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Ausgestaltung eines Logistikcontrolling in traditionellen und modernen Logistiksystemen

Studienarbeit 2007 25 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Abbildungsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Allgemeines
1.1 Definition des Logistikcontrolling
1.2 Definition Supply Chain Management

2. Logistiksysteme – Die Entwicklung der Logistik
2.1 Traditionelle Logistiksysteme
2.2 Das moderne Logistiksystem – Supply Chain Management

3. Das Logistikcontrolling und seine Instrumente
3.1 Das strategische Logistikcontrolling
3.2 Das operative Logistikcontrolling

4. Ausgestaltung des Logistikcontrolling
4.1 In traditionellen Logistiksystemen
4.1.1 Das „TUL“ – Controlling
4.1.2 Das koordinationsbezogene Logistikcontrolling
4.1.3 Das flussbezogene Logistikcontrolling
4.2 Aufgaben des Logistikcontrolling in modernen Logistiksystemen - Supply Chain Controlling

5. Schlussbemerkung

Anhang

Literaturverzeichnis

Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Logistikcontrolling – eine Schnittmenge von Logistik

und Controlling

Abbildung 2: Logistik – Portfolio 4 Abbildung 3: Hauptaufgaben der Logistikkosten – und Leistungsrechnung

Abbildung 4: Anforderungen an Berichte in Anlehnung an Weber / Schäffer

Abbildung 5: Aufgaben des Supply Chain Controlling

Anhangsverzeichnis

Anhang 1: Die Entwicklungsphasen der Logistik

Anhang 2: Aufgaben des Logistikcontrolling und deren Träger

Anhang 3: Funktionen von Kennzahlen

Anhang 4: Bedeutung und Realisierung von Logistikkennzahlen in Deutschland

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abstract

Ziel dieser Arbeit mit dem Thema „Ausgestaltung eines Logistikcontrolling in traditionellen und modernen Logistiksystemen“ ist es, den grundsätzlichen Rahmen des Logistikcontrolling zu erläutern und einen Überblick über dessen Aufgaben und Entwicklung in den letzten 30 Jahren zu geben. Durch die wachsende Herausforderung an die Logistik und deren Leistungen aufgrund der Globalisierung und des damit verbundenen Wettbewerbs ist es nötig, Logistikkosten – und Leistungen klar definieren und abgrenzen zu können. Im Zuge des Supply Chain Managements wird von dem Logistikcontrolling ein transparentes Netz von Informationen, Daten und Kosten beziehungsweise Leistungen verlangt. In dieser Arbeit wird unter anderem dargestellt, wie mittels der Instrumente des strategischen und operativen Logistikcontrolling versucht wird, jene Anforderungen umzusetzen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen und zu schaffen.

„Es ist die Aufgabe des Managements, den Mitarbeitern Visionen zu geben; das ist die allerbeste Motivation.“[1]

1. Allgemeines

1.1 Definition des Logistikcontrolling

Das Logistikcontrolling hat den Zweck, das Logistikmanagement durch eine systemgestützte Informationsbeschaffung und Informationsverarbeitung bei der Planerstellung, Koordination und Kontrolle zu unterstützen. „Unter Logistik-Controlling versteht man die Wahrnehmung von Controlling – Aufgaben im Logistikbereich des Unternehmens. Die hohe Komplexität von Logistiksystemen und die Leistungsanforderungen an diese verstärken die Notwendigkeit gezielter Planung, Information, Analyse, Kontrolle, Koordination und Steuerung.“[2] Es gilt innerhalb eines Unternehmens, ein Logistikcontrolling aufzubauen, welches eine permanente und nachhaltige Wirtschaftlichkeitskontrolle durch ständige Soll – Ist – Vergleiche von Kosten und Leistungen gewährleistet.[3] Weiterhin ist das Logistikcontrolling ein Instrument zur Erkennung von Schwachstellen auf den Teilstrecken der Logistikkette und ein Hilfsmittel für die Zusammenführung der logistischen Teilverantwortung zur Gesamtverantwortung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Logistikcontrolling – eine Schnittmenge von Logistik und Controlling[4]

