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Die Vielfalt der Anlagezertifikate und ihre Bedeutung im Rahmen privater Finanzplanung

Seminararbeit 2008 23 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Marktdaten
1.2 Anteile am Zertifikatemarkt
1.3 Ziel der Arbeit

2 Grundlagen
2.1 Derivate allgemein
2.2 Zertifikate allgemein
2.3 Die grundlegende Idee
2.4 Underlying

3 Zertifikate aus Emittentensicht
3.1 Der Entstehungsprozess von Zertifikaten
3.2 Der Handel von Zertifikaten
3.3 Das Angebot an Zertifikaten
3.4 Kosten von Zertifikaten

4 Zertifikate unter der Lupe
4.1 Bonus-Zertifikate
4.1.1 Der Grundgedanke
4.1.2 Ausstattungsmerkmale von Bonus-Zertifikaten
4.1.3 Erläuterung anhand eines Beispiels
4.1.3.1 Szenario 1
4.1.3.2 Szenario 2
4.1.3.3 Szenario 3
4.1.4 Zusammenfassung
4.2 Partizipationszertifikate
4.2.1 Der Grundgedanke
4.2.2 Ausstattungsmerkmale von Partizipationszertifikaten
4.2.2.1 Index-Zertifikate
4.2.2.2 Rohstoff-Zertifikate
4.2.3 Zusammenfassung

5 Zertifikate im Rahmen privater Finanzplanung
5.1 Zertifikate vs. Fonds
5.2 Zertifikate und Abgeltungssteuer

6 Resümee

7 Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Anlagevolumen in Zertifikaten

Abb. 2 DAX-Renditen seit 1948 – Das DAI-Rendite Dreieck

Abb. 3 Ausschnitt des DAI-Rendite-Dreiecks

Abb. 4 Entstehung von strukturierten Produkten bei der HVB

Abb. 5 Bonus-Zertifikate Szenario 1

Abb. 6 Bonus-Zertifikate Szenario 2

Abb. 7 Bonus-Zertifikate Szenario 3

Abb. 8 Chart Performance-DAX vs. Kurs-DAX

Tabellenverzeichnis

Tab. 1 Diverse Zertifikate und ihre Emittenten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Einleitend möchte ich erstmal ein paar Zahlen und Fakten nennen, damit sich der Leser einen Überblick über die Situation verschaffen kann.

1.1 Marktdaten

Im vergangenen Jahr ist der Deutsche Markt für derivative Produkte, zu denen die Zertifikate gehören, um 17 Prozent gewachsen. Das von Privatanlegern investierte Kapital („Open Interest“) betrug, bei 13 Emittenten die an der Erhebung teilgenommen haben (unter anderem ABN Amro, BNP Paribas, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG), 94,6 Milliarden Euro[1].

Der „Deutsche Derivate Verband“ schätzt das Marktvolumen, aufgrund dieser Erhebung auf 135,1 Milliarden Euro[2].

Derzeit gibt es weit über 100.000 verschiedene Zertifikate[3].

1.2 Anteile am Zertifikatemarkt

Abb. 1: Anlagevolumen in Zertifikaten"

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: vgl. F.A.Z. (2007)"

1.3 Ziel der Arbeit

Zielsetzung dieser Ausarbeitung ist dem privaten Anleger einen Einblick in die unübersichtliche Welt der Zertifikate zu gewähren. Die Arbeit soll übersichtlich und anschaulich die Unterschiede von Zertifikaten, ihrer Funktionsweisen und der Bedeutung im Rahmen der privaten Finanzplanung darstellen.

Zunächst werden einige einleitende Informationen zu Zertifikaten behandelt um sie besser in die Welt der Anlageprodukte einordnen zu können. Danach soll detaillierter auf einzelne Zertifikatetypen eingegangen werden, was zur Bedeutung für die private Finanzplanung führt. Abschließend soll noch ein kurzer Einblick in die steuerliche Behandlung mit Blick auf die Einführung der Abgeltungssteuer am 01.01.2009 gegeben werden.

2 Grundlagen

Im folgenden Teil liefere ich allgemeine Informationen zu Zertifikaten.

2.1 Derivate allgemein

Unter dem Begriff derivative Finanzierungsinstrumente, kurz Derivate, ist eine Gruppe von Finanzierungsinstrumenten zusammengefasst, deren Bedeutung in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und immer weiter zunimmt[4].

