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Die aufgelöste Stadt am Beispiel von Los Angeles. Metropolen im globalen Wandel

©2018 Hausarbeit 37 Seiten

Zusammenfassung

Die Postmoderne bietet zahlreiche Möglichkeiten und Szenarien, wie sich Städte in der Zukunft entwickeln können und werden. Der Städtebauer Thomas Sieverts zitiert in diesem Zusammenhang in seinem 1997 erschienenen Buch "Zwischenstadt" den deutschen Architekten und Stadtplaner Hanns Adrian. Dieser erstellte vier Modelle der postmodernen Stadtforschung, die die mögliche zukünftige Entwicklung von Städten abbilden sollen. Das erste seiner vier Modelle sah vor, die Stadt in ihrer traditionellen städtischen Grundstruktur zu bewahren. Dies schloss die Vermeidung von Zersiedelung und nichtintegrierter Zentrenentwicklung mit ein.

Das zweite Modell stellt die Stadt als Stadt der kooperierenden Zentren dar. Adrian beschrieb dieses Modell als das Praktikabelste, da die Innenstadt der wichtigste Einkaufsbereich bleiben und durch integrierte Fachmärkte und Einkaufszentren zur Versorgung der dispers in der Stadtregion verteilten Bevölkerung ergänzt werden sollte. Im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass Adrian Recht hatte, da dieses Modell derzeit am meisten praktiziert wird.

Die ausgelaugte Stadt bezieht sich auf das dritte mögliche Modell der postmodernen Stadt. Hier wird die Innenstadt denkmalpflegerisch erhalten und behält ihre touristische Attraktivität. Allerdings verliert sie ihre kommerzielle Funktion, an leistungsfähige Einkaufszentren und Fachmärkte am Stadtrand. Das Letzte der vier postmodernen Stadtmodelle nennt Adrian "die Stadt der künstlichen Welten". Die Stadtregion wird hier zu einem System von spezialisierten Zentren, die durch ein perfektes Verkehrssystem erschlossen werden. Einkaufszentren, Bürozentren, Freizeitzentren und Landschaftszellen werden zu Aktivitätszentren, wodurch der Stadtkern zunehmend seine funktionale Bedeutung verliert. Die Stadt wird zu einem aufgelösten System von örtlichen Inszenierungen, multifunktionalen Außenstädten, ethnischer, sozialer und wirtschaftlicher Fragmentierung sowie Totalüberwachung.

Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, dass die Auflösung der Stadt von verschiedenen Komponenten abhängig ist und anhand der Betrachtung der Stadt Los Angeles die Entwicklung dieser Auflösung sichtbar machen. Die Literaturbasis für diese Arbeit ist das von dem US-amerikanischen Geographen und Stadtforscher Edward W. Soja geschriebene Buch "Postmetropolis: Critical Studies of Cities and Regions".

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Stadtforschung
2.1 Die klassische Stadtforschung
2.1.1 Die Chicago School of Urbanism
2.1.2 Das radiozentrische Stadtmodell
2.1.3 Das Sektorenmodell
2.1.4 Das Mehrkernmodell
2.2 Die Postmoderne Stadtforschung
2.2.1 Begriffserklärung Postmoderne
2.2.2 Die Los Angeles School of Urbanism

3.1 Die sechs Restrukturierungsprozesse nach Edward W. Soja
3.1.1 Die Postfordistische Stadt
3.1.1.1 Definition Postfordismus
3.1.1.2 Die Postfordistische Stadt Los Angeles
3.1.1.3 Die ethnische Segmentierung des Arbeitsmarktes in Los Angeles
3.1.2.1 Definition Fraktale Stadt
3.1.2.2 Die räumliche Verteilung der Ethnien im Stadtgefüge
3.1.3 Die Exopolis
3.1.3.1 Definition Exopolis
3.1.3.2 Die Cluster-Bildung der Kernzone Los Angeles‘
3.1.3.4 Warner Center
3.1.4 Die Cosmopolis
3.1.4.1 Definition Cosmopolis
3.1.4.2 Merkmale einer global city nach Friedmann
3.1.4.3 Los Angeles - eine global city?
3.1.5 Die Sim City
3.1.5.1 Definition Sim City
3.1.5.2 Orte der Hyperrealitäten und Disneyfizierung
3.1.6 Die Kerkerstadt
3.1.6.1 Definition Kerkerstadt
3.1.6.2 Gated Communities
3.2 Keno Kapitalismus

4 Übertragung der Restrukturierungsprozesse auf weitere Städte
4.1 Die postfordistische Stadt - Manchester
4.2 Die fraktale Stadt - New York
4.3 Die Exopolis - Schaumburg
4.4 Die Cosmopolis - London
4.5 Die Sim City - Oberhausen
4.6 Die Kerkerstadt - Potsdam

5. Fazit

6 Abbildungsverzeichnis

7 Tabellenverzeichnis

8 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Postmoderne bietet zahlreiche Möglichkeiten und Szenarien, wie sich Städte in der Zukunft entwickeln können und werden.

