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Aggressives Verhalten und Gewalt an Schulen. Ursachen, Ausmaß und Handlungsmöglichkeiten

Bachelorarbeit 2008 60 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhaltsangabe.1

1 Einleitung

2 Begriffsklärung und Grundannahmen
2.1 Aggression
2.2 Aggressivität
2.3 Gewalt
2.3.1 Körperliche Gewalt
2.3.2. „Gewalt“ oder „Aggression“ gegen Gegenstände?
2.3.3 Psychische Gewalt
2.3.4 Strukturelle Gewalt
2.4 Fazit

3 Aggressives Verhalten an Schulen- Die Bedeutung von Geschlecht, Herkunft, Sozialisation und Alter
3.1 Aggressionspotenzial bei Jungen und Mädchen
3.1.1 Die Hormonhypothese bzw. biologische Komponenten
3.1.2 Die Evolutionshypothese
3.1.3 Die Geschlechterrollen-Hypothese
3.1.4 Aggressionen und Gewalt bei Mädchen
3.2 Herkunft und Sozialisation
3.2.1 Lebensumfeld und Erziehung
3.2.1.1 Lebensumfeld
3.2.1.2 Erziehung
3.2.1.2.1 Die Familie
3.2.1.2.2 Die Schule
3.2.2 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund
3.2.2.1 Die Art der Aggressionen/Gewalt
3.2.2.2 Gründe für das andere Gewaltverhalten bei Ausländern- Überprüfung der Richtigkeit der Ergebnisse
3.3 Alterstypische Besonderheiten
3.3.1 Aggressionen und Gewalt in unterschiedlichen Altersabschnitten
3.3.2 Der Einfluss der Gleichaltrigengruppen
3.4 Das Opferverhalten
3.4.1 Individuelle Besonderheiten der Opfer
3.4.2 Anzeichen des Opferseins
3.4.3 Folgen und Bedingungen des Opferseins
3.5 Fazit

4 Der Einfluss der Schule auf das Aggressionsverhalten der Schüler
4.1 Lage und bauliche Beschaffenheit der Schule
4.2 Schul- und Klassengröße
4.3 Schulform
4.4 Lehrerverhalten
4.5 Fazit

5 Schulgewalt in den Medien – Eine Auswahl

6 Präventions- und Interventionsmaßnahmen
6.1 Definition der Präventions- und Interventionsmaßnahmen
6.1.1 Primäre Prävention
6.1.2 Sekundäre Prävention
6.1.3 Tertiäre Prävention
6.2 Institutionelle und schulorganisatorische Änderungen
6.2.1 Schulprofil und Schülerpartizipation
6.2.2 Kooperation von Eltern und Schule
6.2.3 Änderung von Unterricht
6.3 Interventionsprogramm nach Olweus
6.4 Konfrontative Pädagogik
6.4.1 Konfrontatives Soziales Training (KST)
6.4.2 Coolness – Training (CT)
6.5 Fazit

7 Schlussbemerkung

8 Literaturliste

1 Einleitung

Das Thema „Schulgewalt“ ist vor allem in der näheren Vergangenheit immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen gewesen: Verrohen die Schüler? Ist Schule heute gefährlich? Sollte es härtere Maßnahmen geben? Viele andere Fragen standen und stehen immer noch zur Debatte. Diese Arbeit analysiert, wie man Aggression, Gewalt und aggressives Verhalten zuerst einmal überhaupt definiert, um sich ein Bild zu verschaffen, wovon häufig eigentlich geredet wird. Anschließend werden Geschlecht, Herkunft, Sozialisation und Alter betrachtet. Diese Faktoren spielen hinsichtlich der Gewalt und des aggressiven Verhaltens an Schulen eine wichtige Rolle, geben sie doch Einblicke in die Hintergründe der Schüler und offenbaren die tatsächlichen Gründe für das Aggressionspotenzial mancher Schülerinnen und Schüler bzw. relativieren diese abweichenden Haltungen. Hierbei werden auch die Opfer betrachtet, wie sie sich gebärden und wie sie in diesen Kreis der Gewalt geraten. Auch die Schule an sich kann aggressives bzw. gewaltförmiges Handeln produzieren. Verschiedene Aspekte, wie die Lage der Schule und deren Gestaltung, die Schul- und Klassengröße, die Schulform und auch das Verhalten der Lehrkräfte stehen dabei im Fokus des Interesses. Eine knappe Schilderung, wie Schulgewalt in den Medien geschildert wird, bildet den nächsten Punkt dieser Arbeit um am Ende auf Präventions- bzw. Interventionsmaßnahmen einzugehen, wobei nebst allgemeinen Änderungsvorschlägen auch konkrete Programme vorgestellt werden.

2 Begriffsklärung und Grundannahmen

Beinahe täglich kann man den Medien entnehmen, dass irgendwo auf der Welt zur „Gewalt“ gegriffen wurde. Besonders im Zusammenhang mit Schulen, die als sogenannte „Problemschulen“ deklariert werden, wird dieses Wort nur allzu häufig genannt. Dabei werden in vielen Fällen Begriffe wie Gewalt, Aggression oder Aggressivität synonym verwendet, ohne auf die Unterschiede Rücksicht zu nehmen. Im folgenden Abschnitt wird nun differenziert beschrieben, worum es sich denn handelt, wenn man die diversen Vokabeln benutzt.

