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Die Förderung der Berufsorientierung als Aufgabe der Hauptschule

Eine vergleichende Untersuchung in ausgewählten Klassen der Jahrgangsstufen 5/6 und 8/9

Examensarbeit 2006 147 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung und –abgrenzung
1.3 Ziel dieser Zulassungsarbeit
1.4 Vorgehen

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung von Berufsorientierung
2.1.1 Definitionen von Berufsorientierung
2.1.2 Bedeutungsvarianten von Berufsorientierung
2.1.3 Berufsorientierung als Phase des Berufswahlprozesses
2.2 Theorien und Modelle zur Erklärung der Berufswahl
2.2.1 Ältere Ansätze
2.2.1.1 Soziologische und sozioökonomische Theorien
2.2.1.2 Entwicklungstheorien
2.2.1.3 Lerntheorien
2.2.1.4 Matchingtheorien
2.2.1.5 Entscheidungstheorien
2.2.1.6 Das Berufswahlmodell von Bußhoff
2.2.2 Neuere Ansätze
2.2.2.1 Wertebasiertes, ganzheitliches Modell der Karriere- und Rollenwahl
2.2.2.2 Sozial-kognitive Perspektive der beruflichen Entwicklung
2.2.2.3 Kognitiver Informationsverarbeitungsansatz zum Problemlösen und Entscheiden
2.2.3 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
2.3 Berufsorientierung und Lehrplan der Hauptschule in Bayern
2.3.1 Berufsorientierung als fächerübergreifende Bildungsaufgabe
2.3.2 Berufsorientierung im Unterrichtsfach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT)
2.3.2.1 Jahrgangsstufe 5
2.3.2.2 Jahrgangsstufe 6
2.3.2.3 Jahrgangsstufe 7
2.3.2.4 Jahrgangsstufe 8
2.3.2.5 Jahrgangsstufe 9
2.3.2.6 Zusammenfassung
2.3.3 Betriebskontakte
2.3.3.1 Berufe-Rally
2.3.3.2 Arbeitsplatzerkundung
2.3.3.3 Betriebserkundung
2.3.3.4 Betriebspraktikum
2.3.4 Berufsorientierung und die Bundesagentur für Arbeit
2.3.4.1 Angebote zur Berufsorientierung
2.3.4.2 Das Berufsinformationszentrum (BIZ) als Informationsquelle
2.4 Berufsorientierung im Sozialisationsumfeld
2.4.1 Berufsorientierung und das Elternhaus
2.4.1.1 Elterneinfluss auf die Berufswahl
2.4.1.2 Einfluss des Elternverhaltens auf die Berufsorientierung
2.4.2 Berufsorientierung und der Freundeskreis
2.4.3 Berufsorientierung und die Schule
2.4.3.1 Zusammenarbeit von Schule und Arbeitsagentur
2.4.3.2 Lernbereich Berufsorientierung
2.5 Die Berufsaussichten der Hauptschulabgänger/innen
2.5.1 Kritik und Forderungen an die Hauptschule
2.5.1.1 Die Hauptschule in der Kritik von Ausbildern und Auszubildenden
2.5.1.2 Forderungen an die Hauptschule
2.5.2 Die Jugendarbeitslosigkeit
2.5.3 Der Ausbildungspakt

3 Schülerbefragung zur Berufsorientierung
3.1 Vorüberlegungen zum Fragebogen
3.2 Teilnehmende Schulen an der Befragung
3.3 Erläuterung des Fragebogens
3.4 Evaluation der Schülerbefragung
3.4.1 Allgemeine Evaluation
3.4.2 Evaluation in Bezug auf die Unterschiede der Jahrgangsstufen 5/6 und 8/9
3.4.3 Weitere Untersuchungskriterien
3.4.3.1 Evaluation in Bezug auf die Unterschiede der Geschlechter
3.4.3.2 Evaluation in Bezug auf die Unterschiede Stadt-und Land-Hauptschulen

4 Fazit

Anhang

Anlage 1: Fragebogen

Anlage 2: Auswertung der Fragebögen

Quellenverzeichnis

Literatur

Zeitungs- und Zeitschriftenartikel

Internetseiten

Stichwortverzeichnis

Vorwort

Mit der Schule fertig, aber wie geht es weiter? Der Übergang von der Hauptschule in den Beruf beziehungsweise in die Berufsausbildung wird für viele Jugendliche zunehmend zu einer kaum lösbaren Problemsituation. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der Veränderung in der Berufswelt scheint das kein Wunder zu sein. Zwar war es auch in der Vergangenheit nicht immer einfach abzusehen, wie sich einzelne wirtschaftliche Zweige und damit auch die beruflichen Chancen in den jeweiligen Berufsfeldern entwickeln werden, doch war die wirtschaftliche Entwicklung im Zeitalter der Globalisierung wohl noch nie so schwer vorauszusehen, wie im Moment.

Aber nicht nur die schwierige Voraussage über die Entwicklung mancher Berufsbilder stellt für die jungen Berufswähler oftmals ein Problem dar. Die Veränderung unserer Berufs- und Arbeitswelt, vor allem die Verschiebung vom produzierenden Gewerbe hin zum Dienstleistungsgewerbe, hat zur Folge, dass die Auswahl der Berufsalternativen, die ein jugendlicher Schüler der Hauptschule angesichts seiner Interessen und Fähigkeiten ins Auge gefasst hat, zusehends geringer wird. Und selbst wenn der Heranwachsende sich für eine Berufsalternative entschieden hat und die Berufsaussichten positiver Natur sind, ist längst noch nicht gesichert, ob er diese auch realisieren kann, man denke da nur an die große Krise am Lehrstellenmarkt. Da stellt sich die Frage, ob überhaupt noch von einer „Berufswahl“ zu sprechen ist oder ob Lehrstellenbewerber eher dem Motto folgen müssen: „Ich nehme was ich kriegen kann!“. Zwar steht die Androhung über die Verhängung einer staatlich festgelegten Strafe oder Umlage für alle diejenigen Betriebe, die nicht genügend Lehrstellen zur Verfügung stellen, zur Diskussion, jedoch bleibt abzuwarten, ob ein diesbezügliches Gesetz tatsächlich auf den Weg gebracht wird und inwiefern es eine Verbesserung auf dem Lehrstellenmarkt bewirken würde.

Aber nicht nur die Wirtschaftslage oder die Arbeits- und Berufswelt unterliegen einem ständigen Wandel, sondern auch die persönlichen Wertvorstellungen und Werthaltungen sowie Interessen haben sich über die Jahre verändert. Demnach stehen heutzutage Werte wie „Sozialleistungen des Arbeitgebers“ oder „berufliche Sicherheit“ eher im Mittelpunkt des Interesses, als noch vor zwanzig Jahren. So sind auch die Ansprüche an die berufliche Erwerbstätigkeit in Bezug auf die Selbstverwirklichung der eigenen Person weiter gestiegen. Die Folge ist, dass der Druck, den „richtigen“ Beruf zu wählen, um die eigenen Ziele und Zielsetzungen auch verwirklichen zu können, gerade für den jungen Berufswähler immer größer wird.

Warum die Berufswahlsituation für immer mehr Jugendliche verstärkt zu einer Problemsituation wird, kann vielleicht auch ein kleiner Einblick in die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte näher verdeutlichen:

Zum einen wird es für den Heranwachsenden zunehmend schwerer herauszufinden, in welchen Bereichen die persönlichen Interessen, Fähigkeiten, Vorlieben und Talente zu suchen sind. Schuld daran ist nicht zuletzt die Tatsache, dass in unserer heutigen Konsumgesellschaft den Jugendlichen mehr oder weniger alles durch die Medien wie Internet, Fernsehen und Videospiele „vorgesetzt“ wird und sie selbst demzufolge immer weniger gefordert werden. Weitere beobachtete Auswirkungen dieser Entwicklung sind einerseits eine zunehmende Vereinsamung und andererseits eine sich langsam einstellende Passivität der Jugendlichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch nicht zu unrecht von der „Null-Bock-Generation“. Zum anderen verändern sich mehr und mehr die traditionellen Familienstrukturen. So sind beispielsweise heutzutage allein erziehende Mütter oder Väter sowie Patchwork-Familien keine Seltenheit mehr. Aufgrund der veränderten Familienstrukturen kommt es nicht selten zu dem Problem, dass den Kindern beziehungsweise Jugendlichen in den wichtigen Lebensabschnitten, so auch die Entscheidungssituation Berufswahl, nicht die Unterstützung und Hilfestellung gegeben werden kann, die sie eigentlich bräuchten.

Deshalb hat die Berufsorientierung in der Schule an Bedeutung gewonnen, denn sie soll Hilfe bei der persönlichen Berufswahl leisten. Diese ist besonders schwierig, denn die Entscheidungssituation Berufswahl ist mit den zahlreichen alltäglichen Entscheidungssituationen kaum zu vergleichen, da die berufliche Entscheidung den weiteren Verlauf der Lebensgestaltung und Lebensplanung eines jeden nachhaltig beeinflusst. Deshalb ist es wichtig, bei der Entscheidungssituation Berufswahl stets die individuellen Lebensvorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche mit einzubeziehen.