Der Städtebauer Thomas Sieverts zitiert, in diesem Zusammenhang, in seinem 1997 erschienenen Buch: Zwischenstadt, den deutschen Architekten und Stadtplaner Hanns Adrian. Dieser erstellte vier Modelle der postmodernen Stadtforschung, die die mögliche zukünftige Entwicklung von Städten abbilden sollen.

Das erste seiner vier Modelle sah vor, die Stadt in ihrer traditionellen städtischen Grundstruktur zu bewahren. Dies schloss die Vermeidung von Zersiedelung und nichtintegrierter Zentrenentwicklung mit ein.

Das zweite Modell stellt die Stadt als Stadt der kooperierenden Zentren dar. Adrian beschrieb dieses Modell als das Praktikabelste, da die Innenstadt der wichtigste Einkaufsbereich bleiben und durch integrierte Fachmärkte und Einkaufszentren zur Versorgung der dispers in der Stadtregion verteilten Bevölkerung ergänzt werden sollte. Im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass Adrian Recht hatte, da dieses Modell derzeit am meisten praktiziert wird.

Die ausgelaugte Stadt bezieht sich auf das dritte mögliche Modell der postmodernen Stadt. Hier wird die Innenstadt denkmalpflegerisch erhalten und behält ihre touristische Attraktivität. Allerdings verliert sie ihre kommerzielle Funktion, an leistungsfähige Einkaufszentren und Fachmärkte am Stadtrand.

Das Letzte der vier postmodernen Stadtmodelle nennt Adrian: „die Stadt der künstlichen Welten“.

Die Stadtregion wird hier zu einem System von spezialisierten Zentren, die durch ein perfektes Verkehrssystem erschlossen werden. Einkaufszentren, Bürozentren, Freizeitzentren und Landschaftszellen werden zu Aktivitätszentren, wodurch der Stadtkern zunehmend seine funktionale Bedeutung verliert.

Die Stadt wird zu einem aufgelösten System von örtlichen Inszenierungen, multifunktionalen Außenstädten, ethnischer, sozialer und wirtschaftlicher Fragmentierung sowie Totalüberwachung.

Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, dass die Auflösung der Stadt von verschiedenen Komponenten abhängig ist und anhand der Betrachtung der Stadt Los Angeles die Entwicklung dieser Auflösung sichtbar machen.

Zunächst wird eine Einführung in die Thematik der traditionellen Stadtforschung gegeben. Um in die Materie einzusteigen, ist es erstmal sinnvoll die drei klassischen Stadtmodelle der Chicagoer Schule kennenzulernen.

Davon ausgehend schließt sich die postmoderne Stadtforschung an, die im Zusammenhang mit der Los Angeles School of Urbanism vorgestellt wird.

Darauf aufbauend beschäftigt sich Kapitel 3 mit den sechs Restrukturierungsprozessen der postmodernen Stadt nach Edward W.Soja. Diese Prozesse werden zunächst allgemein erläutert und dann konkret für die Stadt Los Angeles angewendet.

Im Vergleichskapitel 4 werden die kennengelernten Restrukturierungsprozesse auf jeweils ausgewählte Städte übertragen und nachgewiesen.

Mit einer Zusammenfassung und Schlussbetrachtung schließt das Kapitel 5 diese Arbeit ab.

Die Literaturbasis für diese Arbeit ist das von dem US-amerikanischen Geographen und Stadtforscher Edward W. Soja geschriebene Buch: Postmetropolis: Critical Studies of Cities and Regions.

2. Stadtforschung

2.1 Die klassische Stadtforschung

2.1.1 Die Chicago School of Urbanism

Zwischen 1925 und 1945 werden in der sogenannten „Chicagoer Schule der Sozialökologie“ die drei klassischen Stadtmodelle zur Erklärung des flächenmäßigen Städtewachstums und der Stadtstruktur. Die Chicagoer Schule versucht in ihren Modellen die Theorie der natürlichen Selektion Charles Darwins auf das gesellschaftliche Leben zu übertragen (vgl. Abercrombie, Hill & Turner 2000: 369).

In diesem Zusammenhang werden Städte als natürliches Lebensfeld, in dem soziale Gruppen im Wettkampf um städtische Ressourcen, wie zum Beispiel Siedlungsfläche, stehen.

Die sozialen Gruppen werden über Ethnie und Nationalität definiert. Jede soziale Gruppe siedelt und behauptet sich in urbanen Nischen bzw. Stadtvierteln (vgl. Abercrombie, Hill & Turner 2000: 369).

