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Gründung eines Tochterunternehmens in der Tschechischen Republik

Wissenschaftliche Studie 2003 27 Seiten

BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

2 GRÜNDE FÜR EINE INVESTITION IN DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK
2.1 STANDORT UND UMWELT
2.1.1 Geographische Lage der Tschechischen Republik
2.1.2 Bevölkerung, Industriestandorte
2.1.3 Lebensstandard
2.2 MARKTUMFELD
2.2.1 Wirtschaftsstruktur
2.2.2 Außenwirtschaft
2.2.3 Handelsstruktur zwischen Deutschland und der CSSD
2.2.4 Direktinvestitionen
2.2.5 Finanzmarkt
2.2.6 Auslandsverschuldung
2.3 AUTOMOBILINDUSTRIE
2.3.1 Branchenanteile in der Tschechischen Republik
2.3.2 Übersicht zur Automoblilbranche im Jahr 2000/2001
2.3.3 Marktprofil

3 INVESTITION IN DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK
3.1 RECHTLICHE BESTIMMUNGEN ZUR GRÜNDUNG EINES UNTERNEHMENS
3.1.1 Unternehmensgründung und Erwerb durch Ausländer
3.1.2 Devisenrechtliche Bestimmungen, Kapitaltransfer
3.1.3 Niederlassungen ausländischer Unternehmen
3.1.4 Finanzierung von Investitionsvorhaben
3.1.5 Handelsregistereintragung und Gewerbeerlaubnis
3.1.6 Formalitäten bei der Firmengründung
3.2 STEUERRECHTLICHE BESTIMMUNGEN
3.2.1 Körperschaftssteuer
3.2.2 Zusätzliche Abschreibungsbeträge
3.2.3 Schachtelprivilegien für Gewinnausschüttungen
3.2.4 Quellensteuern
3.2.5 Doppelbesteuerungsabkommen
3.2.6 Indirekte Steuern
3.3 INVESTITIONSANREIZE
3.3.1 Investitionsanreize, Födermaßnahmen
3.3.2 Weitere Fördermaßnahmen

4 FAZIT / SCHLUßBETRACHTUNG

5 ANHANG
5.1 ABKÜRZUNGEN
5.2 LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS
5.2.1 Literaturverzeichnis
5.2.2 Gesetze, Verordnungen, Kommentare
5.2.3 Sonstige Quellen

Tabellenverzeichnis:

TABELLE 1 WIRTSCHAFTINDIKATOREN, 2001 (QUELLE: SIEHE [8], S. 30, COUNTRY DATA)

TABELLE 2 HANDEL DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK (QUELLE: SIEHE [8], S. 67: REFERENCE TABLES)

TABELLE 3 DER DEUTSCHE AUßENHANDEL MIT DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK (QUELLE: SIEHE [16], [8], [10])

TABELLE 4 AUSLANDSVERSCHULDUNG DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK (QUELLE: SIEHE [8], S. 69)

TABELLE 5 WARENANTEILE UND ENTWICKLUNG IN DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK 2000/2001 (QUELLE: SIEHE [1]) 11 TABELLE 6: VERGLEICH DER DOPPELBESTEUERUNG BEI NICHT-/VORHANDENER ÜBEREINKUNFT

TABELLE 7: MARKT TSCHECHIEN: CHANCEN UND RISIKEN

Abbildungsverzeichnis:

ABBILDUNG 1: LÄNDERRATING FÜR DIE JAHRE 2000/2001/2002 (QUELLE: SIEHE [6], S. 194)

ABBILDUNG 2 HERKUNFTSLÄNDER AUSLÄNDISCHER FDI IN DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK (QUELLE: [6], S. 200)

ABBILDUNG 3: ANTEILE DER WICHTIGSTEN BRANCHEN IM JAHR 2001 (QUELLE: CZECHINVEST)

