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Ziele, Motive, Risiken und Chancen zur Internationalisierung für Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU)

Hausarbeit 2006 14 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mittelstand steht vor neuen Herausforderungen und Möglichkeiten

3 Internationalisierung der KMU
3.1 Gründe und Ziele der Internationalisierung
3.2 Chancen und Motive der Internationalisierung
3.3 Risiken und Hemmnisse der Internationalisierung für KMU

4 Der ideale Standort
4.1 Standort Osteuropa
4.2 Standort China

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Internationalisierung der einzelnen Geschäftsbereiche klein- und mittelständischer Unternehmen ist eine der wichtigsten Aufgaben, vor die sich diese Unternehmungen heutzutage gestellt sehen. Das betrifft nicht nur Unternehmungen in Deutschland, sondern umfasst Unternehmungen weltweit.

Speziell Unternehmen deren Kernmärkte im Inland gesättigt sind, sehen sich gezwungen, neue Absatzmärkte zu erschließen. Ergän­zend kann man sagen, dass in den letzten Jahren der Welthandel stetig stärker expandiert als die Weltproduktion .

Die allgemeine Deregulierung im Welthandel, die Harmonisierung von Standards sowie die Erweiterung des europäischen Binnen­marktes stellen neue Herausforderungen an die Wettbewerbs­fähigkeit von Klein- und Mittelständischen Unter­nehmen (KMU). Es ist also auch für KMU von besonderer Bedeutung ihre Wert­schöp­fungskette durch eine Internationalisierung des Unternehmens zu verbessern, die Marktstrategien auszubauen und langfristig an­zulegen.[1] Zur Erschließung neuer Absatzmärkte und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit existieren unterschiedliche Internationa­lisierungsformen. Die Unternehmen müssen die für sie geeignete Form selbst finden; dabei spielt die Größe und Organisationsstruktur eine entscheidende Rolle. Eine Möglichkeit diesen Herausfor­derungen zu begegnen bietet das „Joint-Venture“ den deutschen KMU.[2]

Durch die rapiden Veränderung des wirtschaftlichen Umfelds, Ver­kürzung der Innovationszyklen in Industrie, schnellere technische Überholung bestehender Produkte und die Dynamik des Marktes, sind die Unternehmen gezwungen, neue Strategien zu entwickeln, um ihre jeweiligen Marktposition zu halten. Hier gibt es 4 Ent­wicklungen welche vor allem die mittelständischen Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen:

Deregulierung: durch Öffnung des deutschen Marktes drängen immer mehr ausländische Wettbewerber in die Kernmärkte der deutschen mittelständischen Unternehmen ein.

Globalisierung: Große Wettbewerbsunternehmen expandieren in neue Märkte in anderen Ländern und zwingen somit die KMU es ihnen gleich zu tun. Damit sehen sich diese einem hohen Druck ausgesetzt um ihre Kunden weltweit zu bedienen.

Generationswechsel: Ein Großteil von Inhabern und Beirats- bzw. Aufsichtsratsmitgliedern mittelständischer Unternehmen sind bis zum Kalenderjahr 2004 ausgeschieden. In Zahlen ausgedrückt handelt es sich bis einschließlich 2005 um ca. 32.000 Unternehmen, welche aus Altersgründen übertragen werden müssen.[3]

Finanzierungsengpässe: Bei der Fremdfinanzierung werden an die Unternehmen von Seiten der Kreditinstitute hohe Anforderungen gestellt. Gleichzeitig ziehen sich diese zunehmend aus der Kredit­finanzierung zurück. Hinzu kommt, dass durch Zinsan­hebungen und die Rating‑Verfahren erhöhte Kosten für KMU ergeben. Diese stehen dem Thema Fremdfinanzierung mit Vorbehalten entgegen, da sie hiermit Beschneidungen in ihrer Entscheidungsfreiheit und Hand­lungsfreiheit eingehen müssen, andererseits aber auf Fremdkapital angewiesen sind, weil die zusätzlichen Aufgaben welche durch Per­sonal, Restrukturierung und Dependenzen im Ausland entstehen zu bedienen haben.

