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Möglichkeiten und Grenzen von Planspielen

Referat (Ausarbeitung) 1999 8 Seiten

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Definition Planspiel

3. Ablauf von Planspielen

4. Ziele von Planspielen

5. Schlussgedanke

1. Einleitung

Die Behandlung wirtschaftlicher Zusammenhänge wird heute in den Lehrplanrichtlinien aller Schularten gefordert. Die Bewegungen im Wirtschaftsablauf haben auf unsere gesamte Volkswirtschaft, aber auch auf die private Sphäre einen unmittelbaren Einfluss. Je besser der einzelne über wirtschaftliche Zusammenhänge informiert ist, um so besser kann er sein eigenes Verhalten danach einstellen.

Daneben ist in jüngster Zeit das Eindringen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien in unsere Lebenswelt zu beobachten. Diese neuen Technologien machen auch vor der Schultüre nicht halt und sind bereits heute Gegenstand des Schulunterrichts. Computer-Planspiele und Simulationen sind willkommene Hilfsmittel im Fachunterricht.

Die Rolle des Computers in Wirtschaft und Gesellschaft zu verdeutlichen, ist die Aufgabenstellung in der informationstechnischen Grundbildung. Wirtschafts- und Sozialkunde sind somit mit Anwendung und Analyse der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eng verbunden. Hier sollen vor allem die Planspiele eine besonders wichtige Rolle spielen.

2. Definition Planspiel

Am Anfang stellt man sich meistens die Frage: „Was ist denn eigentlich genau ein Planspiel?“ Nun von einem Planspiel existieren sicherlich ganz unterschiedliche Vorstellungen. Am besten umschreibt es aber folgende Definition: Ein Planspiel ist ein Rollenspiel, in dem komplexe Themen nach dem Prinzip „learning by doing“ erschlossen und gelernt werden können, d.h. der Schüler lernt eigene Entscheidungen alleine oder im Team zu treffen und auf die dann folgenden Marktsituationen zu reagieren. Dafür ist es notwendig, geeignete Situationen zu finden, in denen ein Stück der Realität nachgespielt werden kann. Dieses erfordert von den Schülern ganzheitliches Denken, in denen sie praxisnahe Entscheidungssituationen gut planen und bewältigen. Dies wiederum führt zu erhöhter Lernmotivation und zum Verstehen dynamischer Systeme, so dass die Schüler am Schluss mit viel Selbstarbeit und neuen Erfahrungen aus dem Planspiel herausgehen. Der Lehrer hat hier nur die Aufgabe, die entsprechenden Rahmenbedingungen abzustecken und die gesamten Marktsituationen zu erläutern. Dann sind die Schüler ganz auf sich alleine gestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Ablauf von Planspielen

Im Planspiel werden die unterschiedlichen Aspekte und gesellschaftliche Bewertungen durch die verschiedenen Interessengruppen herausgearbeitet und dargestellt. Jeder Teilnehmer wählt eine bestimmte Rolle, die er in dem Planspiel verkörpern will und wird entsprechend seiner Rolle agieren und auftreten. In dem Spannungsfeld, das durch Realität simulierende Ablaufregeln und Rollenbeschreibungen eingegrenzt wird, können die Spieler (in Kooperation oder in Konkurrenz miteinander) frei agieren, um bestimmte Ziele zu erreichen. Die Ausgangssituation und Arbeitsaufträge sind meist vorgegeben, der Spielverlauf jedoch wird durch die Ideen und das Handeln der Teilnehmenden bestimmt. Der Lehrer übernimmt die Rolle des Planspielleiters, d.h. er führt am Anfang in die betriebswirtschaftliche Gesamtsituation und ganz besonders in die konkreten Situationen ein, in die die Schüler gelangen. Der Lehrer unterstützt die Schüler durch entsprechendes Hinterfragen, Eingehen auf Verständnisproblemen, aktuellen Beispielen etc.

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Details

Seiten
8
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783638189064
DOI
10.3239/9783638189064
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v13194
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – EWF
Note
2
Schlagworte
Möglichkeiten Grenzen Planspielen Mittelseminar Lernziele Lerninhalte Lernmethoden Lernmittel Arbeitslehre/ Wirtschaftslehre

Autor

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Titel: Möglichkeiten und Grenzen von Planspielen