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Konzentrationslager – Täter und die Rolle der Sozialisation. Am Beispiel des KZ Mittelbau-Dora Blockführers Erwin Busta

©2014 Hausarbeit 19 Seiten

Zusammenfassung

Mehrere Millionen Menschen sind dem Holocaust zum Opfer gefallen. Neben den Hauptverantwortlichen wie Hitler und Himmler gab es noch viele andere Menschen, die die Verbrechen erst zu solchen entwickelten. Doch wer waren diese Menschen, die auf brutalste Art und Weise Millionen Menschen in den Konzentrationslagern töteten bzw. vernichteten? Nach jahrelanger Aufarbeitung der schrecklichen Taten, in denen die Opfer hauptsächlich im Mittelpunkt standen, entwickelte sich spätestens seit der "Goldhagen-Debatte" und der "Wehrmachtsausstellung" Ende der 90er die Frage nach der Motivationsstruktur der NS-Täter . Können diese Taten wirklich ‚normale Menschen‘ begangen haben? Diese und viele weitere Fragen sind inzwischen ein fester Bestandteil der Täterforschung und ebenso ein weitverbreitetes und zu meist unbeantwortetes Thema in der Öffentlichkeit, welches immer wieder vielfach für Diskussionen sorgt. Auch in der Schule wird neben der Betrachtung der Opfer immer mehr die Täterrolle in den Fokus gesetzt. Als gesichert gilt, dass es sowohl männliche, als auch weibliche Täter bzw. Täterinnen gab.

Warum und wie ‚normale Menschen‘ zu gewaltbereiten Tätern werden konnten und was sie dazu bewegte, bleiben schwierige und weit diskutierte Fragen, die auch in dieser Arbeit behandelt werden sollen. Anhand des exemplarisch ausgewählten KZ-Täters Erwin Busta soll spezifisch die Rolle der Sozialisation analysiert werden.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1 aktueller Forschungsstand
2.2 Probleme

3.1 Individualbiografische Aspekte
3.2 Handlungstheoretische Aspekte
3.3 Die Rolle der Sozialisation

4.1 Daten und Fakten
4.2 Organisationsstruktur und Täter-Karrieren

5.1 Herkunft, Karriere und Sozialisation
5.2 Gewaltkarriere im Konzentrationslager
5.3 Karriere und Leben nach 1945

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mehrere Millionen Menschen sind dem Holocaust zum Opfer gefallen. Neben den Hauptverantwortlichen wie Hitler und Himmler gab es noch viele andere Menschen, die die Verbrechen erst zu solchen entwickelten. Doch wer waren diese Menschen, die auf brutalste Art und Weise Millionen Menschen in den Konzentrationslagern1 töteten bzw. vernichteten? Nach jahrelanger Aufarbeitung der schrecklichen Taten, in denen die Opfer hauptsächlich im Mittelpunkt standen, entwickelte sich spätestens seit der „Goldhagen-Debatte“2 und der „Wehrmachtsaustellung“ Ende der 90er die Frage nach der Motivationsstruktur der NS-Täter3. Können diese Taten wirklich ‚normale Menschen‘ begangen haben? Diese und viele weitere Fragen sind inzwischen ein fester Bestandteil der Täterforschung und ebenso ein weitverbreitetes und zu meist unbeantwortetes Thema in der Öffentlichkeit, welches immer wieder vielfach für Diskussionen sorgt. Auch in der Schule wird neben der Betrachtung der Opfer immer mehr die Täterrolle in den Fokus gesetzt. Als gesichert gilt, dass es sowohl männliche, als auch weibliche Täter bzw. Täterinnen gab.4

Warum und wie ‚normale Menschen‘ zu gewaltbereiten Tätern werden konnten und was sie dazu bewegte, bleiben schwierige und weit diskutierte Fragen, die auch in dieser Arbeit behandelt werden sollen. Anhand des exemplarisch ausgewählten KZ-Täters Erwin Busta soll spezifisch die Rolle der Sozialisation analysiert werden.

