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Die Ästhetik der Frühromantik: sinnliche Subjektivität oder subjektive Rationalität?

Ein Vergleich zwischen Edmund Burke und Immanuel Kant

Seminararbeit 2007 36 Seiten

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. EDMUND BURKE – ON THE BEAUTIFUL AND SUBLIME
2.1. DAS SCHÖNE UND ERHABENE BEI BURKE
2.2. DER WEG VON SINNLICHER WAHRNEHMUNG BIS ZUM GESCHMACKSURTEIL BEI BURKE
2.3. KUNST UND ZWECKMÄßIGKEIT BEI BURKE
2.3.1. Sprache und Literatur bei Burke
2.3.2. Musik und Töne bei Burke
2.4. EDMUND BURKE – ZUSAMMENFASSUNG

3. IMMANUEL KANT – DIE KRITIK DER URTEILSKRAFT
3.1. DAS SCHÖNE UND ERHABENE BEI KANT
3.1.1. Die zwei Arten des Erhabenen bei Kant
3.2. DER WEG VON DEN SINNEN BIS ZUM GESCHMACKSURTEIL BEI KANT
3.3. KUNST UND ZWECKHAFTIGKEIT BEI KANT
3.3.1. Sprache und Literatur bei Kant
3.3.2. Musik und Töne bei Kant
3.4. IMMANUEL KANT - ZUSAMMENFASSUNG

4. VERGLEICH VON KANT UND BURKE
4.1. ZUSAMMENFASSUNG DES VERGLEICHS

5. FAZIT

1. Einleitung

Das Wort „Ästhetik“ leitet sich aus dem griechischen ‚aisthesis’, ‚aistánesthai’ ab und bedeutet Wahrnehmung, sinnliches Wahrnehmen; es ist urverwandt mit dem lateinischen ‚audire’, hören.1 Ursprünglich ist Ästhetik der Name für die Lehre von sinnlicher Anschauung und Erscheinung. Erst im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Ästhetik durch Alexander Gottlieb Baumgartens Werk „Aesthetica“ (1750) zu einer eigenständigen philosophischen Disziplin, die sowohl das Naturschöne von dem Kunstschönen differenziert, als auch das sinnliche Erkenntnisvermögen mit der geistig-begrifflichen Erkenntnis (Logik) verknüpft. In der – von der reinen Wahrnehmungs-Lehre emanzipierten – Ästhetik als Lehre des Schönen geht es vor allem um die Frage, ob jedes Individuum das Schöne auf unterschiedliche Art und Weise wahrnimmt oder ob eine Bestimmung von allgemeingültigen, objektiven Kriterien zur Erfassung des Schönen möglich sei. Ferner unterscheidet die Ästhetik seit Baumgarten das Erhabene vom Schönen. Die Kunst als Gegenstand erfährt im Laufe der Entwicklung der Ästhetik als Wissenschaft eine Art E- manzipation bis sie schließlich eigenständige Unterdisziplinen der Ästhetik bildet, wie die Werk-, Formund Rezeptions-Ästhetik.

Platon entwickelte – soweit wir wissen – eine erste ästhetische Theorie im Zusammenhang mit seiner Ideenlehre und setzte damit einen Grundstein für alle ihr folgenden Ästhetiktheorien. Laut Platon ist die Schönheit ein Ideal, und zwar nicht ein sinnlich wahrnehmbares, sondern eine reine Vernunftsidee in Form von vollendeter, bzw. vollkommener Natur. Bereits in diesen Schriften wird die Kunst als Ästhetisches erwähnt, allerdings erhält sie keinen hohen Stellenwert, sie wird bei Platon in Verbindung mit Moral und Politik sogar als negativer Einfluss gesehen. Nach Platon ist ein Kunstwerk noch weniger als die Nachbildung der Abbildung des Urbilds, nämlich einfach nur die Abbildung der Abbildung und daher zweckfrei und nicht mit Erkenntnis verbunden.

