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Der Bank Run auf Northern Rock

Seminararbeit 2008 34 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

SYMBOLVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 DAS MODELL VON DIAMOND UND DYBVIG
2.1 Das Grundmodell
2.2 Der Depositenvertrag
2.3 Der Bank Run als Sunspot-Phänomen
2.4 Die Stabilisierungsmöglichkeiten eines Bank Runs
2.4.1 Ausset zung der Auszahlungen
2.4.2 Stochas t isches
2.4.3 Einlagensicherungund lender of last resort

3 DER BANK RUN AUF NORTHERN ROCK
3.1 Das Geschäftsmodell von Northern Rock
3.2 Die Folgen der US-Subprime-Krise für Northern Rock
3.3 Die Bank of England als lender of last resort
3.4 Der Bank Run
3.5 Die staatliche Einlagensicherung in Großbritannien

4 ZUSAMMENFASSUNG UND RESÜMEE

ABBILDUNGEN

LITERATURVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abb. 1 Spieltheoretischer Ansatz eines Bank Runs

Abb. 2 Wachstumsraten der Immobilienfinanzierer in GB

Abb. 3 UK „High Street Banks“ im Asset-Vergleich

Abb. 4 Leitzinssätze im Vergleich

Abb. 5 Northern Rocks steigende Bilanzwerte und Verschuldungsstruktur

Abb. 6 Fünfjahres Credit Default Swap Prämien im Vergleich

Abb. 7 Relativer Aktienkursvergleich

Abb. 8 Liquidität auf dem Finanzmarkt

Abb. 9 3-Monats-Libor und Overnight Index Swaps im Vergleich

Abb. 10 Risikoprämie auf den 3-Monats-Interbankenzins

SYMBOLVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 EINLEITUNG

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird versucht das Phänomen eines Bank Runs zuerst von der theoretischen Seite zu beleuchten und anschließend, im praktisch ausgerichteten Teil, werden die Erkenntnisse auf den prominentesten Bank Run der jüngeren Vergangenheit – den Bank Run auf den britischen Im- mobilienfinanzierer Northern Rock - übertragen.

Wie es der Theorie nach zu einem Bank Run kommt, wird in Kapitel 2, anhand des klassischen Modells von Diamond und Dybvig aus dem Jahre 1983, erklärt. In diesem Modell können Finanzintermediäre eine explizit ökonomische Funk- tion erfüllen. Sie transformieren die liquiden Giroeinlagen der Sparer (Deposi- täre, Anleger) in illiquide Aktiva die einen konstanteren Ertrag abwerfen. Wobei die Bank immer einen Teil der Einlagen in liquiden Mitteln hält um den Kon- sumbedarf der Anleger zu befriedigen. Eine solche Fristentransformation impli- ziert das Risiko eines Bank Runs. Wenn alle Depositäre nur dann Geld bei ihrer Bank abheben, wenn sie eine Konsumbedarf haben, dann kann die Bank ihre Investitionen in illiquide Assets auslaufen lassen und somit die optimale Rendi- te erzielen. Dies wäre der Fall eines effizienten Gleichgewichts. In diesem Mo- dell existiert jedoch auch ein ineffizientes Gleichgewichten – der Bank Run. Die Gefahr in ein solches Gleichgewicht zu kommen besteht immer dann, wenn der Wert der Aktiva niedriger ist als die Vertragsverpflichtung der Bank gegenüber ihren Depositären. In diesem Fall kann es für alle Depositäre optimal sein zur Bank zu rennen und die gesamten Einlagen abzuheben auch wenn kein Kon- sumbedarf besteht. Dadurch wird die Bank zu einem „Fire Sale“ der langfristi- gen illiquiden Aktiva gezwungen, wodurch die Bank in Schieflage geraten kann. Trotz der Implementierung einer Einlagensicherung und einer vernünfti- gen Regulierung wurden Bank Runs nicht zu einem Lehrbuchphänomen, son- dern sind auch im 21. Jahrhundert noch in hochentwickelten Bankensystemen anzutreffen, wie man in Großbritannien (GB), im September 2007, nach 141 Jah- ren erneut feststellen musste.1 In Kapitel 3 wird beschrieben, wie es im Zuge der US-Immobilienkrise dazu kam, dass der britische Immobilienfinanzierer Northern Rock in extreme Schieflage geriet und schließlich Opfer eines Bank Runs wurde. Im 4. Kapitel wird geprüft, ob der Wirkungsmechanismus des Mo- dells von Diamond und Dybvig auch in der heutigen Zeit und im Speziellen für den Fall Northern Rock noch seine Gültigkeit hat.2

