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Erfolgreiche Transition vom Kindergarten zur Grundschule. Erziehungspartnerschaft als wichtiger Bestandteil

©2021 Hausarbeit 18 Seiten

Zusammenfassung

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema „Elternarbeit“ und „Erziehungspartnerschaft“, insbesondere mit der Transition vom Kindergarten zur Grundschule, auseinander. Zu Beginn der Arbeit wird die Elternarbeit näher erläutert. Zusätzlich zu ihrer Definition, und wieso man heutzutage eher Erziehungspartnerschaft sagt, werden die rechtlichen Grundlagen und die Ziele ausgearbeitet. Nachfolgend geht es um die Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft. Hier wird ebenfalls eine Definition verfasst und die Ziele wiedergegeben. Die Ziele der Elternarbeit setzen sich fast gleich mit den Zielen der Erziehungspartnerschaft. Nur ein paar wenige unterscheiden sich voneinander. Das obige Zitat beschreibt sehr gut, was der Begriff Erziehungspartnerschaft aussagen möchte. Diese Partnerschaft findet nicht nur zwischen Kita und den Eltern statt, sondern auch zwischen den Eltern und der Schule.
Im Mittelteil der Arbeit geht es um die Transition vom Kindergarten zur Grundschule. Der Transitionsbegriff wird erklärt und auch hier werden die Ziele aufgezeigt. Es wird erläutert, wie der Kindergarten mit der Grundschule, und andersrum, kooperiert und wie ein Übergang von Kita zu Grundschule gestaltet wird. Zusätzlich werden die Kernaufgaben der pädagogischen Fachkräfte in einer Einrichtung erläutert. Es sollte vor allem darauf geachtet werden, dass Kinder, die bei einer Transition mehr Hilfestellung brauchen, nicht allein gelassen werden und auch die Eltern gut unterstützt werden. Im letzten Teil wird die Elternarbeit während der Transition dargelegt. Hier gibt es hemmende und fördernde Faktoren der Elternarbeit. Außerdem wird auf alle Formen und Methoden der Elternarbeit hingewiesen.

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Elternarbeit
2.1. Begriffserklärung Elternarbeit
2.2. Rechtliche Grundlagen
2.3. Ziele der Elternarbeit
2.4. Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft

3. Transition vom Kindergarten zur Grundschule
3.1. Begriffserklärung und Zielsetzung Transition
3.2. Kernaufgaben der pädagogischen Fachkräfte und der Lehrkräfte
3.3. Die Übergangsgestaltung

4. Übergangsgestaltung zwischen Elternhaus und Schule
4.1. Fördernde und hemmende Faktoren in der Elternarbeit
4.2. Formen der Elternarbeit

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Eigenständigkeitserklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Erziehungspartnerschaft als Bindeglied zwischen zwei sozialen Systemen

Abbildung 2: Ziele einer Erziehungspartnerschaft

1. Einleitung

„Der Begriff Erziehungspartnerschaft ist zunächst in der Elementar- und Kindergartenpädagogik aufgetaucht. Damit sollte die enge Kooperation von Kindertagesstätten mit den Eltern, aber auch bereits die Partnerschaft mit den Schulen abgebildet werden“ (Stange 2012, S. 12).