Aristoteles hingegen sah in Kunstwerken nicht nur reine „Kopien“ sondern eine Art Ideale der Natur. Er stellte die Kunst über die Natur, da die erstere die Zweckhaftigkeit der letzteren vervollkommnet

Denn die Natur ahmt nicht die Kunst nach, sondern diese die Natur, und wenn sie [die Kunst] ihr zur Hilfe kommt, so kann sie das vollenden, was die Natur noch unvollendet gelassen hat.2

Aristoteles unterschied zudem Form von Materie. Der Künstler nämlich abstrahiert die erstere von der letzteren und überträgt diese dann auf eine neue Materie (Leinwand, Stein etc.). Durch diese Trennung erlangt der Künstler eine Art „ideale Form“ die in seinem Kunstwerk zur Geltung kommt. Aristoteles sah jedes Kunstwerk als eine Nachahmung eines universellen Ganzen und immer als Schönes.

Das Kriterium für Schönheit ist die Zweckhaftigkeit der Dinge der Natur. Die Musik hat laut Aristoteles einen positiven Impuls, sie formt den menschlichen Charakter und beeinflusst die Gesellschaftsordnung. Seine auf festen Regeln und Bestimmungen basierende Dramentheorie ist ein frühes Werk der Form-Ästhetik.

Das künstlerische Handeln ist laut Aristoteles ein Durchspielen von Alternativen (Mimesis). Dieses Durchspielen erweckt – besonders bei Tragödien – Mitleid und Furcht in den Rezipienten (hier kommt zum ersten Mal das zur Geltung was in den späteren Theorien (z.B. bei Burke) Erhabenheit genannt wird). Diese Gefühlsregungen haben eine reinigende Wirkung auf das Publikum (Katharsis). Aristoteles beschäftigte sich also umfassender mit Kunst als sein Lehrer und behandelte schon in Ansätzen Formen von Werkund Rezeptions-Ästhetik.

Im Mittelalter wird Ästhetik – und somit auch die Kunst – im Zusammenhang mit dem Neoplatonismus vor allem in einem religiösen Kontext betrachtet. Das Ideal der Schönheit wird als Gott selbst definiert und das Kunstwerk als Ausdruck des Glaubens angesehen.

Thomas von Aquin ist einer der wichtigsten Ästhetiker seiner Zeit, er entwickelt allgemeingültige Kriterien für das Erkennen des Schönen (claritas, perfectio und proportio). Auch die Unterscheidung des Guten vom Schönen ist für Aquin von besonderer Bedeutung. Ferner legt er besonderes Gewicht auf die Bewertung der Materie in Hinsicht auf den Zweck. Sein ästhetisches Modell wurde später von Schriftstellern wie James Joyce und Umberto Eco wieder aufgenommen.

Die Ästhetiktheorien der Renaissance zeichnen sich besonders durch eine Befreiung von Religion und einem säkularisierten Begriff des Schönen bzw. des Ideals des Schönen aus. Die Entwicklungen verschiedener Modelle sind in dieser Epoche nicht einheitlich, man könnte sie als eine Art Emanzipationsphase der Ästhetik vom Neoplatonismus bezeichnen.

1766, also kurz nach der Veröffentlichung Baumgartens „Aesthetica“, gibt Gotthold Ephraim Lessing mit seinem Werk „Laokoon“ einen wichtigen Anstoß für die nun erblühende Wissenschaft von der Lehre des Naturund Kunstschönen. Mit seiner systematischen Erfassung und Differenzierung künstlerischer Ausdrucksformen, erhebt Lessing die Kunst zu einem eigenständigen Teilgebiet der Ästhetik.

