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Der Wirkungsbegriff Hans Amandus Münsters am Beispiel seiner Studie "Jugend und Zeitung" (1932)

Zwischenprüfungsarbeit 2004 30 Seiten

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hans Amandus Münster und die Zeitungswissenschaft
2.1. Person und Wirken
2.1.1. Münsters Wirken bis zur Machtergreifung Hitlers 1933
2.1.2. Münsters Wirken seit der Machtergreifung Hitlers 1933
2.2. Rolle Münsters in der Zeitungswissenschaft
2.2.1. Verständnis von Lehre und Forschung
2.2.2. Beitrag zur Rezipientenforschung
2.2.3. Zeichenträgertheorie
2.2.4. Reaktion

3. Studie „Jugend und Zeitung“
3.1. Gegenstand und Ziele
3.2. Methode
3.2.1. Repräsentativität der Stichprobe
3.2.2. Messinstrument
3.2.3. Objektivität und Reliabilität
3.2.4. Validität
3.3. Ergebnisse

4. Wirkungskonzept
4.1. Funktionen der ’Politischen Tageszeitung’ laut Studie
4.2. Wirkungsverständnis am Beispiel „Jugend und Zeitung“
4.2.1. Ersatzspannung
4.2.2. Belehrung
4.2.3. Orientierung in politischen Fragen
4.3. Funktion der Zeitung laut „Zeitung und Politik“
4.4. Wirkungsverständnis am Beispiel „Zeitung und Politik“
4.5. Intermediärer Wirkungszusammenhang

5. Theoretischer Bezugsrahmen
5.1. Medienzentriertes Stimulus-Response-Modell
5.2. Intervenierende Variable
5.2.1. Der Leser in Münsters Studie
5.2.2. Der Leser als Einflussfaktor auf die Zeitung
5.3. Idee des Sozialen Netzwerkes
5.4. Ansätze der Two-Step Flow Theorie

6. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1931 führte Münster die Studie zum Thema „Jugend und Zeitung“1 durch - „eine Seltenheit in einem Fach, dem empirische Daten [...] wenig galten“2, „methodisch innovativ“ und um „begriffliche und kategoriale Exaktheit“3 bemüht. Die „größte empirische Jugendstudie des Faches der Weimarer Republik“4 eines Zeitungswissenschaftlers, dessen „politisch-wissenschaftliche Ideale“5 sich allerdings erst nach dem 30. Januar 1933 entfalteten, ist Gegenstand dieser Ausarbeitung. Im besonderen Interesse steht das Wirkungsverständnis Münsters, das anhand der Studie sowie seiner „Einführung in die Zeitungswissenschaft“6 herausgearbeitet wird. Welches Wirkungspotential unterstellte Münster der Zeitung? Wie sah er den jugendlichen Zeitungsleser in diesem Zusammenhang und welche - später explizit als Theorien formulierten - Ansätze aus dem Bereich der Wirkungsforschung sind bei ihm zu erkennen?

Um diese Fragen beantworten zu können, ist es zunächst notwendig, das Leben Münsters sowie seine Lehr- und Forschungskonzepte darzulegen. Die kritische Auseinandersetzung mit der Studie setzt eine Betrachtung seiner Rolle in der Zeitungswissenschaft der Weimarer Republik und des Dritten Reichs voraus. Nach einer kurzen Vorstellung der Studie – im Detail wird auf diese verwiesen - werden die angewendeten Methoden bei der Durchführung und Auswertung der Untersuchung kritisch betrachtet.

Der zweite Abschnitt der Arbeit befasst sich mit Münsters Verständnis von Zeitung und ihrer Wirkung auf den Leser. Einerseits wird hier das klassische Modell der Wirkungsforschung mit Textbeispielen unterlegt. Andererseits werden moderne Ansätze, basierend auf dem Konzept der sozialen Gruppe, herausgearbeitet.

2. Hans Amandus Münster und die Zeitungswissenschaft

Münster war ein Zeitungswissenschaftler, der in der Weimarer Republik eine sozialwissenschaftlich orientierte Ausbildung erfahren und zeitig erkannt hat, dass publizistische Wirkungen ohne empirische Untersuchungen nur vermutet werden können.7 Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 vermengte er jedoch wissenschaftliche Lehre und Forschung mit seiner politischen Einstellung, stellte seine Erkenntnisse völlig in den Dienst der nationalsozialistischen Ideologie. 8

2.1. Person und Wirken

2.1.1. Münsters Wirken bis zur Machtergreifung Hitlers 1933

Der Zeitungswissenschaftler Hans Amandus Münster wurde am 12.02.1901 in Hamburg geboren. Er studierte Nationalökonomie, Rechts- und Staatswissenschaften, Soziologie und Philosophie in Köln, Hamburg, Berlin und Kiel. 1924 promovierte er bei dem Soziologen Ferdinand Tönnies (1855 – 1936) mit der Arbeit „Die öffentliche Meinung in Johann Josef Görres´ politischer Publizistik“. 1925 volontierte er am Seminar für Publizistik und Zeitungswesen der Universität Freiburg/Breisgau bei Wilhelm Kapp (1865 - 1934). Anfang 1927 wurde er Mitarbeiter Martin Mohrs (1867 - 1927) am Deutschen Institut für Zeitungskunde Berlin (DIZ).9 Im Juni 1928 übernahm Emil Dovifat (1890 - 1969) die Leitung des Instituts.

Münster wurde Referent, später dann Leiter der Abteilung III, „Deutsche Presse - Umwelt“, letztlich Dovifats Stellvertreter.10 Seit 1930 gaben Münster und Dovifat zeitungskundliche Kurse an der Volkshochschule Berlin. 1928 gehörte Münster dem von Karl d´ Ester (1881 – 1969) geleiteten Ausschuss der internationalen Presseausstellung „Pressa“ in Köln an. Häufig bestritt er Lehrveranstaltungen mit Hans Traub (1901 – 1943), der ebenfalls als Referent am Institut tätig war. Von 1931 bis 1933 gab Münster am DIZ zeitungskundliche Fortbildungskurse für Lehrer, um diesen eine kritische Medienkompetenz zu vermitteln.

Münster veröffentlichte zunächst insbesondere Schriften zu Johann J. Görres (1776 – 1848).11 Darüber hinaus verfasste er Aufsätze oder beteiligte sich an der Herausgabe wissenschaftlicher Reihen. Bis auf seine Ausarbeitung „Die öffentliche Meinung und ihre Beherrschung“ (1926), trug er jedoch „kaum zu einer erkenntnistheoretischen Fundierung der Zeitungswissenschaft bei“.12

2.1.2. Münsters Wirken seit der Machtergreifung Hitlers 1933

Der „anpassungswillige“ Münster, der sich „eilig den nationalsozialistischen Machthabern angedient hatte“ trat die Nachfolge des Direktors des Instituts für Zeitungskunde Leipzig, Erich Everth (1878 – 1934), an.13 1934 folgte dann die Berufung zum ordentlichen Professor und Direktor des Instituts für Zeitungskunde in Leipzig. Seine Studie „Jugend und Zeitung“ wurde als Habilitationsschrift für ausreichend befunden. Von dem üblichen Verfahren nahm man Abstand, da „wegen der Vakanz des Lehrstuhls und der drängenden Doktoranden keine Zeit dafür war und außerdem die alte Form der Habilitation mit Privatdozentur vom NS-Staat abgelehnt wurde“.14 Zeitgleich wurde der Nationalsozialist Karl Kurth (1910 – 1981) mit nur 24 Jahren zum Assistenten des Leipziger Instituts berufen – auf seine Rolle wird unter Punkt 2.2. näher eingegangen. Publikationen Münsters sind außer den in dieser Arbeit erwähnten u.a. „Die Zeitung als Quelle der historischen Forschung“ (1937), oder „Gestalten und Erscheinungen der politischen Publizistik“ (1934/37).

Trotz seiner politischen Vergangenheit wurde ihm 1950 eine Lehrtätigkeit ermöglicht: am Werbewissenschaftlichen Institut München. Seit 1959 war er Mitarbeiter in der Fachzeitschrift „Publizistik“. Er veröffentlichte einige wenig signifikante Schriften zur Werbung und Marktforschung, so u.a. „Die Presse – Triumph in der Werbung (1963). Er starb am 17.01.1963 in Bad Mergentheim.

2.2. Rolle Münsters in der Zeitungswissenschaft

Die Ausführungen unter 2.1. verdeutlichen, dass Münsters wissenschaftliche Wurzeln fachgeschichtlich der Phase zuzurechnen sind, in der die Zeitungswissenschaft einen „qualitativen Erkenntnissprung“15 vollzog. Nach Averbeck/Kutsch wendeten sich die Weimarer Zeitungswissenschaftler zum einen über das Materialobjekt Zeitung hinaus der Funktion der Zeitung sowie auch den neuen Medien Hörfunk und Film zu. Zum anderen wurde „öffentliche Kommunikation und ihre sozialen Bedingungen“ als exklusives Problem definiert, wobei sich die Erkenntnisperspektive zugunsten einer modernen interdisziplinären Wissenschaft (insbesondere Eingang soziologischer Erkenntnisse) wandelte. Die Aufgabe der Zeitung wurde als „Vermittlungsfunktion zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Kreisen und Interessen“ erkannt.16 Darüber hinaus wurden in der Weimarer Zeitungswissenschaft erste empirische Verfahren zur Erforschung öffentlicher Kommunikationsprozesse entwickelt: „Prototypen der heute dominanten sozialwissenschaftlichen Methoden“17.

