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Reisen in autoritären Systemen

Authentizität und Interaktion im kubanischen Tourismus

Diplomarbeit 2009 80 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Authentizität
2.1. Soziale Interaktion bei Goffman
2.1.1. Selbstdarstellung
2.1.2. Vorderbühne vs. Hinterbühne
2.2. Entwicklung des Authentizitätsbegriffes in der Tourismusforschung
2.2.1. Der Tourist als Vergnügungssuchender
2.2.2. Der Tourist als moderner Pilger
2.2.3. „Der“ Tourist als unzulässige Generalisierung

3. Bedeutung von Authentizität bei verschiedenen Touristentypen
3.1. Modi touristischer Erfahrung
3.1.1. Recreational
3.1.2. Diversionary
3.1.3. Experiential
3.1.4. Experimental
3.1.5. Existential
3.2. Einschränkungen

4. Kuba als autoritäres System
4.1. Bürgerrechte
4.1.1. Freie Meinungsäußerung
4.1.2. Mitgliedschafts- und Organisationsfreiheit
4.2. Politische Rechte
4.2.1. Wahlen
4.2.2. Parteien

5. Kuba als touristische Destination
5.1. Geschichte des Tourismus auf Kuba
5.2. Tourismus auf Kuba heute

6. Empirische Forschung auf Kuba
6.1. Zusammensetzung der Touristen
6.2. Kuba als Bühne
6.3. Die authentische Insel

7. Zusammenfassung und Hypothese

8. Forschungsdesign: Vergleichsstudie
8.1. Problemzentriertes Interview
8.1.1. Eignung der Methode
8.1.2. Instrumente
8.2. Fallauswahl
8.3. Zugang zum Feld
8.4. Vergleichsdimensionen
8.5. Auswertung
8.5.1. Unvollständige Methodik bei Witzel
8.5.2 Technik des Experteninterviews als Alternative

9. Ergebnisse
9.1. Vergleichsgruppenbildung
9.1.2. Recreational Mode
9.1.3. Experiential-Experimental Mode
9.1.4. Existential Mode
9.2. Soziologische Konzeptualisierung
9.2.1. Reisevorbereitung
9.2.2. Reisemotivation
9.2.3. Reiseart
9.2.4. Kubabild
9.2.5. Politisches Interesse
9.2.6. Authentizitätsbedürfnis
9.2.7. Interaktion

10. Resümee

11. Metaebene
11.1. Forschung auf Kuba
11.2. Interviews mit Touristen
11.3. Gespräche mit Einheimischen

Literaturverzeichnis

Anhang: Kurzfragebogen

Anhang: Interviewleitfaden

1. Einleitung

„Arrangieren sich Tourismus und Diktatur bloß miteinander, oder sind sie stille Komplizen?“ Diese Frage stellte sich im Oktober 2007 die Zeit in ihrem Reise-Ressort.[1]

Immerhin böten Diktaturen dem westlichen Besucher viele Anreize: Diktaturen hätten im Allgemeinen ein niedriges Preisniveau, da sie auf den Devisenmärkten nicht mithalten könnten und ihre Bevölkerung ausbeuteten, Reisende könnten sich überdurchschnittlich sicher bewegen, da die Regime ihnen wohlgesonnen seien und eine hohe Militär- und Polizeipräsenz vor Straßenkriminalität schützten. Und nicht zuletzt wirke ein diktatorisches System anziehend, da es „Authentizität“ ausstrahle. Die Regierungen profitierten im Gegenzug von Deviseneinnahmen und einer Aufbesserung ihres internationalen Images.

Anlass für diese Reflexion war die blutige Niederschlagung der Demonstrationen buddhistischer Nonnen und Mönche durch die Militärjunta in Burma. Bis dahin war das südostasiatische Land ein immer beliebter werdendes Ziel für westliche Individualtouristen, noch immer wird es in Katalogen als „Land der goldenen Pagoden“ angepriesen, auf dessen Straßen lächelnde Menschen flanierten.[2]

Die Realität für die Menschen in Burma sieht jedoch anders aus. Die britische Organisation Tourism Watch arbeitet mit ihrer Kampagne „Don’t visit Burma!“ daran, die Tourismuseinnahmen des Regimes zu verringern und ruft Reisende eindringlich dazu auf, das Land zu meiden. Tourism Watch bestätigt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Aufbau touristischer Infrastruktur und Menschenrechtsverletzungen. So wurden z.B. beim Ausbau des Internationalen Flughafens Mandalay Bewohner enteignet und als Zwangsarbeiter eingesetzt.[3]

Das Ansinnen von Reisenden, die Lage vor Ort selbst zu erkunden und die Menschen im Land kennenzulernen und zu unterstützen, verurteilt die Organisation als naiv und kontraproduktiv:

„Die Stimmen der IndividualtouristInnen (…) sprechen Bände. ‚Es ist uns nicht egal, was passiert. Wir wollen es nur mit eigenen Augen sehen‘. Doch warum? Reicht es nicht, dass Einrichtungen wie die ILO oder Amnesty International regelmäßig über die vielen Gewalttaten berichten? Warum in aller Welt solche Tatsachen selbst sehen? Touristen würden diese sowieso nicht zu Gesicht bekommen, da sie sicherlich nicht durch den Zimmerservice auf dem Tablett serviert werden.“[4]

Und auch der eingangs zitierte Zeit-Artikel kommt zu einem Schluss, der Touristen jegliche Einflusschance aberkennt: „Es macht politisch keinen Unterschied, ob wir hinfahren oder nicht“.[5]

Sollte die – meist aus ökonomischen Gründen notwendige – Öffnung unfreier Systeme für den internationalen Tourismus also völlig ohne positive Effekte auf die Menschenrechtssituation vor Ort bleiben und gleichzeitig den Touristen in den ihnen zugeteilten „Reservaten“, dem Club-Hotel, der Golfanlage oder dem Freilichtmuseum eine heile Welt vorgaukeln?

Ziel der Arbeit ist es, der Antwort auf diese Frage ein Stück näher zu kommen. Dafür soll untersucht werden, welche Effekte Reisen in autoritär regierte Länder aus mikrosoziologischer Perspektive sowohl auf Reisende als auch auf „Bereiste“ haben können. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Authentizitätsbegriff zu.

Dem amerikanischen Soziologen Erving Goffman zufolge suchen viele Menschen auch an touristischen Schauplätzen nach dem „Echten“, dem Authentischen hinter dem vordergründig Sichtbaren: „Der erfahrene Tourist (…) überschreitet auf der Suche nach der ‚authentischen‘, vom Tourismus ‚unverdorbenen‘ Welt die Grenzen zwischen Vorder- und Hinterbühne“.[6] Dies könnte in einem Land mit einer Regierung, die darauf bedacht ist, die eigene Bevölkerung von „antisozialen“ Einflüssen der Außenwelt abzuschirmen, indem touristische Sphäre und Alltagswelt möglichst getrennt gehalten werden, helfen, in Interaktion mit Einheimischen zu treten und ein begrenztes Maß von kulturellem und politischem Austausch zu ermöglichen, das es ohne jeglichen Tourismus nicht gäbe. Politische Rechte wie Informations- und Meinungsfreiheit könnten auf diese Weise gefördert, Bilder vom „Anderen“ korrigiert, Stereotypen und Klischees aufgeweicht werden. Dies gilt für Gäste und Gastgeber gleichermaßen.

Kritiker negieren die Chance politisch-kulturellen Austauschs und sehen sogar eine Zementierung vorhandener Stereotypen. Ein solches Bild zeichnet ein in der Tourismusforschung vielrezipierter Aufsatz von Hans-Magnus Enzensberger. In „Theorie des Tourismus“ von 1958 kritisiert er den Tourismus als Fluchterscheinung, die sich aus der Unwirtlichkeit der modernen Lebenswelt ergibt. Urlaubsreisen sollen in eine romantische Welt unberührter Natur oder in die Geschichte führen, als Ausgleich für die im Alltag fehlende individuelle Freiheit.[7]

Natürlich können diese unterschiedlichen Konzepte nicht „am Touristen an sich“ überprüft werden – Reisende bilden einen Großteil unserer Gesellschaft ab und ihre Einstellungen und Bedürfnisse sind ebenso divers. Daher soll in einem ersten – theoretischen – Schritt die Identifikation und Ausarbeitung der wichtigsten Reisetypen nach dem israelischen Soziologen Erik Cohen erfolgen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Reisemotivation und dem damit einhergehenden Authentizitätsbedürfnis.

Der zweite Schritt besteht in der empirischen Untersuchung. Durch leitfragengestützte Interviews mit Reisenden soll herausgefunden werden, welcher der Reisetypen auf welche Weise mit örtlicher Bevölkerung interagiert und ob diese Interaktion für beide Seiten „einen Unterschied machen“ kann.

Als Ort der Untersuchung bietet sich Kuba an. Die Insel wird im Zeit-Artikel als eines der letzten kommunistischen Regime erwähnt: „Uns machen sie keine Angst mehr. Manchen ihrer Bürger schon“.[8] Trotz kleinerer Reformen, die nach der Übergabe des Regierungsgeschäfts von Fidel Castro an dessen Bruder Raúl im Sommer 2006 stattfanden, sind die Menschenrechte in Kuba stark eingeschränkt. Politische Opposition ist verboten und wird verfolgt, alle Medien unterliegen strikter staatlicher Kontrolle und Zensur.[9] Die Organisation Reporter ohne Grenzen bezeichnet Kuba als das „zweitgrößte Gefängnis für Journalisten weltweit (nach China)“ und erkennt auch nach dem Machtwechsel „keinerlei positive Folgen für die Situation der Menschenrechte“.[10] Auf der globalen Rangliste der Pressefreiheit 2007 liegt der Staat auf dem fünftletzten Platz – noch hinter Burma und dem Irak.[11]

Gleichzeitig ist die Insel eine der bedeutendsten touristischen Ziele in der Karibik, von Pauschaltourismus bis zum Backpacking sind alle Reiseformen vertreten und die Angebote reichen vom entspannten Strandurlaub bei Varadero bis zur kulturellen Rundreise mit abschließendem Salsa-Kurs in Havanna.