Welche Rolle spielte die Sozialisation in der Entwicklung des Erwin Busta? Lassen sich seine Taten sogar aus dieser erklären? Inwieweit erklärt die Sozialisation die Gewaltbereitschaft? Diese Fragen bilden das Konstrukt dieser Hausarbeit. Dabei soll diese in keinster Weise die Handlungen der Täter rechtfertigen oder entschuldigen. Vielmehr soll die Analyse eines Einzelfalls Erkenntnisse über die Rolle der Sozialisation in der Entwicklung eines Täters darstellen. Dabei dürfen diese Erkenntnisse eines Individuums nicht für alle Täter verallgemeinert und geltend gemacht werden. Für solch einen Zweck wären mehrere Analysen von Nöten. Die Idee für diese spezifische Thematisierung entstand bei einer Besichtigung und Auseinandersetzung mit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora bei Nordhausen und durch dortige Erkundung des Archivs.

Die spannenden Archivalien, meine regionale Zugehörigkeit dieses Ortes, sowie meine ersten gewonnen Erkenntnisse zu Tätern des Holocausts im Wintersemester 2013/2014 gelten als Gründe für mein Interesse zu diesem Thema.

Da es unmöglich ist, von einem Einzeltäter aus dem KZ Mittelbau-Dora auf die Allgemeinheit zu schließen, ergäbe eine Betrachtung von ‚innen nach außen‘ keinen Sinn. Aus diesem Grund basiert die nun folgende Arbeit auf einer ‚von außen nach innen‘ Bearbeitung und setzt wegen des geringen Umfangs dieser Arbeit ein gewisses Maß an Wissen bzgl. der historischen Ereignisse und der Sozialisation voraus. Als Einstieg dient im zweiten Kapitel ein kurzer Überblick über die Thematik der neueren Täterforschung inklusive derer Probleme, die sich auch auf die hier vorgenommen Untersuchung beziehen können. Im dritten allgemeinen Kapitel liegt der Fokus auf den Analyseaspekten, unter denen allgemeingültig KZ-Täter u.a. auf ihre Motivation hin untersucht werden. Da sich aus diesen Aspekten bereits Funktionen der Sozialisation erkennen lassen, wird die Rolle dieser ebenso im selbigen Kapitel thematisiert. Kapitel drei bildet mit diesen Aspekten das theoretische Konstrukt auf der die Analyse Erwin Bustas aufbaut. Bevor aber auf ihn exemplarisch eingegangen werden kann, bedarf es einer kurzen Präsentation des meist nicht sehr bekannten KZ Mittelbau-Dora. Um Bustas Position innerhalb des KZ besser nachzuvollziehen, wird hier in kurzen Zügen ebenfalls die Organisationsstruktur vorgestellt. Im fünften Kapitel folgt schließlich die auf Kapitel drei aufbauende spezifische Analyse des KZ-Täters Erwin Busta.

Zur Beantwortung der Fragen werden die zunächst notwendigen allgemeinen Informationen über dieses Forschungsfeld vor allem den Werken von Gerhard Paul „Karrieren der Gewalt“ und „Die Täter der Shoah- Fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche?“, sowie diversen Aufsätzen und dem Buch „Die Konzentrationslager-SS“ von Karin Orth entnommen. Für die relevanten Informationen bzgl. des KZ Mittelbau-Dora und dem Täter Erwin Busta dienen neben der Dissertation von Jens-Christian Wagner „Produktion des Todes. Das KZ Mittelbau-Dora“ und einigen anderen Aufsätzen von ihm, hauptsächlich Quellen wie beispielsweise die Anklageakte aus dem Essener Dora-Prozess von 1967 -1970, welche dem Archiv der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora entnommen sind.

2. Neuere Täterforschung

2.1 aktueller Forschungsstand

Lange Zeit blieb das Feld der Täter in der NS-Forschung unbeachtet; setzte man sich doch lange vor allem mit den Opfern auseinander. Mit der „Goldhagen-Debatte“ 1996 wurden erstmals die Täter des Holocausts näher betrachtet.

