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Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern

Darstellung und kritische Betrachtung früherer und heutiger Präventionsmaßnahmen

Vordiplomarbeit 2006 34 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sexueller Missbrauch
2.1 Definition
2.2 Formen des sexuellen Missbrauchs
2.3 Überblick zum Forschungsgegenstand „Sexueller Missbrauch“

3 Prävention
3.1 Definition
3.2 Formen der Prävention

4 Traditionelle Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch
4.1 Darstellung
4.2 Kritik

5 Weiterentwicklung der Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch - ein geschichtlicher Einblick

6 Heutige Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch an Kindern
6.1 Wesentliche Unterschiede zu früheren Präventionsmaßnahmen
6.2 Das Child Assault Prevention Project (CAPP) als Beispiel für ein
6.2.1 Entstehung
6.2.2 Ziel
6.2.3 Themen
6.2.4 Präventive Arbeit
6.2.5 Kritik
6.3 Heutige Präventionsarbeit mit Kindern
6.3.1 Inhalte
6.3.2 Ziele
6.3.3 Rahmenbedingungen
6.3.4 Wirksamkeit der Präventionsprogramme
6.3.5 Kritik an heutigen Präventionsmaßnahmen
6.3.6 Folgerungen für eine Weiterentwicklung

7 Schlusswort und Ausblick

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Sexueller Missbrauch ist heutzutage für viele Kinder eine alltägliche Erfahrung, unabhängig von ihrer Schichtzugehörigkeit, ihres Alters oder ihres Geschlechts und damit keinesfalls ein Einzelschicksal.

Nachdem das Thema lange in der Öffentlichkeit tabuisiert wurde und nicht bekannt war, wie hoch das Ausmaß und die Folgen sexuellen Missbrauchs tatsächlich sind, gelang es Anfang der 1980er Jahre der Frauenbewegung, die Bevölkerung auf das Problem aufmerksam zu machen.

Laut den Statistiken des Bundeskriminalamts wurden im Jahr 2005 13.962 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern (§§ 176, 176a, 176b StGB) erfasst, d.h. zur Anzeige gebracht. Die Frage nach der tatsächlichen Anzahl sexuell missbrauchter Kinder ist allerdings stark umstritten, zumal die Dunkelziffer in den veröffentlichten Zahlen unberücksichtigt bleibt und diese allein sehr hoch sein dürfte.

Zwar ist die Zahl sexueller Straftaten gegenüber den letzten Jahren wieder erheblich gesunken, doch ist sie immer noch eindeutig zu hoch. Darüber, dass die Anzahl solcher Straftaten reduziert werden muss, herrscht daher zweifelsohne Einigkeit. Weitaus interessanter, jedoch auch stark umstritten, erscheint allerdings die Frage nach dem „wie“.

Die andauernden öffentlichen Diskussionen bezüglich dieser Frage durch Fachleute, Politiker und Medien weisen darauf hin, dass es auf diese keine eindeutige Antwort gibt und spiegelt somit die Verunsicherung der Bevölkerung in Bezug auf dieses Thema wider. Im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussionen für langfristige Reduktion sexuellen Missbrauchs stehen präventive Maßnahmen. Diese existieren zwar schon ebenso lange wie das Problem des sexuellen Missbrauchs selbst, jedoch haben sie im Laufe ihrer Entwicklung eine grundsätzliche Veränderung erfahren. Trotz dieser Veränderungen in die richtige Richtung, herrscht unter den Fachleuten weiterhin Uneinigkeit, wie optimale Prävention aussehen soll. Strittig dabei ist, wie und mit wem präventiv gearbeitet werden sollte.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Präventionsmaßnahmen mit Kindern vorzustellen und die jeweilige Kritik daran genauer zu erläutern.

Als Einstieg in die Thematik werde ich mich zunächst den Begriffen „Sexueller Missbrauch“ und „Prävention“ nähern und auf Probleme bei möglichen Definitionen dieser Begriffe eingehen. In dem Zusammenhang werde ich die unterschiedlichen Formen von sexuellem Missbrauch und Prävention vorstellen. Außerdem soll eine kurze Phänomenbeschreibung Informationen über Ausmaß, Täter, Opfer sowie Dauer des sexuellen Missbrauchs geben.

In einem nächsten Schritt wird es um traditionelle Präventionsmaßnahmen sexuellen Missbrauchs gehen, sie werden zunächst vorgestellt und anschließend kritisch betrachtet.

Das darauf folgende Kapitel beschreibt die Weiterentwicklung der traditionellen bis hin zu den heutigen Präventionsmaßnahmen und –programmen.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt bei den dann folgenden aktuellen Präventionsmaßnahmen. Nachdem die wesentlichen Unterschiede zu der traditionellen Prävention beschrieben worden sind, wird ein Programm genauer vorgestellt, welches im Wesentlichen zu der Weiterentwicklung der Präventionsarbeit beigetragen hat: das „Child Assault Prevention Project“ (CAPP). Neben der Entstehung, dem Ziel und der konkreten Präventionsarbeit soll es auch um die zahlreiche Kritik gehen, die an CAPP geäußert wurde. Daran anschließend wird die sich daraus entwickelte Präventionsarbeit vorgestellt, wie sie heute überwiegend in Deutschland praktiziert wird. Zunächst werden zentrale Präventionsthemen und -inhalte der aktuellen Präventionsarbeit dargestellt und die notwendigen Rahmenbedingungen für die Arbeit benannt. Anschließend folgen eine kritische Beleuchtung der Maßnahmen sowie eine Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Evaluationsstudien zur Wirksamkeit solcher Programme.

Die Arbeit endet mit einem Resümee und einem Ausblick.

2 Sexueller Missbrauch

2.1 Definition

Eine allgemein anerkannte Definition von sexuellem Missbrauch existiert nicht. In der Literatur gibt es viele verschiedene Definitionsversuche, die sich zwar ähneln, bei denen die Grenzen aber variieren. Gemeinsam ist den meisten Definitionen, dass sie Informationen beinhalten über „die Art der sexuellen Handlung, das Alter der Opfer oder Täter, die Entwicklung des Opfers, dessen Zustimmung, dessen Abhängigkeit, die Macht, die Gewalt, [den] Zwang sowie die Folgen“ (Amann & Wipplinger 2005, S. 35).

Abhängig von der theoretischen Herangehensweise werden den einzelnen Kriterien unterschiedliche Bedeutungen zugewiesen, wodurch es zu verschiedenen Definitionen kommt (Amann & Wipplinger 2005, S. 35).

Amann und Wipplinger (2005) nennen die Unterscheidung von weiten und engen Definitionen (S. 25 ff.). Bei engen Definitionen ist nur dann von sexuellem Missbrauch die Rede, wenn sexueller körperlicher Kontakt, wie oraler, analer oder vaginaler Geschlechtsverkehr, zwischen TäterInnen und Opfern stattgefunden hat. Enge Definitionen werden oft für empirische Studien verwendet, wenn man hierfür eine trennscharfe Grenze zwischen Opfern sexuellen Missbrauch und Opfern nicht-sexuellen Missbrauchs benötigt (S. 25).

Weit gefasste Definitionen hingegen beziehen sich auf jede geschlechtliche Handlung, ohne den Körperkontakt vorauszusetzen. So werden auch „obszöne Anreden, Belästigung, Exhibitionismus, Anleitung zur Prostitution [und] die Herstellung von pornographischen Material“ (S. 27) als sexueller Missbrauch verstanden. In der Präventionsarbeit erscheint die Arbeit mit der weiten Definition vorteilhaft, da die Kinder vor sexuellen Handlungen ohne Körperkontakt ebenso geschützt werden sollen wie vor sexuellen Handlungen mit Körperkontakt.