2 DAS MODELL VON DIAMOND UND DYBVIG

Die US-amerikanischen Ökonomen Douglas W. Diamond (University of Chica- go) und Philip H. Dybvig (Yale University) haben im Jahr 1983 das klassische Modell zum Thema Bank Runs vorgestellt, bei dem Banken die ökonomische Funktion erfüllen, illiquide Anlageformen in liquide Verbindlichkeiten zu trans- formieren, die einen konstanteren Ertrag abwerfen. Banken vergeben auf der einen Seite langfristige Kredite und bieten auf der anderen Seite den Einlegern Depositenverträge an, bei denen sie zu jeder Zeit ihr Erspartes abheben kön- nen. Somit sind die Passiva einer Bank liquider als ihre Aktiva. Aufgrund dieser Fristeninkongruenz sind Banken einem gewissen Risiko ausgesetzt. Wenn die Depositäre einer Bank aus irgendeinem Grund befürchten, dass ihre Einlagen gefährdet sind, dann gehen sie zur Bank und heben ihre Ersparnisse ab. Wenn zu viele Sparer diese Befürchtung teilen, dann kommt es zu einem Bank Run. Um solche Runs zu verhindern wurden private und staatliche Einlagensiche- rungen implementiert und die Banken in ihrer Handlungsfreiheit durch gewis- se staatliche Regulierungen beschränkt. Diamond und Dybvig haben in ihrem Modell beschrieben, warum Banken Depositenkontrakte abschließen die liqui- der sind als ihre Aktiva und warum sie deshalb anfällig für Bank Runs sind. Das folgende Modell wurde oftmals zum Verständnis von Bank Runs und anderen Finanzkrisen und zur Ausgestaltung von Lösungsansätzen verwendet.

Betrachtet wird eine Ökonomie mit ex ante identischen Haushalten, die alle in Periode 0 (t = 0) eine Einheit eines homogenen Gutes besitzen. Dieses homoge- ne Gut wird zu drei Zeitpunkten (t = 0, 1, 2) betrachtet. Es wird davon ausge- gangen, dass Investitionen in t = 0 in einen risikolosen Produktionsprozess erst in t = 2 Rückflüsse von R > 1 abwerfen. Wenn die Produktion in t = 1 unterbro- chen wird, kann nur der Input aus t = 0 zurück gewonnen werden. Eine langfri- stige Investition erzielt also einen höheren Ertrag, als mehrere nacheinander folgende kurzfristige Investitionen.3

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die in t = 0 noch identischen Investoren erfahren dann in t = 1, als private In- formation, von welchem Typ Investor sie sind:

- Typ 1 erzielt ausschließlich durch Konsum in t = 1 Nutzen,
- Typ 2 hingegen erzielt nur einen Nutzen wenn er in t = 2 konsumiert.

Da beide Typen von Investoren risikoavers sind, können deren konkave Nut- zenfunktionen wie folgt dargestellt werden:4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ten Investition erhält, um sie dann zu seinem typenabhängigen Konsumzeit- punkt zu konsumieren. Wenn c 1 > 0 ist, dann hat der Typ 2 Investor einen Teil seines Investitionsprojektes bereits in t = 1 liquidiert, um es dann zu lagern und in t = 2 gemeinsam mit den Rückflüssen aus t = 2 zu konsumieren. Der Parame- ter q in Gleichung (2) beschreibt die Ungeduld des Investors vom Typ 2 und

liegt im Intervall ]1/ R,1].5

2.1 Das Grundmodell

Der Anteil der Investoren vom Typ 1 beträgt a C [0,1] an der Gesamtheit der Investoren und ist bereits in t = 0 jedem Investor bekannt. Somit ist a auch die Wahrscheinlichkeit mit der ein Investor zur Gruppe der Investoren vom Typ 1 gehört. Da die Investoren zum Zeitpunkt t = 0 noch nicht wissen zu welcher

