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Entspannung mit Basaler Stimulation

Diplomarbeit 2007 21 Seiten

Gesundheitswissenschaften

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einführung

1. Entspannung
1.1. Definition zu Entspannungstechniken
1.2. Vielfalt der Entspannungstechniken

2. Die Basale Stimulation
2.1. Theorie
2.2. Praktische Übungen
2.2.1. TeilnehmerInnen
2.2.2. Übungen
2.2.3. Durchführung
2.2.4. Eigenes Resümee
2.2.5. Feedback

3. Nachwort

4. Anlagen
Anlage 1 : Sieben Leitgedanken für ein entspannteres Leben
Anlage 2 : Zehn Alarmsignale zum Stressmanagement

5. Literatur

0. Einführung

Ich kenne eine junge Frau mit 30 Jahren, die jeden Morgen mit einem griesgrämigen Gesicht das Haus verlässt, nachdem sie acht bis zehn Stunden geschlafen hat. Sie frühstückt nicht und gibt sich dann voll in ihre Arbeit.

Abends kurz nach 17.00 Uhr kehrt sie von der Arbeit zurück und erzählt lautstark, was sie alles geleistet hat und wie sie sich enorm für die Arbeit eingesetzt habe (wenn das auch hoffentlich so stimmt?).

Ihr Mann kommt gegen 18:00 Uhr von der Arbeit und kurz vor seiner Rückkehr saugt sie die gesamte (kleine Miets-) Wohnung, weil sie denkt, dass unerträglich viel Staub in der Wohnung sei. Ihr Hase, den sie als „Baby“-Ersatz einstuft, wurde vor den Staubsaugen fein säuberlich gereinigt.

Kinder kämen für sie gar nicht in Frage, da Schwangerschaft, Geburt und alles was dann so kommt doch recht anstrengend für ihre Vorstellung von einem geordneten Leben sei und permanent stören würde.

Ihr Mann ist auf diese recht starr erscheinenden Rituale von ihr - wie sie anderen verrät - hin „erzogen worden“ und gehorcht ohne Murren. Einen Gast oder Besucher lässt sie prinzipiell nicht in die Wohnung, da ja dann wieder ihre Ordnung gestört würde und der Staubsauger wieder seinen Dienst absolvieren müsste. Sie ist von Hause aus ein Einzelkind, das sich so ihre eigene kleine egozentrische Welt erschuf und stur heil darin ihr Wohl findet.

Auf Entspannung angesprochen weiss sie zu sagen, dass sie dies nicht nötig hätte. „Du kennst mich ja – ich bin eben so …“ ist ihr ewiger Kommentar.

Urlaub kennen ihr Mann und Sie nicht ( mehr ), da sie mit dieser Haltung nirgends befriedigt werden würde. Daher steht in der Urlaubszeit „Balkonien„ an. Eine durch und durch normale Ausgangslage für Anspannung und nicht gesuchter Entspannung … ich bin schon sehr gespannt wie lange das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung gut geht.

Ich für meinen Teil habe den hohen Nutzen von Entspannung schon Jahre zuvor für mich kennen- und schätzen gelernt und war 2007 auf der Suche nach einer entsprechenden Ausbildung, die mir mehrere Entspannungstechniken aufzeigen sollte. Mich beschäftigte dort vor allem die Frage ob es eine Entspannungstechnik gäbe, die zu meiner Reiki - Meisterausbildung kombinierbar passen würde.

Ich hatte Schwierigkeiten mit der Progressiven Muskelentspannung wie auch mit dem Autogenen Training. Bei der Basalen Stimulation hingegen fand ich einen hervorragenden Ansatz, den ich dann auch bei einer Seniorengruppe anwenden konnte wie es in dieser Arbeit beschrieben wird.

Apropos –

Die junge Frau mit ihrem Mann hatte mir auch ganz stolz von ihrer Reiki-Ausbildung I erzählt und wie gut sie ihren Mann und Hasen damit beruhigen könne. Von weiteren Reiki - Schritten habe ich sie aber nicht mehr sprechen hören – das würde ja ein demütiges Verhalten von ihr abverlangen und damit störte das auch ihr festgefügtes Weltbild …

1. Entspannung

Unter Entspannung versteht man gemeinhin „ein selbstregulatorischer Vorgang des Organismus, im Wechsel mit Spannung…bildet als Ausgleich gegen Daueranspannung und Hast des zivilisatorischen Lebens einen wesentlichen Teil der Psychohygiene…“[1]

Schauen wir uns also das Element Entspannung auch im Kontext mit anderen Elementen an, so kristallisiert sich folgendes Bild wie es einige Autoren[2] an

anderer Stelle definierten:

1. Ernährung
2. Bewegung
3. Entspannung
4. Umwelt
5. Bewusstsein / Denken
6. Pflege

sind sich ergänzende Parameter des Lebens.

