Lade Inhalt...

Physische Geographie des Denali Nationalparks in Alaska

Referat (Ausarbeitung) 2008 38 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alaska - Lage, Geschichte, Wirtschaft, landschaftliche Großräume
2.1. Lage
2.2. Geschichte
2.3. Heutige Wirtschaftsstruktur
2.4. Die landschaftlichen Großräume

3. Die Lage und naturräumliche Gliederung des Denali Nationalparks
3.1. Lage und Allgemeines
3.2. Die naturräumliche Gliederung des Nationalparks

4. Genese und Geologie Alaskas und der Denali Nationalpark - Region
4.1. Geologie Alaskas
4.2. Geologie des Denali Nationalparks
4.3. Der Zentralbereich der Alaska Range
4.4. Das Denali-Verwerfungssystem
4.5. Die McKinley-Störung
4.6. Erdbeben am Denali-Verwerfungssystem
4.7. Seismische Aktivitäten im Denali Nationalpark

5. Die Glazialgeschichte des Denali Nationalparks
5.1. Die pleistozäne Vereisung Alaskas
5.2. Das Wisconsin Glacial in Alaska
5.3. Die Bering Land Bridge
5.4. Löss
5.5. Die vergletscherte Alaska Range
5.6. Das unvergletscherte Tiefland des Denali
5.7. Mäander nördlich der Schotterflächen

6. Klimaverhältnisse im Denali Nationalpark
6.1. Charakterisierung des Klimas im Nationalpark
6.2. Der Denali-Nationalpark - eine Permafrostregion

7. Auswirkungen des Klimawandels auf den Denali Nationalpark
7.1. Auftauen des Dauerfrostbodens
7.2. Schrumpfende Gletscher
7.3. Exkurs: Surge Gletscher
7.4. Veränderung der Phänologie
7.5. Veränderungen in der Häufigkeit und Intensität der Waldbrände

8. Zusammenfassung/Ausblick

9. Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Satellitenfoto des Denali Nationalparks mit administrativer Grenze

Abb. 2: Alaska

Abb. 3: Denali Nationalpark, Mt. McKinley-Massiv und Tundra

Abb. 4: Lage des Denali Nationalparks in Alaska

Abb. 5: Satellitenfoto des Denali Nationalparks mit seinen hauptsächlichen Ökozonen

Abb. 6: Prinzip der Akkretion

Abb. 7: Cantwell Formation am Cathedral Mountain

Abb. 8: Sedimentgesteinkappen über hellerem Granit in zentraler Alaska Range

Abb. 9: Schema der tektonischen Verhältnisse im Süden Alaskas mit Erdbebenherd vom 3. November 2002 auf dem Denali-Verwerfungssystem

Abb. 10 a-c: seismische Aktivitäten im Denali Nationalpark - Auftreten, Tiefe der Epizentren, Lage von Messstationen und Verwerfungen

Abb. 11: Beispiele der Auswirkungen des Erdbebens vom November 2002

Abb. 12: Ausdehnung der pleistozänen und rezenten Vergletscherung in Alaska

Abb. 13: Maximale nördliche Ausdehnung der pleistozänen Gletscher im Nationalparkgebiet

Abb. 14: Beringia-Land und kontinentale Eisdecke Nordamerikas im Pleistozän

Abb. 15: Schema des Lösstransports aus den Flusstälern in die Hochländer Zentralalaskas

Abb. 16: Gletschergeformtes U-Tal, Nähe Savage River

Abb. 17: Vom Gletschereis geformte Berge der Alaska Range, Ruth Glacier

Abb. 18: Findling im Denali Nationalpark

Abb. 19: Flussfächer

Abb. 20: Flussfächer

Abb. 21: Interior Boreal Lowlands, Bearpaw River im National Park and Preserve

Abb. 22: Die zwei Hauptklimazonen im Denali Nationalpark

Abb. 23: Isohypsen für den durchschn. Niederschlag in Alaska (in cm)

Abb. 24: Verteilung von Permafrost im Denali Nationalpark

Abb. 25: Anstieg der Lufttemperatur im Denali Nationalpark im Zeitraum von 1949-2003

Abb. 26: Solifluktionserosion

Abb. 27: Bodenerosion durch Rillenspühlung

Abb. 28: Eiskeil-Polygon

Abb. 29: Thermokarstentwicklung als Ergebnis von Eiskeilauftauen

Abb. 30: Gletscherschrumpfen im Denali Nationalpark - Fotovergleich: Fotos vom Hidden Creek Glacier von 1916 und 2004

Abb. 31: Gletscherschrumpfen im Denali Nationalpark - Fotovergleich: Fotos vom Sunset Glacier von 1939 und 2004

Abb. 32: Gletscherschrumpfen am Bsp. der Veränderung der Ausdehnung des Cantwell Gletschers

Abb. 33: Der Klimawandel wirkt sich auf die Phänologie aus. Die Baumgrenze verschiebt sich hangaufwärts

Abb. 34: Waldbrand im Denali Nationalpark

1. Einleitung

Die Landschaften des Denali National Park and Preserve sind das Ergebnis der
regionalen geologischen Prozesse und der Aktivität von Gletschern.