Die Auffassung, dass alle Deutschen, getrieben von einem starken Antisemitismus, den Befehlen Hitlers willenlos ausgesetzt waren und so als ‚Arme‘ Hitlers fungierten, führte zu heftigen Diskussionen in der Öffentlichkeit.5 So konnte sich auch allmählich die Täterforschung, neben der reinen Holocaustforschung, in den Geschichtswissenschaften etablieren. Heute sieht die Forschung die Täter eben nicht ‚nur‘ als die befehlsausübenden Objekte an, welche ausnahmslos willenlos waren. Vielmehr werden diese als individuelle, im Kollektiv Handelnde betrachtet, welche eine Dynamik der Gewalt schufen und so die Massenmorde überhaupt erst vorantrieben.6 Das Interesse der neueren Täterforschung geht aber über das Widerlegen der Goldhagen Thesen weit hinaus. Inzwischen möchte man viel mehr über die Motivationsstruktur der Täter und Täterinnen erfahren. Diese versucht man mit Aspekten wie Generation, Karriereverlauf und Weltbild in ein Konstrukt zu bringen.7 Laut Gerhard Paul reiche es nicht mehr, auf die Erklärung der grauenhaften Taten der Täter mit pauschalen Aspekten wie „[…]Rassismus, ideologische Verblendung, autoritärer Charakter oder Verrohung […]“ zu antworten.8 Von zentraler Bedeutung sei daher heute „die Frage nach dem Verhältnis von Intention, Disposition, sozialer Praxis und situativer Dynamik der Gewalt“9. Zusammen betrachtet lassen sich so Motivationsstrukturen erkennen bzw. rekonstruieren. Um eine Erklärung zu bekommen, ob und wie auf jeder ‚Ebene‘10 gewaltvolle Handlungen möglich waren, sind heute die Analysen von Tätern, die keine führende Rolle im Lager hatten, von besonderer Bedeutung. Um dieses Ausmaß an Möglichkeiten zu erkennen, sind Analysen von Einzelbiografien hilfreich.11

2.2 Probleme

Ein zentrales Problem der neueren Täterforschung ist und bleibt die desolate Quellenlage. Rückschlüsse auf Motivationen der Täter lassen sich vornehmlich nur aus subjektiven biografischen Quellen ziehen. Solche Dokumente sind für einige wenige Personen auffindbar, für Andere wiederum überhaupt nicht. Vor allem für Personen, die keine leitende Position in den Lagern hatten, sind Biografien meist nicht vorhanden. Motive lassen sich somit oft ‚nur‘ aus Zeugenaussagen und Strafverfahren rekonstruieren.12 Aber selbst diese Quellen sind für viele Täter überhaupt nicht vorhanden. Sollte es dennoch Biografien geben, so sind sie höchst subjektiv einzuordnen und so mit aller Vorsicht zu behandeln. Meist sind diese von einer immensen Verschleierung und Legitimation ihrer Taten geprägt. Daher bleiben in der Analyse auch oft viele Fragen offen, so dass Lücken in der Rekonstruierbarkeit der Motivationsstruktur entstehen.13 Weiterhin bleiben viele offene Fragen, beispielsweise die der Rolle und der Macht des Antisemitismus. Diesem wird zwar eine bedeutende Rolle zugeschrieben, aber eindeutige Beziehungen zwischen den Verbrechen und der antisemitischen Eistellung sind bisher nur in Einzelfällen nachweisbar.14

Ganz Allgemein gesagt ist es schwierig, einen Menschen zu typisieren bzw. zu kategorisieren. So ist auch die Gefahr groß, dass aus der Rekonstruktion Mutmaßungen entstehen und dass subjektive Erkenntnisse verallgemeinert werden.15 Rekonstruktion bleibt Rekonstruktion – ob sich die tatsächlichen Motive wirklich vollständig entschlüsseln lassen bleibt fraglich und ein Problem bzw. Aufgabe der neueren Täterforschung.

3. Konzentrationslager-Täter

Geht man der Frage nach, wie ‚normale Menschen‘ zu Mördern wurden; welche Motivation dahinter steckte, so differenziert die neuere Täterforschung in zwei Perspektiven: individualbiografische und handlungsorientierte Aspekte sind für die Analyse der Täter von Bedeutung.16 Das heißt, dass man die individuelle Biografie in Kontext mit den Handlungen und den daraus gezogenen Erfahrungen der Täter setzen muss. Da die Sozialisationsfunktion nicht isoliert betrachtet werden darf, werden die oben genannten Aspekte in der späteren Täteranalyse Erwin Bustas mit einfließen, die deshalb nun vorab kurz erläutert werden, um so im Anschluss die Rolle der Sozialisation herauszuarbeiten.

