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Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan

Essay 2008 6 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe

Essay zur Selbstbestimmungstheorie

Diesem Essay liegt der 1993 von Edward L. Deci und Richard M. Ryan veröffentlichte Beitrag „Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik“ zugrunde. Die beiden Amerikanischen Forscher beziehen in ihrem Artikel das natürliche Bestreben eines jeden Menschen nach Selbstbestimmten Handeln auf die pädagogische (Schul-) Praxis. Im Folgenden soll unter der zentralen Fragestellung geklärt werden:

Inwiefern die Selbstbestimmungstheorie auf den schulischen Bereich anwendbar ist, was die Erkenntnisse von Deci und Ryan für den Umgang mit Lernenden bedeuten und welche Verbesserungen sich hierbei ergeben können.

Grundlegend wurde festgestellt, dass die Erfahrung von Selbstbestimmung positive Auswirkungen auf das Lernen hat. Zur Selbstbestimmung tritt der Begriff der Motiviertheit hinzu. Laut Deci und Ryan gibt es motivierte und amotivierte Handlungen. Handelt jemand motiviert, so verfolgt er stets ein Ziel bzw. hat eine Intention. Im Gegensatz dazu stehen amotivierte Handlungen, mit denen kein bestimmtes Ziel verfolgt wird. Deci und Ryan nennen als Beispiele „dösen“ und „herumlungern“ (Deci/Ryan 1993, S. 224). Letztere spielen jedoch in diesem Kontext keine Rolle. Von Bedeutung sind jene Handlungen, welche entweder extrinsisch oder intrinsisch motiviert sein können. Deci und Ryan behaupten: „Intrinsisch motivierte Handlungen repräsentieren den Prototyp selbstbestimmten Verhaltens.“ (Deci/Ryan 1993, S. 226). Der höchste Grad an Selbstbestimmung kann also nur erfahren werden, wenn eine Handlung aus Interesse an der Sache selbst ausgeführt wird. Dies ist im schulischen Kontext der Fall, wenn sich ein Lernender gern mit einem bestimmten Thema beschäftigt und es voll und bei dem Streben es voll und ganz zu beherrschen eine positive Erfahrung macht. Dies beinhaltet, dass er sich aus eigenem Antrieb einer Thematik zuwendet und ihm die Beschäftigung damit nicht von außen aufgezwungen wird. Im Gegensatz dazu stehen extrinsisch motivierte Handlungen. Diese werden vollzogen, um „…eine von der Handlung separierbare Konsequenz zu erlangen (Deci/Ryan 1993, S. 225). Deci und Ryan verweisen den Ergebnissen empirischer Untersuchungen folgend darauf, „…dass die intrinsische Motivation abnimmt, wenn man Versuchspersonen extrinsische Belohnungen wie z.B. Geld oder Auszeichnen für eine ursprünglich intrinsische Aktivität anbietet“ (Deci/Ryan 1993, S. 226). Es gibt jedoch eine Ausnahme. Deci und Ryan unterscheiden bei der extrinsischen Motivation vier Untergruppen und charakterisieren diese nach dem Grad der Selbstbestimmung. Die „Integrierte Regulation ist die Form der extrinsischen Motivation mit dem höchsten Grad an Selbstbestimmung“ (Deci/Ryan 1993, S. 228). Diese Form wirkt sich also neben der intrinsischen Motivation ebenfalls positiv auf das Lernen aus.

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Details

Seiten
6
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640357635
Dateigröße
389 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v129107
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,0
Schlagworte
Selbstbestimmungstheorie Deci Ryan

Autor

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Titel: Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan