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Lebenslanges Lernen - Forschungsvorhaben

Seminararbeit 2009 34 Seiten

Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Lebenslanges Lernen
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Stellenwert des Lebenslangen Lernens
2.3 Einordnung der Untersuchungsgruppe in das Konzept des Lebenslangen Lernens

3 Entwicklung des Erhebungsinstrumentes
3.1 Entscheidung für das Problemzentrierte Interview
3.2 Problemzentriertes Interview als qualitatives Forschungsinstrument
3.3 Entwicklung des Interviewleitfadens
3.4 Interviewleitfaden
3.5 Erläuterung und Begründung des Interviewleitfadens
3.6 Vorgehensweise bei der Erhebung

4 Pretest des Forschungsvorhabens
4.1 Erste Ergebnisse der Pretests
4.2 Reflexion der Pretests
4.3 Eignung des Erhebungsinstruments hinsichtlich der Untersuchung

5 Vorgehensweise bei der Qualitativen Inhaltsanalyse
5.1 Aufbereitung des Interviewmaterials
5.2 Auswertung der Interviews

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Prozentsatz der an Bildungs- oder Lernaktivitäten teilnehmenden Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren (vgl. Statistisches Bundesamt 2005, S.1)

Abbildung 2: Ablaufschema beim Problemzentrierten Interview (vgl. Mayring 2002, S. 71)

Tabelle 1: Interviewleitfaden zum Lebenslangen Lernen

Tabelle 2: Transkriptionsregeln (vgl. Heidemeyer 2006, S. 64 f.)

1 Einleitung

In Zeiten eines permanenten Strukturwandels in Wirtschaft und Gesellschaft muss sich jeder Einzelne täglich neuen Herausforderungen stellen. Die Schnelllebigkeit wirtschaftlicher Strukturen, technologischer Entwicklungen sowie der Märkte selbst führen zu ständigen Veränderungen der Umwelt. Dies geht einher mit der Erhöhung der Mobilität und der Ausweitung der weltweiten Kommunikation. Jedoch beziehen sich die eben genannten Veränderungsprozesse nicht ausschließlich auf die Berufstätigkeit, sondern umfassen alle Lebensbereiche und haben darüber hinaus einen immer größeren Bedarf an Qualifikationen und Kompetenzen.

Insbesondere Auszubildende werden sowohl auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt als auch im gesellschaftlichen Leben mit vielfältigen Anforderungen konfrontiert. Durch den Einstieg in die Berufswelt wird ein entscheidender Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben gelegt, dabei sind Bildung und Qualifikation von entscheidender Bedeutung für die Lebenschancen (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung[1] 2008, S.6). Dies wird dadurch deutlich, dass in der Bundesrepublik Deutschland durch Bildungstand und Erfolg auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt letztendlich der sozioökonomische Status und somit auch die spätere soziale Lage in der Gesellschaft maßgeblich bestimmt werden (vgl. OECD 2007, S.5f.). Dabei ist es wichtig zu betonen, dass sich ständige Weiterbildung nicht nur auf berufliche Qualifikation bezieht, sondern auch den Erwerb gesellschaftlichen Wissens und Orientierungsvermögens sowie das Erlangen von Selbständigkeit und Eigenverantwortung umfassen soll.

Gemäß der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung[2] (2001, S.7) befähigt „[…] nur lebenslanges, kompetenzentwickelndes Lernen, auch in Form informeller und selbstgesteuerter Lernprozesse […]“ Menschen dazu sich ständig weiterzuentwickeln, am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren sowie ihre berufliche Zukunft zu sichern bzw. auszubauen, um somit ein selbständiges und eigenbestimmtes Leben zu führen. Um das Potential unserer Gesellschaft – das bereits vorhandene hohe Qualifikationsniveau der Bevölkerung – zu nutzen sowie gleichzeitig die oben genannten neuen Herausforderungen zu bewältigen, muss die Gesellschaft in Zukunft besonders die breite Entwicklung Lebenslangen Lernens fördern.

