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Blockpraktikumsbericht Englisch - Das Simple Past

Lehramt Englisch

Praktikumsbericht / -arbeit 2008 39 Seiten

Didaktik - Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Schul- und Lerngruppenanalyse

II. Darstellung einer Unterrichtseinheit
1. Ziele
2. Sachanalyse
3. Didaktische Analyse
4. Grobplanung

III. Ausfuhrliche Stundenvorbereitung (18.09.2008)
1. Ziele
2. Sachanalyse
3. Didaktische Analyse
4. Didaktisch-methodische Uberlegungen
5. Verlaufsplanung
6. Begrundung von Sozialform und Medieneinsatz
7. Materialien
8. Reflexion

IV. Kurzbeschreibung der selbst unterrichteten Stunden
1. Klasse 9a 15.09.2008
2. Klasse 6a 17.09.2008
3. Klasse 6a 22.09.2008
4. Klasse 6a 02.10.2008

V. Beobachtungsaufgaben
1. Unterrichtssprache
2. Grammatik
3. Arbeit mit dem Lehrbuch
4. Verfahren der Wortschatzvermittlung
5. Sozialformen
6. Spiele im EU
7. Stellenwert von Liedern, Reimen und Gedichten
8. Tests und Klassenarbeiten

VI. Reflexion des Schulpraktikums

VII. Nachweis uber hospitierte und selbst unterrichtete Stunden

VIII. Literatur- und Quellenverzeichnis

I. Einleitung: Schul- und Lerngruppenanalyse

Die Kleinstadt [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]HHHH besitzt zwei Gymnasien, eines davon ist das Privatgymnasium [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]annual welches seit ca. 10 Jahren Bestand hat. Allein der Standort [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]mm denn es gibt weitere Standorte in mm. besteht aus zwei kleineren Schulgebauden, die etwa 10 Minuten FuBweg voneinander entfernt liegen. Im Hauptgebaude in der [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]HUB befinden sich die Klassenstufen 7-12. Das Nebengebaude in der [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] StraBe beherbergt im Moment lediglich eine funfte und eine sechste Klasse. Jede Klasse umfasst maximal 20 Schulerinnen und Schuler, was die Grundeinstellung des Schulleiters Herrn mu zeigt, der meint, dass nur in kleineren Lerngruppen effektiv gearbeitet werden konne.

Die Beschrankung auf 20 Schulerinnen und Schuler pro Klasse hat zur Folge, dass sobald eine Klasse diese Starke erreicht hat, Schulerinnen und Schuler aus [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]mm und Umgebung zum Standort [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]m bzw. Schulerinnen und Schuler aus urn zum Standort mum fahren mussen. Im Allgemeinen wohnen die Schulerinnen und Schuler des Privatgymnasium selten in [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]mm Das bedeutet, dass sie taglich mit dem Schulbus oder mit den Eltern nach [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]H fahren mussen. Die Einzugsbereiche reichen dabei bis [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]HI [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]mm Oft wohnen Schulerinnen und Schuler einer Klasse in weit auseinanderliegenden Dorfern, was bedeutet, dass sie sich nur selten in ihrer Freizeit treffen oder sich gegenseitig bei den Hausaufgaben helfen konnen. Einige Schuler beklagen sich, dass sie in dem Dorf, in dem sie wohnen, kaum Kinder in ihrem Alter kennen lernen, mit denen sie sich austauschen konnen, weswegen die Schule fur diese Schuler nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort Austausches zwischen Gleichaltrigen und Freunden sei.

