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Vergleich zweier wissenschaftlicher Fachartikel zum Thema Innovationsmanagement

Erfolgsfaktoren von Innovationen

Wissenschaftliche Studie 2008 7 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1 Begriffsklärung
1.1 Marktorientierung
1.2 Ressourcenorientierung
1.3 Organisationales Lernen
1.4 Innovationserfolg

2 Kennzahlen zur Messung der Innovationskraft von Unternehmen

3 Vergleich der Methoden

4 Ausblick auf neue Entwicklungen

5 Resümee

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis:

Abb. 1 Dimensionen der Innovationskraft

Abb. 2 Der Innovationsprozess als Input-Output-Modell

Abb. 3 Bewertung der behandelten Kennzahlen und Kennzahlensysteme

Einleitung

Innovation – Motor unserer Wirtschaft oder nur ein schönes Modewort? Das Wörtchen Innovation ist allgegenwärtig und überall dort zu finden, wo sich Unternehmen in der Öffentlichkeit präsentieren. Laut Vahs/Burmester sind Innovationen „eine wesentliche Antriebskraft für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Fortentwicklung.“ […] Innovationen und dessen Management sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die langfristige Bestandssicherung von Unternehmen geworden.1 Wird Innovationsmanagement konsequent unter Berücksichtigung aller Aktivitäten des Wertschöpfungsprozesses bis hin zur Markteinführung, samt Personalmanagement, Organisation und Finanzierung betrieben, sollte sich der Innovationserfolg einstellen und mögliche Fehlschlagrisiken auf ein Minimum reduziert werden können. 2 Untersuchungen belegen allerdings, dass von 100 begonnenen F&E Projekten im Schnitt 88 letztendlich am technischen, marktlichen und wirtschaftlichen Risiko scheitern. 3 Der vorliegende Artikel soll untersuchen, anhand welcher Größen der Innovationserfolg von Unternehmen gemessen werden kann, um einen Vergleich mit anderen Unternehmen zu ermöglichen oder die Entwicklung der Innovationstätigkeit, Innovationsfähigkeit und der Innovationskraft eines Unternehmens darlegen zu können.

1 Begriffsklärung

1.1 Marktorientierung

Unter Marktorientierung wird eine Unternehmenskultur verstanden, die auf die optimale Befriedigung der aktuellen Marktbedürfnisse fokussiert ist um zufriedene Kunden zu schaffen und diese langfristig zu binden. 4

1.2 Ressourcenorientierung

Ressourcenorientierte Unternehmen streben nach stetiger Verbesserung der Technologien und der internen Prozesse, um daraus langfristige und kontinuierlich wachsende Gewinne zu generieren.

1.3 Organisationales Lernen

Organisationales Lernen fällt unter den Kompetenzbereich des Wissensmanagements und ist eine Unternehmenskultur, welche sich in 3 Ausprägungen im Unternehmen widerspiegelt:

1) Wert und Qualität, die dem Kunden durch Güter und Dienstleistungen geboten wird
2) Stetige Verbesserung der internen Prozesse und Abläufe
3) Konsequente Nutzung und stetige Optimierung der Ressourcen 5

1.4 Dimensionen der Innovationskraft

„Die Innovationskraft eines Unternehmens (vgl. Abb. 1) wird durch die drei Dimensionen Innovationsfähigkeit, Innovationstätigkeit sowie Innovationserfolg determiniert.“ 6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Dimensionen der Innovationskraft 7

Innovationsfähigkeit ist die Möglichkeit eines Unternehmens, latente Bedürfnisse zu erkennen und diese durch Nutzung aller möglichen internen und externen Ressourcen und Potenziale gut, schnell und effizient zu stillen. Innovationsfähigkeit ist die Voraussetzung für Innovationstätigkeit und Innovationserfolg. 8

„Innovationstätigkeit umfasst sämtliche Aktivitäten, die zur Erbringung einer Innovationsleistung im Laufe des Innovationsprozesses durchgeführt werden.“ 9

Innovationserfolg ist das Resultat der Innovationsfähigkeit und der Innovationstätigkeit. Unterschieden werden hierbei 3 Erfolgskriterien:

1) Technische
2) Ökonomische
3) Sonstige, z.B: soziale oder ökologische Verbesserungen 10

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Kennzahlen zur Messung der Innovationskraft von Unternehmen

Am Einfachsten lässt sich die Innovationskraft mittels ökonomischer Kennzahlen messen, da diese quantifizierbar sind. Dabei führen Helm/Kloyer/Nicklas eine Systematisierung nach der betrieblichen Wertschöpfung durch und unterscheiden folgende Kennzahlen: (vgl. Abb. 2).