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema „Elternarbeit“ und „Erziehungspartnerschaft“, insbesondere mit der Transition vom Kindergarten zur Grundschule, auseinander. Zu Beginn der Arbeit wird die Elternarbeit näher erläutert. Zusätzlich zu ihrer Definition, und wieso man heutzutage eher Erziehungspartnerschaft sagt, werden die rechtlichen Grundlagen und die Ziele ausgearbeitet. Nachfolgend geht es um die Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft. Hier wird ebenfalls eine Definition verfasst und die Ziele wiedergegeben. Die Ziele der Elternarbeit setzen sich fast gleich mit den Zielen der Erziehungspartnerschaft. Nur ein paar wenige unterscheiden sich voneinander. Das obige Zitat beschreibt sehr gut, was der Begriff Erziehungspartnerschaft aussagen möchte. Diese Partnerschaft findet nicht nur zwischen Kita und den Eltern statt, sondern auch zwischen den Eltern und der Schule. Im Mittelteil der Arbeit geht es um die Transition vom Kindergarten zur Grundschule. Der Transitionsbegriff wird erklärt und auch hier werden die Ziele aufgezeigt. Es wird erläutert, wie der Kindergarten mit der Grundschule, und andersrum, kooperiert und wie ein Übergang von Kita zu Grundschule gestaltet wird. Zusätzlich werden die Kernaufgaben der pädagogischen Fachkräfte in einer Einrichtung erläutert. Es sollte vor allem darauf geachtet werden, dass Kinder, die bei einer Transition mehr Hilfestellung brauchen, nicht allein gelassen werden und auch die Eltern gut unterstützt werden. Im letzten Teil wird die Elternarbeit während der Transition dargelegt. Hier gibt es hemmende und fördernde Faktoren der Elternarbeit. Außerdem wird auf alle Formen und Methoden der Elternarbeit hingewiesen.

2. Elternarbeit

2.1. Begriffserklärung Elternarbeit

„Elternarbeit ist zu verstehen als eine Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften einer pädagogischen Einrichtung und den Eltern“ (Dusolt 2008, S. 11).

Das obige Zitat beschreibt im Allgemeinen was Elternarbeit eigentlich ist. Eine solche Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften besteht nicht nur bei Elterngesprächen, sondern auch bei Festen wie Weihnachten oder Sommerfesten. Außerdem sind bei der Elternarbeit nicht nur die Eltern involviert, sondern auch bestimmte Bezugspersonen des Kindes (vgl. Dusolt 2008, S. 11). Die pädagogischen Fachkräfte und Eltern sollen zwar gut zusammenarbeiten, allerdings ist es wichtig zu klären, dass jede Partei für bestimmte Punkte zuständig ist. Laut Dusolt (2008, S. 12) kennen sowohl die Eltern, als auch die pädagogischen Fachkräfte das Kind sehr gut. Jedoch sind beide Parteien für unterschiedliche, wesentliche Punkte verantwortlich und Experten. Insbesondere sind die Eltern Experten für:

- „den soziokulturellen Hintergrund der Familie,
- die Biografien der Herkunftsfamilien,
- die Biografie des Kindes,
- die Rolle des Kindes im familiären System,
- das Kind als Bestandteil der elterlichen Identität,
- die aktuellen familiären Lebensbedingungen“

(Dusolt 2008, S. 12).

Die Erzieher und Erzieherinnen wissen demnach zufolge über das pädagogische Fachwissen bescheid und wie man mit Kindern in der Gruppe umgeht (vgl. Dusolt 2008, S. 13). Damit die pädagogischen Fachkräfte verstehen, wieso zum Beispiel das Kind sich heute anders in der Gruppe verhält als gestern, ist es sehr wichtig, sich täglich mit den Eltern auszutauschen (vgl. Dusolt 2008, S. 13). Dusolt (2008, S. 11) spricht ganz allgemein von zwei sozialen Systemen, in denen sich jedes Kind befindet. Zum einen gibt es das soziale System der Familie und zum anderen das der Tagesstätte. Es ist besonders von Bedeutung, dass diese zwei sozialen zusammen in Verbindung stehen, um dem Kind die bestmögliche Förderung zu geben (vgl. Dusolt 2008, S. 13). Die zwei Systeme werden in folgender Grafik verdeutlicht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Erziehungspartnerschaft als Bindeglied zwischen zwei sozialen Systemen (Dusolt 2008, S. 14)

2.2. Rechtliche Grundlagen

In Deutschland ist die Elternarbeit klar gesetzlich geregelt. Dafür gibt es im Grundgesetz bestimmte Artikel und im Sozialgesetzbuch VIII verschiedene Paragrafen (vgl. Bernitzke 2014, S. 30).

„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft“ (vgl. Bernitzke 2014, S. 30f.)