Dabei soll vor allem geklärt werden, ab wann welcher Begriff zu benutzen ist und ob diese gleichbedeutende Verwendung überhaupt irgendwann gerechtfertigt ist.

2.1 Aggression

Aggression heißt soviel wie „auf jemand, etwas zugehen“[1], ist in seiner grundsätzlichen Bedeutung durchaus als typisches, natürliches Element des Menschen anzusehen. Allerdings begegnet man dem Aggressionsbegriff in Wörterbüchern häufig wie folgt:

„Allgemeine und umfassende Bezeichnung für gehäuft auftretendes feindseliges, sich in verbalen oder tätlichen Angriffen äußerndes Verhalten bzw. das Überwiegen feindselig-ablehnender und oppositioneller Einstellungen beim Menschen.“[2]

Definitionen, die Aggression in konstruktiv und destruktiv aufteilen, wurden veröffentlicht, wobei sich das konstruktive Handeln auf Dinge wie Zielstrebigkeit, Zähigkeit und Willensstärke bezieht und das destruktive auf Wutausbrüche, konfrontatives und schädigendes Verhalten.[3]

Da sich dieses sehr weitgefasste Aggressionsverständnis jedoch nicht durchgesetzt hat und der „engere“ Begriff als sinnvoller anzusehen ist, da er präzisere Beschreibungen zulässt, soll in der Folge das Augenmerk auf Aggression im negativen Sinne gelegt werden. Aggression kann somit also verstanden werden als „Verhalten, das darauf gerichtet ist, andere Individuen zu schädigen oder ihnen wehzutun“[4] oder auch als „Verhalten, das auf die absichtliche Schädigung eines Gegenstandes (Vandalismus) oder die absichtliche Verletzung eines anderen Menschen zielt.“[5]

Nun muss man sich aber im Klaren darüber sein, dass nicht jeder Vorgang, der einem anderen Menschen wehtut, gleich Aggression bedeutet, wie das Wort „absichtlich“ im eben angeführten Zitat verrät. Wenn man beispielsweise einer Person in der S-Bahn unabsichtlich auf den Fuß tritt, zeigt man damit noch keine Aggression. Entscheidend ist, ob diese Aggression intendiert, sprich zielgerichtet, vonstatten ging. Um bei dem Beispiel in der S-Bahn zu bleiben: Sucht man sich einen speziellen Fahrgast aus und entreißt ihm dann z.B. sein Fahrticket, ist dies Aggression, da es ein Verhalten ist, dass ein eindeutiges Ziel verfolgt und zwar, die andere Person zu schädigen. Es muss jedoch nicht zwingend sein, dass die Aggression „erfolgreich“ oder körperlich war: Wenn die Karte nicht weggenommen werden konnte, da die ausgewählte Person sich vielleicht in diesem Moment weggedreht hat, wird dies ebenso als „Aggression“ bezeichnet. Auch auf verbalem Wege kann man Aggressionen zeigen, wenn man zum Beispiel in dieser erdachten S-Bahn über die betreffende Person erzählt, sie hätte zuvor im Kaufhaus etwas geklaut. Ist diese Aussage intendiert und basiert nicht nur auf einem Irrtum, ist von „Aggression“ zu reden, da man auch hier den anderen Menschen durch sein Verhalten schädigen will.[6]

Auch das Vorgehen gegen Gegenstände wird der Aggression zugerechnet[7], d.h. das nicht unmittelbar eine Person betroffen sein muss, um von „Aggression“ sprechen zu können. Angemerkt werden muss, dass natürlich das Ausmaß des Vorgehens entscheidend ist. Aggression ist es dann nicht mehr, wenn man z.B. eine Türe kurz und klein schlägt. Ab diesem (ungehemmten) Punkt rechnet man das Verhalten der Gewalt zu.[8]

2.2 Aggressivität

Auch eine präzise Unterscheidung von „Aggression“ und „Aggressivität“ ist nicht besonders einfach. Jedoch geht man heute davon aus, dass „Aggressivität“ die „individuelle Ausprägung der Häufigkeit und Intensität aggressiven Verhaltens“[9] bedeutet. Während also die „Aggression“ sozusagen als eine Art Überbegriff im Sinne einer Verhaltensbeschreibung meint, bezieht sich „Aggressivität“ auf spezielle „Eigenschaften.“[10]

Diese spezielle Eigenschaft ist wahrscheinlich im Menschen verankert, eine gewisse Aggressivität scheint uns wohl innezuwohnen. Das es sich bei „Aggressivität“ nicht um ein unnatürliches Verhalten handelt, sieht, hört oder liest man immer wieder, unter anderem oder vielleicht sogar vor allem im Sport (z.B.: „Wir müssen aggressiv in die Zweikämpfe gehen.“). „Aggressivität“ ist zu verstehen als die Wut, die einen überkommt, wenn, um ein Beispiel anzuführen, der Computer nicht das macht, was man möchte. Es beschreibt das (natürliche?) Verlangen, den PC zu zerstören. Zur „Aggression“ wird es zu dem Zeitpunkt, ab dem man tatsächlich gegen diesen Gegenstand vorgeht.[11]

2.3 Gewalt

Wenn man nun davon ausgeht, dass „Aggression“ schon die Aktion gegen eine Person bzw. eine Sache bedeutet, stellt sich die Frage, was denn der Begriff der „Gewalt“ beinhaltet. Kurz gefasst kann man sagen, dass „Gewalt“ eine schwerwiegende Form der „Aggression“ ist.[12] Was ist jedoch „schwerwiegend“?

Erinnern wir uns an das Beispiel zur „Aggression“. Jemandem die Fahrkarte zu entreißen ist unverschämt und auch bestimmt körperlich, die schädigende Intention ist aber eher nicht auf der Basis der äußeren Verletzung zu finden. Vielmehr ist physische Gewalt, sowohl gegen Menschen als auch gegen Sachen, das Vorhaben, jemandem „bewusst Schmerz bzw. Schaden zuzufügen.“[13]

Aber auch hier wird wieder deutlich, wie schwierig eine genaue Begriffsbestimmung ist: Das Wegnehmen der Fahrkarte ist ein bewusster Akt, der der anderen Person Schaden zufügt. An dieser Stelle soll nochmals auf das Ausmaß hingewiesen werden. Man kann behaupten, dass die Vorstellung dieses Ausmaßes relativ ist, allerdings ist das Vorgehen hier nicht unbedingt massiv. Den Begriff „Gewalt“ könnte man zwar ohne weiteres hier verwenden[14], doch gibt er den Sachverhalt nur sehr ungenau wieder, da man unter „Gewalt“ im wissenschaftlichen Sinn und auch dem öffentlichen Verständnis nach meist das eben angesprochene ungehemmtere, massivere Verhalten versteht.[15] Auch die Erkenntnis, dass Gewalt nicht zwingend „nur die körperliche Verletzung eines Menschen auf der Basis von Aggressionen bezeichnet“[16] bedeutet nicht unbedingt, dass die Begriffe „Aggression“ und „Gewalt“ völlig sinngleich sind. Allerdings werden sie zunehmend, auch in der Fachliteratur, synonym verwendet.

Hier gibt es eben jene definitorische Unterschiede. Die Forschung hat neben den physischen mittlerweile auch die psychische und auch die verbale Gewalt mitaufgenommen. Entscheidend sind hier wieder Intention und Ausmaß sowie die erwählte Definition. Auf die physische, psychische/verbale und auch strukturelle Gewalt wird im Folgenden eingegangen.

2.3.1 Körperliche Gewalt

Ohne nun noch mal auf die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen „Aggression“ und „Gewalt“ hinzuweisen, wird nun beschrieben, was physische Gewalt beinhaltet:

„Physische Gewalt ist die Schädigung oder Verletzung eines oder mehrerer Menschen durch körperliche Kraft und/oder andere Zwangsmittel. Zu den vorherrschenden Zwangsmitteln gehören Waffen aller Art.“[17]

Diese Definition besagt also, dass ein direktes Vorgehen gegen eine Person das entscheidende Kriterium ist. Sinnvoller erscheint es jedoch, diese Definition zu erweitern und zwar um die „Gewalt gegen Sachen“.[18] Die schwerwiegende Form, der Vandalismus[19], weist die selben Merkmale auf, wie Gewaltausübung gegen Menschen, außer, dass es sich eben nicht um Lebewesen handelt. Allerdings ist auch hier ungehemmtes, massives und schädigendes Verhalten zu erkennen.

Gewalt, in diesem Fall die Gewalt physischer Art, ist also Objektbezogen.[20]

Hierbei kann auch die selbstbezogene Gewalt, die Autoaggression, genannt werden.[21] In diesem speziellen Fall lässt sich nur schwer feststellen, ab wann es „Aggression“ ist und wann „Gewalt“, da hier das persönliche Empfinden der betroffenen Person ausschlaggebend ist. Unter Umständen kann hier wieder die schwere als Indikator dienen. Eine genaue Definition, in welche Kategorie selbstzerstörerisches Verhalten zu verorten ist, ist schwierig, weshalb auch mittlerweile von „Autodestruktion“[22] die Rede ist. Hierbei aber von rein körperlicher Gewalt zu reden, käme der Wirklichkeit jedoch nicht sehr nahe, da die Selbstverletzung, im Sinne von Verstümmelung aber auch im Sinne von körperlicher Eingeschränktheit durch hervorgerufene Beschwerden, abhängig ist von der psychischen Konstitution, also der Punkt der „psychischen Gewalt“ entscheidend mitwirkt.

Sexuelle Gewalt ist auch ein vorwiegend körperlicher Ausdruck von Gewalt, wobei auch hier die Verbindung mit der psychischen wie auch der verbalen Gewalt nicht verschwiegen werden darf. Sexuelle Gewalt dient der Befriedigung des Täters, indem er seine Opfer zu reinen Gegenständen seines Triebes degradiert. Der Wille des Gegenübers wird dabei gänzlich außer Acht gelassen.[23]

2.3.2. „Gewalt“ oder „Aggression“ gegen Gegenstände?