3.1 Individualbiografische Aspekte

In der Klärung der Motivationsstruktur mögen biografische Aussagen zunächst nichtig erscheinen. In Anbetracht der teils desolaten Quellenlage lassen sich jedoch meist nur solch biografische Angaben finden. Inwieweit man allein aus diesen Informationen eine Motivationsstruktur herausfinden kann, mag einmal dahin gestellt sein. Denn die Frage nach der Intention, Disposition, der sozialen Praxis sowie der Gewaltdynamik, welche zusammen und im Verhältnis zueinander betrachtet werden müssen, lassen sich nicht nur anhand individualbiografischer Aspekte klären.17 Doch wie die Täterforschung gezeigt hat, ist eine Untersuchung der Individualbiografie zunächst unabdingbar. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Alterskohorten/ Generationen, Herkunftsmilieu, sowie Bildung und Beruf.18

Wie Karin Orth in ihrem Aufsatz Experten des Terrors übersichtlich herausstellt, gehörten die meisten der Angehörigen der Lager-SS19 den Geburtsjahrgängen 1901 bis 1912 an; der sogenannten Kriegsjugendgeneration20. Diese Mehrheit ist dem klassischen Mittelstand zuzuordnen, welche von den Krisen der Weimarer Republik am meisten betroffen waren.21

Nach der mehrheitlich abgeschlossenen schulischen Ausbildung auf der Volks- bzw. Mittelschule folgte eine kaufmännische bzw. handwerkliche Lehre. In ihren Berufen arbeiteten viele der späteren Täter bis zum Eintritt in die SS. Einige von ihnen wurden in Folge der Weltwirtschaftkrise 1928 arbeitslos, sodass eine Anstellung mit ihren Karrierechancen innerhalb der SS lukrativ erschien.22 Auch wenn sich bereits aus den individualbiografischen Aspekten erste Rückschlüsse ziehen lassen, so sind diese aber keinesfalls allgemeingültig auf die Motive anderer Täter zu übertragen.23

3.2 Handlungstheoretische Aspekte

Wie Gerhard Paul in Karrieren der Gewalt erwähnt, sei es „[…] angebracht, den klassischen biographischen Ansatz in handlungstheoretischer Perspektive zu erweitern.“24 Hiermit sind konkrete kollektiv-soziale Handlungen und die daraus resultierenden Erfahrungen der Täter gemeint.25 So zum Beispiel die Gewalterfahrungen sowohl vor dem Eintritt in die SS und die Gewaltformen26 während ihrer Tätigkeit im KZ. Um eine Gewaltdynamik zu rekonstruieren, muss untersucht werden, wie Gewalt und Tötungen zur alltäglichen Routine wurden. Hier gilt bereits als gesichert, dass die Gewaltausübungen und Mordtätigkeiten innerhalb der Lager-SS durch Belohnungen wie Geldprämien, Beförderungen oder Auszeichnungen gefördert und legitimiert wurden.27 Ein weiterer handlungsorientierter Aspekt ist der der dienstlichen Position mit ihren Aufgaben innerhalb des KZ.28

3.3 Die Rolle der Sozialisation

Die Sozialisation der Menschen ist ein komplexer Prozess der sowohl bewussten, als auch unbewussten Aneignung von gesellschaftlichen Werten und Normen. Bereits im Kindesalter erfährt ein Mensch durch Sozialisationsinstanzen, wie die der Eltern oder Freunden, eine unbewusste Sozialisation. Diese ist prägend und kann sich ein Leben lang vollziehen.29 Da der Sozialisation einen so hohen Stellenwert in der Entwicklung eines Menschen zugesprochen wird, ist er für die Täterforschung ebenso von immenser Bedeutung. Vor allem im Hinblick darauf, dass Menschen nicht als Mörder geboren werden.30 Hier setzt die Sozialisation an, die, neben individualbiografischen und handlungsorientierten Aspekten, es ermöglichte, aus ‚normalen Menschen‘ gewaltbereite Täter zu entwickeln.

Von bedeutsamer Rolle bei der Analyse der Motivationsstruktur der KZ-Täter sind vor allem die politische Sozialisation, die Gewalt-Sozialisation und die SS-Sozialisation. Daher soll nun folgend versucht werden, diese Sozialisationsformen im Einzelnen zu beleuchten.

Die Reihenfolge der Betrachtung spielt hierbei keine Rolle, da die Formen der Sozialisation sich ergänzen und die Übergänge fließend sind.

