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Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient

Zur Relevanz der journalistischen Nachrichtenselektion für den Fernsehzuschauer

Hausarbeit 2006 22 Seiten

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Nachrichtenselektionsforschung
2.1 Gatekeeper-Forschung
2.2 Nachrichtenwertforschung
2.3 News-Bias-Forschung

3 Die Nachrichtenwerttheorie
3.1 Nachrichtenwert und Nachrichtenfaktoren
3.2 Geltungsbereich und Allgemeinheitsanspruch
3.3 Realitätsdarstellung: Ereignis und Nachricht

4 Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient
4.1 Nachrichtenauswahl und -rezeption
4.2 Realitätswahrnehmung: Rezipient und Nachricht

5 Die Nachrichtenwerttheorie und das Fernsehen
5.1 Fernsehnachrichten und ihre Rezipienten
5.2 Fernsehnachrichten und ihre Nachrichtenfaktoren

6 Schlussbetrachtung

7 Literatur

1 Einleitung

Die Frage „Was ist der Wert von Nachrichten im deutschen Fernsehen?“[1] lässt sich aus verschiedenen Perspektiven betrachten und beantworten. Dahinter steckt jedoch immer der Anspruch aufzuschlüsseln, warum im Fernsehen (bzw. in den Massenmedien) über bestimmte Ereignisse berichtet wird und warum diese als Nachrichten rezipiert werden.

Zur Beantwortung der ersten Teilfrage kann die Nachrichtenforschung herangezogen werden. Sie untersucht systematisch die Faktoren, die den Nachrichtenfluss beeinflussen, nach welchen Kriterien Nachrichten ausgewählt werden und welches Bild diese Nachrichten vermitteln.[2] Besonders die Nachrichtenselektionsforschung kann mit ihren drei Forschungszweigen Gatekeeper-Forschung, Nachrichtenwertforschung und News-Bias-Forschung darüber Aufschluss geben.[3] Die Nutzungsforschung beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit der zweiten Teilfrage, nämlich damit, wie Medieninhalte von Rezipienten ausgewählt, rezipiert und angeeignet werden.[4] Dabei geht es auch um die Frage nach der Relevanz und dem Nutzen von Nachrichten für den Rezipienten. Auf die eingangs gestellte Frage bezogen bedeutet das: Welche Informationsqualität bieten Fernsehnachrichten? Ist das Gezeigte tatsächlich relevant und nützlich für den Fernsehzuschauer? Woher sollen die Journalisten das eigentlich wissen?

Diesen Fragen soll in der vorliegenden Hausarbeit nachgegangen werden, um aufzuschlüsseln, was die Selektionskriterien der Nachrichtenproduktion, der Nachrichtengebung und der Nachrichtenrezeption sind. Zu diesem Zwecke sollen zunächst die verschiedenen Forschungszweige der Nachrichtenselektionsforschung kurz vorgestellt und näher beleuchtet werden. Im Fokus steht hierbei die Nachrichtenwerttheorie, die mit so genannten Nachrichtenfaktoren den Nachrichten-wert von Ereignissen zu bestimmen versucht, d. h. erklären will, warum bestimmte Ereignisse aus Sicht der Journalisten berichtenswert sind.[5] Mit ihrer Hilfe soll auch geklärt werden, ob Journalisten und Rezipienten ähnliche Selektionskriterien haben und was das folglich für die Realitätswahrnehmung und -vorstellung von Journalisten und Rezipienten bedeutet. Insbesondere sollen hierbei Fernsehnachrichten betrachtet werden, da sie zu den beliebtesten Fernsehsendungen gehören,[6] ihnen immer wieder eine hohe Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird[7] und sie somit einen anscheinend hohen Stellenwert bei den Zuschauern und bedeutenden Einfluss auf ihre Realitätsvorstellungen haben.

2 Die Nachrichtenselektionsforschung

In der Kommunikationswissenschaft gewann die Nachrichtenselektionsforschung vor allem seit den 1950ern an Bedeutung.[8] Im Verlauf ihrer Entwicklung entstanden die Gatekeeper-Forschung, die Nachrichtenwertforschung und die News-Bias-Forschung. Obgleich diese drei Forschungstraditionen sich unterschiedlich der Nachricht nähern, diese auf ihre je eigene Weise beleuchten und damit unterschiedliche Konzepte zur Erklärung journalistischer Selektionsprozesse liefern, sind sie dennoch durch Überschneidungen und Querverbindungen miteinander verbunden.[9] Deshalb ist es sicherlich sinnvoll, zunächst alle drei Forschungszweige der Nachrichtenselektionsforschung zu betrachten, um einen umfassenden Eindruck davon gewinnen zu können, wie und warum Journalisten Nachrichten auswählen.

