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Textanalyse: „Appel du Général de Gaulle à la Résistance“ – 18 juin 1940

Essay 2005 5 Seiten

Romanistik - Französisch - Sonstiges

Leseprobe

Textanalyse: „Appel du Général de Gaulle à la Résistance“ – 18 juin 1940

General de Gaulle ist am 17. Juni in London angekommen. Der „drôle de guerre“ (vgl. Seite 2) ist zu Ende und die III. Republik geht am 17. Juni unter. Marschall Pétain hat den Waffenstillstand erbeten (demandé l’armistice), der schließlich am 22. Juni beschlossen wird und Frankreich durch die Demarkationslinie (ligne de démarcation) in eine zone occupée im Norden und in eine zone libre südlich von Paris teilt. In Bordeaux bildet Pétain eine neue Regierung, die mit den deutschen Besatzern kollaboriert. General de Gaulle lehnt von London aus über Radio BBC eine Kapitulation Frankreichs ab und ruft zum Widerstand auf. Er will aus eigener Kraft ein freies Frankreich schaffen, gegen den Willen der „legitimen“ Regierung Pétains. Andererseits wollte er auch nicht den anderen Streitkräften französische Hilfstruppen liefern, sondern die Franzosen selbst sollten kämpfen und damit auch Frankreich wieder in den Krieg gebracht werden.

Allerdings verfügte er anfangs über keinerlei reale Mittel für sein Vorhaben, das lag auch daran, dass er zur damaligen Zeit noch ein unbekannter General war. Aber er glaubte daran, ganz allein Frankreich zu sein:

„Was mich betraf, der ich derartige Höhen zu erklimmen mir vornahm, ich war von Anfang an nichts. An meiner Seite nicht der Schatten einer Macht oder einer Organisation. In Frankreich kein Widerhall, kein persönlicher Ruf. In der Fremde weder Kredit noch Rechtfertigung. Aber gerade diese Armut der Mittel zeichnete mir mein Verhalten vor: Nur indem ich die Sache des nationalen Heils zu meiner eigenen machte, ohne irgendwelche Rücksicht zu nehmen, könnte ich Autorität gewinnen. Nur indem ich als unbeugsamer Champion der Nation und des Staates handelte, wäre es mir nöglich, bei den Franzosen Zustimmung oder sogar Enthusiasmus, in der Fremde Respekt und Hochachtung zu wecken. Die Leute, die sich während des ganzen Dramas über diese Unnachgiebigkeit entsetzten, wollten nicht sehen, daß für mich, der ich zahllosen widersprüchlichen Druckversuchen ausgesetzt war, das geringste Nachgeben den völligen Zusammenbruch bedeutet hätte. Kurz, so begrenzt ich in meinen Mitteln, so einsam ich war – und gerade weil ich es war -, musste ich die höchsten Gipfel erklimmen, um niemals wieder hinabzu steigen.“

(vgl. Staub: 54-56)

De Gaulle legt in der Ansprache zunächst dar, dass die neue französische Regierung aus der ehemaligen militärischen Spitze Frankreichs besteht und diese „s’est mis en rapport avec l’ennemi pour cesser le combat“. Er erklärt, dass Frankreich durch die technische Überlegenheit der deutschen Armee niedergeworfen wurde. Eine noch größere Überlegenheit könne eines Tages allerdings auch die Deutschen besiegen. Die französische Regierung könne mit Hilfe der Seemacht der Briten und der industriellen Macht der Vereinigten Staaten den Krieg von den überseeischen Gebieten fortsetzen. Denn „cette guerre n’est pas tranchée par la bataille de France“, sondern er ist ein „guerre mondiale“.

De Gaulle weiß sehr wohl von der materiellen Überlegenheit der Deutschen. Schließlich befehligte er selbst eine Panzerdivison, die allerdings bei Abbeville ein Niederlage erlitt.

[...]

Details

Seiten
5
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640197675
ISBN (Buch)
9783656872900
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v117491
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,0
Schlagworte
Textanalyse Général Gaulle Résistance“ Zweiter Weltkrieg Resistance Widerstand

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Titel: Textanalyse: „Appel du Général de Gaulle à la Résistance“ – 18 juin 1940