Damit man sich ein Bild oder eine genaue Vorstellung von seinen Wünschen und Zielsetzungen hinsichtlich der gesamten Lebensspanne machen kann, braucht es ein gewisses Maß an Orientierungsfähigkeit, das heißt das Individuum muss lernen sich Informationen von sich selber und von seiner Umwelt zu beschaffen. Im Laufe der Entwicklung eines Menschen vollzieht sich dieser Lernprozess sowohl in bewussten als auch in unbewussten Formen. Wird dieser Prozess durch etwas gestört oder kann er nur in bedingter Form ablaufen, hat das Subjekt große Probleme die eigenen Interessen, Neigungen, Talente und Fähigkeiten, die bei dem persönlichen Berufswahlprozess eine entscheidende Rolle spielen, zu bestimmen. Dies kann zur Folge haben, dass die vor der Berufsentscheidung stehende Person nicht in der Lage ist, angemessen zu reagieren und zu handeln.

Infolgedessen ist es erst einmal wichtig in Bezug auf die Berufswahlentscheidung orientierungsfähig zu werden, um dann im weiteren Verlauf auch Handlungsfähigkeit zu demonstrieren.

Die Anbahnung der beruflichen Orientierungsfähigkeit seitens des Berufswählers erfolgt durch umfassende Angebote und Maßnahmen aus der Umwelt. Unter diesen Angeboten und Maßnahmen sind in erster Linie praxisorientierte Beiträge zur Berufsorientierung zu verstehen, wie zum Beispiel die Betriebspraktika.

Die Berufsorientierung soll somit Hilfe zur persönlichen Berufswahl leisten und insofern beschäftigt sich diese Zulassungsarbeit mit der Förderung der Berufsorientierung als Aufgabe der Hauptschule.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die vier Bedeutungsvarianten des Begriffs „Berufsorientierung“

Abbildung 2: Die zwei Dimensionen des Begriffs „Berufsorientierung“

Abbildung 3: Die drei Phasen des Berufswahlprozesses

Abbildung 4: Drei Elemente einer gelungenen Berufswahl nach Parsons

Abbildung 5: Berufswahlmodell nach Daheim

Abbildung 6: Entwicklungsperioden nach Ginzberg

Abbildung 7: 5-Stadien-Modell von Super

Abbildung 8: Berufswahlmodell von Krumboltz

Abbildung 9: Berufswahlmodell von Holland

Abbildung 10: Grad der Gemeinsamkeiten zwischen den Persönlichkeitsmodellen nach Holland

Abbildung 11: Allgemeines Modell des Entscheidungsprozesses

Abbildung 12: Berufsentscheidung nach Vroom

Abbildung 13: Berufswahlmodell von Lange

Abbildung 14: Das Rahmenmodell für die Berufswahl nach Bußhoff

Abbildung 15: Lebenslanger Prozess der Interessenentwicklung

Abbildung 16: Modell der lebenslangen (Berufs-)Wahlprozesse

Abbildung 17: Pyramide der Informationsverarbeitungsebenen nach Sternberg

Abbildung 18: Kreislauf der berufsbezogen Entscheidungsphasen und -fähigkeiten

Abbildung 19: Berufsorientierung im Sozialisationsumfeld mit den beteiligten Personengruppen und Institutionen

Abbildung 20: Grundstruktur des Lernbereiches „Berufsorientierung“

Abbildung 21: Arbeitslosenquote nach Qualifikation (in Prozent, alte Länder und West-Berlin)

Abbildung 22: Perspektive der Hauptschulabgänger Anfang Mai 2006

1 Einleitung

1.1 Motivation

Die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule müssen sich schon früh Gedanken über ihre Berufswahl machen und letztendlich müssen sie eine Entscheidung treffen. Bei unserer schlechten Ausbildungsplatzsituation erfolgt die Lehrstellenvergabe meist nach dem Ausschlussprinzip. Die Absagen überwiegen und wo ich genommen werde, sage ich auch zu. Als angehender Lehrer besitze ich das Anliegen, die jugendlichen Schüler in einer schwierigen Entwicklungsphase zu begleiten und beraten gerade in Fragen der Berufsorientierung. Da ich selbst nach abgeschlossenem Studium zum Diplom-Betriebswirt (BA) in heimatnaher Umgebung keinen passenden Arbeitsplatz gefunden habe, kenne ich die Erfahrung von Absagen am eigenen Leibe. Schüler [1] mit einer noch nicht gefestigten Persönlichkeit können eine Absage aber als persönliche Niederlage empfinden und fühlen sich nach einer Reihe von Absagen als von der Gesellschaft nicht benötigt.

Auch die Annahme eines Ausbildungsplatzes, der nicht den Neigungen und Interessen entspricht, und deshalb wieder abgebrochen wird, führt zu einem sprunghaften Lebenslauf in bereits jungen Jahren. Doch dies muss nicht so sein, denn mit einer guten Berufsorientierung der jugendlichen Schüler kann hier präventiv für das ganze Berufsleben vorgearbeitet werden. Bei einem 17-jährigen Schüler und Rente mit 67 Jahren sprechen wir hier von einem halben Jahrhundert Arbeit, die dieser Schüler noch vor sich hat. Deshalb möchte ich als Junglehrer gerade die Berufsorientierung als Aufgabe der Hauptschule vermehrt in den Vordergrund stellen.

1.2 Problemstellung und –abgrenzung

Die Schüler der Hauptschule pendeln in ihren Berufsvorstellungen zwischen Traum und Wirklichkeit. Hinzu kommt die Zeit der Pubertät, die den emotionalen Zustand und das Sozialverhalten der Jugendlichen aufgrund von Stimmungsschwankungen und Launenhaftigkeit ständig verändert. Deshalb ist der langwierige Prozess der Berufsorientierung, der schon im Kindesalter beginnt, bei den Jugendlichen im Laufe ihrer Schulzeit einer wiederkehrenden Neuorientierung unterzogen. Deshalb wird in dieser Arbeit auch die Frage nach dem Unterschied der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe einer Hauptschule mit denen der 8. und 9. Jahrgangsstufe verglichen. Die Bestandsanalyse erfolgt nach der Istwertmethode, da eine Langzeituntersuchung mit denselben Schülern als Ceterius-paribus-Klausel über einen Beobachtungszeitraum von mehreren Jahren nicht möglich ist. Diese Arbeit will mit den Ergebnissen auch keine Allgemeingültigkeit erreichen, da es lediglich eine lokal begrenzte Untersuchung in ausgewählten Klassen ist. Jedoch für mich als Junglehrer sind diese Schüler stereotypisch für meine zukünftigen Schüler, aufgrund des ähnlichen Sozialisationsumfeldes.

1.3 Ziel dieser Zulassungsarbeit

Das Ziel diese Arbeit ist einerseits die theoretische Ergründung des Begriffs Berufsorientierung. Dieser zunächst abstrakte Begriff soll in Verbindung mir der Hauptschule erfahrbar gemacht werden. Somit erklärt sich die Aufgabe der Förderung der Berufsorientierung als umso wichtiger gerade in Bezug auf die Hauptschule und zu Zeiten von Ausbildungsplatzmangel und Jugendarbeitslosigkeit.

Um die Theorie in ihrer Aussagekraft zu unterstreichen, ist das zweite Ziel die Evaluierung von ausgewählten Klassen der Jahrgangsstufen 5/6 und 8/9. Denn Modelle und Theorien werden umso glaubwürdiger und aussagekräftiger, je mehr sie durch die Aussagen von Schülerinnen und Schülern bestätigt werden. Andererseits wird man persönlich durch evaluierte Daten zum Nachdenken und Hinterfragen von Bestehendem angeregt und erhält somit einen tieferen Einblick in das Gedankengut der Schüler. Gerade dieses Verständnis und Wissen wird mir später in meiner Arbeit als Lehrer hilfreich zur Seite stehen, wenn es meiner Motivation entsprechend darum geht, die Schüler auf ihrem Weg von der Schulbank in das Berufsleben zu begleiten.

1.4 Vorgehen

Die Arbeit ist aufgeteilt in einen theoretischen Teil, der sich mit der Berufsorientierung im weiteren Sinne befasst und in einen praktischen Teil, der das Thema Berufsorientierung aufgrund einer Evaluierung mithilfe eines Fragebogens in ausgewählten Klassen der Jahrgangsstufen 5/6 und 8/9 erörtert.

Im theoretischen Teil ist zum Einstieg in die Arbeit erforderlich, den Begriff „Berufsorientierung“ transparenter erscheinen zu lassen, indem auf unterschiedliche Definitionsversuche Bezug genommen wird, um schließlich eine eigene Arbeitsdefinition herauszuarbeiten. Im weiteren Verlauf sollen die unterschiedlichen Bedeutungsvarianten des Berufsorientierungsbegriffs aufgezeigt und mit dem Berufswahlprozess in Zusammenhang gebracht werden.

Der nachfolgende Abschnitt beschäftigt sich mit einer Reihe von unterschiedlichen Ansätzen, Theorien und Modellen, die alle versuchen, das individuelle Berufswahlverhalten zu erklären. Ziel ist es deren wichtigste Einflussfaktoren herauszufiltern, um daraufhin wichtige Schlussfolgerungen für die Berufsorientierung ableiten zu können.

Damit das Thema dieser Arbeit nicht aus den Augen verloren wird, soll nach dem Exkurs in die Theorie des Berufswahlverhaltens die Lehrplanverankerung des Lernbereichs Berufsorientierung in den bayerischen Hauptschulen näher beleuchtet werden. Ob dieser Lehrplan den Anforderungen der außerschulischen Vertreter gerecht wird, wird in 2.3 geklärt.

Das Elternhaus, der Freundeskreis und die Schule sind am persönlichen Berufswahlprozess eines Individuums in bedeutungsvoller Weise beteiligt. Welche Rolle ihnen bei der Berufsorientierung zugedacht wird sowie welchen Einfluss sie auf die persönliche Berufsorientierung haben, soll der Gliederungspunkt 2.4 deutlich machen.