Wichtige Beispiele für Derivate sind Optionen, Futures, Terminkontrakte, Swaps und Zertifikate.

Derivate sind keine eigenständigen Anlageinstrumente, sondern beziehen sich auf sogenannte Basisinstrumente. Diese Form der Abbildung nennt sich Underlying[5].

2.2 Zertifikate allgemein

Bei Zertifikaten handelt es sich rechtlich gesehen um Wertpapiere mit der Rechtsform einer Anleihe, beziehungsweise einer Schuldverschreibung, dass heißt, der Anleger erwirbt weder Aktien noch Fondsanteile, sondern leiht der Bank sein Geld und bekommt dafür ein Zertifikat[6].

Grob umrissen sind Zertifikate eine Mischung aus klassischem Wertpapier (Aktien, Anleihe, Fonds) und Optionsschein. Ob das Zertifikat dabei eher einem Wertpapier oder einem Optionsschein ähnelt hängt dabei stark von der individuellen Gestaltung des Produkts ab.

2.3 Zertifikate – Die Grundlegende Idee

Die Entstehung des Zertifikatemarktes war weitgehend unspektakulär und bescheiden. Als erste Bank emittierte die Dresdner Bank im Jahr 1990[7] ein Zertifikat bei dem es sich, wie im später folgenden Abschnitt erklärt, um ein sogenanntes Partizipationszertifikat handelte. Genauer gesagt war es ein Indexzertifikat was den Deutschen Aktienindex (DAX) abbilden sollte. Es ist kein Geheimnis, dass Anleger ihr Vermögen auf lange Sicht erfolgreicher vermehren können, wenn sie dauerhaft auf große Werte setzten, als wenn sie zum Beispiel ihr Geld in aktiv gemanagte Aktienfonds investieren. Für den einfachen Anleger, der nicht über das entsprechende Kapital verfügt, war es nicht möglich sich die Werte des DAX mit entsprechender Gewichtung (Beispiel: die Allianz Aktie ist im DAX mit 8,7 Prozent gewichtet[8], das heißt der Anleger müsste 8,7 Prozent seines Kapitals in Allianz-Aktien investieren) in sein Depot zu legen und so entstand die Idee, dem Investor auch schon mit geringem Kapitalaufwand die Chance auf diese Blue-Chip Strategien zu ermöglichen, die zu den Anfängen der Zertifikate führte.

Abb. 2: DAX-Renditen seit 1948 – Das DAI-Rendite-Dreieck

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutsches Aktieninstitut

Abb. 3: Ausschnitt des DAI-Rendite-Dreiecks (Renditen in Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutsches Aktieninstitut

2.4 Underlying

Die grundlegende Idee war also ein Underlying des Deutschen Aktienindex. Es werden aber nicht nur Aktien in einzelner Form oder in Form des gesamten Index abgebildet. Die Branche der Zertifikate entwickelt sich weiter und so werden mittlerweile auch Anleihen oder Rohstoffe zum Underlying gewählt.

3 Zertifikate aus Emittentensicht

Das Wort „Struktur“ kommt aus dem Lateinischen („structura“) und bedeutet so viel wie „Zusammenfügung“. Die Banken kombinieren also innerhalb eines Zertifikatemantels gezielt verschiedene Komponenten, was zu den verschiedenen Auszahlungsprofilen führt.

Die Banken beobachten natürlich genau die Märkte und prognostizieren kommende Erwartungen. So schaffen sie es ihre strukturierten Produkte immer zukunftsorientiert auszurichten. Egal ob die Märkte steigen, stagnieren oder gar rückläufig sind. Die Emittenten haben stets die passenden Finanzlösungen.

[...]


[1] Stand: 31.12.2007

[2] vgl. http://www.fmm-magazin.de

[3] vgl. http://www.focus.de/finanzen/boerse/zertifikate

[4] vgl. http://www.deutscher-derivate-verband.de

[5] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Zertifikat_(Wirtschaft)

[6] vgl. http://www.faz.net/s/RubA380567256D54...

[7] vgl. http://www.faz.net/s/RubA380567256D54...

[8] vgl. http://annualreport.allianz.com/ar05/sp/de/index.html?page=01.03.03

Details

Seiten
23
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640342945
Dateigröße
897 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v128131
Institution / Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Paderborn
Note
1,7
Schlagworte
Vielfalt Anlagezertifikate Bedeutung Rahmen Finanzplanung

Autor

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