Gruppe der Investoren sie zum Zeitpunkt t = 1 gehören und beide Typen risi- koavers sind, betrachten sie das Risiko, sich in t = 0 für die falsche Investition zu entscheiden (Typ 1 für eine Liquidation seines Investitionsprojektes in t = 2 oder Typ 2 für eine Liquidation in t = 1), als nachteilig und würden lieber ein für beide Möglichkeiten gleiches Konsumniveau erreichen. Um die in t = 0 pareto- effiziente Konsumallokation zu erreichen, muss der Erwartungsnutzen der In- vestoren in t = 0 maximiert werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Höhe des Erwartungsnutzens ist restriktiv, da der Konsum aus den Rück- flüssen der Produktion finanziert werden muss. Maximiert wird unter folgender Nebenbedingung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Gruppe der Typ 1 Investoren bekommt von jeder in t = 0 investierten Ein-

1 [ 1]

heit a c 1 Einheiten zum Zeitpunkt t = 1 zurück, d.h. es bleiben 1- a c 1

Einheiten

bis t = 2 in der Produktion, die der Gruppe der Typ 2 Investoren (die einen An-

teil von

[

(1- a) an der Gesamtheit der Investoren ausmacht) einen Rückfluss

1]

von 1- a c 1

R, für jede in t = 0 investierte Einheit, zum Zeitpunkt t = 2 garan-

tiert. Je höher der Investor vom Typ 1 seinen Konsum wählt, desto kleiner ist das Residuum für den Typ 2 Investor.

Die Optimalitätsbedingung erhält man mit Hilfe des Lagrange-Ansatzes:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

< R ergeben.6 Die pareto-effiziente Konsumallokation

kann jedoch nur in t = 0 erreicht werden, da zu diesem Zeitpunkt noch nie- mand weiß zu welchem Typ Investor er gehört und sich somit alle gegen das Risiko ein Investor vom Typ 1 zu sein absichern wollen. Zum Zeitpunkt t = 1 müssten bei einer pareto-effizienten Konsumallokation die Investoren vom Typ 2 freiwillig auf einen Teil ihres Konsums verzichten und diesen an die Inve- storen vom Typ 1 übertragen, was sehr unrealistisch ist und gegen eine pareto- effiziente Konsumallokation in t = 1 spricht.7

Der oben beschriebene optimale Versicherungsvertrag in t = 0, mit dem man sich gegen das Risiko in t = 1 ein Investor vom Typ 1 zu sein absichern kann, ist nicht auf dem Wertpapiermarkt erhältlich, da der Investorentyp in t = 1 nicht öffentlich verifizierbar ist und demnach die Wertpapiere nicht dem richtigen Investorentyp zugeordnet werden können.8 Durch die Einführung eines Finan- zintermediärs kann dieses Problem behoben werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Finanzintermediär, von dem wir im Folgenden ausgehen, hat unrealisti- scherweise keine Gewinnerzielungsabsichten und versucht eine effiziente Risi- koteilung zwischen den Investorentypen durchzuführen. Durch die Einführung eines Finanzintermediärs, im Rahmen dieses Modells, müssen die Investoren nicht mehr direkt in eine Technologie investieren, sondern können ihr Geld in

Eine Optimierung über den Wertpapiermarkt führt zu keiner Verbesserung, siehe: Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 212 – 214.

Form eines Depositenvertrags bei einem Finanzintermediär anlegen. Der Fi- nanzintermediär investiert sämtliche Einlagen der Sparer in die Produktions- technologie. Für jede Einheit die ein Sparer in t = 0 dem Finanzintermediär an- vertraut, kann er t = 1 mit einer Rückzahlung in Höhe von r 1 > 1 rechnen, solan- ge der Finanzintermediär solvent ist. In t = 2 wird das Investitionsresiduum li- quidiert und an die Sparer ausgezahlt, welche ihre Einlage noch nicht in t = 1 abgezogen haben.