Wenn soziale Gruppen in einem Sukzessionsprozess ihre Nische verlassen, um in andere Gebiete oder Stadtteile vorzudringen, wird dadurch das Nachrücken neuer Bewohner in die freigewordenen Nischen möglich (vgl. Abercrombie, Hill & Turner 2000: 369).

Die Chicagoer Schule und ihre Stadtmodelle bilden, trotz vielseitiger Kritik, die beispielsweise auf das Nicht-Berücksichtigen der Entscheidungen von Individuen, administrativen Stadtplanungen oder kulturellen Rahmenbedingungen fußt, die elementare Grundlage für viele, weiter im Zeitverlauf folgende Stadtmodelle (vgl. Clark 2003: 141ff.).

2.1.2 Das radiozentrische Stadtmodell

Das radiozentrische Stadtmodell oder Zonenmodell (Abb. 1) wurde im Jahr 1925 von Ernest W. Burgess am Beispiel der Stadt Chicago entwickelt.

Burgess geht von einem konzentrisch angeordneten Stadtmuster mit abnehmender Nutzenintensität aus. Zusätzlich nimmt Burgess an, dass der Ausdehnungsprozess der Stadt vor allem auf Einwanderungen und veränderten Wohnpräferenzen beruht.

Das Zentrum dieses Zonenmodells bildet demnach der sogenannte Central Business District (CBD). Dieser CBD ist gekennzeichnet durch Einrichtungen der Wirtschaft, Politik sowie Kultur. Des Weiteren wird er geprägt durch eine Akkumulation von Hochhäusern, die die Skyline der Stadt bilden.

Dies ist zum einen auf die vergleichsweise hohen Mietpreise im CBD, aber auch auf die architektonisch wichtige Inszenierung der Stadt zurückzuführen. Weiterführend schließt sich die sogenannte zone-in-transition (Übergangszone) an den CBD an. Dieser zonale Ring zeichnet sich durch eine Akkumulation von Industrien, Lagerhäusern sowie Handelsbetrieben aus.

In einem nutzungsbezogenen und gesellschaftlichen Veränderungsprozess entwickelte sich diese Übergangszone von einem bevorzugten Wohngebiet der Oberschicht zu einem - aufgrund von fehlenden Investitionsbereitschaften - vom Verfall, Armut und Kriminalität geprägten Gebiet.

Die zone-in-transition geht an ihren Rändern in die Wohngebiete der Unterschicht über. Auch diese Zone, die vornehmlich Arbeitersiedlungen beherbergt, ist von anfänglichen Verfallserscheinungen, Armut und Kriminalität geprägt.

Erst der dritte Ring, die Wohngebiete der Mittel- und Oberschicht, zeigt deutliche bauliche und soziale Verbesserungen in Form von Ein- und Zweifamilienhäusern, einer Konzentration von Einkaufszentren, Kinos, Fastfood-Restaurants etc. entlang der Ausfallsstraßen in Richtung CBD und deutlich sichtbar werdendem, ansteigendem Wohlstand an (vgl. Hartshorn 1992: 232).

Abbildung 1: Das Zonenmodell nach Burgess:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3 Das Sektorenmodell

Das Sektorenmodell (Abb.2) wurde im Jahr 1939 von Homer Hoyt entwickelt.

Dieses in Sektoren unterteilte Stadtmodell argumentiert, dass Städte keine gleichmäßige konzentrische Anordnung aufweisen. Innerhalb jeden Sektors konzentrieren sich gleiche wirtschaftliche Aktivitäten bzw. Bewohner gleicher sozio-ökonomischer Merkmale. Diese Aktivitäten und auch die Bewohner dehnen sich in den suburbanen Raum aus. Dies gilt insbesondere für Gewerbe und Einzelhandel.

Folglich wachsen Städte ungleichmäßig und zwar in Abhängigkeit der jeweiligen Ausdehnung des Sektors.

Es wird beispielsweise deutlich, dass sich die Wohngebiete der Mittel- und Oberschicht in größerer räumlicher Entfernung zum CBD befinden als die der Unterschicht. Dieses Phänomen lässt sich mit der Tatsache erklären, dass sich die Mobilität der Stadtbewohner proportional zum jeweiligen Einkommen verhält. Somit steht der Mittel- und Oberschicht mehr Geld für die Nutzung von Transportmitteln zur Verfügung (vgl. Hartshorn 1992: 232).

Abbildung 2: Das Sektorenmodell nach Hoyt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.4 Das Mehrkernmodell

Das Mehrkernmodell (Abb. 3) wurde im Jahre 1945 von den Geographen Chauncy D. Harris und Edward L. Ullman entwickelt.

Das Modell, welches erstmalig von einem CBD-Fokus abweicht, lokalisiert mehrere Kerne verschiedenster, wirtschaftlicher Aktivitäten (vgl. Clark 2003: 141ff.).