Hier ist die Definition zwar ein wenig unklar, da der Tatbestand des Vorgehens gegen Gegenstände heute meist der „Gewalt“ zugerechnet wird[24], allerdings muss man dies doch etwas kritischer sehen: Wenn der Fernsehapparat keinen Ton sendet und man wütend wird und das Gerät am liebsten zerstören würde, ist man „Aggressiv“. Wenn man dann mit der flachen Hand auf den Fernseher schlägt, ist dies „Aggression“, da man gezielt dagegen agiert. Hier allerdings schon von „Gewalt“ zu sprechen, scheint etwas übertrieben. Ausmaß[25], Kontext und Intention müssen dabei beachtet werden.

2.3.3 Psychische Gewalt

Psychische Gewalt kann sich auf unterschiedlichen Wegen zeigen. Auch hier haben wir aber wieder das Unterscheidungsproblem. Nur ein kurzes Beispiel hierzu: Jemanden mal anschreien oder böse angucken oder eine Fratze schneiden ist in seinem Ausmaß nicht gewalttätig, sondern entweder schlicht und einfach albern und infantil oder, in etwas gehäufter Form, unter Umständen aggressiv. Die richtige Verwendung von Begriffen macht deutlich, in welchem Umfang etwas stattfindet und welche Konsequenzen damit verbunden sind.

Die psychische Gewalt wird meist „Mobbing“ genannt. Trotz des Wortursprungs, der das Wirken mehrerer Personen[26] impliziert, ist eine allgemeine Verwendung auch beim Schädigen von einer Person gegen eine andere Person mit psychischen Mitteln anerkannt.[27]

Mobbing bedeutet „die Schädigung und Verletzung eines oder mehrerer Menschen durch Abwendung, Ablehnung, Entzug von Vertrauen, Entmutigung und Erpressung.“[28] Diese Form der Gewalt ist also normalerweise subtiler als die körperliche Art. Mobbing kann sowohl das Verbreiten von Unwahrheiten zur Schädigung anderer Menschen bedeuten, als auch das belegen mit beleidigenden Spitznahmen. Psychische Gewaltausübung hat das Ziel, sich selber besser dastehen zu lassen durch das gezielte Ausgrenzen und/oder lächerlich machen des „gemobbten“.[29] Als Ausgangslage für psychische Gewalt können etliche Merkmale dienen: Körperliche Unzulänglichkeiten, Geschlecht, Herkunft oder sonstige Gründe können Auslöser sein, die den Gewalttäter aktiv werden lassen. Das schlimme am Mobbing ist, dass durch die perfide Art ein Erkennen schwierig ist. Während physische Auseinandersetzungen eher stark im Fokus stehen, kann psychische Gewalt über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleiben.

Innerhalb der psychischen Gewalt wird auch noch mal unterschieden. Sofern das Mobbing durch Worte geschieht, ist von der „verbalen Gewalt“ die Rede.[30] Aber auch Körpersprache, Gesten oder die Isolation von einer Gruppe gehören zum Mobbing.[31] Sofern Gestik und Mimik die Mobbing-Methode ausmacht, nennt man es „nonverbale Gewalt“, ist das Ausgrenzen oder Ignorieren Hauptmittel, spricht man von „relationaler Gewalt“.[32]

2.3.4 Strukturelle Gewalt

Dieser Gewaltbegriff wird oftmals nicht genannt. Gründe hierfür sind unter anderem, dass es weniger um die individuelle Ebene geht, sondern schon in höhere Gebiete wie Politik, Verwaltung etc. vordringt. Strukturelle Gewalt[33], auch „Systemgewalt“[34] oder, in einem akzeptablen Kontext, „institutionelle Gewalt“[35] genannt, bezeichnet zuerst einmal das Diktat von Oben, zu beobachten vor allem in totalitären Regimes. Gemeint ist also die Verordnung von Normen, Werten usw. durch das herrschende System.[36]

„Strukturelle Gewalt“ wird also von den Personen im oberen hierarchischen Bereich denen im unteren Spektrum oktroyiert. Solange es einem gerechtfertigten Zweck dient, wie z.B. die Regeln, die Lehrer ihren Schülern vorsetzen, damit ein reibungsloser Unterricht möglich ist, spricht man von „institutioneller Gewalt“.[37] Sie ist allgemein anerkannt. Man muss also beachten, inwieweit die „Gewaltanwendung“ gerechtfertigt ist und das es im deutschen Sprachgebrauch die Doppeldeutigkeit des Begriffes „Gewalt“ gibt:

„Gewalt“ im Sinne von Übergriff gegen jemanden, mit dem Ziel in zu schädigen und „Gewalt“ als öffentliche Macht, die der Sicherung und Durchsetzung einer „Ordnungsvorstellung“ dient.[38]

Wenn jedoch „institutionelle Gewalt“ nur der eigenen Macht wegen und nicht zum Wohle der „Untergebenen“ eingesetzt wird, dann wird diese illegitime Form als „strukturelle Gewalt“ bezeichnet.[39]

Immer wieder findet man unter der negativen Bedeutung auch Probleme wie die Anordnung und den Baustil diverser Wohngegenden, das unzureichende Vorhandensein von Bildungsmitteln[40] und Freizeitorten oder auch das Wegfallen von Arbeitsplätzen.[41] Sofern sich diese Dinge als „strukturelle Gewalt“ im geschilderten Sinne erklären lassen, sind sie in der Definition durchaus angebracht. Meistens jedoch sind andere Gründe ausschlaggebend, die nicht der „strukturellen Gewalt“ zuzurechnen sind, und man begibt sich schnell in den Bereich der Unterstellung.