Politische Sozialisation

Der Beginn der politischen Sozialisation eines Menschen kann bereits im Kindesalter liegen. Wann die späteren KZ-Täter eine politische Sozialisation erfahren haben, lässt sich anhand der Betrachtung der Alterskohorten klären: Während die vor 1900 geborene Generation teils noch im Kaiserreich und im Ersten Weltkrieg politisch sozialisiert wurde, erfolgte die politische Sozialisation der Kriegsjungendgeneration frühestens in der Weimarer Republik und spätestens zur Machtübernahme Hitlers. Meist übernahm die im Kaiserreich politisch sozialisierte Generation die Sozialisation der Kriegsjugendgeneration.31 Die Generation nach 1912 wurde direkt durch den Nationalsozialismus politisch sozialisiert.32 Die politische Sozialisation spielt insoweit eine entscheidende Rolle, als dass sie Auskunft über den Beginn all dieser nationalsozialistischen Verbrechen der Täter gibt. Eine frühe NS-Sozialisation allein, beispielsweise in Form eines frühen Eintritts in die NSDAP, erklärt aber noch nicht die ‚Täterbereitschaft‘.33 Um konkret die Gewaltbereitschaft zu erklären und somit ebenfalls zu klären, wie aus ‚normalen Menschen‘ gewaltbereite Täter wurden, bedarf es einer genaueren Betrachtung der Funktion der Gewalt-Sozialisation.34

[...]


1 Im Folgendem nur noch als KZ abgekürzt.

2 Der US-amerikanische Politikwissenschaftler und Soziologe Daniel Jonah Goldhagen sorgte mit seinem Buch Hitlers willige Vollstrecker für einen öffentlichen Täterdiskurs.

3 Df.: Als Täter werden in dieser Arbeit alle an den Verbrechen des Nationalsozialismus Teilnehmenden (sowohl Männer als auch Frauen) bezeichnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie aktiv Gewalt ausgeübt haben, oder ‚nur‘ in der Theorie die Verbrechen voran trieben.

4 Diese Arbeit handelt von einem männlichen Täter, weshalb im Folgenden ausschließlich der männliche Tätertypus betrachtet wird. Dabei soll nicht verleugnet werden, dass es ebenso weibliche Täterinnen gab.

5 Vgl. Paul 2013, S.4.

6 Ebd. S.4f.

7 Ebd. S.1.

8 Ebd. S.2.

9 Ebd. S.2.

10 Positionen innerhalb, sowie außerhalb des KZ.

11 Ebd. S.4f.

12 Vgl. Orth 2002, S.104.

13 Vgl. Paul 2013, S.4.

14 Vgl. Paul 2002, S.66.

15 Vgl. Paul 2013, S.4.

16 Ebd. S.10.

17 Ebd. S.4.

18 Ebd. S.10.

19 Hier Kommandanturstab inkl. Wachtruppe.

20 Df.: Begriff für eine Generation, die den 1. Weltkrieg nicht selbst an der Front miterlebt hat (nur als Kinder oder Jugendliche) und so mit den Erzählungen und Mythen aufgewachsen sind.

21 Vgl. Orth 2002, S.94.

22 Ebd. S.95.

23 Ausnahmen sind immer vorhanden.

24 Vgl. Paul 2013, S.9.

25 Ebd. S.9.

26 Individuelle, organisierte und kollektive Gewalt.

27 Vgl. Orth 2004, S.202.

28 Ebd. S.10f.

29 Vgl. http://www.uni-muenster.de/Sozialisationsforschung/sozialisation_pdf/Sozialisation.pdf.

30 Vgl. Welzer 2002, S.238.

31 Vgl. Kramer 2006, S.301.

32 Vgl. Paul 2013, S.6.

33 Ausnahmen ausgenommen.

34 Ebd. S.12f.

Details

Seiten
19
Jahr
2014
ISBN (PDF)
9783346671301
ISBN (Paperback)
9783346671318
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Erscheinungsdatum
2022 (Juni)
Note
1,2
Schlagworte
NS Täter Nationalsozialismus Geschichte Goldhagen
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Titel: Konzentrationslager – Täter und die Rolle der Sozialisation. Am Beispiel des KZ Mittelbau-Dora Blockführers Erwin Busta