Wie Averbeck/Kutsch deutlich machen, bedeutete die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 für die Zeitungswissenschaft einen erheblichen Einschnitt, sowohl in der Ebene der Ideen- als auch der Sozialgestalt. Das Fach wurde mit der nationalsozialistischen Ideologie überformt, Institutionen gleichgeschaltet, die Lehre und Forschung erneut auf das Materialobjekt Zeitung eingeschränkt, interdisziplinäre Erkenntnisperspektiven abgelehnt. Für die Beurteilung der Studie „Jugend und Zeitung“ ist es notwendig herauszuarbeiten, welche Rolle Münster in dieser Phase der „ideologischen und pragmatischen Überformung“ gespielt hat.18

2.2.1. Verständnis von Lehre und Forschung

Münsters Verständnis von Lehre und Forschung kann hier zwar nur umrissartig, muss aber doch differenzierter dargelegt werden, denn trotz nationalsozialistischer „echter Überzeugung“19 und Konformität in der „normativen Grundaussage, daß das Ziel der Nachricht die politische Beeinflussung sei“20, nahm Münster nicht die Haltung der dominierenden Wissenschaftler um den Präsidenten des 1933 gegründeten Deutschen Zeitungswissenschaftlichen Verbandes (DZV) Walther Heide (1894 – 1945) und dessen „Protagonist“21 Kurth ein.22

Seine politische Haltung verdeutlichte Münster bereits in seiner Antrittsvorlesung mit dem Titel „Der Wille zu überzeugen – ein germanischer Wesenszug der Volksführung des neuen Staates“.23 Er verkürzte Lehr- und Forschungsziele programmatisch auf eine politische Publizistik und formte somit die Orientierungskomplexe „‚Führerstaat’ und ‚Zeitung als publizistisches Führungsmittel’“24 entscheidend mit. Die Ausrichtung auf das Materialobjekt Zeitung bedeutete jedoch für Lehre und Forschung konkret, dass die Medien Rundfunk und Film nur noch als ’Randgebiete’ betrachtet werden sollten: „Die Rundfunk- und Filmabteilungen wurden abgebaut, entsprechende Dissertationsthemen nicht mehr oder nur in besonderen Fällen vergeben. Auch den zeitungswissenschaftlichen Vereinigungen wurde eine weitere Beschäftigung mit diesen Medien untersagt“.25 Diesen Vorgaben konnte Münster nicht folgen. Er war der Meinung, „daß eine Beschäftigung mit einem dieser publizistischen Mittel allein in heutiger Zeit zur grauen Theorie führen muß. Denn das Volk lebt täglich mit Presse, Rundfunk, Film und anderen Mitteln zusammen, [...] und fragt nicht danach, wo die Wissenschaft ihre Grenzen zieht“.26 Auf Münsters Initiative blieben die sogenannten ‚Randgebiete’ Bestandteil des Leipziger Lehrplanes, Münster setzte 1940 einen Lehrauftrag für Rundfunkkunde und 1944 einen Lehrauftrag für Filmkunde durch.

2.2.2. Beitrag zur Rezipientenforschung

Und noch in einem anderen Punkt vertrat Münster eine gegensätzliche Position. Die in der Weimarer Zeitungswissenschaft entwickelten Ansätze einer empirischen Publikumsforschung wurden mit der Machtergreifung abgebrochen: begonnene Studien wurden nicht beendet, Ergebnisse nicht ausgewertet oder - wie die lesersoziologische Studie Stephan Schreders von 1933 - in Deutschland nicht rezipiert. „Förderer und Befürworter einer empirisch orientierten Zeitungswissenschaft [...] emigrierten oder wurden entlassen“.27 Die empirische Leserschaftsforschung nahm bei Münster eine zentrale Position ein, er interessiere sich insbesondere für die soziographische Untersuchung von Lazarsfeld28. Obwohl er seine Studie „Jugend und Zeitung“ nicht beenden konnte und die geplante Untersuchung zum Leseverhalten Erwachsener nicht realisiert wurde, galt sein Forschungsinteresse – dem Ziel, die Meinungsbildung des Lesers zu beeinflussen29

- weiterhin dem Leser: „Eine Zeitungswissenschaft ohne Berücksichtigung des Zeitungslesers und damit des Volkes ist wertlos. Die Aufnahme der Zeitung beim Volk ist unsere wichtigste Forschungsfrage“.30 Er ließ verschiedene Feldstudien31 durch seine Studenten durchführen. Die Untersuchung des Dorfes Schönberg im Vogtland, mit dem Ziel, die Wirkung verschiedener Medien in einem „geschlossenen Bezugssystem“ festzustellen wurde als Beitrag zum „Reichsberufswettkampf der Deutschen Studenten“ 1938 als „reichsbeste Leistung der Sparte Deutsche Volkstumsforschung“ ausgezeichnet.32 Die Arbeit des Leipziger Instituts stellte für die Rezipientenforschung des Dritten Reichs demnach eine Ausnahme dar.

2.2.3. Zeichenträgertheorie

Münster konzipierte in seiner Schrift „Zeitung und Politik“ - basierend auf d´Esters Erkenntnissen - den „Baum der Publizistik“, eine Baum – Skizze, die den „Gesamtbereich der Publizistik umreißen“ sollte und als Äste u.a. die „Verständigungsmittel“ Plakat, Buch, Zeitung, Zeitschrift, Tonfilm, Rundfunk beinhaltet.33 Er verstand die Presse nicht als isoliertes Medium. In Anbetracht der dieser Arbeit zugrunde liegenden Fragestellung, kann die sogenannte ’Zeichenträgertheorie’ nicht im Detail dargelegt werden, sie findet jedoch ihren Eingang bezüglich Münsters Wirkungsverständnis unter Punkt 4.

2.2.4. Reaktion

Für seine gegensätzliche Haltung sollte Münster wissenschaftlich isoliert werden. Insbesondere Kurth34, betätigte sich hier im Auftrag Heides „in wenig niveauvollen, dafür umso stärker polemischen Publikationen“35. Wie Kutsch ausführt, bezeichneten Kurth und der Stellvertretende Geschäftsführer des DZV Wolfgang Hollmann (1910 – 1945) den von Münster vorgelegten „Baum der Publizistik“ als „nichts weiter als ein Nebeneinander der verschiedensten ‚Zeichenträger’ ohne Wertung und Systematik“36. Kurth behauptete, Münsters „’Wissenschaft von der Publizistik’ sei ’eine wirre Anhäufung aller denkbaren Gegenstände, die im Willen zur politischen Beeinflussung benutzt [...] werden können’“37. In diesem wissenschaftspolitischen Machtkampf befürchteten Heide und Kurth, die ’Macht’ des DZV zu verlieren. Als Gegengewicht zu Münsters ‚Lehre von den publizistischen Führungsmitteln’ konzipierte Kurth deshalb eine „Nachrichtenlehre“38, auf die hier auf Grund ihres geringen wissenschaftlichen Fundaments nicht näher eingegangen wird. Kurth lehnte die Rezipientenforschung als eine Zusammenfassung von Einzelerscheinungen als nicht relevant für die Zeitungswissenschaft ab: „eine Befragung der Zeitungsleser (kann) niemals vom zeitungslesenden Theoretiker ausgehen“ sondern “allein vom Presseschaffenden“39.

Münster reagierte auf die Angriffe, indem er Untersuchungen seiner Studenten begleitete und die von ihm entwickelte publizistische Lehre sowie Ergebnisse von methodisch weiterentwickelten empirischen Untersuchungen als Dissertationen darstellen ließ.

Mehr um die Einheit der Disziplin in der Öffentlichkeit zu wahren, als um zur Klärung des Forschungsgebietes des Faches beizutragen, wurden Kurth und Münster beauftragt, für die Dozententagung des DZV im Mai 1942 eine ’Formel’ für die Zeitungswissenschaft zu erarbeiten. Diese „scheinbare Synthese“ der beiden Richtungen verdeutlicht „zu welchem bedenklichen Niveauverlust die fachinternen wissenschaftspolitischen Auseinandersetzungen“40 und die Annäherung an das NS-Regime geführt haben.

3. Studie „Jugend und Zeitung“

Nachdem Dovifat mit seinem Vortrag auf der Marburger Tagung zum Thema Jugend und Presse41 im Mai 1930 die Notwendigkeit umfangreicher Leserschaftsuntersuchungen deutlich gemacht hatte, konnte die Erhebung Anfang 1931 in Zusammenarbeit mit zahlreichen Behörden und Organisationen sowie Lehrern an den Schulen realisiert werden.

