der schwierigen Lage in Deutschland zum Erfolg führte. Melanchthon steht dabei treu an der Seite Luthers und verschafft dessen Theorien bei einer breiten Bevölkerungsschicht Gehör, indem er sie in den Schulen allen Schichten zugänglich macht. Dass dieser Verdienst vor allem Melanchthon zuzuschreiben ist, berichtet auch Erich Iserloh in seiner Arbeit über die Geschichte und Theologie der Reformation. „Jedenfalls ist es Melanchthon zu verdanken, dass die Reformation nicht gegen, sondern mit der Bildung der Zeit ging…“ [50]. Vor allem für die Pädagogik und Didaktik unserer Zeit leistet Melanchthon einen großen Dienst, denn, so schreibt Leonhardt im Bezug auf Melanchthons Lehrbücher, „Melanchthons Lehrwerke sind in diesem Sinne weit mehr als die Vorbereitung neuen Wissens als die didaktische Nachbereitung des vorhandenen.“ [51]

Schließen möchte ich nun mit einem Bericht des Johann Amos Comenius über Melanchthon, der, wenn er in die Schule kam, den Gelehrtenhut abzunehmen pflegte und sagte:

„Seid gegrüßt, ihr erwürdigen Herren Pastoren, Doktoren, Lizantiaten, Superintendenten; seid gegrüßt, hochachtbare, wohlweise, großgünstige Herren Bürgermeister, Vögte, Schöffe, Kanzler, Sekretäre, Magister usw. usw. Als aber solches von den Anwesenden als Spaß angesehen wurde, hat er geantwortet: Mir ist es kein Scherz. Denn ich sehe diese Kinder nicht an, wie sie jetzt beschaffen sind, sondern wozu sie gezogen und unterwiesen werden, und bin gewiss, dass aus diesem Haufen etliche solche Männer aufkommen werden, obschon es ohne Zweifel Spreu und Späne darunter gibt.“[52]

VI. Literatur

Quellen

Luther, Martin: Freilegung des Evangeliums und Sorge für die Welt. In: Nipkow, Karl Ernst (Hrsg.); Schweitzer, Friedrich (Hrsg.): Religionspädagogik. Texte zur evangelischen Erziehungs- und Bildungsverantwortung seit der Reformation. Bd 1. München 1991, S. 46-59.

Melanchthon, Philipp: Einrichtung allgemeinbildender Schulen mit christlicher Unterweisung. In: Nipkow, Karl Ernst (Hrsg.); Schweitzer, Friedrich (Hrsg.): Religionspädagogik. Texte zur evangelischen Erziehungs- und Bildungsverantwortung seit der Reformation. Bd 1. München 1991, S. 86-93.

Melanchthon, Philipp: Loci communes 1521. Lateinisch –Deutsch. Übersetzt und mit kommentierenden Anmerkungen versehen von Horst Georg Pöhlmann. Gütersloh 1993.

Melanchthon, Philipp: Rhetorik. In: Knape, Joachim: Philipp Melanchthons „Rhetorik“. Tübingen 1993.

Melanchthon, Philipp: Vorschläge zur Leipziger Universitätsreform. In: Beyer, Michael (Hrsg.); Rhein, Stefan (Hrsg.); Wartenberg, Günther (Hrsg.): Melanchthon deutsch. Schule und Universität. Philosophie, Geschichte und Politik. Leipzig 1997, S. 106-109.

Melanchthon, Philipp: Wie man lernen und studieren soll. Studienplan für Adrian Chelmicki aus Polen. In: Beyer, Michael (Hrsg.); Rhein, Stefan (Hrsg.); Wartenberg, Günther (Hrsg.): Melanchthon deutsch. Schule und Universität. Philosophie, Geschichte und Politik. Leipzig 1997, S. 102-105.

Ministerium für Kultus und Sport (Hrsg.): Baden-Württemberg. Bildungsplan 2004. Bildungsstandards für evangelische Religionslehre. Grundschule Klasse 1-4. Stuttgart 2003.

Sekundärliteratur

Angemeier, Helmut: Die Reformation und die Bildung. In: Evangelisch-lutherische Landeskirche in Bayern (Hrsg.): Reformation: in Nürnberg. Umbruch und Bewahrung. 190 – 1580. Nürnberg 1979, S. 214-215.

Großmann, Klaus (Hrsg.): Auf den Spuren des Comenius. Texte zu Leben, Werk und Wirkung, Göttingen, 1992.

Iserloh, Erich: Geschichte und Theologie der Reformation im Grundriss. Paderborn 1998.

Leonhardt, Jürgen: Melanchthon als Verfasser von Schulbüchern. In: Die deutsche Bibliothek (Hrsg.): Philipp Melanchthon und das städtische Schulwesen. Begleitband zur Ausstellung. Halle 1997, S.147-158.

