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Selbstverständnis, Organisation und Funktion der Angestellten

in Bezug auf ihre Rolle als neuer Mittelstand

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 24 Seiten

Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsgeschichte
2.1 Entwicklung des Mittelstandes
2.2 Definitionsansätze `Angestellte´

3. Entstehung der Berufsgruppe `Angestellte´
3.1 Angestellte in der vorindustriellen Zeit
3.2 Angestellte während der Industrialisierung

4. Die Organisation der Angestellten
4.1 Harmonieverbände
4.2 Entwicklung der Verbände im Kaiserreich
4.3. Vergewerkschaftung während der Weimarer Republik

5. Gesellschaftliche Rolle der Angestellten
5.1 Soziologische Betrachtung
5.2 Angestellte als neuer Mittelstand

6. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit wird die heterogene Gruppe der Angestellten in ihrem geschichtlichen Verlauf betrachtet. Die zentrale Frage, die hierbei bearbeitet wird, ist, ob und inwieweit die Angestellten als soziale Gruppe und damit verbunden als neuer Mittelstand gesehen werden konnten. Dabei wird die Gemeinschaft der Angestellten von ihrer Entstehung in der vorindustriellen Zeit bis hin zur Entwicklung in der Weimarer Republik beleuchtet. Für die Zeit des Dritten Reiches und die Rolle der Angestelltenverbände bei der Machtergreifung sowie ihre Neustrukturierung nach 1945 werden lediglich weiterführende Literaturhinweise gegeben, da die Analyse den Rahmen der Hausarbeit überschreiten würde.

Im ersten Schritt werden in der Hausarbeit die beiden Schlüsselbegriffe `Mittelstand´ und `Angestellte´ kurz im Bezug auf die Themenstellung historisch bestimmt und relevante Punkte erläutert.

Die darauffolgenden Kapitel widmen sich den drei Schwerpunkten der Analyse: historische Entwicklung, Organisation und gesellschaftliche Position. Zuerst wird die Entstehung der Angestellten im Verlauf der Industrialisierung betrachtet. Hierbei spielt der historisch gewachsene Sonderstatus des Angestellten, seine Nähe zum Beamtentum und die Abgrenzung zu den Arbeitern eine besondere Rolle. Auf diese Gegebenheiten baut das nächste Hauptkapitel über die Organisation auf. In diesem wird der Aufbau der Angestelltenverbände bis zur Weimarer Republik kritisch beleuchtet und auf seine Funktion für das Selbstverständnis als Angestellter und die öffentliche Akzeptanz dieser Gruppe betrachtet. In diesem Zusammenhang wird ebenso die Rolle der Angestellten als neuer Mittelstand skizziert, um im letzten Hauptkapitel zur gesellschaftlichen Rolle ausführlich und aufgrund verschiedener Analyserichtungen diskutiert zu werden. Hier wird die soziologische Ebene der Angestelltenforschung miteinbezogen und anhand der Untersuchung Coyners[1] zum Konsumverhalten die Angestellten als Mittelstand kritisch betrachtet. Das Unterkapitel „Die Angestellten als neuer Mittelstand“ beschreibt den Einfluss des Staates auf die Entwicklung des neuen Mittelstandes. Zudem wird hier die weitreichende Argumentation zusammengeführt und in Verbindung mit den unterschiedlichen Tendenzen der Angestelltenforschung gebracht.

Die Darstellungen und Ergebnisse dieser Hausarbeit gründen sich vorrangig auf die Studien von Günther Schulz, Jürgen Kocka und Michael Prinz[2]. Kockas Untersuchung zur Siemens und Halske Telegraphenbauanstalt[3] spielen hierbei eine besondere Rolle. Ebenso wurden verschiedene Zeitgenössische Autoren, wie J. Wernicke[4] und Carl Dreyfuss[5], herangezogen, um die Argumentation anschaulicher werden zu lassen.

