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Wahlkampfthemen und Parteipräferenzen bei älteren und jüngeren Wählern. Welche Unterschiede gibt es?

©2022 Studienarbeit 32 Seiten

Zusammenfassung

Die Forschungsfrage der vorliegenden Seminararbeit lautet: Welche Unterschiede bestehen zwischen älteren und jüngeren Wähler*innen in Bezug auf Wahlkampfthemen und Parteipräferenzen? Die Zunahme der älteren Bevölkerung hat das Potenzial, das Wahlverhalten und den damit verbundenen Wahlausgang zu prägen. Es ist von Interesse, was dieser demografische Wandel für unsere zukünftigen Demokratien und Demokratieverständnis bedeutet. Achim Goerres zeigt in einer Studie zum Wahlverhalten älterer Leute mit Senioren aus Deutschland sowie Großbritannien, dass diese eher Parteien mit einer älteren Parteiengeschichte wählen als jene mit einer jüngeren Geschichte. Dieses Verhalten sieht Marcinkiewicz in der Vertrautheit und der damit stärkeren Verbindung, die ältere Wähler*Innen mit diesen Parteien aufgebaut haben, begründet. Ein weiterer Aspekt ist die Prägung der Älteren, welche während ihrer politischen Sozialisation stattgefunden hat: “Ältere, länger existierende Parteien spielten demnach mit höherer Wahrscheinlichkeit eine wichtige Rolle bei den Ereignissen, die ältere Wählergenerationen miterlebten, als sie [...] politisch aktiv wurden.”

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Stichprobengröße und Datenerhebung

Beschreibung der verwendeten Variablen
Operationalisierung des Themas
Beschreibung der in der Datenanalyse verwendeten Variablen
Methoden der Datenanalyse
Kreuztabellen
t-Test
Ergebnisse der Datenanalyse
Kreuztabelle
t-Test

Interpretation und methodisches Vorgehen
Kreuztabelle:
t-Test

Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

Anhang:
Do-File
Tabellen
Literaturverzeichnis

Einleitung

“Die Bevölkerung der Generation 65+ wird weiterhin zahlen- und anteilsmäßig stark an Gewicht gewinnen.AbdemJahr2021werdenösterreichweitmehrPersonenimAltervon65 und mehr Jahren leben als unter 20-Jährige” (Statistik Austria, 2020). Im Zuge des demographischen Wandels wird unsere Gesellschaft immer älter, in Österreich stagniert der Anteil der Geburten(StatistikAustria,2020).DieseEntwicklunghatvielseitigeAuswirkungen auf unsere Gesellschaft, aber auch im Parteiensystem wird sich dieser Wandel bemerkbar machen. Die Forschungsfrage der vorliegenden Seminararbeit lautet aufgrund dessen:

Welche Unterschiede bestehen zwischen älteren und jüngeren Wähler*innen in Bezug auf Wahlkampfthemen und Parteipräferenzen?

Die Zunahme der älteren Bevölkerung hat zudem das Potenzial das Wahlverhalten und den damit verbundenen Wahlausgang zu prägen (Goerres, 2010b). Es ist von Interesse, was dieser demografische Wandel für unsere zukünftigen Demokratien und Demokratieverständnis bedeutet. Achim Goerres zeigt in einer Studie zum Wahlverhalten älterer Leute mit Senioren aus Deutschland sowie Großbritannien, dass diese eher Parteien mit einer älteren Parteiengeschichte wählen als jene mit einer jüngeren Geschichte (Goerres, 2008). Dieses Verhalten sieht Marcinkiewicz in der Vertrautheit und der damit stärkeren Verbindung, die ältere Wähler*Innen mit diesen Parteien aufgebaut haben, begründet (Marcinkiewicz, 2019). Ein weiterer Aspekt ist die Prägung der Älteren, welche während ihrer politischen Sozialisation stattgefunden hat: “Ältere, länger existierende Parteien spielten demnach mit höherer Wahrscheinlichkeit eine wichtige Rolle bei den Ereignissen, die ältere Wählergenerationen miterlebten, als sie [...] politisch aktiv wurden.” (Marcinkiewicz, 2019, S. 64). Die erste Hypothese formuliert sich daher wie folgt:

H1: Je älter eine Person ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eine “alte” Partei wählt.