Diese unterschiedlichen Kerne bzw. Geschäftsbezirke teilen entsprechend ihrer geographischen Lage im Stadtgefüge, verschiedene Wirtschaftsfunktionen (z.B. Verwaltungsviertel, Industriegebiete, Einzelhandelszentren, Vergnügungsviertel oder Wohngebiete). Aufgrund der Existenz verschiedenster Kerne, nehmen Harris und Ullman eine in Richtung des Umlandes abnehmende Siedlungsdichte an. Zusätzlich stellen sie fest, dass sich die Entfernung der Wohngebiete proportional zum Einkommen der Bewohner verhält: je reicher die Bewohner, desto weiter außerhalb leben sie.

Die Wohngebiete, die Leichtindustrie und der Großhandel orientieren sich im Mehrkernmodell auf Verkehrskorridoren. Der Unterschied zum Sektorenmodell von Hoyt, bei welchem alle Teilräume in Sektoren untergliedert sind, ist die Tatsache, dass diese Teilräume im Mehrkernmodell räumliche und zufällig abgrenzbare Cluster bilden.

Allerdings müssen diese Cluster nicht direkt im Stadtgefüge oder der Stadtregion integriert sein. Auch räumlich isolierte Lagen der Cluster sind durchaus möglich und auffindbar. Dies trifft vornehmlich auf emissionsverursachende Schwerindustrieanlagen zu.

Diese beschriebene Clusterbildung macht deutlich, dass Harris und Ullman vielmehr von einem asymmetrischen als von einem konzentrischen Städtewachstum, in der Umgebung der verschiedenen Kerne, ausgehen (vgl. Clark 2003: 141ff.).

Abbildung 3: Das Mehrkernmodell nach Harris & Ullman:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Harris & Ullman, 1945 2J Industrie I 1 Wohngetiefe den I I IJnersc hich S Sehwerindjs tie, IrdjstieAtra e I I Wohngebiete von I 1 Mtteh und Ober­ schicht, Sjbzentren, Wbhn-Vcrcrt» (Quelle: Wikipedia)

2.2 Die Postmoderne Stadtforschung

2.2.1 Begriffserklärung Postmoderne

Der Begriff Postmoderne ist ein Begriff, der vor allem von der Kulturtheorie genutzt wird und impliziert, dass nach der Moderne eine neue Epoche anknüpft. Aufgrund der Tatsache, dass es keine klare Definition des Begriffes Postmoderne gibt, wird dieser von den verschiedensten kulturwissenschaftlichen Einzeldisziplinen mit unterschiedlichsten Bedeutungen besetzt. Dies führt dazu, dass es variantenreiche, teilweise miteinander im Widerspruch stehende Verwendungen des Begriffes gibt (Hillmann 1994: 682).

Im Allgemeinen versucht der Begriff, die heutige Zeit zu charakterisieren und die Veränderungen, die in der Postmoderne sichtbar werden, offenzulegen. Diese Veränderungen sind sozialer, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Herkunft (vgl. Abercrombie et al. 2000: 272ff.; Dear & Flusty 1998: 58, 61).

In Hinsicht auf die sozialen Veränderungen der Postmoderne gilt, dass die soziale Klasseneinteilung immer mehr an Bedeutung verliert (vgl. Abercrombie et al. 2000: 272ff.; Dear & Flusty 1998: 58, 61).

Die sozialen Strukturen sind zunehmend heterogener und komplexer geworden.

Ausgehend von der steigenden Heterogenität und Komplexität postmoderner Gesellschaften müssen neue Abgrenzungsindikatoren wie beispielsweise Geschlecht, Ethnie, Alter, politische Einstellung oder Lebensstile Anwendung finden.

Der kulturelle Wandel in der Postmoderne ist stark mit den sozialen Veränderungen verbunden, da zum Beispiel die Herausbildung immer differenzierter werdender sozialer Milieus direkt die Alltagskultur beeinflusst.

In diesem Zusammenhang versuchen Personen ihrer Individualität durch individuelle Wahlen und Entscheidungen (z.B. bei der Kleidungswahl oder Gestaltung des Lebensinhaltes) Nachdruck zu verleihen.

Dies macht deutlich, dass Individuen sich weniger über Gruppenzugehörigkeit oder Tradition als vielmehr über das eigene, selbstverwirklichte Ich definieren.

Im Zuge des Übergangs von der Moderne in die Postmoderne, vollzieht sich auch in der Wirtschaft ein grundlegender Wandel.