2. Begriffsgeschichte

2.1 Entwicklung des Mittelstandes

Der Begriff „ Mittelstand“ kam erst spät in den aktiven Sprachgebrauch, da es lange Zeit nicht nötig war, eine mittlere Personengruppe abzugrenzen und als eigene Einheit zu begreifen. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Begriff „Mittelstand“ Bestandteil des aktiven Sprachgebrauchs und somit der Umgangssprache.[6] Der Mittelstandsbegriff war dabei positiv besetzt und diente in dieser Zeit dazu, sich vom Adel abzugrenzen. Später bekam dieser Begriff noch eine weitere wichtige Funktion, die Distanzierung zur Unterschicht bzw. zu den Arbeitern.[7] Wernicke zeigt dies in seiner Definition des Mittelstandes von 1909:

„Man unterscheidet in dieser Beziehung heute 3 Schichten, 1. die obere, die aristokratische kapitalistische Schicht [... ], 2. die Mittelschicht, den Mittelstand und 3. das Proletariat. Die Mittelschicht, der Mittelstand, umfaßt heute den größten Teil der Beamten, einen großen Teil der Fabrikanten und Kaufleute [... ], der Privatangestellten, [... ], ferner die Bauern und schließlich auch die obere Schicht der emporsteigenden Arbeiterklasse.“[8]

Wernicke benennt hier die Berufe, die seiner Meinung nach zum Mittelstand gehören, und dazu zählt er auch die Privatangestellten bzw. die Angestellten. Ein besonderes Phänomen dieser Zeit wird zudem deutlich, der Übergang vom alten zum neuen Mittelstand, der im 19. Jahrhunderte durch die Industrialisierung ausgelöst wurde. Dem alten Mittelstand gehörten die kleinen und mittleren Bauern, Gewerbe- und Handlungstreibende an. Den Begriff des neuen Mittelstandes prägte Gustav Schmoller[9], der die Angestellten und die Beamten als Kern dieses neuen Standes definierte. Allerdings sahen sich die Angestellten schon immer von den Arbeitern abgesetzt in einer höheren bzw. mittleren Position in der Gesellschaft. Die zeitgenössische Definition Wernickes trennt nun nicht zwischen dem alten und neuen Mittelstand. Ebenso ist es bemerkenswert, dass Wernicke auch den emporsteigenden Arbeitern eine mittelständische Position zuspricht. Hier zeigt sich bereits die Problematik um die trennscharfe Unterscheidung der unteren Angestellten mit den Arbeitern.[10]

2.2 Definitionsansätze `Angestellte´

„Tatsächlich ist bis heute nicht gelungen, eine befriedigende Definition zu finden, die alle Angestellten, aber eben nur diese umfasst.“[11]

Angestellte können in die zwei Hauptgruppen der kaufmännischen Angestellten, beispielsweise in der Buchhaltung, Rechnungswesen und Handel, und der technischen Angestellten, beispielsweise in der Werkstatt, Planungsbüros und Laboratorien, unterteilt werden.[12]

Zu dieser beruflichen, funktionalen Gliederung kommt noch eine weitgespannte Verteilung der Angestellte nach ihrer Position, Verantwortung bzw. Gehaltsstufen.[13] Die so entstandene Heterogenität der Gruppe, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Berufen und Tätigkeitsfelder umfasst, verhindert bis heute eine eindeutige Definition des Begriffs „Angestellter“.[14]

Daher versuchte die Angestelltenforschung diese spezielle Gruppe über ihre Abgrenzung zu den Arbeitern hinaus detaillierter zu definieren. So entstanden Definitionsansätze zur geistigen Arbeitsweise der Angestellten im Gegensatz zu den manuellen Tätigkeiten der Arbeiter oder der mittelbaren und unmittelbaren Beteiligung am Produktionsprozess. Diese Ansätze waren allerdings in vielerlei Hinsicht zu ungenau und gerade die unteren Angestellte konnten im Verlaufe der Industrialisierung nicht mehr von den Arbeitern getrennt werden.[15]Zwar mag eine solche Unterscheidung für die erste Industrialisierungsperiode eher zutreffen als heute. Doch auch schon vor 1868 konnte die Arbeit eines Materialverwalters kaum ´geistiger` genannt werden als die eines Apparatebauers.“[16] Gern werden die beiden Gruppen auch über die sogenannte „Kragenlinie“ in die „blue-collar workers“, die Arbeiter, und „white-collar workers“, die Angestellten, voneinander getrennt.[17]

In einem Lexikonbeitrag zum Angestellten[18] werden explizit die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen Angestellten und Beamten ausgeführt. So empfingen beide ein Gehalt und nicht wie die Arbeiter einen Lohn. „Gehalt war vornehmer als Lohn, der für niedrigste Arbeiten gewährt wurde.“[19] Durch ihr umfangreiches Wissen über den Betrieb und die spezifischen Abläufe hatten sie, wie auch die Beamten, einen verhältnismäßig sicheren Arbeitsplatz.[20] Beide, Angestellter[21] wie auch Beamte, waren nur indirekt an der Produktion beteiligt und arbeiteten eher geistig. Sie verfügten über delegierte Anordnungsbefugnisse und Entscheidungsgewalt.[22] Schulz führt noch eine weitere Gemeinsamkeit aus: So wie der Staatsbeamte dem Staat verpflichtet war, herrschte auch zwischen dem Patriarch und dem Angestellten ein Treueverhältnis.[23]

Die Nähe zum Staatbeamten wird auch durch die übliche Bezeichnung des Angestellten als eines „Privatbeamten“ betont. Ebenso geläufige Begriffe in vorindustriellen Unternehmen waren „Beamte“ oder „Privatangestellte“. Da unter die verschiedenen Begriffe je nach Unternehmen unterschiedliche Berufsgruppen fallen konnten, sind die Anzahl der vermeintlichen Angestellten oder auch Gehaltstrukturen unter den Unternehmen kaum vergleichbar. In der Öffentlichkeit fanden diese allgemeinen Begriffe, vor allem die Bezeichnung „Privatbeamte“, um die Jahrhundertwende Einzug. Allerdings konnten diese im aktiven Sprachgebrauch nicht vollständig die bisher übliche Berufsgruppenbezeichnung, wie Buchhalter oder Ingenieure, ersetzen.

Gerade die Bezeichnung `Angestellter´ wurde noch bis zur Jahrhundertwende sehr unterschiedlich verwendet. Dies zeigt eine Mitteilung des Deutschen Handlungsgehilfenverbandes (DHV) 1895 deutlich: „Jeder sozial denkende Kaufmann wird von Herzen wünschen, daß es seinen Angestellten gut geht, denn zufriedene Arbeiter leisten doppelte Arbeit.“[24] Z wischen Arbeiter und Angestellte wird hier begrifflich nicht getrennt, sondern die Bezeichnungen werden fast synonym verwendet. Besonders auffällig ist diese begriffliche Ungenauigkeit, da der DHV einer der größten kaufmännischen Verbände in dieser Zeit ist und als erster deutschlandweiter Verband eine Vorreiterrolle einnimmt.[25] Für mich ist dies ein Indiz, dass die Angestellten und ihr berufliches Selbstverständnis noch bis in das 20. Jahrhundert sehr differenziert betrachtet werden müssen.

In der Anstellung als Angestellter gab es einige Unterschiede zum Beamten, die sich im Verlaufe der Industrialisierung, des Kaiserreichs und der Weimarer Republik zunehmend auswirken. Das enge Verhältnis zwischen Patriarch und Angestelltem löst sich zunehmend auf und die, im Gegensatz zum Beamte, mögliche Kündigung wird gerade in der Weimarer Republik für viele Realität. Ebenso unterliegt ihre Bezahlung den Markt- und Leistungskriterien.[26]

3. Entstehung der Berufsgruppe `Angestellte´

3.1 Angestellte in der vorindustriellen Zeit

In der vorindustriellen Zeit waren Angestellte hauptsächlich im Handel oder in der häuslichen Dienstleistung vertreten. Ein verbreiteter Angestelltentypus war der des Unternehmersohns, der sozusagen nur zur „Ausbildung“ als Angestellter in einem befreundeten Betrieb arbeitete, um sich mit dem erworbenen Wissen später selbstständig machen zu können. Hier war es üblich, dass der Angestellte direkt beim Patriarch wohnte und einen Einblick in den kompletten Unternehmensablauf gewann.[27] Die Trennung zwischen Berufs- und Privatleben wurde so aufgehoben und es herrschte zwischen diesen ein Treueverhältnis. Durch die besondere Stellung im Betrieb hatte der Angestellte, im Gegensatz zum Arbeiter, eine Reihe von Sondervergünstigungen, z.B. den Anspruch auf Urlaub.[28] Zwar wurde das Anstellungsverhältnis durch die Expansion des Einzelhandels für viele zum Dauerzustand, jedoch sehen sich auch diese Angestellte noch in einer exklusiven, beamtenähnlichen Stellung im Betrieb.[29] Das Bestreben in dieser besonderen Position zu bleiben, ist wichtiger Faktor für die spätere Entwicklung der Angestellten und ihrer Organisation. Zu diesem vorindustriellen Zeitpunkt war es wegen des engen Verhältnisses zum Unternehmer lange Zeit nicht nötig, dass die Angestellten in Verbänden ihre Interessen vertreten mussten.[30]