2.4 Fazit

Aggression, Aggressivität und Gewalt sind, wie gezeigt, synonym verwendet inkorrekt. Das vor allem der Begriff „Gewalt“ so viel aussagen kann und nicht rein physisch zu verstehen ist, wurde in diesem Abschnitt geklärt. Auch die Zielgerichtetheit des Vorgehens ist für das nachfolgende Verständnis der Arbeit mitentscheidend. Mit diesem nun vorgestellten Vorwissen bezüglich der Definition der Begriffe kann jetzt auf die anderen Themen, die solche Verhaltensweisen bedingen, eingegangen werden.

3 Aggressives Verhalten an Schulen- Die Bedeutung von Geschlecht, Herkunft, Sozialisation und Alter

Wann zeigt sich Aggression oder Gewalt? An dieser Stelle wird untersucht, wie unterschiedlichste Faktoren sich auf ein derartiges Verhalten beziehen. Schulen sind ein Sammelbecken von Kindern und Jugendlichen unterschiedlichster Erziehung, Herkunft, sowohl auf der sozialen wie auch der nationalen/kulturellen Ebene, und verschiedensten Alters. Auch die Geschlechterfrage spielt hierbei eine Rolle: Wie unterscheiden sich Mädchen und Jungen in ihrem Aggressionspotenzial? Sind diese Unterschiede tatsächlich relevant? Selbiges gilt für die Altersstruktur und die Herkunft. Ziel ist es nun, darzustellen, wie es sich mit der Situation bezüglich dieser Themen verhält.

3.1 Aggressionspotenzial bei Jungen und Mädchen

Hier lässt sich eine scheinbar eindeutige Aussage treffen: Jungen sind gewalttätiger als Mädchen. Abbildung 1 zeigt, dass Jungen tatsächlich häufiger gewalttätig sind. Man muss jedoch eines berücksichtigen: Solche Untersuchungen beziehen sich vorwiegend auf physische Gewalt.[42] Oft kommt es vor, dass Mädchen auf raffinierte Art Gewalt ausüben, z.B. auf psychischem Wege.[43] Dazu gehört das schon besprochene „Mobbing“, in spezieller Form die Isolation oder die Entwertung anderer Personen. Davon zu sprechen, dass Mädchen ein geringes Gewaltpotenzial hätten, würde der vorher dargestellten Definition widersprechen. Nur lässt sich diese Gewaltform schwieriger eruieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung 1: Gewalttäter und Gewalttäterinnen[44]

Doch woher kommt das unterschiedliche Geschlechterverhalten, dass sich ja auch besonders im Schulleben manifestiert?

Zuerst einmal: Auch wenn man davon ausgeht, dass Jungen ein aggressiveres Verhalten haben, muss man vorsichtig sein. Denn Delinquenten im rechtlichen Sinn sind sie noch lange nicht. Dies ist noch immer eine Minderheit, die tatsächliche Straftaten begeht.

Nun aber zur Erklärung der männlichen Aggression. Man kann sie auf unterschiedliche Weise deuten:

3.1.1 Die Hormonhypothese bzw. biologische Komponenten

Hier wird die zeitweilig übersteuerte Aggression des männlichen Geschlechts durch die biologische Disposition erklärt. Demnach ist dieses Verhalten auf das Testosteron zurückzuführen.[45] Genetisch besonders ist auch die unterschiedliche Hirnstruktur von Jungen und Mädchen: Beim männlichen Geschlecht sind die rechte und die linke Hemisphäre schlechter miteinander vernetzt. Im Frustrationsfall agieren sie so weniger mit der rechten Hälfte des Gehirns, die für Emotion, Kreativität usw. zuständig ist. Ein frühes Training innerhalb der Erziehung zur Vernetzung kann dies jedoch ändern.[46] Zu den biologischen Erklärungen gehört auch das Mutterverhalten während der Schwangerschaft bzw. eventuelle Komplikation während der Geburt. Auch hier könnte u.U. die Ursache für gesteigertes aggressives Verhalten zu finden sein.[47]

Will man nun Aggressionen und/oder Gewaltverhalten auf diese Weise erklären, muss man vorsichtig sein, denn gerade in bezug auf die Auswirkung des Testosteron sind die Belege eher zweifelhaft. Auch die anderen biologisch basierten Hypothesen sind mit Skepsis zu betrachten: Sicherlich hat die genetische Grundausstattung ihren Anteil an Aggressionen, doch gibt es weder schlüssige Belege für das Ausmaß noch wie die anderen Faktoren beeinflussend wirken. Somit kann diese Begründung höchstens eine Teilerklärung sein.[48]

3.1.2 Die Evolutionshypothese

Betrachtet man das größere Aggressionspotenzial des männlichen Geschlechts aus der evolutionären Perspektive, so wird oft die Schlussfolgerung gezogen, dass das aggressivere Verhalten Männern Vorteile verschafft hat. Hier wird die Ur-Intention des Mannes, möglichst sein genetisches Material zu verbreiten, aufgegriffen. Gesteigerte Aggression[49] verschaffte den Männern in der Konkurrenz zu ihren Artgenossen höhere Chancen die ideale Frau bzw. möglichst viele Frauen zu bekommen. Dieses Verhalten hat sich nach dieser Hypothese evolutionär verfestigt. Die Tatsache, dass es bei physischen Gewaltakten meist zu Übergriffen zwischen Jungen/Männern kommt[50], würde diese Begründung stützen.