Kantzenbach, Friedrich Wilhelm: Martin Luther und die Anfänge der Reformation. Gütersloh 1965.

Kindler, Ernst: An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und erhalten sollen. In: Borcherdt, Hans Heinz (Hrsg.); Merz, Georg (Hrsg.): Erläuterungen. Martin Luther. Ausgewählte Werke. München 1952, S.408.

Rupp, Horst F.: Der historische Protestantismus als Bildungsgröße. In: Ritter, Werner (Hrsg.); Rothgangel, Martin (Hrsg.): Religionspädagogik und Theologie. Enzyklopädische Aspekte. Stuttgart, Berlin, Köln 1998, S. 171-179.

Rupp, Horst F.: Humanist – Theologe – Praeceptor Germaniae. 500 Jahre Philipp Melanchthon. In: Die deutsche Bibliothek (Hrsg.): Philipp Melanchthon und das städtische Schulwesen. Begleitband zur Ausstellung. Halle 1997, S. 9-32.

Scheible, Heinz: Melanchthon. Eine Biographie. München 1997.

Schwendemann, Wilhelm: Melanchthons reformatorische Pädagogik. Programm und Wirklichkeit. In: Schwendemann, Wilhelm (Hrsg .): Philipp Melanchthon 1497 -1997. Die bunten Seiten der Reformation. Das Freiburger Melanchthon-Projekt . Münster 1997, S.70-94.

Wollersleben, Heinz-Werner: Philipp Melanchthon und die Organisation des protestantischen Schulwesens in Sachsen. In: Die deutsche Bibliothek (Hrsg.): Philipp Melanchthon und das städtische Schulwesen. Begleitband zur Ausstellung. Halle 1997, S. 49-80.

Wriedt, Markus: Die theologische Begründung der Schul- und Universitätsreform bei Luther und Melanchthon. In: Humanismus und Wittenberger Reformation. Leipzig 1996, S. 155-183.

[...]


[1] Schwendemann, Wilhelm: Melanchthons reformatorische Pädagogik. Programm und Wirklichkeit. In: Schwendemann, Wilhelm (Hrsg .): Philipp Melanchthon 1497 -1997. Die bunten Seiten der Reformation. Das Freiburger Melanchthon-Projekt. Münster 1997, S.70-94.

[2] Scheible, Heinz: Melanchthon. Eine Biographie. München 1997, S. 15.

[3] Reuchlin, Johannes *22.2.1455 U30.06.1522; Humanist und Melanchthons Vertrauter.

[4] Scheible, Heinz: Melanchthon. S.26.

[5] Rupp, Horst F.: Der historische Protestantismus als Bildungsgröße. In: Ritter, Werner (Hrsg.); Rothgangel, Martin (Hrsg.): Religionspädagogik und Theologie. Enzyklopädische Aspekte. Stuttgart, Berlin, Köln 1998, S. 171-179.

[6] Ebd., S.173.

[7] Ebd. S. 173.

[8] Rupp, Horst F.: Humanist – Theologe – Praeceptor Germaniae. 500 Jahre Philipp Melanchthon. In: Die deutsche Bibliothek (Hrsg.): Philipp Melanchthon und das städtische Schulwesen. Begleitband zur Ausstellung. Halle 1997, S. 19.

[9] Kantzenbach, Friedrich Wilhelm: Martin Luther und die Anfänge der Reformation. Gütersloh 1965, S.95.

[10] Rupp, Horst F.: Humanist – Theologe – Praeceptor Germaniae. S.19.

[11] Ebd., S.19.

[12] nach: Grane, Leif: Die Cinfessio Augustana. Einführung in die Hauptgedanken der lutherischen Reformation. Göttingen 1970, S. 135.

[13] nach: Scheible, Heinz: Melanchthon. S. 137.

[14] Melanchthon, Philipp: Loci communes 1521. Lateinisch –Deutsch. Übersetzt und mit kommentierenden Anmerkungen versehen von Horst Georg Pöhlmann. Gütersloh 1993, S. 8.

[15] Wollersleben, Heinz-Werner: Philipp Melanchthon und die Organisation des protestantischen Schulwesens in Sachsen. In: Die deutsche Bibliothek (Hrsg.): Philipp Melanchthon und das städtische Schulwesen. Begleitband zur Ausstellung. Halle 1997, S. 59.

[16] Erasmus von Rotterdem *1469 U1536 Mitstreiter Reuchlins.

[17] nach: Wollersleben, Heinz-Werner: Philipp Melanchthon und die Organisation des protestantischen Schulwesens. S. 61.