Die Hausaufgaben werden in der funften und sechsten Klasse uberwiegend in der Betreuungszeit in den Nachmittagsstunden erledigt. Schulerinnen und Schuler dieser Klassenstufen werden taglich sechs Stunden unterrichtet und erhalten danach bis 15 Uhr eine Betreuung von zwei Stunden, die fur das Erledigen von Hausaufgaben und fur die Freizeit der gesamten Klasse vorgesehen ist. Die Schulerinnen und Schuler der Klassenstufen 7-12 erhalten taglich acht Stunden Unterricht und haben keine weitere Betreuungszeit nach dem Unterricht. Der Unterricht erfolgt uberwiegend in Blocken von zwei Stunden. Lediglich die Facher Musik und Sozialkunde werden in 45 Minuten unterrichtet. Die ubrigen Facher werden im 90-Minuten-Takt unterricht. Im Schulgebaude in der [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]HHH wird das Ende der Unterrichtsstunde automatisch durch ein Klingelzeichen bekannt gegeben. Die Schulklingel im Gebaude in der m StraBe, in welchem die Klassenstufen 5 und 6 sind, muss manuell getatigt werden, was haufig nach Aufforderung von Schulerinnen und Schulern ubernommen wird. Daher ist es den Lehrenden moglich eine Unterrichtsstunde ohne die Storung einer automatischen Klingel zu beenden.

Die Ausstattung des Privatgymnasiums ist uberwiegend gut. Jeder Raum verfugt uber einen Fernsehgerat, einen Videorecorder und einen DVD-Spieler. In den Fremdsprachenraumen des Gebaudes in der SchulstraBe sind Klassensatze an verschiedenen Arten von Worterbuchern vorhanden. Der Geographie- bzw. Geschichtsraum enthalt nur wenige Karte und keine geschichtsspezifischen Materialien. Das Gebaude in der SchulstraBe birgt den Nachteil, dass die Schulerbanke mit dem FuBboden verschraubt sind und daher nur an einer Stelle zu nutzen sind. Dies erschwert offene Sozialformen, wie z.B. Gruppenarbeit. Die Ausstattung mit Schulbuchern ist jedoch befriedigend. Jeder Schuler/ Jede Schulerin zahlt bei Eintritt in die Schule einmalig einen gewissen Betrag und kann danach wahrend der gesamten Schulzeit jedes Schulbuch kostenlos ausleihen. Die Lehrbucher befinden sich uberwiegend in einem guten Zustand. Es werden haufig die neuesten Auflagen verwendet und wenig veraltete Materialien.

Die Schule besteht aus einem kleinen und vornehmlich jungen Kollegium. Die meisten LehrerInnen sind erst wenige Jahre im Schuldienst tatig und wirken sehr offen und motiviert. Durch Beobachtungen im Lehrerzimmer wurde deutlich, dass die Lehrkrafte viel Freude an ihrer Arbeit haben und gern in diese Schule kommen. Sie sprechen mit Freude uber ihre derzeitigen SchulerInnen, aber auch uber ehemalige SchulerInnen. Sie verstandigen sich uber jeden Aspekt einer Neuerung oder eines Beschlusses vor dessen Inkrafttreten. Der Schulleiter nimmt eine groBe Rolle innerhalb dieses Kollegiums ein. Er stellt den Stunden- und Vertretungsplan allein zusammen und spricht bei auftretenden Problemen oft das gesamte Kollegium an, sodass jeder Lehrer/ jede Lehrerin uber die Vorgange in der Schule Bescheid weiB. Innerhalb des Kollegiums herrscht Einigkeit uber die Zusammenarbeit mit den Eltern ihrer SchulerInnen. Neben den ublichen Elternabenden veranstalten die Klassenleiter etwa monatlich einen sogenannten „Elternstammtisch“, bei welchem Leistungs- und Verhaltensanderungen der SchulerInnen besprochen und gemeinsame Ausfluge geplant werden konnen. Das bedeutet, dass auch die Eltern immer umfassend uber den Schulalltag ihres Kindes informiert werden.

Die Klasse 6a des Privatgymnasiums [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]HHHH besteht aus 20 SchulerInnen, davon elf Jungen und neun Madchen. Die SchulerInnen sind im Durchschnitt elf Jahre alt und wohnen entweder in [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]dl selbst oder in den umliegenden Dorfern und Kleinstadten. Manche SchulerInnen mussen morgens bereits einen weiten Weg und eine lange Fahrtzeit auf sich nehmen, um zur Schule zu gelangen. Die Klasse erhalt wochentlich sechs Stunden Englischunterricht in Doppelstunden. Davon liegen die ersten zwei Stunden montags in den ersten beiden Unterrichtsstunden, zwei Stunden mittwochs in der funften und sechsten Stunde sowie zwei weitere Stunden donnerstags in der dritten und vierten Stunde. Das bedeutet, dass sie durchgangig fast in der gesamten Unterrichtswoche in Englisch unterrichtet werden, sodass sich die SchulerInnen intensiv mit der Sprache auseinandersetzen konnen.

Im GroBen und Ganzen ist die Klasse sehr lebhaft und zu Mitarbeit bereit. Viele SchulerInnen scheinen motiviert und zeigen ein groBes Interesse am Englischunterricht. Sie sind lernbereit und erfreuen sich am Umgang mit der englischen Sprache. Besonders leistungsstark in diesem Fach sind [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]und v die kontinuierlich mitarbeiten, qualitativ hochwertige Antworten geben und immer wieder Ideen einbringen. Sie konnen sich bereits gut in der englischen Sprache ausdrucken und zeigen keine Hemmungen sich uber verschiedene Aspekte auf Englisch zu auBern. In der Klasse befinden sich auch SchulerInnen, die zwar interessiert und motiviert wirken, allerdings eher leistungsschwach einzustufen sind. Sie zeigen zwar eine hohe Aufmerksamkeit im Unterrichtsgeschehen, konnen aber die Motivation nicht im Verstehen und Lernen neuer Sachverhalte anwenden; dazu gehoren nnn, um, Mum und PUB Zwei dieser SchulerInnen zeigen jedoch ein besonders auffalliges Verhalten. PUB erweckt den Anschein, sich selbst in eine AuBenseiterposition innerhalb der Klasse bringen zu wollen. Er betitelt Mitschuler mit Namen von historischen Personlichkeiten, wie z.B. Hitler, und verweigert haufig die Zusammenarbeit mit Mitschulern. BB vertritt innerhalb der Klasse die Position des „Klassenclowns“. Er auBert haufig unpassende Kommentare und mochte besonders auffallen. Er versucht des weiteren seinen Mitschuler [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]I abzulenken, der oft auf diese Versuche eingeht. Deshalb entsteht manchmal eine Unruhe in der Klasse. Aus diesem Grund ist besonders bei offenen Unterrichtsformen, wie Gruppenarbeit und Partnerarbeit, darauf zu achten, dass [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]I und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]I nicht zusammenarbeiten konnen, da sie gemeinsam nicht produktiv tatig sein konnen. Dies wurde bereits im Vorfeld in der Sitzordnung beachtet, welche die Klassenleiterin aus eigenem Ermessen angefertigt hat.

Die SchulerInnen sind im Allgemeinen an eine Veranderung der Sozialform innerhalb des Englischunterrichts gewohnt, deshalb verfugen sie auch uber ausgepragte Kompetenzen im

Umgang mit Partnerarbeit. Jeder Schuler/jede Schulerin besitzt einen Partner, mit der er/sie fortwahrend zusammenarbeitet, sodass, wenn der Begriff „Partnerarbeit“ fallt alle SchulerInnen genau wissen, was ihre Aufgabe ist. Sie arbeiten dann uberwiegend konzentriert und lassen sich nicht ablenken. Auffallig ist auch, dass die SchulerInnen in der Partnerarbeit untereinander in englischer Sprache kommunizieren, wie es von ihnen verlangt wird. Es kommt eher selten vor, dass SchulerInnen deutsche Worter benutzen. Im Umgang mit Gruppenarbeit verfugen sie noch uber Reserven, da die Gruppen wegen ihrer Lebhaftigkeit teilweise nicht konzentriert und effektiv arbeiten konnen. Einige SchulerInnen sind charakterlich nicht dazu geeignet zusammenzuarbeiten. In dieser Altersstufe ist die Zusammensetzung von Jungen und Madchen noch problematisch, sodass allein durch das Zusammensetzen von beiden Geschlechtern Disziplinlosigkeit entsteht. Aus diesem Grand ist eine Gruppenarbeit genau einzuteilen und zu planen.