In dieser Arbeit soll daher auch dann von sexuellem Missbrauch die Rede sein, wenn kein Körperkontakt zwischen Täter und Opfer stattgefunden hat.

Im Strafgesetzbuch (§176) bezeichnet der Begriff „Sexueller Missbrauch“ sexuelle Handlungen von Erwachsenen (d.h. strafmündigen Personen ab dem 14. Lebensjahr) an und mit Kindern (unter 14 Jahren).

Neben dem Begriff „Sexueller Missbrauch“ existieren noch viele weitere Termini, die für den gleichen Tatbestand verwendet werden, z.B. sexuelle Gewalt, sexuelle Misshandlung, sexuelle Ausbeutung oder sexualisierte Gewalt.

Von all diesen und weiteren Bezeichnungen ist „Sexueller Missbrauch“ die am meisten verwendete.

2.2 Formen des sexuellen Missbrauchs

Ebenso wie es nicht nur eine Definition von sexuellem Missbrauch gibt, gibt es auch nicht nur die eine mögliche Form, in der sexueller Missbrauch auftritt (Koch & Kruck 2000, S. 7). Sexuelle Gewalt gegenüber Kindern kann auf unterschiedliche Weise vollzogen werden.

Grundsätzlich lassen sich folgende Unterscheidungen der verschiedenen Formen treffen: „Je nach Art und Begleitumständen und auch im Hinblick auf die möglichen Folgen kann man den intrafamiliären vom extrafamiliären sexuellen Mißbrauch unterscheiden, der jeweils wiederum mit oder ohne [physische] Gewaltanwendung erfolgen kann“ (Hervorheb. Olbing et al. 1989, S. 72).

Das gesamte Spektrum sexuellen Missbrauchs reicht von „subtilen Grenzüberschreitungen bis hin zum gewaltsam erzwungenen Geschlechtsverkehr“ (Koch & Kruck 2000, S. 7).

Neben den eindeutigen Fällen sexuellen Missbrauchs gibt es einen Grenzbereich, indem nicht genau bestimmt werden kann, ob es sich in der Tat um sexuellen Missbrauch handelt (Koch & Kruck 2000, S. 7). Insbesondere ist dies dann der Fall, wenn kein Körperkontakt stattgefunden hat. Ein und dieselbe Handlung kann daher, betrachtet in unterschiedlichen Situationen, sowohl sexueller Missbrauch, als auch liebevoll gemeinte Zärtlichkeit sein (ebd.). In solchen Grenzfällen ist es hilfreich, die familialen Regeln, die Sexualnorm, die Motivation des Täters sowie das persönliche Empfinden des Kindes und die damit verbundenen Folgen mit in die Beurteilung einzubeziehen (ebd.).

So ist es möglich, dass eine von dem Kind als grenzüberschreitend empfundene Handlung von der handelnden Person gar nicht als solche gemeint ist, z.B. das Ritual des Begrüßungskusses (Koch& Kruck 2000, S. 8).

Saller (1987) nennt drei verschiedene Bereiche sexuellen Missbrauchs (Koch & Kruck 2000, S. 8f.):

1. Formen des sexuellen Missbrauchs, die unmissverständlich sind, z.B. genital-oraler Verkehr sowie das Eindringen in den After oder die Scheide des Kindes mit Finger(n), Penis oder Fremdkörper(n) (S. 8).
2. Andere ausbeutende Formen sexueller Handlungen an einem Kind, z.B. Berührung der Genitalien des Kindes, Masturbation in Anwesenheit des Kindes sowie das Zeigen pornografischer Abbildungen (S. 9).
3. Grenzwertige Verhaltensweisen, die in der Retrospektive oft zu Beginn sexueller Ausbeutung festgestellt worden waren, z.B. das Beobachten des Kindes beim Ausziehen und eine altersunangemessene Aufklärung des Kindes, welche vielmehr dem exhibitionistischen Bedürfnis des Erwachsenen entspricht (S. 9).