Nach der Schule werden die Schüler in das Berufsleben entlassen. Mit den Schwierigkeiten in Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit und den Ausbildungspakt sowie der Kritik und die Forderungen an die Hauptschule beschäftigt sich der Punkt 2.5.

Abschließend sollen eine Schülerbefragung und deren Evaluation im praktischen Teil dieser Arbeit in Hinblick auf die persönliche Berufswahl und Berufsorientierung und die diesbezügliche Auswertung einen konkreten Praxisbezug zum Thema herstellen. Dies schließt die Vorüberlegungen zum Fragebogen ebenso wie die an der Befragung teilnehmenden Schulen ein. Insgesamt gesehen liegt hierbei ein besonderes Augenmerk auf dem Vergleich der Jahrgangsstufen 5/6 und 8/9 sowie deren Interpretation.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmung von Berufsorientierung

2.1.1 Definitionen von Berufsorientierung

Der Begriff „Berufsorientierung“ ist ein Ausdruck, der relativ schwer zu fassen ist, da er hinter einer Vielfalt von Bedeutungsvariationen und Synonymen undeutlich wird. Je nachdem aus welchem Blickwinkel der Begriff der „Berufsorientierung“ beleuchtet wird, werden jeweils unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund gestellt. Folgende drei Begriffserläuterungen sollen einen ersten Einblick in den Bedeutungsreichtum des Ausdrucks „Berufsorientierung“ geben:

- „Die Berufsorientierung ist an alle Personen gerichtet, die vor der Berufswahl stehen, natürlich in erster Linie an Schüler und ihre Eltern. Sie ist aber auch an alle Vertreter und Institutionen des Bildungs- und Ausbildungswesens (Schule, Lehrer, Bundesanstalt für Arbeit, Arbeitsämter, etc.) gerichtet.“ [2]
- „Berufsorientierung ist ein wesentliches Element im Berufswahlprozeß, der Phasen zur Orientierung, Entscheidungsfindung und Realisierung umfasst. […] Ziel ist die Entwicklung der individuellen Berufswahlkompetenz als Voraussetzung zu eigenverantwortlichem, aktivem Handeln und Entscheiden, was die kritische Wertung der Chancen und Risiken bei der Berufswahl mit einschließt.“ [3]
- „Der Begriff Berufsorientierung ist ein Sammelausdruck für verschiedene berufswahlvorbereitende Maßnahmen […]. Sie werden in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes und außerschulischen Partnern innerhalb und außerhalb des Unterrichts in vielfältiger Form durchgeführt.“ [4]

Die erste Auslegung des Berufsorientierungsbegriffs konzentriert sich auf das Herausarbeiten des Aspektes, an welche Personen oder Personengruppen die Berufsorientierung adressiert ist. Demnach bezieht sich Berufsorientierung nicht nur auf den Berufswähler, sondern auch auf die an der Berufswahl beteiligten Institutionen und ihre Vertreter, insbesondere auf die Familie und die Eltern, die Bundesagentur für Arbeit und die Schule inklusive ihrer Lehrerinnen und Lehrer. In welcher Form und in welchem Ausmaß sie konkret an der Berufsorientierung mitwirken, soll zu einem späteren Zeitpunkt der Arbeit genauer dargestellt werden.

Im Mittelpunkt der zweiten Begriffserklärung steht dagegen eine klare Zielangabe. Demzufolge ist das Ziel der Berufsorientierung die so genannte „Berufswahlkompetenz“, die den Berufswähler in die Lage versetzen soll, die Entscheidungssituation „Berufswahl“ in adäquater Art und Weise auflösen zu können. Außerdem verbindet sie mit dem Begriff „Berufsorientierung“ einen elementaren Abschnitt im Berufswahlprozess, welcher der Entscheidungs- und Realisierungsphase vorausgeht.

Der letzte Definitionsversuch zum Begriff der „Berufsorientierung“ betrachtet die Berufsorientierung verstärkt im Kontext von Schule und Unterricht. So sind mit Berufsorientierung in erster Linie alle diejenigen berufswahlvorbereitenden Maßnahmen gemeint, die sich einerseits in starker Gemeinschaftsarbeit von Schule und außerschulischen Partnern, wie zum Beispiel Betrieben, Arbeitsagenturen oder Eltern, und sich andererseits sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts vollziehen.

Unter Berücksichtigung der vorangegangen Ausführungen soll für diese Arbeit nachstehende Arbeitsdefinition für den Begriff „Berufsorientierung“ abgeleitet werden:

„Berufsorientierung meint alle berufswahlvorbereitenden Maßnahmen seitens des Elternhauses, der Bundesagentur für Arbeit und der Schulen, welche das Ziel haben, die persönliche Berufswahlreife des Berufswählers zu fördern. Sie vollziehen sich zudem in intensiver Zusammenarbeit aller beteiligten Personen und Institutionen.“

Um dem Begriff „Berufsorientierung“ jedoch in einem größeren Maße gerecht zu werden, als das eine einzelne Begriffsdefinition zu leisten vermag, beschäftigt sich der nachfolgende Abschnitt mit den verschiedenen Bedeutungsvarianten des Berufsorientierungsbegriffs.

2.1.2 Bedeutungsvarianten von Berufsorientierung

Wie im vorherigen Gliederungspunkt bereits erwähnt wurde, versteckt sich hinter dem Begriff Berufsorientierung ein breites Spektrum unterschiedlichster Bedeutungsauffassungen. Demnach kommt es immer darauf an, aus welcher Perspektive und vor allem von welcher Interessensvertretung aus dieser Begriff betrachtet wird. Diese können zum Beispiel aus den Bereichen Bildungspolitik, Wirtschaft oder Schulwesen stammen.

Um diese Vielfalt an Bedeutungsvorstellungen besser einordnen zu können, sollen im Weiteren mithilfe einer Grafik vier unterschiedliche Bedeutungsvarianten des Begriffs Berufsorientierung vorgestellt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die vier Bedeutungsvarianten des Begriffs „Berufsorientierung“

Mit dem Begriff „subjektive Berufsorientierung“ ist eine Haltung oder vielmehr die Eigenschaft seitens des Individuums gemeint, Arbeit und Beruf als einen entscheidenden Baustein im persönlichen Lebensentwurf anzusehen, das heißt, das Subjekt bezieht bei seiner Berufswahl Ziele und Zielsetzungen hinsichtlich der persönlichen Lebensplanung mit ein. Dieser Aspekt der Berufsorientierung scheint auf den ersten Blick kaum erwähnenswert, doch angesichts der Entwicklung, dass Bedürfnis- und Wertorientierungen sowie Lebensstile in der heutigen Gesellschaft zunehmend verallgemeinert werden, kann nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass eine derartige Eigenschaft oder Haltung seitens des Berufswählers als selbstverständlich angesehen werden kann.

Eine andere Sichtweise versteht die Berufsorientierung als eine Anpassung von schulischen Bildungsprozessen an die unterschiedlichen Anforderungen beruflicher Tätigkeiten. Demnach werden die verschiedenen Unterrichtsprozesse ausführlich analysiert und gegebenenfalls in Bezug auf Inhalt, Methode und Sozialformen an die Belange der Berufs- und Arbeitswelt angepasst beziehungsweise verändert. Aufgrund der Tatsache, dass die Anforderungen beruflicher Aktivitäten nicht immer gleich bleiben, sondern sich in einem stetigen Wandel befinden, ist es nach der Auffassung gewisser Interessensvertretern erforderlich, dass sich auch die Bildungsinhalte und Unterrichtsmethoden von Zeit zu Zeit einer Umstrukturierung unterziehen müssen. Diese Bedeutungsvariante von Berufsorientierung wird vor allem von Interessensvertretern aus der Wirtschaft, zum Beispiel Betriebe, Unternehmen oder Arbeitgeberverbände, in den Mittelpunkt des Interesses geschoben. So wird seitens der Wirtschaft immer wieder eine intensivere Förderung der so genannten „Schlüsselqualifikationen“ verlangt.

Berufsorientierung im Sinne von Berufswahlvorbereitung meint hingegen die Aneignung von Kenntnissen, Erkenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten, die den Berufswähler dazu in die Lage versetzen soll, eine möglichst rationale Entscheidung für einen „Startberuf“ zu treffen. Mit „rational“ ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass die betroffene Person zwischen persönlichen Vorlieben, Interessen sowie Vorstellungen und realen Gegebenheiten, wie zum Beispiel Ausbildungschancen und Arbeitsmarktlage, abwägt. Diese Auffassung von Berufsorientierung wird vorrangig in bildungspolitischen und schulpädagogischen Ausführung vertreten.