- inputorientiert: F&E Budget und F&E Mitarbeiterquote
- prozessorientiert: Durchlaufzeit, Termineinhaltungsquote
- outputorientiert: Patente, Absatz und Umsatz mit Neuprodukten, Produktinnovationsrate 12

Angela Paladino hat im Zuge einer Umfrage in verschiedenen Unternehmen folgende 14 Erfolgsfaktoren ermittelt, die anschließend mittels deskriptiver Statistik, Multifaktorenanalyse und Korrelationsmatrix ausgewertet wurden:

1) Organisationskultur des Lernens, Wissensmanagement
2) Ressourcenorientierung
3) Marktorientierung
4) Finanzielle Leistungsfähigkeit: Rentabilität, Marktwachstum, ROI im Vergleich zum Mitbewerb
5) Produktqualität
6) Produkterfolg hinsichtlich Marktakzeptanz
7) Innovationskraft, F&E Quote, Patente
8) Customer Value, Image des Unternehmens
9) Gesamtperformance
10) Buyer Power: Mächtigkeit der Käufer, Preise zu Verhandeln
11) Supplier Power: Mächtigkeit der Zulieferer, dem Preisdruck zu widerstehen
12) Markteintrittsbarrieren
13) Bedrohung durch Substitution
14) Wettbewerbsumfeld, Stärke des Mitbewerbs 13

Das Ergebnis der Auswertung zeigt, dass starke Verfechter der Ressourcenorientierung behutsam vorgehen müssen, um Produktqualität zu erzielen. Sie werden am Markt als überlegen wahrgenommen und können ihre internen Prozesse und ihre Effizienz maximieren. Allerdings müssen Unternehmen mit Fokus auf Ressourcen auch besonders marktorientiert agieren, um die Bedürfnisse ihrer Kunden optimal zu befriedigen. Die Statistik belegt, dass finanzielle Performance, Produktqualität, Produkterfolg und Innovation in enger Beziehung zu Ressourcenorientierung stehen und Produktqualität, Innovation, Customer Value und Gesamtperformance in enger Beziehung zu Marktorientierung stehen. 14

Marktorientierung wird vor allem endkundenintensiven Branchen und Industrien empfohlen, sowie für Servicedienstleistungen, da sie direkte Kundenbedürfnisse in einem hohen Ausmaß befriedigen müssen. Ressourcenorientierung hingegen erzielte die besten Resultate im Business to Business Bereich und im Industriegütermarketing da in diesen Bereichen stabile Kundenbedürfnisse vorherrschen und es wichtiger ist, gezielt Wissen aus der gesamten Wertschöpfungskette zu generieren, vom Zulieferer bis zum Abnehmer. 15

[...]


1 vgl. Vahs/Burmester (2005): S. VII

2 vgl. Vahs/Burmester (2005): S. 47-49

3 vgl. Vahs/Burmester (2005): S. 74; Nieschlag/Dichtl/Hörschgen (1997): S. 262; Commes/Lienert (1983): S. 349

4 vgl. Paladino (2007): S. 535

5 vgl. Paladino (2007): S. 536

6,7,8 vgl. Helm/Kloyer/Nicklas (2006): S. 555

9,11 vgl. Helm/Kloyer/Nicklas (2006): S. 556

10 vgl. Helm/Kloyer/Nicklas (2006): S. 556; ähnlich: Vahs/Burmester (2005): S. 373-374

12 vgl. Helm/Kloyer/Nicklas (2006): S. 556-557

13 vgl. Paladino (2007): S. 541

14 vgl. Paladino (2007): S. 548

15 vgl. Paladino (2007): S. 549

Details

Seiten
7
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640348923
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v128502
Institution / Hochschule
HTL Wels
Note
Sehr gut
Schlagworte
Vergleich Fachartikel Thema Innovationsmanagement Erfolgsfaktoren Innovationen Sehr

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Titel: Vergleich zweier wissenschaftlicher Fachartikel zum Thema Innovationsmanagement