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Organisation von Investition und Finanzierung / Betrachtung der veränderten Gesamtkapitalrendite

Hausarbeit 2002 37 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Die Projektarbeit
1.2 Das Unternehmen

2 Betrachtung der Ist-Situation
2.1 Analyse der Rentabilität
2.1.1 Bilanz
2.1.2 Gewinn- und Verlustrechnung
2.1.3 Rentabilitätsrechnungen

3 Investitionsentscheidungsprozess
3.1 Auswahl des Investitionsobjektes
3.1.1 Statische Investitionsrechnungen
3.1.2 Dynamische Investitionsrechnungen

4 Finanzierungsentscheidung
4.1 Finanzierungsarten
4.1.1 Formen der Innenfinanzierung
4.1.2 Formen der Außenfinanzierung
4.2 Finanzierungsauswahl

5 Betrachtung der erwarteten Soll-Situation
5.1 Analyse der veränderten Rentabilität
5.1.1 Bilanz
5.1.2 Gewinn- und Verlustrechnung
5.1.3 Rentabilitätsrechnungen

6 Bewertung der Gesamtkapitalrendite

7 Literaturverzeichnis

8 Abkürzungsverzeichnis

9 Tabellenverzeichnis

10 Eidesstattliche Erklärung

1 Einleitung

1.1 Die Projektarbeit

In den Ausführungen dieser Projektarbeit soll am Beispiel der Fa. Muster GmbH die Organisation von Investition und Finanzierung für ein neues Produkt, im Zusammenhang mit dem Kauf einer neuen Maschine, aufgezeigt werden. Sie besteht im wesentlichen aus drei Teilen:

- Investitionsentscheidungsprozess
- Finanzierungsentscheidung
- und Auswertung

der geplanten Investition im Zusammenhang mit den veränderten Rentabilitätsfaktoren des Unternehmens.

Es wird in Zukunft von einer nachhaltigen soliden Ertragslage der Unternehmen abhängig sein, zu welchen Konditionen Bankkredite vergeben werden („Basel II“). Durch Stärkung der Gesamtrentabilität und höhere Gewinne wird das Überleben im globalen Wettbewerb wesentlich gefestigt. Die notwendigen Finanzmittel – ob als Eigen- oder Fremdkapital – müssen so effektiv wie irgend möglich in diesen Prozess eingeplant werden. Dadurch erhält der Investitionsentscheidungsprozess und der Finanzierungsplan einer bevorstehenden Investition einen immer größeren Stellenwert im betriebswirtschaftlichen Wertesystem.

Ein Spannungsfeld dieser Entwicklung ist allerdings, dass immer mehr Firmen vordergründig nur diesen Gedanken (Shareholder-Value) verfolgen und ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung vernachlässigen. Dabei steht außer Frage, dass eine gesunde und solide Firma ihren Arbeitnehmern eine höhere soziale Sicherheit bieten kann.

Die Entwicklung der Wirtschaft, speziell in den letzten Monaten, ist geprägt durch die Abschwächung der Konjunktur. Die Prognosen zum Wachstum wurden deutlich nach unten korrigiert und entsprechen teilweise nur noch einem sogenannten Nullwachstum. Dies bedeutet in der Regel einen Umsatzrückgang. Daher ist das Unternehmen Muster GmbH aufgefordert, sich der veränderten Wirtschaftslage zu stellen![1]

1.2 Das Unternehmen

Die Fa. Muster GmbH ist Hersteller von Bauteilen für klimatechnische Anlagen. Das mittelständige Unternehmen kann auf eine 25-jährige Branchenerfahrung zurückblicken. In dieser Zeit fand eine Spezialisierung auf die Fertigung von rechteckigen Luftleitsystemen statt. Die Produkte verbinden Klimageräte mit den zu versorgenden Räumen. Das Unternehmen konnte in der Vergangenheit von der überdurchschnittlich guten Auftragslage und den bis zu zweistelligen Wachstumsraten in der Baubranche profitieren.

Die Kundenstruktur besteht aus zwei Hauptgruppen. Kleinere Heizungs-, Klima-, Lüftungsfirmen mit einem Jahresumsatz bis 10.000,00 € beziehen die Produkte über den Fachgroßhandel. Die Firmen mit einem Jahresumsatz über 10.000,00 € werden direkt beliefert und durch die eigene Außendienstabteilung betreut, welche gleichzeitig die Akquisition von Neukunden betreibt. Eine in Auftrag gegebene Produktbedarfsanalyse der Marketingabteilung konnte ein Produkt ermitteln, welches sich hervorragend in die bestehende Produktpalette einreihen würde. Auf dem bestehenden Betriebsgelände sind alle notwendigen Voraussetzungen zur Errichtung einer neuen Produktionslinie gegeben. Die Beschaffung der dafür notwendigen Produktionsmaschine liegt in der Verantwortung der Abteilung Einkauf. Es ist nun zu prüfen, ob sich eine Investition in das neue Produkt lohnt und wie weit sich die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen durch die Erweiterungsinvestition verändern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Betrachtung der Ist-Situation

2.1 Analyse der Rentabilität

Die Fa. Muster GmbH kann folgende Daten zum 31.12.XX vorweisen:

2.1.1 Bilanz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.2 Gewinn- und Verlustrechnung (vom 01.01. XX - 31.012.XX)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3 Rentabilitätsrechnungen

Die Rentabilitätskennzahlen setzen Ergebnisgrößen (z.B. Gewinn) ins Verhältnis zu einer Kapital- oder Vermögensgröße (z.B. Umsatz). Um eine objektive Vergleichbarkeit der errechneten Rendite zu erreichen, wird in den verschiedenen Formeln mit dem Gewinn vor Steuer gerechnet.