Wie bereits erwähnt, wird durch den Einstieg in die Berufswelt ein entscheidender Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben gelegt (vgl. BMBF 2008, S.6). Jedoch ist zu berücksichtigen, dass Aus- und (Weiter)Bildung nicht mit einer bestimmten Lebensphase – dem Abschluss einer schulischen oder beruflichen Ausbildung, eines (Fach)Hochschulstudiums etc. – enden, sondern als dauerhafte Aufgabe anzusehen sind. Aus diesem Grund untersucht die vorliegende Arbeit welche Vorstellungen Auszubildende vom Lebenslangen Lernen haben. Dabei wird die Hypothese aufgestellt, dass Auszubildende mit Lebenslangem Lernen ausschließlich berufliche Weiterbildungsmaßnahmen verbinden und aufgrund dessen kein differenziertes Bild vom breiten Spektrum des Lebenslangen Lernens haben. Unter beruflicher Weiterbildung werden in dieser Arbeit Maßnahmen verstanden, die dem formalen Lernen zuzuordnen sind (vgl. Abschnitt 2.1) und zu anerkannten Abschlüssen und/oder Qualifikationen führen, wie bspw. eine kaufmännische Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter.

Um die aufgestellte Hypothese zu überprüfen soll zunächst in Kapitel 2 eine Definition und Abgrenzung des Lebenslangen Lernens erfolgen. Darüber hinaus sollen die ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung sowie das Spektrum des Lebenslangen Lernens verdeutlicht werden, um eine thematische Grundlage für die Untersuchung zu schaffen. Anschließend wird in Kapitel 3 das Erhebungsinstrument entwickelt. Hierzu wird zunächst die Entscheidung für das Problemzentrierte Interview begründet sowie das qualitative Forschungsinstrument an sich erläutert. Ferner erfolgt die Vorstellung des Interviewleitfadens sowie die dazugehörige Erläuterung und Begründung der Leitfragen. Hinweise zur Vorgehensweise bei der Erhebung schließen dieses Kapitel ab. In einem nächsten Schritt werden in Kapitel 4 Pretests durchgeführt, um erste Ergebnisse bzw. Tendenzen bzgl. der Forschungsfrage und Hypothese aufzuzeigen. Darüber hinaus dienen die Pretests der Reflexion sowie der Eignung des Problemzentrierten Interviews hinsichtlich der Forschungsfrage und Hypothese. Im darauffolgenden Kapitel 5 wird die Qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsverfahren für diese Untersuchung vorgeschlagen und hinsichtlich der Auswertung der Interviews erläutert. Abschließend wird in Kapitel 6 ein (kritischer) Rückblick auf die Arbeit gegeben sowie ein Ausblick für eine weiterführende Untersuchung präsentiert.

2 Lebenslanges Lernen

Der permanente Strukturwandel in Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Schnelllebigkeit wirtschaftlicher Strukturen und technologischer Entwicklungen führen dazu, dass sich die Halbwertszeiten von Wissen ständig verkürzen (vgl. Boppel 1996, S.7). Die sich daraus ergebende Konsequenz ist, dass die Bürger/innen der heutigen Kommunikationsgesellschaft mehr als in der Vergangenheit an diversen Lernprozessen teilnehmen müssen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu betonen, dass auch die Teilnahme an Lernprozessen nach der „traditionellen“ (Aus)Bildungszeit bestimmte Anforderungen an die Bürger/innen stellen, denen sie durch Lebenslanges Lernen gerecht werden können. Aus diesem Grund soll zunächst eine Definition sowie Abgrenzung des Lebenslangen Lernens erfolgen, um darauf aufbauend den Stellenwert des Lebenslangen Lernens zu verdeutlichen. Abschließend erfolgt eine Verortung der Untersuchungsgruppe, damit die Analyse der Vorstellungen von Auszubildenden hinsichtlich des Lebenslangen Lernens erfolgen kann.

