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Unterrichtseinheit: Politische Beteiligung in der Gemeinde, in der Region und im Bundesland

Warum ist die Kommunalwahl so kompliziert?

Unterrichtsentwurf 2001 15 Seiten

Gemeinschaftskunde / Sozialkunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Lernziele
1.1 kognitive Lernziele
1.2 affektive Lernziele
1.3 methodische Lernziele

2. Bemerkungen zur Lerngruppe

3. Interdependenzen

4. Sachanalyse

5. Didaktische Analyse

6. Methodische Planung

7. Literatur

8. Verlaufsplan

9. Anhang

1. Lernziele

1.1 kognitive Lernziele

Die SchülerInnen sollen

- erkennen, dass die Kommunalwahl ihnen ein Mitspracherecht in der Gemeinde
einräumt und damit ein legitimes Mittel zur Herrschaftsbestimmung ist.
- die grundlegenden Regelungen der Kommunalwahl kennen.
- die Schwierigkeiten, die diese Regelungen in sich bergen, durchschauen.
- die Hintergründe für die komplexen Regelungen begreifen: Die Zurückdrängen des Parteieinflusses bei gleichzeitiger Betonung der Einzelleistung sowie die höhere Einflussmöglichkeit und Partizipation des Bürgers.
- sich bewusst sein, dass eine höhere Partizipation und Einflussnahme zu sinkender Transparenz im Wahlvorgang führt.
- diskutieren, ob Transparenz oder Partizipation für sie einen höheren Stellenwert haben und inwieweit das Wahlrecht für 16 jährige einen gerechtfertigten Ausbau der Partizipation bedeutet.

1.2 affektive Lernziele

Die SchülerInnen sollen

- erkennen, dass Politik oft ein Nullsummenspiel ist: Vorteile in einem Bereich führen zu Nachteilen in anderen Bereichen (Partizipation vs. Transparenz).
- durch Abwägen der Vor- und Nachteile und dem dazugehörigen Fachwissen eine eigene Meinung vertreten.
- die Bereitschaft entwickeln zu Wahlen zu gehen.

1.3 methodische Lernziele

Die SchülerInnen sollen

- den Umgang mit Texten üben: Selektives Lesen und gezielte Informationsentnahme stehen im Vordergrund. (Hausaufgaben für diese Stunde)
- üben, komplizierte Sachverhalte mit eigenen Worten wiederzugeben.
- ihre Diskussionskompetenz mit Hilfe eines kontroversen Themas schulen.
- die Gesprächskultur in der Klasse schulen und verbessern.

2. Bemerkungen zur Lerngruppe

Seit Anfang des Schuljahres hospitiere ich in der Gruppe und unterrichte im Wechsel mit der Fachlehrerin. Die ersten selbst gehaltenen Stunden waren von gegenseitigem kennen lernen geprägt. Das Verhältnis zwischen SchülerInnen und Lehrer muss leider sehr differenziert betrachten. Stunden guter Zusammenarbeit sind immer wieder gefolgt von Stunden mangelnder Disziplin und schlechtem Sozialverhalten auf Seiten der SchülerInnen. Laut Rücksprache mit anderen Fachlehrern bin ich allerdings nicht alleine von diesem „Phänomen“ betroffen. Insgesamt schätze ich die SchülerInnen dennoch als durchschnittlich lernstarke Gruppe ein, die sich meiner Meinung nach altersgemäß verhält.

Die Verhaltensweise zwischen SchülerInnen bedarf der Intervention. Sie nehmen vor allem an Diskussionen und Gesprächen keinerlei Rücksicht aufeinander und hören sich nicht zu. Diese Entwicklung lässt sich zum großen Teil auf die Zusammensetzung der Klasse zurückführen. Die Klasse wurde aus zwei Teilklassen am Anfang des Jahres neu gebildet, so dass mangelnder Zusammenhalt und mangelndes Sozialverhalten als normal anzusehen sind. Diese beiden Punkte machen eine Gruppenarbeit schwierig fordern sie aber auch geradezu ein.

Betrachtet man die kognitiven und methodischen Fähigkeiten sowie das Interesse der Schüler für das Fach Sozialkunde, ergibt sich ein erwartungsgemäß heterogenes Bild. Ein Drittel der Klasse beteiligt sich regelmäßig aktiv am Unterricht und zeigt sich bei Diskussionen engagiert. Diese SchülerInnen sind dafür verantwortlich, dass die Ergebnisse einer Stunde nicht immer reine Reproduktionen sind und somit neue Perspektiven den Unterricht bereichern. Leider muss ich die Beteiligung des zweiten Drittels negativer einstufen. Sie zeigen wenig Bereitschaft zur Mitarbeit, liefern allerdings auf Nachfrage gute Beiträge. Dieser Teil der Klasse hat sich bei schriftlichen Überprüfungen als überraschend leistungsstark herausgestellt.

Das letzte Drittel ist im Unterricht passiv, wirkt wenig interessiert und fällt vor allem durch Störungen auf. Die SchülerInnen ignorieren zum Teil die Wortbeiträge ihrer Mitschüler oder stören durch Zwischenrufe. Die Schulung von Gesprächskultur, fairem Sozialverhalten sowie stärkere Einbindung in den Unterricht sollen in Zukunft bei diesem Teil der Klasse im Vordergrund stehen.

[...]

Details

Seiten
15
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783640186143
ISBN (Buch)
9783640188116
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v116391
Note
1,5
Schlagworte
Unterrichtseinheit Politische Beteiligung Gemeinde Region Bundesland

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Titel: Unterrichtseinheit: Politische Beteiligung in der Gemeinde, in der Region und im Bundesland