Im Folgenden wird unter:

- Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten die Auszahlung pro Einheit der Deposite in t und unter

- f j der Anteil der Einlagen der vom Sparer j abgehoben wird, sowie unter
- f der Anteil der Einlagen der in t = 1 insgesamt abgezogen wird, verstan- den.

Der Finanzintermediär kann in t = 1 so lange den versprochenen Rückzahlungsbe-

trag von r 1 > 1 auszahlen, bis die gesamten Einlagen der Sparer aus t = 0 aufge- braucht sind:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Teil der Investitionen der nicht in t = 1 abgezogen wurde und der Ertrag aus der Produktion, kann in t = 2 auf die Sparer verteilt werden, die ihre Einlage noch nicht in t = 1 abgezogen haben:

{ R (1- r 1 f) †

V 2 (f, r 1) = max{

[

,0}. (10)

1- f J

Die Sparer die ihr Geld langfristig anlegen, d.h. erst in t = 2 abheben, sind dem Risiko ausgesetzt, dass sie einen geringeren Anteil ausbezahlt bekommen, wenn der Anteil f hoch ist und/oder die Höhe der Rückzahlung r 1 der Sparer die ihr Geld in t = 1 abheben dementsprechend hoch ist.9

Wenn weiterhin der Anteil a C [0,1] der Typ 1 Investoren in t = 0 bekannt ist,

kann der Finanzintermediär eine effiziente Risikoteilung zwischen den beiden Investorentypen durchführen. Die auf Seite 5 hergeleitete Optimalitätsbedin-

gung (8) ist dann erfüllt, wenn der Finanzintermediär in t = 1 den Rückzah-

1*

lungsbetrag so wählt dass r 1 = c 1

ist, also die Auszahlung dem optimalen Kon-

sum entspricht. Wenn dieser Depositenvertrag vom Finanzintermediär gewählt wird, dann werden alle Investoren vom Typ 1 in t = 1 ihre Einlagen abheben und daraus ergibt sich für den Rückzahlungsbetrag in t = 2 eine Auszahlung in Höhe von r = c 2 . Wenn sich alle Investoren gemäß ihres Typen verhalten, dann entspricht auch f = a und somit existiert ein Versicherungsvertrag, der bei In- formationsasymmetrie zw. Sparer und Finanzintermediär dazu führt, dass man sich gegen das Risiko schon frühzeitig seine Konsumbedürfnisse erfüllen zu müssen, versichern kann. Dieses Nash-Gleichgewicht, bei dem Depositenver- träge für die Sparer optimal sind, wird auch als „ good e quilib r ium “ bezeichnet.10 Es existiert jedoch ein zweites, nicht wünschenswertes Nash-Gleichgewicht (Bank Run), das im folgenden Kapitel genauer untersucht wird.11

2.3 Der Bank Run als Sunspot-Phänomen

Ein Bank Run wird im traditionellen Sinne als Su n spot -Phänomen (Sonnenflec- ken-Phänomen) beschrieben, wobei alle Sparer, wenn Sonnenflecken auftreten, von Panik getrieben zur Bank laufen und ihre Depositen abheben. Ein Bank Run stellt auch ein Nash-Gleichgewicht ( „ bad equilibrium“) dar, da es für jeden Sparer (Typ 1 und Typ 2) die beste Alternative ist, auch zur Bank zu rennen, wenn alle anderen rennen.12 Der Abzug der Einlagen kann eine Reaktion auf eine negative Ertragsentwicklung der Bank sein, auf einer negative Prognose der Regierung beruhen, oder wie in der Vergangenheit bereits beobachtet, ohne besonderen Anlass, allein durch sich verändernde Erwartungen der Anle- ger, die auf keinem konkreten Anlass beruhen, ausgelöst werden. Auch ein un- begründeter Vertrauensverlust kann Auslöser eines Bank Runs sein. Wenn kei- ne Sonnenflecken beobachtet werde können, geht man im Allgemeinen davon aus, dass allseitiger Optimismus herrscht und somit das effiziente Gleichge- wicht erreicht wird.13 Diamond und Dybvig modellieren den Bank Run als Su n -

