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Der Venture Capital Markt - Thesenpapier

Essay 2002 8 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Venture Capital: Begriff und Funktionsweise

2. Worin besteht der Unterschied zu einem Bankkredit?

3. Kriterien und Ablauf einer VC-Beteiligung

4. Interessenkonflikte und Exit-Strategien

5. Die Situation in Deutschland

6. Auswahl der VC-Gesellschaft und Fördermittel

7. Beteiligte Personen und Institutionen

8. Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

9. Quelle

1. Venture Capital: Begriff und Funktionsweise

Venture Capital (VC) wurde im Deutschen häufig mit „Risikokapital“ übersetzt. Zunehmend setzt sich jedoch die Bezeichnung „Wagnis- oder Chancenkapital“ durch, um diese Finanzierungsform nicht mit Spekulationsgeschäften oder sonstigen „Risiko“-geschäften in Verbindung zu bringen. Der Begriff "Venture Capital" wird häufig auch - den internationalen Gepflogenheiten folgend - ganz allgemein für Beteiligungskapital verwendet. Der Grundgedanke des Venture Capital besteht darin, daß Unternehmen in bestimmten Situationen klassischerweise einen hohen Bedarf an Kapital haben, diesen jedoch mit den herkömmlichen Finanzierungsformen nicht decken können. Insbesondere fehlen häufig gerade jungen Unternehmen die für eine Finanzierung mit Fremdkapital erforderlichen Sicherheiten. Gleichzeitig sind die Unternehmensgründer in der Anfangsphase noch nicht in der Lage, ausreichendes Eigenkapital bereitzustellen. Diese Finanzierungsschwierigkeiten haben in der Vergangenheit nicht selten dazu geführt, daß aussichtsreiche Produkte oder Geschäftsideen nicht bis zur Marktreife und zum wirtschaftlichen Erfolg geführt werden konnten, da eine ausreichende Finanzierung nicht zustande kam.

Hier setzt die Venture Capital-Finanzierung an: ein Investor/Anleger („Venture Capitalist“) beteiligt sich an einem derartigen Unternehmen in der Regel nur auf Zeit, er führt dem Unternehmen also Eigenkapital zu und stellt so die für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens/ des Produktes erforderlichen Finanzmittel bereit. Klassisches Beispiel hierfür ist etwa ein kleines Unternehmen auf dem Software- oder Biotechnologiebereich, das eine aussichtsreiche Geschäftsidee oder ein erfolgversprechendes Produkt (etwa ein Computerprogramm) entwickelt hat, das jedoch für die internationale Vermarktung des Produktes zunächst einmal Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe tätigen muß. Wird einem solchen Unternehmen im Wege des Venture Capital die erforderliche Investitionssumme zur Verfügung gestellt, so kann das betreffende Produkt in kurzer Zeit zur Marktreife gebracht und international zum Erfolg geführt werden. Damit verbunden ist im Erfolgsfall ein erhebliches Umsatzwachstum des Unternehmens und eine entsprechende Gewinnentwicklung, so daß sowohl die ursprünglichen Unternehmensgründer als auch der Venture Capitalist als Geldgeber vom Erfolg des gemeinsamen Produktes / Unternehmens profitieren.

2. Worin besteht der Unterschied zu einem Bankkredit?

Ein Bankkredit gilt als Fremdkapital, für das der Unternehmer Sicherheiten bieten muss. Auch muss der Jungunternehmer das aufgenommene Geld mit Zins und Tilgung zu fest vereinbarten Konditionen und Terminen zurückzahlen. Demgegenüber stellt Venture-Capital Eigenkapital dar, so dass keine Rückzahlungsverpflichtung besteht. Als Gegenwert für die Investition ist der Kapitalgeber am Unternehmen beteiligt. Er partizipiert am laufenden Gewinn und an der Wertsteigerung des Unternehmens, ist dafür aber auch am Risiko beteiligt. Dafür erhalten die Kapitalgeber ein gewisses Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen, etwa bei großen Investitionen oder der Besetzung von Geschäftsführerposten.

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Details

Seiten
8
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638175319
Dateigröße
349 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v11349
Institution / Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel – MBA Vertriebsmanagement
Note
1,7
Schlagworte
Venture Capital Strat-up Finanzierung

Autor

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Titel: Der Venture Capital Markt - Thesenpapier