Der Wechsel von einem fordistischen zu einem postfordistischen Produktionsverfahren löst beispielsweise die Fließbandarbeit durch flexiblere Produktionsmethoden ab. Zudem beeinflussen auch die sozialen und kulturellen Veränderungen die wirtschaftliche Komponente der Postmoderne stark: Mehr Heterogenität, Komplexität und Individualität der Menschen machen mehr Produktspezialisierungen und die damit verbundene Entstehung von kleineren, spezialisierten Unternehmen erforderlich.

Freie, ungehinderte Marktwirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, mehr Eigenständigkeit und privates Unternehmertum münden ebenfalls in politischen Veränderungen, die sich darin zeigen, dass sich der Sozialstaat immer weiter auflöst, was die Bedürftigsten einer Gesellschaft zuerst und am härtesten zu spüren bekommen (vgl. Abercrombie et al. 2000: 272ff.; Dear & Flusty 1998: 58, 61).

Die Veränderungen der postmodernen Zeit haben auch Einfluss auf die Stadtforschung.

Diese Veränderungen sind vornehmlich Bestandteil des Forschungsgegenstandes der Los Angeles School of Urbanism.

2.2.2 Die Los Angeles School of Urbanism

Die Los Angeles School of Urbanism [, an der die University of California sowie die University of Southern California maßgeblich beteiligt sind,] stellt seit Mitte der 1980er Jahre die etablierten Stadtmodelle infrage. Modelle zur Entwicklung von Los Angeles hatten bis dahin nicht den Anspruch erhoben, einen Prototyp darzustellen. Im Gegenteil: Die Regeln, nach denen sich Los Angeles entwickelte, waren fast immer als Ausnahmeerscheinung betrachtet worden. Dessen Entwicklung zu einem nationalen oder sogar internationalen Vorbild zu erklären, war daher aus intellektueller Sicht revolutionär.

Vor nur 20 Jahren war Los Angeles noch die am wenigsten [erforschte] Großstadt der USA. Seitdem hat eine wachsende Zahl von Stadtforschern [, zu den wichtigsten zählen: Michael Dear, Edward W. Soja und Mike Davis,] das Wissen über die Metropole erweitert und verändert (Dear 2005: 30).

Auf der Grundlage des erweiterten und veränderten Wissens über die kalifornische Metropole wurden einige Grundpositionen, die die Los Angeles School of Urbanism von der Chicago School of Urbanism abgrenzt, erarbeitet.

Unter diesen Grundpositionen sind zum einen der Fokus der Stadtforschung auf die Postmoderne, verbunden mit den Haupteinflussgrößen Kultur und Wirtschaft und zum anderen die Argumentation, dass es keine Dominanz der Stadtzentren über das Umland bzw. die Peripherie mehr gibt (vgl. Dear & Dahmann 2008: 266ff.).

3 Die aufgelöste Stadt Los Angeles

3.1 Die sechs Restrukturierungsprozesse nach Edward W. Soja

Als einer der führenden Stadtforscher der Los Angeles School of Urbanism erarbeitet Edward W. Soja sechs charakteristische Restrukturierungsprozesse bzw. Diskurse für postmoderne Städte und Stadtregionen am Beispiel von Los Angeles heraus (vgl. Westwood & Williams 1996: 19-30; Soja, Edward W. 2000):

1. Die Postfordistische Stadt
2. Die Fraktale Stadt
3. Die Exopolis
4. Die Cosmopolis
5. Die Sim City
6. Die Kerkerstadt.

3.1.1 Die Postfordistische Stadt

3.1.1.1 Definition Postfordismus

Der Begriff Postfordismus bezeichnet eine industrielle Entwicklung, deren Schwergewicht nicht mehr auf der Massenproduktion standardisierter Produkte liegt. Im Rahmen neuer Organisationsformen, die gekennzeichnet sind durch dezentrale, kleine und eng verflochtene Produktionseinheiten mit qualifizierten Beschäftigten, wird eine flexiblere Produktion ermöglicht. In Folge dessen ist es möglich, einer individuelleren Produktgestaltung und damit den differenzierteren Konsumentenwünschen entgegenzukommen.

Des Weiteren ist der Postfordismus durch eine gering gehaltene Fertigungstiefe, d.h. durch eine Reduktion der im Betrieb entworfenen und produzierten Produkte, durch die just-in-time- Lieferung sowie durch eine De-Hierarchisierung und Entbürokratisierung der Verwaltung im Betrieb gekennzeichnet.

Ausgehend von der zunehmenden Individualität der Produktgestaltung kann das Entstehen von Clustern mit kleineren Betrieben der gleichen sektoralen Zugehörigkeit in einer Region beobachtet werden (vgl. Meusburger 2001: o. S.).

Mitdenkende und motivierte Arbeitskräfte, die selbständig Entscheidungen treffen können, sind die Voraussetzung für flexible Spezialisierungen, flacheren Hierarchien und die Reduktion der vertikalen Arbeitsteilung, also die Verringerung von vor- bzw. nachgelagerten arbeitsteiligen Prozessen einer Wertschöpfungskette.

Der Postfordismus benötigt wesentlich mehr hoch- und mehrfachqualifizierte Arbeitskräfte als es zuvor in der Epoche des Fordismus der Fall war. Der Fordismus war z.B. durch Massenproduktion und bürokratischer Führung der Unternehmen geprägt.

Weil die benötigten Qualifikationen nicht überall zur Verfügung stehen, wird der Postfordismus nur in bestimmten Bereichen und Regionen erfolgreich verwirklicht werden können. Somit löst der Postfordismus nicht einfach den Fordismus ab, sondern existiert neben diesem (vgl. Meusburger 2001: o. S.).

3.1.1.2 Die Postfordistische Stadt Los Angeles

Der Übergang von der fordistischen zur postfordistischen Produktionsweise vollzieht sich in Los Angeles in den Jahren zwischen 1959 und 1989.

Die Tabelle 1 verdeutlicht geradezu exemplarisch die Entwicklung zu einer vom tertiären Sektor geprägten Wirtschaft. Dieser Tertiärisierungsprozess, also die Expansion des Dienstleistungssektors, geht in Los Angeles jedoch auch gleichzeitig mit einer Ausweitung des produzierenden Gewerbes einher (vgl. Thieme & Laux 1995: 319).

Wenngleich der sekundäre Sektor seit 1959 kontinuierlich an Beschäftigungsanteilen verloren hat, so steigen aufgrund der äußerst dynamischen Wirtschaftsentwicklung Südkaliforniens bis 1980 die absoluten Zahlen der Industriebeschäftigten deutlich an und verharrten auch während der achtziger Jahre bei nur leichten Verlusten auf einem vergleichsweise hohem Niveau (vgl. Thieme & Laux 1995: 319).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Los Angeles Metropolitan Area: Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen 1959-1989:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Transport, Verkehr, Infrastruktur

Innerhalb des sekundären Sektors sind gegenläufige Kräfte zu verzeichnen. Die Deindustrialisierung und Reindustrialisierung (vgl. Soja 1989: 200ff.).

Auf der einen Seite war der Raum Los Angeles von massiven Rückgängen der Beschäftigungszahlen in den traditionellen Kernindustrien (z.B. Reifenindustrie, Stahlindustrie und Automobilindustrie) betroffen. Im Zuge dieser selektiven Deindustrialisierung gingen allein von 1978 bis 1989 fast 200 000 relativ gut bezahlte Arbeitsplätze, vor allem in den zentrumsnahen Teilen der Stadtregion östlich und südöstlich der Downtown, verloren (vgl. Thieme & Laux 1995: 319f).

Auf der anderen Seite konnten die innovativen Hochtechnologien mit ihren Schlüsselbranchen Mikroelektronik, Luft- und Raumfahrt sowie Biotechnologie einen extremen wirtschaftlichen Aufwind erleben. Die bevorzugten Standorte der Hochtechnologie liegen vor allem in den suburbanen Randbereichen des Verdichtungsraums (z.B. San Fernando Valley oder Orange County) sowie in der Nähe des internationalen Flughafens von Los Angeles.

Diese weltweit größte Konzentration von Hochtechnologie stellt ein bipolares Spektrum an Arbeitsplätzen dar. Zum einen gibt es eine beträchtliche Zahl an hochqualifizierten Ingenieuren, Technikern und Spezialisten im kaufmännischen Bereich. Zum anderen macht die Akkumulation von hochqualifizierten Arbeitsplätzen ebenso geringer qualifizierte Tätigkeiten, wie beispielsweise Montagearbeiten, erforderlich Wirtschaft (vgl. Thieme & Laux 1995: 320f).

Die im expansiven tertiären Sektor beobachtbaren Polarisierungstendenzen werden auch beim Betrachten des Wachstums hochrangiger, unternehmensbezogener Dienstleistungen (z.B. Finanz- und Versicherungswesen, Immobilienhandel, Rechts- und Unternehmensberatung) deutlich, die einer starken Ausweitung minderqualifizierter Tätigkeiten gegenüberstehen. Persönliche Dienste, Gastronomie und Hotelgewerbe, Reparatur,- Reinigungs- und Sicherheitsdienstleistungen gehören zu den expansivsten Zweigen der Wirtschaft im Raum Los Angeles. Insbesondere in den unteren Segmenten des tertiären Sektors bilden sich fließende Übergänge formeller und informeller Wirtschaft (vgl. Thieme & Laux 1995: 320f).

Zusammenfassend lässt sich der wirtschaftliche Restrukturierungsprozess durch ein gleichzeitiges Auftreten von Wachstum- und Niedergangprozessen sowie durch eine Beschäftigungsexpansion in den höchsten und niedrigsten Segmenten des Arbeitsmarktes, im formellen und informellen Sektor, beschreiben.