Dabei soll untersucht werden, ob sich die Befragten der AUTNES Multi-Mode Panel Study 2017 (SUF edition) ab einem Alter von 64 bis 96 Jahren (AUTNES, 2018) mit einer Partei wie der SPÖ oder ÖVP, welche ihre Wurzeln in der Ersten Republik haben (Republik Österreich Parlament, o.D), im Hinblick auf das Wahlverhalten in Verbindung bringen lassen.

In der Theorie gibt es Unstimmigkeiten über das Wahlverhalten junger Menschen. Es ist bisher unklar, wie relevant politische Lernprozesse während des Heranwachsens für das spätere Wahlverhalten einer Person ist (Becker & Mays, 2003). Es lässt sich jedoch festhalten, dass zu den größten Sorgen der jüngeren Generation Themen wie der Klimawandel und der Zusammenbruch des Rentensystems gehören (Welt.de, 2021). Diese Sorgen bringen einen gewissen Wertewandel mit sich, sodass sich viele junge Menschen politisch für eine bessere Zukunft engagieren oder sich zumindest für diese Bereiche und Werte interessieren. Die Definition von Postmaterialismus gemäß des Dudenslautethierbei “Lebenseinstellung, die keinen Wert mehr auf das Materielle legt, sondern immaterielle Bedürfnisse (z. B. nach einer intakten, natürlichen und sozialen Umwelt) für dringlicher hält” (Duden, o.D.). Die dabei gestellten Hypothesen 2a und 2b lauten:

H2a: Junge Wähler*innen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit postmaterialistische Parteien zu wählen als ältere Wähler*innen.

H2b: Ä ltere Wähler*innen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit alte Parteien zu wählen als jüngere Wähler*innen1

Hierbei soll untersucht werden, ob sich junge Menschen der Altersspanne 16 bis 30,5 Jahren (AUTNES, 2018) im Gegensatz zu älteren Wähler*Innen ab einem Alter von 64 bis 96 Jahren (AUTNES, 2018) in ihrer Wahlentscheidung für eine Postmaterialistische Partei entscheiden und Vice versa. Zu diesen Parteien zählen in der Seminararbeit die NEOS und die Grünen, Parteien, diesichindenletzten40Jahren etablierenkonnten(NEOS,o.D.;Die Grünen, o.D.).

Stichprobengröße und Datenerhebung

Die Datenerhebung wurde im Zeitraum vom 01.06.2017 bis 19.10.2017 in Österreich durchgeführt. Im Mittelpunkt des dreiwelligen Panels stand die österreichische Nationalratswahl am 15. Oktober 2017. Die Datenerhebung geschah durch Einzelinterviews via Telefongesprächen und Online-Umfragen. Es wurden Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft ab einem Alter von mindestens 16 Jahren, oder die auf andere Art und Weise berechtigt waren, bei den Nationalratswahlen 2017 zu wählen, befragt. Die schlussendliche Teilnehmerzahl lag bei3908Befragten,von denen 1291 in allen drei Wellen teilnahmen (Kritzinger et al., 2018).

Beschreibung der verwendeten Variablen

Operationalisierung des Themas

Aus der Forschungsfrage “Welche Unterschiede bestehen zwischen älteren und jüngeren Wähler*innen in Bezug auf Wahlkampfthemen und Parteipräferenzen?” lassen sich zwei theoretische Begriffe ableiten, welche zentral für die Beantwortung der Forschungsfrage sind: Parteien und Wählerinnen. Die Variable der AUTNES Multi-Mode Panel Study 2017 (SUF edition) w1_q22* (AUTNES, 2018) entsprechen dem sozialen Phänomen “Parteien”, während die Variable age, beziehungsweise die recodierte Variable AgeNew dem Phänomen der “Wähler*Innen” entspricht.

Der Begriff “Parteien” lässt sich in die Variablen alte Parteien und postmaterialistische Parteien umformen, wohingegen sich der Begriff “Wähler*Innen” in die beiden Variablen “junge Wähler*Innen” und “Alte Wähler*Innen” ableiten lässt.IneinemdrittenSchrittwerden die Indikatoren für die jeweiligen Variablen festgelegt. Für die Variable “alte Parteien”sind das “SPÖ” und “ÖVP”, für die Variable “postmaterialistische Parteien”“Grüne”und“NEOS”.

Für die Merkmalsausprägungen wird auf die bereits bestehende Ausprägung der AUTNES Multi-Mode Panel Study 2017 (SUF edition) zurückgegriffen (AUTNES, 2018) (Vgl. Tabelle 1: Operationalisierung).

Beschreibung der in der Datenanalyse verwendeten Variablen

Folgende Variablen sind für die zu prüfenden Hypothesen von Bedeutung:

Tabelle 2: Variablen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Variable age liefert Informationen über das Alter der Befragten am Wahltag. Von insgesamt 3908 Befragten sind die jüngsten Personen 16 Jahre, die älteste 96 Jahre alt (AUTNES, 2018). Die Variable wird mit dem Befehl tabstat age, statistics (p25, median, p75, mean, sd) recode age (16/30.5=1) (64/96=2) (30.5/64=.a), generate (AgeNew) so verändert, dass die neue Variable AgeNew die jüngsten 25%, also insgesamt 977 der Befragten der Altersspanne 16 bis 30,5 Jahren und die ältesten 25%, insgesamt 982 der Altersspanne 64 bis 96 Jahren anzeigt und beinhaltet. Die restlichen 50% werden als “missing” codiert, die Variable AgeNew weisst 1959 Befragte auf.DieVariable“AgeNew” befindet sich auf Ordinalskalenniveau und hat ein arithmetisches Mittel von 48.03, der Median beträgt 49 und die Standardabweichung liegt bei 19.30.

w1_q2_level1 liefert die wichtigsten Themen zum Wahlkampf in folgender Reihenfolge: Wirtschaft, Wohlfahrtsstaat, Budget, Bildung und Kultur, Sicherheit, Bundesheer, Außenpolitik, Europa, Infrastruktur, Gesellschaft, Umweltschutz, Institutionenreform, Immigration, Regierungsbildung, Ideologie, Politics (AUTNES, 2018). Diese Frage wurde von 3846 Teilnehmer*Innen beantwortet. Zum prüfen der Hypothesen werden die Top fünf Kategorien benötigt, dafür werden die fehlenden Werte “weiss nicht”, “verweigert”, “keines” und “nicht einordenbar” als “missing” codiert, die restlichen Kategorien als “sonstige”. Die neue Variable Themen_Wahl beinhaltet noch die Kategorien: Immigration, Institutionenreform, Wohlfahrtsstaat, Bildung und Kultur sowie Wirtschaft, welche von 2522 der Befragten beantwortet wurde. Der Modus der Variable ist das Thema “Immigration”.

Die Variablen w1_q22x1, w1_q22x2, w1_q22x4, w1_q22x5 wurden von jeweils 3846 Teilnehmer*Innen beantwortet und sind die PTVs der Parteien, welche zu den Nationalratswahlen im Oktober 2017 antreten (AUTNES, 2018) und befindet sich auf Ordinalskalenniveau. Da sich die Seminararbeit auf zwei alte Parteien, SPÖ und ÖVP und zwei postmaterialistische Parteien, den Grünen und NEOS fokussiert, sind genau diese vier von relevanz zur Hypothesentestung.

Auch hier werden die fehlenden Werte als “missing” codiert und aus Gründen der Übersicht mit neuen Wertelabels versehen, die wie folgend lauten: Wahl_SPOE (n=3694) mit einem arithmetischen Mittel von 4.69, Median von 5 und einer Standartabweichung von 3.25, Wahl_OEVP (n=3661) mit dem arithmetischen Mittel 5.29, einem Median von 6 und einer Standartabweichung von 3.42, Wahl_Gruene (n=3702) mit einem arithmetischen Mittel von 3.40, einem Median von 3 und einer Standartabweichung von 3.33 und Wahl_NEOS (n=3660) mit einem arithmetischen Mittel von 3.04, einem Median von 3 und einer Standartabweichung von 2.90. Durch die Recodierung weisen auch diese Variablen eine geringere Beantwortung durch Teilnehmer*Innen auf.