3.1.3 Die Geschlechterrollen-Hypothese

Männliches wie auch weibliches Verhalten wird nach dieser Hypothese durch die Erwartung und Vermittlung der gesellschaftlich vorgegebenen[51] spezifischen Rollenbilder begründet. Während des Heranwachsens erlernen Kinder gesellschaftstypische Verhaltensweisen durch das Beobachten und Nachahmen von Vorbildern. Diese Muster wenden sie dann auf ihre individuelle Persönlichkeit an. Da die meisten Gesellschaften dem Mann noch immer die „starke“ Rolle zuweisen und die Frau das „schwache“ Geschlecht ist, sind die Ansprüche und Erwartungen dementsprechend: Auf männlicher Seite Schutz und Absicherung der Familie durch Erwerbsarbeit, auf weiblicher Seite die Organisation und die Familienplanung im Haushalt. Männer stehen somit in ihrer Geschlechterrolle im unerbittlichen Konkurrenzkampf, um den an sie gerichteten Ansprüchen gerecht zu werden.

Das erhöhte männliche Aggressionspotenzial zeigt sich dann besonders in der Entwicklung vom Jungen zum Mann. Um „erwachsen“ zu sein, werden diese vorgefertigten Rollen dann besonders demonstriert: Junge Männer definieren ihr erwachsenwerdendes Geschlecht in der Konkurrenz mit anderen Männern und das, aufgrund der ausgeprägteren Physis im Gegensatz zu Mädchen, durch körperliche Auseinandersetzungen. Oft gilt diese Form unter Jungs sogar als anerkannt und „weibliche“ Attribute wie Mitgefühl, Fürsorge oder Beziehungsorientierung werden abwertend betrachtet.[52]

In der Schule kommt es auch zu solch einer Geschlechterrolleneinteilung.[53] Jungen werden zur Härte ermutigt, ihre Emotionen werden zu wenig berücksichtigt. Auch das Mädchen Aggressionen anders ausdrücken bzw. sich zudem noch dem männlichen Aggressionsverhalten beugen, da es ja zum Teil als „normal“ eingestuft wird, gibt zu bedenken. Das drückt sich auch bei der alltäglichen Handhabung aus: Während Jungen fast einen „Persilschein“ zur Gewaltausübung besitzen, da sie nun mal so sind, werden Mädchen, die ein solches Verhalten zeigen, gesondert bewertet. Das Bild eines solchen Kindes/ einer solchen Jugendlichen ist viel strenger, gilt als „unnormal“, da grundlegend erwartete weibliche Eigenschaften (sanft, ruhig, zuvorkommend) nicht erfüllt werden. Dies drückt sich auch in den Strafen aus, die bei weiblichen Gewalttätern drastischer sind.[54]

3.1.4 Aggressionen und Gewalt bei Mädchen

Während das Hauptaugenmerk bisher überwiegend auf den Jungen lag, sollen nun die Mädchen betrachtet werden. Wie schon angesprochen, gibt es diverse Gründe, weshalb sie als weniger gewalttätig erachtet werden: Entweder sind sie es tatsächlich, wobei die Gründe unterschiedlicher Natur sein können[55], oder sie haben eine andere, weniger offensichtliche Art der Aggressionsausübung.

Doch auch wenn physische Übergriffe bei Mädchen seltener vorkommen als bei Jungen, ist Gewalt dennoch vorhanden. Wie und wie stark, soll dieser Abschnitt klären.

Es gibt Befunde, die darauf deuten, dass Mädchen bzw. Frauen Aggressionen indirekter ausleben. „Mobbing“ in seiner beschriebenen Form kommt demnach, je nach Studie, häufiger oder mindestens genauso oft beim weiblichen wie beim männlichen Geschlecht vor.[56] Auch bei anderen aggressiven Handlungen sind Mädchen nicht so harmlos, wie sie gerne betrachtet werden: Befragungen von Schülerinnen und Schülern haben gezeigt, das psychische Aggressionen[57] immerhin von 51% der Mädchen (Jungen: 63%) innerhalb eines Schuljahres ausgeübt wurden![58] Auch andere, dem psychischen Bereich der Aggressivität bzw. Aggressionen bzw. Gewalt zugeordnete Handlungen zeigen, dass Mädchen zumindest ein hohes Aggressionspotenzial haben, wenn auch meistens nicht so hoch wie das männliche. Vor allem aber bei physischen Akten sind, wie schon gezeigt, Mädchen weit weniger involviert. Doch hier muss man aufpassen, da bei Befragungen von Schülerinnen, Schülern und auch Lehrern u.U. die Erwartungshaltung und das subjektive Empfinden mitspielt. Mädchen offenbaren demnach offensichtlich seltener, dass sie an physischen Gewalttaten beteiligt waren, da es nicht der Geschlechtsrolle entspricht.[59] Auch der persönliche Eindruck, was denn schon „Aggression“ ist, scheint anders. Die individuelle Wahrnehmung von Jungen und Mädchen ist unterschiedlich.[60]