2.1 Definition und Abgrenzung

Wie eingangs erwähnt, fordert „das“ Konzept des Lebenslangen Lernens ein lebenslanges und kompetenzentwickelndes Lernen, u.a. in Form informeller und selbstgesteuerter Lernprozesse, das die Menschen dazu befähigt sich ständig weiterzuentwickeln, um mit den angesprochenen Veränderungsdynamiken Schritt zu halten. Trotzdem wird der Begriff des Lebenslangen Lernens häufig als Synonym für Weiterbildungsmaßnahmen verwendet (vgl. Schiersmann 2007, S.59). Die Sichtung der Fachliteratur verdeutlicht, dass es äußerst schwierig ist eine einheitliche Definition zu finden, besonders weil der Begriff viel Interpretationsspielraum lässt. Dennoch ist es für die vorliegende Arbeit notwendig eine Arbeitsdefinition zugrundezulegen, welche die Basis für die Untersuchung darstellt.

Nach der BLK[3] (2004, S.5) umfasst Lebenslanges Lernen „[…] alles formale, nicht-formale und informelle Lernen an verschiedenen Lernorten von der frühen Kindheit bis einschließlich der Phase des Ruhestands. Dabei wird ‚Lernen‘ verstanden als konstruktives Verarbeiten von Informationen und Erfahrungen zu Kenntnissen, Einsichten und Kompetenzen.“ Demnach kann der Begriff des Lebenslangen Lernens zunächst zweiachsig eingeteilt werden: Zum einen lebenslang, dass heißt, Lernen beschränkt sich nicht auf verschiedene Phasen des Lebens, sondern erstreckt sich über alle Lebensphasen, und zum anderen lebensweit, hiermit sind alle Lernformen in allen Lernsituationen gemeint. In diesem Zusammenhang klassifiziert die BLK (2004, S.32) die oben genannten Lernformen nach dem lebensweiten Ansatz wie folgt:

- Formales Lernen umfasst das Lernen in Bildungs- oder Ausbildungseinrichtungen, welches zu anerkannten Abschlüssen und/oder Qualifikationen führt. Hierunter fallen bspw. sowohl der Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife, das Absolvieren eines Masterstudienganges als auch der Abschluss einer (beruflichen) Aus- und Weiterbildung im kaufmännischen Bereich.
- Nicht-formales bzw. non-formales Lernen findet außerhalb der Hauptinstitutionen der allgemeinen und beruflichen Bildung statt und führt nicht unbedingt zum Erwerb eines formalen Abschlusses. Nicht-formales Lernen kann sowohl am Arbeitsplatz als auch im Rahmen von Aktivitäten der Organisationen und Gruppierungen der Zivilgesellschaft stattfinden. Hierunter sind u.a. Gewerkschaften, Jungendorganisationen oder politische Parteien zu fassen. Darüber hinaus können auch Kunst-, Musik- oder Sportkurse sowie private Betreuung durch Tutoren zur Prüfungsvorbereitung als Orte nicht-formalen Lernens fungieren (vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2000, S.9).
- Informelles Lernen findet während des alltäglichen Lebens, also bspw. am Arbeitsplatz, in der Familie oder in der Freizeit statt. Es ist hinsichtlich der Lernziele, der Lernzeit oder der Lernförderung nicht strukturiert und führt üblicherweise nicht zur Zertifizierung, weshalb es oftmals von den Lernenden nicht als Wissenserweiterung wahrgenommen wird. Hierunter kann u.a. das selbständige Lernen aus Büchern, computergestütztes Lernen oder auch das generationsübergreifende Lernen gefasst werden, bei dem Eltern die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien durch ihre Kinder lernen.

Somit kann abschließend festgestellt werden, dass Lebenslanges Lernen alle formalen, nicht-formalen, und informellen beruflichen, politischen sowie allgemeinen Lernprozesse an den verschiedensten Lernorten umfasst. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass sich die Lernprozesse nicht auf verschiedene Stadien des Lebens beziehen, sondern sich vielmehr auf alle Lebensphasen ausdehnen müssen. Um die in der Einleitung schon kurz erwähnte Relevanz des Lebenslangen Lernens u.a. für den Erfolg auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, die spätere soziale Lage in der Gesellschaft und somit weitestgehend für die Lebenschancen im Allgemeinen zu verdeutlichen, soll im nächsten Abschnitt der Stellenwert von Lebenslangem Lernen erläutert werden.

2.2 Stellenwert des Lebenslangen Lernens

Die Bedeutung Lebenslangen Lernens nimmt in der Wissens- und Kommunikationsgesellschaft u.a. aufgrund der bereits angesprochenen zunehmenden Veränderungsdynamiken, des steigenden Wettbewerbsdrucks, der steigenden Unsicherheit und nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels zu (vgl. BMBF 2007, S.2ff.).

Bezüglich des demographischen Wandels belegen Studien von Kruse und Rudinger (1997, S.75), dass wenn Bildungsniveau und Bildungsaktivitäten aus jungen Jahren auch noch im Alter weitergeführt werden, geistige Fähigkeiten kontinuierlich ausgebaut oder erhalten bleiben können. So behalten Arbeitnehmer/innen, die häufig mit Problemlösungen und zahlreichen Lernanlässen konfrontiert werden, ihre geistige Flexibilität bis ins hohe Alter. Dies verdeutlicht abermals, dass sich Lebenslanges Lernen über alle Lebensphasen erstreckt und ein Grundstein – die Fähigkeit zum Lernen selbst – oft bereits in jungen Jahren gelegt wird.

In diesem Zusammenhang wird dem Humankapital, als eine Einflussgröße des Wirtschaftswachstums, eine besondere Bedeutung beigemessen (vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2002, S.334). Wird zudem berücksichtigt, dass das Humankapital gegenüber dem Sachkapital an Bedeutung gewinnt (vgl. Bosch 1998, S.318), ist nachvollziehbar, warum der Rat der Europäischen Union (2004, S.5) die Humanressourcen als größten „Schatz“ der EU bezeichnen. Diese beeinflussen maßgeblich den Transfer sowie die Schaffung von Wissen, was für die Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft und somit letztendlich für eine Verbesserung der Wirtschaftsleistung ausschlaggebend ist.

Neben der demographischen und ökonomischen Bedeutung von Lebenslangem Lernen muss auch die sozio-kulturelle Bedeutung des Lebenslangen Lernens beachtet werden. So dient Bildung der gesellschaftlichen Partizipation, was im weitesten Sinne eine Stärkung der Demokratie zur Folge haben kann. Auf europäischer Ebene hat das Konzept des Lebenslangen Lernens die Aufgabe einen Bürgersinn zu entwickeln (vgl. Rothe 2008, S.75). Dieser zeichnet sich durch den Austausch mit anderen Kulturen und dem damit verbundenen gegenseitigen Respekt aus. Letztendlich kann Lebenslanges Lernen als ein Basiselement gedeutet werden, durch welches Chancengleichheit hergestellt sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert werden kann (vgl. Rothe 2008, S.75).

Abschließend soll noch ein kurzer Blick auf die Teilnahme am Lebenslangen Lernen nach Art der Bildungs- oder Lernaktivitäten geworfen werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu berücksichtigen, dass die Lernenden ihren Weg zur Kompetenzbildung selbst gestalten, indem sie aus einem breiten Spektrum von Angeboten diejenigen auswählen, die auf ihre Bedürfnisse zutreffen. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Angebote häufig ergänzen und die Lernenden somit an verschiedenen Lernformen gleichzeitig teilnehmen können (vgl. Bundesamt für Statistik 2006, S.13). Dies verdeutlicht abermals die Selbstorganisation sowie die Selbstverantwortung für Lebenslangens Lernen.