Nun beginnt die Zeit des englischen Sensualismus und des deutschen Idealismus. Das 18. Jahrhundert ist die Blütezeit der Ästhetik. Edmund Burke schafft mit seinem Werk A philosophical Enquiry into the Origin of our Ideas of the Sublime and Beautiful (1757) neben John Locke und David Hume eine der wichtigsten Abhandlungen des englischen Empirismus. Sie ist eine Abhandlung über unsere sinnliche Wahrnehmung hinsichtlich des Schönen und Erhabenen wie auch über die Kunstschönheit, mit Schwerpunkt auf Literatur und Sprache. Burke geht davon aus, dass es allgemeingültige – auf das Objekt bezogene – Kriterien gibt, die festlegen was schön und was erhaben ist. Daher folgert er auch, dass wir in punkto Kunst-Beurteilungen im Grunde alle das selbe Geschmacksurteil fällen. Die Abweichungen im Geschmack verschiedener Menschen sind nur Abweichungen des Wissens bzw. der Kenntnis über das zu beurteilende Objekt. Geschmack ist laut Burke erlernbar. Ganz im Gegensatz zu Kant. In seinem Werk Kritik der Urteilskraft (1790) verdeutlicht er, dass es nicht möglich sei, feste Kriterien zur Beurteilung des Schönen an einem Objekt festzumachen. Schönheit ist das was in sich gefällt. Auch ist er nicht der Meinung, dass Geschmack erlernbar sei, er geht eher davon aus, dass der Verstand eines jeden Menschen a priori gewisse „universale“ Regeln kenne, mit denen er bei Geschmacksurteilen die sinnliche Wahrnehmung beurteilt. Die Abweichungen im Geschmack verschiedener Menschen beruhen laut Kant auf Vorurteilen.

Diese beiden Theorien und Werke, die trotz einigen Ähnlichkeiten unterschiedlicher nicht sein könnten, sind meiner Meinung nach die – für die Geschichte der Ästhetik – wichtigsten, und vor allem interessantesten Schriften. In der folgenden Arbeit werde ich die sinnlich-subjektive Theorie Burkes und die rationalsubjektive Ästhetik Kants untersuchen, sie einander gegenüberstellen, kritisch hinterfragen und sie vor allem im Kontext der Kunst, besonders der Musik und

Literatur eingehender beleuchten. Mein Ziel ist es also, zwei Theorien – von der die eine die andere inspirierte – kurz, aber klar darzustellen und sie zu vergleichen. Abschließend soll ein Fazit nicht nur beide Theorien, dort wo nötig, trennen und, dort wo möglich, zusammenführen, sondern auch auf einige Diskussionspunkte an diesen Ästhetiktheorien aus heutiger Perspektive aufmerksam machen.

2. Edmund Burke – On the Beautiful and Sublime

2.1. Das Schöne und Erhabene bei Burke

Burke geht davon aus, dass das Schöne, wie auch das Erhabene, Leidenschaften in uns auslösen. Schöne Gegenstände affizieren Vergnügen, erhabene affizieren Schmerz. Zwischen Schmerz und Vergnügen liegt der Zustand der Indifferenz. In diesem kontemplativen Zustand empfinden wir keine starken Gemütsoder Gefühlsregung, er ist der Neutralund der Normalzustand. Der indifferente Zustand ist also gewissermaßen die Ausgangsstimmung, in der wir, entweder durch Leidenschaften des Schönen oder des Erhabenen, dann affiziert werden oder diese später beurteilen.

Ferner sagt Burke, dass der Mensch von zwei Grundtrieben geleitet werde: der Trieb der Gesellschaft – also aus heutiger Sichte eine Art Geselligkeitstrieb – und der Trieb der Selbsterhaltung. Der Trieb der Gesellschaft – zum einen zwischen den Geschlechtern, zum anderen zwischen den Menschen– wird von den Leidenschaften Liebe und Zuneigung, welche durch das Schöne hervorgerufen werden, befriedigt.

Die Leidenschaft der Liebe durch das Schöne ist hier jedoch frei von jeder Begierde oder jedem Bedürfnis nach Besitz, sie reizt allerdings zur Verbindung mit dem schönen Gegenstand, d.h. das Subjekt wird von dem schönen Objekt angezogen. Laut Burke verbindet der Mensch mit der Form von Leidenschaft, die er hier Liebe und Zuneigung nennt, die Idee der sozialen Qualitäten. Die Liebe zum anderen Geschlecht und die Zuneigung zu anderen Lebewesen durch das Schöne lässt uns Vergnügen empfinden. Dieser Zustand des Vergnügens ist frei von jeglicher Reflexion, wir nehmen in einer solchen Situation nur die Sinneseindrücke in unserer Einbildungskraft auf und lassen sie, frei von jedem Räsonnement auf uns wirken. Das Schöne ist nach Burke demnach keine Schöpfung unserer Vernunft, da sie keinen Nutzen hat.