Einer der wichtigsten Einflüsse auf die Ökosysteme des Denali Nationalparks ist dabei die Alaska Range, ein massives Gebirge, welches sich von Südwesten nach Nordosten durch das südliche Gebiet es Nationalparks erstreckt. Es bildet eine klimatische Barriere und schafft somit zwei prägende Hauptklimazonen. Zudem verursacht es gewaltige Höhenunterschiede innerhalb des Parks.

In jüngster Zeit werden die Ökosysteme und das Landschaftsbild vor allem durch die Erwärmung des Klimas beeinflusst und verändert.

Die genannten Punkte sollen in der Belegarbeit angesprochen aufgezeigt und erläutert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Satellitenfoto des Denali Nationalparks mit administrativen Grenze;

Quelle: Hooge / Adema / Meier / Roland / Brease / Sousanes / Tyrrell, S. 8

2. Alaska - Lage, Geschichte, Wirtschaft, landschaftliche Großräume

2.1. Lage

Alaska bedeutet in der Sprache der Ureinwohner soviel wie „das große Land“. Es befindet sich im äußersten Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents. Im Osten grenzt es an Kanada, das restliche Alaska wird von Meer umschlossen; im Norden befindet sich der Arktische Ozean, im Westen die Beringstraße, im Süden der Nordpazifik (Lehrling 2006, S. 5).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Alaska; Quelle: http://encarta.msn.com/map_701534514/Wonder_Lake.html

2.2. Geschichte

Vitus Bering erreichte im Jahr 1741 als erster Europäer die Südküste Alaskas. Seitdem verwaltete es bis 1867 der russische Staat. Reger Pelzhandel setzte ein. Russland verkaufte Alaska 1867 für 7,2 Millionen US-Dollar an die USA. Ende des 19. Jahrhunderts kam es infolge des Goldrausches zu einer Masseneinwanderung, die Bevölkerungszahl verdoppelte sich annähernd. 1957 entdeckte man alaskanische Erdölvorkommen. Daraufhin begann man1968 mit dem Bau der 1.300 Kilometer langen Trans-Alaska-Pipeline von Prudhoe Bay bis zum eisfreien Hafen von Valdez im Süden Alaskas (http://www.amerika-live.de/USA/Alaska/alaska.htm). Seit dem 3. Januar 1959 ist das 1.518.807 km2 große Alaska der 49. Bundesstaat der USA (Lehrling 2006, S. 5).

2.3. heutige Wirtschaftsstruktur

Die Ölförderung stellt, mit einem Anteil von etwa 85 Prozent am Bruttoinlandprodukt, Alaskas wichtigsten Wirtschaftszweig dar. Fast die gesamte Menge (97%) des gewonnenen Rohöls wird im Territorium des North Slope, im äußersten Norden Alaskas, gefördert.

Alaska ist reich an weiteren Bodenschätzen. Aufgrund der gegebenen Klimabedingungen gestaltet sich der Abtransport aber eher schwierig, weswegen der Abbau kaum bzw. nicht rentabel wäre. Daher bleiben andere Bodenschätze bis auf weiteres so gut wie ungenutzt.

Große Bedeutung für Alaska hat hingegen die Fischerei-Industrie. Dieser Wirtschaftszweig ist mit mehr als 70.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber des Staates. Die Gewässer um Alaska zählen zu den fischreichsten der Welt.

Die Landwirtschaft hat hingegen kaum Bedeutung, ebenso wenig die Forstwirtschaft, trotz eines hohen Waldanteils in Alaska.

Die Tourismusbranche repräsentiert den zweitwichtigsten Wirtschaftszweig. Seit den 1970er Jahren erfolgt eine stetige Zunahme der Besucherzahlen. Die Hauptreisezeit ist der Sommer. Die Motive für eine Alaskareise sind für die Besucher größtenteils die unberührte Landschaft.

In abgelegenen Gebieten praktiziert die indigene Bevölkerung noch Subsistenzwirtschaft. Sie leben von der Fischerei und Jagd, sowie der Karibuzucht (Lehrling 2006, S. 5ff).

2.4. Die landschaftlichen Großräume

Alaska lässt sich in vier Großräume aufgliedern. Im Norden befindet sich der North Slope. Dieser wird im Süden von dem Gebirgszug der Brooks Range begrenzt, dem nördlichsten Teil des Rocky Mountain Systems. Weiter im Süden schließt sich das Gebiet des Central Plateau (Interior) an. Das Pacific Mountain System im Süden kann als vierter Großraum angesehen werden (Lehrling 2006, S. 9).

Der Denali Nationalpark umfasst Anteile Interior Alaskas und der Alaska Range (Sousanesa, S. 59). Das Gebirge und bildet den nördlichsten Teil des Pacific Mountain System. Der Alaskakette sind die Chugach Mountains und Kenai Mountains vorgelagert (Muhs, Thorson et. al 1987, 519). Als charakteristisches Merkmal für Interior Alaska lassen sich unter anderem die weiten Tiefebenen nennen, welche von breiten Flusstälern durchschnitten werden. Kleinere Gebirgszüge, wie beispielsweise die Kuskokwim Mountains in der nordwestlichen Parkregion Denalis, ergänzen das Landschaftsbild (Hooge / Adema / Meier / Roland / Brease / Sousanes / Tyrrell, S. 7).