Die Betrachtung der ökonomischen Auswirkungen von Tourismus in autoritären Regimen, des möglicherweise systemstabilisierenden Effekts ausländischer Devisen und der damit einhergehenden Verantwortung sowohl der Tourismuskonzerne als auch individueller Reisender ist zweifelsohne von großer Bedeutung. Der wirtschaftliche Aspekt des Themas ist jedoch ein eigenes Untersuchungsfeld und soll in dieser Arbeit außen vor bleiben.

Stattdessen wird die Interaktion zwischen Touristen und Einheimischen im Vordergrund stehen, da sie in der Diskussion häufig zur moralischen Rechtfertigung oder Verurteilung von Reisen in autoritäre Länder benutzt wird. Die Standpunkte reichen hier von purer Ablehnung, da Touristen sowieso nur zu Gesicht bekämen, was der Regierung beliebe,[12] bis zur Feststellung einer positiven Rolle von Backpackern in der Interaktion mit Einheimischen, wodurch „die in der Tourismuskritik als passiv dargestellte Rolle der Bereisten in eine aktive und gleichberechtigtere Rolle verwandelt“ werde.[13]

2. Authentizität

Dieses Kapitel führt in das Konzept der Authentizität ein, um es bei der Charakterisierung verschiedener Reisetypen als Motivationsgrundlage für Interaktionen zu etablieren. Die auf der Theorie Erving Goffmans basierende Touristentypologie von Erik Cohen soll dann auf das spezielle Feld von Reisen in autoritären Systemen übertragen werden und in einer Hypothese münden, die Aussagen zur Quantität und Qualität von Interaktionen zwischen Reisenden und Einheimischen beinhaltet.

Authentizität ist ein relativ junger Wert, dessen wachsende Bedeutung sich aus dem Einfluss der Moderne auf das soziale Leben ergeben hat. Die moderne Gesellschaft und damit das Alltagsleben haben für viele Menschen ihre Authentizität verloren, die sozialen Institutionen an Gewicht.[14] Unsere Kenntnisse und Fähigkeiten haben sich im industriellen Zeitalter potenziert, direkte Natur- und Körpererfahrungen sind seither seltener geworden. Das Individuum besitzt jedoch einen Realitätssinn, der nach Echtheit verlangt. Um den Gegensatz zwischen dem authentizitätssuchenden Selbst und der authentizitätsentleerten modernen Welt, die von einer unüberschaubaren Vielfalt an Möglichkeiten und damit latenter Orientierungslosigkeit gekennzeichnet ist, zu überwinden, wendet es sich ab vom Alltag und sucht stattdessen an anderen Orten.

2.1. Soziale Interaktion bei Goffman

Das Modell sozialer Interaktion des amerikanischen Soziologen Erving Goffman stellt die grundlegenden theoretischen Konzepte bereit, die nötig sind, um den Begriff der Authentizität in einen breiteren soziologischen Kontext einzuordnen. Es bildet zudem die Basis tourismussoziologischer Forschung, die sich mit Reisemotivationen und dem Verhältnis zwischen Touristen und Einheimischen befasst. Obwohl sich Goffman – abgesehen von einer frühen empirischen Untersuchung auf den Shetland-Inseln[15] – nicht mit spezifisch tourismussoziologischen Fragestellungen auseinandergesetzt hat, eignen sich seine Konzepte aufgrund ihres Bezugs auf Interaktionen im öffentlichen Raum hervorragend für eine Übertragung auf diesen Bereich, wie im Folgenden gezeigt werden wird.

2.1.1. Selbstdarstellung

Jede gesellschaftliche Einrichtung, also auch solche touristischer Art, kann laut Goffman „erfolgreich unter dem Aspekt der Eindrucksmanipulation untersucht werden“.[16] Ein sogenanntes Ensemble baut als Gruppe von Individuen gemeinsam eine Rolle auf, die vor dem Publikum dargestellt wird. Diese Rolle stellt eine Idealisierung des Ensembles dar. Motive, die dem gewünschten Eindruck zuträglich sind, werden herausgestellt, alle anderen abgeschwächt. Der Einzelne ist dabei sowohl auf Mitwirkung der Ensemblemitglieder als auch auf die Komplizenschaft – das „stillschweigende Einverständnis“[17] – des Publikums angewiesen. Innerhalb des Ensembles herrscht ein gewisses Maß an Vertraulichkeit, Geheimnisse sollen nicht nach außen dringen, und die wahre Natur der Situation nicht das Publikum erreichen.

Das Selbst als Rolle wird als dramatische Wirkung beschrieben, die nach Glaubwürdigkeitskriterien vom Publikum untersucht wird und – wenn für wahr befunden – mit der sich darstellenden Person gleichgesetzt wird:

„Eine richtig inszenierte Rolle und gespielte Szene veranlaßt das Publikum, der dargestellten Rolle ein Selbst zuzuschreiben, aber dieses zugeschriebene Selbst ist das Produkt einer erfolgreichen Szene, nicht ihre Ursache.“[18]

2.1.2. Vorderbühne vs. Hinterbühne

Fruchtbarster Teil der Theateranalogie für die Darstellung des Authentizitätsbegriffes ist Goffmans Unterteilung der Bühne in eine Vorderbühne/Vorderregion und eine Hinterbühne/Hinterregion. Auf der Vorderbühne findet die oben beschriebene Inszenierung der Rolle statt, sie ist der Ort, an dem die Zuschreibung eines Selbst durch das Publikum geschehen soll. Die Hinterbühne dagegen ist das Rückzugsgebiet der Darsteller, hier wird die Darstellung der Rolle vorbereitet und werden diejenigen Motive ausgelebt, die dem idealisierten Rollenbild, welches das Publikum vom Ensemble hat, entgegenstehen: „Die Hinterbühne kann definiert werden als der zu einer Vorstellung gehörige Ort, an dem der durch die Darstellung hervorgerufene Eindruck bewußt und selbstverständlich widerlegt wird“.[19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Pauschalurlauber bei einer Folkloreaufführung
im 4-Sterne-Hotel in Varadero. (Foto: SH)

Um den Schein der Inszenierung nicht zu erschüttern, muss das Ensemble die Grenze zwischen Vorderbühne und Hinterbühne überwachen und dem Publikum den Zutritt zu den nicht-öffentlichen Bereichen verwehren.

Goffman illustriert die verschiedenen Bereiche der Theaterbühne mit Beispielen aus dem Alltagsleben, so z.B. mit der Trennung von Wohnungen in einen öffentlich-repräsentativen Teil, dem Salon, und einen privaten Bereich, der Küche und Badezimmer einschließt und den Bewohnern selbst vorbehalten ist. Nur an einer Stelle wird eine Veranschaulichung aus dem touristischen Bereich gebraucht. In der bereits erwähnten empirischen Studie auf den Shetland-Inseln berichtet Goffman von der Trennung zwischen Speisesaal und Küche in einem Hotel, welche die Besitzer durch eine stets geschlossene Tür durchzusetzen versuchten, obwohl das Servieren dadurch erschwert wurde. Diese Scheidelinie war nötig, um den Gästen den Blick hinter die Kulissen zu verwehren, welcher die Wiederverwendung alter Speisen und schmutziges Geschirr offenbart hätte.[20]

Die Kontrolle von Informationen identifiziert Goffman als grundsätzliche Problematik jeder Darstellung. Jene, die das gewünschte Bild beeinträchtigen oder zerstören würden, wie das „recycelte“ Essen in der Hotelküche, nennt er „destruktive Informationen“[21] – das Ensemble muss in der Lage sein, diese Geheimnisse zu bewahren.

Die funktionale Trennung in Vorder- und Hinterbereiche der Interaktionsbühne beschränkt sich nicht auf die von Goffman angeführten Alltagssituationen oder einzelne touristische Einrichtungen, sondern ist als Modell für diese Untersuchung geeignet, da, wie Heinz-Günther Vester befindet:

„(…) auch für ganze Urlaubsländer gilt, dass große Anstrengungen unternommen werden, um die dem Touristen zugänglichen Vorderregionen auszuschmücken, während die Hinterregionen hinter Vorhängen versteckt werden. Die schöne Urlaubswelt lebt davon, dass das Geschehen auf der Vorderbühne in strahlendes Licht getaucht wird, während die Hinterbühne, auf der schweißtreibende Arbeit zum Gelingen der Vorstellung beiträgt, dem Touristen verborgen bleiben soll– dessen ungeachtet besteht für nicht wenige Touristen der Reiz des Reisens womöglich darin, sich über die Grenzen zwischen Vorder- und Hinterbühne hinwegzusetzen“.[22]

Ein Teil des Publikums, in diesem Fall Touristen,[23] ist also bestrebt, einen Blick hinter die Bühne zu werfen und authentische Erfahrungen zu sammeln, während das Ensemble die Grenze zwischen Vorder- und Hinterbühne zu kontrollieren versucht. Das Ensemble kann aus Tourismuskonzernen, lokalen Reiseveranstaltern oder dem an Devisen-einnahmen oder internationalem Ansehen interessierten Staat bestehen. Es wird versuchen, eine Rolle zu spielen, die es selbst und ihr Objekt, das Land als Destination, in ein möglichst positives Licht rückt und negative Aspekte herunterspielen oder ausklammern.