Kriterien zur Beurteilung schöner Dinge, gründen bei Burke in sinnlichen Dispositionen: klein, glatt, zart, kurvig, hell usw. sind „qualities of beauy“3, das Schöne ist also Eine Folge-Eigenschaft, d.h. eine Eigenschaft, die einen Komplex schönmachender Eigenschaften voraussetzt und die eben deshalb […] verbal definiert werden kann.“4

Ferner ist Burke – im Gegensatz zu fast allen seinen Vorgängern – der Meinung, dass weder Vollkommenheit noch Proportion Eigenschaften des Schönen sein müssen.

Außerdem betrachtet Burke die Wirkung des Schönen bzw. des Erhabenen aus einer physiologischen Perspektive: wenn wir durch das Schöne in einen Zustand des Vergnügens versetzt werden, erschlafft unser Körper. Burke schließt hier induktiv aus seinen Beobachtungen, dass uns Vergnügen entspanne; die Nerven würden so stimuliert, dass sie sich lockern und entkrampfen. Das Erhabene hat den gegenteiligen physischen Effekt: in dem, durch Erhabenheit, hervorgerufenen Zustand des Schmerzes verkrampfen sich unsere Nerven, sie zittern, und unser Körper steht unter großer Anspannung.

Burke betrachtet demzufolge das Erhabene als Gegensatz zum Schönen.

If the qualities of the sublime and beautiful are sometimes found united, does this prove, that they are the same, does it prove, that they are any way allied, does it prove even that they are not opposite and contradictory?5

Die sinnlichen Eigenschaften erhabener Dinge sind rau, kantig, düster, groß usw.6 Hier differenziert Burke allerdings weiter aus und nennt vier Hauptquellen des Erhabenen: Modifikationen von Macht; Objekte die dem Subjekt unmittelbar die Idee von Gefahr affizieren; Objekte die aus mechanischen Ursachen die gleiche Wirkung haben und schließlich die Unendlichkeit7.

Die durch diese Quellen hervorgerufene Leidenschaft ist zunächst Staunen ( asto- nishment ), worauf eine Art seelische Lähmung, also Schrecken, und mit dem

Schrecken verbundener Schmerz folgt. Diese Leidenschaft befriedigt den Selbsterhaltungstrieb allerdings nur, solange das Subjekt – bzw. sein Leben – nicht direkt in Gefahr schwebt. Die Kunst – vor allem Literatur bzw. das Drama – sind besonders gut geeignet um den Selbsterhaltungstrieb zu befriedigen. Denn sie löst Furcht ( fear ), Schrecken ( terror ) und Schaudern ( horror ) durch einen lediglich frei erfundenen Zusammenhang aus; – sozusagen durch ein fiktives, aus der Natur entlehntes Geschehen. Dies ermöglicht dem Rezipienten, an dem ‚erhabenen’ Geschehen teilzuhaben, dennoch ist er sich immer bewusst, dass er selbst in Sicherheit ist. Diese affizierten Gefühle befriedigen unseren Selbsterhaltungstrieb insofern, als dass wir Schmerz immer auch mit Tod assoziieren. In Zuständen, die durch das Erhabene ausgelöst worden sind, werden wir also an unsere Sterblichkeit erinnert. Darauf folgt augenblicklich die Erkenntnis, lebendig zu sein. Allerdings geschieht dies ohne unser Bewusstsein, denn wie beim Schönen ist auch dieser Zustand frei von jedem Räsonnement.

Nach Burke sind die Gefühle, die in uns durch Erhabenheit hervorgerufen werden, die stärksten, die ein menschliches Gemüt zu fühlen fähig ist. Sie sind intensiver als Leidenschaften die durch das Schöne vermittelt werden. Wären wir also fähig, die Stärke der schönen bzw. erhabenen Leidenschaften an einer Skala von 1 bis 10 zu messen, und die Stärke beider Arten von Leidenschaften lägen beispielsweise bei 8, ist Burke nun der Ansicht, dass der Schmerz dennoch immer intensiver, mächtiger und stärker ist, auch wenn die Leidenschaften eigentlich im gleichen Grade auf das Subjekt einwirken.