[18] Melanchthon, Philipp: Einrichtung allgemeinbildender Schulen mit christlicher Unterweisung. In: Nipkow, Karl Ernst (Hrsg.); Schweitzer, Friedrich (Hrsg.): Religionspädagogik. Texte zur evangelischen Erziehungs- und Bildungsverantwortung seit der Reformation. Bd 1. München 1991, S. 86.

[19] Angemeier, Helmut: Die Reformation und die Bildung. In: Evangelisch-lutherische Landeskirche in Bayern (Hrsg.): Reformation: in Nürnberg. Umbruch und Bewahrung. 190 – 1580. Nürnberg 1979, S. 214.

[20] Kindler, Ernst: An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und erhalten sollen. In: Borcherdt, Hans Heinz (Hrsg.); Merz, Georg (Hrsg.): Erläuterungen. Martin Luther. Ausgewählte Werke. München 1952, S.408.

[21] nach: Angemeier, Helmut: Die Reformation und die Bildung. S. 214

[22] Luther, Martin: Freilegung des Evangeliums und Sorge für die Welt. In: Nipkow, Karl Ernst (Hrsg.); Schweitzer, Friedrich (Hrsg.): Religionspädagogik. Texte zur evangelischen Erziehungs- und Bildungsverantwortung seit der Reformation. Bd 1. München 1991, S. 58.

[23] Angemaier, Helmut: Die Reformation und die Bildung. S.214.

[24] Wriedt, Markus: Die theologische Begründung der Schul- und Universitätsreform bei Luther und Melanchthon. In: Humanismus und Wittenberger Reformation. Leipzig 1996, S. 155-183.

[25] Schwendemann, Wilhelm: Melanchthons reformatorische Pädagogik. S.81.

[26] Ebd. S.89.

[27] Melanchthon, Philipp: Einrichtung allgemeinbildender Schulen mit christlicher Unterweisung. Religionspädagogik. S. 86.

[28] Ebd. S.87.

[29] Ebd. S.88.

[30] Ebd. S.88.

[31] Ebd. S.89.

[32] Ebd. S.89.

[33] Ebd. S.90.

[34] Leonhardt, Jürgen: Melanchthon als Verfasser von Schulbüchern. In: Die deutsche Bibliothek (Hrsg.): Philipp Melanchthon und das städtische Schulwesen. Begleitband zur Ausstellung. Halle 1997, S.153.

[35] Ebd. S.157.

[36] Melanchthon, Philipp: Rhetorik. In: Knape, Joachim: Philipp Melanchthons „Rhetorik“. Tübingen 1993, S. 66.

[37] Melanchthon, Philipp: Vorschläge zur Leipziger Universitätsreform. In: Beyer, Michael (Hrsg.); Rhein, Stefan (Hrsg.); Wartenberg, Günther (Hrsg.): Melanchthon deutsch. Schule und Universität. Philosophie, Geschichte und Politik. Leipzig 1997, S. 107.

[38] Johannes Caesarius *1533 U1613.

[39] Quintilian *35 n Chr. U96 n. Chr.; Anhänger Ciceros.

[40] Marcus Tullius Cicero *106 v. Chr. U 43 v. Chr.; Philosoph.

[41] Plinius der Ältere *23 n. Chr. U79 n. Chr.; Gelehrter der lateinischen Philologie.

[42] Melanchthon, Philipp: Vorschläge zur Leipziger Universitätsreform. S. 109.

[43] Ebd. S. 107.

[44] Melanchthon, Philipp: Wie man lernen und studieren soll. Studienplan für Adrian Chelmicki aus Polen. In: Beyer, Michael (Hrsg.); Rhein, Stefan (Hrsg.); Wartenberg, Günther (Hrsg.): Melanchthon deutsch. Schule und Universität. Philosophie, Geschichte und Politik. Leipzig 1997, S. 103.

[45] Ebd. S. 103.

[46] Ebd. S.104.

[47] Ebd. S. 105.

[48] Schwendemann, Wilhelm: Melanchthons reformatorische Pädagogik. S.94.

[49] Ministerium für Kultus und Sport (Hrsg.): Baden-Württemberg. Bildungsplan 2004. Bildungsstandards für evangelische Religionslehre. Grundschule Klasse 1-4. Stuttgart 2003, S.6-7.

[50] Iserloh, Erich: Geschichte und Theologie der Reformation im Grundriss. Paderborn 1998, S.48.

[51] Leonhardt, Jürgen: Melanchthon als Verfasser von Schulbüchern. S.158.

[52] Johann Amos Comenius in: Großmann, Klaus (Hrsg.): Auf den Spuren des Comenius. Texte zu Leben, Werk und Wirkung, Göttingen, 1992, S.81.

Details

Seiten
18
Jahr
2003
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v108553
Note
1,5
Schlagworte
Philipp Melanchthon Theorien Schul- Bildungsreform

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Titel: Philipp Melanchthon und seine Theorien zur Schul- und Bildungsreform.