Die letzte der vier Bedeutungsvarianten ist auch zugleich diejenige, der in der Bildungspolitik bisher am wenigsten nachgegangen wurde, obwohl sie für eine effektive und zufrieden stellende Berufsentscheidung im höchsten Maße von Bedeutung ist. Gemeint ist die Berufsorientierung im Sinne einer arbeitsweltbezogenen Allgemeinbildung, das heißt, das Individuum erschließt sich die Berufs- und Arbeitswelt dadurch, dass es ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen sowie ihre sozialen, technischen und wirtschaftlichen Grundlagen kennen lernt. Ziel dieser Allgemeinbildung ist es, in Anlehnung an das kritisch-konstruktive Didaktikmodell von Wolfgang Klafki, dass der Berufswähler mittels Urteils-, Solidaritäts- und Selbstbestimmungsfähigkeit im Handlungsfeld „Berufswahl“ eigenverantwortlich tätig werden kann. [5]

Weiterhin lassen sich die dargestellten Bedeutungsvarianten der Berufsorientierung in zwei große Bereiche einteilen, wie in der folgenden Darstellung ersichtlich ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die zwei Dimensionen des Begriffs „Berufsorientierung“

Unter Berücksichtigung der zeitlichen Ausdehnung kann die Berufsorientierung in eine Berufsorientierung im engeren und eine Berufsorientierung im weiteren Sinne unterschieden werden. So erscheint es leicht nachvollziehbar, dass es einen Unterschied macht, ob sich die Berufsorientierung auf die Anbahnung eines allgemeinen Verständnisses für sozioökonomisch-technische Grundlagen der Arbeitswelt oder auf einen unmittelbar ablaufenden Berufswahlunterricht im Sinne der Berufswahlvorbereitung bezieht. Aber auch die Gestaltung der individuellen Lebensplanung vollzieht sich hinsichtlich der zeitlichen Erstreckung in einem größer gefassten Rahmen und ist infolgedessen auch im Zusammenhang von Berufsorientierung im weiteren Sinne zu verstehen. Dagegen treten die praxisorientierten Maßnahmen der Berufswahlvorbereitung und der darin integrierte Berufswahlunterricht zeitlich gesehen vergleichsweise kurz bemessen in Erscheinung.

Im nachfolgenden Abschnitt soll der idealtypische Berufswahlprozess, auf den sich die Berufsberatung und die Schule größtenteils beziehen, in groben Zügen dargestellt und mit dem Begriff Berufsorientierung in Verbindung gebracht werden.

2.1.3 Berufsorientierung als Phase des Berufswahlprozesses

Der überwiegende Teil der Maßnahmen zur Berufsorientierung in der Schule sowie die Angebote der Berufsberatung beziehen sich auf die Berufsorientierung im engeren Sinne. Dabei gehen sie von einem Modell des Berufswahlprozesses aus, das sich aus einer Orientierungs-, einer Entscheidungs- und einer Realisierungsphase zusammensetzt. Dabei können die einzelnen Phasen des Berufswahlprozesses in ihrem Ablauf und ihrer Ausprägung von Mensch zu Mensch unterschiedlich erfolgen, wie in der folgenden Abbildung ersichtlich ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Die drei Phasen des Berufswahlprozesses [6]

In der Orientierungsphase versucht das Individuum sich seiner eigenen Vorstellungen zum Beispiel über Begabungen, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Interessen bewusst zu werden und diese im weiteren Verlauf zu klären und sie schließlich zu konkretisieren. Dabei macht es sich zuerst ein Bild von sich und seiner Umwelt und geht danach auf seine Ziele und Zielsetzungen in der persönlichen Lebensplanung ein. Diese Vorstellungen und Planungen werden nun kontinuierlich weiterentwickelt.

Mit der Hilfe von zusätzlichen Informationen wie zum Beispiel Wissen über einzelne Berufsbilder und Erfahrungen durch eigene Betriebspraktika sollen am Anfang der Entscheidungsphase die eigenen Vorstellungen zunächst abgesichert werden, um danach eine Auswahl von Berufsalternativen zu treffen. Die Phase der Entscheidung endet mit dem Festlegen auf eine Alternative.

Die Realisierungsphase kann wiederum in nachstehende individuell ablaufende Stufen gegliedert werden:

- Bewerben,
- Vorstellen,
- Ausbildung und
- Eintritt ins Berufsleben.

Die Berufsorientierung lässt sich somit auch als eine Phase des Berufswahlprozesses darstellen, welche den Phasen der Entscheidung und der Realisierung vorangeht. [7]

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass in diesem stark schematisierten Modell des Berufswahlprozesses ausschließlich das Individuum beziehungsweise der Berufswähler im Mittelpunkt des Geschehens steht.

Allerdings ist am Prozess der Berufswahl laut Arbeitsdefinition nicht nur die betroffene Person beteiligt. Es stehen ihr die Familie, insbesondere die Eltern, die Arbeitsagenturen in Form von Informations- und Beratungsangeboten sowie die Schule mit der Hilfestellung im Unterricht zur Seite.

2.2 Theorien und Modelle zur Erklärung der Berufswahl

Anfangs wurde aufgezeigt, was unter dem Begriff „Berufsorientierung“ zu verstehen beziehungsweise in welcher Art und Weise er im Berufswahlprozess mit eingebunden ist sowie welche grundsätzlichen Inhalte und Zielangaben sich daraus ergeben. Weiterhin wurde ein näherer Einblick gewährt, welche Personengruppen oder auch Institutionen neben dem Betroffenen im Berufswahlprozess beziehungsweise in der Berufsorientierung involviert sind. So macht es an dieser Stelle der Arbeit Sinn, das Augenmerk auf die grundlegenden theoretischen Ansätze zum Berufswahlverhalten zu lenken, um daraufhin unter Berücksichtigung der herausgearbeiteten Einflussfaktoren auf die Berufswahl Schlussfolgerungen für die Berufsorientierung ziehen zu können.

Ansätze für Theorien, die das Berufswahlverhalten erklären sollen, reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück. Des Weiteren wurden bereits schon Ende des 19. Jahrhunderts in den USA die ersten Programme entwickelt, die den Menschen in seiner Berufswahl unterstützen sollten. Ausführliche Theorien zum Themenbereich Berufsberatung wurden jedoch erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfasst. Der Ursprung dieser Theorien liegt bei Parsons im Jahr 1909. Er ging davon aus, dass Personen, die aktiv und engagiert an ihrer Berufswahl beteiligt sind, größere Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit in ihrem späteren Broterwerb zeigen. Für Parsons sind drei Grundelemente für eine erfolgreiche Berufswahl ausschlaggebend, die in der folgenden Abbildung dargestellt sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Drei Elemente einer gelungenen Berufswahl nach Parsons [8]

Diese Überlegung von Parsons kann zwar noch nicht als Theorie angesehen werden, hat aber die Praxis der Berufsberatung und die Theorieentwicklung maßgeblich beeinflusst. Infolgedessen hat sich in der Zukunft eine Vielzahl von Ansätzen entwickelt, die sich je nachdem auf entwicklungspsychologische, motivationspsychologische, psychodynamische, soziologische und entscheidungstheoretische Ursprünge beziehen. [9]

Bei allen Erklärungsansätzen wird davon ausgegangen, dass die Berufswahl als ein Interaktionsprozess von Individuum und Umwelt angesehen werden kann, mit dem Ergebnis, dass Menschen unterschiedlichen beruflichen Aktivitäten nachgehen. Dabei betonen einzelne Erklärungsansätze die Umwelt und ihren Einfluss auf die Berufswahl, andere heben hingegen die Interaktion zwischen Umwelt und Individuum hervor und Dritte wiederum stellen das Individuum und sein Verhalten in den Mittelpunkt. [10]

So kann die individuelle Berufswahl als ein:

- Sozialisationsprozess,
- Lernprozess,
- Informationsverarbeitung- und Entscheidungsprozess,
- Matching-Prozess oder
- Allokationsprozess verstanden werden. [11]

Im Folgenden sollen einige Theorien in ihren grundlegenden Zügen vorgestellt und im weiteren Verlauf in exemplarischer Absicht an ausgewählten Erklärungsansätzen und –modellen vertieft werden.

2.2.1 Ältere Ansätze

In diesem Gliederungspunkt werden Theorien vorgestellt, die zwar zeitlich gesehen bereits veraltet erscheinen, jedoch häufig in der Fachliteratur auftauchen beziehungsweise gegenwärtige Forschungen weiterhin maßgebend beeinflussen sowie für die Berufsberatung von prägender Bedeutung sind.

2.2.1.1 Soziologische und sozioökonomische Theorien

Soziologische und sozioökonomische Theorien zur Berufswahl setzen die soziale Determiniertheit des Berufswahlprozesses voraus, indem sie die Umwelt des Individuums sowie den Einfluss der Umwelt auf den Einzelnen in das Zentrum stellen. Die Allokationstheorien, die diese Auffassung als Erklärungsgrundlage heranziehen, sprechen in diesem Zusammenhang von einem Zuweisungsprozess, der so genannten Allokation. [12]

Es wird davon ausgegangen, dass der Zugang zu den unterschiedlichen Berufen vielen sozialen und wirtschaftlichen Begrenzungen unterworfen ist. Hinzu kommt, dass der Berufswähler über die begrenzt zugänglichen Berufsalternativen nach Kriterien entscheidet, wie Interessen, Fähigkeiten und Wertvorstellungen, die ihrerseits der Einflussnahme sozialer und ökonomischer Bedingungen unterliegen. Dies trifft besonders für die Absolventen der Hauptschule zu. Diese Art der Sichtweise impliziert jedoch durchaus auch eine Mitgestaltung des Berufswahlprozesses durch das Individuum. So wird auch den Erbanlagen eines Individuums eine Einflussnahme eingeräumt, indem sie den Anfangszustand des Prozesses festlegen und als Wachstums- und Reifeprozess fortwirken. [13]

Daheim ist der bekannteste Vertreter der Allokationstheorien. Er beschreibt den Berufswahlprozess als fortschreitende Verringerung der Menge an Berufsalternativen. Außerdem setzt Daheim die Existenz von so genannten Agenten voraus. Damit sind diejenigen Personen gemeint, die den größten Einfluss auf das Individuum ausüben. Weiterhin geht er davon aus, dass sich die Entwicklung der Alternativen in drei Stufen vollzieht. [14]

