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Soziokulturelle Faktoren von Unternehmensgründungen im regionalen Kontext: eine vergleichende Analyse des Saarlandes, Lothringen und Quebecs

Hausarbeit (Hauptseminar) 2004 52 Seiten

Romanistik - Fächerübergreifendes

Leseprobe

1. Einleitung

Angesichts der hohen Arbeitslosenraten und der teilweise herrschenden Konjunkturflaute sind die Regierungen bemüht, die Wirtschaft anzukurbeln. Durch Schaffung neuer Arbeitsplätze kann dieses Ziel erreicht werden. Aus diesem Grund soll die Bevölkerung animiert werden, eigene Ideen zu entwickeln und sich unternehmerisch zu betätigen. Existenzgründungen werden politisch unterstützt und sowohl materiell als auch immateriell gefördert.

Wie Manuel Feifel in seinem Buch „Regionen als ‚Global Players’“ bemerkt, spielen nicht nur Gesamtstaaten eine politische Rolle, sondern die einzelnen Regionen gewinnen entscheidend an Wichtigkeit. Aus diesem Grund soll im Rahmen dieser Arbeit das Thema der Unternehmensgründungen auf der regionalen Ebene betrachtet werden.

Der Begriff „Region“ kann wiefolgt definiert werden: „Als Region bezeichnet man ganz allgemein eine räumliche Einheit, die nach besonderen Kriterien als homogen abgegrenzt werden kann. Die charakteristischen Bezüge des Begriffs bilden somit erstens das Kriterium der Homogenität und zweitens jenes der Aus- bzw. Abgrenzbarkeit. Homogenität kann dabei in naturräumlicher, wirtschaftlicher, ethnisch-sprachlicher, historisch-kultureller oder auch politisch-administrativer Hinsicht gegeben sein.“[1] Allein schon vom Gesamtstaat nachgestellten Status der Regionen Lothringen und Quebec, beziehungsweise des Bundeslandes Saarland kann von Region per definitione gesprochen werden. Doch entsprechen sie auch dem angesprochenen Kriterium der Homogenität: Lothringen und Saarland weisen aufgrund ihrer Geschichte und Quebec wegen der sprachlichen und politischen Besonderheit regionale Disparitäten im jeweiligen Staat auf. Diese spiegeln sich letztlich in Mentalitätsunterschieden wider, die auch in das Unternehmertum einfließen.

Deshalb sind Unternehmensgründungen nicht nur von der wirtschaftlichen Seite zu betrachten. Gerade gesellschaftliche und psychologische Faktoren beeinflussen entscheidend den Schritt zur beruflichen Selbständigkeit. Von diesem Gesichtspunkt aus sollen im Weiteren soziokulturelle Einflüsse auf die Existenzgründung in den Regionen Saarland, Lothringen und Quebec dar- und gegenübergestellt werden. Gerade die Nähe der französischen und der deutschen Region ist ein interessanter Aspekt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen. Die dritte Region wird als Vergleichsobjekt herangezogen, um zu präsentieren, ob und inwieweit soziokulturelle Unterschiede zum Thema Existenzgründungen zwischen Europa und Nordamerika bestehen. Der Fokus wird im Speziellen auf drei Aspekten liegen: die Motivation für, ebenso wie die Vorbehalte gegen eine Gründung, die universitäre Ausbildung und das Bild der Existenzgründung in der Gesellschaft. Anschließend werden in einem empirischen Teil Interviews bzw. Befragungen von drei jungen Unternehmern aus dem Saarland, Lothringen und Quebec ausgewertet und die Ergebnisse dieser Analyse mit denen der vorherigen Teile verglichen.

[...]


[1] Feifel Manuel: Regionen als „Global Players“- das Beispiel der interregionalen Kooperation Bayern-Québec, Heidelberg, Synchron, 2003, S. 8

Details

Seiten
52
Jahr
2004
ISBN (Buch)
9783668210820
Dateigröße
671 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v109342
Institution / Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
12/15
Schlagworte
Soziokulturelle Faktoren Unternehmensgründungen Kontext Analyse Saarlandes Lothringen Quebecs Hauptseminar Interkulturelle Wirtschaftskommunikation

Autor

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Titel: Soziokulturelle Faktoren von Unternehmensgründungen im regionalen Kontext: eine vergleichende Analyse des Saarlandes, Lothringen und Quebecs