Dieses Recht bzw. Gesetz ist sozusagen die Grundlage für eine unterstützende Förderung für alle Eltern in ganz Deutschland (vgl. Roth 2014, S. 58). Außerdem findet man dieses Gesetz sowohl in Artikel 6 GG Abs. 2 als auch in § 1 Abs. 2 SGB VIII. Außerdem gibt es in Artikel 6 GG Abs. 1 das Recht, dass Ehen und Familien unter besonderem Schutz stehen und dass Kinder nur aufgrund eines Gesetzes, „wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen“ (Bernitzke 2014, S. 30) aus der Familie genommen werden dürfen (vgl. Bernitzke 2014, S. 30).

Das achte Sozialgesetzbuch, indem es um die Kinder- und Jugendhilfe geht, besteht aus elf Kapiteln. Wichtig für das Thema Elternarbeit ist der § 1 Abs. 2 SGB VIII, welcher auch in Artikel 6 Abs. 2 GG geschrieben steht (vgl. Bernitzke 2014, S. 31). Der § 16 Abs. 2 SGB VIII ist ebenfalls wichtig. In diesem Paragrafen geht es um die „Leistungen zur Förderung der Erziehung in der Familie“ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) 2020, S. 81). In Kapitel zwei des SGB VIII steht im dritten Abschnitt, Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege, der § 22 geschrieben. Dieser Paragraf, der da lautet „Grundsätze der Förderung“ ist besonders elementar für die Elternarbeit in Kindertageseinrichtungen. Ganz besonders wichtig sind § 22 Abs. 1, 2 und 3 SGB VIII. Sie legen fest, was Tageseinrichtungen grundsätzlich sind und dass der Förderauftrag die Erziehung, Bildung und die Betreuung jedes einzelnen Kindes betrifft (vgl. BMFSFJ 2020, S. 84f.). § 22 Abs. 2 lautet wie folgt:

„(2) Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen

1. die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern,
2. die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen,
3. den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können“ (BMFSFJ 2020, S. 85).

Ebenfalls wichtig für die Elternarbeit und die Unterstützung zur Förderung der Kinder ist der § 22a SGB VIII. In diesem Paragrafen ist die Förderung der Tageseinrichtung festgelegt. Insbesondere geht es in § 22a Abs. 2 um die Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte und den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten (vgl. BMFSFJ 2020, S. 85). Zum Schluss ist es noch wichtig den § 24 SGB VIII zu kennen. Dieser setzt den Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege voraus. Vor allem in § 24 Abs. 3 SGB VIII wird dieser Anspruch geregelt (vgl. BMFSFJ 2020, S. 87).

„(3) Ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben darauf hinzuwirken, dass für diese Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen zur Verfügung steht. Das Kind kann bei besonderem Bedarf oder ergänzend auch in Kindertagespflege gefördert werden“ (BMFSFJ 2020, S. 87).

Zusätzlich zu den Artikeln im Grundgesetz und den Paragrafen im achten Sozialgesetzbuch gibt es in jedem Bundesland verschiedene Landesgesetze. So kann jedes Bundesland die Elternarbeit separat gesetzlich festlegen (vgl. Bernitzke 2014, S. 32). So steht beispielsweise im Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG), im Artikel 14 BayKiBiG die Zusammenarbeit der Kindertagseinrichtung mit den Eltern geschrieben. Die wesentlichen Punkte dieses Artikel sind zum einen die partnerschaftliche Zusammenarbeit, wenn es um die Bildung, Erziehung und die Betreuung der Kinder geht und zum anderen der Informationsaustausch zwischen Eltern und Erziehern und Erzieherinnen (vgl. Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialforschung, Familie und Frauen 2005, S. 20).

2.3. Ziele der Elternarbeit

Im Folgenden werden einige Ziele nach Bernitzke (2014, S. 19ff.) aufgezählt und anschließend beschrieben.

- „Stärkung der Erziehungs- und Bildungskompetenz […]
- Besseres Verständnis des Kindes […]
- Transparenz der Arbeit in der Einrichtung […]
- Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung […]
- Abstimmung des Erziehungshandelns von Eltern und Erzieherinnen […]
- Konfliktvermeidung […]
- Elternarbeit zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrags […]
- Integration der Einrichtung in das Gemeinwesen […]
- Mitbestimmung, Mitverantwortung, Beteiligung […]
- Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieherinnen […]

(Bernitzke 2014, S. 19-22).