Die Manifestation des Restrukturierungsprozesses wird vor allem in Los Angeles eindrucksvoll deutlich. Zu den entscheidenden Ursachen gehört ohne Zweifel die außerordentliche ethnische Vielfalt der Bevölkerung, die primär durch die starke Migrationsdynamik begründet ist (vgl. Thieme & Laux 1995: 320f).

3.1.1.3 Die ethnische Segmentierung des Arbeitsmarktes in Los Angeles

Die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sind in sehr verschiedener Weise von dem bereits beschriebenen Restrukturierungsprozess betroffen.

Die Majorität der sehr gut bezahlten und hochqualifizierten Arbeitsplätze im international geprägten Finanz- und Wirtschaftszentrum der Downtown Los Angeles wird von der weißen Bevölkerungsschicht eingenommen. Sehr ähnlich ist die Situation im oberen Segment des sekundären Sektors.

Die Situation der afroamerikanischen Bevölkerungsschicht gestaltet sich dagegen äußerst problematisch, da sie die Verlierer des wirtschaftlichen Restrukturierungsprozesses sind. Im wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit war es den Afroamerikanern möglich, sich Zugang zu den fordistisch geprägten industriellen Arbeitsplätzen zu erlangen. In Folge der Deindustrialisierung des Postfordismus waren jedoch genau diese Branchen von radikalen Arbeitsplatzstreichungen betroffen. Die wirtschaftlich schlechte Lage der Afroamerikaner wurde zusätzlich dadurch verschärft, dass die fordistischen Arbeitsplätze in ihren traditionellen Siedlungsgebieten lagen, die neuen postfordistischen Arbeitsplätze jedoch in den suburbanen Räumen lokalisiert worden sind und somit in großer Distanz zum Ghetto der Schwarzen entstanden (vgl. Thieme & Laux 1995: 321).

Die Situation der Hispanics verhält sich gegensätzlich zu der, der Afroamerikaner. Die Einwanderer unter den Hispanics profitieren sogar von der Beschäftigungsexpansion im Niedriglohnsegment und können somit ihre erste Erfahrung mit dem amerikanischen Arbeitsmarkt machen.

Vor allem die rechtliche Grauzone, in der sie sich befinden, die mangelnden Sprachkenntnisse sowie ethnische Diskriminierung führen dazu, dass die Hispanics unverhältnismäßige Löhne und Arbeitsbedingungen akzeptieren (vgl. Thieme & Laux 1995: 321).

Eine sehr differenzierte Position im restrukturierten Arbeitsmarkt in Los Angeles nehmen die Asiaten ein. Obwohl sie mit einer vergleichsweise hohen Bildungsqualifikation in die USA eingewandert sind, waren auch sie häufig, zumindest für eine Übergangsphase, im untersten Segment beschäftigt. Mit Hilfe zweier Strategien ist es jedoch einer nicht unerheblichen Zahl von Asiaten gelungen, einen sozialen Aufstieg zu meistern. Zum einen geschieht dies durch die Investition aller verfügbaren Ressourcen der Familie in die Bildung, um zumindest den Kindern den Zugang zu hochqualifizierten Positionen zu ermöglichen. Zum anderen haben viele Asiaten den Weg der Selbständigkeit gewählt, um den katastrophalen Löhnen und Arbeitsbedingungen des unteren Segments des Arbeitsmarktes zu entkommen (vgl. Thieme & Laux 1995: 321f).

Zusammenfassen lässt sich die ethnische Segmentierung des Arbeitsmarktes in Los Angeles anhand der Variablen Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit beleuchten (Tabelle 2):

Tabelle 2: Los Angeles County: Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit nach ethnischen Gruppen, Alter und Geschlecht, 1990:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Los Angeles County: Labor force participation and unemployment by ethnicity, age and gender, 1990

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Thieme & Laux 1995: S. 322)

Die Erwerbsquote der weißen Bevölkerungsschicht liegt sowohl bei Frauen und Männern als auch bei beiden Altersgruppen bis auf eine Ausnahme stets am höchsten.

Vergleichsweise hohe Raten der Erwerbsbeteiligung weisen auch die männlichen Hispanics auf. Vor allem bei den jungen Hispanics stehen nur relativ wenige Personen außerhalb des Erwerbslebens, was insbesondere der Tatsache geschuldet ist, dass die Hispanics lediglich eine geringe Beteiligung an den fortgeschrittenen Stufen des Bildungssystems aufweisen. Einen deutlichen Unterschied, im Vergleich zu den anderen ethnischen Bevölkerungsgruppen, weisen die Hispanics bei der Verteilung von Frauen und Männern, die erwerbstätig sind, auf. Dieser Unterschied lässt sich durch die traditionelle Familienstruktur und den jeweiligen Geschlechterrollen erklären (vgl. Thieme & Laux 1995: 322f).