2.1 Gatekeeper-Forschung

Als erster Forschungszweig kristallisierte sich die Gatekeeper-Forschung heraus. Ihr Ziel ist es, Einflussfaktoren, die eine ereignisadäquate Berichterstattung beeinflussen oder gar verhindern, aufzudecken und zu analysieren.[10] In den Anfängen der Gatekeeper-Forschung stand dabei zunächst das Individuum im Vordergrund. Die Nachrichtenauswahl wurde lediglich auf einzelne Journalisten, persönliche Vorlieben und Abneigungen, Interessen und Vorstellungen zurückgeführt.[11] Demzufolge beeinflussen vor allem subjektive Faktoren wie Wertehaltung, politische Einstellung, Berufsrollenverständnis und soziodemografische Unterschiede die Auswahl, Bearbeitung und Weiterleitung von Agenturmeldungen und infolgedessen die Berichterstattung in den Massenmedien.[12]

Doch Studien zum Einfluss äußerer institutioneller Faktoren, die den Studien zum Einfluss der individuellen Prädisposition auf die Nachrichtenauswahl folgten, zeichnen ein anderes Bild von der Rolle des einzelnen Journalisten. Es wurde festgestellt, dass die Verarbeitung eingehender Meldungen auf mehreren Stufen erfolgt und diese durch Rückkopplungsprozesse gekennzeichnet ist. Sozialisationsprozesse in Redaktionen führen zu einem in der Tendenz im Wesentlichen vorgegebenen Output.[13] Das bedeutet, dass die Selektion von Nachrichten im Kommunikationsfluss durch Arbeitsbedingungen, Einbindung in organisatorische Strukturen und Entscheidungsroutinen geprägt ist und nicht allein auf die Person eines einzelnen Journalisten zurückgeführt werden kann. Die anfangs noch so stark angenommene Filterfunktion des einzelnen Journalisten wurde durch diese Studien relativiert. Trotz zum Teil gegensätzlicher Ergebnisse kam die Gatekeeper-Forschung - bis auf David Manning White[14] - zu dem Schluss, dass Journalisten lediglich passive Informationsvermittler sind.[15]

2.2 Nachrichtenwertforschung

Nachdem festgestellt wurde, dass Journalisten in Medienorganisationen in ihrem Handeln vielfältigsten sozialen und organisatorischen Einflüssen ausgesetzt sind, wurde das Augenmerk der Forschung auf Gemeinsamkeiten und strukturelle Ähnlichkeiten im Selektionsprozess gelenkt. Die Suche nach diesen professionellen Selektionskriterien führte ab den 1960ern zur Nachrichtenwertforschung.[16] Ihr Ziel ist es, die Nachrichtenauswahl und -gestaltung auf spezifische Eigenschaften und Qualitäten von Ereignissen und Meldungen zurückführen zu können.[17] Diese spezifischen Eigenschaften von Ereignissen, die als Nachrichtenfaktoren bezeichnet werden, können je intensiver und zahlreicher sie zu treffen, ein Ereignis zur Nachricht werden lassen. Der Nachrichtenwert wird hierbei als Publikationswürdigkeit bzw. Beachtungswürdigkeit eines Ereignisses verstanden. Je höher der Nachrichtenwert eines Ereignisses ist, desto größer ist seine Chance von den Massenmedien berichtet zu werden.[18] Neben der Erklärung und Prognostizierung der Nachrichtenauswahl, soll die Nachrichtenwerttheorie auch für die Erklärung des Umfangs und der Platzierung von Nachrichten herangezogen werden können.[19] In ihren ursprünglichen Formulierungen unterstellt die Nachrichtenwerttheorie ein Kausalmodell der Nachrichtenauswahl, in welchem die Nachrichtenfaktoren von Ereignissen oder Meldungen journalistische Selektionsentscheidungen beeinflussen. Die Nachrichtengebung wird auf diese Weise als bloßer Reflex auf objektive Eigenschaften von Ereignissen oder Meldungen verstanden.[20]