3.1. Gegenstand und Ziele

Leitende Forschungsfragen wie „Liest die Jugend [...] Zeitungen?“, „Was liest die Jugend in der Zeitung?“ oder „Versteht sie das, was sie in Zeitungen liest?“ machen deutlich, dass die Jugend als Subjekt im Rezeptionsprozess in Münsters Erkenntnisinteresse stand.42 Es wurden ca. 100.000 Jugendliche aus Berufsschulen ganz Preußens, Schüler Höherer-, Mittel- und Volksschulen in Berlin und der Provinz Brandenburg befragt. Nachträglich wurden Fragebögen an Schüler aus einigen Landvolksschulen in Württemberg und auf dem Hunsrück verschickt.43 Münster untersuchte, welche Voraussetzungen für das Zeitungslesen Jugendlicher gegeben sind. Er versuchte zu analysieren, wo Jugendliche überwiegend Zeitung lesen und welche Rolle Geld oder Zeit spielen. Darüber hinaus untersuchte er die Leseinteressen der befragten Jugendlichen, er fragte danach, welche Gruppe44 bestimmte Inhalte bevorzugt oder ablehnt und welchen Einfluss Umweltfaktoren wie Arbeitslosigkeit oder Organisationen auf das Lesen bzw. den Rezipienten haben. Das Ziel seiner Untersuchung war, aus den gewonnenen Erkenntnissen pädagogische Forderungen abzuleiten.45

3.2. Methode

Die Ergebnisse der Institutsumfrage sind nur ein Bestandteil der Studie „Jugend und Zeitung“. Um seine Feststellungen zu untermauern, verwendete er weitere zeitgenössische Quellen wie Daten anderer Umfragen, Analyseergebnisse insbesondere aus dem pädagogischen Bereich, statistische Erhebungen, Zeitungsinhalte, Tagebuchaufzeichnungen von Zeitgenossen, mündliche Aussagen von Lehrern, Ausstellungsmaterial, Werbeprospekte, Leserbriefe oder Schülerzeichnungen. Der umfangreiche und durchaus kritische Bezug46 auf Sekundärquellen spricht für die wissenschaftliche Fundierung der Studie und lässt eine für die damalige Zeit innovative Herangehensweise erkennen, nämlich die Integration empirischer Befunde in eine Zahl theoretischer Konzepte.47 Allerdings muten seine Formulierungen teilweise recht populärwissenschaftlich an und die Beispiele lassen seine politische Einstellung durchaus erkennen.

3.2.1. Repräsentativität der Stichprobe

Münster selbst erkannte die Mängel seiner „Massenbeobachtung“48 wie folgt: sie ermöglicht keine Erkenntnisgewinnung über das Individuelle, jedoch über das „Typische, Durchschnittliche“49. Repräsentativ wäre die Gruppe untersuchter Jugendlicher, wenn diese ein verkleinertes Abbild der Jugend darstellte. Münster versuchte weitestgehend, diesen Anspruch zu erfüllen, indem er mit 100.000 Personen eine große Zahl Jugendlicher unterschiedlichen Alters, sozialer Schicht und Wohnort auswählte.50 Zu beachten ist, dass 40.000 Antworten der in Verbänden organisierten 18-20jährigen nicht ausgewertet wurden.

Indem er erkannte, dass „mindestens je 2000 Jugendliche von jedem Lebensjahr und jeder sozialer Schicht in jeder Gegend Deutschlands“51 befragt werden müssten, wird schon Münsters persönliche Einschätzung der Repräsentativität der Studie deutlich. Zu kritisieren bleibt, dass er trotzdem zu Verallgemeinerung neigte, so z.B. wenn er von der „Deutschen Jugend“ 52 spricht.

3.2.2. Messinstrument

Das von ihm als „Massenbeobachtung“53 bezeichnete Messinstrument ist vielmehr eine quantitative Befragung mittels standardisiertem Fragebogen. Alle Personen erhielten, geringfügig an die jeweilige Zielgruppe angepasst, den gleichen Bogen, der zunächst soziodemographische Fakten abfragte. Darüber hinaus waren Fragen mit vorgegebenen Antwortkategorien sowie offene Fragen zu beantworten.

Fehlerquellen seitens der Befragten, wie z.B. soziale Erwünschtheit oder Meinungslosigkeit, versuchte Münster über Anonymität und Kontrollfragen auszuschließen. Mögliche Fehler bei der Frageformulierung wären nicht präzise formulierte Retrospektiv- oder Suggestivfragen sowie informative Antwortkategorien. Dergleichen sind unter den im Bericht angegebenen Fragen und Antworten nicht zu erkennen. Die Reihenfolge der Fragen lässt keinen Ausstrahlungseffekt vermuten; die zwei gestellten Rundfunkfragen trennte Münster deutlich von den Zeitungsfragen.54 Den Einfluss Dritter, z.B. von Lehrern oder Eltern, glaubte Münster bei der Auswertung „bemerkt und berücksichtigt“55 zu haben. Der Nachteil einer solchen Befragung gegenüber einem persönlichen Interview lag andererseits darin, dass bei Verständnisproblemen keine Unterstützung des Interviewers gegeben werden konnte.

3.2.3. Objektivität und Reliabilität

Die Tatsache, dass Münster die aus seiner Untersuchung abgeleiteten pädagogischen Forderungen bereits im Juni 193056 deutlich gemacht hat, lässt einen Einfluss seiner Person auf das Ergebnis vermuten.

Wie aus dem Forschungsbericht Münsters deutlich wird, war er maßgeblich an der Entwicklung des Fragebogens beteiligt, der konkrete Einfluss anderer Personen57 ist nicht nachvollziehbar. Grundsätzlich ist ein in diesem Umfang standardisierter Fragebogen am ehesten geeignet, den Ansprüchen an die Durchführungs- und Auswertungsobjektivität Rechnung zu tragen. Bedenklich ist jedoch die alleinige Auswertung der Bögen durch Münster und einen Studenten.58 Es wurde nicht getestet, ob eine andere Untersuchungsperson zu den gleichen Ergebnissen kommen würde. Die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse wurde ebenfalls nicht getestet. Dies wäre durch das Versenden eines zweiten Fragebogen an den gleichen Personenkreis möglich gewesen. Abgesehen vom Aufwand hätten die mangelnde Stabilität der jugendlichen Probanden sowie der Übungseffekt gegen ein solches Vorgehen gesprochen. Münster versuchte diese Kritikpunkte mit der Aussage, dass die „seelisch-geistige Einstellung (der Menschen) sich niemals mathematisch errechnen läßt“59 zu entkräften und relativierte insofern die Bedeutung des Zahlenmaterials.

3.2.4. Validität

Fraglich ist, wie genau eine schriftliche Befragung das Leseverhalten der Jugendlichen tatsächlich misst. Hier erkennt man bereits bei der ersten Frage - Was heißt ’lesen’? - die Schwierigkeiten der Rezipientenforschung. Wieder spielt der Gedanke der sozialen Erwünschtheit eine Rolle, ist die wahrheitsgemäße Angabe zu Häufigkeit des Zeitungslesens doch kaum überprüfbar. Kontrollfragen zum bevorzugten Inhalt oder auch zu den Zeitungstiteln schränkten dieses Problem in der Studie bis zu einem gewissen Grad ein. Selbst wenn man eine Beobachtung des Leseverhaltens für genauer halten würde, wie wäre dies bei 100.000 Jugendlichen realisierbar gewesen? Und selbst dann wäre es anzuzweifeln, ob das reale Leseverhalten oder nur ein ’erwünschtes’ gemessen würde.

3.3. Ergebnisse

„Die deutsche Jugend von heute ist in einem Maße in das öffentliche Geschehen hineinbezogen, wie keine Jugendgeneration vor ihr.“60 Die Voraussetzungen für das Zeitungslesen der Jugend seien günstig, die Geldfrage spiele keine Rolle, die Zeitfrage definierte er als eine Frage der Aufnahmebereitschaft. Auf die Ergebnisse im einzelnen kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden.61 Wie Münster ausführte, maß er dem Zahlenmaterial eine geringere Bedeutung bei, „der größte Wert der Umfrage“ liege darin, „ein Bild von der Einstellung unserer Jugend zur Zeitung“ zu gewinnen.62 Aus den Erkenntnissen leitete er pädagogische Forderungen nach einer vergleichenden, kritischen Zeitungslektüre unter sachkundiger Anleitung zeitungskundlich vorgebildeter Lehrer ab.63

4. Wirkungskonzept

Welches Wirkungspotential unterstellt Münster der politischen Tageszeitung, dass er im Ergebnis seiner Nutzungsstudie zu derartigen Forderungen kommt? In der Studie selbst macht er dazu keine direkten Aussagen. Deshalb erfolgt eine Ableitung aus den Funktionen64, die er der Zeitung zuschreibt, sowie aus seinen Aussagen zur Nutzung durch den jugendlichen Leser. Zusätzlich wird die Publikation „Zeitung und Politik“ herangezogen, hier findet man konkrete Aussagen zum Wirkungsbegriff.