Der Klassenraum der Klasse 6a eignet sich am besten fur Gruppen- und Partnerarbeit, da die Tische frei beweglich sind und sich unproblematisch Nischen im Raum einrichten lassen. Frontale Unterrichtsformen erfordern eine erhohte Beobachtung des Sichtfeldes der SchulerInnen. Der Raum liegt im Dachgeschoss des kleineren Schulgebaudes in der Neuen StraBe und wird durch drei Dachbalken optisch dreigeteilt. Diese Balken versperren einigen SchulerInnen oft die Sicht auf Tafel, projizierte Folie oder Fernsehgerat. Der Klassenraum verfugt allerdings uber ausgesprochen viele Medien. Ich hatte allein in diesem Raum Zugriff auf einen OHP, einen CD-Player, ein TV-Gerat, einen DVD-Player und einen Videorecorder. Der Raum bietet keine Moglichkeiten der Abdunklung, sodass bei ungunstigem Sonneneinfall Folien oder Filme schlecht gesehen werden konnen. Deshalb muss bei der Unterrichtsvorbereitung bei der Medienauswahl auch die Tageszeit und entsprechend der Sonneneinfall in diesem Raum berucksichtigt werden. Der Klassenraum ist im ubrigen liebevoll mit Arbeiten von SchulerInnen gestaltet. Bei kreativen Arbeiten im Englischunterricht ist es von Vorteil, dass sich im Klassenraum ein Schrank mit den Materialien aus dem Kunstunterricht befindet. Das bedeutet, dass den SchulerInnen ihr Zeichenblock, die Malfarben, Klebestift, Schere und andere Mal- und Bastelutensilien standig zur Verfugung stehen. In diesem Klassenzimmer befindet sich zusatzlich noch eine kleine Bibliothek an Kinder- und Jugendliteratur in deutscher Sprache, welche vermutlich ab entsprechendem Alter erganzt wird. Die SchulerInnen konnen sich selbst aus diesem Regal Bucher „leihen“, in Pausen oder in der Betreuungszeit ein Buch lesen. Darauf konnte auch im Englischunterricht zuruckgegriffen werden, indem einige Englischbucher der Bibliothek hinzugefugt werden.

II. Darstellung einer Unterrichtseinheit

1. Ziele

Am Ende der Unterrichtseinheit „The Simple Past“

- erkennen die SchulerInnen Verbformen im „simple past“.
- konnen die SchulerInnen Satze im „simple past“ selbst bilden.
- sind in der Lage, Verneinungen im „simple past“ auszusprechen.
- konnen die SchulerInnen „wh“-Fragen und Entscheidungsfragen im „simple past“ erkennen, verstehen und selbst bilden.
- haben die SchulerInnen die Fahigkeit erworben, auf „wh“-Fragen und Entscheidungsfragen im „simple past“ strukturell richtig und inhaltlich angemessen zu antworten.
- sind die SchulerInnen in der Lage einen ihnen unbekannten Hortext zu verstehen.
- konnen die SchulerInnen Formen des „simple present“ mit Formen des „simple past“ miteinander vergleichen.
- sind die SchulerInnen in der Lage einen Text mit verteilten Rollen zu lesen.
- kennen die SchulerInnen der ersten Lektion des Lehrbuches.
- konnen die SchulerInnen alle Arten von Schulfachern zu nennen.
- sind in der Lage ein Lied sprachlich und informatorisch korrekt vorzutragen.
- haben sich die SchulerInnen im lauten Lesen geubt.
- kennen die SchulerInnen die Formen der unregelmaBigen Verben im „simple past“.