[...]


[1] Vgl. Spree, Reinhard: Angestellte als Modernisierungsagenten., Indikatoren und Thesen zum reproduktiven Verhalten der Angestellten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, in: Angestellte im europäischen Vergleich. Die Herausbildung der späteren Mittelschichten seit dem 19. Jahrhundert, hrsg. v. Jürgen Kocka (Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für Historische Sozialwissenschaft, Sonderheft 7), Göttingen 1981, S.279- 308. Spree geht in diesem Aufsatz ausführlich auf die Ergebnisse Coyners ein.

[2] Da alle drei Autoren mehrer Untersuchungen und Veröffentlichungen zu diesem Thema haben, werden die genauen Literaturangaben hier nicht einzeln aufgeführt, sondern können im Literaturverzeichnis nachgelesen werden.

[3] Vgl. Kocka , Jürgen: Unternehmensverwaltung und Angestelltenschaft am Beispiel Siemens 1847-1914. Zum Verhältnis von Kapitalismus und Bürokratie in der deutschen Industrialisierung (Schriftenreihe des Arbeitskreises für moderne Sozialgeschichte; Bd 11), Stuttgart 1969.

[4] Vgl. Wernicke, J.: Der Mittelstand und seine wirtschaftliche Lage, Leipzig 1909.

[5] Vgl. Dreyfuss, Carl: Beruf und Ideologie der Angestellten, München/Leipzig 1933.

[6] Vgl. Conze, Werner: Mittelstand, in: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland (Bd. 4), hrsg. v. Otto Brunner & Werner Conze & Reinhart Koselleck, Stuttgart 2004, S. 49-52, hier S. 49-50. Es ist zu beachten, dass der Begriff Mittelstand bereits schon 1777 zum ersten Mal in einem Lexikon eingetragen war und damit erheblich früher entstanden ist. In dieser Hausarbeit geht es allerdings um den tatsächlich alltäglichen Gebrauch des Begriffs.

[7] Dies wird im weiteren Verlauf der Hausarbeit noch ausgiebig diskutiert.

[8] Werni>

[9] Vgl. Kocka, Jürgen: Die Angestellten in der deutschen Geschichte 1850-1980. Vom Privatbeamten zum angestellten Arbeitnehmer, Göttingen 1981, S.137. Ausführliche Abhandlung zu Schmoller auch in: Mangold, Werner: Angestelltengeschichte und Angestelltensoziologie in Deutschland. England und Frankreich. Über den Zusammenhang von sozialpolitischer und sozialwissenschaftlicher Themenfindung und Problemstrukturierung, in: Angestellte im europäischen Vergleich. Die Herausbildung der späteren Mittelschichten seit dem 19. Jahrhundert, hrsg. v. Jürgen Kocka (Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für Historische Sozialwissenschaft, Sonderheft7), Göttingen 1981, S.11-39, hier S. 18-20.

[10] Diese Problematik wird ausführlich in Kapitel 2.2 `Definitionsansätze Angestellte´ erläutert.

[11] Vgl. Schulz, Günther: Die industriellen Angestellten. Zum Wandel einer sozialen Gruppe im Industrialisierungsprozeß, in: Sozialgeschichtliche Probleme in der Zeit der Hochindustrialisierung (1870- 1914), hrsg. v. Hans Pohl (Quellen und Forschung aus dem Gebiet der Geschichte, Heft 1), Paderborn u.a. 1979, S.217 –266, hier S. 225.

