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Woodrow Wilson: 28. Präsident der USA

Essay 2008 7 Seiten

Biographien

Leseprobe

Wie sein Vorvorgänger Roosevelt betrachtete sich der 28. Präsident der USA, Woodrow Wilson, als der persönliche Repräsentant des Volkes. Er beschrieb sein Präsidentenamt mit den Worten: „Von niemand anderem, als dem Präsidenten wird erwartet, daß er sich um die Interessen des Volkes kümmert.“ Er war Rassist und gewann die Stimmen der schwarzen Arbeiter durch ein politisches Programm der progressiven Reformen. Er war wesentlicher Wegbereiter des Aufbaus einer neuen Weltordnung nach dem Ersten Weltkrieg. Den Kriegeintritt der USA im Jahr 1917 nannte er einen „Kreuzzug, um die demokratische Welt sicher zu machen.“ Seine Arbeit wurde mit dem Friedensnobelpreis belohnt, das Scheitern seiner Arbeit ließ ihn verbittert sterben.

Thomas Woodrow Wilson wurde am 28.Dezember 1856 in Staunton, Virgina als drittes von vier Kindern des Pfarrers Joseph R. Wilson geboren. Nach dem Besuch mehrerer Privatschulen begann 1875 seine Studienzeit mit Graduierung an der Universität Princeton (Bachelor of Arts) und der Universität von Virginia (Recht), worauf schließlich 1885 die Promotion in Politikwissenschaft mit dem Thema „Congressional Government : A Study in American Politics “ an der Johns Hopkins Universität in Baltimore folgte. Im gleichen Jahr ehelichte er Ellen Louise Axson, die er bereits seit Kindheitstagen kannte. Aus dieser Ehe gingen drei Töchter hervor.

Nach Lehrtätigkeiten am Bryn Mawr College, an der Wesleyan University (Connecticut) und der Universität Princeton wurde er 1902 zu deren Präsident ernannt und erfüllte diese Aufgabe bis 1910.

Die größer werdende nationale Bekanntheit Wilsons, auch aufgrund seiner erfolgreichen und anerkannten Publikationen, ließ Kreise konservativer Demokraten ihm das Präsidentenamt zudenken. 1910 wurde er schließlich dazu überredet, sich für das Amt des Gouverneurs von New Jersey zur Wahl zu stellen. Dabei stellte er während der Wahlkampagne seine Unabhängigkeit von der Wahlkampfmaschinerie heraus, insbesondere von den konservativen Kräften, die ihn nominierten. Nach gewonnener Wahl wurde er im Dezember 1910 zum Gouverneur des Staates New Jersey ernannt.

Auf dem Parteikongreß der Demokraten 1912 wurde Wilson als Kandidat für das Präsidentenamt nominiert und ging mit seinem Grundsatzprogramm namens „New Freedom“ auf Gegenkurs zu Theodore Roosevelt mit seinem Slogan „New Nationalism“. Wilson gewann die Wahl vom 05.12.1912 gegen den republikanischen Amtsinhaber William Howard Taft und dessen Vorgänger Theodore Roosevelt, auch weil seine Gegner die republikanische Wählerschaft spalteten. Er war damit der erste Präsident mit einem philologischen Grad.

Kernpunkte des „New Freedom“ Programms waren progressive Staats-rechtsreformen und die Förderung von mehr wirtschaftlichem Individualismus.

Mit der Umsetzung der Reformen wurde rasch begonnen. Wilson brachte in seiner ersten Amtszeit bereits nach kurzer Zeit einige wesentliche „New Freedom“ - Gesetze auf den Weg und durch den Kongreß:

1) Den „Underwood tariff act“, eine umfassende Reform des Zoll- und Steuerrechts, die Einfuhrzölle von Rohwaren wie Eisen reduzierte und eine allgemeine Einkommensteuer gesetzlich festschrieb.
2) Den „Federal Reserve Act“, die Einführung einer Zentralbank zur Sicherung und Stärkung des nationalen Finanzsystems.
3) Den „Clayton Antitrust Act“, die Verschärfung der Gesetze gegen Wirtschaftsmonopolisten sowie die gesetzliche Festschreibung der Legalität von Gewerkschaften und deren Recht auf Streiks. Um unfaire Geschäftpraktiken zu unterbinden und den Handel besser überwachen zu können, wurde die Federal Trade Commission ins Leben gerufen.

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Details

Seiten
7
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640366460
Dateigröße
392 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v129881
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal – Fachbereich A: Geistes- und Kulturwissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
Woodrow Wilson Präsident

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Titel: Woodrow Wilson: 28. Präsident der USA