2.2. Entwicklung des Authentizitätsbegriffes in der Tourismusforschung

Ein Ausweg aus der mangelnden Authentizität des Alltag führt über den Tourismus, er stellt eine Möglichkeit dar, das entfremdete Selbst mit Erfahrungen von Einfachheit, Echtheit und Natürlichkeit zu versorgen, die im modernen Leben kaum noch erhältlich sind:

„Da unser Leben uns kompliziert erscheint, so soll wenigstens dasjenige der griechischen Fischer einfach sein. Da wir die Partner, die Freunde und die Wohnsitze wechseln, sollen immerhin die toskanischen Bauern in stabilen Gemeinschaften leben. Da wir umgeben sind von Fernsehen und Publicity, stören uns Antennen und Reklametafeln in den Dörfern der Indios“.[24]

Das Bedürfnis nach authentischen Erlebnissen auf Reisen wird in der Tourismusforschung seit den 1970er Jahren thematisiert. Der Tourismussoziologe Heinz-Günter Vester stellt den Begriff der Authentizität folgendermaßen dar:

„Authentizität meint im Allgemeinen die Echtheit von Erfahrungen und Erlebnissen, im Kontext des Tourismus die Echtheit von touristischen Orten, Plätzen, Szenerien, Gegenständen (z.B. Souvenirs, Kunstwerke) und folkloristischen Darbietungen (z.B. Tänze) sowie von Interaktionen zwischen Touristen und der am Urlaubsort ansässigen Bevölkerung“.[25]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Restaurierter Stadtkern von Trinidad.
(Foto: SH)

Die Frage jedoch was „echt“ ist, kann häufig nicht so leicht beantwortet werden. Ein Beispiel: Christoph Hennig weist darauf hin, dass viele der heute als authentisch wahrgenommenen Stadtbilder stark durch das touristische Interesse an ebenjener Authentizität geprägt sind. Venedig, Salzburg und Rothenburg „verdanken ihre heutige Form oder zumindest die Erhaltung der alten Baugestalt wesentlich dem Tourismus“.[26] Oder das Paradoxon eines künstlich angelegten Parks mit seltener einheimischer Flora auf Mauritius, der dem „ursprünglichen“ Zustand der Insel näher kommt, als die aktuelle Situation. Oft spielt nur der Zeitfaktor eine Rolle für das Prädikat„authentisch“, beispielsweise wenn römische Kopien griechischer Statuen heute als echt betrachtet werden.

Im Rahmen dieser Arbeit ist es nicht nötig, sich näher mit der philosophischen Problematik der Erreichbarkeit von Authentizität zu beschäftigen, denn, wie Hennig bemerkt, lässt sich festhalten: „[A]lles soziale Leben [ist] vermittelt, der Traum von der reinen Ursprünglichkeit naiv“.[27] Ausschlaggebend ist vor allem das psychische Bedürfnis nach Echtheit als Motor für die Überwindung der Grenze zwischen Vorderbühne und Hinterbühne. Als authentisch soll in dieser Arbeit ein Zustand gelten, der von weitgehender Abwesenheit von speziell für den Tourismus errichteter Infrastruktur oder zu diesem Zweck aufbereiteter Landschaften, Bauwerken oder Zonen gekennzeichnet ist, und der die Alltagswelt der Einheimischen widerspiegelt.

Die Tourismusforschung hat eine Vielzahl von Ansätzen hervorgebracht, die sich mit der Frage befassen, ob und warum Touristen authentische Erfahrungen suchen und inwieweit diese Suche eine Reisemotivation an sich darstellt. Sie basieren zum großen Teil auf Erving Goffman und seiner Analogie des Theaterspiels. Demnach versucht das Publikum ständig, Vorstellungen auf ihre Authentizität hin zu überprüfen, während die Darsteller bemüht sind, den Eindruck der Echtheit zu vermitteln. Im Folgenden sollen die wesentlichen Entwicklungsstufen des Authentizitätsbegriffes in der Tourismusforschung skizziert werden.

2.2.1. Der Tourist als Vergnügungssuchender

Einer der ersten, die sich ausgiebig mit dem Thema der Authentizität im touristischen Bereich beschäftigten, war Daniel Boorstin. Seine Arbeit „The Image: A Guide to Pseudo-Events in America“ von 1961 wird als „Beginn einer ganzen Forschungstradition“[28] betrachtet. Sie zeichnet sich allerdings vor allem durch eine Haltung aus, die Erik Cohen als „humorously critical“[29] umschreibt und die das gesamte Frühstadium der Tourismussoziologie durchzieht. Ihre Inspiration fand sie vor allem in kulturkritischen Ansätzen, in denen der moderne Tourist nichts weiter als ein ahnungsloser Vergnügungssuchender war, „an easy-going superficial creature, with only a slight contact with, and even a slighter understanding of, his surroundings”.[30]

Boorstin benutzt das heroische Bild des alten, sich Erlebnisse erarbeitenden „Traveler“ als Kontrastfolie zum Massentouristen, der „oberflächliche, vorarrangierte Erfahrungen“[31] bevorzugt, um eine vom Ekel am Massentourismus geprägte bipolare Unterscheidung zwischen authentischen Erfahrungen und sogenannten „Pseudo-Events“ zu treffen, die kaum den Maßstäben einer kritischen Wissenschaft genügt. Häußler betrachtet diese Stufe der Begriffsentwicklung von Authentizität als absolut-objektiv,[32] denn was echt ist und was nicht, lässt sich laut Boorstin eindeutig feststellen.

2.2.2. Der Tourist als moderner Pilger

Die individuelle Ausprägung der intellektuellen Fähigkeiten der Reisenden entscheidet Dean MacCannell zufolge darüber, ob touristische Inszenierungen durchschaut werden können oder sich Touristen täuschen lassen. Er differenziert in seiner Arbeit „The Tourist“ von 1976 sechs Stufen touristischer Arrangements, jeweils drei beziehen sich auf die „Fassade“ und drei auf die „intime Realität“– die Begriffe werden synonym mit Goffmans Vorder- bzw. Hinterbühne verwendet.

Die Fassade kann offen erkennbar, offensichtlich präpariert oder perfekt simuliert sein. Die intime Realität wiederum kann beschränkt zugänglich sein, gesäubert oder echt. Ein gelungenes Urlaubserlebnis wird nun wesentlich durch das Bewusstsein der Touristen bestimmt, auf welcher Stufe sie sich in einem gegebenen Arrangement befinden. Je klarer sich der Einzelne darüber ist, desto eher wird Enttäuschung verhindert.

Das Verlangen nach Authentizität sieht MacCannell bei allen Touristen gleichermaßen vorhanden, es ergibt sich aus den Entfremdungserfahrungen der modernen Welt. Dieses Verlangen lässt den Touristen unserer Zeit zum Pilger werden, die Reise zum funktionalen Ersatz für Religion. Authentizität ist hier relativ-objektiv, da die Unterscheidung zwischen „echt“ und „inszeniert“ nicht mehr problemlos von jedermann zu treffen ist.[33]

MacCannell wendet sich deshalb von der pauschalen Verurteilung des Touristen ab und kritisiert die frühen Tourismussoziologen wie Boorstin dafür, eine Auseinandersetzung mit der tieferen kulturellen Bedeutung des Phänomens Tourismus durch oberflächliches und unkritisches Arbeiten verhindert zu haben: Das vorherrschende gesellschaftliche Bild des unmündigen und nichtsahnenden Touristen wurde durch sie reproduziert statt hinterfragt.

2.2.3. „Der“ Tourist als unzulässige Generalisierung

Die dritte Entwicklungsstufe, das relativ-subjektive Stadium des Authentizitäts-begriffs,[34] vertritt der israelische Soziologe Erik Cohen. Er kritisiert seinerseits die beiden erstgenannten Verständnisse des Phänomens Tourismus als zu verallgemeinernd.

Boorstin sehe „den Touristen“ als unbekümmerten und unwissenden Vergnügungs-sucher, der den klassischen, authentizitätssuchenden Traveler in der modernen Zeit ersetzt habe und sich mit „Pseudo-Events“ zufrieden gebe. Für Cohen „a very superficial view of the tourist“.[35] Bei MacCannell sei der Tourist dagegen der Pilger unserer Zeit. Bei seinen Beobachtungen gehe er aber zu selektiv vor und erkläre den postmodernen jungen Touristen zum Standardtypus, während bei einem Sample mit vornehmlich gesetzten, bürgerlichen Touristen mittleren Alters völlig andere Ergebnisse zustande kämen, kritisiert Cohen.

Beide Ansichten beinhalteten eine den empirischen Daten widersprechende Generalisierung, der Cohen beikommen möchte. Wichtigster Schritt zum „Rethinking the Sociology of Tourism“, sei daher: „To draw distinctions where in the past there were mainly generalities”.[36]

Cohen selbst sieht das Bedürfnis nach Echtheit nicht bei allen Touristentypen in gleichem Maße gegeben, sondern differenziert fünf Modi der touristischen Erfahrung. Erholung („Recreational Mode“) und Ablenkung („Diversionary Mode“) suchende Reisende haben grundsätzlich kein Authentizitätsbedürfnis, während sich der erfahrungssuchende („Experiential Mode“), der experimentierfreudige („Experimental Mode“) sowie der Typus mit einem existentiellen Bedürfnis („Existential Mode“) in ansteigendem Maße nach Echtheit sehnen.

3. Bedeutung von Authentizität bei verschiedenen Touristentypen

Diese Typologie erscheint für die Fragestellung dieser Arbeit sehr brauchbar, da sie die Reisemotivation verschiedener Typen von Touristen direkt mit dem Bedürfnis nach Authentizität verbindet, statt einem einzigen Typus, „dem“ Touristen, undifferenziert ein bestimmtes Verhalten zuzuschreiben, wie es in der Frühphase der Tourismusforschung geschehen ist.

Sie soll deshalb als theoretische Grundlage dienen, an der im empirischen Teil die Hypothese vom Zusammenhang zwischen Authentizitätsbedürfnis und Interaktionsbereitschaft mit Einheimischen überprüft wird. Von größter Bedeutung ist dabei die Frage, in welche Formen der Interaktion mit Einheimischen die verschiedenen Authentizitätsbedürfnisse münden.