[12] Vgl. Schulz, Günther: Angestellte seit dem 19. Jahrhundert (Enzyklopädie Deutscher Geschichte, Bd. 54), München 2000, S.1.

[13] Vgl. ders.: Die industriellen Angestellten, S.226.

[14] Vgl. Hartfiel, Günther: Angestellte und Angestelltengewerkschaften in Deutschland. Entwicklung und gegenwärtige Situation von beruflicher Tätigkeit, sozialer Stellung und Verbandswesen der Angestellten in der gewerblichen Wirtschaft (Soziologische Abhandlungen. Sozialwissenschaftliche Schriftenreihe der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Freien Universität Berlin, Heft 1), Berlin 1961, S. 83-84.

[15] Vgl. Schulz: Die Angestellten seit dem 19. Jahrhundert, S. 2-3.

[16] Kocka: Die Angestellten in der deutschen Geschichte, S. 42-43.

[17] Vgl. Kocka, Jürgen: Class formation, interest articulation, and public policy: the origin of the German white-collar class in the late nineteenth and early twentieth centuries, in: Organizing interests in Western Europe Pluralism, corporatism, and the transformation of politics, hrsg. v. Suzanne Berger, Cambridge 1981, S.63- 81, hier S.63-65. Kocka geht ausführlich in diesem Artikel auf die Kragenlinie und die Unterschiede zwischen Angestellte und Arbeiter ein.

[18] Vgl. Kocka, Jürgen: Angestellte, in: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland (Bd. 1), hrsg. v. Otto Brunner & Werner Conze & Reinhart Koselleck, Stuttgart 1972, S.110-128.

[19] Ebd., S.113.

[20] Die Konkurrenzklausel, die in den Verträgen der Angestellten zu finden war, zeigt, dass Angestellte weitreichende Informationen über das Unternehmen hatten und dass den Arbeitgebern daran gelegen war diese ansich zu binden und den Wechsel in ein anderes Unternehmen zu erschweren. Vgl. dazu Schulz: Die industriellen Angestellten, S.263.

[21] In der vorindustriellen Zeit sind die Angestellten mit den späteren höheren Angestellten vergleichbar. Untere und mittlere Angestellte mit eher routinierten und eingeschränkten Aufgabengebieten kommen erst im Zuge der Industrialisierung hinzu.

[22] Vgl. Kocka: Angestellte, S. 114.

[23] Vgl. Schulz: Angestellte seit dem 19. Jahrhundert, S.2. Die Herkunft diese besonderen Treuverhältnisses wird in Kapitel 3.1 `Angestellte in der vorindustriellen Zeit´ erläutert.

[24] Kocka: Angestellte, S. 120. Dieser zitiert nach Mitteilungen des Dt. Handlungsgehilfen-Verbandes 2 (1895), S.109.

[25] Vgl. ders.: Die Angestellten in der deutschen Geschichte, S. 22.

[26] Vgl. ders.: Angestellte, S.114. Die Auswirkung dieser beiden Unterschiede wird im Kapitel 4.3 `Vergewerkschaftung während der Weimarer Republik´ weiter ausgeführt.

[27] Vgl. Schulz: Angestellte seit dem 19. Jahrhundert, S.2-4. Vgl. ebenso ebd.: Die industriellen Angestellten, S.235.

[28] Vgl. Pierenkemper, Toni: Arbeitsmarkt und Angestellte im Deutschen Kaiserreich 1880- 1913. Interessen und Strategien als Elemente der Integration eines segmentierten Arbeitsmarktes (Vierteljahreszeitschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Beiheft Nr. 82), Stuttgart 1987, S.111.

[29] Vgl. Schulz: Die Angestellten seit dem 19. Jahrhundert, S.2-4. Vgl. Ebenso Schulz: Die industriellen Angestellten, S.235.

[30] Vgl. Hartfiel: Angestellte und Angestelltengewerkschaft, S.221.

Details

Seiten
24
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640193998
Dateigröße
710 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v117004
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Historisches Seminar
Note
1,4
Schlagworte
Selbstverständnis Organisation Funktion Angestellten Goldene Mitte Begriff Geschichte Mittelschichten Deutschland Jahrhundert

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Titel: Selbstverständnis, Organisation und Funktion der Angestellten