3. Die Lage und naturräumliche Gliederung des Denali Nationalparks

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Denali Nationalpark, Mt. McKinley-Massiv und Tundra;

Foto: Bildagentur Huber/Bernd Römmelt; Quelle: Harenberg Wochenkalender 2006

3.1. Lage und Allgemeines

Der Nationalpark befindet sich in Zentralalaska, etwa 245 Meilen nördlich von Anchorage und 120 Meilen südlich von Fairbanks. Im Jahr 1917 wurde er als Mount McKinley Nationalpark auf Initiative von Charles Sheldon gegründet (Palka 2000, S. 7 und 37). Sheldon unternahm in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts Reisen in das heutige Gebiet des Denali Nationalparks und studierte dort Verhaltensweisen verschiedener Wildtiere (Hohermuth / Runge 1992, S. 162). Im Jahr 1980 erfolgte die Umbenennung des Mount McKinley Nationalparks in Denali National Park (http://www.nationalparkreservations.com/denali-national-park-and-preserve.htm). Zudem erweiterte man die Nationalparkfläche (Palka 2000, S. 27).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Lage des Denali Nationalparks in Alaska, Quelle: Elias 1995, S. 7 (stark bearbeitet)

Der Nationalpark umfasst gegenwärtig eine Fläche von 24.394 Quadratkilometern (National Geographic Society 2002, S. 392) und enthält mit dem 6.194 Meter hohen Mt. McKinley die höchste Erhebung Nordamerikas (Martin 2003, S. 380 und 382).

3.2. Die naturräumliche Gliederung des Nationalparks

Der Denali Nationalpark hat Anteil an drei großen Ökozonen, und zwar dem Boralen Nadelwald, der Tundra und dem alpinen Hochgebirge der Alaska Range (Hooge / Adema / Meier / Roland / Brease / Sousanes / Tyrrell, S. 11f).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Satellitenfoto des Denali Nationalparks mit seinen hauptsächlichen Ökozonen;

Quelle: Hooge / Adema / Meier / Roland / Brease / Sousanes / Tyrrell, S. 11

Vergrößerte Legende (aus Satellitenfoto entnommen)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Interior Uplands Subalpine

Interior Alpine

Unvegetated High Alpine Mountains

Southcentral Alpine

Southcentral Subalpine

Southcentral Boreal Lowlands

4. Genese und Geologie Alaskas und der Denali Nationalpark - Region

4.1. Geologie Alaskas

Das heutige Erscheinungsbild Alaskas und des Denali Nationalparks ist das Ergebnis einer Vielzahl von geologischen Prozessen, welche im Verlauf der Erdgeschichte an der westamerikanischen Küste stattfanden. Press/Sievers fassen es folgend knapp zusammen: „Die gesamte Geschichte der Kordillere ist äußerst kompliziert […]. Es ist eine Geschichte der Wechselwirkung zwischen der Pazifischen und der Nordamerikanischen Platte im Verlauf der vergangenen Milliarden Jahre. […] Sämtliche Erscheinungsformen, die mit Plattenkollisionen zusammenhängen, sind dort nachzuweisen: Akkretion fremder kontinentaler und ozeanischer Mikroplatten[…], intensive Überschiebungs- und Faltentektonik in Tiefwasser- und Schelfablagerungen, Vulkanismus und die Intrusion granitischer Plutone, Metamorphose und die Überprägung“ durch Orogenesen. (Press / Sievers 1995, S. 494).

All diese Erscheinungsformen trugen auch zu dem heutigen Bild des Denali-Nationalparks bei. Der Nationalpark hat zum einen Sedimentationsbecken und kilometerstarke Sedimentablagerungen aufzuweisen, zum anderen gibt es im Süden das Faltengebirge der Alaska Range, welches von dem Denali-Verwerfungssystem durchstoßen wird. Die heutige zentrale Alaskakette wird von ehemaligen Granitintrusionen gebildet und ganz Alaska, einschließlich dem Gebiet des Denali Nationalparks, ist aus geologischer Sicht ein Gebilde aus einer Vielzahl von Terranen (vgl. Collier 1989).

Der Begriff Terrane stammt aus Nordamerika und leitet sich von dem Wort Terrain ab, was soviel heißt wie Gebiet bzw. Bereich. Im geologischen Sinn stellen Terrane kleine Lithosphärenplatten (Inseln, Kontinentalreste, Späne ozeanischer Kruste) dar, so genannte Mikroplatten, die auf ozeanischen Platten mitgeschleppt werden.

[...]

Details

Seiten
38
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640221417
ISBN (Buch)
9783668123779
Dateigröße
3.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v118822
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Institut für Geographie
Note
2,0
Schlagworte
Physische Geographie Denali Nationalparks Alaska Oberseminar Gebiete

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Physische Geographie des Denali Nationalparks in Alaska