Man kann unterscheiden zwischen der:

- Umsatzrentabilität
- Eigenkapitalrentabilität
- Gesamtrentabilität

- Umsatzrentabilitätsrechnung

Die Umsatzrentabilität (netto) setzt den Gewinn einer Periode mit dem Umsatz in ein Verhältnis. Sie wird auch als Gewinnmarge bezeichnet. Deshalb kann man mit dieser Kennzahl Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung vergleichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Umsatzrentabilität (brutto) setzt den Gewinn einer Periode mit dem Umsatz dieser zuzüglich Fremdkapitalzinsen in ein Verhältnis.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Eigenkapitalrentabilitätsrechnung

Die Eigenkapitalrentabilität setzt den Gewinn einer Periode mit dem Eigenkapital dieser in ein Verhältnis.

Da die Gesellschafter im Verlustfall von den Fremdkapitalgebern in Haftung genommen werden und das Risiko eines Unternehmens, Teilverluste (z.B. Forderungsausfall) zu realisieren gegenwärtig ist, sollte die

berechnete Rendite inkl. eines Risikoaufschlages

- höher sein als die Verzinsung des zur Verfügung gestellten Fremdkapitals und
- mindestens so hoch sein, wie beim Einsatz von Eigenkapital in eine andere Unternehmung mit gleichem Risiko

Werden die Kriterien nicht erfüllt und können z.B. durch Marktveränderungen nicht mehr erreicht werden, lohnen sich die Überlegungen, das Eigenkapital aus den Unternehmen abzuziehen und am Kapitalmarkt neu zu investieren.

Diese Erkenntnis ist oft sehr schwer einzugestehen, besonders dann, wenn ein „Lebenswerk“ damit verbunden ist. Ohne entsprechende Maßnahmen wird das Unternehmen auf lange oder kurze Sicht jedoch nicht mehr am Markt bestehen können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität setzt den Gewinn zuzüglich der Fremdkapitalzinsen einer Periode mit dem Gesamtkapital dieser in ein Verhältnis. Daraus erkennt man, wie hoch der relative Ertrag ist, den das gebundene Kapital im ganzen Unternehmen erwirtschaftet. Bei der Investition muss errechnet werden, ob die zu erwartende Rendite größer ist als die Gesamtrendite des Unternehmens, nur dann ist diese sinnvoll.

Da die Kennzahl eine finanzierungsunabhängige Größe ist kann man sie für Betriebsvergleiche verwenden.

3 Investitionsentscheidungsprozess

3.1 Auswahl des Investitionsobjektes

Der Investitionsentscheidungsprozess kann in fünf Phasen eingeteilt werden:

- Anregungsphase
- Suchphase
- Entscheidungsphase
- Realisierungsphase
- Controllingphase

Die Anregungsphase kann auf unterschiedliche Impulse zurückgeführt werden:

- Unternehmensinterne Anregung ( z.B. Verbesserungsvorschläge durch Mitarbeiter)
- Unternehmensexterne Anregung (z.B. veränderte Marktsituation)

In der Suchphase werden die investitionsentscheidenden Bewertungskriterien und Begrenzungsfaktoren zusammengetragen und präzisiert. Es können auch mögliche Investitionsalternativen gesucht werden. Die Investitionsentscheidung wird aber noch nicht getroffen.

Während der Entscheidungsphase wird aus den Investitionsprodukten, die in der Suchphase gefunden worden sind, anhand der quantitativen Bewertungskriterien (z.B. Kosten, Rentabilität, Gewinn, Amortisierungszeitraum) und mit den qualitativen Bewertungskriterien (z.B. technische, rechtliche, oder soziale Bewertungskriterien) eine Rangfolge ermittelt. Es wird das optimale Investitionsobjekt bestimmt.

Die Durchführung der Investition findet in der Realisierungsphase statt .

Im Verlauf der Controllingphase werden die Durchführungsergebnisse (Ist-Werte) mit den Werten der Entscheidungsphase (Soll-Werte) verglichen. Treten nach einem Soll – Ist – Vergleich Abweichungen auf, werden diese analysiert und die entsprechenden Korrekturen vorgenommen.

[...]


[1] Vgl. MM Das Industriemagazin, 34/2002

Details

Seiten
37
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638175425
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v11363
Note
1,0
Schlagworte
Organisation Investition Finanzierung Betrachtung Gesamtkapitalrendite

Autor

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