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SWOT-Analyse. Definition und Vorstellung einer SWOT-Analyse-Matrix

Hausarbeit 2008 15 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Grundidee

2. SWOT-Analyse
2.1. Definition
2.2. Unternehmensanalyse (Stärken – Schwächen – Analyse)
2.3. Umweltanalyse (Chancen – Risiken – Analyse)
2.4. SWOT-Analyse-Matrix

3. Anwendungsbeispiele

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Coverbild: pixabay.com

1. Grundidee

Auf der Basis von Informationen werden Strategien entwickelt und bei sich verändernden Informationen immer wieder neu angepasst. Wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Strategie sind fundierte Kenntnisse über die Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens. Zudem sollte man sich über die eigenen Kernkompetenzen bzw. den Kernauftrag des Unternehmens im Klaren sein [DÜSSEL 2006, SIMON, VON DER GATHEN 2002].

Das Kapital für zukünftige Erfolge sind die Stärken. Das Erkennen der eigenen Schwächen ist auch wichtig, um sie zu umgehen. Ganz abbauen kann man sie nicht, aber das ist auch nicht zwingend notwendig. Denn durch die Konzentration auf die eigenen Stärken, fallen die Schwächen dann nicht mehr so stark ins Gewicht. Diese können sich allerdings nur voll entwickeln wenn sie auf Chancen im Markt treffen. Es genügt also nicht, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, sondern man muss auch die Chancen und Risiken des Marktes und der Umwelt kennen und nutzen bzw. meiden [DÜSSEL 2006].

Abbildung 1 stellt dar wie Strategie, Unternehmensfaktoren und Umweltfaktoren zusammenhängen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1.: Zusammenhänge zwischen Strategie, Unternehmensfaktoren und Umweltfaktoren (Quelle: Eigene Darstellung nach DÜSSEL 2006)

2. SWOT-Analyse

2.1. Definition

Um die momentane und zukünftige Lage eines Unternehmens einschätzen zu können muss eine Situationsanalyse erfolgen. Dabei müssen sowohl die internen Unternehmensfaktoren als auch die externen Umweltfaktoren betrachtet werden. Eine etablierte Methode zur Situationsanalyse ist die sog. SWOT-Analyse. Sie berücksichtigt beide Sichtweisen und ist daher das Kernelement jeder strategischen Analyse. Das Akronym SWOT steht für die Begriffe S trenghts (= Stärken), Weaknesses (= Schwächen), Opportunities (= Möglichkeiten) und Threads (= Risiken).

Es geht also bei dieser Methode um das Anfertigen einer Stärken-Schwächen-Analyse und einer Chancen-Risiken-Analyse, die dann einander gegenüber gestellt werden. Die SWOT-Analyse soll ermitteln, ob die gegenwärtige Strategie eines Unternehmens sowie seine Stärken und Schwächen geeignet und ausreichend sind, um auf Wandlungen der externen Umweltfaktoren reagieren und agieren zu können. Ziel ist es eine fundierte Grundlage für die Ableitung von Strategien zu schaffen. [SIMON, VON DER GATHEN 2002].

2.2. Unternehmensanalyse (Stärken – Schwächen – Analyse)

Bei der Unternehmensanalyse befasst man sich mit den internen Faktoren, also mit den Stärken und Schwächen des Unternehmens. Das sind die Fähigkeiten und Ressourcen die aus dem Unternehmen kommen und die das Unternehmen kontrollieren bzw. beeinflussen kann. Dazu zählt z.B. Finanzsituation, Standort, Personal, Firmenkultur, Motivation.

Im ersten Schritt der Stärken – Schwächen – Analyse müssen die zu beurteilenden Kriterien festgelegt werden. Das ist gar nicht so einfach, da der Kriterienkatalog nicht zu lang werden darf, aber andererseits keine wesentlichen Kriterien vergessen werden dürfen. Dazu werden verschiedene Bereiche des Unternehmens untersucht und man erfasst, ob es dort Stärken oder Schwächen gibt [SIMON, VON DER GATHEN 2002].