1.2 Definition Supply Chain Management

Unter dem Begriff Supply Chain Management (SCM) wird die Planung, Steuerung und Kontrolle von Prozessen und den entsprechenden Informationen über laufende, beziehungsweise geplante Geschäftsaktivitäten innerhalb der Wertschöpfungskette (Supply Chain) verstanden. Das Ziel des Supply Chain Managements ist dabei die Optimierung dieser Prozesse.[5] Die logistische Wertschöpfungskette stellt ein Netzwerk von Organisationseinheiten dar und erstreckt sich vom Lieferanten zum Hersteller und von diesem aus, über mehrere Ebenen, weiter zum Endverbraucher.[6] Diese Liefer – bzw. Logistikketten werden mittels des Supply Chain Managements gelenkt und gestaltet, denn es lenkt den Materialfluss zielgerichtet und gestaltet den organisatorischen Ablauf der Lieferketten, wobei es unter anderem die Ziele der Wirtschaftlichkeit und der Rentabilität verfolgt.[7]

2. Logistiksysteme – Die Entwicklung der Logistik

Durch steigende Kundenansprüche und steigenden Wettbewerb veränderte sich die Logistik in den letzten dreißig Jahren stark und hat nun ihr Image der reinen Dienstleistungsfunktion beinahe abgeschüttelt. Im Folgenden wird erläutert, wie sich die Logistik in vier verschiedenen aufeinander aufbauenden Phasen entwickelt hat.

2.1 Traditionelle Logistiksysteme

Der Ursprung der Logistik liegt in der so genannten Transport – Umschlag – Lager – Logistik („TUL“). Das bedeutet, der Schwerpunkt liegt auf der physischen Bewältigung von Transporten, Umschlagsvorgängen und Lagerungen.[8] Dieses Logistiksystem stellt die Basis zur Versorgungssicherheit dar und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Optimierung von material – und warenflussbezogenen Dienstleistungen. Die nächste Entwicklungsstufe ist die koordinationsbezogene Logistik, welche sich mit Fragestellungen, die material – und warenflussbezogenen Koordinationsprobleme betreffend, auseinandersetzt. Das Ziel der koordinationsbezogenen Logistik ist die Steuerung der Logistikprozesse. Die dritte Entwicklungsstufe der traditionellen Logistiksysteme ermöglicht eine Flussorientierung des gesamten Unternehmens. Die Logistik wird als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb angesehen. Dadurch wird sich eine aktive Beeinflussung gegebener Strukturen und eine höhere Lieferschnelligkeit, – genauigkeit und – flexibilität erhofft.[9]

2.2 Das moderne Logistiksystem – Supply Chain Management

Das Supply Chain Management (SCM) ist die vorerst letzte Phase in der Entwicklung der Logistik. Es werden nicht mehr nur die unternehmensinternen Prozesse und Entwicklungen betrachtet, sondern die Umwelt, insbesondere das Handeln der Wettbewerber, wird mit in die strategische und operative Entscheidungsfindung mit eingeschlossen. Die Leistungen innerhalb der Wertschöpfungskette sollen verbessert werden und durch gegenseitige Abstimmung in der Planung und einen schnelleren und effizienteren Informationsfluss soll ein Wettbewerbsvorteil entstehen. Der Kunde und der Lieferant werden gleichermaßen in den Wertschöpfungsprozess mit eingebunden. Das Ziel des Supply Chain Managements ist die Orientierung am Endkunden, dessen Zufriedenheit und Vertrauen. Weiterhin kann sich das Unternehmen durch das Supply Chain Management schneller an die Veränderungen des Marktes anpassen, die Lieferzeiten verkürzen und Qualitätsvorteile erlangen.[10] Weiterhin sei auf eine, sich im Anhang 1 befindende, grafische Darstellung der Logistikentwicklung verwiesen.

3. Das Logistikcontrolling und seine Instrumente

3.1 Das strategische Logistikcontrolling

Die strategische Planung verfolgt drei verschiedene Strategiearten – Wettbewerbsstrategien, Geschäftsfeldstrategien und Funktionalstrategien. Die Logistik findet sich im Bereich der Funktionalstrategien wieder, da bei ihr besonders die Optimierung der Abläufe und Prozesse im Vordergrund steht, um einen schnellen und effizienten Material – und Warenfluss zu gewährleisten.[11] Bevor jedoch ein effizientes strategisches Logistikcontrolling in der Unternehmung ausgestaltet werden kann, sollte erst die strategische Bedeutung der Logistik für das Unternehmen analysiert werden. Hierfür bietet sich die Portfolio – Analyse an, welche die Logistikattraktivität der Logistikkompetenz gegenüberstellt. Die Ergebnisse werden in einem Portfolio dargestellt. (Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Logistik - Portfolio[12]