I say the strongest emotion, because I’m satisfied the ideas of pain are much more powerful than those which enter on the part of pleasure.8

2.2. Der Weg von sinnlicher Wahrnehmung bis zum Geschmacksurteil bei Burke

Zunächst nehmen wir die Welt mit unseren Sinnen wahr. Da die Sinnesorgane bei jedem Menschen anatomisch mehr oder weniger gleich aufgebaut sind, geht Burke davon aus, dass alle Menschen alle Objekte auf gleiche Weise wahrnehmen. Diese allgemeinen, von den Sinnen empfangenen Bilder werden an die Einbildungskraft geleitet. Hier werden sie wiedergegeben und neu kombiniert. Die Einbildungskraft ist also das Vermögen, äußere Objekte mit dem Subjekt zu verbinden. Sie ist Repräsentation der Sinne und der Sitz aller Leidenschaften. Aus ihr entspringt Witz, Phantasie und Erfindung. Allerdings ist sie unfähig, etwas völlig neues zu produzieren, das Ergebnis (zum Beispiel Kunstwerke), sind immer Modifikationen oder Kombinationen von Teilbildern von Sinneseindrücken.

Das Denkvermögen ist bei Burke der Verstand, bzw. die Vernunft (hier ein und dasselbe), er nennt es überwiegend reasoning , also Räsonnement. Allerdings Spielt das Denkvermögen in dieser Ästhetiktheorie eine eher untergeordnete Rolle, da laut Burke sowohl der durch das Erhabene als auch durch das Schöne hervorgerufene Zustand frei von jeder Reflektion ist. Indes wird im Nachhinein – wenn das Gemüt wieder beruhigt und in einen kontemplativen, indifferenten Zustand zurückfällt – das sinnlich Wahrgenommene, durch die Einbildungskraft ‚bearbeitete’ Objekt rational durchdacht und bewertet. Dies zu leisten ist Aufgabe der Urteilskraft.

Die Urteilskraft wird von Erfahrungen beeinflusst. Sie ist ein Teil des Urteilvermögens. Burke definiert das Geschmacksurteil als no more than that facultie, or those faculties of the mind which are affected with, or which form a judgment of the works of imagination and the elegant arts.9

Das Geschmacksvermögen urteilt nach festen Prinzipien, die ihr die Sinneswahrnehmung und die Einbildungskraft liefern: die oben angeführten Eigenschaften des Schönen bzw. des Erhabenen. Diese allgemeingültigen Attribute des Schönen bzw. Erhabenen begründet Burke politisch:

For if there were not some principles of judgment as well as of sentiment common to all mankind, no hold could possibly be taken either on their reason or their passions, sufficient to maintain the ordinary correspondence of life.10

[...]


1 vergl.: Das Herkunftswörterbuch , Duden, 2001

2 Aristoteles: Protreptikos Abschnitt 8; Nestle (Hrg.) Aristoteles Hauptwerke, Stuttgart 1968, Krö- ner S.17

3 Edmund Burke, A philosophical enquiry on the origins of our ideas on the beautiful and sublime (1775), Part III, Section XVIII

4 Werner Stube, Einleitung, in: Edmund Burke, Philosophische Untersuchung über den Ursprung unserer Ideen vom Erhabenen und Schönen, Werner Stube (Hrsg.), Felix Meiner Verlag (1980)

5 siehe 2, Part III, Section XXVII

6 Wie beim Schönen muss man hier hinzufügen dass auch Burke nicht sagt dass alle Dinge, die glatt bzw. rau, klein bzw. groß etc. sind, deswegen unbedingt schön bzw. erhaben sein müssen. Ihm geht es darum zu verdeutlichen, dass große, raue, … Dinge nicht schön sein können bzw. glatte, kleine, … nicht erhaben.

7 Unendlichkeit muss hier allerdings nicht unbedingt tatsächlich unendlich sein, das Objekt kann auch einfach nur so groß sein, dass man das Ende nicht wahrnehmen kann, oder ein Ton kann sich so häufig wiederholen, dass das Ohr annimmt, er wäre endlos.

8 ibid., Part I, Section VII

9 ibid., Introduction on Taste (S. 11)

10 ibid., Introduction on Taste, (S. 11)

Details

Seiten
36
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640249831
Dateigröße
555 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v120839
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften (Komparatistik)
Note
2,3
Schlagworte
Frühromantik Subjektivität Rationalität Proseminar

Autor

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