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Produktion und Logistik - Konfigurationsplanung

Hausarbeit 2008 13 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Arten von Produktionssystemen
2.1 Fließproduktionssystemen
2.1.1 Formen der Fließproduktion
2.1.2 Analyse von Fließproduktionssystemen mit stochastischen Bearbeitungszeiten
2.1.3 Notwendigkeit der Leistungsanalyse
2.2 Werkstattproduktionssystem
2.3 Zentrenproduktionssystem

3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Werkstätten und Produktionsinseln

4 Nachteile der Einführung von Zentrenproduktionssystemen

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Eine Konfigurationsplanung ist ein Planungsprozess, der die Konformität des Produktionsablaufs sowie die funktionalen und physikalischen Attribute des Produktes sicherstellt. Ziel der KP ist es, eine optimale Anpassung der Produktion auf das zu produzierende Produkt zu richten. Zur Herstellung von Produkten ist die Menge und/oder Art der Produktion von Bedeutung. Die Fließfertigung kommt beispielsweise bei der Massenfertigung zur Anwendung. Im Folgenden wird auf die unterschiedlichen Produktionsarten der Konfigurationsplanung eingegangen. Hierbei wird hauptsächlich die Fließfertigung in betracht gezogen.[1]

2 Arten von Produktionssystemen

In Anblick eines Produktionsbereiches einer typischen Industrieunternehmung, ist festzustellen, dass dort gleichzeitig nebeneinander mehrere Organisationstypen der Produktion anzutreffen sind. In einer Teilefertigung kann ein Fließproduktionssystem vorhanden sein, das für die Produktion bestimmter Erzeugnisvarianten ausgelegt ist, die in großen Stückzahlen in verschiedenen nachfolgenden Produktionsstufen benötigt werden. Daneben findet man für andere Erzeugnisse mit schwankendem Bedarf, eine Werkstattproduktion mit mehreren Werkstätten oder sogar ein flexibles Fertigungssystem. Die Endmontage einiger Erzeugnisse wird vielleicht in mehreren Produktionsinseln durchgeführt. All diese Organisationstypen der Produktion können in einer Mehrproduktunternehmung gleichzeitig vorkommen. Sie sind durch Material- und Informationsflüsse miteinander verbunden.

Die Bezeichnung dieser Subsysteme des Produktionsbereichs nennt man Produktionssegmente. Unter einem Produktionssegment wird ein Subsystem des Produktionsbereichs verstanden, das einem bestimmten Organisationstyp zugeordnet werden kann.[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[3]

2.1 Fließproduktionssystemen

Das Fließband (oder die Fließbandfertigung, Reihenfertigung) ist eine Fertigungsablaufart, die in der industriellen Fertigung von Massenprodukten angewendet wird. Bei der Fließfertigung wird die Aufstellung der Betriebsmittel nach dem Produktionsablauf organisiert. Der Produktionsprozess wird in einzelne Arbeitsschritte gegliedert und die Maschinen und Arbeitsplätze werden so angeordnet, wie es die technologische Abfolge der Arbeitsgänge für die Produktion erfordert (also in der Reihenfolge der Arbeitsschritte). Die Arbeitsgänge sind zeitlich vorbestimmt. Der Arbeitende muss den vorgeschriebenen „Takt“ einhalten. Die einzelnen Produkte durchlaufen die Fertigung dabei möglichst ohne Unterbrechung und mit möglichst wenigen Zwischentransporten. Die Planung erfolgt also nach dem Produkt- oder Objektprinzip.

Durch Förderbänder erfolgt bei der Fließfertigung der Materialtransport zwischen den einzelnen Produktionsstellen. Einzelne Arbeitsschritte werden dabei meist auf wenige Handgriffe verringert (ein Arbeitsschritt ist eine permanente Wiederholung einer genau bestimmten Handgrifffolge). Die ausführenden Arbeitsgänge und der Transport zwischen den Produktionsstellen erfolgen in festem zeitlichem Rhythmus. Aus diesem Grund ist die Bearbeitungsdauer an den einzelnen Stationen voneinander abhängig. Entscheidend für den reibungslosen Ablauf ist ein optimaler Fließbandabgleich: Die einzelnen Arbeitsschritte (und Arbeitsstationen) müssen so festgelegt werden, dass ihre Durchführung genau eine bestimmte Zeitdauer braucht, die Taktzeit. Durch diese Vorgabe eines festen Fertigungsablaufs können Termin- und Kapazitätsplanungsprobleme gelöst werden.

Durch die hohe Anlagenintensität der aufwendigen Maschinen und den damit verbundenen hohen Fixkostenanteil kommt diese Art der Fertigung vor allem bei der Sorten- und Massenproduktion zur Anwendung. Durch die geringe Flexibilität darf der Produktaufbau keinen kurzfristigen Veränderungen unterliegen. Hierbei ist eine genaue und gesicherte Marktanalyse vorauszusetzen. Dafür können die variablen Kosten relativ niedrig gehalten werden (niedrige Kosten im Bereich der Verwaltung, des Lagers und Transports, der Fertigung und Löhne, wenig Ausschuss und Abfall).

Anwendung findet die Fließbandfertigung meist in der Automobilfertigung, dem Verlags- und Druckergewerbe und der Süßwarenindustrie statt.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[5]

[...]


[1] Vgl.DEUTSCHES INSTITUT FÜR NORMUNG e.V. (Hrsg.): DIN EN ISO 10007: 1996 Qualitätsmanagement - Leitfaden für Konfigurationsplanung (ISO10007:1995) Dreisprachige Fassung EN ISO 10007:1996. Berlin: Beuth Verlag, 1996

[2] Vgl. http://www.produktion-und-logistik.de/produktionundlogistik-125.htm

[3] http://www.rainerbusch.de/images/mo-produktion-fliessfertigung.jpg

[4] Vgl.Domschke, Wolfgang; Scholl, Armin; Voß, Stefan (2005): Produktionsplanung, 2. Auflage, Springer-Verlag, Berlin.

[5] http://www.rainerbusch.de/images/mo-produktion-fliessfertigung.jpg

Details

Seiten
13
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640298921
ISBN (Buch)
9783640303977
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v124807
Institution / Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Oberhausen und Mülheim an der Ruhr e.V.
Note
1,3
Schlagworte
Produktion Logistik Konfigurationsplanung Fließfertigung Fertigung Werkstättenfertigung Serienfertigung

Autor

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Titel: Produktion und Logistik - Konfigurationsplanung