2.3 Überblick zum Forschungsgegenstand „Sexueller Missbrauch“

Um einen Einblick in das Erscheinungsbild und das Ausmaß sexuellen Missbrauchs zu erhalten, sollen im Folgenden die Zahlen und Fakten im Zusammenhang mit dieser Problematik kurz vorgestellt werden:

Ausmaß

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, beträgt das aktuelle Ausmaß sexuellen Missbrauchs von Kindern laut Bundeskriminalamt 13.962 Fälle pro Jahr (2005) (§§ 176, 176a, 176b StGB). In dieser Zahl sind allerdings lediglich die Straftaten enthalten, die zur Anzeige gebracht wurden. Die Tatsache, dass zu dieser offiziellen Zahl noch die Straftaten hinzukommen, welche nicht gemeldet wurden, führt unter den Fachleuten zu Uneinigkeiten über die „richtige“ Anzahl der gesamten sexuellen Straftaten in Deutschland. Erschwert wird die Frage nach der Anzahl sexueller Straftaten zudem dadurch, dass es keine allgemein anerkannte Definition sexuellen Missbrauchs gibt (Bange 1995, S.33).

Täter und Opfer

Einigkeit herrscht demgegenüber darüber, dass überwiegend Mädchen die Opfer und Männer die Täter sind (Koch & Kruck 2000, S. 11).

In Deutschland wird aufgrund neuerer Studien davon ausgegangen, dass etwa jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder zwölfte bis vierzehnte Junge sexuell missbraucht wird (Deegener 2005, S.34).

Sexueller Missbrauch an Mädchen wird in 94-100%, an Jungen in 83-92% der Fälle von einem männlichen Täter verübt (Koch & Kruck 2000, S.12).

Wichtig in Bezug auf die Täterschaft ist anzumerken, dass in nur 10% der Fälle sexuellen Missbrauchs Fremde die Täter sind (Fey 1989, S.189). Die restlichen 90% der Fälle werden von Personen aus dem sozialen Umfeld des Kindes verübt. Diese nutzen die Liebe und das Vertrauen des Kindes zugunsten ihrer eigenen sexuellen Bedürfnisse aus. Das Durchschnittsalter der Täter liegt laut Dunkelfeldstudien hingegen vieler Erwartungen bei circa 30 Jahren (Bange 1995, S.37).

Dauer

Zum Erscheinungsbild lässt sich zudem sagen, dass es sich bei etwa 2/3 der Übergriffe um eine einmalige Tat handelt, bei 1/3 der Fälle zieht sich der Missbrauch dagegen über einen längeren Zeitraum hin (Koch & Kruck 2000, S. 11). Insbesondere dann, wenn der Täter aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis des Kindes stammt, ist mehrmaliger Missbrauch oft der Fall (Koch & Kruck 2000, S. 21). Entscheidend für die Dauer des Missbrauchs ist, wie alt das Kind zum Zeitpunkt des erstmaligen Missbrauchs war. Es wurde herausgefunden, dass der Missbrauch umso länger andauert, je jünger das Kind zu Beginn ist (ebd.).

Folgen und Auswirkungen

Die Auswirkungen sexuellen Missbrauchs reichen über ein breites Spektrum und lassen sich demzufolge nicht verallgemeinern. Neben physischen Verletzungen lassen sich eine Reihe möglicher Folgen in den Verhaltensweisen der Kinder festmachen (Koch & Kruck 2000, S. 22).

„Eindeutige Verhaltenshinweise auf die Erfahrung sexueller Ausbeutung und Gewalt gibt es nicht. Die Gefühls- und Verhaltensreaktionen reichen von totalem Rückzug und Verstummen bis hin zum offenen Ausagieren, von selbstdestruktivem Verhalten (Suizidversuch eingeschlossen) bis hin zu massiven Aggressionen anderen gegenüber“ (Saller 1987, zit. n. Koch & Kruck 2000, S. 22).