Werden einige dieser „Bausteine“ nicht gelebt, so kommt es auf lange Zeit gesehen zu Anspannung, Übergewicht, Trägheit, ja Krankheiten diverser Art

je nach individueller Neigung.

Dem vorzubeugen möchte ich hier den Weg einer Entspannung bereiten, um als Beispiel für ein entspannteres Leben zu dienen. Das spiegelt sich auch in Anlage1 , wo „Sieben Grundgedanken …“ beschrieben werden.

Nehmen wir nur einmal einen Brandfall oder Autounfall, wo wir bisweilen ganz schön „unter Strom“ stehen, wie es der Volksmund so zu nennen weiss.

Da gehört dann einer her, der ruhig durchatmet und die Alarmierung der Feuerwehr, Polizei und Sanität organisiert. So einer bin ich als Sicherheits-fachmann in solchen Lagen , aber - und das passiert auch immer danach – dann holt mich ein schockartiges Körperschütteln und ein nicht zu unter-drückender Weinkrampf im Nachgang ein.

Das heisst , die ganze Situation holt mich etwas später, aber auch immens schwerwiegender ein.

Zum Glück muss ich sagen, passiert das nicht so oft !

„Pantha rhei“ ,

schon Heraklit wusste

„Alles fliesst“

Damit wird bereits das Phänomen Entspannung auf eine einfache Weise dargestellt wie es im Wasserkreislauf am besten nach zu verfolgen wäre.

Professor Schultz, der Entwickler des Autogenen Trainings spricht in seinem Satz : „Leben verlangt Polarität“ bereits eindrücklich , was Jahrhunderte

vor ihm Heraklit uns allen bereits vermeldete.

Die beiden Pole Anspannung und Entspannung durchlaufen einen zyklischen Raum , den wir mathematisch in der Sinuskurve , hier anhand der Gausschen Glocke, der Normalverteilungskurve, am besten ausweisen können :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[3]

Um nochmals die eingangs erwähnte junge Frau zu erwähnen –

jene ist und bleibt wohl in ihrem bereits sturen Lebensplan verhaftet

mit allen Anspannungen, die er in sich birgt und zeigt.

Ihr Leben sei perfekt und alles was sie mache sei einfach perfekt.

Sie benötige keine Entspannung wie sie selbst in einem langen Gespräch kundtat – der Schlaf, dem sie

- wie eine Pubertierende nach langen anstrengenden Disconächten - frönt ,reiche ihr völlig.

Nun ja – ich fand in der Adventszeit, kurz vor Weihnachten ein Gedicht,

das hier einen Brückenschlag zur Entspannung andeutet :

Perfektion bedeutet Lähmung

„Besser aussergewöhnlich als perfekt !

Perfektion bedeutet, recht haben zu wollen.

Aussergewöhnlich sein heisst, bereit sein, Fehler zu machen.

Perfektion ist die Angst zu versagen.

Aussergewöhnlich sein heisst, Risiken einzugehen.

Perfektion ist Wut und Frustration über das „Es ist nie genug“

Aussergewöhnlich sein gibt Kraft durch Erfolge.

Perfektion ist Kontrolle

Aussergewöhnlich sein heisst, spontan sein.

Perfektion ist Werten und Urteilen.

Aussergewöhnlich sein bedeutet Toleranz und Akzeptanz

Perfektion nimmt

Aussergewöhnlich sein heisst geben

Perfektion ist Zweifel

Aussergewöhnlich sein heisst Vertrauen.

Perfektion ist Druck und schlechtes Gefühl.

Aussergewöhnlich sein ist Energiefluss und Flow.

Perfektion heisst, nur Spass am Ziel zu haben.

Aussergewöhnlich sein heisst, Spass an der Reise haben“[4]

Das Spiel zwischen Aussergewöhnlich ( extraordinär ) und Perfekt ,

zwischen Anspannung und Entspannung,

zwischen hart und weich ist sehr lebensklug und weise angelegt.

Wer nicht in die Falle der Anlage 2 geraten will, muss sich besinnen.

Was sollte also als nächstes zu tun sein ?

Kommt Entspannung da nicht zu recht und logisch daher ?

Hier sollten wir uns daher die Entspannungstechniken und die Positionierung der Basalen Stimulation unter diesen einmal näher ansehen.

[...]


[1] Vgl. , Hehlmann, W., Wörterbuch der Psychologie, 12. ergänzte Auflage, Stuttgart – 1974, 113

[2] Dahlke, R. / Preiml, B. / Mühlbauer, F., Die Säulen der Gesundheit –

Körperintelligenz durch Bewegung, Ernährung, Entspannung, Kreuzlingen / München – 2000

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung

[4] a.a.O., 113

Details

Seiten
21
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640329229
ISBN (Buch)
9783640331093
Dateigröße
553 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v125580
Note
Schlagworte
Basale Stimulation Seniorenturnen Altersturnen Entspannungstechnik BGT Gevelsberg Bewegung Gesundheit Ernährung Denken Entspannung Umwelt

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Titel: Entspannung mit Basaler Stimulation