2. Sachanalyse

Bei der Bildung der Form des „simple past“ muss man zwischen regelmaBigen und unregelmaBigen Verben unterscheiden. Das „simple past“ der regelmaBigen Verben wird durch Anhangen von -ed an den Infinitiv gebildet. Bei einigen Formen der regelmaBigen Verben treten Besonderheiten auf: Nach einem einzelnen, betonten Vokal wird ein einzelner Endkonsonant (z.B. -p, -b, -t, -d, -g, -m, -n, ...) verdoppelt. Allerdings findet bei zwei aufeinanderfolgenden Konsonanten, einem Konsonanten nach zwei Vokalen und einem Konsonanten nach einem unbetonten Vokal keine Verdopplung des Endkonsonanten statt. Weitere Besonderheiten sind bei der Bildung des „simple past“ bei den regelmaBigen Verben zu beachten. Steht am Ende des regelmaBigen Verbs ein stummes -e am Ende, so fallt dieses beim Anfugen des -ed weg. Wenn regelmaBige Verben auf einen Konsonanten und ein darauffolgendes -y enden, so wird beim Anhangen des -ed ein -ied geschrieben. Die unregelmaBigen Verben haben eigene Formen, die gelernt werden mussen.[1] Die Aussprache der regelmaBigen Verbformen des „simple past“ wird wie folgt vorgenommen: Nach stimmhaften Auslauten, wie z.B. bei „play“, spricht man [-d]. Nach den stimmlosen Auslauten [-p], [-k], [-f], [-s], [-J] und [-tj] wird [-t] gesprochen. Nach [-d] und [-t], wie z.B. bei „need“ oder „paint“, spricht man [-id].

Das simple past wird verwendet, wenn man ausdrucken will, dass etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt der Vergangenheit oder in einem bestimmten abgeschlossenen Zeitraum der Vergangenheit geschehen ist. Der Zeitpunkt oder der Zeitraum konnen genannt sein oder aus dem Zusammenhang hervorgehen. Haufige Zeitangaben im „simple past“ sind „yesterday“, „in (year)“, „last year/month/week“, „two hours ago“, u.a. . Die Ubersetzung scheint im Deutschen oft problematisch, da Vergangenes sowohl im Perfekt, als auch im Imperfekt berichtet werden kann. Im Englischen gibt es jedoch feste Regeln fur die Verwendung des „simple past“. Das „simple past“ wird in Berichten uber vergangene Ereignisse oder in Geschichten verwendet. Des weiteren wird es genutzt, wenn nahere Umstande eines Geschehens beschrieben werden.[2]

Die Verneinung in Hauptsatzen im „simple past“ wird wie folgt vorgenommen. Man nutzt das „simple past“ des Hilfsverbs „do“, also „did“, ein darauffolgendes „not“ und stellt dieses vor den Infinitiv des Vollverbs, z.B. „he did not play“. Haufig werden allerdings die Kurzformen der Verneinung im „simple past“ verwendet, z.B. „he didn’t play“. Bei der Bildung von Entscheidungsfragen erhalt das „did“ als Hilfsverb eine weitere Bedeutung. Dieses wird an den Anfang der Frage gesetzt. Darauf folgt das Subjekt der Frage und der Infinitiv des Vollverbs, z.B. „Did he play football?“ Auf diese Frage wird haufig mit einer Kurzantwort reagiert, die ebenfalls das Hilfsverb „did“ beinhaltet. Wird die Frage bejaht, wird mit dem einem „Yes“, dem Subjekt der Frage und dem Hilfsverb „did“ geantwortet, z.B. „Yes, he did.“. Soll die Frage verneint werden, wird ein „No“, ebenfalls das Subjekt der Frage und das verneinte Hilfsverb verwendet, z.B. „No, he didn’t.“. Es konnen aber auch Entscheidungsfragen gestellt werden, die als Hilfsverb eine Form von „be“ im „simple past“ beinhalten, z.B. „Were you at football match yesterday?“ oder „Was it a good weekend?“. Auf diese Fragen wird ebenfalls mit dem Hilfsverb „was/were“ geantwortet, z.B. „Yes, we were./ No, we weren’t.” bzw. „Yes, it was/ No, it wasn’t“.[3]

Bei der Bildung von Fragen mit Fragenwortern ist die Verwendung von dem Hilfsverb “did” anzuwenden, da die Bildung von Fragen mit Fragewortern ahnlich wie die Bildung von Entscheidungsfragen erfolgt. Zu Beginn der Frage steht das zu nutzende Fragewort, darauf folgt das Hilfsverb „did“, darauf das Subjekt der Frage und dann der Infinitiv des Vollverbs. Danach kann erganzend eine Adverbialbestimmung folgen, die aber nicht fur die erfolgreiche Bildung dieser Frage notwendig ist, z.B. „What did you do (this weekend)?“.

In der Unterrichtseinheit „The simple past“ werden eine Reihe von Vokabeln vermittelt. Unter anderem werden alle Schulfacher thematisiert. Dabei sind folgende Schulfacher von Bedeutung: German - Deutsch, English - Englisch, French - Franzosisch, Latin - Latein, Spanish - Spanisch, Maths - Mathematik, Art - Kunst, History - Geschichte, Ethics - Ethik, R.E.(Religious Education) - Religion, P.E. (Physical Education) - Sport, P.S.E. (Personal and Social Education) - Sozialkunde, Music - Musik, Computer Science - Informatik, Science - Wissenschaften (z.B.Physik), Biology - Biologie, Chemistry - Chemie, Geography - Geographie, Drama - Theater. Folgende weitere Vokabeln werden eingefuhrt: „to learn“, wird im Oxford Advanced Learner’s Dictionary als die Aktivitat „to gain knowledge or skill by study“ paraphrasiert.[4] “CCTV” ist die Abkurzung fur “closed-circuit television44. “Corridor” wird als “long narrow passage, from which doors open into rooms or compartments.” definiert.[5] “To get into trouble” wird als “cause trouble for oneself” charakterisiert.[6] ”Embarrassing” bedeutet “to be ashamed”.[7]

3. Didaktische Analyse

Laut Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt, ist die Zeitform, “simple past”, in den Schuljahrgangen 5/6 einzufuhren. Die Rahmenrichtlinien machen keine genauen Angaben uber das Lernjahr der SchulerInnen.[8] In den Lehrbuchern fur die sechste Klasse erscheint die Einfuhrung des “simple past” fortwahrend in der ersten Unit, d.h. zu Beginn der sechsten Klasse. Das “simple past” wird dabei in den Kontext der Schule eingebunden. In der darauffolgenden Unit wird dann das „past progessive“ eingefuhrt, wofur das erfolgreiche Verinnerlichen des “simple past” Voraussetzung ist.

Fur die Analyse des Lehrstoffes soil an dieser Stelle teilweise das Modell nach Klafki genutzt werden.[9] Die Zeitform “simple past” bietet den SchulerInnen in der Gegenwart die Moglichkeit, sich uber zuruckliegende Ereignisse in englischer Sprache zu auBern. Des weiteren lernen sie dadurch Geschichten in englischer Sprache selbst zu verfassen und andere epische Werke, wie z.B. Marchen, zu verstehen. Das „simple past“ muss dabei im Kontext bereits bekannter Geschichten um Jugendliche in ihrem Lehrbuch vermittelt werden. Es muss weiterhin Bezug auf ihre eigenen Erfahrungen nehmen, welche die SchulerInnen mithilfe des „simple past“ in englischer Sprache auszudrucken lernen. Zuvor war es ihnen lediglich moglich, Gewohnheiten und Ereignisse der Gegenwart zu beleuchten. Mit dieser Zeitform aber konnen die SchulerInnen weitere Aspekte ihres Lebens in der Klasse in englischer Sprache auBern.

Die SchulerInnen haben bezuglich des „simple past“ keine Vorkenntnisse und konnen daher auch keine Wissen anwenden. Sie konnen lediglich bei der Bildung von Entscheidungsfragen und „wh“- Fragen ihre Kenntnisse aus dem „simple present“ anwenden. Dabei muss besonderes Augenmerk auf die Nutzung des Hilfsverbs gelegt werden, welches sie in der Prasensform bereits kennen. Bei der Vermittlung der Unterrichtsfacher kann auf Ahnlichkeiten zu deutschen Begriffen aufmerksam gemacht werden und das Wissen uber diese Unterrichtsfacher abgerufen werden.