3 Prävention

3.1 Definition

Der Begriff „Prävention“ stammt aus dem Lateinischen und setzt sich zusammen aus „prae“ (dt.: „vorher“) und „venire“ (dt.: kommen) und bedeutet übersetzt „Vorbeugung“ und „Verhütung“. Präventives Handeln will ungewünschtes Verhalten im Voraus vermeiden.

3.2 Formen der Prävention

Die Prävention sexuellen Missbrauchs lässt sich unterteilen in drei Formen: Primäre Prävention, sekundäre Prävention und tertiäre Prävention. Diese lassen sich „aufgrund der Ziele bzw. der zu erwartenden Effekte, der eingesetzten Maßnahmen sowie dem Zeitpunkt und den Zielgruppen der Maßnahmen“ (Amann & Wipplinger 2005, S. 735) unterscheiden.

Unter der primären Prävention versteht man die Vorbeugung. Die Anzahl neu auftretender Fälle sexuellen Missbrauchs soll dadurch so gering wie möglich gehalten werden (Amann & Wipplinger 2005, S. 735; Braun 2005, S.831). Dieses Ziel verfolgen hauptsächlich die in Schulen und Kindergärten durchgeführten Präventionsprogramme (Koch & Kruck 2000, S.33).

Mit sekundärer Prävention dagegen bezeichnet man die Intervention in einen aktuellen Fall sexuellen Missbrauchs. Dabei zielt man auf eine Beendigung bzw. Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs ab und versucht, eine Wiederholung zu vermeiden. Ziel sekundärer Prävention ist außerdem, die negativen Folgen für das Opfer möglichst gering zu halten (Amann & Wipplinger 2005, S. 735; Braun 2005, S.831).

Bei tertiärer Prävention spricht man auch von Rehabilitation. Mit Hilfe von therapeutischen Maßnahmen sollen die Langzeitfolgen bei dem Opfer sexuellen Missbrauchs minimiert werden (ebd.).

Eine strenge Trennung zwischen diesen drei Präventionsformen gelingt allerdings nur selten, weil sie oft ineinander übergehen: So kann es zum Beispiel vorkommen, dass eine als primär geplante Prävention gleichzeitig sekundär wird, indem durch vorbeugende Maßnahmen ein aktueller Fall sexuellen Missbrauchs aufgedeckt wird. Wichtig ist daher, dass Hilfsangebote vorhanden sind, um im Falle einer Aufdeckung sexuellen Missbrauchs angemessen handeln zu können (Knappe & Selg 1993, zit. n. Koch & Kruck 2000, S.33).

Im Hinblick auf sexuellen Missbrauch lässt sich eine Unterscheidung zwischen Täter- und Opferprävention treffen. Im Folgenden sollen lediglich die Maßnahmen der Opferprävention vorgestellt werden.

4 Traditionelle Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch

4.1 Darstellung

Wenn von traditioneller Prävention die Rede ist, so sind damit überwiegend die präventiven Maßnahmen bis Ende der 1970er Jahre gemeint.

Bis dahin gingen die Präventionsmaßnahmen in erster Linie von privaten Initiativen aus, z.B. von Eltern (Amann & Wipplinger 2005, S.733).

Traditionelle Präventionsmaßnahmen bestanden in erster Linie aus Warnungen, Abschreckungen und Verboten. Aus diesem Grund existiert für diese Art der Präventionsbemühungen auch der Begriff der „Abschreckungsprävention“ (Marquardt-Mau 1995, S. 10).

[...]

Details

Seiten
34
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640200535
ISBN (Buch)
9783640207206
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v117671
Institution / Hochschule
Universität Bielefeld – Fakultät für Pädagogik
Note
1,0
Schlagworte
Prävention Missbrauch Kindern

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Titel: Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern