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Der Konflikt. Seine Arten, seine Stufen und wie er durch Kommunikation gelöst werden kann

©2021 Hausarbeit 22 Seiten

Zusammenfassung

Die Hausarbeit setzt sich mit dem Thema Konflikte, insbesondere mit der Konfliktlösung durch gelingende bzw. gewaltfreie Kommunikation, auseinander. Jede*r von uns kann sagen, was ein Konflikt ist, da sicher jede*r schon einmal einen solchen hatte. Sei es mit dem Partner oder der Partnerin oder aber auch in der Arbeit. Man spricht von Konflikten, wenn es um Meinungsverschiedenheiten geht, aber auch wenn ein Streit eskaliert.

In der Studienarbeit wird erläutert, was genau ein Konflikt ist und auf welche Arten dieser entstehen kann. Es werden die fünf Konfliktarten nach Moore aufgezählt, genau erläutert und mit Beispielen versehen. Zusätzlich zu den fünf Konfliktarten werden die neun Stufen einer Konflikteskalation nach Glasl erklärt. Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, was eine gelungene Kommunikation ist und wie diese Kommunikation als Konfliktlösung dient. Hierzu gibt es die gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg und die GORVENA-Methode. Zum Schluss wird das Konfliktgespräch dargelegt. Zusätzlich werden noch Gesprächstechniken ausgearbeitet, die in einem solchen Konfliktgespräch hilfreich sein können. Zu diesen Gesprächstechniken gehören das aktive Zuhören, das Paraphrasieren, die Ich-Botschaften, der Perspektivenwechsel und das Feedback.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung „Konflikt“ und seine Entstehung

3. Konfliktarten und Eskalationsstufen
3.1. Die Konfliktarten nach Moore
3.2. Die neun Stufen eines Konfliktes nach Glasl

4. Konfliktlösung durch gelingende Kommunikation
4.1. Die gelungene Kommunikation
4.2. Kommunikation als Konfliktlösung

5. Konfliktgespräche und Gesprächstechniken
5.1. Begriffserklärung „Konfliktgespräch“
5.2. Die Gesprächstechniken
5.2.1. Begriffserklärung „Gesprächstechnik“
5.2.2. Aktives Zuhören
5.2.3. Paraphrasieren
5.2.4. Ich-Botschaften
5.2.5. Perspektivenwechsel
5.2.6. Feedback

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Konflikttypen nach Moore

Abbildung 2: Eskalationsstufen eines Konfliktes nach Glasl

Abbildung 3: Sender-Empfänger-Modell

1. Einleitung

„Ein sozialer Konflikt ist ein alltägliches Ereignis, das auch sonst in den meisten sozialen Beziehungen anzutreffen ist. Dennoch ist es sehr schwer, eine allgemein anerkannte Begriffsbestimmung zu finden“ (Rüttinger / Sauer 2016, S. 5).

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema „Konflikte“, insbesondere mit der Konfliktlösung durch gelingende bzw. gewaltfreie Kommunikation, auseinander. Jede*r von uns kann sagen, was ein Konflikt ist, da sicher jede*r schon einmal einen solchen hatte. Sei es mit dem Partner oder der Partnerin oder aber auch in der Arbeit. Man spricht von Konflikte, wenn es um Meinungsverschiedenheiten geht, aber auch wenn ein Streit eskaliert. In der Studienarbeit wird erläutert, was genau ein Konflikt ist und auf welche Arten dieser entstehen kann. Es werden die fünf Konfliktarten nach Moore aufgezählt, genau erläutert und mit Beispielen versehen. Zusätzlich zu den fünf Konfliktarten werden die neun Stufen einer Konflikteskalation nach Glasl erklärt. Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, was eine gelungene Kommunikation ist und wie diese Kommunikation als Konfliktlösung dient. Hierzu gibt es die gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg und die GORVENA-Methode. Zum Schluss wird das Konfliktgespräch dargelegt. Zusätzlich werden noch Gesprächstechniken ausgearbeitet, die in einem solchen Konfliktgespräch hilfreich sein können. Zu diesen Gesprächstechniken gehören das aktive Zuhören, das Paraphrasieren, die Ich-Botschaften, der Perspektivenwechsel und das Feedback.