- Auf der ersten Stufe steht die Entscheidung für eine bestimmte Schulausbildung. Sie legt den Zugang zu bestimmten Ausbildungsformen fest und somit auch über bestimmte Berufspositionen. Die Familie ist in dieser Stufe entscheidender Agent in Bezug auf Treffen dieser Entscheidungen einerseits und andererseits vermittelt sie Normen und Wertvorstellungen. Darüber hinaus wird der Anstoß zu ersten beruflichen Zielexplikationen gegeben. Die Familie ist somit maßgebend am Aufbau der Orientierung beteiligt. Mit Orientierung ist das Bild gemeint, welches das Individuum von sich selbst hat, das Selbstkonzept.
- Auf der zweiten Stufe, der Stufe der Berufsausbildung, wird beim Aufbau der beruflichen Orientierung, die auf der zweiten Stufe spezieller ist als auf der ersten, die Familie als entscheidender Agent von privaten und offiziellen Vertrauenspersonen wie zum Beispiel Freunde, Lehrer, Berufsberater verdrängt.
- Auf der dritten und letzten Stufe geht es um die Wahl der Berufswahlpositionen im Verlauf des Arbeitslebens. Dabei kann es zu deutlich erkennbaren Änderungen in der Berufslaufbahn kommen, wie zum Beispiel Arbeitsplatzwechsel oder Umschulungen. In punkto Agenten vollzieht sich ein weiterer Wechsel. Zunehmend treten Arbeitskollegen, Vorgesetzte oder auch die gegründete Familie in den Vordergrund.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Berufswahlmodell nach Daheim [15]

Der Hauptkritikpunkt liegt bei Daheims Berufswahlmodell in seinen Schwächen, den Berufswahlprozess in seinen Einzelheiten zu erklären. Es bleiben zu viele Fragen offen. So macht er beispielsweise keine konkreten Angaben über den qualitativen Unterschied verschiedener Orientierungen und Rollenerwartungen, über soziale Lernprozesse, die zur Ausbildung unterschiedlicher Orientierungen führen oder über die Abläufe von Entscheidungs- und Selektionsprozessen. Dazu kommt, dass das Individuum überwiegend als passives Subjekt gesehen wird, abhängig von äußeren Bedingungsfaktoren und so genannten Agenten. Somit bleibt auch die empirische Überprüfbarkeit des Modells unzureichend. [16]

Die Hypothesen Daheims über die Einflussnahme von Agenten erscheinen aufs erste nachvollziehbar. Dieser Einfluss mag oft mehr oder weniger unterbewusst erfolgen, sodass ein diesbezüglicher Reflexionsprozess im Rahmen der Entscheidungsphase zu einer rationaleren Berufswahl beitragen könnte. Der Ansatz weist weiterhin auf die Problematik hin, dass schon relativ frühzeitig die Anzahl der in Betracht zu ziehenden Arbeitsfelder zu sehr eingeschränkt wird. [17]

Bleibt festzuhalten, dass das Daheim´sche Berufswahlmodell einen wichtigen Beitrag für die Berufswahlforschung liefert, indem es auf die starke Abhängigkeit zwischen Schul- beziehungsweise Berufslaufbahn und sozialen sowie ökonomischen Determinanten hinweist.

Abschließend kann man zusammenfassen, dass die Berufswahl im Sinne der allokationstheoretischen Modelle folgendermaßen zu verstehen ist:

„Berufswahl ist abhängig von vielen gesellschaftlichen Faktoren, die die Chancen einer Selbstverwirklichung im Beruf wesentlich beeinflussen (zum Beispiel Schichtzugehörigkeit, regionale Lage, Ausbildungs- u. Arbeitsmarkt).“ [18]

2.2.1.2 Entwicklungstheorien

Die entwicklungspsychologisch geprägten Berufswahltheorien gehen von einer engen Verknüpfung von Berufswahl und der individuellen Entwicklung des Einzelnen aus. Aus dieser Annahme ergeben sich zwei wichtige Konsequenzen: Zum einen, dass die Berufswahl als ein Vorgang individuellen Verhaltens zu verstehen ist und zum anderen, dass berufsrelevantes Verhalten einem Entwicklungsprozess zugrunde liegt, das heißt, die Berufswahl darf nicht als ein einmaliges, statisches Ereignis angesehen werden. Die Berufswahl ist folglich als ein längerfristiger dynamischer Vorgang zu verstehen, der charakterisierbare Veränderungen in Bezug auf das individuelle Wahlverhalten beinhaltet. [19]

Hierbei werden mehrere Phasen beziehungsweise Perioden, die nacheinander durchlaufen werden, wobei mit fortschreitender Entwicklung die Auseinandersetzung mit dem Thema „Berufswahl“ immer konkreter und realistischer wird, unterschieden. [20]

Die Entwicklungstheorien befassen sich also mit den alters- und reifebedingten Gesichtspunkten der Berufswahl und versuchen eine befriedigende Antwort für die Fragestellung, welche beruflich relevanten Persönlichkeitsmerkmale sich in welcher Lebensphase ausbilden und welchen phasenspezifischen Einfluss dabei die soziale Umwelt ausübt, zu finden.

Ginzberg und seine Mitarbeiter unternahmen als erste den Versuch diese Fragestellung systematisch zu beantworten. Sie gehen davon aus, dass der Berufswahlprozess in der vorpubertären Entwicklungsphase einsetzt und mit Berufseintritt endet. Weiterhin wurde dieser Prozess als mehr oder weniger unumkehrbar gesehen, da die getroffenen Entscheidungen ihrer Meinung nach aufgrund des zu hohen zeitlichen und materiellen Aufwandes im Falle einer „beruflichen Neuorientierung“ sowie des damit verbundenen psychischen Einsatzes, als nicht korrigierbar eingestuft wurden. Das Ende des Prozesses der Berufswahl war nach Ginzberg und seinen Mitarbeitern dann erreicht, wenn sich ein Kompromiss zwischen äußeren und inneren Faktoren, darunter sind die beruflichen Möglichkeiten auf der einen Seite und die individuellen Fähigkeiten, Interessen und Werthaltungen des Einzelnen auf der anderen Seite gemeint, einstellt. [21]

Unter Berücksichtigung dieser Grundthesen führten Ginzberg und seine Mitarbeiter eine Querschnittuntersuchung in Form einer Befragung von Pobanden im Alter von elf bis 24 Jahren durch. Aufgrund der gewonnenen Ergebnisse aus dieser Studie zogen sie den Schluss, dass sich der Prozess der Berufswahl in folgenden drei Entwicklungsperioden vollzieht, die in der nachfolgenden Abbildung dargestellt sind. [22]

1. Phantasiewahl:

Im Alter von sieben bis elf Jahren ist die Beschäftigung mit dem späteren Beruf und die Vorstellungen über die Berufswahl noch sehr vage und unrealistisch; reines Wunschdenken steht im Vordergrund. Das Kind ist der Überzeugung, jeden Beruf ausüben zu können. Es ist weder in der Lage seine eigenen Fähigkeiten zu verstehen, noch seine Umwelt einzuordnen. So ist es für diese Periode typisch, dass geäußerte Berufsvorlieben oft nur von sehr kurzer Beständigkeit sind. Charakteristisch für diese Periode ist auch der Werbeslogan von der Versicherungskammer Bayern mit dem kleinen Jungen: „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann!“

2. Probewahl :

Die zweite Phase erstreckt sich über einen Zeitraum vom 11. bis zum 17. Lebensjahr und ist durch ansteigende Berücksichtigung der verschiedenen persönlichen Faktoren gekennzeichnet. Ginzberg und seine Mitarbeiter postulieren, dass zuerst die eigenen Interessen, dann die eigenen Fähigkeiten und letztendlich die eigenen Werte und Normen in den Vordergrund rücken. Danach wird von einer Beruhigung der Persönlichkeitsentwicklung ausgegangen, die als Übergangsphase bezeichnet wird. In dieser Phase fallen gemäß Ginzberg und seinen Mitarbeitern die wichtigsten Laufbahnentscheidungen, unter anderem auch deswegen, weil entsprechende Entscheidungen in diesem Alter der Jugendlichen vom Bildungs- und Ausbildungssystem gefordert werden.

3. Realistische Wahl :

In der letzten Periode treten realitätsbezogene Überlegungen und Vorstellungen ins Zentrum des Berufswahlprozesses. Am Anfang werden Erfahrungen und Informationen gesammelt und eingeholt. Diese Informationen werden zusammengeführt, verarbeitet und schließlich vollzieht sich der Versuch einer Zielfindung, indem geprüft wird, wo, wie und wann die getroffene Entscheidung verwirklicht werden kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Entwicklungsperioden nach Ginzberg [23]

Grund für die Gliederung des Berufswahlprozesses in einzelne Perioden und Phasen ist für Ginzberg und seine Mitarbeiter, wie bereits angedeutet, das unterschiedliche Hervortreten individueller Berufswahlfaktoren, wie Phantasievorstellungen, Interessen, Fähigkeiten, Werte und realitätsbezogene Vorstellungen.

Die Hauptkritikpunkte in diesem Ansatz sind einerseits die postulierte Irreversibilität des beruflichen Entwicklungsprozesses und anderseits die Annahme, dass dieser Prozess endet, sobald eine Person der ersten beruflichen Beschäftigung nachgeht. Auch wenn diese Kritik zunächst durchaus berechtigt erscheint, sollte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass mit Unumkehrbarkeit nicht gemeint ist, dass die Möglichkeit der Neuorientierung ausgeschlossen wird, sondern es wird lediglich darauf hingewiesen, dass eine Neuorientierung an enge soziale und psychische Grenzen gebunden ist. [24]

Die Bedeutung des Erklärungsansatzes von Ginzberg und seinen Mitarbeitern ist trotz der genannten Kritikpunkte in seiner Berücksichtigung der entwicklungstheoretischen Perspektive im Berufswahlprozess zu sehen.

Die in der Berufswahlliteratur stark umstrittenen Thesen der Unumkehrbarkeit des Berufswahlprozesses und die Beendigung des Berufswahlprozesses bei dem Eintritt in die erste berufliche Tätigkeit werden unter anderem auch von Super kritisiert. In seiner Theorie einer lebenslangen beruflichen Entwicklung versucht Super diese Thesen zu korrigieren. Supers Theorie, die auch ihrerseits mehrfach überarbeitet wurde, kann zum gegenwärtigen Stand der Dinge durch folgende 14 Grundthesen umschrieben werden.

1. Individuen unterscheiden sich in Bezug auf Fähigkeiten, Persönlichkeit, Bedürfnisse, Werte, Interessen, Eigenschaften und Selbstkonzepte.
2. Unter Einbeziehung der unter Punkt 1 genannten persönlichen Merkmale sind Individuen für eine große Anzahl von Berufsfeldern und Berufen geeignet.
3. Jeder Beruf verlangt ein typisches Muster an Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften. Doch gibt es einen weiten Toleranzbereich, sodass für jedes Subjekt eine Fülle an Berufen und für jeden Beruf eine Vielzahl unterschiedlicher Individuen in Frage kommt.
4. Berufliche Präferenzen und Kompetenzen, aber auch Situationen, in denen Individuen leben und arbeiten sowie ihre Selbstkonzepte, ändern sich im Laufe der Zeit und mit zunehmender Erfahrung. Jedoch sind Selbstkonzepte als Produkte sozialer Lernprozesse im zeitlichen Verlauf verhältnismäßig stabil.
5. Dieser Veränderungsprozess lässt sich als eine Abfolge von Lebensstufen zusammenfassen, die als ein Hergang von Wachstum, Exploration, Etablierung, Aufrechterhaltung und Lösung beschrieben werden kann. Auch diese Stufen können in Perioden gegliedert werden, die durch gewisse Entwicklungsaufgaben charakterisiert sind. Bei jedem Übertritt von einer Stufe zur nächsten und wenn die berufliche Laufbahn durch unvorhersehbare Ereignisse gestört wird, ist ein kleiner Kreislauf zu beobachten (vgl. Abb. 8).
6. Die Berufslaufbahnmuster, das heißt der erreichte Rang, die Abfolge und die Dauer von kurzfristigen und langfristigen Beschäftigungen, sind bestimmt durch die sozioökonomische Stufe der Eltern, durch mentale Fähigkeiten, Ausbildung, Fertigkeiten und persönliche Merkmale (siehe Punkt 1).
7. Ein erfolgreicher Umgang mit den gestellten Anforderungen der beruflichen Umwelt steht auf jeder Stufe in engem Zusammenhang mit der Bereitschaft des Individuums (Berufslaufbahnreife) mit diesen Anforderungen umzugehen.
8. Die Berufslaufbahnreife ist ein psychosoziales Gebilde, welches das individuelle Ausmaß der beruflichen Entwicklung entlang einem Kontinuum von Lebensstufen beschreibt.
9. Die Entwicklung während der einzelnen Lebensstufen kann mit einer Beratung einhergehen.
10. Der Prozess der beruflichen Entwicklung beinhaltet in erster Linie die Entfaltung und Implementierung beruflicher Selbstkonzepte. Dies ist ein Prozess, in dem das Selbstkonzept ein Produkt der Interaktion der folgenden Faktoren ist: Ererbte Fähigkeiten, physische Ausstattung, die Gelegenheit, verschiedene Rollen zu beobachten und auszuüben sowie einer Bewertung des Ausmaßes, in dem die Resultate der Rollenausübung den Anforderungen von Vorgesetzten und Peers genügen.
11. Das Zusammenbringen von persönlichen und sozialen Faktoren sowie von Selbstkonzepten und Realität ist ein Prozess der Rollenausübung und des Lernens durch Feedback.
12. Arbeitszufriedenheit und Lebenszufriedenheit ist abhängig von dem Ausmaß, in dem eine Person geeignete Wege findet, ihre Fähigkeiten, Bedürfnisse, Werte, Interessen, Persönlichkeitseigenschaften und Selbstkonzepte auszuleben.
13. Umso mehr eine Person in der Lage ist ihr Selbstkonzept in das Berufsleben mit einzubringen, desto größer ist die Befriedigung, die sie aus der Arbeit gewinnt.
14. Arbeit und Beruf bieten für die meisten Menschen einen Fokus für die Organisation der Persönlichkeit. [25]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: 5-Stadien-Modell von Super [26]

Super geht in seiner Theorie von zwei primären Dimensionen aus: Raum und Zeit. Die räumliche Ausdehnung bezieht sich auf die soziale Umwelt, in der sich eine Person bewegt, während die zeitliche Ausdehnung Lebensabschnitte charakterisiert, wie zum Beispiel Kindheit, Jugend- oder Erwachsenenalter.

Welche Kombinationen sich aus sozialen Positionen und eingenommenen Rollen ergeben ist in erster Linie vom sozialen Umfeld eines Individuums abhängig. Neben der beruflichen Rolle nehmen Personen auch weitere Rollen, wie zum Beispiel die Rollen als Sohn/Tochter, Lernender, Ehepartner/Freund, Hausmann/-frau, Eltern/Großeltern, Freizeitmensch und Bürger, ein. Die verschiedenen Rollen stehen in enger Verbindung zueinander und sind in einem Interdependenzverhältnis eingebunden. [27]

Was die zeitliche Ausdehnung betrifft, unterscheidet Super genauso wie Ginzberg im beruflichen Entwicklungsprozess einzelne Lebensabschnitte, jedoch sieht Super in der beruflichen Entwicklung einen lebenslangen Prozess. Des Weiteren ist jeder Lebensabschnitt wiederum mit einer bestimmten Entwicklungsaufgabe verbunden. So kommt zum Beispiel dem frühen Jugendalter die primäre Entwicklungsaufgabe der Erarbeitung einer allgemein gehaltenen beruflichen Zielbestimmung zu. Damit diese Aufgabe erfolgreich bewältigt werden kann, sind für Super und seine Mitarbeiter folgende Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen relevant [28]:

- Erkenntnis der Notwendigkeit, eine allgemeine berufliche Zielvorstellung zu formulieren,
- Nutzung von entsprechenden Hilfsquellen,
- Wahrnehmung der Faktoren, die bei der Formulierung der Zielvorstellung zu berücksichtigen sind,
- Erkenntnis, dass unvorhersehbare Ereignisse die Zielvorstellungen verändern können,
- Differenzierung von Interessen und Wertvorstellungen,
- Erkenntnis von Gegenwarts-Zukunfts-Zusammenhängen,
- Formulierung einer allgemeinen Berufspräferenz,
- Stimmigkeit der erwogenen Berufsalternativen,
- Informiertheit hinsichtlich des bevorzugten Berufes,
- Planungen hinsichtlich der Verwirklichung der Berufspräferenz,
- Realitätsgehalt der Berufspräferenz.

Jedoch vollziehen sich die Aufgaben in den unterschiedlichen Lebensabschnitten keineswegs nach einem starren und vorbestimmten Muster beziehungsweise Ablauf, sondern können in Ausmaß und Reihenfolge durchaus variieren.

Ein weiterer elementarer Bestandteil des Erklärungsmodells von Super und seinen Mitarbeitern ist die Selbstkonzept-Theorie. Mit dem Begriff Selbstkonzept ist das Bild gemeint, dass das Individuum von sich selbst hat. Die Grundannahme dieser Theorie geht davon aus, dass das Selbstkonzept ausschlaggebend ist für die Entwicklung der beruflichen Präferenzen, die Wahl des Berufes beziehungsweise der beruflichen Laufbahn sowie die spätere Berufszufriedenheit. Gemäß dieser Theorie wählt eine Person jene beruflichen Beschäftigungsfelder aus, deren erwartete Anforderungen im Rahmen bestimmter Berufsrollen mit ihrem persönlichen Selbstkonzept so weit wie möglich übereinstimmen. [29]

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Erklärungsmodell von Super und seinen Mitarbeitern zur Theorie der beruflichen Entwicklung den zwar umfassendsten Ansatz zur Erklärung der Berufswahl darstellt, aber im Einzelnen noch zu viele Fragen offen lässt. Zum Beispiel gibt das Modell keine Antwort auf die Frage, wie bestimmte berufliche Entscheidungsprozesse ablaufen. [30]

Allgemein beschreiben die entwicklungstheoretischen Modelle die Berufswahl folgendermaßen:

„Berufswahl ist ein lebenslanger Prozess, in dem die Persönlichkeitsentwicklung über mehrere Lebensstadien (beginnend mit der Phase beruflicher Phantasiewünsche in der Kindheit bis zum Rückzug aus dem Berufsleben im Alter) mit beruflichen Anforderungen und Verhaltensweisen dynamisch verknüpft wird.“ [31]

2.2.1.3 Lerntheorien

In der Berufswahlforschung ist die Tatsache, dass die Berufswahl auch etwas mit Lernen und Lernprozessen zu tun hat, unumstritten. Bereits Super hat in seinem Erklärungsansatz zur Theorie der beruflichen Entwicklung darauf hingewiesen, doch geht er nicht darauf ein, wie am Schluss des vorherigen Gliederungspunktes schon erwähnt wurde, wie bestimmte berufliche Entscheidungsprozesse ablaufen.

Erst Krumboltz und seine Mitarbeiter haben in dieser systematischen Art und Weise Erkenntnisse aus der Lernforschung in Verbindung mit einem eigenständigen Erklärungsansatz zur Berufswahl gebracht.