Wichtig hierbei ist, dass alle identifizierten Stärken und Schwächen erst durch den Vergleich mit Wettbewerbern eine Bedeutung bzw. einen Aussagewert gewinnen [STEINIGER 2003]. In der Praxis wird meistens der stärkste Wettbewerber im Vergleich eigenen Unternehmen gesetzt. Für diesen Konkurrenzvergleich werden neben den finanziellen oder technischen Fakten auch Kundenzufriedenheitsbefragungen, Marktstudien oder Imageanalysen zur Bewertung verwendet. Dadurch können neben objektiven Daten auch subjektive Überlegungen mitbetrachtet werden. Durch die Subjektivität wird die Entscheidungsfindung jedoch erschwert [SIMON, VON DER GATHEN 2002].

Die Unternehmensanalyse dient der Herausarbeitung des Handlungsspielraums eines Unternehmens gegenüber seinen Wettbewerbern und ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Planung von Strategien und Maßnahmen [SIMON, VON DER GATHEN 2002].

Bei der Bewertung bedient man sich entweder eines Kriterienkatalogs in Form einer Checkliste oder man stellt die gewonnen Informationen mittels eines Stärken-Schwächen-Profils grafisch dar (siehe Abb. 2.) Um die Aussagekraft zu erhöhen, sollten die Kriterien nach ihrer Wichtigkeit geordnet werden [SIMON, VON DER GATHEN 2002]. Im Beispiel in der nachfolgenden Abbildung sind die Ressourcen Infrastruktur, Kosten, Strategie und Produktivität im Vergleich zum Konkurrenten ziemlich schlecht. In diesen Bereichen sollte möglichst eine bessere Positionierung des Unternehmens im Markt angestrebt werden [KLEMPIEN 2006].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.: Beispiel Stärken-Schwächen-Profil (Quelle: KLEMPIEN 2006)

2.3. Umweltanalyse (Chancen – Risiken – Analyse)

Bei der Umweltanalyse werden die externen Faktoren betrachtet, also die auf das das Unternehmen selbst keinen direkten Einfluss hat. Dazu zählen beispielsweise Veränderungen im [SIMON, VON DER GATHEN 2002]:

- politisch-rechtlichen Bereich (z.B. Neue Gesetze)
- sozio-kulturellen Bereich (z.B. Lebensstiländerungen) - physischen Bereich (z.B. Klimaveränderung)
- wirtschaftlichen Bereich (z.B. Euro-Einführung)
- technischen Bereich (z.B. Neue technische Standards)

Durch die Chancen-Risiken-Analyse kann man ermitteln, wie das Unternehmen zu den Veränderungen der Umwelt steht und wo eine Anpassung vorgenommen werden sollte. Die Umweltveränderungen, die dem Unternehmen positiv zu Gute kommen werden als Chancen bezeichnet und die Umweltveränderungen, die dem Unternehmen Schaden können werden als Risiken bezeichnet [KLEMPIEN 2006].

Das Unternehmensmanagement sollte genau über Chancen und Risiken, denen sich das Unternehmen ausgesetzt sieht bescheid wissen. Auch hier wird dazu ein Kriterienkatalog angefertigt. Zur besseren Übersichtlichkeit sollten die ermittelten Chancen und Risiken in eine Rangfolge gebracht werden, je nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutsamkeit der Auswirkungen. Im Ergebnis sollten wesentliche Entwicklungen, die einen Einfluss auf die Zukunft des Unternehmens haben, nach Möglichkeit vorausgesehen und vorweggenommen werden [KOTLER et al. 2003]. Die Umweltanalyse soll auch dazu dienen, durch rechtzeitiges Eingreifen den Eintritt negativer Ereignisse zu vermeiden oder auch positive Entwicklungen zu verstärken. [SIMON, VON DER GATHEN 2002].

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Details

Seiten
15
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640367733
ISBN (Buch)
9783640368044
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v130765
Institution / Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
1,7
Schlagworte
SWOT-Analyse Stärken-Schwächen-Analyse Strategie Unternehmensstrategie

Autor

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