Eine EU-Arbeitskräfteerhebung[4] aus dem Jahr 2003 belegt, dass 42% der Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 64 Jahren in den letzten 12 Monaten vor der Erhebung an Bildungs- oder Lernaktivitäten teilnahmen (vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland 2005, S.1). Die Abbildung 1 verdeutlicht, dass 4,3% der Befragten Angebote des formalen Lernens, wie bspw. die Bildung an allgemeinen oder beruflichen Schulen, in Anspruch nahmen. Hinsichtlich der Maßnahmen des nicht-formalen Lernens äußerten 16,5% der Befragten in diesem Bereich der Bildung aktiv gewesen zu sein. Diese Lernform umfasst u.a. Lernen, das außerhalb der Hauptinstitutionen der allgemeinen und beruflichen Bildung stattfindet und nicht unbedingt zum Erwerb eines formalen Abschlusses führt (vgl. Abschnitt 2.1). Knapp ein Drittel der Befragten, die in den letzten 12 Monaten vor der Erhebung an Bildungs- oder Lernaktivitäten teilnahmen, gaben an, Aktivitäten aus dem Bereich des informellen Lernens, wie bspw. das selbständige Lernen aus Büchern oder das computergestützte Lernen, in Anspruch genommen zu haben (vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland 2005, S.2). Darüber hinaus ist auffällig, dass 58% der EU Bürger gar keine Bildungs- oder Lernaktivitäten anstrengten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Prozentsatz der an Bildungs- oder Lernaktivitäten teilnehmenden Bevölkerung im Alter von 25-64 Jahren (vgl. Statistisches Bundesamt 2005, S.1)

Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass noch ein deutlicher Handlungsbedarf bzgl. der Ausdehnung der Teilnahme an – formalen, nicht-formalen und informellen – Angeboten des Lebenslangen Lernens besteht. Dieser Handlungsbedarf liegt darin begründet, dass u.a. die persönliche Orientierung, die gesellschaftliche Partizipation, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Verbesserung der Wirtschaftsleistung nur erhalten und verbessert werden können, wenn das Wissen sowie die Fähigkeit, das erworbene Wissen anzuwenden, durch Lebenslanges Lernen ständig angepasst und erweitert werden. Deshalb erscheint es gerade aus diesen Gründen wichtig zu erheben, welche Vorstellungen Auszubildende – die Arbeitnehmer/innen von morgen – vom Lebenslangen Lernen haben, um ggf. Maßnahmen zur Steigerung des Bewusstseins bzw. der Teilnahme initiieren zu können. Da die Bildungs- und Lernaktivitäten der Lernenden mit ihrer Biographie bzw. mit ihren Lebensphasen verknüpft sind, erscheint es sinnvoll, zur Vorbereitung der Erhebung, vorab eine kurze Einordnung der Untersuchungsgruppe – der Auszubildenden – in das Konzept des Lebenslangen Lernens vorzunehmen.

[...]


[1] Im weiteren Verlauf der Arbeit wird die Abkürzung BMBF verwendet.

[2] Im weiteren Verlauf der Arbeit wird die Abkürzung BLK verwendet.

[3] Ab dem 1. Januar 2008 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern die Arbeit der BLK als Nachfolgeorganisation übernommen.

[4] Die EU-Arbeitskräfteerhebung wird in allen 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in den drei EFTA-Staaten Norwegen, Island und der Schweiz durchgeführt. Die Arbeitskräfteerhebung ist eine Stichproben-Haushaltsbefragung, die Quartals- und Jahresdaten zur Beschäftigung liefert. Die Arbeitskräfteerhebung liefert für alle Wirtschaftsbereiche und Berufe Daten zu den Themen Arbeitszeit, zweite Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit, Teilzeitarbeit, Selbstständigkeit, Bildung, Weiterbildung und vieles mehr (vgl. Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung 2008, S.1).

Details

Seiten
34
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640781416
ISBN (Buch)
9783640781393
Dateigröße
725 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v131176
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Schlagworte
Lebenslanges Lernen Forschungsvorhaben

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Titel: Lebenslanges Lernen - Forschungsvorhaben