4.1. Funktionen der ’Politischen Tageszeitung’ laut Studie

Unter Bezug auf Dovifat definiert Münster Tageszeitungen als „solche Druckschriften, die einer theoretisch unbegrenzten Öffentlichkeit [...] jüngstes Gegenwartsgeschehen in kürzester regelmäßiger Folge vermitteln“.65 Nach Münster ist die Zeitung als „Bindeglied einer menschlichen Gruppe und Vertreterin von deren geistigen und materiellen Interessen“ in der Lage, Bedürfnisse wie das nach Unterhaltung und nach Mitteilung oder Neugier zu befriedigen.66 Darüber hinaus dient sie der Erziehung der Jugend z.B. zu Anteilnahme und Mitgefühl oder der Belehrung („Warnung“67 ). Die „Mitteilungsträger“68 bieten den Jugendlichen Orientierung z.B. in politischer Hinsicht oder in Berufsfragen und benennen mögliche Vorbilder.69 „Die Zeitung ist für fast alle Deutschen die wichtigste, oft einzige 61 Zu den Ergebnissen siehe Münster (wie Anm.1), insbes. S. 122ff. und 131ff. Informationsquelle in politischen Fragen“.70 Insbesondere im Lokalteil, so Münster, „spiegelt sich nicht nur alles, was in der Politik vorgeht. Hier reicht das Verständnis des Lesers [...] noch aus, um die Zusammenhänge [...] zu begreifen [...] So kann lebendigster politischer Anschauungsunterricht durch die Zeitung vermittelt werden.“71 An anderer Stelle jedoch hinterfragt er kritisch, ob die Zeitung die reale Gesellschaft wiederspiegelt, oder nicht vielmehr „ein Vexierspiegel (ist), der das Bild vom Leben verzerrt und damit falsche Vorstellungen, Illusionen, wachruft“. 72 Im Zusammenhang mit der Sensationsberichterstattung wird deutlich, dass Münster die Medienrealität als eine (zumindest zum Teil) konstruierte versteht, dessen sich der Leser bewusst sein sollte.73

4.2. Wirkungsverständnis am Beispiel „Jugend und Zeitung“

Egal nun, ob die Zeitung den Leser unterhält, entspannt oder ’ersatz-anspannt’, ihn informiert, bildet, belehrt oder erzieht, all diese verschiedenen Möglichkeiten stellen Wirkungen auf den Rezipienten dar. Münster systematisiert diese Wirkungen in der Studie nicht. Er differenziert weder nach den Phasen im Kommunikationsprozess noch nach den Wirkungsphänomenen.74 So erkennt er beispielsweise Bedürfnisse, die zur Nutzung der Zeitung führen, verortet diese jedoch nicht in der präkommunikativen Phase oder hinterfragt, wie zielgerichtet (also mit welchen Erwartungshaltungen) der Rezipient die Auswahl trifft. Er unterscheidet beispielsweise auch nicht zwischen intendierten vs. nichtintendierten Effekten, um nur einige Wirkungsdimensionen zu benennen.

4.2.1. Ersatzspannung

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage Münsters, der berufstätige Leser nehme die Zeitung zur Hand, da er eine „Ersatzspannung“75 benötige. Hier ist eine erste emotionale Komponente im Wirkungsbereich zu erkennen, die heute beispielsweise in Theorien zur Regulation von Stimmungen (Mood Management) Beachtung findet. Münster nimmt an, dass der Leser sich dieses Bedürfnisses bewusst ist und gezielt die Zeitung heranzieht, um das “Tempo“76 des Berufsalltages in der Freizeit aufrecht zu erhalten. Der Rezipient erwartet von der Zeitung den kurzfristigen physiologischen oder auch emotionalen Effekt ’Erregung’ oder ’Spannung’.

4.2.2. Belehrung

„Gibt es eine nachhaltigere Warnung, sich auf der Straße vorzusehen, als die durch die Zeitung?“77 Hier unterstellt Münster eine langfristige Wirkung der postkommunikativen Phase: der Leser wird z.B. durch Berichte über Verkehrsunfälle auf Gefahren aufmerksam gemacht, auf der emotionalen Ebene (Mitgefühl) angesprochen. Er weiß nun, nicht aus eigener, sondern durch die per Zeitung übermittelte Erfahrung anderer, um die potentiellen Gefahren des Straßenverkehrs und wird so in seiner Einstellung beeinflusst. Letztlich ändert er sein Verhalten, indem er sich vorsichtiger bewegt.

4.2.3. Orientierung in politischen Fragen

Welche Wirkung hinsichtlich einer Einstellungs- oder Meinungsbeeinflussung Münster politischen Zeitungsinhalten unterstellt, geht aus seinen Aussagen in der Studie nicht so eindeutig hervor, wie aus seiner späteren Publikation „Zeitung und Politik“, was unter Pkt. 4.4. deutlich wird. Vorrangig scheint eine Wissenserweiterung. Die Jugendlichen sollen nicht „von politischen Eindrücken und Diskussionen abgesperrt“78 sein. Eine Wissenserweiterung wäre eine Wirkung kognitiver, langfristiger Natur. Da Münster sich überwiegend zur Aufnahmebereitschaft und zum Verstehen äußert, reduziert er die Wirkungsdimension doch eher auf kurzfristige Effekte persuasiver Zeitungsinhalte. Damit der jugendliche Leser die Information verstehen kann, muss sie einfach formuliert sein. Da sie „mit komplizierten Gedankengängen [...] nichts anzufangen“ weiß, finden die „zugkräftigen“, „radikalen“ Parolen der rechten Oppositionsparteien leicht die Aufnahme beim Leser79. Aus diesem Grund „sind Bilder so gut für die politische Propaganda geeignet, 95% aller Zeitungsleser verstehen sie besser als langatmige Ausführungen.“ 80 Eine „starke Propagandawirkung“81 unterstellt Münster auch politischen Jugendbeilagen. Hier sind Ansätze des unter Punkt 4.4. analysierten Wirkungsverständnisses zu erkennen. Münster spricht von einer „Politisierung“82 der Jugend, definiert diesen Begriff jedoch nicht. Darüber hinaus kritisiert er die politische Unwissenheit der Leser und fordert die „politische Heranbildung“83 kritischer, umfassend informierter Leser durch die Schulen. Ein solcher wird sich jedoch weniger leicht von propagandistischer Berichterstattung beeinflussen lassen, es sei denn, die Inhalte der verschiedenen Zeitungen wären identisch. Einen Kausalzusammenhang von Politik in der Zeitung und der Mitgliedschaft von Jugendlichen in Vereinen und Verbänden (Verhaltensweise) hat Münster nicht explizit formuliert.

Festzuhalten ist, dass er den Forschungsbedarf hinsichtlich des während des Rezeptionsvorganges ablaufenden kognitiven Prozesses ’Verstehen’ bereits erkannt hat. Das Wirkungsphänomen ’Wissenserweiterung’ ist nicht Bestandteil seiner Vorstellung. Seine Methode der „Massenbeobachtung“ hält er nicht für ein geeignetes Mittel, um derartige Prozesse beim Leser zu untersuchen und verweist auf notwendige Einzeluntersuchungen.84, 85

4.3. Funktion der Zeitung laut „Zeitung und Politik“

In „Zeitung und Politik“ von 1935 ist ein verändertes Verständnis von Zeitung zu erkennen. Nicht die Bedürfnisse des Lesers stehen vorrangig in seiner Erkenntnisperspektive, sondern die Interessen des nationalsozialistischen Staates. Zeitung ist nun das „Mittel einer Erziehung zur Volkgemeinschaft“86 und im Sinne seiner Zeichenträgertheorie eines „der vielen ’öffentlich wirksamen’ Träger sichtbarer Zeichen der Verständigung, Beeinflussung, Aussprache und Mitteilung von Mensch zu Mensch.“87 Die Bedürfnisse der Leser, die zur Zeitungsnutzung führen können, werden reduziert auf das „Bedürfnis nach neuesten Nachrichten aus allen Lebensgebieten“. Zeitung ist „ihrem innersten Wesen nach [...] Vermittler von Nachrichten über Tagesereignisse“88. Wie Averbeck darlegt, verband Münster diese „Vermittlung“ nicht mit einer prozessorientierten Vorstellung von Kommunikation, sondern mit „autoritär dirigierte(n) Kommunikationsverläufe(n)“89.