Ihr lerntheoretisches Berufswahlmodell kann folgendermaßen grafisch dargestellt werden [32]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Berufswahlmodell von Krumboltz

Diesem Berufswahlmodell von Krumboltz unter anderen liegen folgende Thesen zugrunde:

- Die Lernerfahrungen eines Individuums ergeben sich aus einem Zusammenspiel von Erbanlagen und Umweltbedingungen.
- Aufgrund der gemachten Lernerfahrungen kommt es zu einer Ausbildung eines Selbstkonzepts und gewisser Problemlösungsverfahren.
- Das Selbstkonzept und die Problemlösungsmethoden wiederum führen zu einer bestimmten Berufswahltendenz.
- Eine berufswahlbedeutsame Handlung, die in starker Abhängigkeit von den jeweiligen Bedingungen und Ereignissen der Umwelt steht, ihrerseits beinhaltet eine neue Lernerfahrung.
- Durch diese neue Lernerfahrung ergeben sich wieder Rückwirkungen auf das Selbstkonzept und die Problemlösungsverfahren und nehmen somit Einfluss auf spätere berufsrelevante oder berufliche Handlungen.
- So entsteht eine Kette von berufsbezogenen Lernerfahrungen, die die vorberufliche und berufliche Laufbahn eines jeden begründet.

In welchem Maße Erbfaktoren die Lernerfahrungen eines Individuums prägen und somit auch Einfluss haben auf die Entwicklung von Berufslaufbahnen, darunter ist eine Folge von beruflichen Positionen zu verstehen, ist nicht bis ins letzte Detail geklärt. Doch ist man sich in der Berufswahlforschung einig, dass bestimmte Individuen auf bestimmte Lernerfahrungen in einem höheren Ausmaß reagieren als andere. Daraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass spezielle Fähigkeiten auch auf die Tatsache zurückzuführen sind, dass ein Individuum über besondere Erbfaktoren verfügt.

Aber nicht nur die Erbfaktoren nehmen Einfluss auf die Lernerfahrungen, die ein Individuum macht, sondern auch Umweltfaktoren, die überwiegend nicht vom Individuum beeinflussbar sind, spielen eine große Rolle bei der Ausbildung von Berufslaufbahnen. Dazu gehören Einflüsse wie zum Beispiel familiäre Faktoren, Konjunkturentwicklungen, technische Entwicklungen, usw. [33]

Grundsätzlich lassen sich die gewonnenen Lernerfahrungen in drei Lernarten einordnen:

- instrumentelles Lernen (Versuch und Irrtum),
- assoziatives Lernen (Transfer von bereits Gelerntem auf neue Situationen) und
- Modelllernen (Übernahme erfolgreicher Verhaltensmuster aus der Umwelt).

Die aus den Lernerfahrungen gewonnenen Lernergebnisse bilden die Basis für die Ausbildung des Selbstkonzepts und der Problemlösungsmethoden. Wie Super versteht Krumboltz unter dem Begriff Selbstkonzept die Wahrnehmung, die das Individuum von sich selber hat. Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass das Individuum seine Leistung mit den Leistungen anderer oder mit seinen Leistungen aus der Vergangenheit vergleicht und beurteilt. [34]

Als bedeutende Problemlösemethoden für die Berufswahl sieht Krumboltz unter anderem die folgenden „career decision making skills" [35]:

- Abklären von Werten,
- Setzen von Zielen,
- Prognose künftiger Ereignisse,
- Entwickeln von Alternativen,
- Beschaffen von Informationen,
- Beurteilen,
- Neuinterpretation vergangener Ereignisse und
- Aussondern und Auswählen von Alternativen.

Aufgrund dessen, das sich der lerntheoretische Ansatz von Krumboltz auf Erkenntnisse aus der allgemeinen Lernforschung bezieht, ist sein Berufswahlmodell in Bezug auf Plausibilität und Gültigkeit vergleichsweise gut untermauert. Doch ebenso wie bei den vorangegangen Erklärungsmodellen sind auch hier die Entscheidungsprozesse nicht hinreichend miteinbezogen worden. So bleibt beispielsweise ungeklärt, wie oft Lernerfahrungen gemacht werden müssen, bis bestimmte Fähigkeiten und Interessen in ein Selbstkonzept übernommen werden oder dass Problemlösungsmethoden in abrufbare Fähigkeiten übergehen. [36]

Lerntheorien beschreiben somit vielmehr den Berufswahlprozess, als dass sie Aussagen über die tatsächliche Berufswahl treffen.

2.2.1.4 Matchingtheorien

In der Berufswahlliteratur werden die Matchingtheorien auch als Trait-and-Factor-Theorien bezeichnet. Die Erklärungsansätze für die Berufswahl gehen in Zusammenhang mit den Matchingtheorien davon aus, dass sich die Berufswahl in Form eines Zuordnungsprozesses vollzieht. Wie am Anfang dieses Kapitels schon angesprochen wurde, liegt der Ursprung dieser Theorien in den Überlegungen von Parsons zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Auf der Basis des Modells von Parsons entwickelte Holland seine typologische Berufswahltheorie, die er selbst im Laufe der Zeit mehrfach ergänzte. Seine Theorie ist wohl die bekannteste der Matchingtheorien und in der praktischen Berufsberatung am weitesten verbreitet. Kerngedanke ist eine Typologie von Personen und Umwelten (Berufsfelder beziehungsweise Berufe), die es einem ermöglicht, Persönlichkeitsmuster von Personen zu erstellen und Berufe zu klassifizieren.

Hierbei ist anzumerken, dass Holland zwar selbst den Begriff Typ ausgewählt hat, jedoch sind im wissenschaftlichen Zusammenhang Dimensionen gemeint. [37]

Unter Berücksichtigung dieser Klassifizierungen von Personen und Berufen versteht Holland die Berufswahl als einen Prozess, in dem der Berufswähler nach einer Umwelt (Beruf) sucht, die mit seinem Persönlichkeitsmuster am ehesten übereinstimmt. Außerdem ist seiner Meinung nach das Berufsniveau stark vom Anspruchsniveau des Berufswählers abhängig. Dazu kommt, dass die Berufswahltendenz, die wiederum dem individuellen Persönlichkeitsmuster und Anspruchsniveau zugrunde liegt, von der Qualität der Selbstkenntnis und der Berufskenntnis, aber auch von äußeren Faktoren wie Arbeitsmarklage etc. abhängt. Folgende Grafik soll die Zusammenhänge der einzelnen Komponenten des Berufswahlmodells von Holland veranschaulichen [38]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Berufswahlmodell von Holland

Die Persönlichkeitsmuster von Personen lassen sich nach Holland erfassen, indem man einer Person ein grundlegendes Persönlichkeitsmodell zuordnet. Hierbei unterscheidet er sechs Idealtypen [39]:

- Realistischer Typ (mechanisch begabt, dogmatisch),
- Intellektueller Typ (offen, akademisch, analytisch, neugierig, mechanisch begabt, gelehrt, wissenschaftlich, breite Interessen),
- Künstlerischer Typ (offen, introvertiert, originell, expressiv, nonkonformistisch),
- Sozialer Typ (extrovertiert, enthusiastisch, hilfsbereit, abhängig, empathisch, kooperativ, interessiert an Religion, kollegial),
- Unternehmerischer Typ (extrovertiert, dominant, enthusiastisch, abenteuerlustig, selbstsicher, kollegial, beliebt),
- Konventioneller Typ (konservativ, dogmatisch).

Jedoch gibt es in der Realität keine Person, die zu hundert Prozent genau einem Persönlichkeitsmodell zugeordnet werden kann. Deswegen wird einer Person der Idealtyp zugeordnet, mit dem sie die größte Ähnlichkeit aufweist.

Doch eine solche grobe Charakterisierung einer Person ist für die Erklärung von detaillierten Berufswahlprozessen nicht geeignet. So erstellt Holland mithilfe der sechs Idealtypen ein differenziertes Persönlichkeitsmuster, indem er nicht nur feststellt, mit welchem Typ eine Person am ehesten übereinstimmt, sondern mit welchem Modell sie die zweitgrößte, drittgrößte, usw. Ähnlichkeit aufweißt.

Nach dem gleichen Muster wie ein Individuum aufgrund der Ähnlichkeit mit bestimmten Persönlichkeitsmodellen charakterisiert werden kann, ist es nach Holland auch möglich reale Umwelten von Individuen mit Hilfe von Umweltmodellen zu beschreiben. Holland verwendet dabei dasselbe 6-Typen-Schema. So unterscheidet er das realistische, intellektuelle, soziale, konventionelle, unternehmerische und künstlerische Umweltmodell. Bestimmt wird ein Umweltmodell danach, welcher Personentyp in ihr dominiert und somit für die vorherrschende Atmosphäre verantwortlich ist. So hat beispielsweise in einem realistischen Umweltmodell eine Person das Übergewicht, die ein realistisches Persönlichkeitsmuster aufweist.

Die Ausbildung von Persönlichkeitsmustern ist laut Holland abhängig von Sozialisations- und Lernprozessen. Danach würden Personen, die in realistisch dominierten Lebenssituationen aufwachsen, ein realistisch ausgerichtetes Persönlichkeitsmuster aufweisen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Grad der Gemeinsamkeiten zwischen den Persönlichkeitsmodellen nach Holland

Holland hat das 6-Typen-Schema in ein Hexagramm übertragen, um weitere Aussagen über Homogenität und Konsistenz von Persönlichkeitsmustern beziehungsweise der Art der Umwelt sowie Kongruenz zwischen Umwelt und Persönlichkeitsmuster machen zu können (siehe Abbildung 12).