Im Verlauf der Entwicklung der Nachrichtenwerttheorie wandte man sich allerdings von der Prämisse der quasi objektiv in der Realität vorhandenen Ereignismerkmale ab und betrachtete den Nachrichtenwert aus einer konstruktivistischen Perspektive, aus der die Nachrichtenfaktoren eher als Selektionsregeln, denn als Ereignismerkmale verstanden werden.[21] Das bedeutet, dass die „Selektionskriterien und -strategien der eigentlichen Textproduktion (…) nicht nur durch Ereignismerkmale, sondern auch durch ‚interne’ Konstruktionen und Kognitionen der Journalisten beeinflusst“[22] werden. Im Finalmodell der Nachrichtenauswahl werden die Selektionsentscheidungen der Journalisten nicht mehr durch Nachrichtenfaktoren beeinflusst. Die ursprünglich angenommene Kausalbeziehung wird umgekehrt: Nachrichtenfaktoren sind nun Folge von Publikationsentscheidungen, d. h. sie werden als Legitimationselemente für Publikationsentscheidungen und politische Absichten den einzelnen Ereignissen erst zugeschrieben bzw. besonders betont.[23] Es wird somit offensichtlich, dass die Möglichkeit der Instrumentalisierung von Nachrichtenfaktoren besteht und diese zur Beeinflussung der Berichterstattung genutzt werden können.

2.3 News-Bias-Forschung

Das Finalmodell der Nachrichtenauswahl macht deutlich, dass Nachrichtenfaktoren absichtlich instrumentalisiert werden können, um die Berichterstattung zu beeinflussen. Die News-Bias-Forschung will diese Ursachen von Unausgewogenheiten und politische Tendenzen in der Medienberichterstattung aufspüren und aufdecken.[24] Und tatsächlich zeigen Experimente und Inhaltsanalysen in Kombination mit Journalistenbefragungen bzw. anderen Außenkriterien, dass politische Einstellungen die Nachrichtenauswahl und -gestaltung beeinflussen können.[25] Aus diesem Grunde kann es auch gelegentlich zu einer Synchronisation von Nachrichten und Kommentaren in ihren politischen Tendenzen, d. h. zu Einseitigkeiten in der Berichterstattung kommen.[26]

3 Die Nachrichtenwerttheorie

Die vorgestellten Forschungszweige der Nachrichtenselektionsforschung zeigen, dass man sich der Frage nach den Selektionsmechanismen der Nachrichtenauswahl unterschiedlich annähern kann. Besonders die Nachrichtenwerttheorie versucht das Wie der Nachrichtenauswahl mit Hilfe von Nachrichtenfaktoren zu erklären. Im Folgenden soll die Nachrichtenwerttheorie mit ihren Stärken und Schwächen charakterisiert und in einem weiteren Schritt um die Rezipientenperspektive erweitert werden, um ihren Wert und Relevanz für die Betrachtung des Rezipienten herausstellen zu können.

3.1 Nachrichtenwert und Nachrichtenfaktoren

Die europäische Forschungstradition wurde – völlig unabhängig von Walter Lippmann und der amerikanischen Forschungstradition[27] – von Einar Östgaard[28] 1965 begründet. Als Erster integrierte er verschiedene Nachrichtenfaktoren in ein komplexes theoretisches Konzept. Dabei stellte er die drei Faktorenkomplexe Simplifikation, Identifikation und Sensationalismus vor und mutmaßte, dass je einfacher ein Ereignis strukturiert ist, je mehr Identifikationsmöglichkeiten vorhanden sind und je mehr sensationalistische Momente es gibt, desto höher die Chance eines Ereignisses ist, als Nachricht berichtet zu werden. Bereits hier zeigten sich jedoch schon Schwächen bei der Formulierung der Nachrichtenwerttheorie.[29] Östgaard lässt das Verhältnis zwischen externen (Regierungen, Agenturen, ökonomische Zwänge usw.) und internen Faktoren (Aspekte von Nachrichten, die diese für den Rezipienten interessant und beachtenswert machen) unaufgeklärt. Zudem gibt es keine explizite Unterscheidung zwischen Ereignissen und Nachrichten bzw. Meldungen, d. h. ein Teil der Nachrichtenfaktoren bezieht sich auf Ereignisaspekte (Prominenz der Akteure, Konflikthaltigkeit usw.), ein anderer Teil jedoch auf Meldungscharakteristika (Vereinfachung, Personifizierung usw.). Wiederum andere stellen nur Relationen (räumliche, kulturelle und zeitliche Nähe) dar.

Noch im gleichen Jahr haben Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge[30] das Konzept der Nachrichtenfaktoren systematisiert, ausdifferenziert[31] und fünf Hypothesen über das Zusammenwirken von Nachrichtenfaktoren vorgestellt. Für Galtung und Ruge stellen Nachrichtenfaktoren Eigenschaften dar, die ein Ereignis aufweisen muss, um von den Redaktionen aufgenommen und als Nachricht weitergegeben zu werden, d. h. Nachrichtenfaktoren sind Ursache von Selektionsentscheidungen.[32] Laut Komplementaritätshypothese kann das Fehlen eines Nachrichtenfaktors durch einen anderen kompensiert werden. Die Additivitätshypothese besagt, dass die Publikationschance umso größer ist, je mehr Faktoren auf ein Ereignis zutreffen. Ähnliches gilt für die Selektionshypothese: die Nachrichtenselektion orientiere sich an den zwölf Nachrichtenfaktoren. Deswegen steigen die Publikations- und Beachtungschancen eines Ereignisses, je mehr verschiedene Faktoren dieses aufweisen kann. Weitere Hypothesen beziehen sich auf die Wiederholung von und die Verzerrung durch Nachrichtenfaktoren.[33]

[...]