4.4. Wirkungsverständnis am Beispiel „Zeitung und Politik“

Dieses veränderte Verständnis von Zeitung impliziert ein verändertes Verständnis von Wirkung. So erklärt Münster die Zeichengebung als „’öffentlich wirksam’“, wenn sie „Wirkungen erzielt, welche die politische Meinungsbildung und Meinungspflege der Menschen beeinflussen.“90 Die Durchdringung seiner Wissenschaftskonzeption mit nationalsozialistischer Überzeugung wird vollends deutlich, indem Münster sich auf Adolf Hitlers unqualifizierte „Einteilung der Zeitungsleser“ beruft. So zitiert er diesen: „Man pflegt gerade in Journalistenkreisen die Presse gerne als eine ’Großmacht’ im Staate zu bezeichnen. Tatsächlich ist ihre Bedeutung denn auch eine wahrhaft ungeheuerliche. Sie kann überhaupt gar nicht überschätzt werden; bewirkt sie doch wirklich die Fortsetzung der Erziehung im späten Alter.“91 So rechtfertigen sich denn auch leicht Gleichschaltung, Zensur und totale Kontrolle: der Staat muss „besonders der Presse auf die Finger sehen; denn ihr Einfluß ist auf diese Menschen92 der weitaus stärkste und eindringlichste, da er nicht vorübergehend, sondern fortgesetzt zur Anwendung kommt.“93

Münster selbst spricht sogar von einer „Hypnotisierung durch das gedruckte Wort“, die den Schriftleitern der Zeitungen eine große Verantwortung auferlegt, denn „wie sie die Dinge darstellen, sieht sie der größte Teil des Leserkreises“, der „in ihrer Hand wie weiches Wachs“ ist.94

In diesem Sinn meint Wirkung eine Manipulation von Einstellungen und Verhaltensweisen der Leser als langfristiges Phänomen innerhalb der postkommunikativen Phase und steht in völligem Widerspruch zu seinen 1932 postulierten pädagogischen Forderungen. Diese sieht er mittlerweile als „Arbeit“, von der er sich „eine günstige Einwirkung auf Volk und Presse“ versprach und die zum Ziel hatte „den Nimbus der Presse, die sich fälschlicherweise in der Zeit [...] ’Organ der öffentlichen Meinung’ nannte, zu zerstören.“95

4.5. Intermediärer Wirkungszusammenhang

Bereits in seiner Studie „Jugend und Zeitung“ hat Münster zwei Fragen zur Nutzung des Rundfunks aufgenommen96, erwähnt deren möglichen Einfluss auf die Nutzung der Zeitung jedoch nicht explizit. Der Zeitung räumt er eine herausragende Bedeutung ein, sie „sind und bleiben heute und in der Zukunft die wichtigsten Volksbildung- und Unterhaltungsmittel“.97 In der von Münster betreuten Studie Alfred Schmidts im Kyffhäuser kommt dieser zum Ergebnis einer „supplementären als auch komplementären“98 Wirkung der verschiedenen Medien. Schmidt fundiert insofern Münsters Vermutung, als das er feststellt, dass „erst durch das Zusammenwirken der verschiedensten publizistischen Führungsmittel [...] die Meinungsbildung zustande“ kommt oder „eine Führung in politischer Hinsicht“ geschieht.99 In „Publizistik. Menschen – Mittel – Methoden“ betont Münster „die Gesamtwirkung aller Massenmedien, die aber nur dann verstanden werden können, ‚wenn man auf alle sieht’“.100

5. Theoretischer Bezugsrahmen

In den beiden Publikationen „Jugend und Zeitung“ und „Zeitung und Politik“ sind verschiedene Modelle und Ansätze zur Medienwirkung, die erst später als Theorien formuliert wurden, zu erkennen. Folgt man Bonfadelli, so lässt sich die Forschungsentwicklung in verschiedene Phasen „mit je unterschiedlichen wissenschaftlichen Paradigmas unterteilen, die [...] von je anderen psychologischen Konzeptionen des Rezipienten und soziologischen Vorstellungen der Gesellschaft ausgehen.“101

5.1. Medienzentriertes Stimulus-Response-Modell (S-R-Modell)

In „Jugend und Zeitung“ bezeichnete Münster die Zeitung als „Verstärkungsmultiplikator“ 102, sie bewirkt mit radikalen Forderungen und Übertreibungen direkt beim Leser eine entsprechende Reaktion. Diese Vorstellung eines einseitig linearen Kommunikationsverlaufs ist in Münsters „Zeitung und Politik“ noch deutlicher zu erkennen. Nach diesem Reiz-Reaktions-Schemata, dem Ansatz der klassischen Medienwirkungsforschung, wird den Medien eine starke Wirkung unterstellt.

Nach Bonfadelli erreicht die „geschickt ausgewählte, sorgfältig geplante und massenhaft verbreitete“ Medienbotschaft den passiv-registrierenden Rezipienten, wird von diesem nahezu identisch „aufgenommen, verarbeitet und gespeichert“ und führt zu weitgehend „identischen Responses als Reaktionen.“103 Danach werden Wirkungen als persuasive Effekte auf der Ebene des Verhaltens begriffen. Angenommen wurde, dass durch Zeitungsinhalte Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen beim Rezipienten beeinflusst (manipuliert) werden können. Laut Schenk wurde das Publikum als „heterogene, räumlich getrennte und bindungslose anonyme ’Masse’“104 behandelt, ohne soziale Interaktionen zu beachten. Nach den Ausführungen unter Pkt. 4 ist dieses Wirkungsverständnis als dominierend bei Münster zu erkennen.

5.2. Intervenierende Variable

Die Wirkungsforschung entwickelte sich hinsichtlich der Art und Wirkungsweise der intervenierenden Variablen in zwei Richtungen. In den personenbezogenen Konzepten sozialpsychologischer Ansätze spielt die „psychische Struktur“105 des Rezipienten eine zentrale Rolle. Konzepte des „Interpersonalen Netzwerkes“106 oder auch der „Sozialen Gruppe“107 als Basis für soziologische Ansätze der Wirkungsforschung berücksichtigen die „soziale Verankerung“ des Rezipienten als „intervenierende oder mediatisierende Instanzen im Wirkungsprozess.“108 Diese Variablen nehmen eine „Filterfunktion“ wahr, den Medien wird keine direkte monokausale Wirkung beim Rezipienten unterstellt. Vielmehr nimmt man an, dass eine Medienwirkung nur über diese Instanzen möglich ist. Studien o.g. Persuasionsforschungen haben, so Schenk, oftmals das „soziale Milieu“109, in dem sich die Rezipienten befinden und dessen möglichen Einfluss auf die Wirksamkeit von Medieninhalten, zu wenig berücksichtigt.

In der 1932 publizierten Studie von Münster sind bereits Ansätze zu erkennen, die auf ein prozesshaftes Kommunikationsverständnis schließen und die „soziale Verankerung“110 des Rezipienten nicht unbeachtet lassen. So differenziert er als das Leseinteresse beeinflussende Faktoren „die geistige und wirtschaftliche Lage der verschiedenen Schichten [...] als Grundlage ihrer Haltung gegenüber der Umwelt“ und „die Umwelteinflüsse, denen die Jugend ausgesetzt ist“.111 Dies impliziert ein Wirkungsspektrum jenseits eines Reiz-Reaktions-Schematas. Unter den o.g. „Umwelteinflüssen“ sind zum einen die Einflüsse der ’sozialen Gruppe’, die den Rezipienten umgibt und deren Bestandteil er ist (z.B. Familie, Freunde, Verein) zu verstehen. Zum anderen wird die Aufnahmebereitschaft des Rezipienten aber auch durch physiologische und psychologische Faktoren (z.B. Alter, Intelligenz) sowie soziologische Faktoren (z.B. hohe Arbeitslosigkeit in der Gesellschaft, deren Bestandteil der Rezipient ebenfalls ist) beeinflusst.

5.2.1. Der Leser in Münsters Studie

Nach Münster unterscheidet sich der jugendliche von einem erwachsenen Leser; der jugendliche Rezipient ist in seiner „Geistesstruktur“ 112 noch nicht so stabil wie der Erwachsene. Führt man Münsters Aussagen zu den Eigenschaften der Jugend weiter, so bedeutete dies: Jugend ist offen für Neues und somit leichter beeinflussbar als ein in seinen Einstellungen gefestigter Mensch. Eine Kategorisierung von Zeitungsnutzern lehnt er ab, „weil zu den biologischen und sozialen Unterschieden die bei jedem Menschen ständig wechselnde Aufnahmebereitschaft also [...] charakterliche, seelisch-geistige und damit so gut wie unberechenbare Einflüsse hinzukommen“.113 Neben den psychologischen oder physiologischen Determinanten, wie Alter, Geschlecht oder Auffassungsgabe, die in der Person des Lesers begründet liegen, erkennt Münster Umwelteinflüsse, die auf den Leser und seine Aufnahmebereitschaft, sein Interesse wirken. Hier benennt er die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht114, die Mitgliedschaft in Verbänden, Organisationen115 oder den Wohnort differenziert in Stadt/Land116.

5.2.2. Der Leser als Einflussfaktor auf die Zeitung

In „Zeitung und Politik“ benannte Münster verschiedene Faktoren, wie technische, wirtschaftliche, geistige, rechtliche oder politische Einflüsse, die auf die Zeitungsherstellung einwirken. Hier erwähnte er auch die Rolle des Lesers.117 Bereits in der Jugendstudie räumte er diesem einen Einfluss auf den Rezeptionsvorgang ein, denn „vielmehr ist es Auffassung des Lesers, was ihn in der Zeitung unterhält oder langweilt, bildet oder belehrt.“118 Auch in dieser Aussage ist ein Bruch mit der klassischen Auffassung von Wirkung zu erkennen, denn Münster unterstellt einen aktiven Rezipienten, der seine Aufnahmebereitschaft zumindest teilweise nach seinen inneren Bedürfnissen auf bestimmte Inhalte der Zeitung lenkt. Somit schließt der Leser bereits durch die Auswahl aus den angebotenen Themen eine starke Wirkung aller Inhalte aus. Darüber hinaus: würden Münsters pädagogische Forderungen erfüllt, so hätte man einen „Leserkreis erzogen, der gelernt hat, die publizistische Qualität der Zeitung zu wecken und damit an die Zeitung selbst [...] höhere Forderungen zu stellen.“119 Hier kommt deutlich zum Ausdruck, dass Münster nicht mehr von einem einseitigen, sondern von einem wechselseitigen Kommunikationsfluss zwischen Rezipient und Zeitung/ Publizist ausgeht. Dieses Interaktionsverhältnis formuliert Münster dann konkret in „Publizistik. Menschen-Mittel-Methoden“: „Der Publizist beeinflusst nicht nur, sondern wird auch beeinflusst“, dabei „kann der Publizist (nie) auf die Mitwirkung der zu beeinflussenden Menschen verzichten und ohne diese erfolgreich wirksam sein.“120 Allerdings ist der Einfluss des Lesers auf die Zeitungsherstellung nicht von großer Bedeutung, denn als „Volksgenosse“ befindet sich dieser „in keinem Widerspruch [...] zur Staatsführung“ und ordnet „seine Wünsche an die Zeitung den Notwendigkeiten der Volkgemeinschaft“ unter.121