ABBILDUNG 4: ENTWICKLUNG DER TSCHECHISCHEN AUTOMOBILINDUSTRIE (WIRTSCHAFTSMINISTERIUM TR, 2001) 12 ABBILDUNG 5: JAHRESGEHÄLTER FÜR INGENIEURE IN US-DOLLAR IM JAHR 2000 (QUELLE: [1] CZECHINVEST)

2 Gründe für eine Investition in der Tschechischen Republik

2.1 Standort und Umwelt

2.1.1 Geographische Lage der Tschechischen Republik

Die Tschechische Republik liegt im geographischen Zentrum Europas, nahegelegen zu den meisten wichtigen Wirtschaftszentren Westeuropas. Sie umfaßt eine Fläche von 78864 qkm. Die Republik besteht aus den Regionen Böhmen und Mähren. Die Topographie des Landes reicht von Agrarflächen über weitläufige, bewaldete Hügellandschaften bis zu Gebirgslandschaften.

2.1.2 Bevölkerung, Industriestandorte

„Das Land hat 10,3 Millionen Einwohner. Die Bevölkerungsdichte liegt ungefähr bei 130 Einwohnern pro Quadratkilometer, wobei die Mehrzahl der Menschen in Städten lebt. Die Hauptstadt Prag ist mit 1,2 Millionen Einwohnern bei weitem die größte Stadt“ (5.2.1 Literaturverzeichnis, siehe [7], S. 8).

Es gibt weitere Metropolen wie Brno, Ostrava, Plzen, Olomouc, Liberec und Hradec Kralove, die jeweils eine Einwohnerzahl von über 100.000 haben.

2.1.3 Lebensstandard

Märkte lassen sich anhand der Nachfragesituation einteilen in existente Nachfrage, latente Nachfrage und zukünftige Nachfrage. In der Tschechischen Republik herrscht in vielen Branchen eine latente Nachfrage in zahlreichen weiteren, eine existierende Nachfrage vor. Das heißt auf dem Land handelt es sich um einen Markt, der nicht ausreichend mit Produkten bedient wird. In den Ballungszentren wie Prag liegt wegen des besseren Lebensstandards eine existente Nachfrage vor.

„Die Lebenshaltungskosten sind in der Tschechischen Republik nach wie vor niedriger als in den meisten westeuropäischen Ländern, wobei die Preise mehr und mehr an das Preisniveau westeuropäischer Länder angepaßt werden. Der Einzelhandel expandiert sehr schnell in Prag, und so ist mittlerweile beinahe jedes vom Verbraucher nachgefragte Produkt erhältlich“ (5.2.1 Literaturverzeichnis, siehe [7], S. 8).

Die Kaufkraft für Produkte spiegelt sich im Pro-Kopf-Einkommen wider und ist ebenfalls ein Parameter für ein mögliches Marktpotential.

„Beim Lebensstandard liegt die Tschechische Republik im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen, der die Entwicklung anhand von Pro-Kopf-Einkommen, Lebenserwartung und Bildungsniveau mißt, vor den meisten mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten auf Platz 34. Die Einkommensverteilung in der Tschechischen Republik ist im Vergleich zu anderen Transformationsländern relativ gleichmäßig. Die tschechische Volkswirtschaft weist einen hohen Tertiärisierungsgrad (Anteil der Dienstleistungen am BIP) auf. Mit 53 % steuern Dienstleistungen den Großteil zum Volkseinkommen bei. Der Anteil der am BIP beträgt 38%.“ (5.2.1 Literaturverzeichnis, siehe [6], S. 195).

Weiterhin sind für Überlegungen zum Lebensstandard Überlegungen zum Arbeitsmarkt notwendig. Hier zeigt sich, daß sich die Arbeitslosigkeit in der Tschechischen Republik seit 1999 auf einem recht hohen Niveau zu stabilisieren scheint. „Fortgesetzt haben sich der seit 1994 zu beobachtende Trend des Arbeitsplatzabbaus in der Privatwirtschaft und der eines fast ununterbrochenen Ausbaus der Beschäftigung im öffentlichen Dienst“ (Literaturverzeichnis, siehe[6], S.197).