Mit einer der wichtigsten Ziele der Elternarbeit ist das bessere Verständnis des Kindes. Durch das gute Verständnis des Kindes wissen sowohl die pädagogischen Fachkräfte, wie die Erziehung zuhause läuft, aber auch die Eltern wissen über die Erziehung in der Kindertageseinrichtung Bescheid (vgl. Bernitzke 2014, S. 19). Durch eine gelungene Elternarbeit wird die Erziehungs- und Bildungskompetenz gestärkt, zusätzlich entsteht eine vertrauensvolle Beziehung zwischen allen Bezugspersonen des Kindes (vgl. Bernitzke 2014, S. 19). Ein weiteres Ziel ist das Erfüllen eines gesetzlichen Auftrags, denn alle pädagogischen Fachkräfte sind zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten verpflichtet. Durch die Elternarbeit sollen Eltern bzw. Bezugspersonen der Kinder mit in alle Entscheidungen der Kindertageseinrichtungen integriert werden (vgl. Bernitzke 2014, S. 20). Um Kindern eine bestmögliche Erziehung zu ermöglichen, ist es wichtig, die Interessen und Wünsche der Eltern zu kennen und Konflikte zu vermeiden (vgl. Bernitzke 2014, S. 20f.).

Das wichtigste und größte Ziel der Elternarbeit ist allerdings der Informationsaustausch zwischen den Eltern und den pädagogischen Fachkräften. Jedes einzelne aufgezählte Ziel kann nur durch eine gelungene Kommunikation entstehen (vgl. Bernitzke 2014, S. 21). Es ist wichtig, Elterngespräche zu führen, damit „auf diese Weise die Entwicklung des Kindes umfassend erfasst und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig erkannt werden“ (Bernitzke 2014, S. 21).

2.4. Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft

Heutzutage spricht man weniger von Elternarbeit, aber dafür mehr von Erziehungspartnerschaft. Meist verwendet man den Begriff Erziehungs- und Bildungspartnerschaft gleichzeitig, da es nicht nur um die Erziehung der Kinder geht, sondern auch um deren Bildung. Bei der herkömmlichen Elternarbeit ging es oft nur um neue Informationen, wie Termine oder allgemeine organisatorische Dinge (vgl. Roth 2014, S. 16).

„In diesem Sinne war traditionelle Elternarbeit über lange Zeit tatsächlich ein Stiefkind der Pädagogik“ (Roth 2014, S. 16).

Bei der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft spielt der Begriff Partnerschaft eine sehr große und wichtige Rolle. Bei einer Partnerschaft sollen alle Beteiligten Personen auf Augenhöhe betrachtet und gleichgesellt werden (vgl. Viernickel (2009) zitiert nach Roth 2014, S. 16). Drei wichtige Grundsätze der Partnerschaft sind

- „fair miteinander umzugehen,
- Vertrauen zueinander zu haben,
- sich der gemeinsamen Verantwortung bewusst sein“

(Roth 2014, S. 17).

Auf der nachfolgenden Grafik sind einige Ziele der Erziehungspartnerschaft zu erkennen. Bestimmte Ziele, wie die Mitbestimmung und Mitarbeit oder die Integration der Eltern in den pädagogischen Alltag, sind gleichzeitig auch Ziele der allgemeinen Elternarbeit. Auch der Informationsaustausch wird ebenso, wie bei der Elternarbeit, bei der Erziehungspartnerschaft groß geschrieben. Einige Ziele sind neu, aber im Allgemeinen sind sich die meisten sehr ähnlich (vgl. Böcher 2010, S. 614).

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Details

Seiten
18
Jahr
2021
ISBN (PDF)
9783346745347
ISBN (Paperback)
9783346745354
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Erscheinungsdatum
2022 (Oktober)
Note
1,3
Schlagworte
erfolgreiche transition kindergarten grundschule erziehungspartnerschaft bestandteil
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