5.3. Idee des sozialen Netzwerkes

Wie oben bereits angedeutet, versteht Münster die Jugend nicht nur als „bindungslose Masse“122. Er hat den Einfluss der Umgebung auf den Rezipienten und seine Leseinteressen bis zu einem gewissen Grad erkannt. In diesem Sinne durfte er Wirkung dann nicht mehr als reine Reaktion sehen, sondern musste annehmen, dass die „Umwelteinflüsse“ möglicherweise die Wirkung der Zeitungsinhalte beeinträchtigen oder verstärken. Dies erinnert an Konzeptionen des „sozialen Netzwerkes“. Nach diesen reagiert der Rezipient, so Schenk, als Mitglied einer sozialen Gruppe auf die Massenkommunikation“123. Zwischen den Mitgliedern des Publikums besteht ein „gut entwickeltes Netz sozialer Beziehungen“, dass die Inhalte der Medien absorbiert, bevor sie „überhaupt Wirkungen erzielen können“.124 Die Mitglieder dieses „’komplexen Netzwerks’ lokaler sozialer Aktivitäten“125 wie z.B. der Familie, kommunizieren über Erfahrungen im Umgang mit den Medien, über Meinungen und Einstellungen. So bilden sie eine Art Schutzschild aus, das aus einem „festen Satz von Meinungen, Einstellungen (und) Verhaltensregeln“126 bestehend, erst von den Massenmedien durchbrochen werden muss. Medien haben nach dieser Konzeption eine eher schwache Wirkung.

Änderungen in den Einstellungen und Meinungen der Rezipienten sind das Ergebnis aus dem Zusammenwirken von Massenkommunikation und interpersonaler Kommunikation. Einen Anhaltspunkt für eine zumindest abgeschwächte Wirkung durch den Einfluss solcher Interaktionen bietet Münster, wenn er davon spricht, dass die Familie die Interessen des Jugendlichen an der Zeitungslektüre beeinflusst.127 Tritt der Jugendliche aus der Familie heraus in sein eigenes Leben, in den Arbeitsprozess, so wird er die Zeitung gerade in Berufsfragen stärker zur Orientierung heranziehen. Der Einfluss der Familie wird geringer.128 Nach Schenk ist dies in der heutigen Medienwirkungsforschung eine „traditionelle“ Sichtweise: Personen, die nicht fest in eine „kohäsive Gruppe129 integriert sind, z.B. gerade von Familie zu Freundeskreis wechseln, unterliegen stärker einer Medienwirkung.130

5.4. Ansätze der Two-Step Flow Theorie

Die im Ergebnis der Erie-County Studie postulierte Theorie des „Two-Step Flow“131 wurde von Lazarsfeld, Berelson und Gaudet erst 1944 publiziert, das oben erwähnte Interesse Münsters für Lazarsfeld frühere Studien lässt jedoch vermuten, dass bei ihm auch Ansätze für das Konzept des Meinungsführers zu finden sind.132 Nach diesem erreichen die Medienbotschaften nicht die Masse der Rezipienten, sondern sogenannte ’Meinungsführer’ (opinion leader). Dieses sind Personen mit einem stärkeren politischen Interesse, einer höheren Aufmerksamkeit für die Gruppe und einer intensiveren Mediennutzung. Ihnen kommen zwei Funktionen zu: zum einen informieren sie die Gruppe („Transmission“), zum anderen beeinflussen sie diese („Persuasion“).133 Eine direkte und kurzfristige Wirkung auf Meinung, Einstellung und Verhalten der „Gefolgsleute“134 durch die Medien wird für relativ unwahrscheinlich gehalten, da diese sich eher von ’face-toface’ Kontakten zu Personen ihrer unmittelbaren sozialen Umgebung beeinflussen lassen. Eine Meinungs- oder Einstellungsänderung dieser Menschen ist also eher das Ergebnis sozialer Bindungen und interpersonaler Kommunikation als das der Medien.

Aus der „Fülle der Einwirkungsmöglichkeiten“, denen die Jugend ständig ausgesetzt ist, nimmt Münster in seiner Studie die Jugendgruppen heraus, die „durch lautestes Lärmen [...] sicher am meisten auf die nichtorganisierte Jugend“135 wirken. Jugendliche, die in Verbänden organisiert sind, wecken bei nicht organisierten Jugendlichen „Interesse oder Opposition“136. Solange sie dies mittels Propaganda in Zeitungen erreichen, erfüllt die Presse die Funktion als o.g. „Verstärkungsmultiplikator“, aber nach dem Zweistufenfluss nur bei den Meinungsführern.

Münster erkennt jedoch darüber hinaus auch die Bedeutung von Interaktion und interpersoneller Kommunikation der Jugendlichen untereinander. „All diese Jugendlichen kommen regelmäßig zusammen, unterhalten sich über die Dinge der Welt, haben Ausspracheabende eingerichtet.“137 Die Beeinflussung durch die Meinungsführer muss nicht so weit gehen, dass der Jugendliche ebenfalls in die Organisation eintritt, zumindest aber sieht er das Interesse geweckt, denn „diese 55%138 treffen andere Jugendliche in der Schule, an der Arbeitsstelle, auf den Straßen, werben für Bünde, sprechen mit den ’Gleichgültigen’ über die Interessengebiete, denen sie huldigen.“139 Demnach sind bei Münster Ansätze eines zweistufigen Kommunikationsflusses zu erkennen.

6. Schlussbetrachtung

Die Studie „Jugend und Zeitung“ zeigt - hinsichtlich der Methodik - die moderne, interdisziplinäre Herangehensweise von Zeitungswissenschaftlern der Weimarer Republik an Fragen der Zeitungsnutzung. Da es zu der damaligen Zeit keine vergleichbaren Untersuchungen dieser Größenordnung gab, muss man sie als den Beginn einer empirischen Leserschaftsforschung in Deutschland anerkennen. Auch Münsters Wirkungsverständnis ist als innovativ zu bewerten. In seiner Studie sind Ansätze zu finden, die erst in den 40er Jahren in der amerikanischen und in den 50er Jahren der deutschen Wirkungsforschung zur Theoriebildung führten. Zwar entsprechen seine Vorstellungen von Wirkung überwiegend denen der Persuasionsforschung, in der kurzfristige Effekte wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmen, Verstehen oder Handeln im Vordergrund stehen. Aber es ist bereits ein Verständnis zu erkennen, dass auch eher langfristige Wirkungen kognitiver Natur auf das Realitätsbild des Rezipienten sowie auf seinen emotionalen Zustand berücksichtigt.

Münster erkannte erste intervenierende Variable, Faktoren, die eine Medienwirkung einschränken können. Ansätze für das Konzept der sozialen Gruppe und hier insbesondere die Theorie des Zweistufenflusses wurden deutlich. Eine Wirkung in Form von Wissenserweiterung, die über bloße Information und Beeinflussung hinausgeht, beinhaltet seine Konzeption nicht.

Eine Bewertung seiner Leistung kann jedoch nicht einseitig ohne Berücksichtigung seiner politischen Motive vorgenommen werden. Mehrere Tatsachen sprechen dafür, dass Münster bereits 1932 ein Pressesystem vor Augen hatte, wie wir es ab 1933 vorfinden. Zum ersten ergeben die aufgestellten pädagogischen Forderungen anders keinen Sinn. Wie sollte eine vergleichende Zeitungslektüre gerade zur Zeit der Weimarer Republik realisierbar sein? Wie viele und welche Zeitungen müsste der Leser auf diesem von breiter politischer Vielfältigkeit und hohem Fluktuationsgrad gekennzeichneten Zeitungsmarkt rezipieren?140 Zum zweiten, wie in späteren Publikationen Münsters deutlich wird, verstand er unter einem ’kritischen’ Zeitungsleser denjenigen Leser, der die Zusammenhänge der Zeitungsherstellung inklusive Einflüsse darauf kennt. Ein solcher weiß um die schädlichen z.B. ökonomischen, technischen oder persönlichen Einflüsse auf die Zeitungsinhalte und er betrachtet die Zeitung mit Skepsis. Nur ein in diesem Sinne kritischer Leser wird glauben, dass er in einem nationalsozialistischen Pressesystem, dass jeglichen Einfluss auf die Presse verhindern will, glaubhafte Zeitungsinhalte vorfindet. In einem Pressesystem, dass von Zensur und Gleichschaltung geprägt keinen Raum für Vielfalt lässt, kann der Leser noch so viele Zeitungen vergleichend rezipieren, er würde allen die gleichen Aussagen entnehmen. Und dies entspräche wiederum Münsters dominierendem Wirkungsverständnis von Beeinflussung. Erhärtet wird diese Vermutung durch den Fakt, dass Münster, wie die Beteiligung am Kapp-Putsch 1923 zeigt, schon immer ein Gegner der Republik war.