Bei allen Überlegungen zum Marktpotential in der Tschechischen Republik darf nicht der Unterschied der Kaufkraft zwischen Stadt und Land vernachlässigt werden. Dies ist unter anderem in den um etwa 50% höheren Gehältern in Prag widergespiegelt. Dies zeigt sich ebenso in den Unterschieden im Arbeitsmarkt. Während Prag eine Arbeitslosenquote von 4% hat, liegt die Arbeitslosenquote in den ländlichen Gebieten um ein Vielfaches höher.

2.2 Marktumfeld

2.2.1 Wirtschaftsstruktur

Die Tschechische Republik weist einen außergewöhnlich hohen Zustrom an ausländischen Direktinvestitionen auf. Die Attraktivität des Landes für ausländische Unternehmen ist allerdings zu einem guten Teil auch durch die geographische Nähe zum Euro-Raum bedingt. „Dies ist ein Vorteil, der mit dem fortschreitenden Ausbau der Transportinfrastruktur in Mittel- und Osteuropa zunehmend an Bedeutung verlieren wird.“ (5.2.1Literaturverzeichnis, siehe[6], S. 195)

Das rasante wirtschaftliche Wachstum zwischen 1995-1996 hat das GDP pro Kopf stark auf einen Wert von über 50% des EU Mittelwertes von 1996. Seitdem ist es weit über 10% gestiegen, bis ein Wert von 12.149 Mrd US$ im Jahr 2001 erreicht worden sind. Im Vergleich zu anderen Transformationsländern steht die Tschechische Republik gut da. Polen hat ein in der Summe größeres GDP, jedoch ist diese pro Kopf kleiner als bei der CSSD. Die Inflationsrate ist bei der CSSD kleiner als bei Polen. Deutlich zu erkennen sind jedoch die Unterschiede zu einem westlichen Land wie Deutschland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 Wirtschaftindikatoren, 2001 (Quelle: siehe [8], S. 30, Country Data)

„Der Anteil des Privatsektors am tschechischen BIP ist seit 1997 nicht mehr deutlich gestiegen. Im Jahr 2000 lag dieser Anteil bei 76%“ (5.2.1 Literaturverzeichnis, siehe[6], S. 195). In den folgenden Jahren 2001/2002 hat sich diese Entwicklung zwar nicht weiter fortgesetzt, jedoch gibt es weiterhin strukturelle Schwierigkeiten, die bei dem in Abbildung 1 gegebenen Länderrating zu erkennen sind. Dieses Rating stellt eine wirtschaftliche und politische Leistungsbewertung dar.

Länderrating Tschechische Republik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Länderrating für die Jahre 2000/2001/2002 (Quelle: siehe [6], S. 194)

2.2.2 Außenwirtschaft

Bei näherer Betrachtung der Außenwirtschaftsdaten (siehe Tabelle 2 Handel der Tschechischen Republik (Quelle: siehe [8], S. 67: Reference tables)) zeigt sich, daß der Anteil von hochwertigen Maschinen und Tranportausrüstungen an den tschechischen Exporten stetig gestiegen ist. In den letzten Jahren betrug er in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres bereits etwa 45 %. Für ein Transformationsland ein ungewöhnlich hoher Wert.

Ein großer Teil dieser Lieferungen von Maschinen hat seinen Ursprung in modernen Produktionsstätten, die mit Hilfe ausländischer Investoren entstanden sind (Anteile der ausländischen Investoren, siehe Abbildung 2). Diese arbeiten überwiegend oder manchmal sogar ausschließlich für den Export. Die Preiselastizität dieser höherwertigen Güter ist geringer als beispielsweise bei Textilien oder Rohstoffen. Diese Exporteure konnten in den Jahr 2000 und 2001 trotz gestiegenem Kc/Euro-Wechselkurs ihre Marktanteile auf den Märkten im Euro-Raum behaupten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Herkunftsländer ausländischer FDI in der Tschechischen Republik (Quelle: [6], S. 200)

