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Didaktische Planung eines Präsentationstrainings für die Mitarbeiter in einer Firma

Seminararbeit 1999 35 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

IHNHALTSVERZEICHNIS

1 Zielstellung unseres Projektes
1.1 Ist-Analyse

2 Planungsschritte
2.1 Zielgruppenanalyse
2.2 Theoretisches Konzept

3 Grobstruktur der zwei Sitzungen
3.1 Erster Tag
3.2 Zweiter Tag

4 Feinstruktur der zwei Sitzungen
4.1 Einführung
4.2 Visualisierung
4.3 Theoretische Grundlagen einer Präsentation
4.3.1 Die Vorbereitung
4.3.2 Der Ablauf
4.3.3 Die Nachbereitung
4.4 Das Feedback
4.4.1 Ziel des Feedbacks:
4.4.2 Wie gebe ich konstruktives Feedback?
4.4.3 Feedback empfangen:

5 Zweiter Tag
5.1 Einführung
5.2 Körpersprache
5.3 Störungen während der Präsentation
5.4 Präsentationsrunde
5.5 Abschluß

6 Verwendete Literatur:

1 Zielstellung unseres Projektes

1.1 Ist-Analyse

In unserem Seminar „Didaktische Planung in der Erwachsenenbildung“ fanden uns Sarah, Julia und ich (Nadja) zusammen und gründeten das Projekt

„Präsentationstraining für Mitarbeiter in einer Firma“.

Als Zielstellung setzten wir uns: Fertigkeiten der Mitarbeiter zu schulen.

Wie z.B. den Umgang mit Medien, Produkte besser präsentieren zu können,

Sarah, Julia und ich zusammen und gründeten das Projekt

Überzeugen lernen und die Methoden einer Präsentation zu vermitteln.

Zunächst starteten wir mit der Ist-Analyse, denn sie ist der erste Schritt in unserem Vorhaben ein Seminar zu planen. Die Ist-Analyse gliedert sich in die fachliche, die pädagogisch/didaktische, in Bezug auf die Zielgruppe und in Bezug auf die Institution, auf.

Nachdem wir die Ist-Analyse Schritt für Schritt durchgegangen waren, kamen wir zu folgenden Ergebnissen:

1) Die fachliche Ist-Analyse:
- Wir hatten zu Beginn des Projekts geringe Vorkenntnisse, aber ich habe schoneinmal ein Buch zu diesem Thema gelesen und versucht dieses Wissen bei meinem Referat umzusetzen.
- Was uns noch an Wissen/Sicherheit fehlte war, dass wir noch ein Konzept über unser Projekt benötigten.
- Bei der Literaturrecherche, mit Hilfe derer wir dieses o.g. Wissen erwerben konnten, waren wir fündig geworden (siehe Literaturliste).

2) Die pädagogisch/didaktische Ist-Analyse:
- An Vorwissen/Fähigkeiten/Erfahrungen können wir Praktika im Weiterbildungsbereich, sowie in Beratungsstellen, Seminar „Projekt Erwachsenenbildung“, Friedemann Schulz von Thun, Thomas Gordon, Verhaltenstherapie/Verhaltensmodifikation, Führung von Konstrukt-Interviews vorweisen.
- Was uns noch an Wissen /Sicherheit fehlt ist Erfahrung und Routine sowie Konzepte für die Durchführung eines Präsentationstrainings.
- Auch hier können wir dieses Wissen durch entsprechende Literatur erwerben. Wichtig ist aber auch Kontakt mit Leuten aufzunehmen, die so ein Seminar schon durchgeführt haben.

2 Planungsschritte

Im weiteren Verlauf unserer Arbeit, hatten wir nun die Aufgabe, unser Seminar zu planen

Zunächst begannen wir mit der Zielgruppenanalyse, um das genaue Thema abstimmen zu können.

2.1 Zielgruppenanalyse

Das Ziel der Zielgruppenanalyse ist die Klärung der Lebenswelt der TeilnehmerInnen, die Klärung der Ziele und Erwartungen der TeilnehmerInnen sowie die Klärung der wichtigen fehlenden Fähigkeiten für eine Präsentation.

„Je deutlicher die Konturen der Zielgruppe sind, desto begründeter kann bei der Planung die Auswahl angemessener Methoden entschieden werden“.[1]

Im Rahmen unseres Seminars „Didaktische Planung in der Erwachsenenbildung“ wurde uns die Methode des Leitfaden-Interviews zur Bestimmung der Zielgruppenanalyse empfohlen. Unser Vorgehen gliedert sich hiernach in drei Punkte:

1. Festlegung von Untersuchungsziel und Verwendungszweck

2. Festlegung der Stichprobe
- Interne Sicht
- Externe Sicht

3. Festlegung der Leitfragen

Das Untersuchungsziel „legt fest, was genau untersucht werden soll“.[2]

Das hieß in unserem Fall die Lebenswelt der Firmenmitarbeiter. Folgende Punkte haben wir daraufhin erarbeitet:

- Welche Themen beherrschen die Teilnehmer noch nicht?
- Welche Techniken müssen sie noch lernen?
- Welche Funktion haben die Mitarbeiter, in welchen Bereichen arbeiten sie?
- In welchem Alter sind die Teilnehmer?
- Welche Erwartungen und Erfahrungen haben sie?
- Einblicke in die Berufswelt,(bezüglich Praxisbezug im Seminar)

Bei der Festlegung der Stichprobe fragten wir uns, wen interviewen wir und wer kann uns Informationen über die Zielgruppe geben? Dabei war es notwendig, ein internes Interview (d.h., die Zielgruppe, also TeilnehmerInnen des Kurses selbst zu befragen, sowie ein

Externes Interview (d.h. , Personen, die die Zielgruppe kennen, mit ihnen arbeiten, also Personalleiter etc. zu führen. Da ich (Nadja) ein Praktikum im Frühjahr in der Weiterbildungsabteilung in einer Firma machen werde, hatte ich schon entsprechende Kontakte. Ich legte daher fest, den Personalentwickler, einen Trainer und die Teilnehmer zu befragen. Mein Betreuer des Praktikums ermöglichte es mir, mit diesen Personen ein Interview durchführen zu können.

„Aufgabe bei der Festlegung ist dann eigentlich immer bei knappen Ressourcen die Stichprobe zu wählen, dass die Ergebnisse möglichst zuverlässig sind.“

Dazu gehörte, den Leitfragenkatalog zu erstellen. Dies sollten pro Interview ca. 3-6 offene Fragen sein, die zunächst in einem Brainstorming spontan gesammelt werden sollten. Nachdem mögliche Leitfragen von uns entwickelt wurden, mussten sie anschließend in eine Reihenfolge gebracht werden.

„Leitfragen werden offen formuliert, dass sie dem Gesprächspartner die Möglichkeit geben, frei seine Sichtweise zu erzählen.“[3]

Folgenden Leitfragenkatalog haben wir für das interne Interview entwickelt:

Fragen an die Teilnehmer:

1. Haben Sie schon einmal an einem Präsentationstraining teilgenommen?

Wie lief der Kurs ab?

2. Welche Erwartungen haben Sie an einem Präsentationstraining / Was möchten Sie lernen?
3. Was fanden Sie positiv an dem Training?
4. Was fanden Sie negativ?
5. Was sollte sich an den Kursen ändern? Können Sie mir noch Tips geben?
6. Gibt es noch Punkte, die Sie noch wichtig finden, die Sie noch ergänzen möchten?

Folgenden Leitfragenkatalog haben wir für das externe Interview entwickelt:

Fragen an den Personalentwickler:

1. Wie laufen Präsentationstrainings normalerweise ab?
2. Was wäre Ihnen bei einem Präsentationstraining wichtig, im Hinblick auf die Ziele,
Methoden, Inhalte?
3. Welche Mitarbeiter nehmen an den Kursen teil?
4. Gibt es noch Punkte, die Sie als wichtig empfinden, die sie noch ergänzen möchten?