Ob dieser Interpretation zu folgen ist oder ob Münster tatsächlich aus karrieristischen Motiven seine ’Ideale’ verkauft hat, wäre ein Ansatz für weitere Forschungen unter Einbeziehung zeitgenössischer Sekundärquellen.

In jedem Fall ist Hans Amandus Münster, gerade auch für das Institut an der Leipziger Universität, ein Zeitungswissenschaftler, der bei der fachgeschichtlichen Vergangenheitsbewältigung nicht einseitig betrachtet werden darf.

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[...]


1 Münster, Hans Amandus (1932): Jugend und Zeitung. Berlin: Carl Duncker.

2 Hachmeister, Lutz (1984): Theorie der Publizistik im Dritten Reich. In: Journal für Publizistik & Kommunikation, 3. Jg., Nr. 1, S.35-44, 39.

3 Kutsch, Arnulf (1996): Das Fach in Leipzig – 1916 bis 1945. (Abschnitt III. Hans Amandus Münster). In:

Relation Leipzig, Oktober 1996, Zugriff am: 21.01.2004. <http://www.uni-leipzig.de/~kmw/relation>.

4 Ebd.

5 Hachmeister (wie Anm.2), S. 39.

6 Münster, Hans Amandus (1935): Zeitung und Politik. Eine Einführung in die Zeitungwissenschaft. Leipzig: Noske.

7 Hachmeister (wie Anm.2), S. 40.

8 Killy, Walther; Vierhaus, Rudolf (Hrsg.) (1998): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 7.München:

K.G. Saur, S. 297./ Starkulla jr., Heinz (1997): Münster, Hans Amandus. In: Historische Kommission bei der

Bayrischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Neue Deutsche Biographie. Band 18, Berlin: Duncker und Humblot, S. 38f./ Lüdtke, Gerhard (Hrsg.) (1941): Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1940/41. 6. Ausgabe, 2. Band. Berlin: Walter de Gruyter & Co., S. 242f.

9 Mohr war Mitbegründer u. erster Direktor des DIZ, das sich als erstes unabhängiges Institut Deutschlands zunächst in Trägerschaft eines Kuratoriums u.a. bestehend aus Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Zeitungsforschung und journalistische Berufsbildung befand. 1926 wurde die Deutsche Gesellschaft für Zeitungswissenschaft (DGZW) gegründet und übernahm die Trägerschaft des DIZ.

10 Mitteilungen des Deutschen Instituts für Zeitungskunde (1932). Berlin. Nr. 16, S. 2. (nachf. MDIZ)

11 Görres war Herausgeber des „Rheinischen Merkurs“ / Publikationen Münsters u.a. „Johann Josef Görres. Eine Auswahl aus seinen nationalen Schriften“ (1925); „Görres´ ‚Rheinischer Merkur’ als Geschichtsquelle“ (1926); Bände 6-8 von „Josef Görres Gesammelte Schriften“.

12 Averbeck, Stefanie (1999): Kommunikation als Prozeß. Soziologische Perspektiven in der Zeitungswissenschaft 1927– 1934. Münster, Hamburg, London: LIT Verlag, S. 132.

13 Pöttker, Horst (2001): Mitgemacht, weitergemacht, zugemacht. Zum NS-Erbe der Kommunikationwissenschaft in Deutschland. In: AVISO, Nr. 28, Januar 2001, S.4. Everth war 1933 aus politischen Gründen beurlaubt und im Herbst 1933 emeritiert worden, Münster vertrat bereits im Wintersemester 1933/34 dessen Lehrstuhl für Zeitungswissenschaft.

14 Münster, Hans A. (unveröffentlichte) Erklärung vom 9.9.1950 in Privatbesitz, zitiert nach Straetz, Sylvia (1986): Das Institut für Zeitungskunde in Leipzig bis 1945. In: Bruch vom, Rüdiger; Roegele, Otto B.(Hrsg.): Von der Zeitungskunde zur Publizistik. Biographisch-institutionelle Stationen der deutschen Zeitungswissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Frankfurt a.M.: Haag und Herchen, S. 86.

20 Averbeck (wie Anm.12), S. 134.

21 Kutsch, Arnulf (1984): Karl Oswin Kurth (1910-1981). In: ders. (Hrsg.): Zeitungswissenschaftler im Dritten Reich. Sieben biographische Studien. Köln: Studienverlag Hayit, S. 217-243, S. 220.

22 Zum Einfluss Heides vgl. Kutsch (wie Anm.21), S. 219. zum DIZ vgl. Benedikt, Klaus Ulrich (1984): Das Berliner Institut für Zeitungskunde/Zeitungswissenschaft. In: vom Bruch/Rögele (wie Anm.14): Heide war als Vertreter des neuerrichteten Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) auch im Vorstand der DGZW tätig. Das Ziel des RMVP, DZV und der Berufsverbände der Verleger war es, die totale Kontrolle über die Presse und die anderen Massenmedien sowie über den journalistischen Nachwuchs zu erlangen. Dies sollte durch den Ausschluss aller Juden aus dem DZV, die Einführung eines reichseinheitlichen Lehrplanes, einer (verkürzten) praxisnahen Ausbildung, durch die einheitliche Vergabe von Dissertationsthemen, die einheitliche Bezeichnung der zeitungs wissenschaftlichen Institute sowie deren totale Finanzierung durch das RMVP erreicht werden.

23 veröffentlicht als Broschüre „Die drei Aufgaben der deutschen Zeitungswissenschaft“ 1934 und 1938

24 Averbeck/Kutsch (wie Anm.15), S.61, Hervorhebung im Original.

25 Straetz (wie Anm.14), S.91.

26 Münster, Hans Amandus (1938): Zeitungswissenschaft und Publizistik. In: Zeitungswissenschaft und Publizistik. Sonderdruck des Amtes für Wissenschaft und Facherziehung der Reichsstudentenführung, Leipzig, S. 22, zitiert nach Straetz (wie Anm.14), S.90.

15 Averbeck, Stefanie; Kutsch Arnulf (2002): Thesen zur Geschichte der Zeitungs- und Publizistikwissenschaft 1900– 1960. In: Medien & Zeit. Kontinuitäten und Umbrüche. Von der Zeitungswissenschaft zur Publizistik.

17. Jg. (2002), Heft 2-3, S. 60.

16 Ebd., S. 60.

17 Ebd., S. 61.

18 Ebd., S. 61f.

19 Ebd., S. 63.

27 Averbeck (wie Anm.12), S. 128. Studie: Schreder, Stephan (1936): Der Zeitungsleser. Eine soziologische Studie mit besonderer Berücksichtigung der Zeitungsleserschaft Wiens. (=Phil. Diss. Basel).

28 Straetz (wie Anm.14), S.100, Fußnote 75. zur Studie: Jahoda, Marie; Lazarsfeld, Paul F.; Zeisel, Hans (1933): Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit. Mit einem Anhang zur Geschichte der Soziographie. Leipzig: Hirzel.

29 Münster (wie Anm. 23), S. 53, 126; zitiert nach Straetz (wie Anm.14), S. 90.

30 Münster (wie Anm.23), S. 22, zitiert nach Straetz (wie Anm.14), S. 90.

31 Straetz (wie Anm.14), S.89, 101, Fußnoten 86, 99: zum Beispiel: Alfred Schmidts Untersuchung von 380 Einwohnern des Dorfes Thüringen im Kyffhäuser; Studie zur „Publizistischen Lage in Nordschleswig“; Untersuchung „Zeitungslesen und Freizeitgestaltung der Industriearbeiterschaft Mitteldeutschlands“; Rolf Fröhners Studie „Die soziologische und publizistische Situation in einem gemischtvölkischen Dorfe der Slowakei“, Ergebnisse bei Bombenangriff vernichtet./Vgl. Anm. 98.

32 Ebd., S. 88.

33 Münster (wie Anm.6), S. 11. Averbeck (wie Anm.12), S. 133.

34 Kurth war seit 1935 Geschäftsführer des DZV, seit 1936 Leiter der Reichsfachabteilung Zeitungswissenschaft der Deutschen Studentenschaft.

35 Kutsch (wie Anm.21), S. 220.

36 Hollmann, Wolfgang; Kurth, Karl (1938): Durchbruch zur Zeitungswissenschaft. Bonn: Verlag Ludwig Röhrscheid, S. 22, zitiert nach Kutsch (wie Anm.21), S. 225.

37 Ebd.

38 Siehe zum Beispiel: Kurth, Karl; Hollmann, Wolfgang (1941): Die Wirkungsgesetze der Presse. Gedanken über den Zusammenhang von Volkstum und Nachrichtengestaltung. Berlin: Duncker & Humblot.

39 Kurth, Karl (1938): Zeitungswissenschaft oder Lesersoziologie? In: Zeitungswissenschaft 13. Jg., Nr. 5, S. 303, zitiert nach Straetz (wie Anm.14), S.92.