Das strategische Logistikcontrolling zielt auf eine längerfristige Existenzsicherung ab und Investitionen, Produktprogramme und Personalentscheidungen werden im Hinblick auf die nächsten drei bis fünf Jahre durchgeführt, bzw. beschlossen.[13] Die Aufgabe des strategischen Logistikcontrolling ist es, eine klare Stoßrichtung vorzugeben und diese regelmäßig auf ihre Wirksamkeit zu kontrollieren. Im Folgenden werden zwei Arten der strategischen Kontrolle beschrieben: die Prämissenkontrolle und die Durchführungskontrolle. Bei der Prämissenkontrolle werden einzelne logistische Projekte, wie auch die gesamte Logistik auf ihre Gültigkeit überwacht und untersucht. Falls unerwünschte Tatbestände auftreten, wird die Strategie überprüft und notfalls angepasst. Bei der Durchführungskontrolle liegt das Hauptaugenmerk auf den Soll – Ist – Abweichungen. Aus ihnen kann abgeleitet werden, ob die bisherige Strategie mit einigen Änderungen fortgesetzt werden soll oder ob an der bestehenden Strategie festgehalten wird.[14] Ein weiteres Instrument des strategischen Logistik-controlling ist die Stärken – Schwächen – Analyse, deren Basis die Konkurrenzanalyse darstellt. Die Stärken – Schwächen – Analyse bietet der Logistik die Möglichkeit ihren Ist – Zustand der Erfolgspotentiale im Vergleich zur Konkurrenz zu untersuchen. Instrumente des strategischen Logistikcontrolling sind unter anderem die Konkurrenzanalyse, die Portfolioanalyse und das Zielkostenmanagement.

[...]


[1] Spindler, Heiko / Spindler, Stefan (Hrsg.), Zitat von: Wiedeking, Wendelin, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, http://www.zita.de/xslt.php?Site=Find&sauthor=15555, (Stand: 06.05.2007, Abruf: 09.05.2007)

[2] Wannenwetsch, Helmut, Integrierte Materialwirtschaft und Logistik, Beschaffung, Logistik, Materialwirtschaft und Produktion, 2. Auflage, Berlin usw. 2004, S. 317

[3] Vgl.: Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.), Die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org/wiki/Logistikcontrolling, (Stand: 27.3.2007, Abruf: 01.05.2007)

[4] Vgl.: Feil Dr., Peter (Hrsg.), Fachhochschule Osnabrück, http://www.zaehlershop.de/LogistikContr_WS_02.pdf, (Abruf: 01.05.2007)

[5] Vgl.: Springer Transport Media GmbH (Hrsg.), http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?template=de_lexikon_ergebnis_li&title=S*, (Stand: 2002, Abruf: 01.05.2007)

[6] Vgl.: Fleig Dr., Jürgen / Wallmeier, Werner (Hrsg.),

http://www.business-wissen.de/de/baustein/bs289/, (Stand: 2007, Abruf: 01.05.2007)

[7] Vgl.: Zäpferl, Günther / Piekarz, Bartosz, Supply Chain Controlling, Interaktive und dynamische Regelung der Material – und Warenflüsse, Wien 1996, S. 13

[8] Vgl.: Weber, Jürgen, Logistik – und Supply Chain Controlling, 5. Auflage, Stuttgart 2002, S. 9

[9] Vgl.: Weber, Jürgen (Hrsg.), Universität Giessen, Lehrstuhl für Controlling und Telekommunikation, www.wiwi.uni-giessen.de/dl/showfile/bwl4/4056/, (Abruf: 02.05.2007)

[10] Vgl.: Wikimedia Foundation Inc. (Hrsg.), Die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org/wiki/Supply_Chain_Management, (Stand: 17.4.2007, Abruf: 02.05.2007)

[11] Vgl.: Weber, Jürgen, Logistik – und Supply Chain Controlling, 5. Auflage, Stuttgart 2002, S. 27- 29

[12] In Anlehnung an: Weber, Jürgen, Logistik – und Supply Chain Management, 5. Auflage, Stuttgart 2002, S. 33

[13] Vgl.: Güner & Schweitzer GbR (Hrsg.), Steuerberater Online,

http://www.steuerlex.de/guener-schweitzer/lexika.html?lfdnr=2227&i=j&lexikon=U&no_body=0, (Abruf: 09.05.2007)

[14] Vgl.: Weber, Jürgen, Logistik – und Supply Chain Management, 5. Auflage, Stuttgart 2002, S. 45 – 47

Details

Seiten
25
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640216895
Dateigröße
717 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v118447
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik Stuttgart
Note
1,7
Schlagworte
Ausgestaltung Logistikcontrolling Logistiksystemen Vertiefung Beschaffung Logistik

Autor

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