Methoden der Datenanalyse

Kreuztabellen

Um die HypothesenH1"Je älter eine Person ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eine alte Partei wählt" zu prüfen, wird der Zusammenhang zwischen den Merkmalen des Alters der Wahlberechtigten und dem der wichtigen Themen im Wahlkampf mittels Kreuztabellen untersucht. Die Voraussetzungen für Kreuztabellen sind nominales oder ordinales Skalenniveau auf beiden Variablen. In dem vorliegenden Beispiel befinden sich die Variablen Themen_Wahl sowie die Variable AgeNew auf ordinalskalenniveau. Beide Variablen sind diskret, qualitativ, lassen sich in Kategorien einteilen und in eine Rangfolge bringen, wobei bei letzterem die AbständezwischendenjeweiligenRängennichtgleichsindundauchnicht sein müssen (Statistik für Psychologie, o. D.).

Die fehlenden Werte der Variable w1_q2_level1 werden als “missing” codiert, die fünf wichtigstenThemen mitdemBefehl“tabulate w1_q2_level1rec, sort fre“sortiert und die restlichen Themen als “sonstige” codiert. Danach werden ein Variablenlabel, Themen_Wahl, und -werte vergeben: 10000 "Wirtschaft" 11000 "Wohlfahrtsstaat" 13000 "Bildung und Kultur" 21000 "Institutionenreform" 22000 "Immigration" .a "weiss nicht" .b "verweigert" .c "keines" .d "nicht einordenbar" .e/.g "sonstige".

Der Befehl zurUntersuchungdesZusammenhangszwischendenMerkmalenXundYlautet tabulate abhängige + unabhängige Variable. Um die Wähler*Innen “jung” u n d “alt” der jeweiligen Parteien zu beschreiben, wird die zusätzliche Option “row” benötigt. Diese zeigt die Zeilenprozente der Kreuztabelle an. Der vollständige Befehl lautet: tabulate Themen_Wahl AgeNew, row nofreq Dabei ist Themen_Wahl die abhängige Variable und AgeNew dieunabhängigeVariable,weil die Wahlentscheidung abhängig vom Alter ist, beziehungsweisedasAltereinenEinflussauf die Wahlentscheidung hat (Gehring & Weins, 2009; Goerres, 2010a).

Tabelle 3: Zeilenprozente der Kreuztabelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Von den insgesamt n=108 Wähler*Innen, die “Wirtschaft” als wichtiges Thema nennen, sind 41% als “jung” und 59% als “alt” einzustufen. Bei “Wohlfahrtsstaat” sind von n=155 23% “junge” und 77% “alte” Wähler*Innen. “Bildung und Kultur” wird bei n=149 von 56% “jung” und 44% “alt” Wähler*Innen als bedeutendes Thema genannt. 38% der “jung” sowie 62% der “alt” Wähler*Innen bei insgesamt n=184 benennen “Institutionenreform” als wichtiges Thema. Von n=589 Wähler*Innen, die “Immigration” als maßgebendes Thema angeben, lassen sich 49% als “jung” und 51% als “alt” einstufen.

Die Unterschiede werden auf ihre Signifikanz mit hilfe von Chi[2] untersucht (Glantschnigg, 2020a). Mit dem Befehl tabulate Themen_Wahl AgeNew, chi column nofreq erhält man folgende Tabelle:

Tabelle 5: Kreuztabelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der oben gezeigten Tabelle ist der p-Wert kleiner als p<0,000 und somit kleiner als 0,05, das Ergebnis ist als signifikant zu beurteilen und die Nullhypothese kann abgelehntwerden (Gehring & Weins, 2009). Mit einer sehr geringen Irrtumswahrscheinlichkeit besteht ein Zusammenhang zwischen wichtigen Themen der Wahl und dem Alter, welcher in der Grundgesamtheit aller Wähler*Innen zu beobachten ist.

t-Test

Zur Beantwortung der Hypothesen H2a “Junge Wähler*innen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit postmaterialistische Parteien zu wählen als ältere Wähler*innen" und H2b "Ältere Wähler*innen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit alte Parteien zu wählen als jüngere Wähler*innen" werden vier Parteien unterschieden: zwei alte Parteien, SPÖ (w1_q22x1) und ÖVP (w1_q22x2) sowie zwei postmaterialistische Parteien, Grüne (w1_q22x4) und NEOS (w1_q22x5). Dafür werden vier t-Tests nach dem Alter der Befragten herangezogen, um Mittelwertunterschiede des Wahlverhaltens zwischen den beiden Gruppen ausfindig zu machen (Glantschnigg, 2020b).

Auch hier werden die fehlenden Werte der w1_q22* als “missing” codiert und mit neuen Variablenlabels für die Orientierung versehen:

w1_q22x1 Wahl_SPOE
w1_q22x2 Wahl_OEVP
w1_q22x4 Wahl_Gruene
w1_q22x5 Wahl_NEOS

Die Normalverteilung ist bei allen vier ausgewählten Parteien bei n>30 gegeben. Die Stichprobe ist bei allen ungepaart, da die Befragten in keiner Verbindung zueinander stehen.

Mit dem F-Test werden die Varianzen bestimmt. Der Befehl dazu lautet sdtest abhängige Variable, by (unabhängige Variable).

Die abhängigen Variablen sind die PTVs der vier Parteien - w1_q22*, die unabhängige Variable ist AgeNew (Gehring & Weins, 2009).

Tabelle 6: F-Test SPÖ

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der p-Wert, welcher in der untersten Zeile mittig zu erkennen ist, liegt unter 0,05, sodass ungleiche Varianzen zwischen jung und alt vorliegen. Der t-Test muss entsprechend mit der Option unequal angepasst werden (Glantschnigg, 2020b).

Der F-Test zeigt bei der Variable Wahl_OEVP einen p-Wert von über 0,05 an, der T-Test muss also nicht angepasst werden (Vgl. Tabelle 7: F-Test ÖVP im Anhang).

Die Variable Wahl_Gruene weist auch einen p-Wert von unter 0,05 auf. sodass auch hier der t-Test mit der Option unequal angepasst werden muss (Glantschnigg, 2020b) (Vgl. Tabelle 8. : F-Test Grüne im Anhang).

Die Variable Wahlen_NEOS hat einen kleineren p-Wert als 0,05, sodass der t-Test im nächsten Schritt mit unequal angepasst werden muss (Vgl. Tabelle 9: F-Test NEOS im Anhang).

Für die drei Partein SPÖ, ÖVP und NEOS wird der t-Test angepasst, der Befehl lautet ttest Variable, by(variable) unequal.

SPÖ:

Die Mittelwerte bei der SPÖ beträgt für “jung” 4,61 und für “alt” 4,77 mit einer Standardabweichung von 3,10 für “jung” und 3,40 für “alt”. Der t-Wert liegt bei -1,02 und hat einen Freiheitsgrad von 1822. Da Ho: diff = 0, sind die Werte des Arithmetischen Mittels gleich.Die Allgemeine Alternativhypothese hat einen p-Wert der größer ist als 0,05, sodass die Nullhypothese anzunehmen ist.

Tabelle 10: t-Test SPÖ

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ÖVP:

Die Mittelwerte bei der ÖVP betragen für “jung” 4,84 und für “alt” 5,86, die Standardabweichung ist bei “jung” bei 3,30 und für “alt” bei 3,47. Mit einem Freiheitsgrad von 1797 liegt der t-Wert bei -6,35.

Die Nullhypothese des t-Tests Ho: diff = 0 liegt bei 0, die Werte des Arithmetischen Mittels sind gleich. Die allgemeine Alternativhypothese in der vorletzten Zeile Ha: diff != 0 sagt aus, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen “jung” und “alt” Wähler*Innen, welche die ÖVP wählen, gibt. Der p-Wert der Alternativhypothese ist kleiner als 0,05. Somit ist die Nullhypothese, dass kein Unterschied zwischen den Gruppen 1 und 2 besteht, da diese gleiche Mittelwerte haben, abzulehnen, es besteht ein Unterschied zwischen den “jungen” und den “alten” Wählerinnen (Vgl. Tabelle 11: t-Test der ÖVP im Anhang).

[...]

Details

Seiten
32
Jahr
2022
ISBN (PDF)
9783346770660
ISBN (Paperback)
9783346770677
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Universität Wien – Institut für Politikwissenschaft
Erscheinungsdatum
2022 (November)
Note
3,0
Schlagworte
Qualitative Methoden Erhebung Auswirkungen Unterschiede Wählerschaft Einfluss Wahlalter Wahlen Wahlen Österreich Wahlkampfthemen Parteipräferenzen AUTNES Datensätze
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Titel: Wahlkampfthemen und Parteipräferenzen bei älteren und jüngeren Wählern. Welche Unterschiede gibt es?