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Konzepte und Ansätze der naturwissenschaftlichen Bildung im Elementarbereich

©2021 Hausarbeit 14 Seiten

Zusammenfassung

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema „naturwissenschaftliche Bildung“, insbesondere mit den Konzepten und den Ansätzen der naturwissenschaftlichen Bildung im Elementarbereich auseinander. Zu Beginn der Arbeit werden die Begriffe Naturwissenschaften und naturwissenschaftliche Bildung näher erläutert. Zusätzlich wird auf eins der später, besser erklärten Konzepte dieser Bildung, eingegangen. Im Mitteilteil der Arbeit geht es um die Konzepte der naturwissenschaftlichen Bildung. Zuerst wird wiedergegeben, wie Konzepte entstehen und durch welche Faktoren sie beeinflusst werden. Nachfolgend wird das in 2.2 kurz angeschnittene Konzept „Scientific Literacy“ genauer erklärt. Die vier didaktischen Konzeptionen, instruktive Ansätze, erfahrungsbasierende Vorgehensweise, Inquiry-Based-Learning und die projektbezogenen Zugänge nach Asmussen folgen darauf. Als letztes Konzept folgen die Begriffe Material, Energie und Stabilität von Miriam Leuchter. Zum Schluss der Arbeit wird ein Praxisteil mit seiner Vorbereitung, Durchführung und Reflexion beschrieben. Hierbei geht es um die Löslichkeit von Feststoffen in kalten und in warmen Wasser.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Naturwissenschaftliche Bildung
2.1 Begriffserklärung „Naturwissenschaften“
2.2 Begriffserklärung und Ziele der „Naturwissenschaftliche Bildung“

3. Ansätze und Konzepte
3.1 Die Entstehung der Konzepte
3.2 Scientific Literacy
3.3 Die vier didaktischen Konzeption nach Asmussen
3.4 Material, Stabilität und Energie

4. Praxisteil: Die Löslichkeit von Feststoffen in Wasser
4.1 Vorbereitung
4.2 Durchführung
4.3 Reflexion

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zwei konstituierende Merkmale der Naturwissenschaften

Abbildung 2: Anforderungen an naturwissenschaftliches Experimentieren im Überblick

Abbildung 3: Löslichkeit von Feststoffen in Wasser

1. Einleitung

„Naturwissenschaftliche Bildung findet sich im Bildungsbereich „Mathematik, Naturwissenschaft und (Informations-)Technik“ sowie im Bildungsbereich „Natur und kulturelle Umwelten“. Allerdings soll es durch die Nennung von Bildungsbereichen in den Curricula des Elementarbereichs nicht nur zum Erwerb spezifischer Kompetenzen kommen. Vielmehr geht es um ein ganzheitliches und bereichsübergreifendes Bildungsverständnis sowie um den Erwerb von Persönlichkeitsressourcen“ (JMK / KMK (2004) zit. nach Kraska / Teuscher 2013, S. 17f.)

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema „naturwissenschaftliche Bildung“, insbesondere mit den Konzepten und den Ansätzen der naturwissenschaftlichen Bildung im Elementarbereich auseinander. Zu Beginn der Arbeit werden die Begriffe Naturwissenschaften und naturwissenschaftliche Bildung näher erläutert. Zusätzlich wird auf eins der später, besser erklärten Konzepte dieser Bildung, eingegangen. Das obige Zitat beschreibt sehr gut, was der Begriff naturwissenschaftliche Bildung aussagen möchte. Es ist also wichtig, die Grundbildung kennenzulernen und zu verstehen. Allerdings ist es auch von Vorteil, spezifischere Themengebiete zu betrachten und zu deuten. Im Mitteilteil der Arbeit geht es um die Konzepte der naturwissenschaftlichen Bildung. Zuerst wird wiedergegeben, wie Konzepte entstehen und durch welche Faktoren sie beeinflusst werden. Nachfolgend wird das in 2.2 kurz angeschnittene Konzept „Scientific Literacy“ genauer erklärt. Die vier didaktischen Konzeptionen, instruktive Ansätze, erfahrungsbasierende Vorgehensweise, Inquiry-Based-Learning und die projektbezogenen Zugänge nach Asmussen folgen darauf. Als letztes Konzept folgen die Begriffe Material, Energie und Stabilität von Miriam Leuchter. Zum Schluss der Arbeit wird ein Praxisteil mit seiner Vorbereitung, Durchführung und Reflexion beschrieben. Hierbei geht es um die Löslichkeit von Feststoffen in kalten und in warmen Wasser.

2. Naturwissenschaftliche Bildung

2.1 Begriffserklärung „Naturwissenschaften“

Naturwissenschaften sind wichtige Domäne, die empirische Methoden verwenden, „durch soziale und gesellschaftliche Kontexte beeinflusst sind“ (Steffensky 2017, S. 11). Es gibt unterschiedliche Definition und Merkmale von den Naturwissenschaften. Auf der einen Seite wird beschrieben, dass sie objektiv sind. Auf der anderen Seite wird dies kritisch angesehen (vgl. Steffensky 2017, S. 11). Wichtige Grundlagen für die Definition der Naturwissenschaften sind zum einen „das Wissen über Konzepte, Theorien und Gesetze“ (Steffensky 2017, S. 11). Zum anderen sind die Prozesse und die Methoden sehr wichtig. Dies wird auf der nachfolgenden Abbildung sehr gut deutlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zwei konstituierende Merkmale der Naturwissenschaften (Steffensky 2017, S. 12)

Die Naturwissenschaft umfasst die Bereiche Biologie, Physik und Chemie. Außerdem unterscheidet man in den Naturwissenschaften zwischen der unbelebten und der belebten Natur. Die Biologie zählt zu der belebten Natur und die Bereiche Physik und Chemie zu der unbelebten Natur (vgl. Steffensky 2017, S. 12).

2.2 Begriffserklärung und Ziele der „Naturwissenschaftliche Bildung“

Der Begriff „Naturwissenschaftliche Bildung“ wird oft mit dem Leitwort Scientific Literacy in Verbindung gebracht (vgl. Asmussen 2020, S. 10f.). Man unterscheidet zwischen dem Begriff Scientific Literacy und dem Konzept. Bei dem Begriff stehen die thematisierten Wissenschaften im Vordergrund. Im Folgenden wird durch ein Zitat genauer erklärt, was man unter Naturwissenschaftlicher Bildung bzw. Grundbildung versteht.

„Naturwissenschaftliche Grundbildung setzt das Verständnis naturwissenschaftlicher Konzepte sowie die Fähigkeit voraus, eine naturwissenschaftliche Perspektive anzuwenden und über Befunde in naturwissenschaftlicher Weise nachzudenken“ (OECD (2007) zit. nach Leuchter 2017, S. 35).

Das bedeutet, um eine naturwissenschaftliche Grundbildung zu besitzen benötigt man genügend Wissen und Fähigkeiten in den einzelnen Bereichen (vgl. Leuchter 2017, S. 35). Mit der naturwissenschaftlichen Bildung versuchen die pädagogischen Fachkräfte, den Bezug zur Umwelt der Kinder herstellen zu können. Bei der Grundbildung werden außerdem beide Geschlechter gleich behandelt. Ziel der naturwissenschaftlichen Bildung ist zum einen das Kennenlernen verschiedener Stoffe und Energieformen und zum anderen sollen Vorgänge und Veränderungen in Natur und Umwelt beobachtet und beschrieben werden können (vgl. Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialforschung, Familie und Frauen 2005, S. 261f.)

3. Ansätze und Konzepte

3.1 Die Entstehung der Konzepte

Damit Konzepte entstehen können, werden meist Kinder zu bestimmten Sachverhalten befragt (vgl. Leuchter 2017, S. 59). Nach Leuchter (2017, S. 60) gibt es einige Faktoren, die bei der Entstehung der Konzepte eine Rolle spielen.

- „Wissen, das schon im Säuglings- und Kindesalter feststellbar ist […]
- Erfahrungen […]
- Sprachliche Begriffe […]
- Wissen und Erfahrungen von anderen […]“
(Leuchter 2017, S. 60).

Zu den Erfahrungen zählen zum Beispiel die Lebensbereiche, in denen die Kinder schon etwas gelernt haben bzw. Erfahrungen gesammelt haben (vgl. Möller / Steffensky (2010) zit. nach Leuchter 2017, S. 60). Wichtig für die Entstehung von Konzepten ist auch das „Wissen und Erfahrungen von anderen“ (Leuchter 2017, S. 60). Vor allem die Eltern, Freunde und heutzutage auch die Medien steuern die Kinder sehr (vgl. Leuchter 2017, S. 60). Außerdem unterscheidet man zwischen zwei didaktischen Konzepten in der naturwissenschaftlichen Grundbildung. Auf der einen Seite steht die Heranführung an die naturwissenschaftlichen Phänomene. Hier stehen bedeutende Elemente im Vordergrund. Auf der anderen Seite gibt es die didaktischen Konzepte. Hier ist der Selbstbildungsprozess der Kinder im Augenmerk (vgl. Rohen-Bullerdiek 2012, S. 8).

3.2 Scientific Literacy

Das Konzept der Scientific Literacy gibt es seit den 1950er Jahren. Dabei geht es um die sogenannte Grundbildung. Dieses Konzept ist das wichtigste Ziel der naturwissenschaftlichen Bildung und als Voraussetzung für einen guten Umgang mit den Naturwissenschaften (vgl. Steffensky 2017, S. 15). Außerdem wird die Scientific Literacy in drei verschiedene Teilbereiche geteilt (vgl. Leuchter 2017, S. 35). Die Literacy „als Wissensstand, als informierte Anwendung des Wissens und als Funktion im Sinne einer minimalen Voraussetzung“ (Leuchter 2017, S. 35).

„Im Fokus steht der Aufbau einer spezifischen Problemlösungskompetenz beim Individuum in Bezug auf naturwissenschaftlich geprägte Alltagssituationen“ (Asmussen 2020, S. 11).

Das obige Zitat beschreibt die Grundaufgabe der naturwissenschaftlichen Bildung sehr gut. Es gibt in der Scientific Literacy vier verschiedene Stufen. Die nominale Scientific Literacy ist die Stufe eins. In dieser Stufe weiß das Individuum, was naturwissenschaftliche Fragen sind, hat aber nur bescheidene Vorstellungen einer naturwissenschaftlichen Methode. Die zweite Stufe heißt Funktionale Scientific Literacy. Der Mensch kann hier naturwissenschaftliche Konzepte richtig definieren und die Begriffe der Naturwissenschaft exakt wiedergeben. Konzeptionelle und Prozedurale Scientific Literacy ist die dritte Stufe. Da das Individuum auf der zweiten Stufe die Konzepte und Methoden nur definieren konnte, kann er*sie jetzt die Konzepte und Methoden auch verstehen. Zusätzlich kann er*sie Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaft herstellen. Die letzte Stufe heißt Multidimensionale Scientific Literacy. Auf dieser Stufe kennt der Mensch sich sehr gut mit den einzelnen Teilen der Naturwissenschaft aus (vgl. Asmussen 2020, S. 11). Ein sehr wichtiges Ziel der Grundbildung ist die Weiterentwicklung im Kindergarten, der Grundschule und in der weiterführenden Schule. Mit der naturwissenschaftlichen Bildung kann und soll man schon früh anfangen, das bedeutet im Elementarbereich. Allerdings muss man dies dann in den genannten Einrichtungen weiterführen (vgl. Steffensky (2008) zit. nach Rohen-Bullerdiek 2012, S. 3). Steffensky (2017, S. 15) teilt das Konzept in drei verschiedene Wissensbereiche. Das inhaltsbezogene Wissen, das prozessbezogene Wissen und das epistemologische Wissen. Das inhaltsbezogene Wissen umfasst „Phänomene, Zusammenhänge, Konzepte, Theorien und Gesetzmäßigkeiten in den Inhaltsbereichen der Naturwissenschaften“ (Steffensky 2017, S. 15). Bei dem prozessbezogenen Wissen geht es um die Denk- und Arbeitsweisen. Diese Denk- und Arbeitsweisen sollen gelernt und verstanden, aber auch angewendet werden (vgl. Steffensky 2017, S. 15).

„Zum Wissen über Naturwissenschaften – und eng mit dem prozessbezogenen Wissen zusammenhängend – gehört das sogenannte epistemologische Wissen über die Struktur und Genese des naturwissenschaftlichen Wissens sowie über die Domäne im gesellschaftlichen Kontext“ (Steffensky 2017, S. 19).

Das obige Zitat beschreibt, was es mit dem epistemologischen Wissen auf sich hat. Ein Synonym für das epistemologische Wissen ist „Nature of Science“. Um das prozessbezogene Wissen und das epistemologische Wissen zu beherrschen, benötigt man an Übung und Zeit (vgl. Steffensky 2017, S. 19). Außerdem geht es vor allem in der Kindertageseinrichtung um das alltagsbezogene Wissen. Die Kindertageseinrichtung gibt also bestimmte Grundlagen zum naturwissenschaftlichen Denken vor und die weiterführenden Einrichtungen sollen diese Grundlagen dann erweitern, ergänzen oder reduzieren (vgl. Steffensky 2017, S. 19). Kinder sollen durch die Konzeption der Scientific Literacy die alltägliche Naturwissenschaft kennenlernen und naturwissenschaftliche Phänomene deuten können (Schiepe-Tiska (2013) zit. nach Asmussen 2020, S. 72).

3.3 Die vier didaktischen Konzeption nach Asmussen

Das erste Konzept, welches Asmussen (2020, S. 32) aufgreift, sind die instruktiven Ansätze. In diesem Konzept geht der Autor vor allem auf die Konzepte von Gisela Lück ein. Es geht hier um die fünf und sechs Jährigen, also um die Vorschulkinder. Es ist wichtig, Experimente und danach eine Reflexion bzw. eine Deutung durchzuführen (vgl. Lück (2009) zit. nach Asmussen 2020, S. 32). Bei einem Versuch im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung entsteht der folgende Ablauf:

- „Vertraut werden mit dem vorgegebenen experimentellen Arrangement
- Zu dem Experiment hypostasieren
- Durchführung des Experimentes vereinbaren und vornehmen
- Beobachtungen machen, sammeln und systematisieren
- Phänomene deuten“
(Lück (2013) zit. nach Asmussen 2020, S. 32).

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Details

Seiten
14
Jahr
2021
ISBN (PDF)
9783346745392
ISBN (Buch)
9783346745408
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Erscheinungsdatum
2022 (Oktober)
Note
1,3
Schlagworte
konzepte ansätze bildung elementarbereich
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