3.1. Modi touristischer Erfahrung

Wesentlich bei der Bildung von Touristentypen ist bei Cohen der Begriff des „Zentrums“ einer Gesellschaft, d.h. „the charismatic nexus of its supreme, ultimate moral values“[37] und analog dazu das religiös oder kulturell geprägte spirituelle Zentrum eines jeden Individuums, „which symbolizes ultimate meanings“.[38]

Cohen argumentiert mit den Ansätzen des Strukturfunktionalismus nach Talcott Parsons: Sind gesellschaftliche und individuelle Zentren konvergent, unterwirft sich der Einzelne im Normalfall den Anforderungen der Gemeinschaft. Etwaige daraus entstehende Spannungen können durch „tension management“ abgebaut werden. So findet man Befreiung und Entlastung in einem geschlossenen Sinnbereich außerhalb des Alltags, der aus Freizeit und Erholung besteht.

Jedem Sinnbereich ist ein spezifischer kognitiver Stil zuzuordnen, beim Übergang von einer „finite province of meaning“ in eine andere ändert sich auch der Erkenntnisstil.[39] Mit diesem von Alfred Schütz übernommenen Konzept, welches auch Goffman maßgeblich beeinflusst hat, lässt sich strukturfunktionalistisch erklären, warum Individuen den zentralen Werten ihrer Gesellschaft scheinbar zuwiderhandeln: Durch den kurzzeitigen Aufenthalt in einer Sinnprovinz, die nicht dem „wahren Leben“ entspricht, werden Spannungen abgebaut und auf lange Sicht die Loyalität zum gesellschaftlichen Wertesystem gestärkt. Die Funktion von touristischen Erfahrungen ist demnach die Wiederherstellung von im Arbeits- und Alltagsleben verbrauchter Energie; Authentizität oder gar ein tieferer Sinn werden nicht gesucht und ein Infragestellen eigener Lebensumstände findet nicht statt.

Aus Parsons Sicht wäre hiermit die Motivationsgrundlage von Touristen und damit die Anzahl touristischer Typen erschöpft. Cohen weist aber darauf hin, dass die Annahme, der moderne Mensch sei ein Konformist, stark vereinfacht sei. Dem Phänomen der Entfremdung und dem „‘spiritual‘ centre of such alienated people“[40] würde keine Beachtung zuteil. Daher sei es notwendig, auch für die verschiedenen Arten von Entfremdung touristische Typen zu charakterisieren.

Im Folgenden soll näher auf diese Modi touristischer Erfahrung eingegangen werden, mit besonderem Augenmerk auf die jeweiligen Authentizitätsvorstellungen und -bedürfnisse. Dabei geht es nicht darum, bestimmte Reisestile spezifischen gesellschaftlichen Schichten oder Klassen zuzuordnen. Die Reisemodi sind modellhaft, in der Realität werden sie selten in Reinform ausgelebt, es gibt Überlappungen und auch Wechsel der Modi, sowohl zwischen oder gar während einzelner Reisen, als auch im Laufe der individuellen Persönlichkeitsentwicklung.

3.1.1. Recreational

Für den Erholungssuchenden im Sinne Talcott Parsons ist die Reise gleichbedeutend mit Formen der Unterhaltung wie Kino oder Fernsehen. Er genießt den Trip und benutzt ihn, um Kraftreserven für den Alltag aufzufrischen. Der religiöse Hintergrund einer Pilgerreise, die „Re-Creation“ versprach, ist säkularisiert und durch rationale Faktoren wie Klimawechsel, Ausruhen etc. ersetzt worden, mit denen der Sinn einer Reise gerechtfertigt wird.

Aus Sicht der frühen Tourismuswissenschaftler bzw. -kritiker erscheint dies „shallow, superficial, trivial and often frivolous“,[41] denn obwohl einige Erfahrungen dem Touristen als interessant gelten können, wird ihnen keine tiefere Bedeutung beigemessen. Die Reise als Mittel der Selbstverwirklichung ist ausgeschlossen.

Durch die Gleichsetzung der Reise mit Unterhaltung wird die Kategorie Authentizität irrelevant. Wie das Publikum im Theater ist sich der Tourist der gestellten Szenerie halb bewusst, er sieht das Ganze als Spiel, welches seinen Zwecken – Ausspannen und Erholung– dient und akzeptiert es bereitwillig. Solange das Spiel auf der Vorderbühne unterhaltsam ist, besteht kein Interesse an einem Blick hinter die Kulissen:

„His apparent gullibility (…) ought not to be ascribed solely to his ignorance; rather, he does not really desire or care for the authentic (…). Since he seeks recreation, he is quite eager to accept the make-believe and not to question its authenticity”.[42]

Die harsche Kritik Boorstins an Touristen im Recreational Mode hält Cohen für deplatziert, schließlich bekämen Erholungstouristen genau das, was sie sich wünschten, auch wenn sie damit zu „accomplices of the tourist establishment in the production of their own deception“ würden. Der Genuss der Erfahrung wird durch Inauthentizität nicht getrübt, im Gegenteil. Kulturschocks werden auf diese Weise abgemildert und die Reise so vielleicht erst angenehm, denn „the real thing might be to terrifying or revolting, to be enjoyable“.[43]

[...]