spot -Phänomen. Ein Bank Run wird demnach ausschließlich durch die Unsi- cherheit über das Verhalten der anderen Anleger ausgelöst. Solange die Bank eine Rückzahlung von r 1 = 1 festlegt, besteht keine Bank Run-Gefahr, aber auch keine Möglichkeit sich gegenüber der isolierten Lösung14 zu verbessern. Wenn die Bank eine Rückzahlung von r 1 > 1 festlegt, dann besteht die Gefahr eines Bank Runs und es ist für jeden Anleger pareto-optimal, zur Bank zu laufen und seine Depositen abzuheben, da der Rückzahlungsbetrag in t = 1 größer ist als der Liquidationswert der Investition in die Produktionstechnologie eine Peri- ode später, also in t = 2.

2.4 Die Stabilisierungsmöglichkeiten eines Bank Runs

Da Banken und Bankensysteme schon seit ihren Anfängen immer wieder von Runs und Paniken15 heimgesucht wurden, hat man in der Vergangenheit Tech- niken und Mechanismen entwickelt um solche Krisen zu vermeiden.

In den folgenden drei Unterkapiteln werden verschiedene Möglichkeiten dar- gestellt, mit denen man sich gegen die Gefahr eines Bank Runs „theoretisch“ absichern kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die erste Möglichkeit, mit der man sich gegen die Gefahr eines Bank Runs absi- chern kann, ist die Aussetzung der Auszahlung (Suspension of Convertibility), un- ter der Annahme, dass sich alle Sparer rational verhalten. Die Bank muss eine

^

vertraglich gesicherte Sperrschwelle f

festlegen, ab der in t = 1 keine weiteren

Auszahlungen mehr getätigt werden und diese auch bekannt geben. Diese Sperrschwelle muss von der Bank so festgelegt werden, dass auf der einen Sei- te alle Sparer vom Typ 1 in t = 1 ihre Einlage abheben können und auf der an- deren Seite müssen die Sparer vom Typ 2 in t = 2 pro Sparer mindestens ge- nauso viel ausbezahlt bekommen, wie die Sparer vom Typ 1 pro Sparer in t = 1.

^

Daraus ergibt sich folgendes Werteintervall der Sperrschwelle f:

[...]


1 Vgl. Freixas/Parigi (2008), S. 6 – 7.

2 Vgl. Freixas/Parigi (2008), S. 6 – 7.

3 Vgl. Diamond/Dybvig (1983), S. 405.

4 Vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 209 - 210.

5 Vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 210.

6 Vgl. Diamond/Dybvig (1983), S. 406 – 407 und Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 210 – 212.

7 Vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 211 – 212.

8 Vgl. Diamond/Dybvig (1983), S. 407.

9 Vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 214 – 215.

10 Vgl. Diamond/Dybvig (1983), S. 408 – 409 und Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 215 – 216.

11 Abbildung 1 stellt die multiple Gleichgewichtssituation aus spieltheoretischer Sicht dar.

12 Vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 216.

13 Vgl. Gontermann (2003), S.185 - 186; Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 216 und Diamond/Dybvig (1983), S. 410.

14 Die isolierte Lösung beschreibt die Lösung ohne Finanzintermediär, siehe S. 2.

15 Von einer Bankenpanik spricht man, wenn sich ein Bank Run auf mehrere Geschäftsbanken überträgt. Diese Übertra- gung wird in der Fachliteratur als „Contagion Event“ bezeichnet. Allen und Gale (2000) haben zu diesem Thema ein Mo- dell basierend auf dem Modell von Diamond und Dybvig entwofen.

Details

Seiten
34
Jahr
2008
ISBN (Buch)
9783640159468
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v111718
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Finanzwissenschaften und monetäre Ökonomie
Note
1,7
Schlagworte
Bank Northern Rock Banking Networks Financial Stability

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