Vor allem aber werden physische und psychische Gewaltakte von Mädchen gegen Jungen viel seltener thematisiert, in erster Linie, weil Jungen sich schämen, von einem Mädchen malträtiert worden zu sein. Dies gilt sowohl für den schulischen wie auch den außerschulischen Bereich.[61]

Die Form der Gewalt gegen sich selbst ist hingegen ein Problem, dass überwiegend auf das weibliche Geschlecht hindeutet.[62]

Hier lässt sich vor allem bei ungelungener Bewältigung schwieriger Aufgaben o.ä. feststellen, dass Jungen ihre Aggressionen freieren Lauf lassen als Mädchen, die sich in solchen Fällen häufiger Aggressionen selber antun. Gründe könnten hier wieder biologisch sein, wie die unterschiedliche Hirnstruktur.[63]

3.2 Herkunft und Sozialisation

Welche Auswirkung hat die ursprüngliche Herkunft und die spezifische Sozialisation auf das Aggressionsverhalten? Im folgenden Abschnitt wird zunächst auf Gewaltpotenzial von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eingegangen. Gibt es hier tatsächlich eminente Unterschiede zum „restlichen“ Verhalten schulpflichtiger Heranwachsender? Wenn dies der Fall ist, muss beantwortet werden, weshalb dies so ist. Des weiteren ist das Lebensumfeld und die Erziehung zu beachten. Dabei kann es auch zu Überschneidungen kommen. Ziel ist jedoch darzustellen, inwieweit diese Punkte sich auf ein derartiges Verhalten auswirken.

[...]


[1] Von „Adgredi“; vgl. Schmidt, Ralf: Was tun gegen Gewalt unter Kindern und Jugendlichen? S.9 sowie Gugel, Günther: Erziehung und Gewalt. Wie durch Familie, Schule, Fernsehen, Spielzeug und Jugendliteratur Aggression und Gewalt entstehen. S.12

[2] Drever, James/ Fröhlich, Werner: dtv-Wörterbuch zur Psychologie. 5. neu beab. Aufl. München 1971 in Gugel, Günther: Erziehung und Gewalt. Wie durch Familie, Schule, Fernsehen, Spielzeug und Jugendliteratur Aggression und Gewalt entstehen. S.12

[3] ebd. S.12 sowie Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.15f

[4] In: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.15

[5] In: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.11

[6] Vgl. Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.17ff sowie Bäuerle, Siegfried: Ursachen von Gewalt in der Schule in Bäuerle, Siegfried u.a.: Gewalt in der Schule. S.8f sowie Gallschütz, Christoph u.a.: Aggressives Verhalten und Gewalt in der Schule. Prävention und konstruktiver Umgang mit Konflikten. S. 38

[7] Vgl. Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.11

[8] Siehe Abschnitt 2.3 Gewalt

[9] In: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.15f

[10] ebd. S.15f

[11] Vgl.: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.11 sowie Bäuerle, Siegfried: Ursachen von Gewalt in der Schule in Bäuerle, Siegfried u.a.: Gewalt in der Schule. S.8

[12] Vgl.: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.16 sowie Schmidt, Ralf: Was tun gegen Gewalt unter Kindern und Jugendlichen? S.9

[13] Vgl.: Schmidt, Ralf: Was tun gegen Gewalt unter Kindern und Jugendlichen? S.9

[14] Vgl.: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.11f

[15] Vgl.: Klewin, Gabriele/ Popp, Ulrike: Gewaltverständnis und Reaktionen auf Schülergewalt aus der Sicht von Schüler(innen) und Lehrer(innen) in Melzer, Wolfgang: Gewalt an Schulen. Analyse und Prävention. S.59

[16] Vgl.: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.16f

[17] ebd. S.18

[18] Siehe Abschnitt 2.2.1 „Gewalt“ oder „Aggression“ gegen Gegenstände?

[19] Siehe: Bäuerle, Siegfried: Ursachen von Gewalt in der Schule in Bäuerle, Siegfried u.a.: Gewalt in der Schule. S.9

[20] ebd. S.9

[21] Vgl.: Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.16 sowie Merkens, Luise: Aggressivität im Kindes- und Jugendalter. Entstehung, Ausdrucksformen, Interventionen. S.40ff

[22] ebd. S.16

[23] ebd. S.15

[24] Vgl.: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.11 sowie Bäuerle, Siegfried: Ursachen von Gewalt in der Schule in Bäuerle, Siegfried u.a.: Gewalt in der Schule. S.11f

[25] Siehe: Knopf, Hartmut: Wider die schulische Gewalt. in Gallschütz, Christoph u.a.: Aggressives Verhalten und Gewalt in der Schule. Prävention und konstruktiver Umgang mit Konflikten. S.38

[26] Definition „Duden- deutsche Rechtschreibung“ (24.Aufl., 2006)= Mob, der; -s (engl.): Pöbel, randalierender Haufen

[27] Vgl.: Olweus, Dan: Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten- und tun können. S.22

[28] Vgl.: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.19

[29] Vgl.: Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.14

[30] Vgl.: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.19

[31] ebd. S.19 sowie Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.14

[32] Vgl.: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.20

Anmerkung: Nolting spricht von „verbaler, nonverbaler, relationaler Aggression“. Allerdings ist im Kontext des „Mobbings“, das eine schwerere Form bedeutet, eher von „Gewalt“ zu sprechen. Sämtliche Begriffe (verbal, nonverbal, relational) lassen sich auch mit dieser Wortbedeutung verwenden.