[1] Allmaier, Michael: Willkommen in der Diktatur. In: Die Zeit 41/2007, S. 71.

[2] Marco Polo Reisen GmbH (Hg.): Birma. Land der goldenen Pagoden. http://www.marco-polo-reisen.com/individuell/reisen/burma (Zugriff: 06.05.2008).

[3] Vgl. Marsh, Lara: Tourismus stützt die Diktatur. http://www.asienhaus.de/public/archiv/marsh.htm, 02.07.2004 (Zugriff: 06.05.2008).

[4] Ebd.

[5] Allmaier: Willkommen in der Diktatur, S. 71.

[6] Vester, Heinz-Günther: Tourismus im Licht soziologischer Theorie. In: Voyage. Hrsg. v. Tobias Gohlis, Christoph Hennig, H. Jürgen Kagelmann, Dieter Kramer, Hasso Spode. Köln: DuMont 1997, S. 69.

[7] Enzensberger, Hans Magnus: Eine Theorie des Tourismus. In: Einzelheiten. Hrsg. v. Hans Magnus Enzensberger. Frankfurt am Main: Bewusstseinsindustrie 1958, S. 179-207.

[8] Allmaier: Willkommen in der Diktatur, S. 71.

[9] Amnesty International (Hg.): Annual Report 2008 - Cuba. http://www.amnesty-kuba.de/files/dateien/CUBA%20Annual%20Report08.pdf, (Zugriff: 15.06.2008).

[10] Reporter ohne Grenzen (Hg.): Rangliste 2007, Regionen/Kontinente. http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2007/rangliste-2007-regionen-kontinente.html#c535, (Zugriff: 26.09.2008).

[11] Reporter ohne Grenzen (Hg.): Rangliste 2007. http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2007.html, (Zugriff: 26.09.2008).

[12] Marsh: Tourismus stützt die Diktatur.

[13] Binder, Jana: Globality. Eine Ethnographie über Backpacker. Münster: LIT Verlag 2005, S. 193.

[14] Vgl. Cohen, Erik: Authenticity and Commoditization. In: Annals of Tourism Research 15 (1988), S. 373.

[15] Vgl. Goffman, Erving: Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag. München: Piper 2003.

[16] Ebd., S. 217.

[17] Ebd.

[18] Goffman: Wir alle spielen Theater, S. 231.

[19] Ebd., S. 104.

[20] Goffman: Wir alle spielen Theater, S. 108.

[21] Goffman: Wir alle spielen Theater, S. 129.

[22] Vester: Tourismus im Licht soziologischer Theorie, S. 69.

[23] Aus dieser Sicht konstituieren Touristen vornehmlich das Publikum, obwohl sie natürlich aus anderer Perspektive auch Ensemble sind.

[24] Hennig, Christoph: Reiselust. Touristen, Tourismus und Urlaubskultur. Frankfurt/München: Insel 1997, S. 172.

[25] Vester, Heinz-Günther: Authentizität. In: Tourismuspsychologie und Tourismussoziologie. Hrsg. v. Heinz Hahn, H. Jürgen Kagelmann. München: Quintessenz 1993, S. 122. Schrägstellung im Original.

[26] Hennig: Reiselust, S. 171.

[27] Ebd., S. 172. Schrägstellung im Original.

[28] Häußler, Oliver: Reisen in der Hyperrealität. Baudrillard und das Problem der Authentizität. In: Voyage. Hrsg. v. Tobias Gohlis, Christoph Hennig, H. Jürgen Kagelmann, Dieter Kramer, Hasso Spode. Köln: DuMont 1997, S. 100.

[29] Cohen, Erik: Rethinking the Sociology of Tourism. In: Annals of Tourism Research 6 (1979), S. 19.

[30] Cohen: Rethinking the Sociology of Tourism, S. 19.

[31] Häußler, Oliver: Reisen in der Hyperrealität, S. 100.

[32] Ebd.

[33] Vgl. Häußler: Reisen in der Hyperrealität, S. 99-109.

[34] Ebd., S. 100.

[35] Cohen, Erik: A Phenomenology of Tourist Experiences. In: Sociology 13 (1979), S. 179.

[36] Cohen: Rethinking the Sociology of Tourism, S. 21.

[37] Cohen: A Phenomenology of Tourist Experiences, S. 180.

[38] Ebd., S. 181.

[39] Vgl. Eberle, Thomas Samuel: Rahmenanalyse und Lebensweltanalyse. In: Erving Goffman – Ein soziologischer Klassiker der zweiten Generation. Hrsg. v. R. Hettlage und K. Lenz. Bern/Stuttgart 1991, S. 155-210.

[40] Cohen: A Phenomenology of Tourist Experiences, S. 181.

[41] Cohen: A Phenomenology of Tourist Experiences, S. 184.

[42] Cohen: A Phenomenology of Tourist Experiences, S. 184.

[43] Ebd.

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Titel: Reisen in autoritären Systemen