Dabei kommt Holland zu einer Serie von Hypothesen, die in folgender Generalhypothese zusammengefasst werden kann:

Je gleichartiger (homogener) und stimmiger (konsistenter) das Persönlichkeitsmuster und je größer die Übereinstimmung (Kongruenz) von Persönlichkeitsmustern und beruflicher Umwelt (Beruf), umso wahrscheinlicher sind beruflicher Erfolg und berufliche Zufriedenheit sowie berufliche und persönliche Stabilität.

Trotz der Tatsache, dass Hollands typologische Berufswahltheorie durch eine Vielzahl von Untersuchungen bestätigt werden konnte, wird in der Berufswahlforschung kritisiert, dass die dynamische Komponente von Berufswahlprozessen zu wenig berücksichtigt wurde und somit zu sehr als ein punktueller Vorgang angesehen wird. [40]

2.2.1.5 Entscheidungstheorien

Ansätze zur Erklärung der Berufswahl aus der entscheidungstheoretischen Perspektive können allgemein in zwei Gruppen unterteilt werden, deskriptive einerseits und präskriptive Ansätze andererseits.

Die präskriptiven Ansätze orientieren sich an klassischen, geschlossenen Entscheidungsmodellen und beschreiben, wie optimale Entscheidungen auf der Grundlage rationalen Verhaltens auszusehen haben. Geschlossene Entscheidungsmodelle unterliegen der Annahme, dass Entscheidungssituationen eindeutig strukturiert seien. Das heißt, dass dem Entscheidungssubjekt seine Handlungsalternativen inklusive deren Konsequenzen bekannt sind und es über eine subjektive Rangfolge seiner Ziele verfügt sowie Entscheidungsregeln für die Wahl der optimalen Handlungsalternativen kennt und anwendet. Die individuelle Entscheidung wird als ein vollkommen rationaler Vorgang gesehen. Aber aufgrund der Tatsache, dass sich die Menschen, egal ob Berufswähler oder hoch qualifizierte Manager aus der Wirtschaftswelt, nicht immer rational verhalten, sind diese Modellvorstellungen für die Realität beziehungsweise Praxis eher von geringem Nutzen.

Im Gegensatz zu den präskriptiven Ansätzen beziehen sich die deskriptiven Ansätze zur Erklärung der Berufswahl auf offene Entscheidungsmodelle. Demzufolge ist sich der Berufswähler in derartigen Ansätzen über die verfügbaren Handlungsalternativen, die Hierarchie seiner Zielvorstellungen und geeigneter Entscheidungsregeln nur sehr vage im Klaren. Somit stellen berufliche Entscheidungssituationen für das Individuum wirkliche Problemsituationen dar und das berufliche Entscheidungsverhalten wird zum Problemlösungsverhalten. [41]

Trotz einer unterschiedlichen Gewichtung des Rationalitätsverständnisses in den genannten Entscheidungstheorien lässt sich in Bezug auf die Modellvariablen und den Entscheidungsablauf in einem beruflichen Entscheidungsprozess ein hohes Maß an Übereinstimmung feststellen.

Demnach spielen folgende Variablen eine Rolle:

- Berufswähler als Entscheidungsobjekt;
- Berufswahlsituation, die aus gesellschaftlichen Gegebenheiten (zum Beispiel Ende der Schullaufbahn) eine Entscheidung erfordert;
- Informationen über den Berufswähler selbst und über die Berufsalternativen (Art, Realisierbarkeit und Konsequenzen);
- Strategie des Berufswählers, mit der er die Problemsituation „Berufswahl“ zu lösen versucht.

Zudem werden nachfolgende Phasen im Entscheidungsablauf unterschieden:

- Die Phase der Problemwahrnehmung;
- Die Phase der Informationssuche und –verarbeitung;
- Die Phase der Entscheidung;
- Die Phase der Realisierung.

Unter der Berücksichtigung dieser Modellvariablen und Phaseneinteilung könnte sich ein beruflicher Entscheidungsprozess in groben Zügen folgendermaßen vollziehen, wobei hier nicht von einem linearen Prozess ausgegangen werden darf, sondern eine gewisse Überlagerung und Wiederholung von einzelnen Phasen üblich sein dürfte [42]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Allgemeines Modell des Entscheidungsprozesses

In der Phase der Problemwahrnehmung wird das Individuum aus seinem gewohnten Lebenslauf herausgerissen. Heinz Ries spricht in seinem Erklärungsansatz zur Berufswahl auch von einem Bruch in der Gerichtetheit [43] und muss sich deswegen für eine neue Handlungsrichtung entscheiden. Um diese Problemsituation zu lösen, erinnert sich der Berufswähler einerseits an bereits diesbezüglich vorhandene Informationen aus seinem Gedächtnis und sucht sich andererseits je nach Bedarf neue Informationen aus seiner Umwelt. Hat das Individuum eine ausreichende Menge an Informationen gesammelt, werden sie verarbeitet und zu Handlungsentwürfen weiterentwickelt. Es wird vermutet, dass in dieser Phase vergangene Erfahrungen bestimmend sind. Auf die Phase der Informationssuche und –verarbeitung folgt in aller Regel die Phase der Entscheidung, indem sich das Individuum auf einen Handlungsentwurf festlegt. In der Realisierungsphase versucht der Berufswähler nun seinen Handlungsentwurf in die Praxis umzusetzen. Doch aufgrund der erlebten Erfahrungen kann es dazu kommen, dass der Handlungsentwurf korrigiert beziehungsweise aufgegeben wird und der Entscheidungsprozess beginnt wieder im Stadium der Informationssuche und Informationsverarbeitung.

[...]


[1] Die Formulierung „Schüler“ schließt natürlich auch immer das weibliche Geschlecht mit ein. Im weiteren Verlauf soll aus Gründen der Vereinfachung diese Formulierung beibehalten werden. Dies gilt auch für den Begriff „Lehrer“.

[2] Bundesanstalt für Arbeit: BERUF AKTUELL, Ausgabe 2003/2004, Seite 634.

[3] Berufliche Rehabilitation junger Menschen Handbuch für Schule, Berufsberatung und Ausbildung. http://www.aaonline.dkf.de/bb/p111.htm

[4] SCHUDY, Jörg: Berufsorientierung als schulstufen- und fächerübergreifende Aufgabe. In: SCHUDY, Jörg: Berufsorientierung in der Schule. Grundlagen und Praxisbeispiele. Bad Heilbrunn / Obb 2002. Seite 9f.

[5] SCHUDY, Jörg: Berufsorientierung als schulstufen- und fächerübergreifende Aufgabe. In: SCHUDY, Jörg: Berufsorientierung in der Schule. Grundlagen und Praxisbeispiele. Bad Heilbrunn / Obb. 2002. Seite 9f.

[6] http://www.aaonline.dkf.de/bb/p111.htm

[7] http://www.aaonline.dkf.de/bb/p111.htm

[8] IAB: Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (BeitrAB 236). Berufliche Entscheidungsfindung. Nürnberg 2000. Seite 2.

[9] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 2.

[10] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Theorien und ihre Bedeutung für die Praxis der Berufsberatung. Stuttgart 1984. Seite 9.

[11] SCHOBER, Karen: Berufswahlverhalten. In: Kahsnitz, Ropohl, Schmid (Herausgeber): Handbuch zur Arbeitslehre. München 1997. Seite 103.

[12] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 3.

[13] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 9f.

[14] DAHEIM, Hans Jürgen: Der Beruf in der modernen Gesellschaft. Köln 1970. Seite 71ff.

[15] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 11.

[16] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 10f.

[17] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 3.

[18] BEINKE, Lothar; WASCHER, Uwe: Unterrichtsthema Berufswahl. Didaktik und Methodik. Darmstadt 1993. Seite 34.

[19] AMMON, Herman: Berufsorientierung in der Schule. Eine didaktische Grundlegung. München 1980. Seite 42.

[20] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 4.

[21] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 12f.

[22] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 4.

[23] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 13.

[24] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 13ff.

[25] SUPER et al.: A life-span, life-space approach to career development, Journal of Vocational Behavior, Nr. 13. Zitiert nach IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. S. 4ff.

[26] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 15ff.

[27] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 6.

[28] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 19.

[29] AMMON, Hermann: Berufsorientierung in der Schule. Eine didaktische Grundlage. München: 1980. Seite 46.

[30] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 19.

[31] BEINKE, Lothar; WASCHER, Uwe: Unterrichtsthema Berufswahl. Didaktik und Methodik. Darmstadt 1993. Seite 34.

[32] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 22.

[33] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 23.

[34] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 24.

[35] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 8.

[36] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl Stuttgart 1984. Seite 26.

[37] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. Seite 9.

[38] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984 S. 26f.

[39] IAB: Berufliche Entscheidungsfindung (BeitrAB 236). Nürnberg 2000. S. 8f.

[40] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 28ff.

[41] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 31f.

[42] BUßHOFF, Ludger: Berufswahl. Stuttgart 1984. Seite 32f.

[43] AMMON, Hermann: Berufsorientierung in der Schule. Eine didaktische Grundlage. München 1980. Seite 54ff.

Details

Seiten
147
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640237173
ISBN (Buch)
9783640238989
DOI
10.3239/9783640237173
Dateigröße
6.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v120302
Institution / Hochschule
Universität Augsburg
Note
1
Schlagworte
Förderung Berufsorientierung Aufgabe Hauptschule Didaktik Arbeitslehre

Autor

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Titel: Die Förderung der Berufsorientierung als Aufgabe der Hauptschule