[33] Siehe: Bäuerle, Siegfried: Ursachen von Gewalt in der Schule in Bäuerle, Siegfried u.a.: Gewalt in der Schule. S.9f sowie Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.15f sowie Zurek, Adam: Strukturelle Gewalt im Schulalltag- was tun Schüler, Lehrer, Berater? in Feldmann-Bange, Gabriele/ Krüger, K.-J. (Hrsg.): Gewalt und Erziehung. S.106ff

[34] Siehe: Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.15f

[35] Siehe: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.20ff

[36] ebd. S.22. Anmerkung: Hier wird auch von „politischer Gewalt“ als Mischform zwischen „institutioneller“ und „struktureller Gewalt“ gesprochen. Die vorhandenen Begriffe, insbesondere „Systemgewalt“, erklären den Sachverhalt meiner Meinung jedoch hinreichend.

[37] ebd. S.20f

[38] ebd. S.12

[39] ebd. S.21f

[40] Vgl.: Bäuerle, Siegfried: Ursachen von Gewalt in der Schule in Bäuerle, Siegfried u.a.: Gewalt in der Schule. S.9

[41] Vgl.: Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.16

[42] Siehe: Olweus, Dan: Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten- und tun können. Abbildung 2, S.30f sowie Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.66 sowie Bäuerle, Siegfried: Ursachen von Gewalt in der Schule in Bäuerle, Siegfried u.a.: Gewalt in der Schule. S.12 sowie Horn, Helga/ Knopf, Hartmut: Gewalt an Schulen- Ergebnisse empirischer Studien. in Gallschütz, Christoph u.a.: Aggressives Verhalten und Gewalt in der Schule. Prävention und konstruktiver Umgang mit Konflikten. S.23

[43] Siehe: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.150ff

[44] Vgl.: Olweus, Dan: Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten- und tun können. Abbildung 2, S.30

[45] Vgl.: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.152 sowie Gehl, Günter: Auswege aus der Gewalt an Schulen. Projekte und Konzepte. S.12

[46] Vgl.: Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.33

[47] Vgl.: Gehl, Günter: Auswege aus der Gewalt an Schulen. Projekte und Konzepte. S.12

[48] Vgl.: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.152 sowie Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.33f sowie Popp, Ulrike: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Schulen. in Holtappels, Heinz Günter u.a.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. S.210

[49] Vgl.: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.152

[50] Siehe: Popp, Ulrike: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Schulen in Holtappels, Heinz Günter u.a.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. S.207 sowie Horn, Helga/Knopf, Hartmut: Gewalt an Schulen- Ergebnisse empirischer Studien. in Gallschütz, Christoph u.a.: Aggressives Verhalten und Gewalt in der Schule. Prävention und konstruktiver Umgang mit Konflikten. S.23 sowie Olweus, Dan: Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten- und tun können. S.29f

[51] Vgl.: Popp, Ulrike: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Schulen in Holtappels, Heinz Günter u.a.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. S.208ff sowie Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.152f sowie z.T. Gugel, Günther: Erziehung und Gewalt. Wie durch Familie, Schule, Fernsehen, Spielzeug und Jugendliteratur Aggression und Gewalt entstehen. S.30ff

[52] Vgl.: Popp, Ulrike: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Schulen. in Holtappels, Heinz Günter u.a.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. S.208f

[53] ebd. S.209

[54] ebd. S.209ff

[55] Siehe Abschnitte 3.1.1 – 3.1.3

[56] Vgl.: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.150f sowie Popp, Ulrike: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Schulen in Holtappels, Heinz Günter u.a.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. S.218f

[57] Vgl.: Popp, Ulrike: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Schulen in Holtappels, Heinz Günter u.a.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. S.214f

Anmerkung: Hier wird von „hänseln“ gesprochen. Über Ausmaß und Qualität davon ist nichts zu finden.

[58] ebd. S.214f

[59] ebd. S.215

[60] ebd. S.212

[61] Vgl.: Nolting, Hans-Peter: Lernfall Aggression. Wie sie entsteht- wie sie zu vermindern ist. S.151

[62] Vgl.: Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.33

[63] Vgl.: Bründel, Heidrun/ Hurrelmann, Klaus: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. S.27 sowie Struck, Peter: Wie schütze Ich mein Kind vor Gewalt in der Schule? Erfolgskonzepte gegen Aggressionen. S.33

Details

Seiten
60
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640269525
ISBN (Buch)
9783640268337
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v122341
Institution / Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
1,7
Schlagworte
Aggressives Verhalten Gewalt Schulen

Autor

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Titel: Aggressives Verhalten und Gewalt an Schulen. Ursachen, Ausmaß und Handlungsmöglichkeiten