40 Kutsch (wie Anm.21), S.227; siehe auch Straetz (wie Anm.14), S.95.

41 lt. Münster (wie Anm.1), S. 125: Marburger Tagung des Reichsausschusses der deutschen Jugendverbände; der Vortrag Dovifats erschien in der Sammlung „Geistige Formung der Jugend unserer Zeit“, herausgegeben vom Reichsausschuß der deutschen Jugendverbände, Berlin 1931.

42 Münster (wie Anm.1), S. 8.

43 Ebd., S. 8, 125f.; zu Münsters Verständnis des Begriffs „Jugend“ sei auf die Studie verwiesen.

44 Münster (wie Anm.1), S. 30ff.: zur schichtübergreifenden Gruppendefinition und zur Definition “Interesse“.

45 Herangezogen wurde hier insbesondere: Diekmann, Andreas (2002): Empirische Sozialforschung. Grundlagen,

Methoden, Anwendungen. 8. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, S. 216-227, 368-403.

46 So zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Interesse an Zeitungsinhalten: Münster (wie Anm.1), S. 51.

47 Diekmann (wie Anm.45), S. 96. / vgl. Münster (wie Anm.1), S. 8: Die Arbeit sei ein Versuch, „das Thema systematisch nach allen Richtungen zu bearbeiten“.

48 Münster (wie Anm.1), S. 74.

49 Ebd., S. 58.

50 Ebd., S. 125f.

51 Münster (wie Anm.1), S. 129.

52 So zum Beispiel „Die deutsche Jugend von heute ist in einem Maße in das öffentliche Geschehen hineinbezogen, wie keine Jugendgeneration vor ihr.“ Ebd., S. 122.

53 Vgl. Anm. 48.

54 Ebd., S. 129.

55 Ebd., S.130.

56 „Dr. Münster hielt [...] im Rahmen des ’Pädagogischen Funks’ des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht auf der Deutschen Welle einen Vortrag über ’Die Zeitung im Unterricht’. Nur unter Anleitung sachkundiger Lehrer dürfe die Zeitung im Unterricht herangezogen werden. Deshalb schlug er vor, Zeitungskurse für Lehrer zu veranstalten.“ MDIZ (wie Anm.10), S. 8, Hervorhebung im Original. / Vgl. Punkt 3.3. d. Arbeit.

57 Münster (wie Anm.1), S. 125, Hinweis auf Mitarbeit von Pädagogen, Lehrern, Behörden, Organisationen.

58 Ebd., S. 130.

59 Ebd., S. 58.

60 Vgl. Anm. 52.

62 Ebd., S. 130.

63 Ebd., S. 123. Vgl. Pkt. 4.4. d. Arbeit.

64 Funktionaler Bezugsrahmen hier: inwiefern Zeitungsnutzung die Anspassung des Menschen an seine Umwelt fördert, d.h. welche Bedürfnisse die Zeitung befriedigen kann.

65 Ebd., S. 10.

66 Ebd., S. 4, 78f., 91.

67 Ebd., S. 96.

68 Ebd., S. 5.

69 Ebd., S. 18, 34.

76 Münster (wie Anm.1), S. 28.

77 Ebd., S. 96.

78 Ebd., S. 77.

79 Ebd., S. 67.

80 Ebd., S. 115.

81 Ebd., S. 46.

70 Münster (wie Anm.1), S. 77.

71 Ebd., S. 110.

72 Ebd., S. 7.

73 Ebd., S.98: „Die Zeitung kann das (die richtigen Maßstäbe für Anzahl und Umfangder Unglücksfälle darstellen) nicht, denn sie ist auf ihre Soffzufuhr angewiesen.“

74 zur Systematisierung: Bonfadelli, Heinz (2001): Medienwirkungsforschung I. Grundlagen und Theoretische Perspektiven. 2.Aufl. Konstanz: UVK, insbesondere S. 15ff.

75 Münster (wie Anm.1), S. 28.

82 Zum Beispiel: Münster (wie Anm.1), S. 64.

83 Ebd., S. 77.

84 Ebd., S. 74, Bezug auf durchgeführte Einzeluntersuchungen. Vgl. Anm. 48.

85 Vgl. Münster Anm. 6.

86 Münster (wie Anm.6 ), S. 8.

87 Ebd., S. 9, Hervorhebung im Original.

88 Ebd., S. 120.

89 Averbeck (wie Anm.12), S.132f.

90 Münster (wie Anm.6), S. 9, Hervorhebung im Original.

91 Hitler, Adolf (1925): Mein Kampf, S. 262ff., zitiert nach Münster (wie Anm.6), S. 29.

92 gemeint ist die große Masse des Volkes, die nicht selbstständig denken kann und alles glaubt, was in der Zeitung steht

93 Ebd., S. 30.

94 Münster (wie Anm.6), S. 141.

95 Ebd., S. 22, Hervorhebung im Original.

96 Münster (wie Anm.1), S. 127: „Hören Sie regelmäßig Rundfunk?“ und „Was hören Sie im Rundfunk am liebsten?“

97 Ebd., S. 124, vgl. auch S. 86.

98 Schmidt, Alfred (1939): Publizistik im Dorf. Dresden: M.Dittert, zitiert nach Straetz (wie Anm.14), S. 89.

99 Ebd.

100 Münster, Hans Amandus (1939): Publizistik. Menschen-Mittel-Methoden. Leipzig, S. 142; zitiert nach Straetz (wie Anm.14), S. 90.

101 Bonfadelli (wie Anm.74), S. 25.

102 Münster (wie Anm.1), S. 6.

103 Bonfadelli (wie Anm.74), S. 27.

104 Schenk, Michael (1984): Soziale Netzwerke und Kommunikation. Tübingen: Mohr, S. 271.

105 Bonfadelli (wie Anm.74), S. 29, 133.

106 Schenk (wie Anm.104), S. 274.

107 Ebd.; vgl. auch Bonfadelli (wie Anm.74), S. 133.

108 Bonfadelli (wie Anm.74), S. 29.

109 Schenk (wie Anm.104), S. 271.

110 Bonfadelli (wie Anm.74), S. 29.

111 Münster (wie Anm.1), S. 31.

112 Ebd., S. 9. (Vgl. auch die Herleitung Jugend/Zeitung S. 1-5.)

113 Ebd., S. 29.

114 Ebd., S. 31ff.

115 Ebd., S. 38ff.

116 Ebd., S. 48f.

117 Münster (wie Anm.6), S. 108.

118 Münster (wie Anm.1), S. 79.

119 Ebd., S. 124, Hervorhebung im Original.

120 Münster (wie Anm.101), S. 53, 126, zitiert nach Straetz (wie Anm.14), S. 90.

121 Münster (wie Anm. 6), S. 109.

122 Schenk (wie Anm.104), S. 271.

123 Schenk (wie Anm.104), S. 272.

124 Ebd.

125 Ebd., Hervorhebung im Original.

126 Ebd.

127 Münster (wie Anm.1), S. 32f. Gruppe I: Jugendliche, bei denen mit Eintritt der Pubertät „die alte gesellschaftliche Umgebung fortdauert“

128 Münster (wie Anm.1), S. 32ff.

129 Kohäsion beschreibt einen starken Gruppenzusammenhalt, eine geschlossene und stabile Gruppe.

130 Schenk (wie Anm.104), S. 273.

131 Lazarsfeld, P. F.; Berelson, B.; Gaudet, H. (1944): „The People´s Choice“. New York.

132 Renckstorf, Karsten (1977): Zur Hypothese des „Two-Step Flow“ der Massenkommunikation. In: ders.: Neue Perspektiven in der Massenkommunikationsforschung. Beiträge zur Begründung eines alternativen Forschungsansatzes. Berlin: Verlag Volker Spiess, S. 97-117. (hier insbes. auch Kritik am Ansatz)

133 Ebd., S. 101. vgl. Bonfadelli (wie Anm.74), S. 133-138.

134 Bonfadelli (wie Anm.74), S. 138.

135 Münster (wie Anm.1), S. 41.

136 Ebd.

137 Ebd., S. 41.

138 Gemeint sind die organisierten Jugendlichen, vgl. ebd., S. 40f.

139 Ebd., Hervorhebung im Original.

140 Zum Weimarer Zeitungsmarkt zum Beispiel: Gebhardt, Hartwig (1984): Zeitungsgründungen in Deutschland zwischen Vormärz und Weimarer Republik. Anmerkungen zum Thema Marktzutritt in der neueren Pressegeschichte. In: Kopper, Gerd G. (Hrsg.): Marktzutritt bei Tageszeitunen. Zur Sicherung von Meinungsvielfalt durch Wettbewerb. München u.a.: K.G. Saur, S. 35-52.

Details

Seiten
30
Jahr
2004
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v110538
Institution / Hochschule
Universität Leipzig
Note
sehr gut
Schlagworte
Wirkungsbegriff Hans Amandus Münsters Beispiel Studie Jugend Zeitung Forschungsseminar Kommunikationsräume Weimarer Republik

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Titel: Der Wirkungsbegriff Hans Amandus Münsters am Beispiel seiner Studie "Jugend und Zeitung" (1932)