Der Zeitform „simple past“ wird innerhalb der Schullaufbahn der SchulerInnen im Fach Englisch eine groBe Bedeutung beigemessen. Es bildet die Grundlage fur viele weitere grammatische Themen, wie z.B. der „Conditional Clauses“ oder bei der Vermittlung des „past perfect“. Aus diesem Grund muss den SchulerInnen deutlich gemacht werden, dass das „simple past“ auch in Zukunft noch eine Bedeutung im Englischunterricht haben wird. Aber auch auBerhalb der Schule wird den SchulerInnen das „simple past“ von Nutzen sein. Durch anhaltende Globalisierung werde viele der SchulerInnen spater einen Beruf ergreifen, in welchem sie sich mit der lingua franca, Englisch, verstandigen mussen. Dabei ist es auch wichtig, sich uber Vergangenes in der entsprechenden Zeitform zu auBern.

Das Thema „The simple past“ muss insofern eingegrenzt werden, als nicht alle Ausnahmen bei der Bildung sofort in einer Unterrichtseinheit vermittelt werden konnen. Die SchulerInnen konnen uberdies nicht alle Regeln zu verschiedenen Auslauten verstehen und verinnerlichen. Deshalb muss exemplarisch gearbeitet werden. Es konnen lediglich wenige Beispiele zu den signifikantesten Ausnahmen bei der regelmaBigen Bildung des „simple past“ dargestellt werden. AuBerdem ist es nicht moglich, alle unregelmaBigen Verben zu vermitteln. Es konnen als nur die Verben den SchulerInnen nahe gebracht werden, die sie bereits zuvor in der Prasensform gelernt haben. An dieser Stelle muss daher eine umfassende Reduktion vorgenommen werden. Des weiteren muss darauf geachtet werden, dass lediglich die Regeln zur Verwendung des „simple past“ vermittelt werden, die fur die SchulerInnen einer sechsten Klasse von Bedeutung sind. Demnach ist in dieser Klassenstufe signifikant, dass die SchulerInnen wissen, dass bei der Benutzung des „simple past“ eine genaue Zeitangabe verwendet werden muss. Die Signalworter mussen dazu in den Fokus der SchulerInnen gebracht werden.

Noch wahrend der Vermittlung verschiedener Aspekte des „simple past“, aber auch nach Abschluss der Unterrichtseinheit, ist es moglich die Ergebnisse des Umgangs mit dem „simple past“ zu uberprufen. Dies kann in verschiedenster Form - z.B. durch Wiederholung zu Beginn der Stunden, Tests, mundliche Leistungskontrollen oder Klassenarbeiten- geschehen. Anders als beispielsweise bei einem landeskundlichen Thema, ist es hier moglich Formen des „simple past“, aber auch die neu-vermittelten Vokabeln durch Reproduktion und leichten Transfer zu uberprufen.

4. Grobplanung

Zeitraum: 11. September - 22. September 2008 Wochenstunden: 6h Montag: 2h 7:30-8:15 und 8:20-9:05

Mittwoch: 2h 11:10-11:55 und 12:00-12:45 Donnerstag: 2h 9:20-10:05 und 10:10-10:55

Gesamtstunden: 10h Klasse: 6a

Buch: Green Line 2 (2006)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. Schwarz, Hellmut/ u.a.: Cornelsen English Grammar. GroBe Ausgabe. Berlin 2001, S. 45.

[2] Vgl. Schwarz (2001), S. 63.

[3] Vgl. Schwarz (2001), S. 41.

[4] Cowie, A.P. (Hrsg.): Oxford Advanced Learner’s Dictionary. Oxford 1989, S. 709.

[5] OALD (1989), S. 266.

[6] OALD (1989), S. 1372.

[7] OALD (1989), S. 392.

[8] Vgl. Rahmenrichtlinien Gymnasium Englisch. Schuljahrgange 5-12. Herausgegeben von: Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt. Magdeburg 2003, S. 39.

[9] Zu Modell Klafkis vgl. u.a. Kretschmer, Horst/ Stary, Joachim: Schulpraktikum. Eine Orientierungshilfe zum Lernen und Lehren. Berlin 1998, S. 60f.

Details

Seiten
39
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640357178
ISBN (Buch)
9783640357352
Dateigröße
631 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v128001
Institution / Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – Institut für fremdsprachliche Philologien
Note
1,5
Schlagworte
Blockpraktikumsbericht Englisch Simple Past Lehramt Englisch

Autor

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Titel: Blockpraktikumsbericht Englisch - Das Simple Past