[1] Danach wird beispielsweise in der Untersuchung von Ruhrmann/ Woelke/ Maier/ Diehlmann, 2003 gefragt.

[2] Vgl. Gazlig, 1999: 185.

[3] Vgl. Staab, 1990:11.

[4] Vgl. Hasebrink, 2003: 101-102.

[5] Vgl. Staab, 1990: 203.

[6] Vgl. Ruhrmann/ Woelke/ Maier/ Diehlmann, 2003: 8.

[7] Vgl. Erbing, 1989: 310.

[8] Vgl. Staab, 1990: 202.

[9] Vgl. Staab, 1990: 11.

[10] Vgl. Staab, 1990:15.

[11] Vgl. Schulz, 1990: 328.

[12] Vgl. Bonfadelli, 2003: 87.

[13] Vgl. Staab, 1990: 12-26.

[14] White war der Initiator der Gatekeeper-Forschung und erforschte 1950 das Selektionsverhalten eines wire editors einer kleinen Tageszeitung. Im Fokus seiner Untersuchung standen die Selektionskriterien, die zur Auswahl, Bearbeitung und Weiterleitung von Agenturmeldungen führen. Er führte eine Input-Output-Analyse durch, ließ „Mr. Gates“ auf den aussortierten Meldungen vermerken, warum dieser jene nicht in die Zeitung aufnahm und befragte ihn zu seinem Selbstverständnis. White stellte fest, dass es sowohl subjektive (Meldung sei zu trivial, uninteressant, unglaubwürdig usw.) als auch normative Selektionskriterien (Länge einer Meldung, der Zeitpunkt der Übermittlung usw.) gibt. Vgl. David Manning White (1950): The “Gate Keeper”: A Case Study In the Selection of News, in: Journalism Quarterly 27/1950, S. 383-390 u. Staab, 1990: 12-13.

[15] Vgl. Staab, 1990: 202.

[16] Vgl. Bonfadelli, 2003: 87-88.

[17] Vgl. Staab, 1990: 203.

[18] Vgl. Staab, 1990, 41- 42.

[19] Kepplinger/ Rouwen, 2000: 462.

[20] Vgl. Staab, 1990: 207.

[21] Vgl. Bonfadelli, 2003: 88. Bezugnehmend auf Schulz, 1976 und Staab, 1990.

[22] Ruhrmann, 1994: 244.

[23] Vgl. Staab, 1990: 207.

[24] Vgl. Gazlig, 1999: 186.

[25] Vgl. Staab 1990: 203.

[26] Vgl. Schönbach, 1976, 72; zitiert nach Staab, 1990: 37. Vgl. dazu auch Kepplinger, 1989: 199-220.

[27] Vgl. Staab, 1990: 203. Als Begründer der Nachrichtenwerttheorie gilt Walter Lippmann mit seinem Buch Public Opinion aus dem Jahre 1922, der ersten umfassenden Darstellung des Grundkonzepts der Nachrichtenwerttheorie. Vgl. Staab, 1990: 40.

[28] Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Aussagen von Staab. Vgl. Staab, 1990: 55-58.

[29] Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Aussagen von Staab. Vgl. Staab, 1990: 58-59.

[30] Galtung und Ruge führten eine Inhaltsanalyse der Berichterstattung von vier norwegischen Zeitungen über die Kongo-Krise (1960), die Kuba Krise (1960) und die Zypern-Krise (1964) durch. Der Untersuchungszeitraum betrug 1960 einen Monat und 1964 eineinhalb Monate. Vgl. Galtung/ Ruge, 1965: 72-75.

[31] Vgl. Staab, 1990: 59.

[32] Vgl. Galtung/ Ruge, 1965: 64-71.

[33] Vgl. Galtung/ Ruge, 1965: 71-72.

Details

Seiten
22
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640249770
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v121102
Institution / Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – Sozialwissenschaftliches Seminar
Note
2,0
Schlagworte
Nachrichtenwert; Rezipient; Gatekeeper; Massenmedien; Fernsehen; Nachrichtenselektion;

Autor

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