Fragen an den Trainer:

1. Wie gehen Sie in einem Präsentationstraining vor?
2. Was ist das Ziel eines solchen Trainings?
3. Welche Themen behandeln Sie?
4. Welche Methoden wenden Sie in dem Training an?
5. Ich habe vor ein Präsentationstraining zu geben:
a) Was könnte ich tun, was muss ich beachten?
b) Welche Anregungen und Hinweise könnten Sie mir noch geben?
6. Gibt es noch Punkte, die Sie als wichtig empfinden, die noch ergänzt werden können?

Nachdem wir nun die Interviews durchgeführt hatten, kamen wir nun zu folgenden Ergebnissen, die wir in vier Kategorien ordneten:

- Lernziele
- Methoden
- Erwartungen an den Trainer
- Verbesserungsmöglichkeiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Ergebnisse verwendeten wir nun für unsere Didaktische Planung unseres zielgruppenorientierten Seminars.

2.2 Theoretisches Konzept

Wir planten unser Seminar nach der Didaktik von Wolfgang Klafki.

Die Didaktik beinhaltet 6 Planungsschritte.

1. Intenttion/Absicht, 2. Gegenstand/Thema, 3. Anthropogene Vorraussetzungen, 4. Soziokulturelle Voraussetzungen, 5. Medien, 6. Methoden.

1. Intention

Wir beginnen nun mit der Beschreibung unserer Intention/Absicht unseres Seminars.

Unser Ziel war es, dass die Teilnehmer den Umgang mit den Medien lernen, sowie die Planung und die inhaltliche Aufbereitung einer Präsentation.

Außerdem wollten wir Tips geben wie sie überzeugender wirken können.

Dies soll dann durch die Verbindung von Theorie und durch Praxisphasen vermittelt werden.

2. Gegenstand/Thema

Das Thema unseres Seminars ist die Präsentation.

Wir definieren „Präsentation“ als eine Methode der Vortragsführung. Diese besondere Vortragsführung setzt sich wiederum aus den Begriffen Vorstellen und Überzeugen zusammen.

Eine Präsentation dient dazu, Ideen, Produkte, Fakten oder Konzepte anderen vorzustellen.

Diese Aufgabe stellt sich immer häufiger in Besprechungen, Meetings, Trainings oder Konferenzen. Der Erfolg von Kollegen oder Kunden entscheidet dann über den weiteren Verlauf von Projekten oder die Akzeptanz und Umsetzung von Konzepten. Präsentation meint nicht, einfach nur zu „reden“, sonst könnte jemand auch einen Vortrag halten. Bei der Präsentation kommt es darauf an, die sprachlichen Aussagen zu verstärken: Durch das persönliche Auftreten und die Hilfsmittel, die zur Visualisierung der Aussagen verwendet werden. Ein Austausch von Informationen zwischen Präsentierendem und Teilnehmern findet statt. Deswegen ist es wichtig durch sein Auftreten zu „überzeugen“.

3. Anthropogene Voraussetzungen

In diesem Schritt wird nun geklärt welche individuellen Voraussetzungen die Teilnehmer haben und mit welcher Teilnehmergruppe ich es überhaupt zu tun habe.

Durch unser Interview sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Teilnehmergruppe Mitarbeiter aus einer Abteilung einer Firma sind. Diese Mitarbeiter üben alle denselben Beruf als Konstrukteure aus. Sind haben schon eine langjährige Berufserfahrung bei dieser Firma gesammelt. Es ist eine gemischte Teilnehmergruppe, Männer und Frauen unterschiedlichen Alters nehmen an dem Seminar teil. Sie kennen sich untereinander noch nicht und haben auch noch keine Vorkenntnisse in dem Bereich des Präsentierens.

[...]


[1] Knoll, 1995, S. 32

[2] König/Volmer, 1993, S.103

[3] König/Volmer, 1993, S.107

Details

Seiten
35
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783638182225
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v12302
Institution / Hochschule
Universität Paderborn – FB Pädagogik
Note
2
Schlagworte
Präsentationstraining Didaktik der Erwachsenenbildung Seminar Seminarkonzeptentwicklung

Autor

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Titel: Didaktische Planung eines  Präsentationstrainings für die Mitarbeiter in einer Firma