2. Begriffserklärung „Konflikt“ und seine Entstehung

„Unter einem Konflikt ist im ursprünglichen Sinne, abgeleitet vom lateinischen Wort „confligere“, ein Zusammenstoßen, Aneinandergeraten oder Kämpfen zu verstehen. Es entwickeln sich hierbei Störungen zwischen mindestens zwei Personen, die die gewöhnlichen Abläufe belasten“ (Kelch (2009) zitiert nach Hohmann 2018, S. 4 ).

Dem obigen Zitat kann man entnehmen, dass überall Konflikte entstehen. Sei es ein Streit zwischen Freunden oder ein Streit in der Politik (vgl. Tries / Reinhardt 2008, S. 26). Allerdings unterscheidet man zwischen sozialen und psychischen Konflikten und materiellen Konflikten. „Wenn materielle Objekte zusammenstoßen (z.B. Autos), dann nennt man das nicht Konflikt, sondern Unfall“ (Simon 2018, S. 11). Ein Synonym, welches für den Begriff Konflikt verwendet wird, ist der Begriff Kampf (vgl. Bonacker (2002) / Schwarz (2001) zitiert nach Proksch 2014, S. 2). Es geht also meistens eher um einen interpersonalen Konflikt. Das bedeutet, wenn es einen Konflikt gibt, besteht er immer zwischen mindestens zwei Personen. Hierzu müssen drei Punkte erfüllt werden, damit man von einem Konflikt sprechen kann.

„Ein Konflikt zwischen mindestens zwei Menschen liegt vor, wenn

- zumindest zwei Personen oder Gruppen in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis (Interdependenz) zueinander stehen.
- für keine der Personen oder Gruppen eine attraktive Alternative besteht, die bestehende Beziehung zu verlassen.
- zumindest eine Person/Gruppe ein Ziel verfolgt, das mit dem Ziel zumindest einer anderen Person unvereinbar ist“
(Tries / Reinhardt 2008 , S. 30).

Nach Mayer (2019, S. 31) unterscheidet man Konflikte auch zwischen heißem und kaltem Konflikt. Bei einem heißen Konflikt geht es darum, dass eine rege Konversation stattfindet und jede Partei seine Meinung durchsetzen möchte (vgl. Mayer 2019, S. 31). Der kalte Konflikt zeichnet sich durch weniger aufwühlende Diskussion aus. Hier werden der Sarkasmus und der Zynismus eingesetzt. Oftmals werden sich auch Beleidigungen an den Kopf geworfen. Tiefere Gefühle werden, im Gegensatz zum heißem Konflikt, nicht ausgetragen (vgl. Mayer 2019, S. 32). Außerdem kann man von einem echten und einem verschobenen Konflikt sprechen. Wie der echte Konflikt schon sagt, ist er echt. Zusätzlich kann man Konflikte auf Gegenstände oder Parteien verschieben. Bei einem verschobenen Konflikt wird das Gespräch zur Konfliktlösung aufgeschoben (vgl. Rüttinger / Sauer 2016, S. 17). Die meisten Konflikte werden negativ verstanden, allerdings kann man auch etwas Positives aus einem Konflikt ziehen. Nach Widuelle (2020, S. 227) gibt es „zwölf gute Gründe, aus Konflikten zu lernen“. Positives, dass man in Konflikten sehen kann, ist zum einen der Zusammenhalt zwischen den zwei Konfliktparteien, der gestärkt wird und zum anderen lernt man sich und seinen Gegenüber besser kennen (vgl. Widuelle 2020, S. 277). „Konflikte machen problembewusst, stärken den Willen zur Veränderung [und] erzeugen den notwendigen Druck, Probleme aktiv anzugehen“ (Widuelle 2020, S. 277).

Konflikte entstehen meist durch eine Mischung aus bestimmten Faktoren (vgl. Tries / Reinhardt 2008, S. 33). Es reicht aus, wenn zwei Personen eine unterschiedliche Meinung vertreten (vgl. Hohmann 2018, S. 10). Damit ein Konflikt entsteht, gibt es außerdem fünf Merkmale, die dazu beitragen:

- „Gegensätzliche Interessen
- Seelische Befindlichkeit
- Perzeptionen: Wahrnehmungen, Gedanken, Verhalten
- Einseitige Sichtweisen und Positionsverharrung
- Einseitige Handlungen und Kampf um die Positionen“
(Glasl (2013) zitiert nach Mayer 2019, S. 27).

Konflikte sind meist unvermeidbar. Allerdings können sie durch bestimmte Punkte, wie ein Konfliktgespräch gelöst werden (vgl. Müller-Fohrbrodt 1999, S. 18). Wenn keiner der Konfliktparteien laut ausspricht, dass ein Konflikt vorliegt, ist dieser nicht gleich sichtbar. Anders kann man sie erkennen, wenn sich die Personen zurückziehen, nicht mehr miteinander reden und sich aus dem Weg gehen (vgl. Proksch 2014, S. 3). Oft entstehen Konflikte nicht zufällig oder spontan, sondern es gibt eine sogenannte Vorgeschichte. Aus dieser Vorgeschichte können dann die Konflikte entstehen (vgl. Tries / Reinhardt 2008, S. 33). Laut Tries und Reinhardt (2008, S. 34) gibt es „potenzielle Konfliktquellen“. Mit diesen Quellen ist es wahrscheinlicher, dass Konflikte entstehen. Sie können zum einen durch eine Veränderung der eigenen oder anderen Person entstehen oder durch „Kognitiv-kommunikative Asynchronität“ (Tries / Reinhardt 2008, S. 34).

3. Konfliktarten und Eskalationsstufen

3.1. Die Konfliktarten nach Moore

Nach Moore gibt es fünf verschiedene Konfliktarten oder Konflikttypen. Bei diesen Konfliktarten kommt es nicht selten vor, dass sie gemeinsam betrachtet werden und sich häufig überschneiden. So hat jeder Konflikttyp Einfluss, auch wenn er gering ist, auf einen anderen Typen (vgl. Mayer 2019, S. 43).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Konflikttypen nach Moore (Mayer 2008, S. 43)

Es gibt den Sachverhaltskonflikt, den Interessenskonflikt, den Wertekonflikt, den Beziehungskonflikt und den Strukturkonflikt (vgl. Proksch 2014, S. 5).

Im Interessenskonflikt geht es, wie der Name schon sagt, um die Interessen einzelner Personen. Es ist wichtig, sich klarzumachen wer welche Interessen verfolgt (vgl. Proksch 2014, S. 5f.). Zusätzlich sollte es aber nicht darum gehen, welche Interessen oder Bedürfnisse mehr Gewichtung haben. Außerdem ist es wichtig „Meinungen und Ressourcen [zu] erweitern“ (Mayer 2008, S. 45). Am Ende sollte man eine Lösung finden, die die Interessen beider oder aller Beteiligten stillt (vgl. Mayer 2008, S. 45).

Ein selbstüberlegtes Beispiel für einen Interessenskonflikt wäre folgendes: Anna und Lena haben sich zum Mittagessen in der Stadt verabredet. Anna ist davon ausgegangen, dass die beiden Burger zu Mittag essen, da sie das schon immer machen. Lena möchte aber einen Salat essen, weil sie sich seit neuestem gesund ernähren will. Nach einer ausgiebigen Diskussion sind die beiden Freundinnen zu dem Entschluss gekommen, ein Restaurant zu suchen, dass Burger und Salate anbieten. So hat jeder der beiden Parteien seine Interessen durchgesetzt.

Sachverhaltskonflikte sind Konflikte, bei denen die Konfliktparteien unterschiedliche Meinungen durch fehlende oder falsche Informationen haben (vgl. Proksch 2014, S. 5). Wichtige Punkte die nach Mayer (2008, S. 44) beachtet werden sollen sind:

- „Gemeinsames Verständnis über Wichtigkeit der Sachverhalte aufbauen
- Verständigung über Datensammlungsprozess erlangen
- Kriterien entwickeln zur Datenüberprüfung
- Dritt-Parteien einsetzen, um Außenposition zu hören“
(Mayer 2008, S. 44).

Ein selbstüberlegtes Beispiel wäre folgendes: Paul ist Raucher, dagegen ist sein Freund Nils gegen das Rauchen. Er sagt, es ist gesundheitsschädlich und das Rauchen verkürzt das Leben. Paul ist der Meinung, man stirbt so und so irgendwann, ob früher oder später. Um diesen Konflikt aus der Welt zu schaffen, holen sie eine Freundin hinzu. Sie einigen sich darauf, mehr Informationen einzuholen und sich dann noch einmal zu treffen.

Bei den Beziehungskonflikten ist der Hauptteil, wie auch hier der Name sagt, die Beziehung. Hierbei geht es um Gefühle und Missverständnisse. Angst oder auch Neid spielen hier eine große Rolle. Es ist wichtig, dass die Gefühle beider Parteien genügend Raum bekommen (vgl. Proksch 2014, S. 6). Außerdem sollte jede*r eine Chance bekommen, auszusprechen, was ihn*sie bewegt (vgl. Mayer 2008, S. 44).

Hier würde ein selbst ausgedachtes Beispiel lauten: Julia ist eine sehr pünktliche Person und erscheint immer rechtzeitig zu ihren Verabredungen mit Finn. Allerdings ist Finn dagegen immer unpünktlich und kommt mindestens fünfzehn Minuten zu spät zu ihren Treffen. Julia ist genervt, da sie es als unhöflich empfindet, andere warten zu lassen. Aufgrund der Unpünktlichkeit streiten die beiden immer häufiger und so entsteht ein Beziehungskonflikt. Um diesen zu lösen, müssen beide offen über ihre Gefühle sprechen und Verbesserungsvorschläge miteinbringen. Finn könnte beispielsweise versuchen pünktlicher zu sein oder die beiden verabreden sich später.

Der vorletzte Konflikt ist der Wertekonflikt. Bei den Wertekonflikten geht es um unterschiedliche Ansichten der Wertvorstellung. Auch hier ist der Konfliktpunkt, dass zwei Parteien unterschiedliche Meinungen haben (vgl. Proksch 2014, S. 6). Um einen Wertekonflikt zu lösen, sollten beide Konfliktparteien sich auf „eine gemeinsame Wertebasis“ (Proksch 2014, S. 6) zu einigen. Sie sollten ein gemeinsames Ziel finden und „versuchen, Wertedifferenzen zu konkretisieren und Beispiele zu geben“ (Mayer 2008, S. 46).

Ein selbstüberlegtes Beispiel wäre folgendes: Laura und Nina sind beide christlich aufgewachsen. Im Religionsunterricht kündigt die Lehrerin an, dass sie nächste Woche etwas über die anderen Weltreligionen lernen. Nina ist sehr interessiert und freut sich auf die Unterrichtsstunde. Laura dagegen ist etwas skeptisch, da sie eine andere Meinung gegenüber anderen Religionen hat als Nina. Laura findet nur ihre Religion wichtig. Es entsteht ein Wertekonflikt und Nina schlägt vor, die nächste Stunde abzuwarten, sodass sich Laura aber auch Nina nähere Informationen einholen können.

Der letzte Konflikt ist der Strukturkonflikt. Bei diesen Konflikten gibt es immer ein Spannungsfeld zwischen den zwei Konfliktparteien. Außerdem wird der Strukturkonflikt meist nicht vollständig gelöst bzw. geklärt. Es wird nur darauf geachtet, die Spannungssituation zu verringern (vgl. Proksch 2014, S. 6f.). Dieser Konflikt entsteht, wenn die eine Person eine unterschiedliche Machtposition hat als die andere (vgl. Mayer 2008, S. 45).

„Diese Konfliktform unterscheidet sich von den anderen Konfliktarten dadurch, dass sie nicht auf Differenzen zwischen Personen, sondern zwischen strukturellen Gegebenheiten zurückzuführen ist“ (Proksch 2014, S. 6).

Das wäre ein selbstüberlegtes Beispiel: Felix und Simone gehen in dieselbe Klasse. Felix ist in Mathematik besser als Simone, dennoch bekommt das Mädchen stets eine bessere Note als der Junge. Das liegt vermutlich an ihrem Lehrer. Herr Meier, der Lehrer, ist nämlich ein Freund von Simones Eltern. Jeder in der Klasse weiß, dass Simone bevorzugt wird, aber Herr Meier hat eine andere Machtposition als die Schüler. Das einzige was die Schüler tun können, ist zum Chef von Herrn Maier zu gehen. Da dieser wiederum mehr Macht hat als der Lehrer.

3.2. Die neun Stufen eines Konfliktes nach Glasl

Die neun Stufen eines Konfliktes nennt Glasl auch Eskalationsstufen. Wenn der Konflikt eskaliert, also die Eskalation steigt, dann verringern sich die Mittel den Konflikt zu lösen (vgl. Ahl 2019, S. 123). Das Modell soll helfen die Eskalationen besser zu verstehen (vgl. Rosner / Winheller 2019, S. 132). Auf der nachfolgenden Abbildung werden die neun Stufen dargestellt und im Weiteren erläutert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 : Eskalationsstufen eines Konfliktes nach Glasl (Ahl 2019, S. 124)

Wie man auf der Abbildung gut erkennen kann werden die neun Stufen noch einmal in drei Phasen eingeteilt. Die ersten drei Stufen gehören einer Win-win-Situation an. Bei den ersten drei Stufen geht es eher um kleine Meinungsverschiedenheiten, die daraufhin zu einem Konflikt führen, aber noch nicht eskalieren. Die Stufen vier, fünf und sechs gehören einer win-lose-Situation an und wie der Name sagt, gibt es eine*n Verlierer*in und eine*n Gewinner*in. Es geht darum als Sieger*in aus dem Konflikt hinauszugehen. Die Stufen sieben, acht und neun sind eine lose-lose-Situation (vgl. Ahl 2019, S. 123f.).

Die erste Stufe heißt Verhärtung. Auf dieser Stufe werden aus verschiedenen Meinungen feste Standpunkte des jeweils anderen (vgl. Rosner / Winheller 2019, S. 132). Die Standpunkte der anderen Konfliktpartei werden negativ bewertet (vgl. Mayer 2019, S. 51). Allerdings glaubt man in der Verhärtungsstufe noch an das Gute und dass der Konflikt durch ein Gespräch gelöst werden kann, da die erste Stufe einer Win-Win-Situation angehört (vgl. Rosner / Winheller 2019, S. 132f.). Die eigenen Standpunkte sind immer richtig, wohingegen die des Gegenübers schlecht bzw. negativ sind (vgl. Mayer 2019, S. 51). Auf die Verhärtung folgt nun Stufe zwei, die Debatte bzw. die Polarisierung. Auf dieser Stufe wird diskutiert, es wird versucht seine eigene Meinung standzuhalten und es entsteht ein sogenanntes Schwarz-Weiß-Denken (vgl. Rosner / Winheller 2019, S. 133). Laut Mayer (2019, S. 51) entsteht auf dieser Stufe auch ein „erster Kontrollverlust & Misstrauen“.

„Die Beteiligten nutzen Schwächen der Gegenseite aus, um die eigene Position zu stärken, wie sie sich überhaupt mit taktischen Finessen auszubooten versuchen“ (Rosner / Winheller 2019, S. 133).

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Details

Seiten
22
Jahr
2021
ISBN (PDF)
9783346745378
ISBN (Paperback)
9783346745385
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Erscheinungsdatum
2022 (Oktober)
Note
1,3
Schlagworte
konflikt seine arten stufen kommunikation
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Titel: Der Konflikt. Seine Arten, seine Stufen und wie er durch Kommunikation gelöst werden kann