Lade Inhalt...

Didaktik - Vergleich von drei Konzepten

Seminararbeit 2007 13 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung Didaktik

3. Unterschiedliche Ansätze
3.1. Kompetenzorientierung
3.2. Bildungstheoretischer Ansatz
3.3. Selbstgesteuertes Lernen

4. Vergleichendes Fazit

5. Literatur

1. Einleitung

In Seminar erfuhr ich erstmals etwas über den Schwerpunkt Erwachsenenbildung, im Speziellen über Didaktik in der Erwachsenenbildung. Deshalb waren mir die im Seminar vorgestellten, aber auch das selbst zu entwickelnde Praxisbeispiel zum kompetenzorientierten Lernen wichtig und zum Verständnis der Thematik eine große Hilfe. Zu Beginn wurden wir mit dem Begriff der Didaktik und seinen unterschiedlichen Auslegungen vertraut gemacht. Außerdem wurden uns im Seminar drei unterschiedliche Konzepte des Lernens Erwachsener vorgestellt.

Es lag mir vor allem am Herzen, in dieser Hausarbeit soviel wie möglich von dem im Seminar Erlernten nochmals aufzugreifen, nochmals zu reflektieren und neu zu verarbeiten. Diese Arbeit beginnt mit einer Begriffsbestimmung der Didaktik und stellt das didaktische Dreieck vor. Danach werden die drei Konzepte, Kompetenzorientierung, Bildungstheorie und selbstgesteuertes Lernen vorgestellt. Diese sollen dann mit Hilfe der Eckpfeiler des didaktischen Dreiecks strukturiert werden um später anhand festgelegter Kriterien miteinander verglichen zu werden. Diese Kriterien sind das Menschenbild, welches jedem Konzept zugrunde liegt, der Inhalt und das jeweilige Ziel.

2. Begriffsklärung Didaktik

Didaktik als Begriff hat seinen Ursprung im Griechischen. Didaskein heißt auf deutsch Lehre. Mit Lehre ist allerdings nicht nur die enge Sicht des Lehrens im Unterricht gemeint, sondern jegliches Erklären und jede Vermittlung von Wissen (vgl. Siebert 1996, S.2).

Nach dieser allgemein gehaltenen Erklärung sollte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass keine einheitliche Definition der Didaktik existiert. Jeder der sich mit diesem Begriff beschäftigt hat, hat dem Begriff eine andere Bedeutung zugeschrieben. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Definitionsansätze, welche im Seminar behandelt wurden näher erläutert.

Chronologisch betrachtet stammt der erste Definitionsversuch aus dem Jahre 1657. Diese Beschreibung der Didaktik meint eine Art und Weise des Unterrichtens, „...bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüle dennoch mehr lernen...“ (Comenius 1657, zit .n. edb, S. 5). Ein Ziel dieser Didaktik ist es die Schule zu einem fruchtbaren Boden zu machen, auf welchem Entwicklung und Wissensaneignung möglich sind. Allerdings ist es nicht Aufgabe, irgendwie Wissensvermittlung zu betreiben, sondern in Freiheit und mit Freude. Ein weiterer Gedanke Comenius ist die Miteinbeziehung eines religiösen Aspektes in die Didaktik. Ziel der Didaktik soll dieses sein, „...Licht, Ordnung, Friede und Ruhe“ (Comenius 1657) in das Christentum hineinzutragen.

Eine andere Beschreibung der Didaktik ist die „Theorie der Bildungsinhalte und -werte“ (Klafki 1964a, S.25). Diese ergibt sich aus einer thematischen Verschiebung in der pädagogischen Diskussion. In der Zeit der Reformpädagogik lag der Fokus auf der methodischen Gestaltung des Unterrichts. Die neue Didaktik beschäftigt sich dagegen mit dem Inhalt des Unterrichts. Welche Inhalte sollten in welchem Kontext vermittelt werden (vgl. Klafki 1964a, S. 25f).

Eine andere Sichtweise ist, dass es bei der Didaktik um die wirksame Vermittlung zwischen Subjekt und Objekt. Diese Vermittlung zwischen dem Lernendem und dem Lerngegenstand ist das Lernen. Dieses muss von Lehrenden durch geplante Strategien unterstützt werden (vgl. Meueler 1999, S.678).

Didaktik wird auch als Spannungsverhältnis „...zwischen der Sachlogik des Inhalts und der Psychologik des/ der Lernenden.“ (Siebert 1996, S.2) beschrieben. Darunter versteht man die Wechselbeziehung zwischen dem Inhalt und der Struktur der zu vermittelnden Thematik und die individuelle Struktur jedes Lernenden, welche nicht vernachlässigt werden darf. Der Lehrende muss einerseits das Thema beherrschen, sich überlegen, wie er es sinnvoll eingrenzen kann. Andererseits, und darauf hat er nur begrenzt Einfluss, hat er meist ganz unterschiedliche Lernende, welche alle aufgrund ihrer Erfahrung und Begabung, Motivation und Befindlichkeit andere Wege der Wissensaneignung haben. Zentrales Thema ist in den Ausführungen Sieberts die Vorbereitung. Vorbereitung ist in diesem Kontext als erste Dimension didaktischen Planens genannt. Es muss genau durchdacht werden, welche Inhalte wie vermittelt werden sollen und welche Lernziele verfolgt werden. In der zweiten Dimension geht es um Alternativen. Da man oft vor Beginn der Veranstaltung nicht weiß wer diese besucht, ist es nicht möglich einzuschätzen ob und in welchem Maße Vorkenntnisse vorhanden sind. Auch sind die unterschiedlichen Lernstile der Teilnehmer nicht kalkulierbar. Unter diesen Umständen ist es unerlässlich, sich flexibel auf die Adressaten einzulassen und gegebenenfalls von seiner Planung abzuweichen. Die dritte Dimension beschreibt Unvorhergesehenes. Es kann passieren, dass unvorhergesehene Rückfragen gestellt werden oder dass ein technisches Gerät ausfällt (vgl. Siebert 1996, S.2ff).

„Didaktik ist die Reflexion der Entwürfe von Interventionsstrategien. (...)“ (Faulstich/ Zeuner 1999, S.50) Dieser Ansatz verweist ausdrücklich darauf, dass es nicht genug ist, sich mit der Vorbereitung und der Durchführung von Veranstaltungen zu befassen. Es steht klar im Zentrum, wie der Lernende beim Lernprozess unterstützt werden kann. Es soll keine bloße Wissensvermittlung betrieben werden, sondern dem Lernenden die Möglichkeit geboten werden, den Lerngegenstand in seinen Bedeutungszusammenhang zu integrieren (vgl. edb, S.47ff).

Dieses Verständnis von Didaktik wird den weiteren Ausführungen zugrunde gelegt.

[...]

Details

Seiten
13
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640174706
ISBN (Buch)
9783640174997
Dateigröße
392 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v115438
Institution / Hochschule
Universität Hamburg – Erziehungswissenschaft
Schlagworte
Didaktik Vergleich Konzepten Lernvermitteln Wissensverwendung Erwachsenenbildung

Autor

Zurück

Titel: Didaktik - Vergleich von drei Konzepten