Die Erwerbssituation der afroamerikanischen Bevölkerungsgruppe ist problematisch. Die männlichen Afro-Amerikaner gehören zu der Gruppe mit der höchsten Arbeitslosigkeit. Zusätzlich übertrifft der Anteil der Personen, die zwischen dem 25. und 64. Lebensjahr stehen und überhaupt nicht am Erwerbsleben beteiligt sind, die Vergleichswerte aller Ethnien um nahezu das Doppelte. Der Grund hierfür, ist die bereits beschriebene, selektive Deindustrialisierung. Die Afro-Amerikanerinnen unterscheiden sich jedoch in ihren Beschäftigungsindikatoren deutlich weniger von den anderen ethnischen Gruppen (vgl. Thieme & Laux 1995: 323).

In ihrem Erwerbsverhalten ähneln die Asiaten am ehesten der weißen Bevölkerungsgruppe. Eine extrem niedrige Arbeitslosenquote in beiden Altersgruppen belegen, dass die Asiaten sich sehr gut auf dem restrukturierten Arbeitsmarkt in Los Angeles behaupten. Der relativ hohe Anteil junger, asiatischer Männer und Frauen (16-24 Jahre), die noch außerhalb des Erwerblebens stehen, ist damit zu begründen, dass bei dieser ethnischen Gruppe eine starke Bildungsorientierung vorzufinden ist (vgl. Thieme & Laux 1995: 323).

Die Ergänzung der Variablen Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit um die beruflichen Qualifikationen der ethnischen Gruppen, macht die Erwerbssituation in Los Angeles noch deutlicher (Tabelle 3).

Tabelle 3:: Los Angeles County: Berufliche Qualifikation der Erwerbstätigen (16 Jahre und älter) nach Geschlecht und ethnischer Gruppe 1990:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Thieme & Laux 1995: S. 323)

Hier zeigen sich die Unterschiede zwischen den ethnischen Bevölkerungsgruppen noch deutlicher. Bei den Weißen und Asiaten gehören 70-80% der Beschäftigten den beiden oberen Kategorien des Erwerbslebens an; unter den weißen Männern nimmt die Sparte der leitenden Tätigkeiten sogar den ersten Rang an (vgl. Thieme & Laux 1995: 323).

Die Polarisierung des restrukturierten Arbeitsmarktes wird besonders deutlich, wenn man die Verteilung der zahlenmäßig starken Gruppe der Hispanics (n~1.500.000) betrachtet. Hier zeigt sich ein umgekehrtes Muster: Die Majorität wird hier durch die Sparte der ungelernten und angelernten Arbeitskräfte bestimmt.

Die afroamerikanische Bevölkerungsgruppe scheint eine mittlere Position einzunehmen. Sie ist jedoch von einer starken geschlechtlichen Disparität geprägt. Heruntergebrochen bedeutet dies konkret, dass mehr Afro-Amerikanerinnen in einem Beschäftigungsverhältnis stehen als Afro-Amerikaner. Des Weiteren sind weniger als die Hälfte der Männer, jedoch über drei Viertel der Frauen in den beiden oberen Qualifikationsbereichen (leitende Tätigkeit/technische Berufe, Beschäftigte mittlerer Qualifikation in Handel, Dienstleistung und Verwaltung) zugeordnet. Umgekehrt entfallen auf die beiden unteren Kategorien (Facharbeiter und Handwerker/angelernte und ungelernte Arbeiter) mehr als ein Drittel der männlichen Schwarzen, aber nur rund 6 Prozent auf die afroamerikanischen Frauen.

Die Betrachtung des Arbeitsmarktes in Los Angeles nach ethnischer Segmentierung verdeutlicht umso mehr, wie stark die Differenzierung, Polarisierung und Fragmentierung der sozioökonomischen Struktur in Los Angeles vorangeschritten ist (vgl. Thieme & Laux 1995: 320ff.).

Die Trennung der Gesellschaft nach sozialer Schicht, Gesellschaft und ethnischer Herkunft bestimmt demnach weiterhin inwiefern der amerikanische Traum und die Hoffnung auf ein verwirklichtes Leben, Realität werden können (vgl. Thieme & Laux 1995: 320ff.).

Dieses gesellschaftliche und ethnische Zerwürfnis spiegelt sich auch im Stadtbild wieder.

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Details

Seiten
37
Jahr
2018
ISBN (PDF)
9783346599995
ISBN (Paperback)
9783346600004
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Universität Passau
Erscheinungsdatum
2022 (März)
Note
1,7
Schlagworte
Los Angeles Metropolen Geographie Stadtforschung Postmoderne Restrukturierung
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