Handels- und Leistungsbilanzdefizit dürften 2002 weiter wachsen, d.h. es ist keine Besserung der außenwirtschaftlichen Position der Tschechischen Republik in Sicht (siehe Tabelle 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 Handel der Tschechischen Republik (Quelle: siehe [8], S. 67: Reference tables)

Die tschechischen Warenimporte weisen in den Jahren 1999, 2000 ein stärkeres Wachstum als die Exporte auf. Zum Jahresende 2001 erreichten sie ein Volumen von 36,475 Mrd US$ (+11,8% gegenüber 2000, siehe Tabelle 2). Ein Großteil dieses Wachstum läßt sich, wie bei allen nicht Erdöl exportierenden Ländern, auf die gestiegenen Preise für Rohöl zurückführen. Der Anstieg der Import von Maschinen (+19%) vom bereits hohen Vorjahresniveau aus dürfte eine Konsequenz der kräftigen Investitionstätigkeit im Inland sein und sich daher im laufenden Jahr noch verstärken. Die Handelsbilanz beendete das vergangene Jahr mit einem Minus von 4,3 Mrd US$, was in Relation zum BIP stolzen 7,6% entspricht (siehe Tabelle 1). Das tschechische Leistungsbilanzdefizit pendelte sich in den Jahren 2000 und 2001 auf einem Wert von 4,8% des BIP ein (siehe Tabelle 1). Die Exporte stiegen im Jahr 2001 um 8% auf etwa 33,3 Mrd US$ (siehe Tabelle 2). Dabei dürfte sich positiv auswirken, daß die umfangreichen ausländischen Direktinvestitionen, die sehr häufig Investitionen zum Export sind einem Wachstum der tschechischen Exportindustrie gleichkommen.

2.2.3 Handelsstruktur zwischen Deutschland und der CSSD

Wie aus Abbildung 2 ersichtlich, nimmt Deutschland bei den FDI einen der vorderen Plätze ein. Auch als Handelspartner mit der Tschechischen Republik liegt Deutschland wie in Tabelle 3 dargestellt eine wichtige Position ein. Bei den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik handelt es sich im Wesentlichen um bilateralen Handel. Er hat sich auch im Jahr 2000 ungewöhnlich stark entwickelt. Die Einfuhren aus der Tschechischen Republik erreichten ein Volumen von 12,67 Mrd € (25,2 Mrd DM) und haben sich damit seit 1996 mehr als verdoppelt. „Der deutsch-tschechische Warenverkehr war im bisherigen Verlauf 2002 stark rückläufig. Im Zeitraum Januar bis März 2002 nahm das Volumen der Importe aus Deutschland gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres in jeweiligen Preisen um 20,5% ab. Gleichzeitig schrumpften die Exporte nach Deutschland“ (Quelle: siehe [10] bfai, S.47)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3 Der deutsche Außenhandel mit der Tschechischen Republik (Quelle: siehe [16], [8], [10])

Wie mit allen Handelspartnern haben auch im Handel mit der Tschechischen Republik Enderzeugnisse den größten Anteil an den deutschen Ausfuhren. Im Jahr 2000 lag ihr Anteil bei 73%. Unter der Kategorie Endprodukte finden sich alle wichtigen deutschen Exportprodukte im Handel mit der Tschechischen Republik.

2.2.4 Direktinvestitionen

Strategische Partnerschaften aus dem Ausland sind inzwischen mehr als erwünscht, weil die noch ausstehenden Privatisierungsprojekte nicht mit inländischem Kapital finanzierbar sind.

In diesem Zusammenhang schlagen sich die Anstrengungen der tschechischen Regierung zur Verbesserung der Investitionsrahmenbedingungen in einem höheren Volumen ausländischer Direktinvestitionen nieder (siehe Abbildung 2 Herkunftsländer ausländischer FDI in der Tschechischen Republik). Während vor wenigen Jahren ausländische Direktinvestitionen vor allem daraufhin untersucht wurden, ob sie im nationalen Interesse liegen, hat sich die Einstellung inzwischen deutlich gewandelt.

Nachdem inzwischen zwei Drittel aller Exporte von Fertigwaren aus der Produktion ausländischer Unternehmen stammen, hat sich im Land die Überzeugung durchgesetzt, daß der Aufbau der international wettbewerbsfähigen tschechischen Exportindustrie vor allem ausländischen Investoren zu verdanken ist. „Nach Angaben der staatlichen Investitionsförderagentur brachten ausländische Firmen in den ersten Quartalen 2000 rund 2,7 Mrd US$ in die Tschechische Republik. Davon wurden rund 17% in die Finanzbranche investiert.

Weitere 12% gingen in die Automobilindustrie und 16% in Immobilien. Die tschechische Nationalbank, deren Zahlen zu Direktinvestionen anders ermittelt werden, gibt die Höhen ausländischen Investitionen im Jahr 2000 mit 4,6 Mrd US$ an. In Prozent des BIP ausgedrückt, zeigt sich, daß die Tschechische Republik in letzter Zeit mehr neue Investitionen anzuziehen vermag als andere Transformationsländer wie Polen, Ungarn oder die Slowakei“ (5.2.1 Literaturverzeichnis, siehe [6], S. 200).

„Die Tschechische Republik verzeichnete 2001 einen Zufluß ausländischer Direktinvestitionen in neuer Rekordhöhe. Nach Angaben der Tschechischen Nationalbank (CNB) erreichten die Auslandsinvestitionen 4.916 Mio. US$“ (Quelle: 5.2.1 Literaturverzeichnis, siehe [10], S. 12).

2.2.5 Finanzmarkt

Die derzeit geringe Attraktivität des tschechischen Aktienmarkts sieht man am Rückzug der ABN Amro Bank, die bislang als „Market Maker“ am Prager Markt aktiv war. Während im Euro-Raum und den USA in den Jahren 1999/2000 enorme Kurssteigerungen zu verzeichnen waren, hat sich der Prager Aktienmarkt (Aktienindex PX-50) unter dem Wert von 1995 eingependelt.

Als Marktmacher hat ABN Amro bislang Kauf- und Verkaufskurse von Wertpapieren gestellt und so die Liquidität des Marktes gewährleistet.

„Die Marktkapitalisierung am Prager Markt ist rückläufig. Die Tagesumsätze sind inzwischen auf Werte zwischen 11 und 20 Mio Euro am Tag gesunken und liegen damit nur noch bei einem Bruchteil dessen, was am Warschauer Markt umgesetzt wird. Auf Grund des Rückzugs vieler Unternehmen von der Börse gibt es immer weniger interessante Titel, so daß Ceske Telecom – der einzig wirkliche Blue- Chip-Wert – oft über die Hälfte des Tagesumsatzes ausmacht. Der Prager Börse fehlt es zudem an Nachwuchs; seit 1997 gab es keinen Börsengang einen jungen Unternehmens mehr“ (Literaturverzeichnis, siehe [6], S. 198).

2.2.6 Auslandsverschuldung

Die tschechische Auslandsverschuldung bleibt moderat und wird bis in absehbare Zukunft kein Problem für das Land darstellen (siehe Tabelle 4).

Der Schuldenstand betrug Ende 2001 rund 24,2 Mrd US$, was 43% des BIP entspricht. Die kurzfristige Verschuldung ist weit von einem kritischen Niveau entfernt. Ende 2002 dürfte die Auslandsverschuldung deshalb einen vorläufigen Höchststand erreicht haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4 Auslandsverschuldung der Tschechischen Republik (Quelle: siehe [8], S. 69)

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Details

Seiten
27
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640137411
ISBN (Buch)
9783640137480
Dateigröße
713 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v113187
Institution / Hochschule
Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg; Standort Reutlingen
Note
1,3
Schlagworte
Gründung Tochterunternehmens Tschechischen Republik Internationales Marketing

Autor

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