2 Mittelstand steht vor neuen Herausforderungen und Möglichkeiten

Der fortschreitende Globalisierungsprozess auf den Märkten und des daraus sich ergebende Wettbewerbs schaffen neue Herausfor­derungen, denen sich jedes Unternehmen stellen muss.[4] Auf der einen Seite bietet die Globalisierung von Märkten den Unternehmen die Möglichkeit zusätzliches Potenzial, wie Know how, neue Tech­nologien und Abwicklungsprozesse zu erarbeiten und zu ent­wickeln. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass mit der Globalisierung Risiken und Gefahren einhergehen. Diese werden durch die jeweilige Landeskultur, die anderen Marktgegebenheiten oder spezielle Kunden­präferenzen verursacht. Ohne Zweifel berührt die Glo­balisierung nicht mehr nur das strategische und operative Verhalten der Großunternehmen, sondern seit den achtziger, neunziger Jahren und verstärkt im letzten Jahrzehnt sowohl die kleinen als auch mit­tleren Unternehmen.[5]

Die KMU sind durch die Globalisierung, die Sättigung von Kern­märkten, den wachsenden Kostendruck auf heimischen und aus­ländischen Märkten sowie die ständig wachsende technische Kom­plexität industrieller Produkte bei gleichzeitiger Verkürzung der In­novationszyklen mit immer größerem Konkurrenzdruck konfrontiert. Dadurch werden sie gezwungen, die vorhandenen Wettbewerbs-vorteile zu sichern und auszubauen. Die Erschließung der Auslands­märkte (Internationalisierung) scheint ein geeignetes Mittel dafür zu sein. Die Unternehmen können durch eine erfolgreiche Präsenz in einem weiteren Markt vom erweiterten Einkommen oder von Syner­gie­effekten profitieren.[6] Neue Möglichkeiten zur Internationalisierung werden den KMU durch EU-Erweiterung bzw. Öffnung der osteuro­päischen Märkte geboten .[7] Aber nicht nur die Erweiterung in der EU spielt heute für die Unternehmen eine entscheidende Rolle in der Ausweitung ihrer Märkte und Möglichkeiten, auch die immer mehr und mehr lockenden Asienstaaten kommen in die engere Auswahl für KMU um sich dort zu etablieren.[8][9]

01. September 2004 „Zitat“

“Deutsche Unternehmen werden trotz der Öffnung Osteuropas und eines angespannten Wirtschaftsklimas in Deutsch­land weiter kräftig in China investieren. In den kommenden sechs Jahren werden deutsche Konzerne mindestens 10 Milliarden Euro nach China fließen lassen. Zugleich aber müssen viele der Auslands­investoren länger auf Gewinne aus dem Reich der Mitte warten.“ Insbesondere auf den Rückfluss der investierten Mittel kön­nen KMU wegen ihre Kapitalschwäche nicht warten, es sie denn, die Unter­nehmen hätten finanzstarke Partner.

[...]


[1] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) S XVIII-Einführung-

[2] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) Seite 180

[3] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) Seite 186

[4] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) Seite 196

[5] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) Seite 196

[6] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) Seite 276

[7] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) Seite 211

[8] Vgl. Kabst/Gutmann, (2000) Seite 229

[9] Text: che., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2004, Nr. 203 / Seite 11
Bildmaterial: EPA: Zitat

Details

Seiten
14
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640169719
ISBN (Buch)
9783640185696
Dateigröße
395 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v115440
Institution / Hochschule
Fachhochschule Gießen-Friedberg; Standort Gießen
Note
1,3
Schlagworte
Ziele Motive Risiken Chancen Internationalisierung Klein- Mittelständische Unternehmen Basiskompetenzen

Autor

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